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    <title>China Blog - Aktuelles</title>
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    <description>Mein Leben als Expat in Beijing</description>
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<pubDate>Mon, 25 Apr 2022 13:21:05 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: China Blog - Aktuelles - Mein Leben als Expat in Beijing</title>
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    <title>C#</title>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/sharp.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/sharp.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Bedarf wohl keiner weiteren Beschreibung...&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Bedarf wohl keiner weiteren Beschreibung...&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;C ist eine recht alte Programmiersprache.&lt;br /&gt;
Das einzige Manko das sie hatte war die fehlende Unterstützung für Objekte (objektorientiertes Programmieren ist ja bis heute noch der heisse Scheiss).&lt;br /&gt;
Somit wurde C++ entwicket. Abwärtskompatibel: Das bedeutet, dass Programme die in C geschrieben wurden auch noch weiter in einer C++ Umgebung laufen.&lt;br /&gt;
Aber anders als moderne Programmiersprachen muss man so wohl in C wie auch in C++ viele Dinge selber regeln: Speichermanagement und Verhalten bei Fehlern zum Beispiel.&lt;br /&gt;
Die beiden sind sogenannte Low-Level Programmiersprachen. Oder zumindest sind sie das bei einer bestimmten Betrachtungsweise.&lt;br /&gt;
Machmal zieht man den Trennstrich zwischen High- und Low-Level Programmiersprachen nämlich auch zwischen den vom Menschen lesbaren Sprachen, wozu alle drei gehören und auf der anderen Seite Assembler und Maschinencode (Wobei Assembler eingentlich auch vom Menschen lesbar ist, aber das ist wieder nur Haarspalterei).&lt;br /&gt;
Wichtig ist einfach, dass man bei C und C++ im Gegensaz zu C# viele Dinge selber erledigen muss, die höhere Programmiersprachen automatisch tun.&lt;br /&gt;
Das macht C und C++ auf der einen Seite recht bedienerunfreundlich, auf der anderen Seite aber extrem flexibel, weshalb sie bis heute noch eingesetzt werden um Betriebssysteme zu schreiben.&lt;br /&gt;
C# (gesprochen Si-Scharp) hat sich von C und C++ so weit weiterentwicket, dass man es eher zu den höheren Programmiersprachen wie Java, PHP oder Python zählt und nicht zu C oder C++.&lt;br /&gt;
Ein grosses C und seine Varianten also.&lt;br /&gt;
Ein anderes grosses C und seine Varianten das uns seit nunmehr zwei Jahren beschäftigt ist Corona.&lt;br /&gt;
Wir haben Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt um uns davor zu schützen.&lt;br /&gt;
Wir Erwachsenen sind natürlich geimpft, zweitgeimpft, geboostert, re, contra, Schneider schwarz angesagt, leck auf!, spring durch!. Ist ja klar.&lt;br /&gt;
Und als der erste Fall im Kindergarten aufgetreten ist, haben wir unseren Sohn zu Hause gelassen.&lt;br /&gt;
So lange bis der Lollitest eingeführt wurde und die Kinder zweimal in der Woche auf Corona getestet wurden.&lt;br /&gt;
Als die Omikron Variante kam und die Fallzahlen immer höher stiegen, haben wir ihn wieder zu Hause gelassen.&lt;br /&gt;
„Bis nach Karneval&quot; haben wir uns gesagt, wohl wissend, dass die Zeit ohne seine Freunde im Kindergarten auch für ihn sehr belastend ist.&lt;br /&gt;
Man kann als Elternteil leider keine richtigen Entscheidungen treffen.&lt;br /&gt;
Das denkt man sich immer wenn man als Aussenstehender über Kindererziehung nachdenkt.&lt;br /&gt;
