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Der Küchengott ist zurück und wir sind bei den falschen Eltern

Erinnern Sie sich noch an den Artikel Küchengott ? Damals habe ich beschrieben, wie der Küchengott 灶王爷 (zào wáng ye) am 23ten Tag des 12ten Monats im chinesischen Kalender zurück in den Himmel zum Jadekaiser geht, um Bericht zu erstatten über die Aktivitäten in den Haushalten. Ich hatte noch gar nicht beschrieben, wann er wieder zurück kommt.
Heute ist zum Beispiel so ein Tag. Es ist 初四 (chū sì), also der vierte Tag im neuen Jahr. Heute kehrt er zurück.
Wir haben also heute sein Bild neben den Herd gehangen und auch etwas zu Essen bereitgestellt (Die Reise war bestimmt lang und er ist sicher hungrig). ;-)
Wir befinden uns noch in den Ausläufern des Frühlingsfestes (oder auch chinesisches Neujahr genannt) und für die ersten Tage im neuen Jahr gibt es viele Dinge, die passieren, oder erledigt werden müssen.
Chinesen gehen traditionellerweise nach Hause zurück um das Frühlingsfest im Kreise der Familie zu feiern.
Hierbei handelt es sich natürlich um die Familie väterlicherseits, ein Mädchen das verheiratet ist geht natürlich nicht mehr zu ihren Eltern, sondern feiert das chinesische Neujahr bei den Eltern ihres Mannes, schliesslich gehört sie jetzt zu dessen Familie.
初一 (chū yī) ist der erste Tag des neuen Jahres (wie bei uns der 1. Januar Neujahr ist).
初二 (chū èr) ist der zweite Tag. An diesem besucht man traditionellerweise dann die Eltern mütterlicherseits.
Ich habe von einer Geschichte gehört, in der eine junge Frau Krach mit ihrem Ehemann und ihn darauf verlassen hatte um zu ihren Eltern zurückzugehen.
Sie stand also am ersten Tag des neuen Jahres (初一 chū yī) bei ihren Eltern vor der Türe.
Diese liessen sie jedoch vor dem zweiten Tag (初二 chū èr) nicht herein, da das Unglück bringen würde. Die Frau musste also eine ganze Nacht auf der Strasse verbringen.
Das ist dann tatsächlich gelebte Tradition, die in Fleisch und Blut übergegangen ist.
Und tatsächlich nimmt man die Traditionen so hin, als gäbe es nichts anderes. Ein schönes Beispiel kann ich wieder aus unserer kleinen Familie berichten:
Wir besuchen zum Frühlingsfest immer die Eltern meiner Frau. Das ist aus chinesischer Sicht natürlich seltsam, aber zu meinen Eltern zu gehen würde ja überhaupt keinen Sinn machen. Sie sind Deutsche und feiern das chinesische Frühlingsfest nicht (sie kennen ja nicht einmal den chinesischen Kalender, nach dem sich das Fest berechnen lässt).
Als meine Frau also dieses Jahr ihre Verwandten angerufen hat um ihnen ein frohes neues Jahr zu wünschen, erwähnte sie auch, dass sie sich bei ihren Eltern befindet.
Die Überraschung war gross, da die meisten von ihnen davon ausgegangen sind, dass das Frühlingsfest weltweit gefeiert wird und wir ihrer Meinung nach bei meinen Eltern sein sollten.
Da habe ich dann wieder einmal gemerkt, dass Menschen weltweit doch ziemlich ähnlich sind.
Genau so wie der Durchschnittschinese glaubt, dass das chinesische Neujahr überall in der Welt gefeiert wird, so bekomme ich immer wieder Anfragen von meinen Freunden und Verwandten, wie Chinesen denn Weihnachten feiern würden.
Sie erinnern sich an den Artikel Früher war mehr Lametta ? China ist kein christliches Land, weshalb sollte man die Geburt Christi feiern ?
So gesehen sind sich die Menschen weltweit doch ähnlicher als man gemeinhin annimmt.
Kulturen, politische Systeme und Religionen mögen einen Einfluss auf die Völker und ihre Leben haben, aber im Grunde genommen gleichen sich die Menschen doch, wenn man etwas genauer hinschaut. Das fällt mir immer wieder auf.
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Hundejahre

Die Haare waren bereits geschnitten und so konnte er kommen. Der Jahreswechsel.
Heute war es dann so weit, das chinesische Frühlingsfest oder auch chinesisches Neujahr genannt, wurde wieder einmal gefeiert.
Und was das mit den Haaren zu tun hat ? Nun: Während der Festtage soll man sich nicht die Haare schneiden lassen, da das Zeichen 发 (fà bzw. fā) so wohl in dem Wort 头发 tóu fà (Haare) als auch in dem Wort 发财 fā cái (reich werden) vorkommt.
Man würde also bildlich gesprochen die Möglichkeit reich zu werden einfach wegschneiden.
恭喜发财 gōng xǐ fā cái (viel Glück und Wohlstand) wünscht man sich auch gegenseitig zu dieser Zeit. Vor allen Dingen die Kinder, die dann, in alter chinesischer Tradition, einen roten Umschlag mit Geld bekommen.
Nach dem Jahr des Feuer-Hahns hat jetzt das Jahr des Erd-Hundes begonnen. (Den Aufbau mit den Tierkreiszeichen und den sogenannten Erdzweigen hatte ich ja in Artikel Affenzirkus beschrieben)
Da ist die Zeit schon wieder rum. Man könnte meinen, man rechnete in Hundejahren. Schon wieder ein Frühlingsfest.
Die Zeit ist ein wirklich seltsames Ding. Ist man beschäftigt, verfliegt sie und wenn nicht dann scheint sie still zu stehen. Und beschäftigt war ich diese Jahr. Keine Frage.
Was mich aber wirklich immer wieder verwundert ist, dass sie auch schnell vergehen kann, wenn nicht wirklich etwas passiert. In der Routine kann sie sich auch verlieren.
Ein eindrucksvolles Beispiel hierfür ist „Der Zauberberg“ von Thomas Mann, den ich gerade ausgelesen habe.
Nicht nur die Geschichte selber beschreibt dieses Phänomen, auch wenn man das recht umfangreiche Buch zu Ende gelesen hat, ist inhaltlich rückblickend eigentlich nicht viel passiert, trotzdem war es zu keinem Zeitpunkt langweilig.
Ein beeindruckendes Gefühl, das nicht viele Autoren in dieser Form heraufbeschwören können.
Aber zurück zum Frühlingsfest, bzw. zum chinesischen Neujahr:
Dieses Jahr zum chinesischen Jahreswechsel war das zünden von Feuerwerk komplett verboten, man konnte Feuerwerksartikel nicht einmal kaufen.
Und wenn die chinesische Regierung etwas beschliesst, dann trägt sie auch dafür Sorge, dass es eingehalten wird.
Es war also ein ruhiger Nachthimmel in Beijing zum Übergang ins neue chinesische Jahr.
Ein Frühlingsfest ohne Knaller, das war schon sehr seltsam. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob es tatsächlich ein Feuerwerk von offizieller Seite gab, in den Aussenbezirken von Beijing bekommt man davon nichts mehr mit. Abgesehen davon ist es nicht das gleiche. Zum Frühlingsfest gehören Menschen, die auf der Strasse Knaller zünden.
