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Mittelpunkt des Universums

Es gibt noch so viel zu erledigen und ab einem gewissen Alter fängt man an sich zu fragen ob man wohl noch alle seine gesteckten Ziele erreichen kann. Zumal es immer mehr werden, anstatt weniger (zumindest bei mir). Was also tun ?
Ich für meinen Teil, versuche immer nur einen Teilauschnitt des Lebens zu betrachten. Alles was später kommt, betrachte ich dann auch erst später.
Und ich wähle den Ausschnitt so gross, dass es gar keine Probleme gibt alles unterzubringen.
Ich gehe also davon aus, dass ich 100 Jahre alt werde. Somit haben alle Projekte, die ich noch vorhabe zu erledigen, genügend Platz und ich muss mir erst einmal keine weiteren Sorgen machen, denn die würden alles was man anfasst nur unnötig erschweren.
Sie werden das wahrscheinlich für eine Spinnerei meinerseits halten und ich kann es Ihnen nicht einmal verdenken.
Aber bei nüchterner Betrachtung ist es ein durchaus zu empfehlendes Konstrukt.
Ich finde es immer sehr wichtig, dass man etwas tut in seinem Leben. Jede halb-wache Minute vor der Glotze auf der Couch ist einfach verwendetes Leben.
Wenn man keine Angst hat neue Dinge zu beginnen, dann bleibt das Leben auch immer lebenswert, also sollte man sich eine Sichtweise zu eigen machen, die dies unterstützt und einem die Angst nimmt vor dem Scheitern durch Mangel an Zeit.
Ich werde also mindestens 100 Jahre alt. Das ist bereits beschlossene Sache. ;-)
Allerdings nicht in China. Es ist (inzwischen schon vor einiger Zeit) geplant, wieder nach Deutschland zurückzugehen.
„Zurück“ trifft dabei natürlich nur auf mich zu, der Rest der Familie, also meine Frau und mein Sohn, die beide in China geboren sind, gehen mit, aber eben nicht „zurück“.
Es hat sich beruflich einiges verändert und ehrlich gesagt passt es uns ganz gut, schliesslich möchten wir, dass unser Sohn in einer Umgebung gross wird, in der man gesunde Luft zum atmen hat (mal ganz abgesehen davon, dass wir uns eine gute Schulausbildung für ihn hier gar nicht leisten könnten).
Und obwohl es noch ein halbes Jahr dauert, bis es dann wirklich so weit sein wird, ist es ein Umstand, der jetzt immer im Hintergrund unserer Köpfe umhergeistert.
Man hinterfragt Dinge wieder öfter oder fasst zusammen, was so alles passiert ist.
Die Reise die, obwohl dann vorzeitig beendet, trotzdem nicht kurz war, hat mich viele Dinge erleben lassen die ich definitiv in meinem Leben nicht missen möchte und sie hat mich auch ein grosses Stück weit verändert. Der Mann, der damals losgezogen ist um dieses Abenteuer zu erleben ist definitiv nicht derjenige, der zurückkehren wird (klingt jetzt ziemlich aufgeblasen, ist aber grundsätzlich viel Wahrheit drin).
Begonnen hat die Reise als Abenteuer, den Fokus hauptsächlich auf den täglichen Dingen des Lebens, dann ist sie langsam tiefgründiger und stellenweise auch sehr spirituell geworden.
Der Ausspruch „Du wolltest fort von hier und bist endlich bei Dir“, der im gleichnamigen Lied „Endlich bei Dir“ der Band grau bereits beschreibt wie es sich anfühlt auszuwandern, hat sich von einem fixen Gefühl weiterentwickelt zu etwas, das man auch in den einzelnen Artikeln dieses Blogs und deren langsamer Veränderung sehen kann denn es hat immer grösseren Einfluss auf sie genommen (neben dem schriftstellerischen Selbstwertgefühl, das langsam gestiegen ist).
Es ist natürlich noch viel zu früh um tatsächlich zurückzublicken, ich möchte es aber dennoch tun um einfach einmal kurz innezuhalten und wirklich zu reflektieren, was diese Zeit in China für mich persönlich bedeutet und was sie mit mir gemacht hat.
Es ist einiges passiert. Ganz kurz zusammengefasst: Ich bin erwachsen geworden. Das klingt natürlich seltsam von einem Mann in meinem Alter, aber es ist wahr.
Mal abgesehen davon, dass sehr viele andere Dinge in meinem Leben darüber hinaus jetzt ebenfalls nicht mehr so sind wie sie einst waren und die das Leben im grossen Stil verändern (ich bin jetzt verheiratet und habe einen Sohn), hat das Leben fern ab der eigenen Kultur trotzdem einen unbeschreiblich grossen Einfluss auf meine persönliche Denkweise genommen.
So haben mir die Erfahrungen, die ich hier machen durfte, neben der Erkenntnis dass es immer mehr als eine Wahrheit gibt, wie ich im Artikel Schrödingers Katze geschrieben habe, in erster Linie Demut gelehrt.
Eine Sache, die mir wirklich sehr gut getan hat, waren zum Beispiel die ständigen Menschenmassen in denen man sich in einer Großstadt wie Beijing ständig befindet, von denen man selber nur ein kleiner Bestandteil ist und deren Gruppendynamik wirklich gewaltig ist.
So sehr sie auch das tägliche Leben erschweren und so sehr man sie auch immer wieder verflucht hat, haben sie mir persönlich doch sehr dabei geholfen zu begreifen, dass ich nun mal doch nicht der Mittelpunkt des Universums bin. Eine Erkenntnis, die eigentlich zum normalen Leben dazugehört, im modernen, von der Werbung propagierten Leben aber immer wieder gerne auf Seite geschoben wird, weshalb viele Leute sie gar nicht mehr machen - Sie haben sich doch bestimmt auch schon des öfteren gefragt wo all die Arschlöcher herkommen die einem tagtäglich das Leben schwermachen. Nun, die Erkenntnis dass es dieses Phänomen sein könnte, was das Problem verursacht, beinhaltet leider auch die Gewissheit dass man selber auch zu einem gewissen Grad zu den Arschlöchern zählt. An manchen Tagen mehr, an manchen weniger.
Wenn ich mich für einen Punkt entscheiden sollte, den ich hier gelernt habe, der mir wirklich wichtig erscheint, dann ist es dieser.
Nicht zu versuchen die Welt zu verändern, sondern sich selbst. So wie die Welt sich nicht direkt ändern lässt, sondern stets nur auf Veränderungen reagiert, so muss man auch im eigenen Leben auf die Veränderungen der Welt reagieren.
Anders funktioniert es eben nicht.

Der Expat und der Aal

„Mein Leben als Expat“ habe ich den Untertitel dieses Blogs damals genannt. Eine Bezeichnung, die im nachhinein betrachtet eigentlich so nicht ganz richtig ist.
Was ist ein Expat überhaupt ? Wikipedia hat dazu folgende Definition: „Ein Expatriate (Plural -s; von englisch expatriate; ; von lateinisch ex ‚aus‘, ‚heraus‘ und patria ‚Vaterland‘), kurz Expat, ist in der Wirtschaft eine Fachkraft, die von dem international tätigen Unternehmen, bei dem sie beschäftigt ist, vorübergehend – meist für ein bis drei Jahre – an eine ausländische Zweigstelle entsandt wird.“
Also erst einmal genau das, was ich hier auch mache. Ich bin von meiner Firma auf unbestimmte Zeit entsandt worden um am Standort China zu arbeiten. So weit so gut.
