<?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>

<rss version="2.0" 
   xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
   xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/"
   xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
   xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
   xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
   xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
    xmlns:creativeCommons="http://backend.userland.com/creativeCommonsRssModule" >
<channel>
    
    <title>China Blog - Lustiges</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/</link>
    <description>Mein Leben als Expat in Beijing</description>
    <dc:language>en</dc:language>
    <generator>Serendipity 2.5.0 - http://www.s9y.org/</generator>
    <ttl>60</ttl>
<pubDate>Mon, 03 Jun 2024 07:56:48 GMT</pubDate>

    <image>
    <url>http://blog.smart-r.at/uploads/titel/yiheyuan2.jpg</url>
    <title>RSS: China Blog - Lustiges - Mein Leben als Expat in Beijing</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/</link>
    <width></width>
    <height></height>
</image>

<item>
    <title>Zickezacke Entenkacke</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/497-Zickezacke-Entenkacke.html</link>
            <category>Essen und Trinken</category>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Überraschendes</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/497-Zickezacke-Entenkacke.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=497</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=497</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/kacke.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/kacke.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;鸭屎香茶叶炒花生 (yā shǐ xiāng chá yè chǎo huā shēng) Geröstete Erdnüsse mit Enten-Kacke-Aroma Tee-Blättern.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;鸭屎香茶叶炒花生 (yā shǐ xiāng chá yè chǎo huā shēng) Geröstete Erdnüsse mit Enten-Kacke-Aroma Tee-Blättern.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Seit ungefähr zwei Jahren gibt es einen neuen Trend in China und der ist sowas von chinesisch, dass sich selbst der geneigte Leser dieses Blogs, der nun schon einiges gewöhnt sein sollte, überrascht fragen wird: „Was zur Hölle...?“&lt;br /&gt;
Es gibt ja immer wieder neue Aromen die irgendwann „in“ sind und mit denen dann alles mögliche hergestellt wird.&lt;br /&gt;
Ein Beispiel dafür ist die Durian (榴莲 liú lián), die wir im Artikel [[Von süssen Früchten, etwas stinkendem und einer Prinzessin]] das erste mal erwähnt hatten.&lt;br /&gt;
Eine Frucht die seltsam müffelt und eigentlich ganz nett schmeckt (ich will nicht lügen: den meisten Ausländern schmeckt sie nicht, aber ich finde den Geschmack ganz passabel).&lt;br /&gt;
Irgenwann wurde sie zum verfeinern von Speiseeis, Torten, Keksen, Chips (glaub ich auch), Pizza und ichweissnichtwassonstnochalles genutzt.&lt;br /&gt;
Oft sind es Fruchtaromen oder spezielle Teesorten.&lt;br /&gt;
Und auch diesmal haben wir wieder etwas besonderes: Das Enten-Kacke-Aroma.&lt;br /&gt;
Nein, sie haben sich nicht verlesen. Es steht tatsächlich so auf den Verpackungen (鸭屎香茶叶 (yā shǐ xiāng chá yè)) übersetzt Enten-Kacke-Aroma Teeblätter) und es ist, wenn Sie mir den Wortwitz verzeihen, aktuell der heisse Scheiss.&lt;br /&gt;
Ich habe mich lange davor gehütet dieses Aroma zu probieren, aber jetzt, wo es sich immer weiter ausbreitet und beliebter wird, muss ich mich dann doch mal schlau machen.&lt;br /&gt;
Und siehe da: Der Name verschleiert ein wenig worum es sich wirklich handelt. Wahrscheinlich wurde er bewusst gewählt, genau aus diesem Grund.&lt;br /&gt;
鸭屎香茶叶 (yā shǐ xiāng chá yè) sind Teeblätter mit denen alles mögliche aromatisiert wird.&lt;br /&gt;
In diesem Fall Erdnüsse. Und ich muss sagen, sie schmecken wirklich lecker.&lt;br /&gt;
Tatsächlich hat das alles nichts mit Enten-Fäkalien zu tun, lediglich der Boden auf dem der Tee wächst, weist eine Struktur auf, die dem Aussehen von Enten-Kacke gleichen soll.&lt;br /&gt;
Aber auch das weiss ich nur aus nicht gesicherten Quellen, ich gehe aber davon aus, dass es stimmt. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 07 Nov 2023 08:09:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/497-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Mach mir den Tony</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/453-Mach-mir-den-Tony.html</link>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
            <category>Sonstiges</category>
            <category>Sprache und Kultur</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/453-Mach-mir-den-Tony.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=453</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=453</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/video/naacht.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Nachts in Beijings Vororten.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Kinder verhalten sich in einigen Situationen sehr ähnlich.&lt;br /&gt;
Somit gehört Haarewaschen bei vielen Jungen nicht gerade zu den beliebtesten Aktionen.&lt;br /&gt;
Weiss der Himmel warum, versucht auch unser Sprössling sich mit allen Tricks von dieser ständigen Pflicht zu befreien und so kann man ihn jedes Mal vor dem Baden hören wie er einmal auf Chinesisch &quot;今天不惜头&quot; (jīn tiān bù xǐ tóu) und einmal auf Deutsch &quot;Heute nicht Haarewaschen&quot; fordert, um auch sicher zu gehen dass wir beide es gehört und verstanden haben.&lt;br /&gt;
Haare schneiden ist noch ein sehr viel heikleres Thema. Der Sohnemann lässt es zwar über sich ergehen, aber nachdem er eine Minute und 15 Sekunden still gehalten hat, kann man ihn kaum noch unter Kontrolle halten.&lt;br /&gt;
Er windet sich hin und her und versucht alle Haarschneidemanöver zu boykottieren.&lt;br /&gt;
Entsprechend sieht manchmal auch seine Frisur aus, aber schief ist ja bekanntlich modern.&lt;br /&gt;
Aber auch ich selber sah vor Kurzem noch ein wenig wild aus, denn seit dem Corona Ausbruch bis letzte Woche war ich nicht mehr beim Friseur.&lt;br /&gt;
Ein Umstand, der auch der Verwandtschaft in China aufgefallen ist beim regelmäßigen hin- und herschicken von Fotos und Videos im Familien-Chat.&lt;br /&gt;
So bekam also meine Frau auf chinesisch den gut gemeinten Rat mir den Tony zu machen.&lt;br /&gt;
„Mach ihm doch den Tony“ bzw. im Original „给他做个Tony“ (gěi tā zuò gè Tony). Ein Ausspruch den ich nicht kannte und der mich erst einmal hat zweifeln lassen ob der Familien Chat der richtige Ort sei um solche Vorschläge zu posten. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Aber nachdem ich aufgeklärt worden bin ist alles ganz unverfänglich.&lt;br /&gt;
Chinesen die in ausländischen Firmen arbeiten oder so ganz einfach ein wenig cool daher kommen wollen, geben sich englische Namen.&lt;br /&gt;
Teilweise auch recht skurrile. Das hatten wir ja alles schon im Artikel [[Sag mir Deinen wahren Namen]] behandelt.&lt;br /&gt;
Und der Name Tony scheint wohl unter Friseuren sehr beliebt zu sein. Warum auch immer...&lt;br /&gt;
Das wusste ich auch noch nicht, sonst hätte ich es im Artikel [[Haarscharf]] bestimmt erwähnt.&lt;br /&gt;
So beliebt auf jeden Fall, dass er es in eine umgangssprachliche Phrase geschafft hat.&lt;br /&gt;
„Mach ihm doch den Tony“ bedeutet also so viel wie „Sei Du doch sein Friseuer“ und ist eine Aufforderung anstatt zum Friseur zu gehen die Haare selbst zu schneiden.&lt;br /&gt;
Das ist bereits des Rätsels Lösung.&lt;br /&gt;
Ich habe mich dann aber doch letzte Woche dazu entschieden wieder zum Friseur zu gehen.&lt;br /&gt;
Schliesslich muss ich mich ja hin und wieder auf der Arbeit sehen lassen und kann nicht ausschliesslich Home-Office machen.&lt;br /&gt;
Was nicht implizieren soll dass ich meiner Frau nicht zutraue meine Haare schneiden zu können. Aber ich denke der Friseur kann es doch ein wenig besser. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 19 Jul 2020 17:06:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/453-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Für das alte Arschloch</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/454-Fuer-das-alte-Arschloch.html</link>
            <category>Anderes</category>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Medizin</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/454-Fuer-das-alte-Arschloch.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=454</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=454</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ar.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ar.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;麝香痔疮栓 (shè xiāng zhì chuāng shuān) übersetzt: Moschus Hämorrhoiden Zäpfchen&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;麝香痔疮栓 (shè xiāng zhì chuāng shuān) übersetzt: Moschus Hämorrhoiden Zäpfchen&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ich habe erst überlegt ob ich diesen Artikel schreiben soll, mir dann aber überlegt: „Warum nicht? Ist bestimmt lustig.“ Und da sind wir also.&lt;br /&gt;
Zur Entstehungsgeschichte:&lt;br /&gt;
Ich werde hin und wieder nach Dingen im Zusammenhang mit China gefragt die Leute anscheinend brennend interessieren.&lt;br /&gt;
Ha, ha. „Brennend“ ist in diesem Zusammenhang auch wieder sehr passend, aber warten Sie ab...&lt;br /&gt;
Dann handelt es sich um so seltsame Dinge wie Anime Figuren aus asiatischen Comics die man sich ins Regal stellen kann oder ähnlich skurrile Dinge.&lt;br /&gt;
Meistens arten diese kleinen Gefallen, dass man sich mal eben schnell schlau machen soll, zu mittelgrossen Projekten aus, da man sich in der Regel erst einmal schlau machen muss, gerade wenn es um Dinge geht mit denen man normalerweise nichts zu tun hat.&lt;br /&gt;
So Dinge wie Anime Charactere „jucken“ mich nämlich nicht besonders. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Oft wollen Leute aber auch mehr über die chinesiche Küche erfahren oder manchmal Tipps zu chinesicher Medizin haben.&lt;br /&gt;
Und genau darum geht es auch in diesem Artikel: Um Tipps für chinesische Medizin.&lt;br /&gt;
Da mein Freundeskreis nun langsam auch in die Jahre gekommen ist und die ein oder anderen Organe auch nicht mehr die jüngsten sind, haben sich auch hier die Prioritäten geändert.&lt;br /&gt;
Ich wurde also gefragt ob ich ein gutes Mittel kenne, das bei Beschwerden mit Hämorrhoiden zu empfehlen ist.&lt;br /&gt;
Nun, nichts leichter als das. Ich kann zwar keine Erfahrungen aus erster Hand geben, aber solche Themen werden natürlich auch in China (wie bei uns immer mit einem süffisanten Lächeln) ausgiebig diskutiert.&lt;br /&gt;
Und man ist natürlich stolz auf chinesiche Präparate die in der Regel alle auf der traditionellen chinesischen Medizin basieren.&lt;br /&gt;
Es gibt wohl etliche unterschiedliche Produkte, die von der Allgemeinheit mal mehr, mal weniger gut bewertet werden.&lt;br /&gt;
Eines kommt aber immer wieder vor und wird in der Regel auch immer hoch gelobt.&lt;br /&gt;
Es handelt sich um 麝香痔疮栓 (shè xiāng zhì chuāng shuān) also übersetzt Moschus Hämorrhoiden Zäpfchen bzw. 麝香痔疮栓膏 (shè xiāng zhì chuāng gāo), das gleiche Präparat als Paste von der Marke 马应龙 (mǎ yīng lóng).&lt;br /&gt;
Da es auf der traditionellen chinesichen Medizin aufbaut, sollten sich die Nebeneffekte auch in Grenzen halten.&lt;br /&gt;
Nur schwangeren Frauen sollte man dringlichst von diesen Mitteln abraten, da es hier zu ungewollten Komplikationen kommen könnte.&lt;br /&gt;
Ich hoffe ich konnte an dieser Stelle weiterhelfen, auch wenn wir (wie immer) auch bei diesem Thema nur an der Oberfläche „kratzen“. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 12 Jul 2020 17:03:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/454-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Von Lebenden und Toten</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/436-Von-Lebenden-und-Toten.html</link>
            <category>China</category>
            <category>Deutschland</category>
            <category>Kultur</category>
            <category>Lustiges</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/436-Von-Lebenden-und-Toten.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=436</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=436</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/wohn.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/wohn.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Typische Wohnburgen, wie man sie oft in chinesischen Städten vorfindet.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Typische Wohnburgen, wie man sie oft in chinesischen Städten vorfindet.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Einer der grössten europäischen Re-Importe ist ja bekanntermaßen Halloween.&lt;br /&gt;
In Deutschland von weiten Teilen der Bevölkerung noch als Allerheiligen gefeiert, setzt sich Halloween grösstenteils bei den jüngeren (und junggebliebenen) Generationen durch.&lt;br /&gt;
Nun, streng genommen stimmt das auch nicht ganz, da Halloween die Nacht vor Allerheiligen beschreibt und Allerheiligen eben den Tag auf Halloween.&lt;br /&gt;
Aber beide Feste sind im Katholizismus verwurzelt, auch wenn ihre Geschichte durchaus älter sein dürfte.&lt;br /&gt;
Halloween, so wie wir es heute kennen, hat seine Wurzeln hauptsächlich in Irland, ist dann mit den Auswanderern nach Amerika gekommen und dort als dekorationswütiges Fest bekannt geworden, das wiederum heutzutage in Europa kopiert wird.&lt;br /&gt;
Ich will gar nicht zu weit hineingehen in diese Thematik, da man alleine damit einen oder sogar mehrere Artikel bestreiten könnte.&lt;br /&gt;
Halten wir einfach fest, dass aus frühen Totenfesten, die das Christentum in ihrem Sinne umgedeutet hat, die heutigen Feiertage entstanden sind.&lt;br /&gt;
Egal ob man jetzt an die Toten, die einen Tag im Jahr ins Reich der Lebenden kommen können, glaubt, oder einfach nur an einen Gedenktag für die Verstorbenen.&lt;br /&gt;
Es ist ein Feiertag, der hauptsächlich den Toten gewidmet ist. Es ist also keine gute Idee an diesem Tag den Familienmitgliedern Blumen schicken zu wollen. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Sie ahnen es sicher schon, es handelt sich wieder um eine kleine, lustige Anekdote die im chinesch-deutschen Kulturenumfeld passiert ist. Ich konnte zum Glück noch schnell genug eingreifen. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Aber bevor Sie zu laut lachen: Das gleiche (oder ein ähnliches) Phänomen gibt es selbstverständlich auch anders herum.&lt;br /&gt;
Wann immer wir abends in das Fenster unseres Nachbarhauses schauen und den runden, weissen Lampenschirm aus Papier sehen, muss meine Frau leicht schmunzeln.&lt;br /&gt;
So eine Lampe hängt man in China nur in das Zimmer eines Verstorbenen. Vor allen Dingen in weiss.&lt;br /&gt;
Das ist nichts was man gerne freiwillig in seinem Haus haben möchte und nicht bloss ein böses Omen, sondern schon fast eine Heraufbeschwörung des Todes.&lt;br /&gt;
So sind die unterschiedlichen Kulturen und ihr Umgang mit bestimmten Gegenständen doch immer wieder (makabererweise) Grund für den einen oder anderen Lacher. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 07 Nov 2019 08:11:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/436-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/417-Ein-Leben-ohne-Mops-ist-moeglich,-aber-sinnlos.html</link>
            <category>Anderes</category>
            <category>Essen und Trinken</category>
            <category>Lustiges</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/417-Ein-Leben-ohne-Mops-ist-moeglich,-aber-sinnlos.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=417</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=417</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/palme.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/palme.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Werbung für besagte Kokusmilch.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Werbung für besagte Kokusmilch.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ein schöner Spruch, der seinerzeit von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Loriot&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Loriot&quot;&gt;Loriot&lt;/a&gt; geprägt wurde.&lt;br /&gt;
Und er passt, wenn man ihn ein wenig anders interpretiert, auch ganz gut zu unserem heutigen Thema:&lt;br /&gt;
Vor einiger Zeit habe ich an einem Meeting teilgenommen, in dem unter Anderem Designs vorgestellt wurden, von denen später eines in einem für alle Mitarbeiter zugänglichen Bereich angebracht werden sollte.&lt;br /&gt;
Einer dieser Vorschläge hatte sich das alte Videospiel „Space Invaders“ als Vorbild genommen.&lt;br /&gt;
Falls Sie es nicht kennen sollten: Dieses Spiel ist 1978 herausgekommen und war neben „Pac man“ eines der Spiele, die die Computerspiele Entwicklung maßgeblich geprägt haben. Ein Klassiker.&lt;br /&gt;
Man steuert ein kleines Raumschiff am unteren Bildschirmrand  und muss die Ufos, die in langen Reihen über einem schweben und langsam näher kommen, abschiessen.&lt;br /&gt;
Dieses Design wurde in der Runde sofort verworfen, da man befürchtete es könnte Beschwerden geben von Leuten, die das Raumschiff, das eine Reihe kleiner Laserstrahlen aus der Spitze feuert, eventuell für einen ejakulierenden Penis halten.&lt;br /&gt;
Ich persönlich bin ja der Meinung dass „normale“ Menschen so etwas dort nicht hineininterpretieren würden und man schon eine etwas schräge Einstellung zu Sexualität haben muss um es dennoch zu tun, aber gut. So sind die Zeiten eben.&lt;br /&gt;
Sex ist ja bekanntermassen ein ewiges Thema, vor allen Dingen in der Werbung. Und dieses Thema wird in China noch einmal anders behandelt, als man es bei uns gewohnt ist.&lt;br /&gt;
Heute soll es um die Werbung eines Herstellers für Kokosnuss-Milch gehen.&lt;br /&gt;
Das Getränk mit dem Namen 椰树牌 (yē shù pái) übersetzt „die Kokusnusspalme“ verspricht in seinen Werbungen teils recht aberwitzige Dinge.&lt;br /&gt;
So wird man angeblich durch dieses Produkt nicht bloss attraktiver, schlanker und bekommt eine weisse Haut, sondern die Brüste der weiblichen Konsumenten sollen angeblich bei regelmässiger Anwendung auch wachsen.&lt;br /&gt;
Und auch die Werbefilme sind für chinesische Verhältnisse tatsächlich an der oberen Zensurgrenze was Anzüglichkeit angeht.&lt;br /&gt;
Junge Frauen, die in weissen Trägerunterhemden herumspringen und alles hüpfen lassen, was hüpfen kann.&lt;br /&gt;
Und auch auf grossen Werbeflächen immer wieder junge Models, die Getränkedosen oder -packungen vor ihre teils übergrosse Oberweite halten.&lt;br /&gt;
Und auch die Getränkepackungen zieren immer wieder mal junge Frauen die ihre Brust gekonnt zur Schau stellen.&lt;br /&gt;
Für europäische Verhältnisse alles recht unspektakulär, da gar nicht viel nackte Haut gezeigt wird.&lt;br /&gt;
Es wird nur immer wieder, teils recht penetrant, die Aufmerksamkeit gezielt auf bestimmte weibliche Körperstellen gelenkt. Und im Reich der Mitte ist man so eine direkte Werbung nicht gewohnt. All zu direkte sexuelle Anspielungen oder auch das zeigen nackter Haut können in China schnell der Zensur zum Opfer fallen.&lt;br /&gt;
Der Kokosmilch Hersteller bewegt sich also auf einer dünnen Grenze am Rande der Legalität.&lt;br /&gt;
Und es gab tatsächlich auch schon ein Gerichtsverfahren deshalb.&lt;br /&gt;
Interessanterweise auch nur im Hinblick auf Sexismus in der Werbung. Dass der Hersteller in seinen Texten dem Produkt fast schon magische Fähigkeiten zuspricht, scheint völlig in Ordnung zu sein.&lt;br /&gt;
Alles was dem chinesischen Schönheitsideal zuträglich ist, vermag dieser Wundertrunk zu vollbringen.&lt;br /&gt;
Grössere Brüste und weissere Haut zu bekommen, um mal nur die wichtigsten zu nennen.&lt;br /&gt;
Könnte das Getränk diese Behauptungen tatsächlich erfüllen, sollte man es mal chemisch untersuchen lassen (das kann nicht gesund sein).&lt;br /&gt;
Aber ganz ab davon ob die Konsumenten (bzw. Konsumentinnen) die Versprechungen glauben oder nicht, es ist definitiv eine gelungene Werbekampagne, die seit nun inzwischen ein paar Jahren in aller Munde ist, immer wieder für Diskussionen sorgt und einem sprichwörtlich sofort ins Auge springt (auch wenn es nur Teilausschnitte der weiblichen Anatomie sind die aus der Werbung herauszuspringen scheinen). 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 25 Jun 2019 13:54:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/417-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Wenn der Bauer mal muss</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/380-Wenn-der-Bauer-mal-muss.html</link>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
            <category>Unschönes</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/380-Wenn-der-Bauer-mal-muss.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=380</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=380</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/becken.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/becken.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ein Waschbecken, bei dem man berührungslos Wasser zum Waschen und Luft zum trocknen auslösen kann. Man braucht nichts anzufassen.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein Waschbecken, bei dem man berührungslos Wasser zum Waschen und Luft zum trocknen auslösen kann. Man braucht nichts anzufassen.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Weil es immer wieder so gut ankommt, gibt es hier noch einmal einen Artikel über Toiletten in China.&lt;br /&gt;
Diesmal soll es gar nicht um die alten öffentlichen Klos in den alten Stadtvierteln gehen, sondern allgemein um die Leute die öffentliche Klos benutzen und ihre Eigenarten, speziell hier in China.&lt;br /&gt;
Was als aller erstes auffällt ist, dass es riecht wie in einer 80er Jahre Kneipe.&lt;br /&gt;
Da das Rauchen in öffentlichen Gebäuden nicht mehr erlaubt ist, raucht jeder auf dem Klo, schliesslich ist es zu umständlich raus zu gehen und sich dort eine anzustecken.&lt;br /&gt;