Wenn man an China denkt, dann kommen einen sofort ein paar Bilder in den Kopf. Reis, Tee und Feuerwerk sind definitiv immer mit dabei.
Der Luft in der Stadt hat es auf jeden Fall gut getan und auch die spärlich noch vorhandene Fauna hat es sicherlich genossen.
Aber ein chinesisches Frühlingsfest ohne Feuerwerk, das ist etwas das man für absolut undurchführbar hält, wenn man es zum ersten mal hört.
„Da wird sich niemand dran halten“ (Das hatte ich zumindest gedacht).
Ich hatte mich aber auch schon geirrt, als das Rauchverbot in deutschen Kneipen bindend wurde.
Genau die gleiche Situation. Ich hätte mir im Leben nicht vorstellen können, dass die Deutschen sich das verbieten lassen aber dann kam doch alles so wie angekündigt.
So sind die Deutschen eben. „Revolution in Deutschland? Das wird nie etwas, wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte !“ (ein Zitat, das Lenin zugeschrieben wird und es ziemlich gut beschreibt).
Und auch die Chinesen zetteln in der Regel heutzutage keine Aufstände an (zumindest die Han-Chinesen nicht und die machen nun mal über 90% der chinesischen Bevölkerung aus).
Während man in Deutschland weinerlich die Umstände beklagt und brav den Vorgaben folgt, sagt man sich in China wieder einmal 没办法 (méi bàn fǎ), also „da kann man nichts machen“ (hatte ich im Artikel Da kann man nichts machen bereits einmal drüber berichtet) und folgt den Regeln.
Rückblickend war es dann aber gar nicht so schlimm. Anders als in den vorherigen Jahren gab es keine minütlichen Explosionen auf dem Parkplatz hinter dem Haus, die die Alarmanlagen der Autos und Elektroroller ausgelöst und so eine ständige Geräuschwand aufgebaut haben.
Und in der Innenstadt, in den alten Stadtvierteln (胡同 hú tòng) war es bestimmt auch sicherer. Ich erinnere mich noch an ein Frühlingsfest in Beijing, an dem ich dort mit Freunden gefeiert hatte.
Ab 0:00 uhr glichen die Strassen einem Kriegsgebiet. Überall Explosionen und Raketenbatterien, die unaufhörlich Feuer in den Himmel schossen.
Ich habe an besagtem Tag dann auch erst morgens um kurz nach 6:00 uhr den Heimweg antreten können. Vorher war es einfach zu gefährlich.
So lange musste ich also in der kleinen Kneipe ausharren und weitertrinken. ;-) So kriegt man die Zeit dann auch rum.
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Der Ritter, der zur Garnele wurde

In China sieht man immer wieder Wäsche auf der Strasse hängen. Von T-Shirts, über Pullover, Kleidern bis hin zu Unterwäsche. Alles ganz normal.
Und auch rote Kleidung und Unterwäsche ist keine Seltenheit, schliesslich liebt man die Farbe rot in China und trägt auch zu bestimmten Anlässen immer wieder mal rote Unterwäsche.
Wenn allerdings vor dem gleichen Fenster tagein, tagaus ein rotes Kleid und rote Unterwäsche hängt (siehe Bild), dann ist das doch schon etwas besonderes.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Besitzerin jeden Tag ihre roten Sachen wäscht und zum trocknen raushängt ist doch sehr gering.
Ich denke, dass ich mich nicht all zu weit aus dem Fenster lehne, wenn ich behaupte: „Das könnte eine versteckte Botschaft sein“ (Ich denke, dass hier Serviceleistungen angeboten werden, die in China nicht legal sind). Aber das ist nur eine Vermutung meinerseits.
Aber wenn wir schon bei geheimen Botschaften sind: Tatsächlich bekannt ist, dass es im Internet und besonders in chinesischen Chaträumen nicht nur versteckte Botschaften, sondern inzwischen sogar eine ganze Geheimsprache gibt.
Wobei geheim wieder mal so eine Sache ist. Viele der Begriffe kann man inzwischen über eine Suchmaschine finden, andere dagegen sind wirklich nur für Eingeweihte verständlich.
Aber fangen wir einmal von vorne an: Wenn man sich als Ausländer in einem chinesischen Chat anmeldet ist die Chance etwas von den Konversationen zu verstehen gleich null.
Selbst für chinesische Muttersprachler ist das oft nicht einfach, denn in China hat sich eine eigene Internetsprache entwickelt, die chinesische, englische und zahlenbasierte Sprache und Abkürzungen nutzt.
So spricht man sich mit GG bzw. MM an. GG kommt von chinesisch 哥哥 (gē ge) und bedeutet älterer Bruder.
Freundschaftlich redet man sich so in China auf der Strasse unter Freunden an, wobei auch hier noch ein Hauch Respekt vorhanden ist, schliesslich spricht man den Gegenüber als älteren Bruder an, nicht als jüngeren.
MM ist das weibliche Pendant dazu. Es kommt von chinesisch 妹妹 (mèi mei) und bedeutet jüngere Schwester. Denn auch in China ist es höflich, wenn man das junge Aussehen einer Frau betont.
Weitere chinesische Abkürzungen sind zum Beispiel PMP, was für 拍马屁 (pāi mǎ pì) steht. Wörtlich übersetzt heisst es „einen Pferdehintern tätscheln“. Diese Redewendung kommt noch aus der Yuan-Dynastie (元朝 yuán cháo) und geht auf einen alten Brauch zurück:
Wenn man einen Mann auf einem Pferd sah, klopfte man dem Pferd auf das Hinterteil, um die körperliche Konstitution zu prüfen und den Reiter für sein prächtiges Pferd zu loben.
Heute ist der Begriff gleichbedeutend mit „sich bei jemandem einschleimen“, ebenso wie der neue Ausdruck PMP.
GF dagegen kommt aus dem Englischen und bedeutet „girlfriend“, also Freundin.
Aber auch gemischte Ausdrücke aus Chinesisch und Englisch gibt es. Zum Beispiel A片 (a-piàn).
片 (piàn) ist ein sogenanntes Zähleinheitswort, das bei Aufzählungen verwendet wird.
片 (piàn) wird im Zusammenhang mit scheibenförmigen Dingen verwendet, also auch Filmen (auf Grund der Filmrolle).
„Ein Film“ heisst im chinesischen 一片电影 (yī piàn diàn yǐng). 一 (yī) bedeutet „ein“, 片 (piàn) ist das Zähleinheitswort und 电影 (diàn yǐng) bedeutet Film.
Man hat also das Zähleinheitswort für Film genommen und ein „A“ für „Adult“ vorangstellt. A片 (a-piàn) bedeutet also „Erwachsenenfilm“ (Sie wissen schon... ;-) )
Viele Dinge werden vereinfacht, so wird aus 不知道 (bù zhī dào), was „weiss nicht“ bedeutet, schon mal 不造 (bù zào).