Aber zum Expat-Leben gehört natürlich wesentlich mehr als bloss eine Definition. Expats sind eine Gruppe von Leuten, die sich auch untereinander vernetzen, alleine schon um es im täglichen Leben im Ausland etwas einfacher zu haben.
Nun, da bin ich schon raus. Ich lebe mit meiner Familie tatsächlich ein chinesisches Leben, ich habe keinen Zugang zu irgendwelchen Expat Gruppen und ich habe ihn auch nie gesucht. Ganz im Gegenteil: Ich wollte China immer hautnah erleben, was ja eben auch der Grund war erst einmal alleine für fast zwei Jahre nach Beijing zu ziehen und Chinesisch zu lernen.
Ich habe den Kontakt zu anderen Ausländern nicht direkt gemieden, aber ich habe ihn definitiv auch nicht gesucht. Und so haben sich mit der Zeit dann auch fast alle Kontakte in dieser Richtung im Sand verlaufen.
Hin und wieder treffe ich noch einmal einen anderen Ausländer um mit ihm wegzugehen, etwas zu essen, trinken und quatschen, aber das kommt nur alle paar Monate mal vor.
Entsprechend unterschiedlich sind auch die Sichtweisen. Ich möchte gerne sagen, dass ich im Gegensatz zu den anderen Expats hier das richtige Leben erleben darf, während sie bloss in ihrer Blase leben, aber das wäre natürlich nur die halbe Wahrheit, schliesslich gibt es so etwas wie das richtige Leben nicht. Jeder erfasst immer nur einen Teil des ganzen und ob der jetzt echt ist oder nicht, ist reine Definitionssache.
Es gibt so wohl das eine, als auch das andere Leben in China. Was viele Menschen leider immer vergessen und dann alles in einen Topf werfen.
Mein Blick auf das Leben in China ist eine Mischung aus der Sicht eines Ausländers und aus der Sicht eines Familienmitgliedes einer chinesischen Familie.
Es ist ganz natürlich, dass ich andere Erfahrungen mache als der Grossteil der anderen Expats. Aber anders bedeutet nun mal nicht unbedingt besser oder näher am Original.
Das kommt nämlich ganz auf die Situation an. Im täglichen Privatleben habe ich den meisten Ausländern bestimmt etwas voraus und viele Dinge erlebt, die sie niemals erfahren werden, dafür fehlen mir die Erfahrungen die sie machen.
Ich habe zum Beispiel überhaupt keine Ahnung wo man toll weggehen kann, kenne all die angesagten Clubs, Kneipen und Cafes nicht. Und auch zu den modernen, ausgeflippten Chinesen aus Mode, Kunst oder Unterhaltung, den (mehr oder weniger) Angesagten, die die Kultur neu prägen habe ich keinen Kontakt.
Etwas, das früher für mich wichtig war, aber heute fast keine Bedeutung mehr hat. Das mag auch daran liegen, dass man, wenn schon nicht weise, dann doch wenigstens langsam älter wird (ich weiss: das habe ich schon oft gesagt und rückblickend, wenn man wieder etwas älter geworden ist, mutet solch ein Spruch immer seltsam an. Aber es stimmt. Jedes Mal für den aktuellen Zeitpunkt, selbst wenn man es später wieder etwas differenziert betrachten sollte).
Es hat mich insgeheim immer belustigt, wenn andere Expats von ihren Erfahrungen erzählt haben. Ich habe mich immer toll gefühlt, wissend dass all die Dinge die für sie absolut skurril waren, für mich schon lange zum normalen Tagesablauf gehörten.
Aber wie gesagt: Aus ihrer Sichtweise sind diese Dinge wichtig. Und diese Sichtweise legt ja lediglich den Fokus anders.
Denn wenn man einmal ehrlich zu sich selber ist, bemerkt man, dass die eigene Sichtweise auch ihre „Löcher“ hat.
„Löcher“, die es unter Umständen in der anderen Sichtweise nicht gibt. Es ist also alles mehr oder weniger das selbe.
Das erst einmal grundsätzlich. Wer aber glaubt, er würde China verstehen, weil er ein paar Jahre in einer Expat Enklave gelebt hat, den muss ich leider enttäuschen.
Auch wenn es ein ständiges Phänomen ist, dass Expats Vorträge halten darüber „wie die Chinesen denn ticken“, nachdem sie zwei, drei Jahre als Expat in einer Wohnanlage mit anderen Ausländern gewohnt haben, den Delikatessenladen wo man europäische Lebensmittel kaufen kann und das Steak Restaurant direkt vor der Haustüre, in dem festen Glauben dass die fünfzehn chinesischen Wörter, die sie gelernt haben ihnen Einblick in eine fremde Kultur geben könnten und die mit „die Chinesen“ ihre Bekannten meinen, die soweit westlich geprägt sind, dass sie problemlos zu allen anderen in den eigenen Freundeskreis passen, muss ich leider sagen: „Die Welt über die Ihr sprecht ist nicht die Welt über die Ihr glaubt zu sprechen“. Die Überschrift ist einfach falsch.
Das worüber hier berichtet wird, ist ein China das es definitiv gibt und in dem die Erzähler in der Regel auch eine Zeit lang gelebt haben, aber es ist nicht China. In keinster Weise. Ich würde mich freuen, wenn nicht jeder ständig behaupten würde, er wüsste wie China funktioniert.
Auch ich nehme mir nicht heraus zu behaupten es zu verstehen. Ich erarbeite mir mühsam meinen Weg zum Verständnis und teile meine Erfahrungen zum Teil hier in diesem Blog. Aber ich muss leider auch immer wieder feststellen, dass vieles doch nicht so ist, wie ich es bis dahin immer angenommen hatte. Ein Umstand, der meine chinesische Frau jedes Mal wieder zum Lachen bringt.
Man muss sein Wissen immer wieder anpassen mit jedem Stück, das man neu lernt. Viele Erkenntnisse sind gut auf dem Weg zum Verständnis, müssen aber früher oder später doch einer präziseren Erkenntnis weichen.
Eine fremde Kultur wirklich zu erleben ist keine Sache, die man in ein paar Jahren zusammen mit anderen Ausländern täglich nach der Arbeit macht um es dann, wenn man in die Heimat zurückkehrt letztendlich verstanden zu haben.
Eine fremde Kultur zu erlernen ist wie einen Aal mit den blossen Händen zu fangen. Nur wenn er sich genau so windet, dass er zufälligerweise nicht aus den Händen rutscht, hat man die Chance wieder etwas nachzufasssen und fester zuzugreifen.
Und man muss tatsächlich selber im Wasser stehen dafür, vom zusehen alleine wird man nicht schlau.

Wenn der Bauer mal muss

Weil es immer wieder so gut ankommt, gibt es hier noch einmal einen Artikel über Toiletten in China.
Diesmal soll es gar nicht um die alten öffentlichen Klos in den alten Stadtvierteln gehen, sondern allgemein um die Leute die öffentliche Klos benutzen und ihre Eigenarten, speziell hier in China.
Was als aller erstes auffällt ist, dass es riecht wie in einer 80er Jahre Kneipe.