Somit sitzt man mit Zigarette auf der Schüssel, oder steht ganz einfach im Gang und hält ein Schwätzchen mit anderen Gleichgesinnten. Erinnert mich irgendwie an meine Schulzeit. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Männerklo sieht man die Herren der Schöpfung ein gutes Stück vom Pinkelbecken entfernt stehen und im mehr oder wenigen hohen Bogen versuchen das Porzellan zu treffen.&lt;br /&gt;
Kein Wunder, dass sich um die Becken herum stets Lachen bilden. Oder man könnte auch argumentieren, dass alle so weit vom Becken entfernt stehen eben wegen der Lachen und der Angst in sie hineinzutreten.&lt;br /&gt;
Tja: Wer war zuerst da ? Das Ei oder das Huhn ?&lt;br /&gt;
Nun, diese Frage ist einfach beantwortet: Das Ei. Schliesslich haben Dinosaurier bereits Eier gelegt, lange bevor es Hühner gab.&lt;br /&gt;
Bleibt die Frage offen: Stehen alle so weit weg wegen der Pfützen, oder gibt es die Pfützen weil alle so weit entfernt vom Becken stehen ? Nun, wahrscheinlich beides. Was aber auch eigentlich egal ist, festzuhalten war einzig, dass es recht befremdlich ist.&lt;br /&gt;
Weiterhin fällt einem auf, dass man am Pinkelbecken anstehen musste, der Weg zu den Waschbecken aber stets frei ist.&lt;br /&gt;
Warum ist das so ? Nun, weil viele Leute tatsächlich ohne die Hände zu waschen aus der Toilette gehen. Kein Witz.&lt;br /&gt;
Nicht nur auf normalen öffentlichen Toiletten, wo man es vielleicht noch erwarten würde, sondern auch auf dem Firmenklo, wo jeder den anderen kennt. Das ist echt schräg.&lt;br /&gt;
Nun gut, ich bin der Meinung, dass man sich auf jeden Fall die Hände waschen sollte nachdem man auf der Toilette war.&lt;br /&gt;
Alleine schon aus Mitgefühl den anderen Menschen gegenüber. Und nicht bloss als Mann, der ja nun mal tatsächlich Hand anlegen muss, sondern auch als Frau. Schliesslich fasst man überall Türgriffe und alle möglichen öffentlich benutzen Utensilien an.&lt;br /&gt;
Ich wasche mir also die Hände nach dem Toilettengang. Dann bleibt natürlich immer die Frage: Wie öffnet man die Türe ?&lt;br /&gt;
Denn wenn jeder andere sich nicht die Finger wäscht, ist die Türklinke der Ort, wo sich die Bazillen zum Kaffeekränzchen treffen.&lt;br /&gt;
Warten dass jemand kommt ? Gute Idee, funktioniert aber nicht immer. Bei manchen stillen Örtchen ist das Waschbecken direkt vor der Türe. Das heisst, wenn man sich die Finger wäscht, kommt niemand mehr vorbei, man muss also als erstes gehen.&lt;br /&gt;
Also Option zwei: Der „Papierhandtuch-um-die-Klinke-Trick“. Ich weiss, sieht bescheuert aus und ich ernte immer wieder verwunderte Blicke.&lt;br /&gt;
Aber bleiben wir mal sachlich: Bei 80% bis 90% der Männer, die sich tatsächlich nicht die Hände waschen nachdem sie ihre Notdurft verrichtet haben, würde ein öffnen der Türe ohne Papier um die Klinke einer freundlichen Begrüssung gleichkommen, bei der man 100 unbekannten Männern einmal ungeniert ans Gemächt greift.&lt;br /&gt;
Da bleibe ich lieber etwas zurückhaltend, auch bei der Klinke. Abgesehen davon bin ich Ausländer, also ohnehin schon komisch, da kommt es auf den ein oder anderen Spleen nicht mehr an.&lt;br /&gt;
Blöd ist dann immer nur, dass man draussen wieder einen Mülleimer finden muss um das Papier zu entsorgen.&lt;br /&gt;
Dieses Problem scheinen viele der männlichen Kollegen auf öffentlichen Toiletten auch nicht zu haben.&lt;br /&gt;
Müll liegt überall, nur nicht im Papierkorb. Würde der Putzdienst nicht ständig hinterher räumen, sähe es tatsächlich verheerend aus. Papier, Zigarettenstummel, leere Zigarettenschachteln, Essensreste und immer wieder grosse Spuckflecken.&lt;br /&gt;
Erstaunlicherweise findet sich dieses Bild fast überall wieder. In den Kaufhäusern, in den Shopping Malls, im Restaurant, auf öffentlichen Klohäuschen und und und.&lt;br /&gt;
Man muss sich schon in einer etwas gehobenen Gesellschaft bewegen um diesem Phänomen zu entgehen.&lt;br /&gt;
Jetzt versteht man auch den Ausspruch, den viele Chinesen immer wieder gerne anführen, dass es immer eine gewisse Zeit braucht, bis man sich vom Bauern- zum Stadtleben umgewöhnt hat und etliche Leute einfach noch nicht lange genug hier leben.&lt;br /&gt;
Ich persönlich werde mich hüten so etwas jemals von mir zu geben, aber es ist eine gängige Meinung in Chinas Großstädten.&lt;br /&gt;
Es gibt aber auch andere Meinungen dazu. Eine sehr weit verbreitete basiert wieder auf der langen Phase der Ein-Kind-Politik, die erst kürzlich gelockert wurde (hatten wir im Artikel [[Aus eins mach zwei (so der Plan)]] angesprochen).&lt;br /&gt;
Da jedes Paar nur noch ein Kind haben durfte, haben Jungen einen besonderen Stellenwert bekommen, denn sie sind diejenigen, die den Familiennamen in der Zukunft weitertragen und wiederum an die Kinder weitergeben. Sie hatten, oder haben teilweise heute noch, den Status eines kleinen Prinzen in der Familie.&lt;br /&gt;
Es heisst, dass die Jungs so sehr verhätschelt worden sind, dass sie sich daran gewöhnt haben und gar nicht auf die Idee kommen, dass auch ihnen etwas unschönes anhaften könnte. Bis jetzt hat sich ja jeder immer darüber gefreut, wenn er ihren Dreck wegräumen durfte.&lt;br /&gt;
Eine Theorie, die man immer wieder von chinesischen Frauen und Mädchen hört und tatsächlich, wenn man Männlein und Weiblein nebeneinander stellt und vergleicht, sind die Damen, bereits in jungen Jahren, wesentlich erwachsener als die Herren.&lt;br /&gt;
Aber das heisst ja noch nichts. Genau genommen ist das sogar der Normalfall, überall auf der Welt. Frauen sind, im Gegensatz zu Männern, einfach vernunftbegabt in einem wesentlich früheren Alter.&lt;br /&gt;
Und wie es auf den Damentoiletten aussieht, darüber kann ich auch nur spekulieren.&lt;br /&gt;
Wir lassen das also einfach mal offen. Fest steht jedenfalls, dass man gut daran tut bei einem Kennenlernen die ausgestreckte Hand zu ignorieren und sich, ganz in traditionell chinesischer Art zu verbeugen. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Übrigens: wenn Sie mit Freunden unterwegs sind, werden sie merken, dass dieses Phänomen wesentlich seltener auftritt. Je mehr die Menschen sich gegenseitig respektieren, desto besser benehmen sie sich offensichtlich.&lt;br /&gt;
Dagegen werden sie auf der Toilette im Kaufhaus kaum jemanden finden, der sich so verhält, dass man ihm auch nach dem Toilettengang die Hand schütteln möchte. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 30 Nov 2018 10:34:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/380-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>The dark side of the moon</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/355-The-dark-side-of-the-moon.html</link>
            <category>Aktuelles</category>
            <category>Gerüchte</category>
            <category>Geschichte</category>
            <category>kleine Spinnereien</category>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Musik</category>
            <category>Technik</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/355-The-dark-side-of-the-moon.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=355</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=355</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/wolf.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/wolf.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Eine Skulptur vor einem Einkaufscenter.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eine Skulptur vor einem Einkaufscenter.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;„The dark side of the moon“ ist wirklich ein bemerkenswertes Album. Es wurde1973 von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Pink_Floyd&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Pink_Floyd&quot;&gt;Pink Floyd&lt;/a&gt; herausgebracht und besticht schon durch die hervorragende Abmischung.&lt;br /&gt;
Dieses Album hat alleine schon vom technischen Standpunkt aus einen Standard erschaffen, den selbst heutige Produktionen trotz Hilfe der inzwischen verfügbaren Technik in der Regel nicht erreichen.&lt;br /&gt;
Sollten Sie also noch die Möglichkeit besitzen die elektronischen Sound-Verbesserungssysteme ihrer Anlage zu Hause abschalten zu können oder noch eine richtige HiFi-Anlage besitzen mit schweren Boxen, dann drehen Sie einfach die Lautstärke etwas höher und geniessen Sie. Oder holen Sie den alten, verstaubten AKG-Kopfhörer wieder aus dem Keller, es lohnt sich.&lt;br /&gt;
Der Albumtitel „The dark side of the moon“ bezeichnet die Mondrückseite, also die Seite, die wir von der Erde aus nicht sehen können. Denn der Mond dreht sich aus Sicht der Erde nicht, während er sie umkreist. Oder genau gesagt: Er dreht sich kaum. Da er auf einer geneigten, ellipsenförmigen Bahn um die Erde kreist, sehen wir ca. 59% seiner Oberfläche.&lt;br /&gt;
Das hat natürlich schon früh die Phantasie der Menschen beflügelt. Waren es früher Geschichten von Menschen, die sich bei Vollmond in Wehrwölfe verwandeln, so handeln heutige Geschichten vom Mond selbst und es gibt unzählige Verschwörungstheorien, was sich denn auf den 41% Mondoberfläche, die wir nicht sehen, so alles befinden könnte.&lt;br /&gt;
Von Waffenlagern, die die Nazis damals dort angelegt haben bis hin zu Kolonien von ausserirdischen Spezies, die von ihrem Aussenposten dort das Leben auf der Erde beobachten gibt es nichts, was nicht zu skurril wäre um Anhänger zu finden.&lt;br /&gt;
Wie passend, dass der Name des ersten Menschen der den Mond betreten hat (&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Neil_Armstrong&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Neil_Armstrong&quot;&gt;Neil Armstrong&lt;/a&gt;), rückwärts gelesen „Gnorts Mr. Alien“ ergibt. „Gnorts“ wird dann wohl eine Art Anrede sein. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Die Mondrückseite wurde bis heute nur aus der Ferne erkundet und kartografiert. Zuerst 1959 von der russischen Sonde „Lunik 3“, dann 1965  von der ebenfalls russischen Sonde „Zond 3“ und zuletzt vom „Lunar Reconnaissance Orbiter“ der NASA.&lt;br /&gt;
Das chinesische Raumfahrtprogramm, das ich im Artikel [[Der lange Marsch zum Himmelspalast]] bereits einmal vorgestellt hatte, sieht vor noch Ende diesen Jahres einen Rover (also ein ferngesteuertes Vehikel) dort zu landen.&lt;br /&gt;
Bereits 2013 wurde ein chinesischer Rover auf dem Mond ausgesetzt. Sein Name ist 玉兔 (yù tù), übersetzt der Jadehase.&lt;br /&gt;
Der Name ist der Geschichte um 嫦娥 (Cháng ‘é) entliehen, die wir im Artikel [[Vom Herbstanfang und einer Frau die zum Mond flog]] bereits besprochen hatten.&lt;br /&gt;
In einigen Erzählungen lebt sie, seit dem sie zum Mond aufgestiegen ist, dort mit einem Jadehasen, den man manchmal, bei guter Sicht, in den Kraterformationen von der Erde aus erspähen kann.&lt;br /&gt;
嫦娥 (Cháng ‘é) ist übrigens auch der Name der Mondsonden, die China zum Mond geschickt hat. 嫦娥3 (Cháng ‘é 3) hat den Rover namens 玉兔 (yù tù) „Jadehase“ auf dem Mond abgesetzt.&lt;br /&gt;
Die aktuelle Mondmission, die den Namen 嫦娥4 (Cháng ‘é 4) trägt, war ursprünglich bereits 2015 geplant, es ist aber zu Verzögerungen gekommen, somit ist sie um einige Jahre verschoben worden.&lt;br /&gt;
Im Mondschatten, wenn der Mond zwischen der Raumsonde und der Erde steht, ist keinerlei Kommunikation mit der Erde möglich, was der Besatzung der damaligen Apollo 10 Mission, als sie ihn 1968 durchflog und trotzdem eine Art fremdartige Musik über die Lautsprecher empfangen konnte, einiges an Kopfzerbrechen bereitet hat. Offensichtlich sind Pink Floyd nicht die einzigen mit Musik hinter dem Mond. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Dieser Vorfall war bis 2008 nicht bekannt, da er als klassifiziert eingestuft wurde, was natürlich auch wieder unnötigerweise viele Verschwörungstheorien herauf bechwört hat.&lt;br /&gt;
Wenn man es aber einmal ganz nüchtern betrachtet, werden wahrscheinlich irgendwelche Magnetfelder oder Radiowellen unbestimmbarer Herkunft eine Geräuschkulisse haben entstehen lassen, die als Musik wahrgenommen wurde.&lt;br /&gt;
Schliesslich ist es eine menschliche Eigenart nach bekannten Mustern zu suchen. So sehen wir auch ständig in Wolkenformationen, zerknüllten Papiertaschentüchern oder im Blätterdach der Baumkronen menschliche Gesichter.&lt;br /&gt;
Da sich die aktuelle chinesische Mission auch auf der Mondrückseite abspielen soll, ist als Vorbereitung bereits eine Sonde positioniert worden als Relaisstation für den Datenverkehr zwischen Erde und dem Rover.&lt;br /&gt;
Der Name dieser Sonde stammt ebenfalls aus der chinesischen Mythologie und lautet 鹊桥 (què  qiáo), übersetzt die „Elstern-Brücke“.&lt;br /&gt;
Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Artikel [[Abend der sieben]]. Er handelte von einer Fee, die mit einem Menschen eine Beziehung eingegangen ist, woraufhin man die beiden getrennt hat. Nur einmal im Jahr bilden die Elstern für sie eine Brücke, damit sie sich treffen können.&lt;br /&gt;
Ich finde das chinesische Raumfahrtprogramm ist schon alleine auf Grund seiner Namensgebungen absolut interessant.&lt;br /&gt;
嫦娥4 (Cháng ‘é 4) soll im „Von Kármán Mondkrater“, der nach &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Theodore_von_K%C3%A1rm%C3%A1n&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Theodore_von_K%C3%A1rm%C3%A1n&quot;&gt;Theodore von Kármán&lt;/a&gt;, einem Pionier in der Luftfahrt und Raketenforschung benannt ist, in der südlichen Hemisphäre auf der Mondrückseite landen um den Rover dort abzusetzen.&lt;br /&gt;
Wir dürfen also gespannt sein, ob dieser vielleicht anstatt der geplanten Gesteinsproben eine alte Getränkedose ausserirdischen Ursprungs mitbringt... Wir werden sehen. Bis dahin sage ich „Auf-Wieder-Gnorts“. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 25 Aug 2018 03:16:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/355-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Mein Papa kann...</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/348-Mein-Papa-kann....html</link>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/348-Mein-Papa-kann....html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=348</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=348</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/crowd.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/crowd.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Der normale, tägliche Wahnsinn im Gedränge der U-Bahn.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der normale, tägliche Wahnsinn im Gedränge der U-Bahn.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;„Mein Papa kann“ und „Mein Papa hat“ sind Sätze, die Kinder gerne mal nutzen, um sich selber in einem besseren Licht zu präsentieren, indem sie Anerkennung für etwas verlangen, für das sie selber gar nicht verantwortlich sind.&lt;br /&gt;
Interessanterweise sind es aber nicht zwangsläufig immer Kinder, die mit dieser Logik arbeiten, aber sehen sie selbst:&lt;br /&gt;
Wer tagein, tagaus mit der U-Bahn in Beijing zur Arbeit fährt, gewöhnt sich zwangsläufig einige seltsame Eigenarten an.&lt;br /&gt;
Ist man es aus Europa gewöhnt in einer Schlange mit „normalen“ Schritten, einer nach dem andern nach und nach ans Ziel zu kommen, so geben diese „normalen“ Schritte in China Anlass dazu, dass sich bei jedem Schritt ein bis zwei Leute vor einen drängeln.&lt;br /&gt;
Auch ich habe mir inzwischen angewöhnt: &lt;a href=&quot;http://www.grau-musik.de/grau-MP3/Tod_und_so/10kleine-schritte.mp3http://&quot; title=&quot;http://www.grau-musik.de/grau-MP3/Tod_und_so/10kleine-schritte.mp3&quot;&gt;Ich mach kleine Schritte&lt;/a&gt;. Man trippelt also vor sich hin, den Rucksack, den man im Menschengedränge am besten vor dem Bauch trägt, immer in den Rücken des Vordermanns gedrückt und achtet darauf, keinen Zentimeter Platz freizugeben.&lt;br /&gt;
Und noch ein Verhalten, das man so bei uns auch nicht kennt, gewöhnt man sich an: Man drängelt immer so, dass es nicht aggressiv ist und immer noch als „aus Versehen“ interpretiert werden kann, wenn man hier und da ein wenig drückt, schiebt oder blockiert. Ein Verhalten das in Chinas Großstädten überlebenswichtig ist, in Deutschland aber unter keinen Umständen angewandt werden sollte, da man dort schnell den Unmut vieler Leute auf sich ziehen würde.&lt;br /&gt;
Ganz anders in China. Hier wird man seltsam von der Seite angeguckt, wenn man sich all zu schnell über kleine Rempeleien aufregt und diese zur Sprache bringt.&lt;br /&gt;
Allerdings gibt es für alles eine imaginäre Grenze und die wird auch in China hin und wieder überschritten. Was dann passiert soll Thema des heutigen Artikels sein.&lt;br /&gt;
In Deutschland ist es schwer zu sagen welche Gesellschaftsgruppe häufiger aneinander gerät. Es können so wohl Männer als auch Frauen sein, jung oder alt. Alles ist möglich.&lt;br /&gt;
In China theoretisch auch, es fällt aber auf, dass gerade Frauen mittleren Alters gerne die Stimme erheben.&lt;br /&gt;
Es sind genau die Frauen, die sich auch an der Kasse vordrängeln und ein riesiges Palaver machen, wenn man ihnen sagt, dass sie sich doch bitte in der Reihe anstellen mögen.&lt;br /&gt;
Die Generation die zur Zeit der Kulturrevolution Kinder waren, insbesondere die Frauen unter ihnen, lassen in der Öffentlichkeit nur all zu oft Sitten und gutes Benehmen vermissen.&lt;br /&gt;
Ich hatte ja bereits im Artikel [[Umgangsformen und Lächeln]] einmal erwähnt, dass einige Chinesen der jüngeren Generationen insgeheim darauf hoffen, dass sich gute Umgangsformen in China wieder einfinden, wenn diese Generation irgendwann einmal ausgestorben ist.&lt;br /&gt;
Allerdings wird soziales Verhalten ja auch an die nächste Generation weitergegeben, wir dürfen also gespannt sein.&lt;br /&gt;
In Beijings U-Bahn kann man hier und da einen verbalen Schlagabtausch mitbekommen. Meist handelt es sich um eine der besagten Frauen, die im Disput mit einem anderen Fahrgast ist.&lt;br /&gt;
Der Ablauf solch einer Konversation ist immer gleich: Man fragt sich gegenseitig was man sich denn denkt, oder ob man denn überhaupt fähig ist zu denken.&lt;br /&gt;
Dann beschuldigt man sich gegenseitig keine Manieren zu haben und dann kommt man ohne Umwege direkt zu der Frage: Wer ist 老北京人 (lǎo běi jīng rén), also alteingesessener Beijinger Bürger.&lt;br /&gt;
Das ist essentiell. Man stellt sich damit auf eine höhere Stufe, indem man impliziert, dass der andere kein Alteingesessener, sondern ein zugezogener Bauer ist, der keine Manieren besitzt.&lt;br /&gt;
Es ist jedes Mal ein Fest für die Sinne und mutet auf Ausländer wie mich immer wieder seltsam an, wenn sich in guter Kindergartenmanier diese Dinge an den Kopf geworfen werden. Ich übersetze das ganz flach immer mit: „Mein Papa ist aber schon länger hier als Deiner“ und das fällt natürlich ganz klar in die Kategorie „Mein Papa kann“. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 17 Jul 2018 13:24:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/348-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Brot-Supermann</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/344-Brot-Supermann.html</link>
            <category>Film</category>
            <category>Kultur</category>
            <category>Literatur</category>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/344-Brot-Supermann.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=344</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=344</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/anpanman.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/anpanman.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Alle diese Spielsachen sind aus der Serie von Anpanman (アンパンマン).&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Alle diese Spielsachen sind aus der Serie von Anpanman (アンパンマン).&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Als ich Kind war, gab es in Deutschland bereits einen Trend zu animierten Zeichentrickserien aus Japan.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Captain_Future&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Captain_Future&quot;&gt;Captain Future&lt;/a&gt; war mein absoluter Favorit. Ursprünglich eine literarische Serie vom &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Edmond_Hamilton&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Edmond_Hamilton&quot;&gt;Edmond Hamilton&lt;/a&gt; aus Amerika. In den 80er Jahren dann als japanische Zeichentrickserie animiert.&lt;br /&gt;
Daneben gab es aber auch andere, so wie &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Heidi_(1974)&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Heidi_(1974)&quot;&gt;Heidi&lt;/a&gt; zum Beispiel. Eine Zeichentrickserie aus Japan, die nach den Romanen der Schweizer Schriftstellerin &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Johanna_Spyri&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Johanna_Spyri&quot;&gt;Johanna Spyri&lt;/a&gt; erstellt wurde.&lt;br /&gt;
Und wie ich jetzt erfahren habe gab es dieses Phänomen nicht bloss in Deutschland, sondern auch in China.&lt;br /&gt;
Doraemon (ドラえもん) ist eine von den Zeichentrickserien aus Japan, die in China sehr beliebt waren und sind. Aber auf diese werden wir ein andermal in einem anderen Artikel eingehen.&lt;br /&gt;
Heute sprechen wir über den sogenannten „Brot-Supermann“ (Sie werden wahrscheinlich genau so verdutzt gucken wie ich, wenn sie den Namen zum ersten Mal hören).&lt;br /&gt;
Also wie komme ich auf diesen, zugegeben recht skurrilen Charakter ?&lt;br /&gt;
Unter den Spielsachen unseres Sohnes befinden sich inzwischen einige Dinge, die aus eben jener alten, japanischen Serie stammen. Meine Frau scheint sie zu lieben.&lt;br /&gt;
Sie hat die Serie in ihrer Kindheit gesehen und kennt sie unter dem Namen 面包超人 (miàn bāo chāo rén), übersetzt eben „Brot-Supermann“. &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Anpanman&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Anpanman&quot;&gt;Anpanman (アンパンマン)&lt;/a&gt; heisst er im Original.&lt;br /&gt;
In Deutschland kennt man ihn gar nicht, In Japan ist er, was Merchandising Einnahmen angeht die Nummer Eins noch vor Mickey Mouse, Pokemon und Hello Kitty.&lt;br /&gt;