Aber tatsächlich ist es so, dass man immer nur zwischen mehreren schlechten Alternativen die heraussuchen kann, die vermeintlich den geringsten Schaden anrichtet.&lt;br /&gt;
Langer Rede kurzer Sinn: Trotz all der Sicherheitsvorkehrungen, obwohl wir nicht in Urlaub waren, zwei Jahre lang eigentlich nur zu Hause rumgesessen haben und so gut wie gar keine Freunde gesehen haben (abgesehen von denen im Kindergarten), auf der Arbeit nur mit Maske unterwegs waren und auch sonst alle Hygieneregeln eingehalten haben, hat es uns jetzt erwischt.&lt;br /&gt;
Wir haben absolut keine Ahnung wann und wo.&lt;br /&gt;
Und zwar die ganze Famile. Unser Sohn hat es mit zwei Tagen Fieber recht locker wegesteckt, wir Erwachsenen müssen da noch durch.&lt;br /&gt;
Und soll ich Ihnen etwas verraten?&lt;br /&gt;
Es fühlt sich irgendwie an wie eine Befreiung. Wir haben die Omikron Variante oder C# (Si-Sharp), was immer sie wollen. C halt.&lt;br /&gt;
Zwei Jahre lang haben wir unser Leben verbogen um diesem Virus auf jeden Fall aus dem Weg zu gehen und jetzt ist es einfach trotzdem da.&lt;br /&gt;
Es hat bei uns, so weit wir das erkennen können, glücklicherweise keinen grösseren Schaden angerichtet und wir werden in Quarantäne bleiben, damit das auch für unser Umfeld so bleibt. Aber irgendwie bin ich erleichtert.&lt;br /&gt;
Wenn man die ganze Zeit dieses Thema vor Augen hat, dann ist es, obwohl man es eigentlich vermeiden möchte, doch eine Genugtuung zu erfahren, dass es dieses Virus wirklich gibt und man es sich auch einfangen kann.&lt;br /&gt;
Irgendwie ist dies jetzt wirklich erst die Bestätigung dass der ganze Aufwand vorher nicht sinnlos war, selbst wenn er jetzt mit der Infizierung ad absurdum geführt wurde.&lt;br /&gt;
Ist das nicht seltsam?&lt;br /&gt;
Verabschieden wir uns nun also von der Hoffnung dem Virus entgehen zu können und korrigieren unseren vernebelten Blick in so weit, dass es nicht darum geht ob man das Virus bekommt, sondern wann.&lt;br /&gt;
In unserem Fall nach drei Impfungen, also mit milden Symptomen (Wobei die mir persönlich völlig ausreichen. Vor allen Dingen die Kopfschmerzen machen mich fertig).&lt;br /&gt;
Und für die Kinder die nicht geimpft werden können, hoffen wir dass sie auf Grund ihres Alters keinen schwerwiegenden Verlauf bekommen.&lt;br /&gt;
Ich vermute mal dass mehr als die Hälfte der Kinder im Kindergarten bereits das grosse C gehabt hat. Oftmals ohne es überhaupt zu wissen.&lt;br /&gt;
Was ich mich persönlich jetzt frage: Wir sind dreifach geimpft und dann bald auch noch genesen.&lt;br /&gt;
Zu was macht uns das dann? Das müsste ja einem Kryptonit-Super-Sonder-Wunderschutz gleichkommen.&lt;br /&gt;
Ich denke, ich werde mich in Zukunft in der Telefonzelle umziehen müssen um diesem Status gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
Zumindest so lange es nicht wieder eine neue Variante gibt (also in zwei Wochen oder so...) 
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    <pubDate>Mon, 14 Mar 2022 16:11:00 +0000</pubDate>
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    <title>Du kommst hier nicht rein!</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>China</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/bj4.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/bj4.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Beijing&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Beijing&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Lange ist es her dass ich etwas in diesem Blog geschrieben habe und viel erzählenswertes ist auch nicht passiert.&lt;br /&gt;