Da das Rauchen in öffentlichen Gebäuden nicht mehr erlaubt ist, raucht jeder auf dem Klo, schliesslich ist es zu umständlich raus zu gehen und sich dort eine anzustecken.
Somit sitzt man mit Zigarette auf der Schüssel, oder steht ganz einfach im Gang und hält ein Schwätzchen mit anderen Gleichgesinnten. Erinnert mich irgendwie an meine Schulzeit. ;-)
Auf dem Männerklo sieht man die Herren der Schöpfung ein gutes Stück vom Pinkelbecken entfernt stehen und im mehr oder wenigen hohen Bogen versuchen das Porzellan zu treffen.
Kein Wunder, dass sich um die Becken herum stets Lachen bilden. Oder man könnte auch argumentieren, dass alle so weit vom Becken entfernt stehen eben wegen der Lachen und der Angst in sie hineinzutreten.
Tja: Wer war zuerst da ? Das Ei oder das Huhn ?
Nun, diese Frage ist einfach beantwortet: Das Ei. Schliesslich haben Dinosaurier bereits Eier gelegt, lange bevor es Hühner gab.
Bleibt die Frage offen: Stehen alle so weit weg wegen der Pfützen, oder gibt es die Pfützen weil alle so weit entfernt vom Becken stehen ? Nun, wahrscheinlich beides. Was aber auch eigentlich egal ist, festzuhalten war einzig, dass es recht befremdlich ist.
Weiterhin fällt einem auf, dass man am Pinkelbecken anstehen musste, der Weg zu den Waschbecken aber stets frei ist.
Warum ist das so ? Nun, weil viele Leute tatsächlich ohne die Hände zu waschen aus der Toilette gehen. Kein Witz.
Nicht nur auf normalen öffentlichen Toiletten, wo man es vielleicht noch erwarten würde, sondern auch auf dem Firmenklo, wo jeder den anderen kennt. Das ist echt schräg.
Nun gut, ich bin der Meinung, dass man sich auf jeden Fall die Hände waschen sollte nachdem man auf der Toilette war.
Alleine schon aus Mitgefühl den anderen Menschen gegenüber. Und nicht bloss als Mann, der ja nun mal tatsächlich Hand anlegen muss, sondern auch als Frau. Schliesslich fasst man überall Türgriffe und alle möglichen öffentlich benutzen Utensilien an.
Ich wasche mir also die Hände nach dem Toilettengang. Dann bleibt natürlich immer die Frage: Wie öffnet man die Türe ?
Denn wenn jeder andere sich nicht die Finger wäscht, ist die Türklinke der Ort, wo sich die Bazillen zum Kaffeekränzchen treffen.
Warten dass jemand kommt ? Gute Idee, funktioniert aber nicht immer. Bei manchen stillen Örtchen ist das Waschbecken direkt vor der Türe. Das heisst, wenn man sich die Finger wäscht, kommt niemand mehr vorbei, man muss also als erstes gehen.
Also Option zwei: Der „Papierhandtuch-um-die-Klinke-Trick“. Ich weiss, sieht bescheuert aus und ich ernte immer wieder verwunderte Blicke.
Aber bleiben wir mal sachlich: Bei 80% bis 90% der Männer, die sich tatsächlich nicht die Hände waschen nachdem sie ihre Notdurft verrichtet haben, würde ein öffnen der Türe ohne Papier um die Klinke einer freundlichen Begrüssung gleichkommen, bei der man 100 unbekannten Männern einmal ungeniert ans Gemächt greift.
Da bleibe ich lieber etwas zurückhaltend, auch bei der Klinke. Abgesehen davon bin ich Ausländer, also ohnehin schon komisch, da kommt es auf den ein oder anderen Spleen nicht mehr an.
Blöd ist dann immer nur, dass man draussen wieder einen Mülleimer finden muss um das Papier zu entsorgen.
Dieses Problem scheinen viele der männlichen Kollegen auf öffentlichen Toiletten auch nicht zu haben.
Müll liegt überall, nur nicht im Papierkorb. Würde der Putzdienst nicht ständig hinterher räumen, sähe es tatsächlich verheerend aus. Papier, Zigarettenstummel, leere Zigarettenschachteln, Essensreste und immer wieder grosse Spuckflecken.
Erstaunlicherweise findet sich dieses Bild fast überall wieder. In den Kaufhäusern, in den Shopping Malls, im Restaurant, auf öffentlichen Klohäuschen und und und.
Man muss sich schon in einer etwas gehobenen Gesellschaft bewegen um diesem Phänomen zu entgehen.
Jetzt versteht man auch den Ausspruch, den viele Chinesen immer wieder gerne anführen, dass es immer eine gewisse Zeit braucht, bis man sich vom Bauern- zum Stadtleben umgewöhnt hat und etliche Leute einfach noch nicht lange genug hier leben.
Ich persönlich werde mich hüten so etwas jemals von mir zu geben, aber es ist eine gängige Meinung in Chinas Großstädten.
Es gibt aber auch andere Meinungen dazu. Eine sehr weit verbreitete basiert wieder auf der langen Phase der Ein-Kind-Politik, die erst kürzlich gelockert wurde (hatten wir im Artikel Aus eins mach zwei (so der Plan) angesprochen).
Da jedes Paar nur noch ein Kind haben durfte, haben Jungen einen besonderen Stellenwert bekommen, denn sie sind diejenigen, die den Familiennamen in der Zukunft weitertragen und wiederum an die Kinder weitergeben. Sie hatten, oder haben teilweise heute noch, den Status eines kleinen Prinzen in der Familie.
Es heisst, dass die Jungs so sehr verhätschelt worden sind, dass sie sich daran gewöhnt haben und gar nicht auf die Idee kommen, dass auch ihnen etwas unschönes anhaften könnte. Bis jetzt hat sich ja jeder immer darüber gefreut, wenn er ihren Dreck wegräumen durfte.
Eine Theorie, die man immer wieder von chinesischen Frauen und Mädchen hört und tatsächlich, wenn man Männlein und Weiblein nebeneinander stellt und vergleicht, sind die Damen, bereits in jungen Jahren, wesentlich erwachsener als die Herren.
Aber das heisst ja noch nichts. Genau genommen ist das sogar der Normalfall, überall auf der Welt. Frauen sind, im Gegensatz zu Männern, einfach vernunftbegabt in einem wesentlich früheren Alter.
Und wie es auf den Damentoiletten aussieht, darüber kann ich auch nur spekulieren.
Wir lassen das also einfach mal offen. Fest steht jedenfalls, dass man gut daran tut bei einem Kennenlernen die ausgestreckte Hand zu ignorieren und sich, ganz in traditionell chinesischer Art zu verbeugen. ;-)
Übrigens: wenn Sie mit Freunden unterwegs sind, werden sie merken, dass dieses Phänomen wesentlich seltener auftritt. Je mehr die Menschen sich gegenseitig respektieren, desto besser benehmen sie sich offensichtlich.
Dagegen werden sie auf der Toilette im Kaufhaus kaum jemanden finden, der sich so verhält, dass man ihm auch nach dem Toilettengang die Hand schütteln möchte.

Pandoras Büchse

Die Büchse der Pandora (griechisch Πανδώρα Pandṓra) ist ein alter, griechischer Mythos, in dem Pandora vom Göttervater Zeus eine Büchse geschenkt wird, die unter keinen Umständen geöffnet werden soll.