Seit 1986 gibt es die Serie, einen Comic sogar bereits seit 1973 und inzwischen auch Filme, etliche Computerspiele für alle gängigen Spielekonsolen, jede Menge Merchandise, Figuren, Spielzeuge und ich weiss nicht was sonst noch alles.&lt;br /&gt;
Der Kopf von Anpanman (アンパンマン) ist ein in Japan bekanntes Hefegebäck mit einer Füllung aus roter Bohnenpaste.&lt;br /&gt;
Er verteilt Stücke seines Kopfes an Leute die Hunger haben und wenn sein Kopf aufgegessen ist, wird von „Onkel Marmelade“ in der Serie ein neuer gebacken.&lt;br /&gt;
Wenn sein Gegner Bazillus ihn angreift, versucht dieser den Kopf von Anpanman (アンパンマン) mit Hilfe von Dreck, Wasser oder Schimmel ungeniessbar zu machen, denn dann verliert dieser seine Superkräfte, was natürlich in jeder Folge auch tatsächlich passiert.&lt;br /&gt;
Dann muss ein neuer Kopf gebacken werden und die Superkräfte sind zurück, mit denen er seinen Gegner endlich besiegt.&lt;br /&gt;
An und Pan im Namen von Anpanman (アンパンマン) bedeuten Bohnenpaste (An) und Brot (Pan) und bilden zusammen den Namen des Gebäcks (Anpan). Es wurde passenderweise von einem ehemaligen Samurai namens Yasubei Kimura zum ersten Mal gebacken.&lt;br /&gt;
Wobei man natürlich auch hier wieder feststellen muss, dass ähnliche Gebäckstücke in China seit jeher gegessen wurden.&lt;br /&gt;
Die Bohnenpaste, die nicht nur in Japan, sondern auch in Korea sehr beliebt ist, kommt ursprünglich aus der chinesischen vegetarisch-buddhistischen Küche und ist unter dem Namen 豆沙 (dòu shā) bekannt.&lt;br /&gt;
Wenn man von Brot spricht, muss man natürlich auch von Deutschland reden.&lt;br /&gt;
Einige hundert Brotsorten gibt es hier, die je nach Region auch immer noch etwas voneinander variieren können.&lt;br /&gt;
Gibt es denn hier keinen Brot-Supermann ? Nun, nicht direkt. Es gibt „&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_das_Brot&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_das_Brot&quot;&gt;Bernd das Brot&lt;/a&gt;“. Eine Figur aus einem Kinderfernsehkanal.&lt;br /&gt;
Bernd ist eine Puppe, die ein Kastenbrot mit kurzen Armen darstellt. Er hat einen ziemlich depressiven Character, was ihm viele Sympathien von erwachsenen Zuschauern eingebracht hat, obwohl es sich eigentlich um eine Serie für Kinder handelt.&lt;br /&gt;
Er tut gerne so unsinnige Dinge wie das Testbild zu schauen (ich wundere mich, dass Kinder von heute es überhaupt noch kennen) oder das Muster auf der Rauhfasertapete auswendig zu lernen.&lt;br /&gt;
Und er hasst Abenteuer. Aber genau auf diese nehmen seine Freunde ihn natürlich immer mit.&lt;br /&gt;
Er ist genau genommen das exakte Gegenteil zum vorhin beschriebenen Brot-Supermann und ich frage mich, wie viel kulturelle Eigenheiten man tatsächlich aus diesen Charakteren herauslesen kann.&lt;br /&gt;
In gewisser Weise stimmen die Klischees ja schon ein wenig... &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 17 Jun 2018 13:47:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/344-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Lauscher aufgestellt</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/322-Lauscher-aufgestellt.html</link>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/322-Lauscher-aufgestellt.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=322</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=322</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ohren3.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ohren3.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ohren an allen möglichen Kleidungsstücken und Accessoires sind derzeit der absolute Renner.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ohren an allen möglichen Kleidungsstücken und Accessoires sind derzeit der absolute Renner..&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wenn man durch Chinas Strassen läuft, fällt einem immer wieder auf, dass überall Ohren sind. Weiche, puschelige mal spitz zulaufende, mal runde und hängende Schlappohren.&lt;br /&gt;
Im Menschengedränge huschen sie ständig an einem vorbei und man fühlt sich fast schon wie auf einer Safari.&lt;br /&gt;
Nicht nur an den Kapuzen von Kinderkleidung, sondern auch an denen von etlichen jungen Frauen und sogar Männern sind sie angebracht.&lt;br /&gt;
Gerade für Kinder fällt es dieser Tage schwer überhaupt Anziehsachen zu kaufen ohne dieses Accessoire.&lt;br /&gt;
Es gibt Katzen- oder Mausohren an Kapuzen, auf Mützen, auf Haarreifen und am Handy. Riesengrosse Hasenohren die aus der Schutzhülle des Mobiltelefons ragen und teilweise grösser sind als das Gerät selber. Hin und wieder sind sogar Autos mit Ohren ausgestattet.&lt;br /&gt;
Für einen Europäer mutet das erst einmal seltsam, vielleicht sogar etwas naiv an, aber wir sind ja hier um etwas genauer hinzuschauen:&lt;br /&gt;
Und tatsächlich gibt es diesen Trend in ganz Asien schon seit geraumer Zeit. Es ist eigentlich nur ein weiterer Auswuchs einer Bewegung, die alles (aber auch wirklich alles) verniedlichen will.&lt;br /&gt;
Viele glauben, dass der Ursprungs dieses Trends in Japan liegt, aber das ist nicht hundertprozentig geklärt.&lt;br /&gt;
Fest steht auf jeden Fall, dass dieses Phänomen in Japan inzwischen enorme Ausmasse angenommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ohren2.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ohren2.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Selbst Autos haben inzwischen Ohren.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Selbst Autos haben inzwischen Ohren.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;In Japan nennt man es Kawaii (可愛い oder かわいい), im chinesischen entsprechend 可爱 (kě ài), was so viel wie liebenswert, knuddelig, süss, reizend etc. bedeutet. In Japan hat man einfach noch ein „i“ bzw. „い“ dahintergehangen, um es als eigenen Trend zu deklarieren.&lt;br /&gt;
Wie gesagt, die Ohren an Kleidung und jeder Menge Accessoires sind nur ein kleiner Teil des Phänomens.&lt;br /&gt;
Kawaii (可愛い oder かわいい) ist ein Genre, das so seltsame Dinge hat entstehen lassen wie &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Babymetal&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Babymetal&quot;&gt;Babymetal&lt;/a&gt;, eine Band junger, japanischer Mädchen, die meist in Schuluniform zu Metal Musik singen.&lt;br /&gt;
Und die Schuluniformen haben noch in ganz andere Gebiete Einzug gehalten. So gibt es die Maid-Cafes (ursprünglich aus Japan, inzwischen gibt es aber auch in Beijing eins), in denen Mädchen in Schuluniformen die Gäste bedienen und natürlich auch etliche Pornoproduktionen aus Fernost.&lt;br /&gt;
Wobei letztere in China nicht vorkommen, da erstens Pornografie illegal ist und zweites die Schülerinnen und Schüler in China als Schuluniform alle durchweg Trainingsanzüge tragen.&lt;br /&gt;
Meist in einer Einheitsgrösse. Sie sind also entweder zu gross oder zu klein. Chinesische Schüler erinnern irgendwie immer an einen bunt bedruckten Sack Kartoffeln. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Ein weiteres Phänomen sind &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Anime&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Anime&quot;&gt;Anime&lt;/a&gt; Charaktere, die sich überall im täglichen Strassenbild wiederfinden.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/maid.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/maid.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ein sogenanntes &#039;Maid-Cafe&#039;.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein sogenanntes &#039;Maid-Cafe&#039;.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;In asiatischen Ländern werden oft offizielle Plakate oder Schilder mit zeichentrickähnlichen Figuren  versehen um die Aufmerksamkeit der Leute zu gewinnen.&lt;br /&gt;
Auch, oder gerade jene Plakate oder Schilder die im Zusammenhang mit Polizei oder Militär stehen werden gerne verniedlicht. Das ist definitiv etwas, was man aus unseren Breitengraden so nicht kennt.&lt;br /&gt;
Werbung fürs Militär stellt bei uns immer den heroischen, maskulinen Charakter heraus und Plakate, die Benimmregeln in öffentlichen Gebäuden beschreiben, werden definitiv auch nicht mit grossäugigen Polizeimännchen versehen. In China und anderen asiatischen Staaten schon. Das ist hier kein Wiederspruch.&lt;br /&gt;
In Beijings U-Bahn läuft regelmässig ein Video, das auf die Gefahren von kriminellen Machenschaften hinweisen soll mit dem Ziel, dass der besonnene Bürger abnormales Verhalten direkt bei den Behörden meldet.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ohren4.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ohren4.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Offizielle Plakate werden gerne mit zeichentrickähnlichen Figuren aufgepeppt.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Offizielle Plakate werden gerne mit zeichentrickähnlichen Figuren aufgepeppt.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Dabei werden Zeichentrick Charaktere verwendet, die auf den ersten Blick erst einmal nett anzusehen sind.&lt;br /&gt;
Die Polizei in voller Schutzmontur und natürlich mit grossen Köpfen und überdimensionalen Augen und die bösen Jungs mit Sonnenbrillen, Drei-Tage-Bart und Stirnbändern.&lt;br /&gt;
Wenn sie dann aber anfangen Banken auszurauben, Geiseln zu erschiessen, unter deren leblosen Körpern sich eine Blutlache bildet und ein Terrorist per Kopfschuss auf seinem Geländewagen von der Polizei ausgeschaltet wird, bekommt das ganze doch ein ziemlich eigenes Flair. Ich sage mal: Es ist auf jeden Fall interessant (erinnert mich ein wenig an den Film „&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Meet_the_Feebles&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Meet_the_Feebles&quot;&gt;Meet the Feebles&lt;/a&gt;“).&lt;br /&gt;
Die Verniedlichung hat also nicht bloss in die Privathaushalte Einzug gehalten, sondern auch in öffentlichen Behörden, bei der Polizei und überall dort, wo man es eigentlich nicht vermuten würde.&lt;br /&gt;
Ist es anfangs seltsam, weil man es in solchen Ausmassen noch nicht gesehen hat, gewöhnt man sich doch schnell daran und es fällt einem mit der Zeit gar nicht mehr auf. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 16 Mar 2018 02:17:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/322-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Der falsche Thron</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/321-Der-falsche-Thron.html</link>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/321-Der-falsche-Thron.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=321</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=321</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/thron.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/thron.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Dies ist der besagte Stuhl, den wir gekauft haben.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Dies ist der besagte Stuhl, den wir gekauft haben.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wir haben unserem Sohn einen Kinderstuhl gekauft, mit dem er mit uns zusammen am Tisch sitzen kann. Eigentlich nichts besonderes.&lt;br /&gt;
Wir haben ihn auf einer der Online Plattformen ausgesucht, gekauft und uns schicken lassen.&lt;br /&gt;
Ein deutsches Fabrikat, das in den Online-Kommentaren durchweg gute Bewertungen bekommen hat.&lt;br /&gt;
Noch beim Auspacken habe ich mich gefreut über die gute Qualität. Vergleichbare Produkte in China sind oft  recht instabil, nicht so dieser Stuhl.&lt;br /&gt;
Dann wollte ich wissen, ob man den Sitzbezug in der Waschmaschine waschen kann, also her mit der Gebrauchsanleitung.&lt;br /&gt;
Und dann bin ich schon stutzig geworden. Eine zweisprachige Anleitung. Englisch und Chinesisch. Das ist für eine deutsche Firma ungewöhnlich. Selbst wenn die Produkte im Ausland hergestellt und verkauft werden, ist eine Anleitung in der Regel trotzdem auf deutsch mit dabei.&lt;br /&gt;
Aber all zu viel habe ich mir auch da noch nicht gedacht und habe die englische Version der Anleitung überflogen.&lt;br /&gt;
Als ich dann zu dem Abschnitt gekommen bin, der mit „Care and Maintenance“ überschrieben war, bin ich über einen Satz gestolpert, der mich hellhörig werden liess: „Clean cushion: cushion should always Jingxi, in order to avoid contamination affect the health of children.“&lt;br /&gt;
Jingxi ??? Das ist definitiv kein englisches Wort. Und dann ist mir auch die Satzstruktur aufgefallen. Das stimmt doch alles hinten und vorne nicht.&lt;br /&gt;
Da ich die Zeilen vorher nur überflogen hatte, ist es mir gar nicht aufgefallen. Es ist gar nicht so einfach überhaupt einen grammatisch korrekten englischen Satz in dieser Anleitung zu finden.&lt;br /&gt;
Es klingt so, als hätte man es mit einem Übersetzungsprogramm ins Englische übersetzt und Jingxi hat man dann dabei wohl vergessen.&lt;br /&gt;
Aber Moment mal: An dieser Stelle sollte so etwas stehen wie „säubern“, richtig ? Aber „säubern“ heisst im Chinesischen 清洗 (qīng xǐ) also mit Q und nicht mit J.&lt;br /&gt;
Also schauen wir uns besagten Satz doch einmal in der chinesischen Version an:&lt;br /&gt;
Dort steht: „坐垫要经常经洗“ (zuò diàn yào jīng cháng jīng xǐ) und das ist ebenfalls falsch.&lt;br /&gt;
Heissen müsste es: „坐垫要经常清洗“ (zuò diàn yào jīng cháng qīng xǐ), „Das Sitzkissen muss regelmässig gereinigt werden“&lt;br /&gt;
Man hat sich also nicht einmal die Mühe gemacht, den chinesischen Text auf Fehler zu überprüfen.&lt;br /&gt;
Mal ganz abgesehen davon, dass die Information, ob man das Kissen denn jetzt in der Maschine waschen kann, oder nicht, nicht in der Anleitung steht.&lt;br /&gt;
An dieser Stelle war ich mir also sicher, dass es sich um ein nachgemachtes Produkt handeln musste.&lt;br /&gt;
Ich habe mich nur gefragt, warum man ein Produkt in derart guter Qualität kopiert, sogar Garantiekarten und Qualitätssiegel fälscht und dann die Bedienungsanleitung in einer dermassen schlechten Qualität lässt.&lt;br /&gt;
Es müsste doch ganz einfach sein, wenn man auch die Anleitung einfach kopiert. Mit jedem x-beliebigen Computer kann man heutzutage eingescannte Dokumente mit Hilfe einer Texterkennungssoftware nachmachen, warum also nicht auch hier ?&lt;br /&gt;
Also einfach mal einen Blick auf die Internetseite des Originalherstellers werfen, ob es dieses Modell denn überhaupt bei ihm gibt.&lt;br /&gt;
Die Internet Seite, die ganz klein gedruckt auf der Rückseite der Anleitung steht, gibt es schon einmal nicht. Also die Suchmaschine bemühen.&lt;br /&gt;
Und da ist es mir dann endlich wirklich klar geworden: Es gibt zwar eine deutsche Firma mit dem Namen Pouch, die stellt aber ausschliesslich Boote her.&lt;br /&gt;
Die deutsche Firma, die angeblich diesen Kinderstuhl entworfen hat, gibt es gar nicht.&lt;br /&gt;
Und ich war mir so sicher, dass ich den Schriftzug schon einmal gesehen habe... Vielleicht habe ich mich aber auch einfach von dem R im Kreis „®“ täuschen lassen und habe deshalb geglaubt, dass die Marke existiert.&lt;br /&gt;
Nun denn: Wir haben also ein Produkt gekauft, das von einer Firma stammt, die es eigentlich nicht gibt (Oder zumindest nicht in Deutschland).&lt;br /&gt;
Es hat eine ausgezeichnete Qualität und obwohl ich mir nicht sicher bin in wieweit das Design bei anderen Firmen abgeguckt wurde, scheint es keine direkte Kopie zu sein. Es könnte durchaus ein Original dieser Firma sein.&lt;br /&gt;
Um das Produkt aber besser verkaufen zu können, macht man die Kunden glauben, es handele sich um eine deutsche Firma, da in China niemand einheimischen Produkten traut.&lt;br /&gt;
So etwas gibt es auch nur hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nachtrag vom 17.03.2018&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/en.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/en.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Man hat sich alle Mühe gegeben um das Produkt deutsch wirken zu lassen.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Man hat sich alle Mühe gegeben um das Produkt deutsch wirken zu lassen.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wir haben uns für unseren Kinderwagen jetzt bewusst für ein unechtes „deutsches“ Produkt entschieden, da das Modell in den Bewertungen stets gut abgeschnitten hat und es für seinen Preis sehr gut ausgestattet ist.&lt;br /&gt;
Es kommt mit Moskitonetz, Regenschutz und einer Tasche, in der man es verstauen kann.&lt;br /&gt;
Darüber hinaus ist es der einzige „leichte“ Kinderwagen, bei dem man die Sitzfläche um 180 Grad herunterklappen kann um somit eine ebene Liegefläche zu bekommen.&lt;br /&gt;
Das Modell ist angeblich von einer Firma in Köln, was natürlich wieder gelogen ist.&lt;br /&gt;
Diese Firma existiert in ganz Deutschland nicht, aber die Qualität ist auf den ersten Blick beachtenswert.&lt;br /&gt;
Nichts wackelt, alles funktioniert und wirkt stabil und der Wagen lässt sich ganz sanft lenken. Alles top.&lt;br /&gt;
Interessant ist an diesem Produkt wieder einmal der Aufwand, den man betrieben hat um es wie ein deutsches Produkt wirken zu lassen.&lt;br /&gt;
Es gibt eine Art Siegel (siehe Foto), nach dem es angeblich EN approved (es müsste eigentlich EU heissen) ist und auch die Anzahl der Sterne sollte 12 betragen, nicht 9.&lt;br /&gt;
Denn die Flagge der EU zieren seit jeher 12 Sterne. Die Zahl 12 steht für Vollkommenheit. Nur rein zufällig stimmte sie zwischen der Adaption der Flagge durch die EG 1986 und der Erweiterung 1995 mit der Zahl der Mitgliedstaaten der EG überein.&lt;br /&gt;
Was wieder auffällt ist der Umstand, dass weder in der Anleitung (die dieses Mal etwas üppiger ausfällt als bei dem Stuhl zuvor), noch auf der Internetseite der Firma ein deutsches Wort zu finden ist (Ausnahme das Wort „Köln“, das wie ein fehlplatzierter Textschnipsel inmitten des englischen Textes auf der Webseite prangt und behauptet, dass die Firma dort ansässig sei).&lt;br /&gt;
Man hat weder Kosten noch Mühen gescheut um ein Produkt zu schaffen, das deutsch sein soll.&lt;br /&gt;
Und auch die Qualität lässt nicht erahnen, dass es sich hier um ein Fake-Produkt handelt.&lt;br /&gt;
Alles in allem ist es also ein gutes Produkt, das auch wieder einmal unter falschem Namen läuft. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 23 Feb 2018 01:02:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/321-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Die Kühlschrank Analogie (oder der an die Wand geklatschte Prinz)</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/307-Die-Kuehlschrank-Analogie-oder-der-an-die-Wand-geklatschte-Prinz.html</link>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/307-Die-Kuehlschrank-Analogie-oder-der-an-die-Wand-geklatschte-Prinz.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=307</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=307</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/kuehlschrank.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/kuehlschrank.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Links: Aus diesem Blickwinkel ist die Milch nicht zu sehen. Rechts: Aus jenem schon.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Links: Aus diesem Blickwinkel ist die Milch nicht zu sehen. Rechts: Aus jenem schon.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Diese Woche ist etwas witziges passiert, das ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:&lt;br /&gt;
Morgens früh schaue ich in den Kühlschrank und ärgere mich, dass keine Milch mehr da ist.&lt;br /&gt;
Meine Frau schaut darauf hin selber nach und hält mich für völlig unzurechnungsfähig, schliesslich haben wir gerade erst eingekauft und die Milchtüten stapeln sich im Kühlschrank.&lt;br /&gt;
Nun, wenn Sie das Foto betrachten, sehen Sie, dass der Blickwinkel mitunter entscheidend ist, was man von seiner Umwelt mitbekommt und was nicht.&lt;br /&gt;
Ich bin etwas grösser als meine Frau und aus meinem Blickwinkel sind die Milchtüten nicht zu sehen, während sie aus ihrem einem geradezu ins Gesicht springen.&lt;br /&gt;
Ein sehr gutes Beispiel für das Leben in einem fremden Land. So lange man aus seinem gewohnten Blickwinkel schaut, bekommt man die meisten Dinge nicht mit. Man steht sich mit seinen Erfahrungen praktisch selber im Weg.&lt;br /&gt;
Es dauert ein wenig, bis man gelernt hat, Dinge auch aus anderen Blickwinkeln zu betrachten.&lt;br /&gt;
Und dann passiert jedes mal etwas sonderbares: Man stellt sich immer vor, dass man dann einfach einen zusätzlichen Aspekt einer Sache erlernt, aber da ist noch viel, viel mehr.&lt;br /&gt;
Wenn man es schafft, aus dem anderen Blickwinkel auf (was auch immer) zu schauen, eröffnet sich einem eine komplett andere Welt. Jedes mal.&lt;br /&gt;
Man beginnt diese Sichtweise auch auf andere Dinge anzuwenden und entdeckt plötzlich versteckte Zusammenhänge, die aus der neuen Sichtweise gar nicht mehr versteckt sind, sondern einem quasi direkt ins Auge stechen.&lt;br /&gt;
Es ist schwer zu erklären. Es ist wie eine neue Ebene der Wahrnehmung. Das, wovon alle grossen Bands in den 60er und 70er Jahren geträumt haben.&lt;br /&gt;
Sozusagen die Pforten der Wahrnehmung (The Doors of Perception) von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Aldous_Huxley&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Aldous_Huxley&quot;&gt;Aldous Huxley&lt;/a&gt; in klein, aber dafür völlig drogenfrei.&lt;br /&gt;
Es gibt viele Sprichworte über das Phänomen des „über den Tellerrand Schauens“ so wohl in Deutschland, als auch in China.&lt;br /&gt;
Ein chinesischer Sinnspruch geht so: 井底之蛙  jǐng dǐ zhī wā.&lt;br /&gt;
Man kann ihn etwa so übersetzen: „Der Frosch am Boden des Brunnens sieht nur einen kleinen Ausschnitt des Himmels.“.&lt;br /&gt;
Dieser Spruch bezieht sich auf eine Fabel des Philosophen &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Zhuangzi&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Zhuangzi&quot;&gt;莊子 (zhuāng zǐ)&lt;/a&gt;, in der der Frosch einer Meeresschildkröte voller Stolz von seinem Brunnen erzählt, der für ihn das grösste ist, da er noch nie etwas anderes gesehen hat.&lt;br /&gt;