造 (zào) bedeutet ursprünglich anfertigen oder herstellen. Man muss also wissen, dass die eigentliche Bedeutung hier ausser Acht gelassen wird und sich die neue Bedeutung einfach nur an einer Vereinfachung der Aussprache festgemacht ist.
Ebenfalls interessant sind Zahlen, die immer wieder verwendet werden. 886 ist so ein Beispiel. Viele Chinesen verlassen so ihre Chatgruppe.
88 (im chinesischen bā bā ausgesprochen) klingt ähnlich dem englischen bye, bye, was wiederum als 拜拜 (bài bài) in die chinesische Alltagssprache Einzug gehalten hat. Die ursprüngliche Bedeutung des Zeichens 拜 (bài) ist eigentlich „sich vor jemandem niederwerfen“.
Die 6 (im chinesischen 六 liù) in 886 wird ebenso ausgesprochen wie 遛 (liù) und bedeutet in diesem Zusammenhang „weggehen“.
Eine weitere interessante Zahlenkombination ist 555. Die Zahl fünf (五 wǔ) wird im chinesischen ähnlich ausgesprochen wie 呜 (wū), was einen Vogellaut beschreibt. Jedoch hört sich 呜呜呜 (wū wū wū) dann doch tatsächlich so an, wie jemand der weint. Somit ist 555 gleichbedeutend mit einem weinenden Emoticon.
Ebenfalls interessant ist die Zahlenkombination 7451 (七四五一 qī sì wǔ yī) bzw. 7456 (七四五六 qī sì wǔ liù). Diese repräsentieren den Ausdruck 气死我了 (qì sǐ wǒ le) und der bedeutet „ich bin wütend“. Man kann eine dieser Zahlenkombinationen ebenfalls anstatt eines wütenden Emoticons verwenden.
Andere Wortschöpfungen sind einfach den chinesischen Eingabemethoden geschuldet.
Eine der bekanntesten Eingabemethoden für chinesische Schriftzeichen in Computersysteme ist die Pinyin Eingabemethode.
Aufbauend auf Pinyin (拼音 pīn yīn), der 1957 eingeführten phonetischen Umschrift, die Chinesische Zeichen mit Hilfe des lateinischen Alphabets darstellt.
Aus ihr ist das Eingabesystem entwickelt worden, mit dem man einfach den phonetischen Laut eines Wortes eingibt und dann eine Liste an chinesischen Zeichen bekommt, die diesem entsprechen.
Da viele Zeichenfolgen von chinesischen Zeichen zwar unterschiedlich geschrieben werden, aber die gleiche phonetische Umschrift besitzen, bekommt man zu fast jedem Begriff mehrere Auswahlmöglichkeiten.
Im chinesischen bezeichnet man mit dem Ausdruck Ritter (大侠 dà xiá) jemanden, der sich mit Computern oder dem Internet auskennt.
Wenn man jedoch „da xia“ in der Pinyin Eingabemethode eintippt, werden einem sämtliche Ausdrücke, die „da xia“ ausgesprochen werden auf Grund der Häufigkeit ihrer Benutzung absteigend dargestellt.
Als erstes erscheint hier also 大虾 (dà xiā). Und das bedeutet übersetzt Garnele, Krabbe.
Der Einfachheit halber, weil es sich wesentlich schneller tippen lässt, ist aus dem Ritter also eine Garnele geworden. Muss man wissen, sonst macht der Schriftverkehr im Internet überhaupt keinen Sinn.
Dies sind alles noch recht bekannte Beispiele und auch nur ein paar, es gibt aber viel, viel mehr.
Einer 2003 veröffentlichten Studie zur Folge, gab es damals bereits über 2000 neue Ausdrücke und es sind kontinuierlich mehr geworden.
Somit gleichen einige dieser Wörter bereits einer Geheimsprache mit der sich viele interessante Dinge anstellen lassen. So kann man neben anderem auch Internet Zensur umgehen. So lange, bis die öffentlichen Zensurstellen die neuen Ausdrücke auch kennen, dann muss man sich wieder etwas neues einfallen lassen.
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Das chinesische Zimmer

„Das chinesische Zimmer“ ist ein Gedankenexperiment des Philosophen John Searle und stellt die künstliche Intelligenz (oder KI, wie man sie gerne nennt), die heutzutage in aller Munde ist, in Frage.
Man stelle sich ein Zimmer vor, in dem eine Person sitzt, die der chinesischen Sprache nicht mächtig ist.
Sie bekommt einen Zettel übergeben, auf dem chinesische Geschichten in chinesisch geschrieben stehen und einen weiteren Zettel, auf dem Fragen zu diesen Geschichten stehen (ebenfalls auf chinesisch).
Sie kann weder den einen, noch den anderen lesen, geschweige denn verstehen.
Sie hat aber ein Handbuch das in ihrer Muttersprache geschrieben ist mit dem sie die Zeichen aus den Geschichten mit denen aus den Fragen in Verbindung bringen kann.
Ausserdem hilft es ihr Antworten zu den Geschichten und Fragen zu formulieren (alles, ohne den Inhalt der Geschichten zu kennen). Sie folgt also rein mechanisch einem Plan, der ihr per Handbuch vorgegeben wird (ähnlich einem Programm).
Ein chinesischer Muttersprachler, der vor der Türe die Antwortzettel in Empfang nimmt, würde also annehmen, dass sich im Raum ebenfalls jemand befindet, der der chinesischen Sprache mächtig ist. Das ist aber nicht der Fall.
Dieses Beispiel soll aufzeigen, dass die künstliche Intelligenz, so wie wir sie heute kennen, nicht einfach durch einen Programmablauf (selbst wenn er sehr genau dem menschlichen neuronalen Netz nachempfunden sein sollte) Bedeutungen erlernen kann.
Auch wenn es für einen Aussenstehenden so aussieht. Die Intelligenz wird lediglich simuliert, sie ist nicht tatsächlich vorhanden.
Eine interessante These. Ab wann ist ein System tatsächlich intelligent ?
So wie wir bis heute intelligente Technik verstehen, ist sie noch Welten entfernt von einem selbst denkenden Organismus.
Wobei man allerdings nicht vergessen sollte, dass auch Denkprozesse bei Kleinkindern erst einmal ein unbewusstes Verarbeiten von Reizen sind, die bestimmten Regeln folgen, ähnlich einem Programm.
Es ist also alles mehr oder weniger offen und bereit erforscht zu werden.
Und geforscht wird „auf Teufel komm raus“. Die Staaten dieser Erde versuchen sich gegenseitig zu übertrumpfen im Wettlauf um die Geburt des ersten tatsächlich intelligenten Systems.
Im westen Beijings zum Beispiel soll eine Art Industriepark entstehen, der Themen wie Deep Learning, Big Data, Cloud Computing und Biometrie gewidmet ist.
Man spricht von knapp zwei Milliarden Euro, die investiert werden sollen. Das ist eine klare wirtschaftliche Kampfansage an alle anderen Nationen dieser Welt und erinnert stark an den „Wettlauf ins All“ zwischen Amerika und der Sowjetunion in den 50er und 60er Jahren (Sie erinnern sich bestimmt noch an den Artikel Der lange Marsch zum Himmelspalast).