Wenn man will, dass etwas geöffnet wird, dann muss man es strikt verbieten. Das ist genau wie mit dem roten Knopf, der nicht gedrückt werden darf. Irgendwann drückt ihn jemand, die Versuchung ist einfach zu gross.
So öffnete also auch Pandora die Büchse. Dabei sind alle Übel der Welt aus ihr entwichen und haben sich verbreitet.
Einzig die Hoffnung ist in ihr zurückgeblieben. Dabei wird die Hoffnung als das grösste Übel angesehen, da sie den Menschen dazu veranlasst, all die Übel immer und immer wieder über sich ergehen zu lassen (na, da haben wir wohl noch mal Glück gehabt).
Dann frage ich mich allerdings woher wir die Hoffnung überhaupt kennen, wenn sie angeblich niemals entwichen ist... ???
Es gibt da wohl noch so ein, zwei Ungereimtheiten in diesem Mythos.
Wie auch immer. Wenn jemand etwas schlimmes tut, meistens grossen Ausmasses, oder bei einer Aktion, deren Folgen man nicht absehen kann, dann spricht man davon die Kiste der Pandora wieder zu öffnen.
So wird dieser Ausspruch gerne in Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz gebraucht, da man nicht absehen kann ob diese uns eines Tages auslöschen wird oder auch in Zusammenhang mit Genexperimenten.
Und da sind wir nun: Neueste Meldung aus China: Die ersten genmanipulierten Menschen wurden geboren.
Ich musste mich erst an mehreren Stellen erkundigen ob diese Nachricht tatsächlich keine Ente ist, da auch die öffentlich rechtlichen Medien aus Deutschland die Richtigkeit dieser Meldung nicht einhundertprozentig bestätigen wollten, da es zu dem Eingriff lediglich einen Eintrag in einem chinesischen Register für klinische Tests gibt, noch keine geprüfte wissenschaftliche Veröffentlichung.
Aber es scheint tatsächlich wahr zu sein. Zwei Mädchen namens 露露 (lù lù) und 娜娜 (nà nà) sind wohl vor ein paar Wochen in China geboren worden und sie sollen immun gegen den Immunschwäche-Virus HIV sein.
Der chinesische Wissenschatler 贺建奎 (hè jiàn kuí) hat demnach mit Hilfe des Crispr/Cas9-Verfahtrens (Eine Methode um gezielt Gene in der DNA zu verändern bzw. auszuschalten) das Erbgut so verändert, dass der CCR5-Rezeptor, an den sich HI-Viren für eine Infektion der Zelle anheften inaktiv ist, somit kann sich der Organismus nicht mehr mit HIV infizieren.
Es heisst, dass für diese Forschung gezielt ungewollt kinderlose Testpersonen rekrutiert wurden, die Männer alle mit dem HI-Virus infiziert, die Frauen absolut gesund.
Ich bin mir sicher, dass es bereits viele Gedankenexperimente in diese Richtung gegeben hat, allerdings gibt es unter Medizinern weltweit einen Ethikkodex, der solche Versuche am Menschen eigentlich strikt ablehnt.
Selbst die Universität in Shenzhen (深圳市 shēn zhèn), an der 贺建奎 (hè jiàn kuí) die Leitung eines Labors übernommen hat, distanziert sich von diesem Experiment und behauptet, dass sie keine Kenntnis davon hatten.
Es wurden mit dem genannten Verfahren bereits vorher schon relativ gute Ergebnisse erzielt. So hat man zum Beispiel in den U.S.A. Gendefekte an Embryonen beseitigen können. Bis jetzt sind diese Embryonen aber immer verworfen worden (auch dazu kann man ethisch gesehen unterschiedlicher Meinung sein), aber noch nie wurden sie einer Mutter eingesetzt, damit sie diese austrägt.
Die Folgen sind noch gar nicht abzuschätzen, da die veränderte DNA natürlich auch an die folgenden Generationen weitergegeben wird.
Und es ist ja nicht so, dass ein eliminiertes Gen ausschliesslich eine Funktion hat. So ist es denkbar, dass das Kind eventuell resistent gegen HIV ist, aber dafür auf Grund des fehlenden Gens an einem einfachen Schnupfen sterben könnte oder dass sonst irgendwelche Funktionen des Körpers eingeschränkt sind.
Wie man es auch dreht und wendet: Es gibt gute Gründe warum derartige Forschungen als ethisch nicht vertretbar gelten und sich darüber hinwegzusetzen ist ein Schritt ungeheuren Ausmasses. Medizin, Ethik, Politik, es wird Auswirkungen auf alles haben.
Was mir allerdings seltsam erscheint, ist der Umstand, dass ausgerechnet kurz vor dem weltweiten Wissenschaftsgipfel in Hongkong, der über den verantwortlichen Umgang mit ‘genome editing’ beim Menschen berät, diese Meldung die Runde macht.
Sollte es sich vielleicht doch bloss um einen makabren PR-Gag handeln ? Das werden wir mit Sicherheit erst sagen können, wenn es tatsächlich Belege für alles das gibt.
Detlef Weigel, Direktor des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie, so wie Robert Ranisch, Geschäftsführer des Klinischen Ethikkomitees am Universitätsklinikum Tübingen, halten es laut deutschen Medien aber durchaus für wahrscheinlich.
Sie schränken aber auch ein, dass es sich nicht unbedingt um einen erfolgreiches Experiment handele, da bei einem der Kinder, laut dem Bericht der Associated Press auf den immer wieder Bezug genommen wird, nicht beide Kopien des Gens, die sich standardmässig in der Zelle befinden, verändert wurden, sondern lediglich eine.
Aber es ist auf jeden Fall eine Meldung, die wie eine Bombe eingeschlagen hat und die Themen Ethik und Genetik werden in der nächsten Zeit wohl wieder vermehrt die Gemüter erhitzen.

Ein leichter Sinn trägt alles (Von Selbstmord, Intrigen und Krieg)

Ich habe tatsächlich erst nach der Schule angefangen mich für klassische Literatur zu interessieren.
Während der Schulzeit war sie eine unangenehme Pflicht die zum Schulalltag gehörte. Romane und Gedichte, durch die man sich von Seite zu Seiten kämpfen musste. Dabei gab es doch auch aktuelle, interessante Literatur. Aber eben nicht in der Schule.
Diese Einstellung hat sich später geändert. Angefangen hat es mit „Die Leiden des jungen Werthers“ von Goethe. Ein Roman, der zu Schulzeiten bereits hat durchblicken lassen, dass es durchaus mehr in alten Texten zu entdecken gibt als das was klausurrelevant ist.
Und tatsächlich, als ich ihn privat, ganz ohne Druck gelesen habe, war es wie ein anderes Buch. Plötzlich war da eine Lust. sich in den Protagonisten hineinzuversetzen, so wie man es normalerweise tut, wenn man ein Buch liest.
„Ein leichter Sinn trägt alles“. So wie es im Buch selber schon so schön heisst (ist vielleicht ein wenig platt diesen grossen Spruch auf so eine Kleinigkeit anzuwenden, aber im Grunde genommen passt es. Man muss sich einfach nur frei machen).
Von da an ging ich, erst in kleinen Dosen dann immer mehr und mehr dazu über, gezielt die Klassiker der Weltliteratur zu lesen.
Wenn möglich im Original, was in meinem Fall bedeutet englisch oder deutsch, für alle anderssprachigen Bücher muss eine Übersetzung herhalten.