Dieser Spruch ist ein Sinnbild für eine stolze Person mit einem beschränkten Horizont.&lt;br /&gt;
Man sollte also nicht all zu stolz auf all seine Erfahrungen sein, die man in seinem Leben gemacht hat, denn sie spiegeln lediglich einen Teil der Wahrheit wieder.&lt;br /&gt;
Ein Umstand den man sich immer wieder einmal durch den Kopf gehen lassen sollte.&lt;br /&gt;
So kann man zum Beispiel auch unvorhergesehene Überraschungen vermeiden.&lt;br /&gt;
Auch hierzu fällt mir eine kleine Geschichte mit einem Frosch ein: Das Märchen des Froschkönigs (bzw. der eiserne Heinrich), so wie es die Gebrüder Grimm aufgeschrieben haben.&lt;br /&gt;
Die Königstochter sieht in dem schleimigen Frosch nämlich keinen Prinzen und küsst ihn.&lt;br /&gt;
Im Original ekelt sie sich vor ihm und wirft ihn an die Wand, woraufhin er sich dann zum Prinzen zurückverwandelt.&lt;br /&gt;
Zugegeben, der Ausgang der Geschichte ist trotzdem ein guter, was mich ehrlich gesagt etwas irritiert.&lt;br /&gt;
Ein viel passenderes Ende für die Geschichte wäre folgendes: Der Prinz lässt, nachdem er an die Wand geworfen wurde, die Königstochter in den Kerker werfen, wo sie von da an umringt von schleimigen Fröschen ihr Dasein fristet.&lt;br /&gt;
Das wäre ein Ende, das einem Grimm Märchen würdig ist, finden Sie nicht ? 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 11 Jan 2018 03:00:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/307-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Verfaulter Topf</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/306-Verfaulter-Topf.html</link>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/306-Verfaulter-Topf.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=306</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=306</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/bestellung.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/bestellung.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;In einigen Restaurants muss man seine Bestellung auf Chinesisch selber schreiben.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;In einigen Restaurants muss man seine Bestellung auf Chinesisch selber schreiben.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Es gibt so viele kleine Dinge aus China zu berichten, für die man nicht extra einen Artikel schreiben kann, trotzdem möchte man sie einfach einmal erwähnt haben, weil sie doch so interessant sind.&lt;br /&gt;
Deshalb habe ich mich entschlossen, an dieser Stelle ein Potpourri von Kleinigkeiten zu schreiben.&lt;br /&gt;
Potpourri, vom französischen „pot pourri“, also dem verfaulten Topf, war ursprünglich ein Eintopfgericht. Der Begriff hat dann Einzug in die Musik gehalten, wo ein Potpourri aus mehreren bekannten Melodien besteht, die hintereinander gespielt werden (heutzutage würde man eher „Medley“ dazu sagen, obwohl dieser Begriff auch bereits seit der englischen Renaissancemusik bekannt ist).&lt;br /&gt;
Das Potpourri wurde dann aber weiter für alle möglichen Dinge verwendet. Immer, wenn viele unterschiedliche Dinge unter einer Überschrift versammelt werden, spricht man davon. Also passt es auch ganz gut hier zu diesem Artikel.&lt;br /&gt;
Wie bereits gesagt, gibt es viel Dinge, die man erlebt, die neu sind und ungewöhnlich.&lt;br /&gt;
Haben Sie zum Beispiel schon einmal in einem Restaurant die Bestellung selber schreiben müssen ?&lt;br /&gt;
Ich meine jetzt nicht eine Karte, auf der man ankreuzen kann, was man haben möchte.&lt;br /&gt;
Das gibt es natürlich auch.&lt;br /&gt;
In der Regel hat man dann ein Blatt voller chinesischer Schriftzeichen und ist, wenn man kein Chinesisch lesen kann, völlig aufgeschmissen.&lt;br /&gt;
Ich meine auch nicht die modernen Restaurants, in denen es keine Karte mehr gibt, sondern man einfach den QR-Code am Tisch scannt und dann per Handy bestellen muss.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/qrest.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/qrest.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Aufkleber auf einem Restauranttisch. Über diesen Code kann man bestellen, bezahlen und bewerten.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Aufkleber auf einem Restauranttisch. Über diesen Code kann man bestellen, bezahlen und bewerten.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ein interessantes Konzept, so kann man die Karte ohne viel Aufwand immer aktuell halten. Aber wehe, es gibt mal kein Netz...&lt;br /&gt;
Nein, was ich an dieser Stelle meine ist ein Restaurant, in dem man neben der Karte einen leeren Notizblock gereicht bekommt, auf dem man (selbstverständlich in Chinesisch) seine Bestellung schreiben muss.&lt;br /&gt;
Natürlich sind die Gerichte nicht nummeriert, das wäre ja viel zu einfach.&lt;br /&gt;
Einige Restaurants können sich das durchaus leisten. Wenn der Andrang gross ist und man zu den Stosszeiten lange Wartezeiten in Kauf nehmen muss, um einen Platz zu bekommen, dann kann es vorkommen, dass man im Service etwas einspart.&lt;br /&gt;
Wem das nicht gefällt, der kann ja woanders hingehen, man hat ja genug Kunden, die bereits vor der Türe auf einen freien Tisch warten.&lt;br /&gt;
Wer also kein Chinesisch kann, der ist hier leider fehl am Platze.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/appell.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/appell.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Morgenappell auf der Strasse für die Angestellten eines kleinen Ladens.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Morgenappell auf der Strasse für die Angestellten eines kleinen Ladens.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Und warum versammeln sich die Angestellten von kleinen und grossen Läden morgens auf der Strasse zum Appell ?&lt;br /&gt;
Ganz im Stile des Militär, brüllt man sich hier gegenseitig irgendwelche Parolen an den Kopf. „Wir werden dem Kunden einen unvergesslichen Tag bescheren“ usw. und so fort.&lt;br /&gt;
Das kommt vermutlich noch aus der Schule in China, wo Kinder morgens zum Fahnenappell oder Gemeinschaftssport zusammengerufen werden.&lt;br /&gt;
Oh, ja. Richtig. Bei einigen kleinen Läden, so wie Friseuren zum Beispiel kann man die Mitarbeiter auch morgens vor Arbeitsbeginn tanzen sehen. Das ist auch gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie schön (sieht man mal von der lauten Technomusik ab, die die ganze Strasse beschallt).&lt;br /&gt;
Aber wo kein Kläger, da bekanntlich auch kein Richter. Es beschwert sich offensichtlich niemand und ich bin mir nicht wirklich sicher, ob Lärmbelästigung in China überhaupt geahndet wird. Ich glaube eher nicht.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/felge.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/felge.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Diese Spitzen, die aus der Felge ragen würden in Deutschland jeden TÜV Prüfer einen Herzinfsrkt erleiden lassen.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Diese Spitzen, die aus der Felge ragen würden in Deutschland jeden TÜV Prüfer einen Herzinfsrkt erleiden lassen.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ebenso scheint es keine klaren Vorgaben im Strassenverkehr zu geben. Ich hatte ja bereits mehrmals darüber gesprochen.&lt;br /&gt;
Abbieger, die gnadenlos ihre Spur halten und die Fussgänger zwingen auf Seite zu springen, obwohl diese grün haben.&lt;br /&gt;
Inzwischen gibt es ja wohl ein Gesetz, das das verbietet, allerdings hält sich niemand daran (Hatte ich im Artikel [[Highway to hell]] ja bereits geschrieben).&lt;br /&gt;
Diesmal möchte ich das Augenmerk des geneigten Lesers einfach mal auf diese Felgen auf dem dritten Bild lenken. Das wäre in Deutschland so definitiv nicht erlaubt.&lt;br /&gt;
Gerade, wenn man bedenkt, dass sich Autos, Zweiräder und Fussgänger oft aneinander vorbeiquetschen, ist dieses Accessoire doch sehr bedenklich.&lt;br /&gt;
Diese Art der Aufrüstung im Strassenverkehr (so will ich es mal nennen) ist nicht gang und gäbe, aber ich habe es schon mehr als einmal gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/zebra.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/zebra.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Hausanzüge wie diese kommen tatsächlich öfter vor, als man meint..&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Hausanzüge wie diese kommen tatsächlich öfter vor, als man meint.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Dann gibt es die Hausanzüge, die ich in Artikel [[Pyjamaparty]] angesprochen hatte und den Drang zur Verniedlichung aus Artikel [[Was kostet die Welt ?]]. Nehmen wir beides zusammen, dann machen auch die Anzüge auf dem letzten Bild Sinn.&lt;br /&gt;
Mutter und Kind im Zebra Kostüm. Das würde man in Deutschland nur zu Karneval erleben.&lt;br /&gt;
Glauben Sie mir, es gibt tatsächlich Leute, die das tragen. Das und noch vieles anderes.&lt;br /&gt;
Schuhe in Form von Bärentatzen oder Hunden, Handschuhe im Stil von Mickey Mouse oder Jacken an deren Kapuzen Katzen- Maus- oder sonstige Ohren angebracht sind sieht man immer wieder.&lt;br /&gt;
Eine Zeit lang war es ein Trend in Asien dicke Brillen zu tragen. Wer keine schlechten Augen hatte, kaufte sich also einfach ein Gestell und liess die Gläser einfach weg.&lt;br /&gt;
Gerade bei jungen Mädchen war dieser Trend sehr beliebt.&lt;br /&gt;
Sie sehen also wieder einmal: Es gibt immer wieder etwas zu entdecken im Land der Mitte.&lt;br /&gt;
Es vergeht kein Tag, an dem man nicht wieder etwas neues sieht.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 03 Jan 2018 03:18:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/306-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Einstellungsgespräch mit einem Heckenschützen</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/300-Einstellungsgespraech-mit-einem-Heckenschuetzen.html</link>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/300-Einstellungsgespraech-mit-einem-Heckenschuetzen.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=300</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=300</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/zeichen.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/zeichen.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ein Kunstwerk vom Künstler 韩美林 (hán měi lín).&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein Kunstwerk vom Künstler 韩美林 (hán měi lín).&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Am Ende des Artikels [[Neue Gesichter]] hatte ich erwähnt, dass Fotos in den Bewerbungsunterlagen von Frauen in China eher an Fotos auf einer Datingwebsite erinnern als an Bewerbungsfotos.&lt;br /&gt;
Aber auch ansonsten unterscheiden sich Bewerbungsunterlagen in China ganz deutlich von denen in Deutschland.&lt;br /&gt;
Zur Zeit suche ich eine Aushilfe, die mich auf der Arbeit unterstützen kann. Dabei habe ich weniger mit dem oben beschriebenen Phänomen zu tun, denn auf eine Stelle im IT Bereich bewerben sich auch in China in der Regel nur männliche Interessenten.&lt;br /&gt;
Aber auch deren Bewerbungsunterlagen sind durchaus einen Artikel in diesem Blog wert.&lt;br /&gt;
Es gibt keine feste Regel, wie ein Lebenslauf in China auszusehen hat und die meisten Interessenten, die für diese Stelle in Frage kommen würden, haben gerade fertig studiert oder befinden sich noch im Studium. Sie haben also dementsprechend auch keine besonderen Berufserfahrungen vorzuweisen mit denen sie das Blatt füllen könnten und so werden sie nicht selten äusserst kreativ, wenn es darum geht, ihren Lebenslauf zu gestalten. Es fängt bei Übertreibungen an.&lt;br /&gt;
Jeder Student, der im Umfeld der IT studiert, lernt mindestens eine Programmiersprache (Meist fängt man mit &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Java_(Programmiersprache)&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Java_(Programmiersprache)&quot;&gt;Java&lt;/a&gt; an, da sich hier sehr gut die &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Objektorientierte_Programmierung&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Objektorientierte_Programmierung&quot;&gt;objektorientierte Programmierung&lt;/a&gt; erklären lässt).&lt;br /&gt;
Die Studenten haben dann die grundlegenden Funktionen dieser Sprachen alle einmal kennengelernt.&lt;br /&gt;
Um sich von den vielen anderen Mitbewerbern abzusetzen, muss man aber schon etwas besonderes vorweisen können und so wird dann gerne mal das Level als gut oder sehr gut angegeben.&lt;br /&gt;
Ich habe mehr als einmal einen Lebenslauf in den Händen gehalten, in dem ein Bewerber, der sich noch mitten im Studium befand, seine Programmierkenntnisse in drei und mehr Programmiersprachen, wie &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Java_(Programmiersprache)&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Java_(Programmiersprache)&quot;&gt;Java&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/C%2B%2B&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/C%2B%2B&quot;&gt;C++&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/PHP&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/PHP&quot;&gt;PHP&lt;/a&gt; als sehr gut eingestuft hatte.&lt;br /&gt;
Das ist selbst für einen alteingesessenen IT-Profi ein Ding der Unmöglichkeit.&lt;br /&gt;
Ich frage den Bewerber dann immer gerne im Vorstellungsgespräch wie viele Jahre er denn schon professionell programmiert und für welche Firma. Wir einigen uns dann stets darauf, dass er gute oder sehr gute GRUNDkenntnisse besitzt.&lt;br /&gt;
Aber auch sonst wird viel erfunden. Sollte ein Anwärter tatsächlich schon Erfahrungen aus der Arbeitswelt mitbringen, wird dieses Ereignis auch immer etwas geschönt.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/zeichen2.JPG&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/zeichen2.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;Ein Kunstwerk vom Künstler 韩美林 (hán měi lín).&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein Kunstwerk vom Künstler 韩美林 (hán měi lín).&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ein Bewerber konzentrierte sich zum Beispiel in seinem Studium auf &quot;&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Internet_der_Dinge&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Internet_der_Dinge&quot;&gt;the internet of things&lt;/a&gt;&quot;, also &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/IPv6&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/IPv6&quot;&gt;IPv6&lt;/a&gt; (eine neue Methode IP Adressen zu vergeben, die es, ganz platt erklärt, theoretisch möglich macht jeder Kaffeemaschine und jeder Nachttischlampe einen Internetzugang zu geben über den sie dann kommunizieren können. Einige Leute sehen in dieser Technik bereits die Grundsteinlegung für die Versklavung der Menschheit durch die Maschinen. Aber das nur am Rande).&lt;br /&gt;
Somit hatte er in seiner Tätigkeit als Aushilfe bei einem der grossen chinesischen Telefonunternehmen angeblich auch in diesem Themenfeld gearbeitet. So hatte er es zumindest in seinen Unterlagen geschrieben.&lt;br /&gt;
Beim Telefongespräch mit ihm hat sich dann aber schnell herausgestellt, dass er bloss Laufbursche in einem Support-Center war, der Anfragen sortiert hatte.&lt;br /&gt;
Auch die bestandenen Englischprüfungen werden immer voller Stolz angegeben. Trotzdem ist man beim lesen der Unterlagen stets geneigt dem Verfasser zu empfehlen, das ganze doch lieber erst einmal von jemandem gegenlesen zu lassen, bevor man sich damit bewirbt. Teilweise ergeben die Sätze überhaupt keinen nachvollziehbaren Sinn.&lt;br /&gt;
Je mehr Bewerbungsunterlagen man auswertet, desto mehr bemerkt man, dass die Angaben, die sie enthalten in der Regel falsch oder zumindest nicht einhundert prozentig wahrheitsgetreu sind.&lt;br /&gt;
Man muss die Leute also zum Gespräch einladen und dann tatsächlich auch testen.&lt;br /&gt;
Denn viele der Bewerber können gut reden, wenn man sie aber vor ein konkretes Problem stellt, das sie lösen sollen, wissen viele nicht einmal wo sie anfangen sollen. Das ist ein grosses Problem, schliesslich suche ich jemanden, der Computerprobleme lösen kann.&lt;br /&gt;
Aber das schönste habe ich mir bis zum Schluss aufbewahrt: Ein Bewerber hat mich mit seinem Lebenslauf tatsächlich aus den Socken gehauen.&lt;br /&gt;
Zum ersten wurden natürlich alle Übertreibungen auch hier wieder bis zum Exzess genutzt, um sie aber zu rechtfertigen kam in fast jedem Satz das Wort „honestly“ (ungelogen) vor. Alleine das sollte den Leser schon stutzig werden lassen.&lt;br /&gt;
Darüber hinaus bestand der Lebenslauf aus gerade einmal 5 Zeilen über sein gerade abgeschlossenes IT Studium, der Rest der Seite handelte davon, dass er Klavier spielt (wie ein Weltmeister natürlich), Basketball und Fussball mag und so weiter und so fort.&lt;br /&gt;
Um dem ganzen dann die Krone aufzusetzen schrieb er folgendes: „I can kill a squad by only myself in PLAYERUNKNOWN&#039;S BATTLEGROUNDS&quot;&lt;br /&gt;
Um es für die Laien zu übersetzen: Er kann in dem Spiel „PlayerUnknown’s Battlegrounds“, einem sogenannten &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Ego-Shooter&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Ego-Shooter&quot;&gt;Shooter&lt;/a&gt;, also einem Kriegsspiel, ohne fremde Hilfe ein ganzes feindliches Team töten.&lt;br /&gt;
Na, wenn das nicht mal eine Fertigkeit ist, die man im täglichen Arbeitsleben brauchen könnte. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 08 Dec 2017 03:13:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/300-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Schweine am Trog</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/299-Schweine-am-Trog.html</link>
            <category>Kultur</category>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/299-Schweine-am-Trog.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=299</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=299</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/oper.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/oper.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Werbung eines Fotostudios, in dem man sich in original Kostümen der Peking Oper fotografieren lassen kann.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Werbung eines Fotostudios, in dem man sich in original Kostümen der Peking Oper fotografieren lassen kann.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Die Peking Oper wird oft von Ausländern belächelt, ganz einfach aus dem Grund, dass sie niemand so richtig versteht.&lt;br /&gt;
Das ganze Spektakel ist fremd und man kann es nicht richtig einordnen. „Ist es schlecht gemacht, oder ein Witz ?“ sind die Aussagen, die ich hier und da von anderen Ausländern schon mal hören kann.&lt;br /&gt;
Ich denke wir sind uns alle einig, dass die aufwendigen Kostüme und die teilweise zirkusreifen Tanz- bzw. Kampfkunstaufführungen auch bei Menschen aus anderen Ländern sofort Gefallen finden.&lt;br /&gt;
Aber zwei Dinge sind es, die die Peking Oper auf Leute aus dem Westen so befremdlich wirken lässt:&lt;br /&gt;
Zum einen die Musik. Es gibt keinen Takt. Das ist für das Hörverständnis eines durchschnittlichen Europäers erst einmal sehr skurril. Aber auch eine Melodie sucht man meist vergebens. Oft ist die lautmalerische Kulisse nur ein vermeintliches Klappern mit Stöcken und ein gefühlt infantiles herumtrommeln.&lt;br /&gt;
Daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Die Schwerpunkte bei der Peking Oper liegen woanders, die Geräuschkulisse untermalt bloss das Schauspiel.&lt;br /&gt;
Aber auch hier gibt es eine Besonderheit an die man sich erst einmal gewöhnen muss: Die übertrieben hohen und extrem deutlich vorgetragenen Stimmen.&lt;br /&gt;
Eine Mischung aus übertrieben akzentuiertem Gespräch und Gesang, das an den Enden jedes Satzes oft in die Länge gezogen wird und teils recht grotesk anmutet.&lt;br /&gt;
Aber das ist natürlich nur wieder der Blickwinkel eines Aussenstehenden.&lt;br /&gt;
Denn sind wir mal ehrlich: Wenn man das erste mal eine Oper (so wie wir sie kennen) hört, fragt man sich auch wie um alles in der Welt man etwas mit einer derart künstlichen Stimme als schön empfinden kann. Bei Kindern kann man oft das Unverständnis in den Gesichtern ablesen, wenn man ihnen Opern vorspielt.&lt;br /&gt;
Es ist eine Kunstform, an die man sich erst einmal gewöhnen muss. Ebenso verhält es sich auch mit der Peking Oper.&lt;br /&gt;
Kunststimmen hat es schon immer gegeben in der ein oder anderen Form. Manchmal um ein grosses Publikum ohne technische Hilfsmittel zu beschallen, manchmal um zusammen mit anderen Instrumenten den musikalischen Gesamtklang optimal zu gestalten oder auch einfach, weil man es als interessant, exotisch oder schön empfand und empfindet.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/oper2.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/oper2.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Die rote Maske (eigentlich ist es Schminke) ist die bekannteste Figur der Peking Oper.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die rote Maske (eigentlich ist es Schminke) ist die bekannteste Figur der Peking Oper.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Die Sopran Stimmlage, die in der Regel nur Frauen oder Jungen vor dem Stimmbruch singen können, ist ein gutes Beispiel.&lt;br /&gt;
Da man diese Stimmlage interessant fand, hat man früher Sänger vor dem Stimmbruch kastriert, damit sie diese beibehalten.&lt;br /&gt;
Heutzutage versucht man dem Sopran in der Regel mit einer Gesangstechnik genannt &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Falsett&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Falsett&quot;&gt;Falsett-Stimme&lt;/a&gt; näher zu kommen.&lt;br /&gt;
Und diese Technik hat sich bis heute auch in der modernen Musik gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Judas_Priest&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Judas_Priest&quot;&gt;Judas Priest&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Iron_Maiden&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Iron_Maiden&quot;&gt;Iron Maiden&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Guns_n%E2%80%99_Roses&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Guns_n%E2%80%99_Roses&quot;&gt;Guns &#039;n roses&lt;/a&gt; nutzen diese Technik, um nur drei der bekannteren zu nennen.&lt;br /&gt;