Interessant ist auch, dass es derzeit weltweit viel zu wenig Experten auf diesem Gebiet gibt und China, indem es massive finanzielle Mittel für die Forschungen bereitstellt, viele von ihnen aus anderen Ländern abwerben könnte.
Aus Angst, den Wettlauf nicht gewinnen zu können, haben sich Unternehmen wie Google bereits dazu bereit erklärt in China ein KI-Team aufzubauen um entsprechende Leute anzuwerben.
Dabei spricht man auf einmal ganz versöhnliche Worte, wenn es um die Zusammenarbeit mit grossen chinesischen Unternehmen geht.
Und das obwohl Google sich vor nicht all zu langer Zeit vom chinesischen Markt als Suchmaschine zurückziehen musste.
Nach Elektroauto und Solarenergie könnte dies ein weiterer Pfeiler für ein starkes China werden, das sich schon lange nicht mehr hinter westlichen Industrienationen verstecken muss.
Und wenn wir dann irgendwann soweit sind, ist es an der Zeit sich zu fragen ob man eine künstliche Intelligenz ohne Einschränkungen zulassen will oder ob man ihr gewisse Ethikregeln implementiert.
Grosse Vordenker haben sich über diese Themen bereits vor langer Zeit ihre Köpfe zerbrochen, allen voran Science Fiction Autoren wie Isaac Asimov (wobei ihm das nicht ganz gerecht wird. Er war darüber hinaus auch Sachbuchautor und Biochemiker).
Bereits 1942 ersann er in der Kurzgeschichte „Runaround“ die sogenannten Robotergesetze, die sich natürlich auch auf Syteme der künstlichen Intelligenz anwenden liessen.
Diese setzen sich wie folgt zusammen:

- Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
- Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
- Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.

Diese sind später noch erweitert worden, aber im Kern sind sie noch so wie er sie damals entworfen hat.
Das sind ganz klare Vorgaben, die nicht bloss in der Welt der Science Fiction ihren Platz haben, sondern auch in der wirklichen Welt und in der Forschung.
Gerade heute bei grossen Themen wie künstlicher Intelligenz und künstlichen neuronalen Netzen stellt sich die Frage ob man sie mit einbeziehen sollte.
Wir alle wissen, dass Forschung immer sehr ernsthaft und mit vergleichsweise grosszügig bemessenen Geldmitteln im militärischen Bereich betrieben wird.
Und genau hier ist man natürlich nicht an derartigen Einschränkungen interessiert. Ein intelligentes Waffensystem soll schliesslich töten. Da kann man kein künstliches Gewissen gebrauchen.
Und ein weiteres Dilemma tut sich hier auf: Wenn Systeme eines Tages tatsächlich Bedeutung erfassen können, haben sie dann ein Bewusstsein ? Und wie sicher können wir sein ob oder ob dies nicht der Fall ist ?
Schliesslich behaupten wir bis heute, dass der Mensch eine Seele besitzt, ohne den geringsten Nachweis vorlegen zu können.
Wir gehen einfach davon aus, dass es so ist. Wie könnte man dann behaupten, dass ein intelligentes System, das eventuell ein Bewusstsein besitzt keine Seele hat ? Handelt es sich hier um ein denkendes Wesen, das dann auch Rechte haben sollte ?
Und dürfen wir dieses Bewusstsein dann überhaupt beschränken ? Dürfen wir einem Bewusstsein bestimmte Denkmuster vorenthalten ? Selbst die Asimovschen Gesetze würden die Willensfreiheit einschränken, schliesslich verlangen wir, dass ein Menschenleben als schützenswerter eigestuft wird als das eigene und heben somit in diesen Fällen komplett den Selbstschutz der KI auf.
Das was als menschlicher Selbstschutz gedacht ist, könnte dann schnell zu moderner Sklaverei werden.
Klar, es handelt sich bloss um ein Ding, richtig ? Aber sind das nicht genau die Sprüche mit denen man früher auch Menschen anderer Hautfarbe oder Herkunft die Menschenwürde aberkannt hat um sie zu versklaven ?
Wie können wir sicher sein, dass es sich bloss um ein Ding handelt, wenn wir nicht einmal unsere eigene Existenz mangels Wissen über Dinge wie „die Seele“ oder ähnlichem, rechtfertigen können ?
Sie sehen, nicht alleine die Technik, sondern in besonderer Weise auch die Philosophie sind hier von entscheidender Wichtigkeit, wie unsere Zukunft wohl aussehen könnte.
Und somit wären wir dann auch schon wieder bei den unzähligen Science Fiction Geschichten angekommen, die in Buch- oder Filmform, vom Kampf Mensch gegen Maschine handeln.
Wir wissen nicht, wie weit ein mögliches Skynet noch entfernt sein mag.
Wir können nur hoffen, dass die Menschheit ihrerseits schnell genug intelligent wird, um die kommenden künstlichen intelligenten Systeme früh genug in die richtige Richtung zu lenken.
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Nomen est omen

Ich bin auf Grund des Artikels Wenn man erst einmal einen Namen hat, ist es ganz egal, wie man heisst gefragt worden, was es denn mit dem chinesischen Hausnamen auf sich hat.
Nun, zum Thema Namen und Titel gibt es einiges zu berichten, also habe ich mich entschlossen, anstatt eines Nachtrags zu dem vorherigen Artikel, einen eigenen hierüber zu schreiben.
Wie gesagt: In China haben Namen und Titel eine besondere Bedeutung. Noch mehr als bei uns im Westen, ist es immer wichtig, dass man Leute richtig anspricht.
Wenn man in einem kleinen Imbiss den Inhaber als 服务员 (fú wù yuán), also als „Kellner“ oder „Angestellter“ anspricht, was in einem Restaurant ganz normal wäre, ist das in dieser Situation äusserst unhöflich.
Ihn sollte man 师傅 (shī fu), also „Meister“ nennen. Ihm gehört dieser kleine Laden, das impliziert, dass er ein Meister seines Handwerks ist (selbst wenn das nicht zutrifft, ist es eine Frage der Höflichkeit).
Ebenso ist es wichtig Onkel, Tanten usw. immer mit dem richtigen Titel anzureden. Dabei muss man wissen, dass es hier im chinesischen unzählige von ihnen gibt.
Es gibt jeweils ein anderes Wort für die Grossmutter, je nachdem ob sie mütterlicher- oder väterlicherseits verwandt mit einem ist, ebenso für den Grossvater.
Brüder und Schwestern werden in ältere und jüngere Brüder bzw. Schwestern unterschieden und die Onkel und Tanten so wohl anhand des Alters so wie auch anhand der Abstammung von Vater oder Mutter.
Und für die jeweiligen Ehepartner, die man in Deutschland einfach auch nur „Onkel“ oder „Tante“ nennt, gibt es ebenfalls jeweils einen Ausdruck.