Es lohnt sich, denn diese Bücher sind nicht umsonst Klassiker (Mal abgesehen von Theodor Fontanes „Effie Briest“. Mit diesem Werk kann ich mich bis heute noch nicht anfreunden).
Es ist relativ schnell abzusehen, wenn man sich vornimmt, neben aktuellen oder relativ aktuellen Erscheinungen, so viele der alten Klassiker zu lesen wie möglich, dass man sich entscheiden muss. Es gibt viel zu viele um sie alle zu lesen. Dafür reicht ein Leben leider nicht aus.
Und da fängt der ganze Spass eigentlich erst an, denn betrachten wir es einmal von dieser Seite: die Wahl der Bücher gleicht der Wahl der Entscheidungen, die man in seinem Leben macht. So gesehen formt man seinen Geist in eine bestimmte Richtung.
Aber anders als beim Leben selbst, sind äussere Einflüsse minimal, wenn man die Schule hinter sich gelassen hat. Man kann lesen, was man will. Das bedeutet, dass man seinen Geist entsprechend formen kann, wie man will.
Das hört sich jetzt ziemlich banal an, aber es ist tatsächlich der Schlüssel zu etwas wesentlich grösserem.
Das ist absolute Freiheit. Unabhängig von Ihrer beruflichen Position, stehen Ihnen intellektuell alle Türen offen, wenn Sie wollen.
Und damit bringen Sie sich, auf eine höhere soziale Stufe. Vergessen Sie Geld und Macht, das was Sie zu einem wertvollen Mitglied der Gemeinschaft macht sind ihre Sichtweisen und was Sie in die Gesellschaft einbringen können.
Ich rede nicht einmal von grossen Vorträgen, die Sie halten sollen, sondern einfach von Ideen, die Sie an ihre Umwelt weitergeben können.
Sind Sie ein Mensch mit dem man sich gerne unterhält ? Dann haben Sie wahrscheinlich diese Qualitäten.
Und wenn Sie das nächste Mal in einen Buchladen gehen und mit dem Buchhändler reden, behalten Sie im Hinterkopf, dass dieser permanent einen groben Überblick über die gesamte Literaturwelt in seinem Kopf hat.
Anstatt ihn zu einem einfachen Verkäufer zu degradieren, sollten Sie in Ehrfurcht erstarren (Na, ja. Zumindest sollten Sie sein Wissen wertschätzen. Ehre, wem Ehre gebührt).
So: Langer Vorrede kurzer Sinn: Lesen erweitert den Horizont. Deshalb möchte ich Ihnen an dieser Stelle wieder einen der klassischen chinesischen Romane vorstellen. Denn lesen aus anderen Kulturen öffnet den Horizont noch weiter.
Die Rede ist von 三国志​通俗​演义 (sān guó zhì tōng sú yǎn yì) oder kurz 三国​演义 (sān guó yǎn yì). Übersetzt bekannt als „die Geschichte der drei Reiche“ oder auch „die Zeit der drei Reiche“.
Im Englischen auch gerne schon mal als „Romance of the three kingdoms“ übersetzt. Ich persönlich finde diesen Titel jedoch etwas verwirrend, denn das Hauptaugenmerk liegt in diesem Werk tatsächlich auf den Schlachten und all den Geschichten, die sich um sie herum drehen.
Wie immer kann die Übersetzung den vollen Sinn des Originaltitels nicht wiedergeben.
Das Wort 义 (yì) hat mehrere Bedeutungen. Interessanterweise kann es selber auch „Mehrdeutigkeit“ bedeuten.
In der Regel übersetzt man es in diesem Titel aber mit Gerechtigkeit oder Rechtschaffenheit.
Somit bedeutet der Titel so etwas wie „drei Reiche, die Gerechtigkeit praktizieren“ (ganz platt übersetzt).
义 (yì) hat aber noch wesentlich mehr Bedeutungen, die alle hier mit in diesen Titel hineinspielen. Es geht von Gerechtigkeit, über Brüderlichkeit und Gehorsam.
义 (yì) beschreibt die Beziehungen zwischen Vater und Sohn, ebenso wie die zwischen Ehemann und -frau oder die zwischen Herrscher und Untergebenem. Es ist ein überaus vielseitiges Wort, das immer den Funken der Ehre in sich trägt.
Der Roman ist eine Mischung aus Geschichtsschreibung und fiktiven Elementen. Er ist, in der Form in der wir ihn heute kennen, 1679 herausgekommen und besteht aus mehreren Geschichten, die alle im Kontext des zerfallenden Han-Reichs, den darauf folgenden drei Königreichen und zum Ende hin auch deren Fall spielen.
Eine Epoche, die vom Jahr 189 bis zum Jahr 280 reicht. Wenn man den alten Aufzeichnungen Glauben schenken darf, wurde die Bevölkerung während dieser Zeit um mehr als die Hälfte dezimiert, trotzdem ist die heutige Sicht auf diesen geschichtlichen Abschnitt ein eher romantisierter und mit Sagen um Helden und Kämpfern gespickter, was natürlich nicht zuletzt auch an diesem Werk liegt.
In der Erzählung sind, ähnlich wie bei dem Text 红楼梦 (hóng lóu mèng), den wir im Artikel Der Traum der Roten Kammer ja bereits besprochen hatten, viele Charaktere vorhanden (nicht ganz so viele, aber auch nicht gerade wenige).
Drei wichtige Charaktere sind 劉備 (liú bèi), 曹操 (cáo cāo) und 孫權 (sūn quán), die Herrscher der drei Reiche 魏 (wèi), 蜀 (shǔ ), und 吳 (wú).
Aber es gibt noch wesentlich mehr und viele von ihnen sind bekannt wie Superstars in China.
Hier kennt jedes Kind die Geschichten aus diesem Werk, da sie immer und immer wieder den Stoff für Filmproduktionen und auch Computerspiele geliefert haben (Einige der jüngeren Leser dürften sie aus „Dynasty Warriors“ vom PC oder der Playstation kennen).
Ebenso wie die Geschichten, sind die Charaktere teils echt, teils fiktiv.
Aber egal ob fiktiv oder echt, die Rollen die sie spielen, gehören in China zur Allgemeinbildung:
貂蟬 (diào chán), eine der vier Schönheiten, die mit dem General 呂布 (lǚ bù) verlobt und danach seinem Oberbefehlshaber 董卓 (dǒng zhuō) als Konkurbine versprochen wird, um diese gegeneinander auszuspielen.
Oder 關羽 (guān yǔ), der sich als Held und Krieger mit seiner Hellebarde (关刀 guān dāo, die wir noch aus dem Artikel Immer wieder ein Kampf kennen) einen Platz in den chinesischen Sagen erobert hat und vielerorts sogar als Kriegsgott verehrt wird. Er zeichnet sich vor allen Dingen durch seine unerschütterliche Treue aus.
Oder 諸葛亮 (zhū gě liàng), dessen Name bis heute als Inbegriff für einen genialen Taktiker gilt. Auf ihn gehen die Erfindung der Kungming-Lampe (ein Heissluftballon zur Signalübermittlung) und die einer Armbrustvorrichtung mit der man mehrere Pfeile gleichzeitig abschiessen konnte, zurück.
Viele dieser Figuren oder Geschichten finden sich auf Bildern oder Aussprüchen überall in China wieder. Wenn Sie zum Beispiel ein Restaurant besuchen, kann es durchaus sein, dass Sie auf sie treffen.