Aber wenn wir schon einmal bei moderner Musik und Kunststimmen sind: Da gibt es eine ganze Auswahl an unterschiedlichen Ausdrucksformen im &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Metal&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Metal&quot;&gt;Metal&lt;/a&gt; Bereich.&lt;br /&gt;
Denn die gepressten, oft tief aus der Kehle hervorgeholten Laute, die in der Regel den düsteren Charakter der Musik unterstreichen sollen, sind auch Kunststimmen.&lt;br /&gt;
„Schweine am Trog“ haben meine Eltern es früher genannt, als ich ihnen eine Platte von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Sepultura&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Sepultura&quot;&gt;Sepultura&lt;/a&gt; vorgespielt habe.&lt;br /&gt;
Etliche Bands aus diversen musikalischen Richtungen nutzen heutzutage diese Techniken und auch viele, jüngere Bands bedienen sich gerne dieses stilistischen Mittels.&lt;br /&gt;
Was sich auf der Platte noch maskulin und heroisch dargestellt hat, verliert dabei oft seinen Charme, wenn man beim Livekonzert zu der animalischen Stimme nur einen schmächtigen Teenager mit Pickeln und langen Haaren auf der Bühne stehen sieht, der diese Laute einzig durch Technik, nicht durch Körperfülle erzeugt.&lt;br /&gt;
Man spricht hier von gutturalem Gesang, der sich aufteilt in growling (knurren), screaming (kreischen) und shouting (schreien).&lt;br /&gt;
Sie sehen schon, wohin das alles führt: Nur weil man etwas nicht kennt, sollte man es nicht sofort ablehnen oder sich darüber lustig machen. Oft steckt weit mehr dahinter, als man auf den ersten Blick erahnt.&lt;br /&gt;
Aber ich gebe zu: Auch bei mir hat es eine ganze Zeit gedauert, ehe ich mich an die Kunstform der Peking Oper gewöhnt habe. Es braucht manchmal einfach etwas Zeit.&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich viel Spass, wenn Sie das nächste Mal wieder Musik geniessen und vielleicht ist dann auch für sie &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Freisch%C3%BCtz&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Freisch%C3%BCtz&quot;&gt;der Freischütz&lt;/a&gt; ein kleines wenig näher an Bands wie &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Slayer&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Slayer&quot;&gt;Slayer&lt;/a&gt; und Co. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 01 Dec 2017 03:02:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/299-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>The heat is on</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/297-The-heat-is-on.html</link>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/297-The-heat-is-on.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=297</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=297</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/video/ditie.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die U-Bahn fährt an einigen Stellen, ausserhalb des Innenstadtbereichs, auch oberirdisch.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;„The heat is on“ sagte heute einer der Englisch sprechenden Kollegen auf der Arbeit zu mir und sofort wünschte ich mir, ich wäre fünf Minuten später auf Klo gegangen und hätte ihn nicht getroffen.&lt;br /&gt;
„The heat is on“ ist ein Lied aus den 80ern, geschrieben von Harold Faltermeyer und Keith Forsey, aufgenommen von Glenn Frey und es war einer der Musictracks zu dem Film „ Beverly Hills Cop“.&lt;br /&gt;
Die 80er Jahre waren, was Musik anbetrifft, eine sehr interessante Zeit. Es wurde viel experimentiert und es gibt einige zeitlose Stücke aus diesen Jahren.&lt;br /&gt;
Es gibt allerdings auch eine unüberschaubare Menge von anderen Stücken (eigentlich so wie in jeder Epoche).&lt;br /&gt;
Das fatale an diesem speziellen Stück ist, dass es meinem Musikgeschmack überhaupt nicht entspricht, aber trotzdem über alle Massen ein Ohrwurm ist.&lt;br /&gt;
Und das ist ein richtiges Problem (für mich zumindest). Der Kollege sagte „The heat is on“ und sofort hatte ich den verdammten Refrain dieses Stückes in meinem Kopf, der mich den ganzen Tag auch nicht mehr losgelassen hat.&lt;br /&gt;
Es ist wie ein Verkehrsunfall, es ist etwas schreckliches und eigentlich will man es nicht sehen. Aber weggucken kann man trotzdem nicht.&lt;br /&gt;
In den 80er Jahren, als ich jung war, habe ich dieses Stück schon gehasst. Zum einen, weil ich es nicht mag, zum anderen, weil es immer und immer wieder totgespielt wurde.&lt;br /&gt;
Wohin man auch ging, es war immer und überall. Selbst heute, nur bei dem Gedanken an den Refrain läuft mir einen Schauer kalt den Rücken herunter. Der Tag war also schon versaut.&lt;br /&gt;
Aber warum hatte der Kollege es überhaupt gesagt ? „The heat is on&quot;, damit meinte er die zentrale Heizung.&lt;br /&gt;
In Beijing sind die meisten Haushalte mit einer zentralen Heizung ausgestattet und die wird erst am 15.11. eingeschaltet (ich meine, ich hatte es bereits in einem der früheren Artikel einmal erwähnt).&lt;br /&gt;
Kein Wenn und Aber, selbst wenn es draussen bereits schneit, der Termin steht fest. Vor diesem Termin sitzen alle Leute zu Hause und frieren.&lt;br /&gt;
Gut, nicht alle. Wir zum Beispiel haben jetzt ein Kleinkind zu Hause, da müssen wir die Räume auf eine angenehme Temperatur bringen.&lt;br /&gt;
Somit lief bei uns, seitdem es kälter geworden ist, Tag und Nacht die Klimaanlage auf Heizfunktion.&lt;br /&gt;
Sie können sich sicher denken, dass das eine Menge Strom verbraucht. Vor allen Dingen, wenn man bedenkt, dass chinesische Wohnungen in der Regel nicht besonders gut isoliert sind. Aber man hat leider keine andere Möglichkeit.&lt;br /&gt;
Bei anderen Familien sieht es zu dieser Zeit nicht anders aus: Klimaanlage, Heizstrahler, Elektroofen oder was sonst so verfügbar ist.&lt;br /&gt;
Viele Leute sitzen auch in dicken Wintermänteln zu Hause und schlafen unter mehreren dicken Decken, teilweise aus Filz.&lt;br /&gt;
Das ist aber ganz normal hier. Wenn man sich mit Chinesen unterhält und behauptet, dass man in Deutschland jederzeit heizen kann (auch im Hochsommer, wenn man will), wird man von der Hälfte der Leute entweder staunend oder neidisch angeguckt, die andere Hälfte hält einen einfach für einen Spinner, der Lügengeschichten erzählt.&lt;br /&gt;
Aber mit der zentralen Heizung befindet man sich noch auf China&#039;s Sonnenseite (um es mal so auszudrücken).&lt;br /&gt;
Entlang einer imaginären Grenze, die ungefähr in Höhe Shanghais verläuft, teilt man das Land in den Zentralheizungs-Norden und den Ohne-Heizungs-Süden ein.&lt;br /&gt;
Ich war einmal im Winter zum Frühlingsfest in der Provinz 广西 (guǎng xī) in China&#039;s Süden.&lt;br /&gt;
Es waren 6 Grad Celsius plus und man sagte mir, es sei der kälteste Winter in der Geschichte. Was mich tatsächlich verwundert hat, da 6 Grad plus jetzt nicht wirklich kalt klingen.&lt;br /&gt;
Wenn man allerdings bedenkt, dass es keine Heizung in den Wohnungen gibt und es drinnen wie draussen 6 Grad sind, sieht die Sache dann doch schon wieder ein wenig anders aus.&lt;br /&gt;
Auch in vielen Hotels und Restaurants wird nicht geheizt, die Temperatur ist überall gleich.&lt;br /&gt;
Nicht zu vergessen: auf ca. 6 Grad Celsius stellt man seinen Kühlschrank ein, um den Joghurt frisch zu halten.&lt;br /&gt;
Wenn man also in ein Restaurant geht, muss man den Stuhl erst einmal mit seiner Körperwärme auf angenehme Temperatur für das eigene Hinterteil bringen, damit man sich nicht komplett unwohl fühlt.&lt;br /&gt;
Wenn man gerade angekommen und den deutschen Winter noch gewohnt ist, fühlt man sich noch toll, will die dicke Jacke eigentlich gar nicht anziehen.&lt;br /&gt;
Nach der ersten Nacht im 6 Grad kühlen Hotelzimmer geht es auch noch. Die Bettdecke hält einen warm, einzig das Aufstehen ist unangenehm.&lt;br /&gt;
Aber bereits einen Tag später merkt man, dass die Knie steif geworden sind.&lt;br /&gt;
In unseren Breitengraden sind die Temperaturen zwar wesentlich kälter, allerdings ist man ihnen nur kurze Zeit ausgesetzt, bis man sich wieder aufwärmen kann. Es spielt sich gefühlt alles noch auf der Haut ab.&lt;br /&gt;
Ist man längere Zeit draussen, spürt man, wie einem die Kälte unter die Haut geht. Das ist unangenehm.&lt;br /&gt;
Wenn man überhaupt nicht zwischendurch aufwärmen kann, spürt man es vermeintlich in den Knochen und die Gelenke werden steif. So geschehen in Südchina.&lt;br /&gt;
Also will ich mich gar nicht beschweren, dass die Heizung erst jetzt angestellt wurde.&lt;br /&gt;
Jetzt ist sie ja an (und ich versuche verzweifelt dieses Lied wieder aus meinem Kopf zu bekommen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nachtrag vom 20.05.2021&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Was hilft bei einem Ohrwurm?&lt;br /&gt;
Antwort: Ein belegtes Brot mit Schinken. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 15 Nov 2017 10:11:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/297-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Pink turns blue</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/295-Pink-turns-blue.html</link>
            <category>Kultur</category>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/295-Pink-turns-blue.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=295</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=295</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/frauenen.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/frauenen.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Eine Skulptur vom Künstler 韩美林 (hán měi lín) im Birnengarten (梨园主题公园 lí yuán zhǔ tí gōng yuán).&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eine Skulptur vom Künstler 韩美林 (hán měi lín) im Birnengarten (梨园主题公园 lí yuán zhǔ tí gōng yuán).&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wie gut, dass man von allen Seiten immer wieder gesagt bekommt, wie schön es doch ist, eigene Kinder zu haben.&lt;br /&gt;
Man könnte sonst tatsächlich daran zweifeln. Vor allen Dingen, wenn man sich wieder einmal die ganze Nacht von dem kleinen Windelpupser hat anschreien lassen.&lt;br /&gt;
Er wacht auf, orientiert sich kurze zwei, drei Sekunden lang und beschliesst, dass die beste Methode seinen Eltern mitzuteilen, dass er Hunger hat die ist, ununterbrochen zu schreien.&lt;br /&gt;
Meine Frau geht die Milch holen und erwärmt sie auf angenehme Temperatur, während ich versuche die Sirene abzustellen.&lt;br /&gt;
Alle diese tollen Tricks bin ich bereits durch: Auf den Arm nehmen, hin und her wiegen, etwas umherlaufen, ruhig mit ihm sprechen, etwas singen, streicheln, leichtes Klopfen, liegend halten, aufrecht halten, Schnuller geben und und und. Nichts funktioniert.&lt;br /&gt;
Bis meine Schwiegermutter kommt und ihn einfach nur auf den Arm nimmt. Sofort gibt die treulose Seele Ruhe. Sie tut nichts, als ihn einfach zu nehmen.&lt;br /&gt;
Gewiss, sie hat Erfahrung mit Kindern und ich sollte nicht all zu überrascht sein, aber ich fühle mich tatsächlich jedes Mal ziemlich verarscht.&lt;br /&gt;
Sie haben richtig gelesen: Meine Schwiegereltern sind bei uns eingezogen.&lt;br /&gt;
Eine weitere Sache, die man bedenken sollte, wenn man eine Chinesin heiratet. Wie schon öfter angesprochen: Man heiratet die ganze Familie, das muss man sich vorher klar machen.&lt;br /&gt;
Klassischerweise ist es so, dass sie bei dem ältesten Sohn einziehen, aber auf Grund der Ein-Kind-Politik gibt es auch Ausnahmen.&lt;br /&gt;
Meine Schwiegereltern werden irgendwann auch wieder zurückgehen (das bedeutet in den Wohnblock gegenüber), aber bis dahin wohnen sie in unserem Kinderzimmer, das ja noch nicht gebraucht wird, und kümmern sich um meine Frau und Kind.&lt;br /&gt;
Als Mann hat man dann alle Hausrechte abgegeben. Der Lieblingsplatz auf dem Sofa gehört einem nicht mehr und zu sagen hat man auch nicht mehr viel, wenn man nach Hause kommt (ich übertreibe ein wenig, aber manchmal kommt es einem so vor).&lt;br /&gt;
Aber diese kleinen Eingeständnisse sind nichts im Vergleich zu dem Nutzen, den man daraus zieht:&lt;br /&gt;
Frau und Kind sind 24/7 versorgt, es ist gekocht, wenn man nach Hause kommt und Einkaufen und Putzen tun sie auch noch. Ich weiss gar nicht, wie ich mich jemals bei ihnen revanchieren soll.&lt;br /&gt;
In China ist es durchaus üblich, ein Kindermädchen (in China 阿姨 ā yí genannt) zu engagieren, da viele Paare nicht den Luxus besitzen, dass die Eltern oder Schwiegereltern in der gleichen Stadt wohnen.&lt;br /&gt;
Wir dagegen haben Rundum-Versorgung gratis. Das ist schon etwas, was das Leben tatsächlich um etliches einfacher macht.&lt;br /&gt;
Man muss nur aufpassen, dass man das Zepter nicht komplett aus der Hand gibt.&lt;br /&gt;
Viel zu leicht haben Oma und Opa doch den Kleinen zu sehr verwöhnt und er wird zu einem dieser typischen, chinesischen Einzelkinder, die selbst die Chinesen selber verachten.&lt;br /&gt;
Und man darf natürlich auch nicht müde werden, sich immer wieder in die Gespräche einzumischen, wenn es zum zum Beispiel um den Kauf neuer Kinderjacken geht.&lt;br /&gt;
Denn sonst hat der Nachwuchs irgendwann einen Schrank voller roter Kleidung. Oder auch Pink, da macht man als Chinese nicht immer so einen grossen Unterschied.&lt;br /&gt;
Das ist für einen kleinen Jungen aber alles andere als angebracht. Halten Sie mich für altbacken, wenn sie wollen, aber ich bin kein grosser Fan von roter oder pinker Kleidung.&lt;br /&gt;
Im Chinesischen steht sie für Glück und ist eine Schutzfarbe gegen das Böse. Interessanterweise übernimmt diese Aufgabe in westlichen Kulturen die Farbe Hellblau.&lt;br /&gt;
Daher ist Kleidung für Jungen bis heute noch oft Blau. Das Hellblau war eine Schutzfarbe gegen böse Mächte und man wollte seinen Namensträger durch sie schützen.&lt;br /&gt;
Bei Mädchen war dieser Beschützerinstinkt wohl nicht so ausgeprägt und so gab es klassischerweise keine Schutzfarbe für sie.&lt;br /&gt;
Später hat man dann Kleidung für Jungs hellblau und Kleidung für Mädchen rosa gemacht (zumindest in unseren Breitengraden).&lt;br /&gt;
Ich muss also, wenn die Familie wieder im Internet stöbert, immer wieder eingreifen und bestimmen, dass die pinke Jacke dann doch zu einer blauen wird (ganz im Sinne des Bandnamens „&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Pink_Turns_Blue&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Pink_Turns_Blue&quot;&gt;Pink turns blue&lt;/a&gt;“ einer kölner Indie-Band aus den 80er Jahren, die ich damals gerne gehört habe). 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 04 Nov 2017 01:51:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/295-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Immer wieder ein Kampf</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/284-Immer-wieder-ein-Kampf.html</link>
            <category>Anderes</category>
            <category>Kultur</category>
            <category>Lustiges</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/284-Immer-wieder-ein-Kampf.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=284</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=284</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/taichi1.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/taichi1.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Eine kleine Gruppe beim morgendlichen Tai Chi (太极拳 tài jí quán).&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eine kleine Gruppe beim morgendlichen Tai Chi (太极拳 tài jí quán).&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Neuerdings sind Waschbecken an Flughäfen, Bahnhöfen oder auch in Restaurants mit berührungsfreier Lichtschrankentechnik ausgerüstet.&lt;br /&gt;
Das heisst: Man hält seine Hände einfach unter den Wasserhahn und schon läuft das Wasser.&lt;br /&gt;
Theoretisch zumindest. In Wirklichkeit sieht das ein wenig anders aus:&lt;br /&gt;
Wenn man die Hände nicht direkt vor den Sensor hält, weil die Position zu hoch oder tief ist, passiert rein gar nichts.&lt;br /&gt;
Und so kann man überall auf den öffentlichen Toiletten dieser Welt Menschen sehen, die mit gleitenden Bewegungen vor dem Waschbecken ihre Körper verrenken.&lt;br /&gt;
Mal mehr, mal weniger elegant führen sie kreisende Bewegungen aus und schneiden mit ihren Handflächen die Luft rund um den Wasserhahn.&lt;br /&gt;
Ich muss dann jedes Mal schmunzeln, denn all diese Leute sehen aus, als würden sie gemeinsam Figuren des Tai Chi (太极拳 tài jí quán), des chinesischen Schattenboxens einüben.&lt;br /&gt;
Und so kann man auch im Jahr des Feuer-Hahns (hatte ich in den Artikeln [[Die haben doch &#039;nen Knall]] und [[Affenzirkus]] erklärt) immer wieder Menschen sehen, die gegen den Wasserhahn kämpfen. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Tai Chi und andere, sogenannte Kampfsportarten haben in China eine lange Tradition, aber oft kommt es zu Verwechslungen, wenn Leute über sie reden und so sind sich viele Menschen nicht sicher, wo sie Kung Fu, Karate und Tai Chi einordnen sollen.&lt;br /&gt;
Somit möchte ich an dieser Stelle einmal einen kleinen Überblick geben.&lt;br /&gt;
Karate und Judo sind japanisch und Taekwondo ist koreanisch. Diese drei fallen schon einmal grundsätzlich raus.&lt;br /&gt;
Bleiben noch Tai Chi, Wu Shu und Kung Fu.&lt;br /&gt;
In der Regel spricht man von Kung Fu (im Hochchinesischen eigentlich Gong Fu ausgesprochen) (功夫 gōng fu), wenn man von chinesischen Kampfsportarten spricht, obwohl das nicht ganz richtig ist.&lt;br /&gt;
Selbst in China hat es sich eingebürgert, man meint aber eigentlich Wu Shu (武术 wǔ shù).&lt;br /&gt;
Kung Fu (功夫 gōng fu) bezeichnet eigentlich die innere Haltung gegenüber einer Tätigkeit. Das kann jede x-beliebige Tätigkeit sein. Vom Wischen des Bodens bis hin zu Kampfsportfiguren, die man immer und immer wieder übt.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/video/taichi2.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Übungen mit dem Langstock (棍 gùn).&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wer einmal ein paar Jahre am Fliessband oder einer Maschine gearbeitet hat, wird es kennen:&lt;br /&gt;
Man weiss instinktiv, wann man wo zu stehen und Materialien nachzufüllen hat, so dass die Maschine nicht stehen bleibt, sondern die ganze Schicht lang ruhig ratternd vor sich hin läuft.&lt;br /&gt;
Man gewöhnt sich an den Takt der Maschine und das Nachfüllen von Verbrauchsmaterialien, so wie das Abräumen des Bandes und die immer wiederkehrenden Kontrollen vereinen sich zu einem Bewegungsablauf, der nach den Jahren immer mehr einem Tanz ähnelt. Genau das ist Kung Fu (功夫 gōng fu).&lt;br /&gt;
Das, was man gemeinhin meint, wenn man Kung Fu (功夫 gōng fu) sagt, ist Wu Shu (武术 wǔ shù).&lt;br /&gt;
Wu Shu (武术 wǔ shù) steht für die Kampfsportarten Chinas, oder besser gesagt: die Verteidigungssportarten.&lt;br /&gt;
Wobei die alten Wu Shu (武术 wǔ shù) Stile weit über die Kampfsportarten hinaus reichen bis hin zur Meditation und Kaligraphie. &lt;br /&gt;
Das zweite Zeichen 术 shù steht einfach für Kunst oder Fertigkeit&lt;br /&gt;
Aber das erste Zeichen 武 wǔ macht es bereits deutlich: Zwar wird es allgemein mit „Kampf“ übersetzt, untersucht man es aber  genauer, wird man feststellen, dass es aus zwei Zeichen zusammengesetzt ist:&lt;br /&gt;
止 zhǐ, was so viel bedeutet wie stoppen und 戈 gē, welches für Hellebarde bzw. für Waffe im allgemeinen steht.&lt;br /&gt;
Es handelt sich also um die Fertigkeit jemanden mit einer Waffe zu stoppen, unabhängig davon, ob man selber eine Waffe trägt, oder sich nur mit dem Körper verteidigt.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/taichi3.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/taichi3.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Übungen mit dem chinesischen Säbel (刀 dāo).&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Übungen mit dem chinesischen Säbel (刀 dāo).&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Man würde jetzt aus westlicher Sicht glauben, dass man mit KungFu (功夫 gōng fu), also dem ständigen Wiederholen und der daraus resultierenden Fertigkeit zu einem guten Wu Shu (武术 wǔ shù), also einem guten Kampfstil kommt.&lt;br /&gt;
Aber weit gefehlt: Nicht Wu Shu (武术 wǔ shù), sondern KungFu (功夫 gōng fu) ist das übergestellte, grössere Ziel und man kann es, unter anderem mit einem guten Wu Shu (武术 wǔ shù) erreichen.&lt;br /&gt;
Wu Shu (武术 wǔ shù) unterteilt sich in zwei Hauptgruppen: Zum einen gibt es den harten Stil, oder auch äusserer Stil genannt (外家拳 wài jiā quán).&lt;br /&gt;
Dieser Stil zeichnet sich durch Geschicklichkeit, Abhärtung und Geschwindigkeit aus. Dies ist gemeinhin das, was man im alltäglichen Sprachgebrauch unter Kung Fu versteht. Eine Kampfsportart, die sich aktiv gegen einen Gegner richtet.&lt;br /&gt;
Zu den äusseren Stilen gehören unter anderem so klangvolle Namen wie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Bajiquan&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Bajiquan&quot;&gt;die Faust der acht Extreme (八極拳 bā jí quán)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Affen-Kung-Fu&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Affen-Kung-Fu&quot;&gt;das Affen-Kung-Fu (猴拳 hóu quán)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Hung_Kuen&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Hung_Kuen&quot;&gt;Hung Kuen (洪拳 hóng quán)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Nanquan&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Nanquan&quot;&gt;die südliche Faust (南拳 nán quán)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/San_Shou&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/San_Shou&quot;&gt;die freie Hand (散手 sàn shǒu)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Shuaijiao&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Shuaijiao&quot;&gt;chinesisch/mongolisches Ringen (摔跤 oder 摔交 shuāi jiāo)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Tang_Lang_Quan&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Tang_Lang_Quan&quot;&gt;das Gottesanbeterinnen Kung Fu (螳螂拳 táng láng quán)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Wing_Chun&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Wing_Chun&quot;&gt;die Ode an den Frühling (詠春 yǒng chūn)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Ying_Zhao_Quan&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Ying_Zhao_Quan&quot;&gt;die Schule der Adlerkralle (鷹爪派 yīng zhuǎ pài)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