Corona hatte die Welt zeitweise komplett lahm gelegt und auch wir sind alle brav zu Hause geblieben.&lt;br /&gt;
Inzwischen ist das Einkaufen mit Mund-Nasenschutz schon zur Normalität geworden und Urlaub zu einem fernen Traum.&lt;br /&gt;
Jetzt gibt es die ersten Lockerungen, da fast die Hälfte der Deutschen (endlich) die erste Impfung gegen CoVid19 erhalten hat und viele Geschäfte machen wieder auf.&lt;br /&gt;
In wie weit das angemessen oder wieder einmal zu früh war wird sich noch zeigen, die Befürchtungen dass sich die Delta-Variante jetzt wieder schneller verbreiten könnte, sind allgegenwärtig.&lt;br /&gt;
Auch wir sind inzwischen das erste Mal geimpft, aber bis es so weit war ist auch schon wieder eine Geschichte für sich.&lt;br /&gt;
Meine Impfung ging tatsächlich reibungslos von Statten, da meine Firma sich um Impfdosen über den Betriebsarzt gekümmert hatte, aber die Impfung über Impfzentrum bzw. Hausarzt war eine totale Katastrophe.&lt;br /&gt;
Aber das nur am Rande.&lt;br /&gt;
Ich persönlich finde es noch zu früh um in Urlaub zu fahren, aber auch ich muss zugeben, dass ich ein Ende der Massnahmen herbeisehne.&lt;br /&gt;
Wir wollen ja irgendwann auch mal wieder nach China. Nicht zuletzt damit unser Sohn mal wieder Oma, Opa und all die anderen Familienmitglieder sehen kann bei denen er die ersten Lebensjahre aufgewachsen ist.&lt;br /&gt;
Aber so einfach ist das leider nicht. Aktuell gibt es keine Möglichkeit nach China zu reisen, denn seit dem 28. März 2020 gilt in China ein weitgehendes Einreiseverbot für Ausländer.&lt;br /&gt;
China hat also, wie der Türsteher einer übervollen Disko, einfach dicht gemacht.&lt;br /&gt;
Und auch Chinesen selber, die im Ausland leben haben es derzeit nicht einfach nach Hause zu kommen.&lt;br /&gt;
Und diejenigen die einreisen dürfen, werden auch nicht einfach dort hin geflogen wo sie hin möchten, sondern dorthin wo sich eines der Hotels befindet in denen man die Quarantäne absitzen muss (14 Tage Quarantäne plus 7 Tage Gesundheitsüberwachung. Je nachdem wo man landet auch schon mal 14 Tage Gesundheitsüberwachung).&lt;br /&gt;
Es kann also vorkommen, dass man eigentlich nach Beijing möchte, aber erst einmal nach Shanghai kommt.&lt;br /&gt;
Der Aufenthalt muss natürlich selber gezahlt werden und der anschliessende Weitertransfer zum eigentlichen Bestimmungsort auch.&lt;br /&gt;
Aber das sind nicht die einzigen Hürden. Selbst wenn man reisen könnte, würde man einen wirklich gesalzenen Preis für das Flugticket bezahlen müssen, denn die Preise haben sich mal eben verdreifacht.&lt;br /&gt;
Derzeit erkennt China auch noch nicht ausländische Impfstoffe wie Biontech (das deutsch-amerikanische Mittel) oder ähnliche an.&lt;br /&gt;
Man geht davon aus, dass es sich hier um eine Art Trotzreaktion handelt, da die chinesischen Impfstoffe bei uns auch nicht anerkannt werden.&lt;br /&gt;
Bisher ist noch nie ein Impfstoff aus China in Europa zugelassen worden.&lt;br /&gt;
Das wird sich in diesem Fall wahrscheinlich auch nicht so bald ändern, da China offensichtlich die nötigen Daten nicht zur Verfügung stellen möchte.&lt;br /&gt;
Man redet bereits von einem internationalen Impfpass und wie man für so ein Projekt zusammenarbeiten könnte, aber sind wir mal ehrlich: wenn man die Impfstoffe gegenseitig nicht anerkennt, wird das auch nichts mit einem internationalen Impfpass.&lt;br /&gt;
Wir sind also noch lange nicht am Ziel. 