Die Geschichten um 諸葛亮 (zhū gě liàng), 曹操 (cáo cāo), 劉備 (liú bèi) und viele andere sind auch Bestandteil der 36 Strategeme (三十六计 sān shí liù jì), einer chinesischen Sammlung historischer Tricks und Täuschungen. Ebenfalls sehr berühmt in China und auch sehr lesenswert.
三国​演义 (sān guó yǎn yì) „Die Geschichte der drei Reiche“, ebenso wie die 36 Strategeme (三十六计 sān shí liù jì) kann man sich ruhig einmal zu Gemüte führen. Es lohnt sich.
道篇 道德经 第一章 道可道,非常道。名可名,非常名。 无名天地之始;有名万物之母。 故常无欲以观其妙;常有欲以观其徼。 此两者同出而异名,同谓之玄,玄之又玄,众妙之门。 第二章 天下皆知美之为美,斯恶已;皆知善之为善,斯不善已。 故有无相生,难易相成,长短相形,高下相倾,音声相和,前后相随。 是以圣人处无为之事,行不言之教。 万物作焉而不辞,生而不有,为而不恃,功成而弗居。夫唯弗居,是以不去。 第三章 不尚贤,使民不争。 不贵难得之货,使民不为盗。 不见可欲,使民心不乱。 是以圣人之治, 虚其心,实其腹;弱其志,强其骨。 常使民无知无欲,使夫知者不敢为也。 为无为,则无不治。 第四章 道冲而用之,或不盈。 渊兮似万物之宗。 挫其锐,解其纷,和其光,同其尘。 湛兮似或存。 吾不知谁之子,象帝之先。 第五章 天地不仁,以万物为刍狗。 圣人不仁,以百姓为刍狗。 天地之间,其犹橐龠乎? 虚而不屈,动而愈出。 多言数穷,不如守中。 第六章 谷神不死,是谓玄牝。 玄牝之门,是谓天地根。 绵绵若存,用之不勤。 第七章 天长地久。 天地所以能长且久者,以其不自生,故能长生。 是以圣人后其身而身先,外其身而身存。 非以其无私邪故能成其私。 第八章 上善若水。 水善利万物而不争,处众人之所恶,故几于道。 居善地,心善渊,与善仁,言善信,政善治,事善能,动善时。 夫唯不争,故无尤。 第九章 持而盈之,不如其已;揣而锐之,不可长保。 金玉满堂,莫之能守;富贵而骄,自遗其咎。 功成名遂身退,天之道。 第十章 载营魄抱一,能无离乎? 专气致柔,能婴儿乎? 涤除玄览,能无疵乎? 爱民治国,能无为乎? 天门开阖,能为雌乎? 明白四达,能无知乎? 生之,畜之,生而不有,为而不恃,长而不宰,是谓玄德。 第十一章 三十辐共一毂,当其无,有车之用。 埏埴以为器,当其无,有器之用。 凿户牖以为室,当其无,有室之用。 故有之以为利,无之以为用。 第十二章 五色令人目盲;五音令人耳聋;五味令人口爽;驰骋畋猎,令人心发狂;难得之货,令人行妨。 是以圣人为腹不为目,故去彼取此。 第十三章 宠辱若惊,贵大患若身。 何谓宠辱若惊?宠为下,得之若惊,失之若惊,是谓宠辱若惊。 何谓贵大患若身?吾所以有大患者,为吾有身,及吾无身,吾有何患? 故贵以身为天下,若可寄天下。 爱以身为天下,若可托天下。 第十四章 视之不见,名曰夷;听之不闻,名曰希;搏之不得,名曰微。 此三者,不可致诘,故混而为一。 其上不皦,其下不昧。 绳绳不可名,复归于无物。 是谓无状之状,无物之象,是谓惚恍。 迎之不见其首,随之不见其后。 执古之道,以御今之有。 能知古始,是谓道纪。 第十五章 古之善为士者,微妙玄通,深不可识。 夫唯不可识,故强为之容: 豫兮若冬涉川;犹兮若畏四邻;俨兮其若客;涣兮若冰之将释;敦兮其若朴;旷兮其若谷;浑兮其若浊。 孰能浊以静之徐清?孰能安以久动之徐生? 保此道者不欲盈。 夫唯不盈,故能蔽不新成。 第十六章 致虚极,守静笃。 万物并作,吾以观其复。 夫物芸芸,各复归其根。 归根曰静,静曰复命。 复命曰常,知常曰明。 不知常,妄作凶。 知常容,容乃公,公乃王,王乃天,天乃道,道乃久,殁身不殆。 第十七章 太上,下知有之;其次,亲之誉之;其次,畏之;其次,侮之。 信不足焉,有不信焉。 犹兮其贵言。 功成事遂,百姓皆谓:我自然。 第十八章 大道废,有仁义; 智慧出,有大伪; 六亲不和,有孝慈; 国家昏乱,有忠臣。 第十九章 绝圣弃智,民利百倍; 绝仁弃义,民复孝慈; 绝巧弃利,盗贼无有。 此三者以为文不足。 故令有所属:见素抱朴,少私寡欲,绝学无忧。 第二十章 唯之与阿,相去几何? 善之与恶 ,相去若何? 人之所畏,不可不畏。 荒兮,其未央哉! 众人熙熙,如享太牢,如春登台。 我独泊兮,其未兆,如婴儿之未孩。 乘乘兮,若无所归。 众人皆有余,而我独若遗。 我愚人之心也哉,沌沌兮! 俗人昭昭,我独昏昏;俗人察察,我独闷闷。 澹兮其若海,飂兮若无止。 众人皆有以,而我独顽似鄙。 我独异于人,而贵求食于母。 第二十一章 孔德之容,惟道是从。道之为物,惟恍惟惚。 惚兮恍兮,其中有象;恍兮惚兮,其中有物;窈兮冥兮,其中有精。 其精甚真,其中有信。 自古及今,其名不去,以阅众甫。 吾何以知众甫之状哉?以此。 第二十二章 曲则全,枉则直,洼则盈,敝则新,少则得,多则惑。 是以圣人抱一为天下式。 不自见,故明;不自是,故彰;不自伐,故有功;不自矜,故长。 夫唯不争,故天下莫能与之争。 古之所谓曲则全者,岂虚言哉?诚全而归之。 第二十三章 希言自然。 故飘风不终朝,骤雨不终日。 孰为此者?天地。 天地尚不能久,而况于人乎? 故从事于道者,道者同于道;德者,同于德;失者,同于失。 同于道者,道亦乐得之;同于德者,德亦乐得之;同于失者,失亦乐得之; 信不足焉,有不信焉。 第二十四章 跂者不立,跨者不行。 自见者不明;自是者不彰;自伐者无功;自矜者不长。 其在道也,曰余食赘形。 物或恶之,故有道者不处。 第二十五章 有物混成,先天地生。 寂兮寥兮,独立而不改,周行而不殆,可以为天下母。 吾不知其名,字之曰道,强为之名曰大。 