und das bekannte&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Shaolin_Kung_Fu&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Shaolin_Kung_Fu&quot;&gt;Shaolin Kung Fu (少林功夫 shào lín gōng fu)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen gibt es den weichen Stil oder auch innerer Stil genannt (內家拳 nèi jiā quán).&lt;br /&gt;
Dieser legt den Schwerpunkt auf die innere Ruhe.&lt;br /&gt;
Bewegung, Entspannung, Gleichgewicht und Ganzheit des Körpers stehen hier im Vordergrund.&lt;br /&gt;
Wer jetzt allerdings glaubt, dass diese Stile sehr entspannend seinen, dem kann ich versichern, dass man auch hier durch Körperspannung und Bewegung schnell einen Muskelkater bekommt.&lt;br /&gt;
Zu den inneren Stilen zählen unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Baguazhang&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Baguazhang&quot;&gt;die acht Trigramme (八卦掌 bā guà zhǎng)&lt;/a&gt; - (wird Ihnen eventuell aus dem Artikel [[Alles in Bewegung]] bekannt vorkommen)&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Liu_He_Ba_Fa&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Liu_He_Ba_Fa&quot;&gt;der Stil der sechs Harmonien und acht Methoden (六合八法拳 liù hé bā fǎ quán)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Tongbeiquan&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Tongbeiquan&quot;&gt;das Tongbeiquan (通臂拳 tōng bei quán)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Xingyiquan&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Xingyiquan&quot;&gt;das Xingyiquan (形意拳 xíng yì quán)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
und natürlich das bekannteste von allen:&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Taijiquan&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Taijiquan&quot;&gt;das 太极拳 (tài jí quán), bei uns als Tai Chi bekannt&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus unterscheidet man noch nördliche und südliche Stile, aber das würde an dieser Stelle zu weit führen.&lt;br /&gt;
Die meisten dieser Stile kann man so wohl ohne als auch mit Waffen ausführen. Klassische Waffen sind folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Jian&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Jian&quot;&gt;das chinesische Schwert (劍 Jiàn)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Dao_(S%C3%A4bel)&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Dao_(S%C3%A4bel)&quot;&gt;der chinesische Säbel (刀 dāo)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Dreistock&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Dreistock&quot;&gt;der Dreistock (三節棍 sān jié)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/B%C5%8D&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/B%C5%8D&quot;&gt;der Langstock (棍 gùn)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
- der Kurzstock (短棍 duǎn gùn)&lt;br /&gt;
- der Fächer (扇 shàn)&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Guan_Dao&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Guan_Dao&quot;&gt;die Guan-Hellebarde (关刀 guān dāo)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
- der Speer (枪 qiang)&lt;br /&gt;
- die Wurfpfeile (镖 biāo)&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Jiujiebian&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Jiujiebian&quot;&gt;die 9-Teile-Peitsche (九节鞭 jiǔ jié biān)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Nunchaku&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Nunchaku&quot;&gt;der Doppelstock (双节棍 shuāng jié gùn)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/waffen.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/waffen.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ein kleiner Laden, der sich auf Trainingswaffen spezialisiert hat.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein kleiner Laden, der sich auf Trainingswaffen spezialisiert hat.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Und es gibt noch einige seltene Waffen, aber auch das würde hier zu weit führen.&lt;br /&gt;
Man kann all diese unterschiedlichen Gerätschaften als stumpfe Trainingswaffen in speziellen Läden kaufen.&lt;br /&gt;
Wer sich für Kampfsport und/oder diese Waffen interessiert, braucht bloss einmal morgens früh in einen Park in einer der chinesischen Grossstädte zu gehen.&lt;br /&gt;
Hier finden sich immer ein paar Leute, die gemeinsam ein paar Figuren üben, mit Schwert, Stock oder Fächer herumwirbeln oder einfach für sich ein paar Bewegungen vollziehen, ebenso wie die Leute vor den Waschbecken in den öffentlichen Toiletten. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 15 Oct 2017 07:40:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/284-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Autobomben abstellen verboten</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/272-Autobomben-abstellen-verboten.html</link>
            <category>Anderes</category>
            <category>kleine Spinnereien</category>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/272-Autobomben-abstellen-verboten.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=272</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=272</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/schild.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/schild.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Was uns dieses Schild sagen will, erschliesst sich nicht auf den ersten Blick.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Was uns dieses Schild sagen will, erschliesst sich nicht auf den ersten Blick.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Da spaziere ich eines Tages durch eines der Botschaftsviertel in Beijing und bemerke ein seltsames Schild. Ein durchgestrichener PKW, über dem eine Explosion oder ein Feuer dargestellt ist.&lt;br /&gt;
Auf den ersten Blick sieht man einfach ein Auto mit einem Strahlenkranz auf dem Dach.&lt;br /&gt;
Das hatte mich stutzig gemacht. Fahrzeuge mit Lichtern auf dem Dach sind in der Regel Polizei- oder Rettungsfahrzeuge.&lt;br /&gt;
Dann würde das Schild explizit die Nutzung für Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen untersagen.&lt;br /&gt;
Bei diesem Gedanken musste ich schmunzeln. Dann erkannte ich aber, dass es kein gleichförmiger Strahlenkranz über dem Auto war, sondern etwas, das mehr einer Explosion glich und in der Mitte war ein Feuer abgebildet.&lt;br /&gt;
Also ein PKW mit einem Feuer auf dem Dach.&lt;br /&gt;
Natürlich: Da ich mich im Botschaftsgelände befand, lag es doch auf der Hand: Es ist natürlich verboten Autobomben in dieser Strasse abzustellen.&lt;br /&gt;
Im Rest der Stadt ist es dann wohl erlaubt. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Aber Schluss mit dem Unsinn. Ich habe mir lange Zeit Gedanken gemacht, was das Zeichen bedeuten könnte.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/fuehrerscheinpruefung.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/fuehrerscheinpruefung.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;机动车驾驶人 培训考试必读 (jī dòng chē jià shǐ rén péi xùn kǎo shì bì dú), ein Leitfaden für Kraftfahrer.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;机动车驾驶人 培训考试必读 (jī dòng chē jià shǐ rén péi xùn kǎo shì bì dú), ein Leitfaden für Kraftfahrer.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Inzwischen hatte ich es auch in anderen Stadtvierteln gesehen, damit war also auch die Erklärung, dass sich jemand einen Scherz erlaubt und die Explosion nachträglich auf das Schild geklebt hatte, nicht mehr akkurat.&lt;br /&gt;
Es könnte natürlich ein Hinweis sein, dass man sein Auto hier nicht parken sollte, da es auf Grund der Sonneneinstrahlung Feuer fangen könnte.&lt;br /&gt;
Aber warum ausgerechnet hier, zumal dies eine der wenigen Strassen ist über die ein paar alte Bäume ihr Blätterdach ausbreiten und Schatten spenden.&lt;br /&gt;
Ich habe dann den 机动车驾驶人 培训考试必读 (jī dòng chē jià shǐ rén péi xùn kǎo shì bì dú), also den Leitfaden für den Kraftfahrer (ein Buch das zum Beispiel für die Führerscheinprüfung verwendet wird) zu Rate gezogen um das Schild letztendlich zu identifizieren.&lt;br /&gt;
Es ist ein Warnhinweisschild, das Gefahrentransporte an dieser Stelle verbietet.&lt;br /&gt;
Da wäre ich nicht drauf gekommen. Für so ein Verbot hätte ich einen LKW auf dem Schild erwartet, keinen PKW.&lt;br /&gt;
Aber nun ist es klar, obwohl mir meine Erklärungen irgendwie besser gefallen haben.&lt;br /&gt;
Vor allen Dingen die mit der Autobombe. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 07 Aug 2017 03:09:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/272-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>International laundry</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/260-International-laundry.html</link>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/260-International-laundry.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=260</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=260</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/laundry.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/laundry.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;&#039;international laundry&#039; also eine angeblich internationale Wäscherei.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;&#039;international laundry&#039; also eine angeblich internationale Wäscherei.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ich stelle immer wieder fest, dass Produkte, die in China verkauft werden, tatsächlich nur als hochwertig angesehen werden, wenn sie aus dem Ausland kommen.&lt;br /&gt;
Bei Waren die in China hergestellt wurden ist die Angst gross, dass sie nicht in Ordnung sind.&lt;br /&gt;
Viele Chinesen bevorzugen Produkte aus dem Ausland, da einheimisch produzierte immer wieder Sicherheitsmängel aufweisen, unsauber produziert sind, oder sogar giftige Stoffe beinhalten.&lt;br /&gt;
Vielerorts werden daher Dinge aus dem Ausland gekauft. Allerdings muss man hier auch wieder aufpassen, denn viele Produkte werden kopiert, oder nach der Einfuhr umverpackt und dabei kann einiges passieren.&lt;br /&gt;
Selbst verschiedene Substanzen, die für Forschungen an den Universitäten gebraucht werden, sind oft nicht mehr original und so können auch keine korrekten Testergebnisse erzielt werden.&lt;br /&gt;
Was für den deutschen Leser ein absolutes Unding ist, ist in China ganz alltäglich.&lt;br /&gt;
Es hat sich also eingebürgert, dass man irgendwie versucht an Originalwaren aus dem Ausland zu kommen.&lt;br /&gt;
Und das ist natürlich inzwischen zu einem Marktrenner geworden.&lt;br /&gt;
Wann immer ich irgendwo in einem Kaufhaus bin, versuchen die Verkäufer mir irgendwelche angeblich deutschen Produkte aufzuschwatzen von Firmen, deren Namen ich noch nie gehört habe.&lt;br /&gt;
Oft kann Ich mir auch gar nicht vorstellen, dass man diese überhaupt deutsch aussprechen könnte.&lt;br /&gt;
Viele kleine Geschäfte tun so, als wären sie Filialen einer internationalen Kette, um Kompetenz auszustrahlen und so Kunden anzulocken. Das führt zu recht skurrilen Werbungen.&lt;br /&gt;
Ein Beispiel habe ich hier auf dem Foto abgebildet. Eine internationale Wäscherei, „international laundy“ (mal abgesehen davon, dass l und i vertauscht sind).&lt;br /&gt;
Das macht zwar überhaupt keinen Sinn, aber es beschreibt ziemlich eindrucksvoll den chinesischen Drang nach ausländischen und vermeintlich qualitativ besseren Produkten bzw. Dienstleistungen.&lt;br /&gt;
Wenn man einmal in einem internationalen Kontext nachforscht, wird man als Suchergebnisse zu UCC keine Wäscherei finden sondern folgende Firmen und Behörden:&lt;br /&gt;
- die Normenorganisation Uniform Code Council&lt;br /&gt;
- die United Church of Christ (eine der evangelischen Kirchen der USA)&lt;br /&gt;
- die irische Universität University College Cork&lt;br /&gt;
- die verantwortliche Firma des größten Giftgasunfalls Union Carbide Corporation&lt;br /&gt;
- die UCC Group, eine japanische Kaffeehandelsgruppe&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
- Ukrainian Canadian Congress (Ukrainisch-kanadische Interessenvertretung in Kanada)&lt;br /&gt;
Aber UCC klingt schön international. Und wer wird schon Nachforschungen anstellen, bevor er seine Wäsche waschen lässt...&lt;br /&gt;
Wenn man die Augen offen hält, kann man in China immer wieder derartige Dinge sehen. Beispiele wie dieses finden sich überall. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 04 Jun 2017 09:22:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/260-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>UFO Landeplätze</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/255-UFO-Landeplaetze.html</link>
            <category>Anderes</category>
            <category>Interessante Orte</category>
            <category>kleine Spinnereien</category>
            <category>Lustiges</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/255-UFO-Landeplaetze.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=255</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=255</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ufo1.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ufo1.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Dies ist einer dieser seltsamen Orte.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Dies ist einer dieser seltsamen Orte.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Die meisten Leute machen den Fehler UFOs als ausserirdische Technik anzusehen.&lt;br /&gt;
Dabei bedeutet das Wort UFO nichts anderes als „unbekanntes Flugobjekt“. Es kann sich also um alles mögliche handeln.&lt;br /&gt;
Vom neuesten Tarnkappenbomber bis hin zur Mülltüte, die im Wind treibt. So lange das Objekt noch nicht identifiziert wurde, ist es ein UFO (was fliegende Untertassen oder andere ausserirdische Flugobjekte natürlich mit einschliesst).&lt;br /&gt;
Die Frage „glaubst Du an UFOs ?“ sollte man also immer mit „ja“ beantworten, schliesslich gibt es unzählige Gelegenheiten in denen man unbekannten Flugobjekten begegnet, auch wenn sie in der Regel irdischen Ursprungs sind.&lt;br /&gt;
Es gibt in Beijing einige Orte, deren Nutzen sich nicht auf den ersten Blick erschliesst.&lt;br /&gt;
Ich habe bereits zwei von ihnen im südlichen Innenstadtbereich der Hauptstadt ausmachen können.&lt;br /&gt;
Ich bin immer wieder an ihnen vorbeigefahren und -gelaufen und habe mich jedes Mal gefragt welchem Zweck sie wohl dienen.&lt;br /&gt;
Es handelt sich um Areale, die durch einen immens hohen Zaun von der Aussenwelt abgetrennt sind.&lt;br /&gt;
Da kaum jemand aus meinem Bekanntenkreis weiss um was es sich hier handelt, haben wir uns einfach mal ein paar Gedanken gemacht:&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ufo2.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ufo2.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Dies ist ein weiterer.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Dies ist ein weiterer.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;UFO Landeplätze könnten es sein. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Allerdings hätten sich Sichtungen von fliegenden Untertassen oder Ähnlichem ganz sicher wie ein Lauffeuer in den sozialen Medien verbreitet, schliesslich liegen diese Plätze in dicht besiedeltem Gebiet.&lt;br /&gt;
Also muss es sich doch um etwas anderes handeln.&lt;br /&gt;
Müllkippen, deren hohe Zäune dafür Sorge tragen, dass die Stoffe, die dort gelagert werden nicht durch den teilweise sehr starken Wind fortgeblasen werden.&lt;br /&gt;
Aber auch das klingt nicht wirklich plausibel. Die Zäune sind zwar sehr hoch, aber oben offen. Bei den Stürmen, die teilweise in Beijing toben, wären sie kein Hindernis.&lt;br /&gt;
Biotope für Pflanzen oder Tiere, vielleicht ? Forschungsgelände für die Nahrung der Zukunft ?&lt;br /&gt;
Nun, gut. Lassen wir die ganzen Spinnereien mal beiseite und gehen wir logisch der Sache auf den Grund.&lt;br /&gt;
Erst einmal im Internet den Stadtplan checken und dann vielleicht einfach mal näher rangehen, irgendwo muss ja ein Eingang sein.&lt;br /&gt;
Und siehe da: Es gibt eine ganz plausible Erklärung für diese Gebiete mit ihren riesigen Zäunen.&lt;br /&gt;
Es sind Golfplätze, bzw. ehemalige Golfplätze.&lt;br /&gt;
Die Zäune dienen dazu verirrte Bälle abzufangen, damit sie nicht den Strassenverkehr gefährden können.&lt;br /&gt;
Ein wenig enttäuschend, finden Sie nicht auch ?&lt;br /&gt;
Nach einer ganzen Weile voller Spinnereien und Verschwörungstheorien eine zu einfache Erklärung.&lt;br /&gt;
Ich hätte mir mehr erhofft. Schade. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 16 May 2017 01:32:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/255-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Birne im Fettnapf</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/238-Birne-im-Fettnapf.html</link>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
            <category>Sprache</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/238-Birne-im-Fettnapf.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=238</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=238</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/birnen.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/birnen.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Birnen.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Birnen.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Heute möchte ich wieder einmal über Fettnäpfchen sprechen, in die man leicht treten kann, wenn man in China ist.&lt;br /&gt;
Besonders wenn man in einer Beziehung ist, gilt es einige Fettnäpfchen zu vermeiden, da sie oft nicht einfach nur als unbeabsichtigter Fauxpas angesehen werden, sondern teilweise schon als böses Omen.&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird chinesisches Essen immer zu mehreren Leuten geteilt.&lt;br /&gt;
Alles kommt in Schüsseln oder auf Tellern in die Mitte auf den Tisch und jeder kann nach Herzenslust zulangen und das essen, was ihm am besten schmeckt.&lt;br /&gt;
Oft bekommt man von seinem Nachbarn auch die vermeintlich besten Stücke direkt auf den Teller gelegt, das ist in China völlig normal und gilt als nette Geste.&lt;br /&gt;
Was Sie allerdings niemals tun sollten, wenn Sie einen chinesischen Partner oder eine chinesische Partnerin haben, ist ihm oder ihr anzubieten, eine Birne zu teilen.&lt;br /&gt;
Ich denke, jeder Ausländer, der in einer Beziehung mit einem Chinesen oder einer Chinesin ist, wird mindestens einmal in dieses Fettnäpfchen treten. Man teilt keine Birnen!&lt;br /&gt;
Das kommt ganz einfach daher, dass sich im Chinesischen wieder zwei Aussagen gleich anhören.&lt;br /&gt;
分开 (fēn kaī) bedeutet teilen. Wenn man eine Birne teilt, heisst es 分梨 (fēn lí).&lt;br /&gt;
Genau so ausgesprochen wird allerdings auch 分离 (fēn lí). Und das bedeutet trennen oder Trennung.&lt;br /&gt;
Wenn man seinem Partner oder seiner Partnerin also anbietet eine Birne zu teilen, hört es sich genau so an, als würde man vorschlagen, sich zu trennen.&lt;br /&gt;
Deshalb ist dies ein absolutes NoGo in China.&lt;br /&gt;
Ebenso sollte man vermeiden dem Partner, gerade beim ersten Date, einen Regenschirm zu geben.&lt;br /&gt;
Denn der Schirm 伞 (sǎn) wird auch wieder ähnlich ausgesprochen wie 散 (sàn). Lediglich die Betonung ist anders.&lt;br /&gt;
Und 散 (sàn) bedeutet auch wieder auseinandergehen.&lt;br /&gt;
Begleiten Sie ihren Partner lieber mit dem Schirm zum Taxi oder nach Hause, dann beschwören Sie auf jeden Fall kein böses Omen herauf.&lt;br /&gt;
In Sachen Beziehungen muss man auf einige Dinge achten in China. Sehr schön finde ich persönlich auch die Geschichte mit dem grünen Hut.&lt;br /&gt;
Sie sollten als Mann in China davon absehen einen grünen Hut, bzw. eine grüne Mütze zu tragen.&lt;br /&gt;
Damit geben Sie in den Augen der Chinesen Anlass dazu, dass man sich über sie lustig macht. Das wird nicht öffentlich passieren, aber hin und wieder kann man doch jemanden schmunzeln sehen.&lt;br /&gt;
Denn es gibt eine alte Geschichte über einen Kaufmann und seine Frau, die ihn mit einem Kleiderverkäufer hintergangen hatte.&lt;br /&gt;
Die Frau hatte bei dem Kleiderverkäufer einen grünen Hut gekauft, den ihr Mann immer trug, wenn er auf Geschäftsreisen ging.&lt;br /&gt;
Somit konnte der Kleiderverkäufer, immer wenn er den grünen Hut auf der Strasse sah, sicher sein dass die Frau alleine zu Hause war.&lt;br /&gt;
„Einen grünen Hut zu tragen“ ist das chinesische Pendant zum deutschen „Hörner aufgesetzt bekommen“.&lt;br /&gt;
Das sollte man wissen, wenn man in China unterwegs ist. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 29 Mar 2017 18:26:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/238-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Stilles Örtchen</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/204-Stilles-OErtchen.html</link>
            <category>Anderes</category>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/204-Stilles-OErtchen.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=204</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=204</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/reihenklo.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/reihenklo.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Viele Klos nebeneinander ohne Trennwand sind keine Seltenheit. Dass sie so sauber sind, schon.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Viele Klos nebeneinander ohne Trennwand sind keine Seltenheit. Dass sie so sauber sind, schon.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Das „stille Örtchen“, wie es so schön im deutschen heisst, ist in China alles andere als still.&lt;br /&gt;