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    <pubDate>Thu, 08 Jul 2021 08:40:00 +0000</pubDate>
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    <title>Never change a running system</title>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/sunset.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/sunset.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Leichter Smog in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Leichter Smog in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wenn man in Deutschland irgendetwas von irgendwelchen Behörden benötigt, geht das in der Regel nicht beim ersten Versuch, sondern es muss kommuniziert werden warum die verquere Einstellung des Amtes im aktuellen Fall völlig fehl am Platz ist.&lt;br /&gt;
Das beschreibt den Umgang mit deutschen Behörden und Ämtern eigentlich schon sehr ausführlich.&lt;br /&gt;
Wir haben aktuell auch wieder ein Thema, bei dem wir eine teilweise Kostenrückerstattung beantragt hatten, die natürlich erst einmal standardmäßig abgelehnt wurde.&lt;br /&gt;
Hintergrund ist, dass man nachweisen muss dass der besuchte Kurs, für den man das Geld wiederhaben möchte, auch erfolgreich abgeschlossen wurde.&lt;br /&gt;
Es wird also stillschweigend verlangt, dass man dem selben Amt das die Zertifikate ausgestellt hat, die das Bestehen bescheinigen, diese wieder zusammen mit dem Antrag auf Kostenrückerstattung einreicht.&lt;br /&gt;
Mal abgesehen davon dass das an sich schon völlig sinnbefreit ist, könnte man auf solche Dinge auch einfach im Antrag hinweisen, wie ich finde.&lt;br /&gt;
Nun gut, wie auch immer. Ich habe natürlich direkt bei besagtem Amt angerufen und mich erkundigt was nun zu tun sei.&lt;br /&gt;
Wie man mir sagte, könnte man einfach einen neuen Antrag einreichen oder gegen die Ablehnung Einspruch einlegen.&lt;br /&gt;
Es sei schneller einfach einen neuen Antrag zu stellen sagte man mir am Telefon.&lt;br /&gt;
Aber inzwischen habe ich ja auch ein wenig Lebenserfahrung und bin nicht das erste mal mit Behörden in Kontakt.&lt;br /&gt;
Da bei nicht eingereichtem Einspruch nach einem Monat der Anspruch auf das Geld erlischt, gehe ich davon aus, dass (gerade in jetzigen Zeiten, in denen Behördentätigkeiten noch länger dauern als sonst) ein bearbeiten eines neuen Antrags seitens des Amtes diese Frist übersteigen könnte und es gar kein Geld gibt.&lt;br /&gt;
Also schnell einen Brief aufgesetzt. Ja, genau, solche Dinge müssen in Deutschland zwingend auf dem Postweg erledigt werden (Ich bin ja schon froh, dass man es nicht faxen muss) (Den Antrag selber muss man übrigens auch postalisch einreichen).&lt;br /&gt;
Und da sind wir dann auch schon beim heutigen Thema:&lt;br /&gt;
An dieser Stelle konnte meine Frau nicht mehr an sich halten und musste lauthals loslachen.&lt;br /&gt;
Solche Dinge seien in China undenkbar und hätte es zuletzt gegeben als ihre Eltern noch jung waren.&lt;br /&gt;
Und ich muss ihr an dieser Stelle tatsächlich Recht geben. Deutschland lebt, während der Rest der Welt bereits im Zeitalter der Informationstechnik angekommen ist, weiterhin in der Bronzezeit.&lt;br /&gt;
Man mag vielleicht verstehen, dass man solchen Dingen wie dem bargeldlosen Zahlungsverkehr mit Hilfe des Mobiltelefons gegenüber misstrauisch ist, aber behördliche Kommunikation heutzutage noch ausschließlich auf dem Postweg zuzulassen ist in meinen Augen extrem rückwertsgewandt.&lt;br /&gt;
Man muss, wenn man einmal international vergleicht, schon gut suchen bis man noch ein Land findet in dem das so vorkommt.&lt;br /&gt;
Inzwischen fühle ich mich immer öfter so wie ein Einwohner eines Dritte-Welt-Staates wenn ich mich mit Freunden aus anderen Ländern unterhalte.&lt;br /&gt;
Es gibt nicht wirklich viele Themen bei denen man mithalten kann: Online-Unterricht, behördlicher Service per Email und über das Mobiltelefon, Hochgeschwindigkeitszüge und der Ausbau des Schienennetzes.&lt;br /&gt;
Und auch ganz einfach das Interesse an neuen Technologien und das Wissen um sie im täglichen Leben.&lt;br /&gt;
Man merkt immer und überall dass Deutschland das Land der alten Leute ist (und damit sind die trägen alten Leute gemeint und all die Leute für die früher immer alles besser war).&lt;br /&gt;
Verstehen Sie mich nicht falsch: Deutschland hat viele Vorteile gegenüber anderen Ländern und das macht es in der Gesamtheit zu einem mehr als attraktiven Ort den man sein Heim bezeichnen möchte.&lt;br /&gt;
Aber Aufgeschlossenheit und Interesse dem Neuen gegenüber gehören definitiv nicht dazu.&lt;br /&gt;
Um also auf unsere einleitende Überschrift zurückzukommen: Man kann ein laufendes System weiter laufen lassen.&lt;br /&gt;
Da spricht überhaupt nichts dagegen, vor allen Dingen nicht, wenn man sich nicht sicher sein kann ob die Alternative genau so gut funktionieren wird.&lt;br /&gt;
Man kann es aber auch übertreiben und  immer weiter laufen lassen, während man zusieht, wie alle anderen Systeme mit Vollgas an einem vorbeiziehen.&lt;br /&gt;
Ein wenig mehr Innovationsgeist und (positiven) Blick in die Zukunft würde ich mir manchmal doch schon wünschen. 