大曰逝,逝曰远,远曰反。 故道大,天大,地大,王亦大。 域中有四大,而王居其一焉。 人法地,地法天,天法道,道法自然。 第二十六章 重为轻根,静为躁君。 是以圣人终日行不离辎重,虽有荣观,燕处超然。 奈何万乘之主,而以身轻天下? 轻则失根,躁则失君。 第二十七章 善行无辙迹; 善言无瑕谪; 善数不用筹策; 善闭无关楗而不可开; 善结无绳约而不可解。 是以圣人常善救人,故无弃人;常善救物,故无弃物。 是谓袭明。 故善人者,不善人之师;不善人者,善人之资。 不贵其师,不爱其资,虽智大迷,是谓要妙。 第二十八章 知其雄,守其雌,为天下谿。 为天下谿,常德不离,复归于婴儿。 知其白,守其黑,为天下式。 为天下式,常德不忒,复归於无极。 知其荣,守其辱,为天下谷。 为天下谷,常德乃足,复归于朴。 朴散则为器,圣人用之,则为官长。 故大制不割。 第二十九章 将欲取天下而为之,吾见其不得已。 天下神器,不可为也。 为者败之,执者失之。 故物或行或随;或嘘或吹;或强或羸;或载或隳。 是以圣人去甚,去奢,去泰。 第三十章 以道佐人主者,不以兵强天下,其事好还。 师之所处,荆棘生焉。 大军之后,必有凶年。 故善者果而已,不敢以取强。 果而勿矜,果而勿伐,果而勿骄,果而不得已,果而勿强。 物壮则老,是谓不道,不道早已。 第三十一章 夫兵者,不祥之器,物或恶之,故有道者不处。 君子居则贵左,用兵则贵右。 兵者,不祥之器,非君子之器,不得已而用之,恬淡为上。 胜而不美,而美之者,是乐杀人。 夫乐杀人者,不可得志于天下矣。 吉事尚左,凶事尚右。 偏将军居左,上将军居右。 言居上势则以丧礼处之。 杀人众多,以悲哀泣之。 战胜,以丧礼处之。 第三十二章 道常无名,朴虽小,天下不敢臣。 侯王若能守,万物将自宾。 天地相合,以降甘露,人莫之令而自均。 始制有名,名亦既有,夫亦将知止,知止可以不殆。 譬道之在天下,犹川谷之于江海。 第三十三章 知人者智,自知者明。 胜人者有力,自胜者强。 知足者富,强行者有志, 不失其所者久,死而不亡者寿。 第三十四章 大道泛兮,其可左右。 万物恃之以生而不辞,功成不名有。 衣养万物而不为主,常无欲,可名于小; 万物归焉而不为主,可名为大。 是以圣人终不自为大,故能成其大。 第三十五章 执大象,天下往。往而不害,安平泰。 乐与饵,过客止。 道之出口,淡乎其无味,视之不足见,听之不足闻,用之不可既。 第三十六章 将欲歙之,必固张之;将欲弱之,必固强之;将欲废之,必固兴之;将欲夺之,必固与之。 是谓微明。 柔弱胜刚强。 鱼不可脱于渊,国之利器不可以示人。 第三十七章 道常无为而无不为。 侯王若能守之,万物将自化。 化而欲作,吾将镇之以无名之朴。 无名之朴,夫亦将不欲。 不欲以静,天下将自定。 德篇 第三十八章 上德不德,是以有德;下德不失德,是以无德。 上德无为而无以为;下德为之而有以为。 上仁为之而无以为。 上义为之而有以为。 上礼为之而莫之应,则攘臂而扔之。 故失道而后德,失德而后仁,失仁而后义,失义而后礼。 夫礼者,忠信之薄,而乱之首。 前识者,道之华,而愚之始。 是以大丈夫处其厚,不居其薄;处其实,不居其华。 故去彼取此。 第三十九章 昔之得一者: 天得一以清;地得一以宁;神得一以灵;谷得一以盈;万物得一以生;侯王得一以为天下贞。 其致之一也。 天无以清将恐裂; 地无以宁将恐废; 神无以灵将恐歇; 谷无以盈将恐竭; 万物无以生将恐灭; 侯王无以贵高将恐蹶。 故贵以贱为本,高以下为基。 是以侯王自谓孤、寡、不榖。 此其以贱为本耶,非乎?故致数舆无舆。 不欲琭琭如玉,珞珞如石。 第四十章 反者道之动,弱者道之用。 天下万物生于有,有生于无。 第四十一章 上士闻道,勤而行之;中士闻道,若存若亡;下士闻道,大笑之。 不笑不足以为道。 故建言有之: 明道若昧;进道若退;夷道若纇。 上德若谷;大白若辱;广德若不足;建德若偷;质真若渝。 大方无隅;大器晚成;大音希声;大象无形;道隐无名。 夫唯道,善贷且成。 第四十二章 道生一,一生二,二生三,三生万物。 万物负阴而抱阳,冲气以为和。 人之所恶,唯孤、寡、不榖,而王公以为称。 故物或损之而益,或益之而损。 人之所教,我亦教之。 强梁者不得其死,吾将以为教父。 第四十三章 天下之至柔,驰骋天下之至坚。 无有入无间,吾是以知无为之有益。 不言之教,无为之益,天下希及之。 第四十四章 名与身孰亲? 身与货孰多? 得与亡孰病? 是故甚爱必大费;多藏必厚亡。 知足不辱,知止不殆,可以长久。 第四十五章 大成若缺,其用不弊。 大盈若冲,其用不穷。 大直若屈,大巧若拙,大辩若讷。 躁胜寒,静胜热。 清静为天下正。 第四十六章 天下有道,却走马以粪;天下无道,戎马生于郊。 罪莫大于可欲;祸莫大于不知足;咎莫大于欲得。 故知足之足,常足矣。 第四十七章 不出户,知天下;不窥牖,见天道。 其出弥远,其知弥少。 是以圣人不行而知,不见而名,不为而成。 第四十八章 为学日益,为道日损。 损之又损,以至于无为,无为而无不为。 取天下常以无事,及其有事,不足以取天下。 第四十九章 圣人无常心,以百姓心为心。 善者吾善之,不善者吾亦善之,德善。 信者吾信之,不信者吾亦信之,德信。 圣人之在天下,惵惵为天下浑其心,百姓皆注其耳目,圣人皆孩之。 第五十章 出生入死。 生之徒十有三;死之徒十有三;人之生动之死地,亦十有三。 夫何故?以其生生之厚。 盖闻善摄生者,陆行不遇兕虎,入军不被甲兵。 兕无所投其角,虎无所措其爪,兵无所容其刃。 夫何故?以其无死地。 第五十一章 道生之,德蓄(畜)之,物形之,势成之,是以万物莫不尊道而贵德。 道之尊,德之贵,夫莫之命而常自然。 故道生之,德畜之。长之育之,成之熟之,养之覆之。 生而不有,为而不恃,长而不宰,是谓玄德。 第五十二章 天下有始,以为天下母。 既得其母,以知其子;既知其子,复守其母,没身不殆。 塞其兑,闭其门,终身不勤;开其兑,济其事,终身不救。 见小曰明,守柔曰强。 用其光,复归其明,无遗身殃,是谓袭常。 第五十三章 使我介然有知,行于大道,唯施是畏。 大道甚夷,而民好径。 朝甚除,田甚芜,仓甚虚;服文彩,带利剑,厌饮食,财货有余。 