Massenandrang, auch auf dem Männerklo, ist keine Seltenheit.&lt;br /&gt;
In alten Stadtvierteln in Beijing, wo es noch kein fliessendes Wasser in den Haushalten selber gibt, sind die Bewohner oft auf die öffentlichen Toiletten angewiesen.&lt;br /&gt;
Ob gross, ob klein, man verrichtet hier sein Geschäft oft im Beisein von etlichen anderen Leuten.&lt;br /&gt;
Für jemanden der es zum ersten Mal sieht ziemlich befremdlich, sind mehrere Toilettenöffnungen nebeneinander, ohne Trennwand.&lt;br /&gt;
Hier kann man, während man sich erleichtert auch noch gleich ein Schwätzchen mit seinem Nachbarn führen, wenn einem denn danach ist. Und oft kann man so etwas tatsächlich erleben auf den öffentlichen Toiletten in China&#039;s Hauptstadt.&lt;br /&gt;
Willkommen zu Teil II des Toilettenberichts in meinem Blog. Im ersten Teil [[In der Hocke]] habe ich ja bereits beschrieben, dass chinesische Toiletten oft nur ein Loch im Boden sind und einen dazu zwingen in der Hocke sein Geschäft zu verrichten.&lt;br /&gt;
Die meisten Ausländer, mich eingeschlossen, haben damit so ihre arge Not.&lt;br /&gt;
Damit wir uns richtig verstehen: Nicht alle Toiletten in China sind Hockklos. Gerade in modernen Einkaufszentren finden sich westliche und vor allen Dingen auch saubere Toiletten, in der Regel mit einem permanenten Putzdienst, der immer wieder sauber macht.&lt;br /&gt;
Nur, wenn es sich gar nicht vermeiden lässt und es sich bereits um einen Stuhlgang-Notfall handelt, bin ich bereit das grosse Geschäft auf einem der Hockklos zu verrichten.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/reiper.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/reiper.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Öffentliche Toilette mit Reinigungspersonal.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Öffentliche Toilette mit Reinigungspersonal.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Das ganze gestaltet sich dann folgendermassen: Da ich, im Gegensatz zum Durchschnittschinesen, auf Grund einer anderen Erziehung nicht das nötige Geschick aufbringe, muss ich erst einmal ein paar Sicherheitsmassnahmen einleiten.&lt;br /&gt;
Dazu gehört als erstes eine Toilette zu suchen, deren Wände nicht zu weit vom Loch im Boden entfernt sind, denn ich muss mich abstützen, um nicht beim verrichten des Geschäfts auf den nackten Hintern zu fallen.&lt;br /&gt;
Ist die passende Toilette gefunden, dann schnell noch die Hose und Unterhose ausziehen und irgendwo an einen Nagel hängen.&lt;br /&gt;
Dummerweise befinden sich meine Füsse, wenn ich in die Hocke gehe und meinen Körper ausbalanciere im gleichen Bereich, wie mein Hintern. Das heisst: Es würde keinen Unterschied machen ob ich vor dem Toilettengang die Hose anlasse oder herunterziehe. Nur wenn ich sie komplett entferne, ist der Weg frei um der Natur ihren Lauf zu lassen.&lt;br /&gt;
Man sagt, dass es viele Ausländer gibt, die grosse Probleme mit der Hockhaltung auf der Toilette haben.&lt;br /&gt;
Angeblich kommt es gar nicht so selten vor, dass sie vornüber gebeugt, wie eine Feldkanone, ihre Ladung nicht in das Loch, sondern ungewollt weit darüber hinaus verteilen.&lt;br /&gt;
Dieses Problem haben Chinesen nicht, da sie schon in jungen Jahren daran gewöhnt sind.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/hocke.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/hocke.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Man kann sehr oft Chinesen irgendwo hocken sehen.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Man kann sehr oft Chinesen irgendwo hocken sehen.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Chinesen benutzen diese Hockhaltung nicht nur, wenn sie auf Toilette gehen.&lt;br /&gt;
Wenn sie auf den Bus, oder einfach so auf der Strasse warten, hocken sie sich auch hin. Was für mich eine Tortur ist, ist für Chinesen, da sie es in Kindertagen bereits gelernt haben, eine ganz bequeme Haltung.&lt;br /&gt;
Hat man dann sein Geschäft unter erschwerten Bedingungen erledigt und richtet sich ein wenig auf, um die Blutzirkulation in den kribbelnden Beinen wieder in Gang zu bringen, kommt die Frage: „Wo ist das Klopapier ?“&lt;br /&gt;
Viele öffentliche Toiletten haben keins. Chinesen haben immer Papiertaschentücher oder Servietten dabei. Ich hatte ja schon einmal darüber berichtet, dass diese für alles herhalten müssen und allgegenwärtig sind.&lt;br /&gt;
Allgegenwärtig, mit Ausnahme der öffentlichen Toiletten. Hier sollte man sein Papier selber mitbringen.&lt;br /&gt;
Wenn man eine Zeit lang in China lebt, weiss man das. Bis dahin wird man, wie jeder andere Ausländer auch, einige Socken und Unterhosen opfern müssen.&lt;br /&gt;
Als letzte Hürde kommt das Händewaschen. Seife wird man in der Regel vergeblich suchen, aber auch ein Waschbecken hat nicht jedes öffentliche Toilettenhäuschen.&lt;br /&gt;
Wie man sich dann die Hände wäscht ? Na, eben gar nicht. Dafür muss man sich dann schon eine andere Toilette suchen.&lt;br /&gt;
Zum Beispiel in einem guten Restaurant, oder wie vorher schon bemerkt, in einem Einkaufszentrum.&lt;br /&gt;
Und für die Männer noch ein kleiner Hinweis: Wenn sie am Pinkelbecken stehen, nicht wundern wenn der eine oder andere Chinese mal mehr, mal weniger offensichtlich auf ihr bestes Stück schielt.&lt;br /&gt;
Sie wollen bloss eine Bestätigung ob die Gerüchte wahr sind, oder nicht. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 12 Jan 2017 04:32:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/204-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Wer schläft, der sündigt nicht</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/181-Wer-schlaeft,-der-suendigt-nicht.html</link>
            <category>Kultur</category>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/181-Wer-schlaeft,-der-suendigt-nicht.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=181</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=181</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/sleep.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/sleep.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Plastik in einer Gallerie im 789 Art District.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Plastik in einer Gallerie im 789 Art District.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Was man in China immer und überall beobachten kann sind schlafende Menschen.&lt;br /&gt;
Wenn das Wetter nicht zu kalt ist, liegen sie einfach auf den spärlichen Grasflächen zwischen den 12-spurigen, innerstädtischen Ringstrassen mitten im tosenden Verkehrschaos oder in den engen Metallboxen auf den Ladeflächen ihrer dreirädrigen Lastenfahrräder.&lt;br /&gt;
Wenn man versucht bei Restaurantketten wie McDonalds, KFC oder Burger King etwas zu essen, so bekommt man oft schwerlich einen Sitzplatz, da die Tische und Stühle bereits von Schlafenden besetzt sind. Es kann kaum jemand mehr vor Ort essen.&lt;br /&gt;
Sie liegen auf den Bänken in öffentlichen Parks, auf dem Bürgersteig oder mit dem Köpfen auf den Schreibtischen und Regalen im Büro.&lt;br /&gt;
Viele der Sicherheitskräfte in ihren kleinen, gläsernen Wachhäuschen oder auf den ausrangierten Sesseln draussen auf der Strasse, die Schranken oder ähnliches bewachen, tun dies nicht immer im wachen Zustand.&lt;br /&gt;
Und selbst der Angestellte des Sicherheitspersonals der U-Bahn verbringt einen guten Teil seiner Arbeitszeit damit, hinter der Sicherheitsabsperrung am Tisch zu schlafen, während die durchleuchteten Gepäckstücke, wie kleine Schäfchen die gezählt werden möchten, auf dem Monitor vor ihm vorüberziehen.&lt;br /&gt;
Und wer einmal in dem kleinen Kiosk in seinem Wohnblock, der früh morgens und spät in der Nacht immer offen hat, eingekauft hat wird auch gemerkt haben dass der Verkäufer seinen Kopf erst vom Tisch erhebt, wenn man tatsächlich an der Kasse steht und bezahlen möchte.&lt;br /&gt;
Ein interessantes Phänomen, das sich auch auf der Arbeit wiederfindet.&lt;br /&gt;
In China ist es durchaus üblich während der Arbeitszeit zu schlafen. Das ist auf den ersten Blick erst einmal verwirrend und man könnte meinen es seien alle faul im Reich der Mitte, aber so ist es dann doch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tel.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tel.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Chinesische Herbstimpression mit öffentlichem Fernsprechapparat.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Chinesische Herbstimpression mit öffentlichem Fernsprechapparat.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;In China gehören unbezahlte Überstunden zu jedem Job mit dazu. Niemand hinterfragt sie und wer bereits vor seinem Vorgesetzten das Büro verlässt, wird komisch angesehen.&lt;br /&gt;
Im Gegenzug zu den etlichen Überstunden, die man der Firma schenkt, wird der Mittagsschlaf eben am Arbeitsplatz gehalten. Im Endeffekt bleibt sich die Produktivität relativ gleich.&lt;br /&gt;
Ganz anders als in Deutschland wird man auch nicht komisch angesehen, wenn man sein Nickerchen am Arbeitsplatz hält, sondern der gegenteilige Effekt ist der Fall: Man wird gewürdigt dafür, dass man mehr Zeit auf der Arbeit verbringt.&lt;br /&gt;
Allerdings verzichtet der gemeine Arbeitnehmer bei dieser Regelung weitgehend auf Freizeit, da er den kompletten Tag auf der Arbeit oder in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit zubringt.&lt;br /&gt;
Einige extreme Auswüchse hat das Phänomen des Schlafens an öffentlichen Plätzen in den IKEA Märkten angenommen, die in China wie Pilze aus dem Boden zu spriessen scheinen: Man kann zu ziemlich jeder Tageszeit Leute in den Betten und auf den Sofas sehen, die hierherkommen um zu schlafen.&lt;br /&gt;
Es werden die Schuhe ausgezogen, teilweise auch noch mehr, und ein Nickerchen oder auch schon mal ein ausgewachsener Schlaf gehalten.&lt;br /&gt;
Neuerdings ist das laut Geschäftsleitung untersagt, allerdings haben es die Angestellten schwer dieses Verhalten, das derart ausgeufert ist, wieder unter Kontrolle zu bekommen.&lt;br /&gt;
Ich denke: So lange man die Liegemöbel nicht einzäunt, wird sich an den derzeit vorherrschenden Umständen auch nichts ändern.&lt;br /&gt;
In westlichen Unternehmen wird das Schlafen am Arbeitsplatz gar nicht gerne gesehen und chinesische Mitarbeiter aus diesem Grund auch immer wieder entlassen. Oft wissen die Betroffenen gar nicht warum.&lt;br /&gt;
Ich als Deutscher bin natürlich gewöhnt an einen streng geregelten und zeitlich begrenzten Arbeitsablauf und kann diesem System für mich persönlich auch den grössten Nutzeffekt abgewinnen.&lt;br /&gt;
Denn für mich bedeutet es zwar am Stück produktiv und manchmal auch gestresst zu sein, aber am Ende des Tages bleibt doch noch etwas Zeit für das Privatleben.&lt;br /&gt;
Aber das ist bloss meine persönliche Meinung und die ist hier in China, in dieser Form, in der Regel nicht so weit verbreitet. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 30 Nov 2016 07:13:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/181-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Alle Jahre wieder...</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/169-Alle-Jahre-wieder....html</link>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Überraschendes</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/169-Alle-Jahre-wieder....html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=169</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=169</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/konfu.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/konfu.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Im Konfuziustempel in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Im Konfuziustempel in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;...kommt das Christuskind, aber abgesehen davon dass es noch nicht so weit ist, kommt es auch nicht wirklich nach China.&lt;br /&gt;
Überall in den grossen Shoppingmalls und Geschäften wird weihnachtlich geschmückt als wenn es kein Morgen mehr gäbe, aber das war&#039;s dann auch.&lt;br /&gt;
China ist nun mal kein christliches Land, wie also sollte denn auch weihnachtliche Stimmung aufkommen ?&lt;br /&gt;
Wenn es zu Hause in Deutschland langsam etwas ruhiger und bedächtig wird, bleibt in China alles wie gehabt. Lediglich die Dekoration lässt darauf schliessen, dass in anderen Teilen der Welt Weihnachten gefeiert wird.&lt;br /&gt;
Aber das meine ich auch gar nicht. Denn: Alle Jahre wieder muss ich mein Visum erneuern lassen.&lt;br /&gt;
Und zwar aus dem Grund, dass ich einen deutschen Vertrag bei einer deutschen Firma habe und lediglich nach China entsendet bin.&lt;br /&gt;
Zu meiner grossen Überraschung musste ich dieses Mal nicht ins Ausland, um mein Visum zu erneuern, sondern konnte ganz bequem in Beijing bleiben.&lt;br /&gt;
Ich musste bloss meinen Reisepass und das Papier der Polizeiregistrierung einem sogenannten Agenten mitgeben (weil man das als Privatperson wieder nicht machen kann) und nicht ganz einen Monat warten.&lt;br /&gt;
Mit dem neuen Visum muss man sich natürlich auch wieder erneut bei dem lokalen Polizeibüro registrieren, das für den Bezirk zuständig ist in dem man wohnt.&lt;br /&gt;
Da ich diesmal etwas später da war, standen bereits 20 Leute vor den beiden Schaltern und hantierten mit Ehezeugnissen und anderen offiziellen Papieren herum und diskutierten mal mit diesem, mal mit jenem und mal mit den Angestellten hinter den Schaltern.&lt;br /&gt;
Das Problem an so einer Situation ist einfach beschrieben: Es gibt keine feste Reihenfolge in der die Leute abgearbeitet werden.&lt;br /&gt;
Das heisst: Jeder wuselt mal hierhin, mal dorthin.&lt;br /&gt;
Als einziger Ausländer mitten in einem derartigen Menschenauflauf hat man eine sehr geringe Chance tatsächlich irgendwann einmal an die Reihe zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/obst.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/obst.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Obst Verkäufer in den alten Stadvierteln (胡同 hút òng).&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Obst Verkäufer in den alten Stadvierteln (胡同 hút òng).&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wir haben ja alle schon gelernt, dass Chinesen sich gerade bei Ausländern gerne vordrängeln. Und auf einem Amt, wo man den Grossteil der Dinge die die Leute hier durch den Raum rufen eh nicht versteht, ist es extrem schwer sich Gehör zu verschaffen, selbst wenn man nur jemanden auffordern will sich in die Schlange zu stellen anstatt vorzudrängeln.&lt;br /&gt;
Und man sieht es bereits in den Gesichtern, wenn man das Büro betritt: Der einheitliche Gedanke ist fast schon zu hören: &quot;Sieh mal: Ein Ausländer. Ein williges Opfer.&quot;&lt;br /&gt;
Aber inzwischen habe ich ja auch einiges gelernt in China. Als aller erstes, dass man freundlich bleibt, aber eben nicht nach den Regeln spielt.&lt;br /&gt;
So bin ich dann auch in guter chinesischer Manier direkt an dem Menschenhaufen vorbei zum Schalter gegangen und habe die junge Angestellte in ein kleines Gespräch verwickelt.&lt;br /&gt;
Angefangen mit einer eigentlich dummen und völlig sinnlosen Frage: &quot;Ist dies der Schalter um sich als Ausländer registrieren zu lassen ?&quot;&lt;br /&gt;
Und natürlich auf Chinesisch. Selbst wenn die Angestellten Englisch können, was in meiner kleinen Polizeistation eh nicht der Fall ist, so reagieren die Beamten doch wesentlich zuvorkommender, wenn man zumindest versucht die Landessprache zu sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/geschaefte.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/geschaefte.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Geschäfte in den meist selbst sanierten alten Stadvierteln (胡同 hút òng).&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Geschäfte in den meist selbst sanierten alten Stadvierteln (胡同 hút òng).&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ich war schon öfters hier, weiss also dass dies der entsprechende Schalter ist, aber darum geht es gar nicht.&lt;br /&gt;
Als zweites die Frage welcher Kollege das denn übernehmen würde. Da die Kollegin hinter dem Schalter saß an dem die Registrierungen abgewickelt werden, war diese Frage also eigentlich auch nur blabla, aber somit hatte ich bereits Ihre Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
Dann noch die entscheidende Frage, ob die Papiere, die man mitgebracht hat ausreichen, oder ob man vielleicht etwas vergessen hat.&lt;br /&gt;
In der Regel ist der oder die Beamte/in jetzt bereits so weit in dem Thema, dass er/sie einen direkt abfertigt.&lt;br /&gt;
Und genau so war es dann in meinem Fall auch. Das ist ein Erlebnis, das einem den ganzen Tag versüsst.&lt;br /&gt;
Und auch in den Augen der Anwesenden stand auf einmal Verwunderung und Ungläubigkeit.&lt;br /&gt;
In China wird man durchaus gut angesehen, wenn man sich durch einen Trick einen Vorteil verschafft, anders als in Deutschland.&lt;br /&gt;
Allerdings gilt das in der Regel in Bezug auf Chinesen untereinander. Bei Ausländern, die so einen Coup landen, wissen Chinesen in der Regel nicht wie sie dieses Ereignis einzuordnen haben.&lt;br /&gt;
Sollen sie es wie gewohnt entsprechend tolerieren, eventuell sogar bestaunen oder doch lieber beleidigt sein ?&lt;br /&gt;
In jedem Fall habe ich heute einige Leute mit einem dicken Fragezeichen auf der Stirn stehen lassen und das fühlt sich richtig gut an.&lt;br /&gt;
Ganz einfach aus dem Grund, dass man mit eben jenen Mitteln, mit denen man selber jahrelang übervorteilt wurde, jetzt einfach mal alle anderen hinter sich gelassen hat.&lt;br /&gt;
Hämische Freude ? Ja, schon ein wenig. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 03 Nov 2016 04:39:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/169-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Nicht komisch</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/167-Nicht-komisch.html</link>
            <category>Kultur</category>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/167-Nicht-komisch.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=167</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=167</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/beihai.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/beihai.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Im 北海公园 běi hǎi park in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Im 北海公园 běi hǎi park in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wer einmal versucht hat einen Witz in China zu erzählen oder einfach seinen chinesischen Freunden eine Situationskomik erklären wollte, die gerade zwischen zwei Deutschen entstanden ist, der wird es kennen: Es kommt bei ihnen nicht an.&lt;br /&gt;
Die Auffassung was witzig ist und was nicht unterscheidet sich von Kultur zu Kultur und so musste ich immer wieder feststellen, dass Chinesen nicht über die gleichen Dinge lachen wie Deutsche.&lt;br /&gt;
Wenn man zum Beispiel versucht eine Situation durch kleine Übertreibungen in ein komisches Licht zu rücken, wird die Intention völlig missverstanden.&lt;br /&gt;
Das was &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Loriot&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Loriot&quot;&gt;Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow&lt;/a&gt;  alias &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Loriot&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Loriot&quot;&gt;Loriot&lt;/a&gt; zur Perfektion zelebriert hat, wird im Reich der Mitte in der Regel als bier-ernst verstanden und lässt viele der Zuhörer an dem seelischen Gleichgewicht des Erzählers zweifeln.&lt;br /&gt;
Es fällt vielen Chinesen bereits schwer zu akzeptieren dass ein Ausländer ein wenig Chinesisch sprechen kann, selbst wenn sie es selber hören. Sie versuchen immer noch das gesagte in einem englischen Kontext zu interpretieren und merken gar nicht dass es ihre Muttersprache ist, die sie nicht verstehen. Da spielt die Qualität der Aussprache auch gar keine Rolle. Wenn sie den Sprecher nicht sehen, können sie das Gesagte verstehen, sehen sie einen Ausländer, verstehen sie den Satz bereits nicht mehr.&lt;br /&gt;
Aber selbst wenn der Zuhörer zu denen gehört die akzeptieren, dass ein Ausländer Chinesisch spricht, gestehen sie ihm immer noch nicht das Recht zu, die Sprache auch ironisch zu gebrauchen.&lt;br /&gt;
&quot;Ein Ausländer spricht einfach und immer das, was er meint.&quot;&lt;br /&gt;
Die wenigsten Chinesen kommen auf die Idee, dass man etwas in einem komischen Kontext oder auch in einem inhaltlich gewundenen Kontext, der eigentlich typisch für das Chinesische ist und genutzt wird um dem Zuhörer zu schmeicheln, erzählen könnte.&lt;br /&gt;
Bei Witzen oder Kabarrett sieht es noch wesentlich komplizierter aus.&lt;br /&gt;
Einfache Grimassenschneiderei, so wie &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Jim_Carrey&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Jim_Carrey&quot;&gt;Jim Carrey&lt;/a&gt; es in unzähligen Filmen bereits gezeigt hat, ist eine Form der Unterhaltung die auch in Deutschland immer beliebter wird. Böse Zungen behaupten das läge an der Verdummung des Volkes.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/video/dorf1.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Fahrt durch chinesische Dörfer im Nordosten.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wie auch immer, diese Art der Unterhaltung kommt in China in der Regel überhaupt nicht gut an. (ausgenommen bei kleinen Kindern die, wenn sie sich nicht vor den Grimassen fürchten, dem ganzen noch etwas komisches abgewinnen können.)&lt;br /&gt;
In China bevorzugt man den Wortwitz. 相声 xiàng sheng heisst hier das Zauberwort. Ein komödiantisches Wortgefecht, in der Regel zwischen zwei Personen. Einige der bekannteren Künstler dieses Genre sind &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Ma_Sanli&quot; title=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Ma_Sanli&quot;&gt;马三立 mǎ sān lì&lt;/a&gt;, 候耀文 hòu yào wén, &lt;a href=&quot;https://zh.wikipedia.org/wiki/%E4%BE%AF%E8%80%80%E5%8D%8E&quot; title=&quot;https://zh.wikipedia.org/wiki/%E4%BE%AF%E8%80%80%E5%8D%8E&quot;&gt;侯耀华 hóu yào huá&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Jiang_Kun_(comedian)&quot; title=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Jiang_Kun_(comedian)&quot;&gt;姜昆 jiāng kūn&lt;/a&gt; und 郭德刚 guō dé gāng.&lt;br /&gt;