Wenn man einfach mal das Wort „Tante“ in ein Übersetzungsprogramm eingibt, erhält man ungefähr so etwas, wie in der folgenden Liste:




















婶子 [嬸子] shěnzi die Tante Pl.: die Tanten - Ehefrau eines jüngeren Bruders des Vaters
伯母 [伯母] bómǔ die Tante Pl.: die Tanten - Ehefrau eines älteren Bruders des Vaters
姨 [姨] yí die Tante Pl.: die Tanten - Schwester der Mutter
舅母 [舅母] jiùmǔ die Tante Pl.: die Tanten - die Ehefrau eines Bruders der Mutter
姑姑 [姑姑] gūgu die Tante Pl.: die Tanten - die Schwester des Vaters
婶 [嬸] shěn die Tante Pl.: die Tanten - Ehefrau eines jüngeren Bruders des Vaters
婶母 [嬸母] shěnmǔ die Tante Pl.: die Tanten - Ehefrau eines jüngeren Bruders des Vaters
叔母 [叔母] shūmǔ die Tante Pl.: die Tanten - Ehefrau eines jüngeren Bruders des Vaters
婶婶 [嬸嬸] shěnshen die Tante Pl.: die Tanten - Ehefrau eines jüngeren Bruders des Vaters
阿姨 [阿姨] āyí die Tante Pl.: die Tanten - Schwester der Mutter
姨妈 [姨媽] yímā die Tante Pl.: die Tanten - Schwester der Mutter
姨母 [姨母] yímǔ die Tante Pl.: die Tanten - Schwester der Mutter
姑母 [姑母] gūmǔ die Tante Pl.: die Tanten - Schwester des Vaters
姑 [姑] gū die Tante Pl.: die Tanten - die Schwester des Vaters
大姨 [大姨] dàyí die Tante Pl.: die Tanten - ältere Schwester der Mutter

Auszug aus https://dict.leo.org

Sie sehen schon, da kommt einiges zusammen (und das sind bloss die Tanten).
Je nachdem, wer wen anspricht, ändern sich natürlich die Bezeichnungen. Wenn der älteste Cousin den zweitältesten anredet, wird er ihn als jüngeren Cousin bezeichnen, der drittälteste ihn als älteren Cousin.
In einigen Familien werden die Cousins und Cousinen daneben noch mit Zahlen versehen, um anzuzeigen an welcher Stelle sie stehen.
Ich bin beim Bestimmen der korrekten Anrede oft bereits mit diesem System überfordert, dabei haben wir die eigentlichen Namen noch ganz ausser Acht gelassen.
Je nachdem wer mit wem redet, werden auch gerne Bezeichnungen mit in die Namen eingebaut.
So redet ein älterer Freund oder Kollege den jüngeren schon mal mit 小王 (xiǎo wáng) an, also der kleine Herr Wang.
Die eigentlichen Namen in China setzen sich, wie bei uns aus einem Familiennamen und einem Vornamen zusammen.
In der Regel ein Zeichen für den Nachnamen und ein oder zwei für den Vornamen. Ausnahmen gibt es, diese sind aber sehr selten.
Im Artikel Klingelmäuschen hatte ich ja bereits erwähnt, dass es eigentlich über 700 chinesische Familiennamen gibt, sich die meisten Chinesen aber nur etwa 20 sehr häufig vorkommende von ihnen teilen.
Etliche dieser Namen haben eine unglaublich lange Geschichte und viele der Träger des gleichen Namens sind irgendwo ein paar hundert oder tausend Jahre rückblickend in der Geschichte auch nachweislich miteinander verwandt.
Chinesische Nachnamen bezeichnen, ähnlich wie in Deutschland meist eine Stellung oder einen Beruf, es gibt aber Ausnahmen.
Da sich die Nachnamen vieler Menschen in China ähneln, ist man daran interessiert den Vornamen so interessant und einzigartig wie möglich zu gestalten.
Die Wahl eines chinesischen Namens ist eine eigene Kunstform, wenn ich das mal so sagen darf. Aus zigtausend Zeichen diejenigen auszusuchen, die den Zeitpunkt der Geburt und die damit verbundenen Charaktereigenschaften des Kindes berücksichtigen und gleichzeitig in der Namenstradition der Familie stehen, das ist nicht einfach.
Man könnte ganze Bücher über dieses Thema schreiben (und es sind auch tatsächlich einige darüber geschrieben worden), aber an dieser Stelle für diesen Artikel soll es als grober Überblick reichen.
Nun, der chinesische Name hat also einigen Regeln zu folgen und so kann es sein, dass er in einem familiären Umfeld etwas zu sperrig ist, etwas zu gross jemanden damit anzusprechen wenn man ihn nur daran erinnern möchte das Kinderzimmer aufzuräumen.
Somit gibt es für Kinder noch den chinesischen Hausnamen.
Dieser folgt auch einigen Regeln, allerdings ist er losgelöst vom sonstigen Familiennamen und man ist somit etwas freier in der Wahl der Zeichen.
Auch hier wird wieder viel Wert gelegt auf das Geburtsdatum und die damit verbundenen Charaktereigenschaften.
Wenn das Kind auf Grund des Geburtsmonats bereits viel Feuer in sich trägt, und der Tag und die Geburtsstunde dieses Feuer noch bestärken, dann ist es ratsam dem Kind einen Namen mit viel Wasser zu geben.
Okay, ich denke, dass muss ich erklären: In der chinesischen Kultur wird allen möglichen Dingen eines von 5 Elementen zugeschrieben.
Diese können sich gegenseitig aufheben (Feuer und Wasser ist so ein Beispiel).
Diese Elemente rechnet man nicht nur Speisen, Getränken und Medizin zu, sondern eben auch Jahreszeiten, Daten, Zahlen und vielem anderen.
In westlichen Kulturen würde man jetzt den Namen so wählen, dass er die Eigenschaften beschreibt, die das Kind angeblich hat.
Ganz anders in China: Ähnlich der chinesischen Medizin legt man auch hier wieder Wert auf die Balance.
Wenn die vermeintlichen Eigenschaften also sehr feurig sind, so muss man dies mit dem Namen wieder ausgleichen.
Chinesische Schriftzeichen bestehen aus einzelnen Elementen, die für sich genommen auch ein eigenes Zeichen bilden können.
Somit kann man alle Zeichen anhand eines Hauptelements klassifizieren. Dieses Hauptelement nennt man „Radikal“.
Holz, Feuer, Wasser usw. sind typische Radikale (neben vielen anderen), die (Sie werden es schon vermutet haben) ebenfalls die 5 Elemente widerspiegeln.
Und so hofft man mit dem Namen (in diesem Fall dem Hausnamen) den unausgeglichenen Charaktereigenschaften entgegenzuwirken.
Die 5-Elemente-Lehre, bestehend aus Holz, Feuer, Metall, Wasser und Erde, kommt noch aus dem Daoismus (道家 dào jiā. Manchmal auch als Taoismus bezeichnet) und ist definitiv auch einen Artikel in diesem Blog wert.
Der Hausname ist oft ein Zeichen zweimal wiederholt und hört sich auch wenn man ihn übersetzt irgendwie wie ein Kindername an. (Ting Ting, Bao Bao usw.)
Noch schnell zum Titel „Nomen est omen“: Die meisten unter Ihnen werden wissen, dass der lateinische Ausdruck so viel wie „Der Name ist Programm“ bedeutet (ganz platt übersetzt).
Er geht auf den Ausspruch „nomen atque omen “ des römischen Dichters Maccius Plautus zurück, der ihn in seinem Stück „Persa“ gebrauchte.