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    <pubDate>Fri, 19 Mar 2021 10:52:00 +0000</pubDate>
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    <title>Schon wieder Corona (gähn...)</title>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/hutti.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/hutti.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Alte Stadtviertel (胡同 hú tòng) in der Nähe des 后海 (hòu hǎi) Sees.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Alte Stadtviertel (胡同 hú tòng) in der Nähe des 后海 (hòu hǎi) Sees.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Deutschland befindet sich auf Grund von Corona und den rapide steigenden Zahlen an Infizierten im „Teil-Lockdown“.&lt;br /&gt;
Gaststätten, Kinos, Theater usw. haben geschlossen, während die Leute weiterhin zur Arbeit gehen müssen, wenn ihnen ihr Arbeitgeber nicht die Möglichkeit zum Home-Office ermöglicht.&lt;br /&gt;
Und die Schulen und Kindergärten sind auch offen.&lt;br /&gt;
Oder sagen wir lieber: Sie sind so lange offen, bis wieder jemand positiv auf Corona getestet wurde und werden dann eine Zeit lang geschlossen. Danach geht das Spiel wieder von vorne los.&lt;br /&gt;
So auch in unserem Kindergarten. Eine später positiv getestete Person hatte Kontakt zu zwei Kindergärtnerinnen, von denen dann eine auch positiv getestet wurde.&lt;br /&gt;
Das bedeutet Quarantäne für alle Kinder und anderen Personen die Kontakt mit ihr hatten, 14 Tage lang.&lt;br /&gt;
Man bekommt vom Gesundheitsamt eine lapidare SMS, so fern die Kindergartenverwaltung die Telefonnummer weitergegeben hat, die sagt: „Das Gesundheitsamt hat entschieden dass Sie in Quarantäne müssen. Alle Informatonen erhalten sie per email von...“.&lt;br /&gt;
In der Email steht dann noch einmal genau das gleiche in einer schöneren Formulierung und es gibt ein paar Links zu allgemeinen Dokumenten.&lt;br /&gt;
Nirgendwo steht bis wann man sich zu Hause einschliessen muss, das muss man bei seinem Kindergarten erfragen, denn eine Telefonnummer für den Ernstfall gibt es zwar auch, aber wie mir alle Beteiligten bestätigt haben, ist die Leitung selten besetzt.&lt;br /&gt;
Das Gesundheitsamt arbeitet auch am Limit. Das merkt man vor allen Dingen dann, wenn das offizielle Schreiben, in dem explizit steht warum und bis wann man in Quarantäne muss, erst eine Woche nachdem man bereits wieder vor die Türe darf im Briefkasten liegt.&lt;br /&gt;
Man ist also schön zu Hause geblieben, hat gehört dass es andere wirklich erwischt hat und fragt sich: „Haben wir es vielleicht auch, nur mildere Symptome?“&lt;br /&gt;
Nun, ohne Symptome kein Test, es sei denn man ist willens ihn selber zu bezahlen. Also weiterhin Ungewissheit.&lt;br /&gt;
Wenn man sich, wie ich, in der glücklichen Lage befindet dass die Firma einem anbietet kostenfrei einen Corona Schnelltest zu machen, dann sieht das ganze schon besser aus.&lt;br /&gt;
Also Stäbchen in den Hals (und zwar bis zum Anschlag.) und 30 Minuten auf das Ergebnis warten.&lt;br /&gt;
Der Test ist negativ, die Erleichterung gross und die Ungewissheit vorüber (Zumindest eine Zeit lang).&lt;br /&gt;
... und dann war da noch die Geschichte mit dem Ordnungsamt:&lt;br /&gt;
Als wir letztens beim Kinderarzt waren und wir in eine Gruppe Beamte vom Ordnungsamt gelaufen sind habe ich ein kleines Stück weit verstanden warum immer mehr Leute sich gegen die eigentlich sinnvollen Auflagen auflehnen.&lt;br /&gt;
Aber fangen wir von vorne an: Für den Besuch beim Kinderarzt nehmen wir neuerdings immer ein Taxi um die überfüllten Bahnen zu vermeiden.&lt;br /&gt;