Von den Künstlern werden hier 4 Fertigkeiten erwartet: Sprechen, Mimen, den Partner veralbern und Singen.&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum westlichem Kabarett, wo der Schwerpunkt eher auf Politik gelegt wird, sind es beim chinesischen Pendant Alltagsprobleme des Normalbürgers.&lt;br /&gt;
Aber auch anders herum funktioniert die Komik in der Regel nicht. Hier ein kleines Beispiel. Der folgende Witz ist sowohl bekannt als auch beliebt beim chinesischen Publikum:&lt;br /&gt;
Person1: &quot;Ich arbeite jetzt an einer berühmten Englisch-Schule.&quot;&lt;br /&gt;
Person2: &quot;Du bist Lehrer?&quot;&lt;br /&gt;
Person1: &quot;Nein, ich bin der Türsteher&#039;&quot;&lt;br /&gt;
Diese Art Witz ist in westlichen Kreisen allenfalls auf der Karnevalssitzung der Grundschule komisch und würde niemals im Fernsehen ausgestrahlt werden.&lt;br /&gt;
Die ganzen kulturellen und das tägliche Leben betreffenden Hintergrundinformationen, die notwendig sind um diese Unterhaltung als lustig zu empfinden, fehlen dem deutschen Zuhörer und darum ist es nicht witzig.&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gibt es natürlich auch noch viele Wortwitze, die nur Sinn ergeben, wenn man ein wenig den Aufbau der chinesischen Sprache versteht.&lt;br /&gt;
Sie sehen also schon: Auch das Verständnis darüber was witzig ist, ist ein Produkt der Erziehung und unterscheidet sich je nachdem in welcher Kultur man sich gerade befindet. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 27 Oct 2016 03:30:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/167-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Alles ist relativ</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/161-Alles-ist-relativ.html</link>
            <category>Geschichte</category>
            <category>Lustiges</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/161-Alles-ist-relativ.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=161</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=161</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/selfie.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/selfie.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Egal ob mit oder ohne Selfiestick, in China muss immer das eigene Gesicht mit auf&#039;s Foto&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Egal ob mit oder ohne Selfiestick, in China muss immer das eigene Gesicht mit auf&#039;s Foto&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Die sogenannten Selfies sind in China allgegenwärtig. Chinesen scheinen überhaupt keine Bilder ohne Menschen darauf zu schiessen.&lt;br /&gt;
So fotografiert man nicht den Eifelturm um zu zeigen wie er aussieht, sondern man bannt sich im Vordergrund mit auf das Bild.&lt;br /&gt;
So als wolle man sagen: &quot;seht her, ich war tatsächlich da.&quot;&lt;br /&gt;
Somit zeigen Fotos, die von Chinesen geschossen werden eigentlich immer das gleiche Motiv, lediglich der Hintergrund wechselt.&lt;br /&gt;
Selbstporträt vor dem Tor des himmlischen Friedens, Selbstporträt vor dem Brandenburger Tor, Selbstporträt vor der Mona Lisa, Selbstporträt vor den Kirschbäumen während der Blütezeit, Selbstporträt vor dem reichlich gedeckten Tisch im Restaurant um die Ecke.&lt;br /&gt;
Junge Mädchen und Frauen ziehen sich zu bestimmten Gelegenheiten extra etwas schickes an und schminken sich, um ihre&lt;br /&gt;
Kussmünder noch eindrucksvoller auf den Schnappschüssen mit Hintergrundmotiven wie Löwentanz, Popkonzert oder Militärparade zu präsentieren.&lt;br /&gt;
Und diese Fotos werden dann in allen sozialen Medien gepostet und gegenseitig bewertet.&lt;br /&gt;
Wie &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Andy_Warhol&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Andy_Warhol&quot;&gt;Andy Warhol&lt;/a&gt; bereits sagte: &quot;In the future, everyone will be world-famous for 15 minutes.&quot;&lt;br /&gt;
Ganz in diesem Sinne kann sich jeder, der seine Selfie Schnappschüsse in den Weiten des Internets der breiten Masse zugänglich macht, als VIP fühlen. Und sei es nur für einen kurzen Augenblick.&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber sei hier noch angemerkt, dass Andy Warhol hier ein Zitat von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Marshall_McLuhan&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Marshall_McLuhan&quot;&gt;Marshall McLuhan&lt;/a&gt; benutzt hat, der von etlichen bekannten Leuten immer wieder zitiert worden ist und unter anderem auch den weltbekannten Ausdruck &quot;globales Dorf&quot; prägte.&lt;br /&gt;
Aber kommen wir zurück zu den Selfies. In China oder besser gesagt in ganz Asien (inzwischen vermehrt auch bei uns in Europa, aber ganz extrem in Asien) ist es üblich bei den modernen Selbstportraits eine Pose einzunehmen, die unter verschiedenen Gesichtspunkten unterschiedlich interpretiert werden kann.&lt;br /&gt;
Denn &quot;alles ist relativ&quot;. Und so kann man diesen schlauen Satz von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein&quot;&gt;Albert Einstein&lt;/a&gt; eben nicht nur auf Raum, Zeit und Gravitation beziehen, sondern eben auch auf ein Zeichen anwenden, das ursprünglich böse gemeint war und sich über die Jahre zu einem nett gemeinten verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/victory.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/victory.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ein typischer chinesischer Schnappschuss&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein typischer chinesischer Schnappschuss&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Man hält Zeige- und Mittelfinger in die Luft, während Ring- und kleiner Finger gekrümmt sind und vom Daumen gehalten werden, der über diese beiden gelegt wird. Der Handrücken zeigt dabei zum Ausführenden, die Handinnenseite zum Betrachter.&lt;br /&gt;
Vielen Leuten ist diese Pose als Victory Zeichen bekannt oder als Friedensgruss. Aber es gibt auch ganz andere Sichtweisen dieses Zeichen betreffend und das hat mit seiner Geschichte zu tun.&lt;br /&gt;
Gehen wir also von heute an rückwärts und schauen was es damit auf sich hat:&lt;br /&gt;
Nach China kam der Trend aus Japan und bedeutet eigentlich nichts anderes als &quot;glücklich&quot;. Somit unterstreichen die zwei hochgehaltenen Finger einfach das Lächeln.&lt;br /&gt;
Diese Geste wurde übernommen und war bereits bei den &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Hippie&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Hippie&quot;&gt;Hippies&lt;/a&gt; beliebt, die das Zeichen als Friedensgruss gebrauchten.&lt;br /&gt;
Ursprünglich bei Gegenbewegungen zum Vietnamkrieg und anderen Demonstrationen gebraucht, wo es noch eher an seine vorherige Bedeutung erinnerte.&lt;br /&gt;
Denn die bedeutete Sieg, vom englischen &quot;victory&quot; bzw. dem französischen &quot;victoire&quot;.&lt;br /&gt;
1941 benutzte der ehemalige belgische Justizminister Victor de Laveleye dieses Zeichen als Geste gegen die Deutschen.&lt;br /&gt;
Die BBC unterstützte dessen Verbreitung in Europa durch ihre &quot;V for Victory&quot;-Kampagne. Interessanterweise wurde als Jingle hierfür das Kopfmotiv Beethovens 5. Sinfonie („Ta Ta Ta Taaa“) benutzt, das im Morsecode für &quot;V&quot; steht (kurz, kurz, kurz, lang).&lt;br /&gt;
Noch im selben Jahr übernahm auch Winston Churchill dieses Zeichen und zeigte es fortan auf allen öffentlichen Veranstaltungen.&lt;br /&gt;
Aber das Zeichen ist noch älter. Es geht zurück auf die Zeit des &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Hundertj%C3%A4hriger_Krieg&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Hundertj%C3%A4hriger_Krieg&quot;&gt;hundertjährigen Krieges&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Das französische Militär, das zahlenmässig dem englischen weit überlegen war, hatte auf Grund der Langbogenschützen seiner Feinde in einigen Schlachten echte Probleme.&lt;br /&gt;
Somit schnitten sie den in Gefangenschaft geratenen Engländern dann auch regelmässig Zeige und Mittelfinger ab, damit diese keinen Bogen mehr spannen konnten.&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite zeigten die siegessicheren, englischen Bogenschützen vor jeder Schlacht den Franzosen eben besagte Finger in einer Pose, die heutzutage allenfalls noch mit dem Mittelfinger (oder Stinkefinger) gleichgestzt werden könnte.&lt;br /&gt;
Allerdings wurde dieses besagte Zeichen mit dem Handrücken zum Betrachter ausgeführt und ist in dieser Form auch heute  immer noch eine Beleidigung in englischen Pubs. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 22 Oct 2016 06:57:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/161-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Legal, illegal, scheissegal</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/158-Legal,-illegal,-scheissegal.html</link>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/158-Legal,-illegal,-scheissegal.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=158</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=158</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/fakef3.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/fakef3.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Visitenkarten mit mal mehr, mal weniger eindeutigen Angeboten gibt es nicht nur in Hotels&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Visitenkarten mit mal mehr, mal weniger eindeutigen Angeboten gibt es nicht nur in Hotels&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Prostitution ist in China illegal, ebenso wie Pornografie. Aber wie das immer so ist mit dem ältesten Geschäft der Welt: Das ist natürlich nur die offizielle Seite.&lt;br /&gt;
Pornos konnte man sich in China früher mit Sicherheit irgendwoher besorgen, bevor man sie, wie in Deutschland auch, illegal und kostenlos von irgendwelchen russischen Servern runtergeladen hat.&lt;br /&gt;
Und mit der Prostitution ist es wie überall auch. Offiziell gibt es sie nicht. Und gerade in Beijing wird wert auf dieses Image gelegt.&lt;br /&gt;
Das heisst: Sie ist tatsächlich etwas versteckter als in anderen Teilen Chinas. Abgesehen von den wirklichen Touristenbars, wo man ganz offen angesprochen wird. Viele Leute gehen davon aus, dass die jungen Frauen hier durchweg alle für die chinesische Regierung arbeiten, aber das ist bloss eine Vermutung. Ich persönlich kann das nicht beurteilen und habe auch keine Meinung dazu, schliesslich nehme ich derartige Angebote nicht in Anspruch.&lt;br /&gt;
Aber wer schon einmal in ein chinesisches Mittelklassehotel eingecheckt hat wird vermutlich auch einen Anruf von einer jungen Frau bekommen haben.&lt;br /&gt;
Die meisten Ausländer werden nicht verstanden haben was sie denn wollte, da ihre Chinesischkenntnisse nicht ausreichen.&lt;br /&gt;
Es ist ein Angebot für spezielle Dienste, meist getarnt als Massage oder etwas vergleichbares.&lt;br /&gt;
In anderen Hotels bekommt man kleine Visitenkarten unter der Türe durchgeschoben. Einige nur unscheinbar bedruckt, andere schon deutlicher mit Bildern von jungen Frauen in Unterwäsche.&lt;br /&gt;
Aber man muss nicht zwangsläufig in ein Hotel einchecken um derartige fragwürdige Dienste in Anspruch zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/fakef.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/fakef.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;办证刻章 bàn zhèng kè zhāng bedeutet: &#039;gefälschte Papiere, Ausweise, Zertifikate, Universitätsabschlüsse und öffentliche Stempel&#039;&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;办证刻章 bàn zhèng kè zhāng bedeutet: &#039;gefälschte Papiere, Ausweise, Zertifikate, Universitätsabschlüsse und öffentliche Stempel&#039;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Man sollte meinen, dass man in einen Massagesalon geht und dort das Angebot mit &quot;happy end&quot; bestellt. Das mag es durchaus auch in China geben, allerdings ist die Fassade für derartige Einrichtungen in der Regel kein Massagesalon, sondern ein Friseur.&lt;br /&gt;
Man kann diese etwas speziellen Friseursalons daran erkennen, dass sie dicke Vorhänge oder ähnliches an den Scheiben haben.&lt;br /&gt;
Man kann also neben dem Haareschneiden auch noch anders Hand an sich legen lassen. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Auffällig ist auch, dass in diesen besagten Salons junge Frauen bedienen. In normalen chinesischen Friseursalons schneiden fast ausschliesslich junge Männer die Haare.&lt;br /&gt;
Aber kommen wir zurück zu den Visitenkarten: Man findet sie nicht nur in den Hotels, sondern auch auf der Strasse. Sie flattern herum, oder sind mit einer Klebeschicht auf der Rückseite versehen und kleben an allen möglichen Ecken in der Stadt.&lt;br /&gt;
Es sind immer wieder spezielle Reinigungstrupps unterwegs um sie zu entfernen.&lt;br /&gt;
Aber nicht unbedingt den Angeboten der jungen Damen gilt das ungeteilte Interesse der Saubermacher, sondern einer anderen Kategorie der Aufkleber und Visitenkarten.&lt;br /&gt;
Ebenso wie das weibliche Geschlecht seine Dienste per Visitenkarten und Telefonnummer anbietet, bekommt man immer wieder Karten zu Gesicht, die gefälschte Papiere, Ausweise, Zertifikate, Universitätsabschlüsse und öffentliche Stempel anbieten.&lt;br /&gt;
办证刻章 bàn zhèng kè zhāng bedeutet eben jenes. Und wenn man den Einheimischen Glauben schenkt, dann werden diese Dienste nicht gerade selten in Anspruch genommen.&lt;br /&gt;
In meiner Firma werden aus diesem Grund bei Vorstellungsgesprächen die jungen Probanden regelmässig nach dem Titel ihrer Abschlussarbeit gefragt und die Zahl derer, die verzweifelt nach einer Ausrede suchen ist erstaunlich hoch. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 06 Oct 2016 13:54:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/158-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Eimol Prinz zo sin</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/152-Eimol-Prinz-zo-sin.html</link>
            <category>Kultur</category>
            <category>Lustiges</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/152-Eimol-Prinz-zo-sin.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=152</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=152</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/prinzessin.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/prinzessin.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;In fast jedem chinesischen Garten kann man Fotos als Kaiser, Prinz oder Prinzessin von sich machen lassen&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;In fast jedem chinesischen Garten kann man Fotos als Kaiser, Prinz oder Prinzessin von sich machen lassen&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&quot;Eimol Prinz zo sin&quot;, wie es so schön in kölscher Mundart heisst. Für den Nichtkölner: &quot;Einmal Prinz zu sein&quot;.&lt;br /&gt;
Dies ist ein Lied, das Dieter Steudter 1993 für Wicky Junggeburth geschrieben hatte, als dieser Prinz im &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Dreigestirn&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Dreigestirn&quot;&gt;kölner Dreigestirn&lt;/a&gt; wurde.&lt;br /&gt;
Es behandelt die Sehnsucht eines Mannes, der sich schon als kleiner Junge nichts sehnlicher gewünscht hat, als einmal der Prinz zu sein.&lt;br /&gt;
Inzwischen ist es ein fester Bestandteil des kölner Karnevals und wird von ganzen Heerscharen verkleideter und vorzugsweise gut angetrunkener Karnevalisten gesungen.&lt;br /&gt;
Ein weiteres kitschiges Karnevalslied das wunderbar auf die Tränendrüse drücken kann, wenn der Abend in der Kneipe bereits in den morgen übergeht und sich alle in den Armen liegen und schunkeln.&lt;br /&gt;
Aber offensichtlich scheint diese Sehnsucht kein lokales Phänomen zu sein.&lt;br /&gt;
Zugegeben die Kölner sind mit auf den obersten Rängen, wenn es ums Verkleiden geht, aber überall auf der Welt wollen die Menschen offensichtlich einmal in eine andere Rolle schlüpfen. Und sei es nur für eine kurze Zeit.&lt;br /&gt;
Beim sogenannten &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Cosplay&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Cosplay&quot;&gt;Cosplay&lt;/a&gt; verkleiden sich die Leute auch. Und zwar wie ihre Mangahelden.&lt;br /&gt;
Dieser Trend ist ganz ausgeprägt auf der Gamescom, angeblich der grössten Computerspielemesse auf der Welt (wage ich zu bezweifeln, aber gross ist sie auf jeden Fall).&lt;br /&gt;
Und die findet wo statt ? (sie haben es bestimmt schon geahnt) In Köln.&lt;br /&gt;
Cosplay ist allerdings in asiatischen Ländern noch wesentlich weiter verbreitet als in Deutschland. In Japan zum Besipiel, wo es seinen Ursprung hat.&lt;br /&gt;
Verkleidungen gehören zum Leben, seit es menschliches Leben überhaupt gibt und das nicht bloss bei Kindern.&lt;br /&gt;
In China gibt es in nahezu jedem Park, neben jeder Sehenswürdigkeit und oft auch in Kaufhäusern und ichweissnichtwoüberallsonstnoch die Möglichkeit sich in mehr oder weniger originalgetreue, alte, kaiserliche Kleider stecken und fotografieren zu lassen.&lt;br /&gt;
Bilder als Kaiser, Prinz oder Prinzessin scheinen sich tatsächlich einer grossen Beliebtheit zu erfreuen.&lt;br /&gt;
Bei Chinesen meist noch mehr als bei ausländischen Touristen.&lt;br /&gt;
Was ist schon das einfache Selfie vor der Mauer der 9 Drachen, wenn man es stattdessen auch in der Robe eines chinesischen Prinzen machen kann ?&lt;br /&gt;
Und wer sich kein Bild auf einem grossen, goldenen Thron leisten möchte, kann sich den Prinzessinnen Kopfschmuck mit Blümchen und Bömmeln so ziemlich an jedem Strassenstand in Beijing kaufen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 19 Sep 2016 01:10:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/152-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Todesklaue</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/146-Todesklaue.html</link>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
    
    <comments>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/146-Todesklaue.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://blog.smart-r.at/wfwcomment.php?cid=146</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://blog.smart-r.at/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=146</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/video/bruecke.gif&quot; title=&quot;&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;kleine Brücke in einer Tempelanlage im Nordwesten Beijings&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ich habe gerade ein paar Freunde zu Besuch bei mir und bin gefragt worden, was es mit dem langen Fingernagel auf sich hat, den einige chinesische Männer am kleinen Finger tragen.&lt;br /&gt;
Ein ca. 2 cm langer Fingernagel an einem der kleinen Finger, während alle anderen 9 Finger normale Fingernägel haben.&lt;br /&gt;
Man könnte wilde Phantasien um einen uralten Kung Fu Trick genannt &quot;die Todesklaue&quot; spinnen und behaupten dass es in China Meister gab die diesen Fingernagel als Waffe eingesetzt haben. Aber das wäre Unsinn. (Zugegeben: interessanter Unsinn, aber nichts desto trotz Unsinn)&lt;br /&gt;
Was also hat es damit auf sich ? Im Norden Chinas, also in Beijing sieht man vereinzelt Männer die so etwas tragen, im Süden Chinas, sprich in Shanghai zum  Beispiel, kommt es schon öfter vor.&lt;br /&gt;
Einige Leute sind der Meinung, dass es ein Utensil zur Körperpflege sei, da man damit besser in Ohren und andere Körperöffnungen kommt oder sich kämmen kann.&lt;br /&gt;
Dem stehe ich eher skeptisch gegenüber. Ich denke nicht, dass es etwas mit einer fragwürdigen Körperhygiene zu tun hat, sondern viel mehr ein Statussymbol ist.&lt;br /&gt;
In der maoistischen Mangelzeit war der lange Fingernagel wohl sehr verbreitet, obwohl sein Ursprung noch wesentlich älter sein dürfte.&lt;br /&gt;
Wer sich den Fingernagel lang wachsen lassen konnte, musste nicht körperlich arbeiten. Der Nagel steht also als Indiz für einen Höhergestellten, ein kleines Merkmal mit dem man sich von der Masse abheben konnte.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/bambustor.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/bambustor.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Bambus vor einem Tor in einer Tempelanlage im Nordwesten Beijings&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Bambus vor einem Tor in einer Tempelanlage im Nordwesten Beijings&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Angeblich wurden bereits hohe kaiserliche Beamte und Götter aus der Sagenwelt mit dem langen Fingernagel dargestellt.&lt;br /&gt;
Mir persönlich ist es noch nicht aufgefallen, ich habe aber auch noch nicht darauf geachtet.&lt;br /&gt;
Was mir allerdings aufgefallen ist, dass der Nagel heutzutage bei richtig erfolgreichen Chinesen nicht zu finden ist.&lt;br /&gt;
Manager, Chefs von irgendwelchen Unternehmen, hohe Beamte etc. orientieren sich eher an einem westlichen Erscheinungsbild.&lt;br /&gt;
Anzug, Krawatte und eben &quot;normale&quot; gepflegte Fingernägel.&lt;br /&gt;
Das Phänomen des langen Fingernagels findet sich eher bei der chinesischen Mittelschicht wieder.&lt;br /&gt;
Also Leute die weniger körperlich arbeiten müssen, aber eben auch nicht zur Elite gehören.&lt;br /&gt;
Man findet den Nagel vornehmlich bei Taxifahrern, Hausmeistern oder Sicherheitspersonal.&lt;br /&gt;
Somit grenzt er nicht nur zu den Berufen mit schlechterem sozialen Ansehen wie Bauarbeitern ab, sondern auch zu den besser angesehenen Berufsgruppen wie Anwälten, Managern, Buchhaltern, Ingenieuren oder anderen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 10 Sep 2016 03:28:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/146-guid.html</guid>
    <creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/</creativeCommons:license>
</item>

</channel>
</rss>