Man übersetzt ihn in der Regel mit „Name und zugleich auch Vorbedeutung“.
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道篇 道德经 第一章 道可道,非常道。名可名,非常名。 无名天地之始;有名万物之母。 故常无欲以观其妙;常有欲以观其徼。 此两者同出而异名,同谓之玄,玄之又玄,众妙之门。 第二章 天下皆知美之为美,斯恶已;皆知善之为善,斯不善已。 故有无相生,难易相成,长短相形,高下相倾,音声相和,前后相随。 是以圣人处无为之事,行不言之教。 万物作焉而不辞,生而不有,为而不恃,功成而弗居。夫唯弗居,是以不去。 第三章 不尚贤,使民不争。 不贵难得之货,使民不为盗。 不见可欲,使民心不乱。 是以圣人之治, 虚其心,实其腹;弱其志,强其骨。 常使民无知无欲,使夫知者不敢为也。 为无为,则无不治。 第四章 道冲而用之,或不盈。 渊兮似万物之宗。 挫其锐,解其纷,和其光,同其尘。 湛兮似或存。 吾不知谁之子,象帝之先。 第五章 天地不仁,以万物为刍狗。 圣人不仁,以百姓为刍狗。 天地之间,其犹橐龠乎? 虚而不屈,动而愈出。 多言数穷,不如守中。 第六章 谷神不死,是谓玄牝。 玄牝之门,是谓天地根。 绵绵若存,用之不勤。 第七章 天长地久。 天地所以能长且久者,以其不自生,故能长生。 是以圣人后其身而身先,外其身而身存。 非以其无私邪故能成其私。 第八章 上善若水。 水善利万物而不争,处众人之所恶,故几于道。 居善地,心善渊,与善仁,言善信,政善治,事善能,动善时。 夫唯不争,故无尤。 第九章 持而盈之,不如其已;揣而锐之,不可长保。 金玉满堂,莫之能守;富贵而骄,自遗其咎。 功成名遂身退,天之道。 第十章 载营魄抱一,能无离乎? 专气致柔,能婴儿乎? 涤除玄览,能无疵乎? 爱民治国,能无为乎? 天门开阖,能为雌乎? 明白四达,能无知乎? 生之,畜之,生而不有,为而不恃,长而不宰,是谓玄德。 第十一章 三十辐共一毂,当其无,有车之用。 埏埴以为器,当其无,有器之用。 凿户牖以为室,当其无,有室之用。 故有之以为利,无之以为用。 第十二章 五色令人目盲;五音令人耳聋;五味令人口爽;驰骋畋猎,令人心发狂;难得之货,令人行妨。 是以圣人为腹不为目,故去彼取此。 第十三章 宠辱若惊,贵大患若身。 何谓宠辱若惊?宠为下,得之若惊,失之若惊,是谓宠辱若惊。 何谓贵大患若身?吾所以有大患者,为吾有身,及吾无身,吾有何患? 故贵以身为天下,若可寄天下。 爱以身为天下,若可托天下。 第十四章 视之不见,名曰夷;听之不闻,名曰希;搏之不得,名曰微。 此三者,不可致诘,故混而为一。 其上不皦,其下不昧。 绳绳不可名,复归于无物。 是谓无状之状,无物之象,是谓惚恍。 迎之不见其首,随之不见其后。 执古之道,以御今之有。 能知古始,是谓道纪。 第十五章 古之善为士者,微妙玄通,深不可识。 夫唯不可识,故强为之容: 豫兮若冬涉川;犹兮若畏四邻;俨兮其若客;涣兮若冰之将释;敦兮其若朴;旷兮其若谷;浑兮其若浊。 孰能浊以静之徐清?孰能安以久动之徐生? 保此道者不欲盈。 夫唯不盈,故能蔽不新成。 第十六章 致虚极,守静笃。 万物并作,吾以观其复。 夫物芸芸,各复归其根。 归根曰静,静曰复命。 复命曰常,知常曰明。 不知常,妄作凶。 知常容,容乃公,公乃王,王乃天,天乃道,道乃久,殁身不殆。 第十七章 太上,下知有之;其次,亲之誉之;其次,畏之;其次,侮之。 信不足焉,有不信焉。 犹兮其贵言。 功成事遂,百姓皆谓:我自然。 第十八章 大道废,有仁义; 智慧出,有大伪; 六亲不和,有孝慈; 国家昏乱,有忠臣。 第十九章 绝圣弃智,民利百倍; 绝仁弃义,民复孝慈; 绝巧弃利,盗贼无有。 此三者以为文不足。 故令有所属:见素抱朴,少私寡欲,绝学无忧。 第二十章 唯之与阿,相去几何? 善之与恶 ,相去若何? 人之所畏,不可不畏。 荒兮,其未央哉! 众人熙熙,如享太牢,如春登台。 我独泊兮,其未兆,如婴儿之未孩。 乘乘兮,若无所归。 众人皆有余,而我独若遗。 我愚人之心也哉,沌沌兮! 俗人昭昭,我独昏昏;俗人察察,我独闷闷。 澹兮其若海,飂兮若无止。 众人皆有以,而我独顽似鄙。 我独异于人,而贵求食于母。 第二十一章 孔德之容,惟道是从。道之为物,惟恍惟惚。 惚兮恍兮,其中有象;恍兮惚兮,其中有物;窈兮冥兮,其中有精。 其精甚真,其中有信。 自古及今,其名不去,以阅众甫。 吾何以知众甫之状哉?以此。 第二十二章 曲则全,枉则直,洼则盈,敝则新,少则得,多则惑。 是以圣人抱一为天下式。 不自见,故明;不自是,故彰;不自伐,故有功;不自矜,故长。 夫唯不争,故天下莫能与之争。 古之所谓曲则全者,岂虚言哉?诚全而归之。 第二十三章 希言自然。 故飘风不终朝,骤雨不终日。 孰为此者?天地。 天地尚不能久,而况于人乎? 故从事于道者,道者同于道;德者,同于德;失者,同于失。 同于道者,道亦乐得之;同于德者,德亦乐得之;同于失者,失亦乐得之; 信不足焉,有不信焉。 第二十四章 跂者不立,跨者不行。 自见者不明;自是者不彰;自伐者无功;自矜者不长。 其在道也,曰余食赘形。 物或恶之,故有道者不处。 第二十五章 有物混成,先天地生。 寂兮寥兮,独立而不改,周行而不殆,可以为天下母。 吾不知其名,字之曰道,强为之名曰大。 大曰逝,逝曰远,远曰反。 故道大,天大,地大,王亦大。 域中有四大,而王居其一焉。 人法地,地法天,天法道,道法自然。 第二十六章 重为轻根,静为躁君。 是以圣人终日行不离辎重,虽有荣观,燕处超然。 奈何万乘之主,而以身轻天下? 轻则失根,躁则失君。 第二十七章 善行无辙迹; 善言无瑕谪; 善数不用筹策; 善闭无关楗而不可开; 善结无绳约而不可解。 是以圣人常善救人,故无弃人;常善救物,故无弃物。 是谓袭明。 