Also Maske an, rein ins Taxi zum Kinderarzt. Hier muss selbstverständlich auch eine Maske getragen werden.&lt;br /&gt;
Nach dem ganzen Prozedere erst mal an die frische Luft und kurz durchatmen.&lt;br /&gt;
Auf dieser Strasse ist es leider neuerdings auch Pflicht eine Maske zu tragen (nicht dass man das irgendwo sehen könnte, das muss man einfach wissen).&lt;br /&gt;
Wir hatten die Maske also nicht einmal eine Minute ab und auch niemanden in unserer Nähe mit dem wir Viren hätten austauschen können, da mussten wir auch schon 50 EUR pro Person Strafe zahlen.&lt;br /&gt;
Keine mündliche Verwarnung oder ähnliches, sofort zur Kasse.&lt;br /&gt;
Das ist um so ärgerlicher, da wir eigentlich sehr darauf bedacht sind uns und andere zu schützen.&lt;br /&gt;
Wie gesagt: Da kann ich die Verdrossenheit einiger in der Bevölkerung durchaus nachvollziehen.&lt;br /&gt;
Wenn kein Dialog mehr möglich ist, sondern einfach nach schwarz und weiss unterschieden wird, dann machen die Maßnahmen grundsätzlich keinen Sinn, da niemand sie für gerecht erachten kann und dadurch ihre Befolgung grundsätzlich nicht unbedingt sinnvoll erscheint.&lt;br /&gt;
In meinen Augen ein klares Zeichen in die falsche Richtung.&lt;br /&gt;
Ich würde nicht so weit gehen und die Maßnahmen grundsätzlich in Frage stellen, aber es offenbart sich doch wieder das alte, leider viel zu deutsche Problem das ich auch schon vor Jahren in dem Artikel [[Klugscheißer]] beschrieben habe.&lt;br /&gt;
Neben der deutschen Überheblichkeit die Abarbeitung von Richtlinien ohne Sinn und Verstand.&lt;br /&gt;
Es macht mir immer weniger Spass in die Stadt zu fahren und ich hab auch die Lust verloren mich überhaupt noch mit Menschen auseinandersetzen zu müssen.&lt;br /&gt;
Ich bin im Moment einfach froh, wenn ich mit der Familie zu Hause sitzen kann und meine Ruhe habe (so fern man bei Home-Office mit Kind überhaupt von Ruhe reden kann).&lt;br /&gt;
Und damit das heute kein Artikel wird der völlig losgelöst vom Blog Thema „China“ ist, möchte ich ganz lapidar festhalten dass es all das im Reich der Mitte auch gibt: Eine allgegenwärtige Corona-Verdrossenheit, das Warten auf den ersehnten Impfstoff, Maßnahmen über Maßnahmen und eine Art Ordnungsamt, dessen Mitarbeiter herumlaufen, den Leuten das Leben schwer machen und sich aufführen wie die Axt im Walde.&lt;br /&gt;
Ein schwacher Trost, aber immerhin. Wir sind nicht alleine. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 24 Nov 2020 14:47:00 +0000</pubDate>
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    <title>Durcheinander, 7, 8, schlecht</title>
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            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/vsn.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/vsn.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Die Mauer der verbotenen Stadt bei Nacht.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die Mauer der verbotenen Stadt bei Nacht.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;乱七八糟 (luàn qī bā zāo) ist ein interessanter chinesischer Ausdruck.&lt;br /&gt;
乱 (luàn) steht für Durcheinaner, Chaos, 七 (qī) ist die 7, 八 (bā) die 8 und 糟 (zāo) steht für erbärmlich, miserabel, schlecht.&lt;br /&gt;
Wort für Wort übersetzt ist es ein ziemliches Durcheinander und genau das drückt der Ausspruch auch aus.&lt;br /&gt;
Wenn das einfache Wort 乱 (luàn) für unordentlich nicht mehr ausreicht, dann hängt man noch die anderen Wörter hintendran um zu betonen, dass es sich wirklich um ein außerordentliches Chaos handelt.&lt;br /&gt;
Beschreiben kann man damit so ziemlich alles und genau das wollen wir auch heute tun.&lt;br /&gt;