是为盗夸,非道也哉﹗ 第五十四章 善建者不拔,善抱者不脱,子孙祭祀不辍。 修之于身,其德乃真; 修之于家,其德乃余; 修之于乡,其德乃长; 修之于国,其德乃丰; 修之于天下,其德乃普。 故以身观身,以家观家,以乡观乡,以国观国,以天下观天下。 吾何以知天下然哉?以此。 第五十五章 含德之厚,比于赤子。 毒虫不螫,猛兽不据,攫鸟不搏。 骨弱筋柔而握固,未知牝牡之合而朘作,精之至也。 终日号而不嗄,和之至也。 知和曰常,知常曰明。 益生曰祥,心使气曰强。 物壮则老,谓之不道,不道早已。 第五十六章 知者不言,言者不知。 塞其兑,闭其门。 挫其锐,解其纷,和其光,同其尘,是谓玄同。 故不可得而亲,不可得而疏; 不可得而利,不可得而害; 不可得而贵,不可得而贱。 故为天下贵。 第五十七章 以正治国,以奇用兵,以无事取天下。 吾何以知其然哉?以此: 天下多忌讳,而民弥贫;民多利器,国家滋昏;人多伎巧,奇物滋起;法令滋彰,盗贼多有。 故圣人云: “我无为而民自化;我好静而民自正; 我无事而民自富;我无欲而民自朴。" 第五十八章 其政闷闷,其民淳淳;其政察察,其民缺缺。 祸兮福所倚;福兮祸所伏。孰知其极? 其无正邪?正复为奇,善复为妖。 人之迷,其日固久。 是以圣人方而不割,廉而不刿,直而不肆,光而不耀。 第五十九章 治人事天莫若啬。 夫唯啬,是谓早服,早服谓之重积德。 重积德则无不克,无不克则莫知其极,莫知其极,可以有国。 有国之母,可以长久。 是谓深根固柢,长生久视之道。 第六十章 治大国若烹小鲜。 以道莅天下,其鬼不神。 非其鬼不神,其神不伤人。 非其神不伤人,圣人亦不伤人。 夫两不相伤,故德交归焉。 第六十一章 大国者下流,天下之交,天下之牝。 牝常以静胜牡,以静为下。 故大国以下小国,则取小国;小国以下大国,则取大国。 故或下以取,或下而取。 大国不过欲兼畜人,小国不过欲入事人。 夫两者各得其所欲,故大者宜为下。 第六十二章 道者,万物之奥,善人之宝,不善人之所保。 美言可以市,尊行可以加人。 人之不善,何弃之有? 故立天子,置三公,虽有拱璧以先驷马,不如坐进此道。 古之所以贵此道者何? 不曰:求以得,有罪以免邪?故为天下贵。 第六十三章 为无为,事无事,味无味。 大小多少,报怨以德。 图难于其易,为大于其细。 天下难事,必作于易;天下大事,必作于细。 是以圣人终不为大,故能成其大。 夫轻诺必寡信,多易必多难。 是以圣人犹难之,故终无难矣。 第六十四章 其安易持,其未兆易谋;其脆易破,其微易散。 为之于未有,治之于未乱。 合抱之木,生于毫末;九层之台,起于累土;千里之行,始于足下。 为者败之,执者失之。 是以圣人无为,故无败;无执,故无失。 民之从事,常于几成而败之,慎终如始,则无败事。 是以圣人欲不欲,不贵难得之货;学不学,复众人之所过。 以辅万物之自然,而不敢为。 第六十五章 古之善为道者,非以明民,将以愚之。 民之难治,以其智多。 故以智治国,国之贼;不以智治国,国之福。 知此两者亦楷式。 常知楷式,是谓玄德。 玄德深矣,远矣,与物反矣,然后乃至大顺。 第六十六章 江海所以能为百谷王者,以其善下之,故能为百谷王。 是以圣人欲上民,必以言下之;欲先民,必以身后之。 是以圣人处上而民不重,处前而民不害。 是以天下乐推而不厌。 以其不争,故天下莫能与之争。 第六十七章 天下皆谓我道大,似不肖。 夫唯大,故似不肖,若肖,久矣其细也夫。 我有三宝,持而保之。 一曰慈,二曰俭,三曰不敢为天下先。 慈故能勇;俭故能广;不敢为天下先,故能成器长。 今舍慈且勇,舍俭且广,舍后且先,死矣! 夫慈,以战则胜,以守则固。 天将救之,以慈卫之。 第六十八章 善为士者不武;善战者不怒;善胜敌者不争;善用人者为之下。 是谓不争之德,是谓用人之力。 是谓配天,古之极。 第六十九章 用兵有言﹕“吾不敢为主而为客,不敢进寸而退尺。” 是谓行无行,攘无臂,仍无敌,执无兵。 祸莫大于轻敌,轻敌几丧吾宝。 故抗兵相加,哀者胜矣。 第七十章 吾言甚易知、甚易行,天下莫能知、莫能行。 言有宗,事有君。 夫唯无知,是以不我知。 知我者希,则我者贵。 是以圣人被褐怀玉。 第七十一章 知不知,上;不知知,病。 夫唯病病,是以不病。圣人不病,以其病病,是以不病。 第七十二章 民不畏威,则大威至。 无狭其所居,无厌其所生。 夫唯不厌,是以不厌。 是以圣人自知不自见,自爱不自贵。 故去彼取此。 第七十三章 勇于敢则杀,勇于不敢则活。 此两者,或利或害。 天之所恶,孰知其故?是以圣人犹难之。 天之道,不争而善胜,不言而善应,不召而自来,繟然而善谋。 天网恢恢,疏而不失。 第七十四章 民不畏死,奈何以死惧之? 若使民常畏死而为奇者,吾得执而杀之,孰敢? 常有司杀者杀。 夫代司杀者杀,是谓代大匠斫。 夫代大匠斫者,希有不伤其手矣。 第七十五章 民之饥,以其上食税之多,是以饥。 民之难治,以其上之有为,是以难治。 民之轻死,以其求生之厚,是以轻死。 夫唯无以生为者,是贤于贵生。 第七十六章 人之生也柔弱,其死也坚强。 万物草木之生也柔脆,其死也枯槁。 故坚强者死之徒,柔弱者生之徒。 是以兵强则灭,木强则折。 强大处下,柔弱处上。 第七十七章 天之道,其犹张弓欤? 高者抑之,下者举之;有余者损之,不足者补之。 天之道,损有余而补不足;人之道则不然,损不足以奉有余。 孰能有余以奉天下?唯有道者。 是以圣人为而不恃,功成而不处,其不欲见贤。 第七十八章 天下莫柔弱于水,而攻坚强者莫之能胜,以其无以易之。 弱之胜强,柔之胜刚,天下莫不知,莫能行。 是以圣人云:“受国之垢,是谓社稷主;受国不祥,是为天下王。” 正言若反。 第七十九章 和大怨,必有余怨;报怨以德,安可以为善? 是以圣人执左契,而不责于人。 有德司契,无德司彻。 天道无亲,常与善人。 第八十章 小国寡民。 使有什伯之器而不用,使民重死而不远徙。 虽有舟舆,无所乘之;虽有甲兵,无所陈之。 使民复结绳而用之。 甘其食,美其服,安其居,乐其俗。 邻国相望,鸡犬之声相闻,民至老死不相往来。 第八十一章 信言不美,美言不信。 善者不辩,辩者不善。 知者不博,博者不知。 圣人不积,既以为人己愈有,既以与人己愈多。 天之道,利而不害。 圣人之道,为而不争。