故善人者,不善人之师;不善人者,善人之资。 不贵其师,不爱其资,虽智大迷,是谓要妙。 第二十八章 知其雄,守其雌,为天下谿。 为天下谿,常德不离,复归于婴儿。 知其白,守其黑,为天下式。 为天下式,常德不忒,复归於无极。 知其荣,守其辱,为天下谷。 为天下谷,常德乃足,复归于朴。 朴散则为器,圣人用之,则为官长。 故大制不割。 第二十九章 将欲取天下而为之,吾见其不得已。 天下神器,不可为也。 为者败之,执者失之。 故物或行或随;或嘘或吹;或强或羸;或载或隳。 是以圣人去甚,去奢,去泰。 第三十章 以道佐人主者,不以兵强天下,其事好还。 师之所处,荆棘生焉。 大军之后,必有凶年。 故善者果而已,不敢以取强。 果而勿矜,果而勿伐,果而勿骄,果而不得已,果而勿强。 物壮则老,是谓不道,不道早已。 第三十一章 夫兵者,不祥之器,物或恶之,故有道者不处。 君子居则贵左,用兵则贵右。 兵者,不祥之器,非君子之器,不得已而用之,恬淡为上。 胜而不美,而美之者,是乐杀人。 夫乐杀人者,不可得志于天下矣。 吉事尚左,凶事尚右。 偏将军居左,上将军居右。 言居上势则以丧礼处之。 杀人众多,以悲哀泣之。 战胜,以丧礼处之。 第三十二章 道常无名,朴虽小,天下不敢臣。 侯王若能守,万物将自宾。 天地相合,以降甘露,人莫之令而自均。 始制有名,名亦既有,夫亦将知止,知止可以不殆。 譬道之在天下,犹川谷之于江海。 第三十三章 知人者智,自知者明。 胜人者有力,自胜者强。 知足者富,强行者有志, 不失其所者久,死而不亡者寿。 第三十四章 大道泛兮,其可左右。 万物恃之以生而不辞,功成不名有。 衣养万物而不为主,常无欲,可名于小; 万物归焉而不为主,可名为大。 是以圣人终不自为大,故能成其大。 第三十五章 执大象,天下往。往而不害,安平泰。 乐与饵,过客止。 道之出口,淡乎其无味,视之不足见,听之不足闻,用之不可既。 第三十六章 将欲歙之,必固张之;将欲弱之,必固强之;将欲废之,必固兴之;将欲夺之,必固与之。 是谓微明。 柔弱胜刚强。 鱼不可脱于渊,国之利器不可以示人。 第三十七章 道常无为而无不为。 侯王若能守之,万物将自化。 化而欲作,吾将镇之以无名之朴。 无名之朴,夫亦将不欲。 不欲以静,天下将自定。 德篇 第三十八章 上德不德,是以有德;下德不失德,是以无德。 上德无为而无以为;下德为之而有以为。 上仁为之而无以为。 上义为之而有以为。 上礼为之而莫之应,则攘臂而扔之。 故失道而后德,失德而后仁,失仁而后义,失义而后礼。 夫礼者,忠信之薄,而乱之首。 前识者,道之华,而愚之始。 是以大丈夫处其厚,不居其薄;处其实,不居其华。 故去彼取此。 第三十九章 昔之得一者: 天得一以清;地得一以宁;神得一以灵;谷得一以盈;万物得一以生;侯王得一以为天下贞。 其致之一也。 天无以清将恐裂; 地无以宁将恐废; 神无以灵将恐歇; 谷无以盈将恐竭; 万物无以生将恐灭; 侯王无以贵高将恐蹶。 故贵以贱为本,高以下为基。 是以侯王自谓孤、寡、不榖。 此其以贱为本耶,非乎?故致数舆无舆。 不欲琭琭如玉,珞珞如石。 第四十章 反者道之动,弱者道之用。 天下万物生于有,有生于无。 第四十一章 上士闻道,勤而行之;中士闻道,若存若亡;下士闻道,大笑之。 不笑不足以为道。 故建言有之: 明道若昧;进道若退;夷道若纇。 上德若谷;大白若辱;广德若不足;建德若偷;质真若渝。 大方无隅;大器晚成;大音希声;大象无形;道隐无名。 夫唯道,善贷且成。 第四十二章 道生一,一生二,二生三,三生万物。 万物负阴而抱阳,冲气以为和。 人之所恶,唯孤、寡、不榖,而王公以为称。 故物或损之而益,或益之而损。 人之所教,我亦教之。 强梁者不得其死,吾将以为教父。 第四十三章 天下之至柔,驰骋天下之至坚。 无有入无间,吾是以知无为之有益。 不言之教,无为之益,天下希及之。 第四十四章 名与身孰亲? 身与货孰多? 得与亡孰病? 是故甚爱必大费;多藏必厚亡。 知足不辱,知止不殆,可以长久。 第四十五章 大成若缺,其用不弊。 大盈若冲,其用不穷。 大直若屈,大巧若拙,大辩若讷。 躁胜寒,静胜热。 清静为天下正。 第四十六章 天下有道,却走马以粪;天下无道,戎马生于郊。 罪莫大于可欲;祸莫大于不知足;咎莫大于欲得。 故知足之足,常足矣。 第四十七章 不出户,知天下;不窥牖,见天道。 其出弥远,其知弥少。 是以圣人不行而知,不见而名,不为而成。 第四十八章 为学日益,为道日损。 损之又损,以至于无为,无为而无不为。 取天下常以无事,及其有事,不足以取天下。 第四十九章 圣人无常心,以百姓心为心。 善者吾善之,不善者吾亦善之,德善。 信者吾信之,不信者吾亦信之,德信。 圣人之在天下,惵惵为天下浑其心,百姓皆注其耳目,圣人皆孩之。 第五十章 出生入死。 生之徒十有三;死之徒十有三;人之生动之死地,亦十有三。 夫何故?以其生生之厚。 盖闻善摄生者,陆行不遇兕虎,入军不被甲兵。 兕无所投其角,虎无所措其爪,兵无所容其刃。 夫何故?以其无死地。 第五十一章 道生之,德蓄(畜)之,物形之,势成之,是以万物莫不尊道而贵德。 道之尊,德之贵,夫莫之命而常自然。 故道生之,德畜之。长之育之,成之熟之,养之覆之。 生而不有,为而不恃,长而不宰,是谓玄德。 第五十二章 天下有始,以为天下母。 既得其母,以知其子;既知其子,复守其母,没身不殆。 塞其兑,闭其门,终身不勤;开其兑,济其事,终身不救。 见小曰明,守柔曰强。 用其光,复归其明,无遗身殃,是谓袭常。 第五十三章 使我介然有知,行于大道,唯施是畏。 大道甚夷,而民好径。 朝甚除,田甚芜,仓甚虚;服文彩,带利剑,厌饮食,财货有余。 是为盗夸,非道也哉﹗ 第五十四章 善建者不拔,善抱者不脱,子孙祭祀不辍。 修之于身,其德乃真; 修之于家,其德乃余; 修之于乡,其德乃长; 修之于国,其德乃丰; 修之于天下,其德乃普。 故以身观身,以家观家,以乡观乡,以国观国,以天下观天下。 吾何以知天下然哉?以此。 第五十五章 含德之厚,比于赤子。 毒虫不螫,猛兽不据,攫鸟不搏。 骨弱筋柔而握固,未知牝牡之合而朘作,精之至也。 终日号而不嗄,和之至也。 知和曰常,知常曰明。 益生曰祥,心使气曰强。 物壮则老,谓之不道,不道早已。 第五十六章 知者不言,言者不知。 塞其兑,闭其门。 挫其锐,解其纷,和其光,同其尘,是谓玄同。 故不可得而亲,不可得而疏; 不可得而利,不可得而害; 不可得而贵,不可得而贱。 故为天下贵。 第五十七章 以正治国,以奇用兵,以无事取天下。 吾何以知其然哉?以此: 天下多忌讳,而民弥贫;民多利器,国家滋昏;人多伎巧,奇物滋起;法令滋彰,盗贼多有。 故圣人云: “我无为而民自化;我好静而民自正; 我无事而民自富;我无欲而民自朴。" 第五十八章 其政闷闷,其民淳淳;其政察察,其民缺缺。 祸兮福所倚;福兮祸所伏。孰知其极? 其无正邪?正复为奇,善复为妖。 人之迷,其日固久。 是以圣人方而不割,廉而不刿,直而不肆,光而不耀。 第五十九章 治人事天莫若啬。 夫唯啬,是谓早服,早服谓之重积德。 重积德则无不克,无不克则莫知其极,莫知其极,可以有国。 有国之母,可以长久。 是谓深根固柢,长生久视之道。 第六十章 治大国若烹小鲜。 以道莅天下,其鬼不神。 非其鬼不神,其神不伤人。 非其神不伤人,圣人亦不伤人。 夫两不相伤,故德交归焉。 第六十一章 大国者下流,天下之交,天下之牝。 牝常以静胜牡,以静为下。 故大国以下小国,则取小国;小国以下大国,则取大国。 故或下以取,或下而取。 大国不过欲兼畜人,小国不过欲入事人。 夫两者各得其所欲,故大者宜为下。 第六十二章 道者,万物之奥,善人之宝,不善人之所保。 美言可以市,尊行可以加人。 人之不善,何弃之有? 故立天子,置三公,虽有拱璧以先驷马,不如坐进此道。 古之所以贵此道者何? 不曰:求以得,有罪以免邪?故为天下贵。 第六十三章 为无为,事无事,味无味。 大小多少,报怨以德。 图难于其易,为大于其细。 天下难事,必作于易;天下大事,必作于细。 是以圣人终不为大,故能成其大。 夫轻诺必寡信,多易必多难。 是以圣人犹难之,故终无难矣。 第六十四章 其安易持,其未兆易谋;其脆易破,其微易散。 为之于未有,治之于未乱。 合抱之木,生于毫末;九层之台,起于累土;千里之行,始于足下。 为者败之,执者失之。 是以圣人无为,故无败;无执,故无失。 民之从事,常于几成而败之,慎终如始,则无败事。 是以圣人欲不欲,不贵难得之货;学不学,复众人之所过。 以辅万物之自然,而不敢为。 第六十五章 古之善为道者,非以明民,将以愚之。 民之难治,以其智多。 故以智治国,国之贼;不以智治国,国之福。 知此两者亦楷式。 常知楷式,是谓玄德。 玄德深矣,远矣,与物反矣,然后乃至大顺。 第六十六章 江海所以能为百谷王者,以其善下之,故能为百谷王。 是以圣人欲上民,必以言下之;欲先民,必以身后之。 是以圣人处上而民不重,处前而民不害。 是以天下乐推而不厌。 以其不争,故天下莫能与之争。 第六十七章 天下皆谓我道大,似不肖。 夫唯大,故似不肖,若肖,久矣其细也夫。 我有三宝,持而保之。 一曰慈,二曰俭,三曰不敢为天下先。 慈故能勇;俭故能广;不敢为天下先,故能成器长。 今舍慈且勇,舍俭且广,舍后且先,死矣! 夫慈,以战则胜,以守则固。 天将救之,以慈卫之。 第六十八章 善为士者不武;善战者不怒;善胜敌者不争;善用人者为之下。 是谓不争之德,是谓用人之力。 是谓配天,古之极。 第六十九章 用兵有言﹕“吾不敢为主而为客,不敢进寸而退尺。” 是谓行无行,攘无臂,仍无敌,执无兵。 祸莫大于轻敌,轻敌几丧吾宝。 故抗兵相加,哀者胜矣。 第七十章 吾言甚易知、甚易行,天下莫能知、莫能行。 言有宗,事有君。 夫唯无知,是以不我知。 知我者希,则我者贵。 是以圣人被褐怀玉。 第七十一章 知不知,上;不知知,病。 夫唯病病,是以不病。圣人不病,以其病病,是以不病。 第七十二章 民不畏威,则大威至。 无狭其所居,无厌其所生。 夫唯不厌,是以不厌。 是以圣人自知不自见,自爱不自贵。 故去彼取此。 第七十三章 勇于敢则杀,勇于不敢则活。 此两者,或利或害。 天之所恶,孰知其故?是以圣人犹难之。 天之道,不争而善胜,不言而善应,不召而自来,繟然而善谋。 天网恢恢,疏而不失。 第七十四章 民不畏死,奈何以死惧之? 若使民常畏死而为奇者,吾得执而杀之,孰敢? 常有司杀者杀。 夫代司杀者杀,是谓代大匠斫。 夫代大匠斫者,希有不伤其手矣。 第七十五章 民之饥,以其上食税之多,是以饥。 民之难治,以其上之有为,是以难治。 民之轻死,以其求生之厚,是以轻死。 夫唯无以生为者,是贤于贵生。 第七十六章 人之生也柔弱,其死也坚强。 万物草木之生也柔脆,其死也枯槁。 故坚强者死之徒,柔弱者生之徒。 是以兵强则灭,木强则折。 强大处下,柔弱处上。 第七十七章 天之道,其犹张弓欤? 高者抑之,下者举之;有余者损之,不足者补之。 天之道,损有余而补不足;人之道则不然,损不足以奉有余。 孰能有余以奉天下?唯有道者。 是以圣人为而不恃,功成而不处,其不欲见贤。 第七十八章 天下莫柔弱于水,而攻坚强者莫之能胜,以其无以易之。 弱之胜强,柔之胜刚,天下莫不知,莫能行。 是以圣人云:“受国之垢,是谓社稷主;受国不祥,是为天下王。” 正言若反。 第七十九章 和大怨,必有余怨;报怨以德,安可以为善? 是以圣人执左契,而不责于人。 有德司契,无德司彻。 天道无亲,常与善人。 第八十章 小国寡民。 使有什伯之器而不用,使民重死而不远徙。 虽有舟舆,无所乘之;虽有甲兵,无所陈之。 使民复结绳而用之。 甘其食,美其服,安其居,乐其俗。 邻国相望,鸡犬之声相闻,民至老死不相往来。 第八十一章 信言不美,美言不信。 善者不辩,辩者不善。 知者不博,博者不知。 圣人不积,既以为人己愈有,既以与人己愈多。 天之道,利而不害。 圣人之道,为而不争。