Ich habe nämlich in letzter Zeit wieder vermehrt die Erkenntnis gewonnen, dass jeder Mensch für sich eine eigene Wahrnehmung der Welt entwickelt hat und viele Leute diese offensichtlch unbedingt auch lautstark zum Ausdruck bringen müssen.&lt;br /&gt;
Je chaotischer die Ansichten, desto lauter ihr Verfechter, so scheint es.&lt;br /&gt;
Corona hat viele unterschiedliche Meinungen entstehen lassen und zu teilweise recht skurrilen Ereignissen geführt.&lt;br /&gt;
Die sogenannten Hygienedemos, vor allen Dingen in Berlin, sind ein gutes Beispiel dafür.&lt;br /&gt;
Dabei möchte ich gar nicht, wie sonst in den Medien üblich, die ungewöhnliche Konstellation von Neuzeithippies und anderen eher linksgerichteten Protestlern die neben Reichsbürgern,  Holocaustleugnern und anderen Individuen aus der eher rechten Szene protestieren herausstellen, sondern mich ganz bewusst ausschließlich auf die Inhalte der angemeldeten Demo selber beziehen.&lt;br /&gt;
Da ging es, ganz grob zusammengefasst darum, dass man die Maßnahmen die man zur Coronaeindämmung verordnet hat als zu drastisch einschätzt.&lt;br /&gt;
Da gibt es dann natürlich auch wieder unterschiedliche Abstufungen.&lt;br /&gt;
Die einen, die seit der Kurzarbeit finanziell kaum noch über die Runden kommen und Selbstständige die mit jedem Tag mehr Schulden anhäufen über Menschen denen das Tragen einer Maske über einen längeren Zeitraum dermaßen unangenehm ist, dass sie diese Maßnahme wieder abschaffen wollen bis hin zu Leuten die davon überzeugt sind dass es Corona gar nicht gibt, sondern es nur ein Vorwand ist um bald eine Impffpflicht zu verordnen und den Menschen einen Microchip zu implantieren, oder ähnliches.&lt;br /&gt;
Alles bunt durcheinander, ein wundersames, teils märchenhaft anmutendes Chaos. 乱七八糟 (luàn qī bā zāo).&lt;br /&gt;
Ich kann den Wunsch durchaus nachvollziehen, auch ich habe es satt beim Einkaufen und in der Straßenbahn ständig eine Maske tragen zu müssen.&lt;br /&gt;
Aber der Wunsch alleine reicht leider nicht aus um eine Pandemie zu beenden.&lt;br /&gt;
Zugegeben in Deutschland sind die Zahlen der schweren Fälle nicht mehr sehr hoch, aber weltweit sieht die Sache schon wieder ganz anders aus.&lt;br /&gt;
Ich habe oft die Befürchtung dass viele Menschen, selbst wenn sie oft im Ausland Ferien machen, sich mit ihrem Gemüt stetig in Deutschland befinden. Unfähig auch nur ein klein wenig über den Tellerrand zu schauen.&lt;br /&gt;
Und somit auch immer einen guten Teil von der Realität entfernt.&lt;br /&gt;
Diese Erfahrung hat sich, seitdem ich in China gelebt habe, natürlich noch verstärkt.&lt;br /&gt;
Bestes Beispiel sind all die Leute die einen erst fragen wie es sich denn so in China lebt und dann alle Informationen die man ihnen gibt als Unfug zurückweisen um einem dann zu erklären wie China wirklich ist. Nicht selten auch ohne jemals selbst dort gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
In diesem Fall würde ich mir in der breiten Masse mehr Erfahrungen im Ausland wünschen.&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite denke ich dass gerade jetzt Urlaub im Ausland nicht die beste aller Ideen ist.&lt;br /&gt;
Aber auch hier scheine ich wieder alleine auf verlorenem Posten zu sein.&lt;br /&gt;
Als hätten die Deutschen die letzten Jahrzente eine Reisesperre über sich ergehen lassen müssen, sind sie direkt nach der ersten Welle alle wieder an die Strände dieser Welt gereist.&lt;br /&gt;
Ich verstehe ja dass viele Menschn irgendwann mal wieder zurück zur Normalität wollen, aber doch bitte nicht mit der Brechstange.&lt;br /&gt;
Aber das sind glücklicherweise nur kleine Rückschläge, denn ich denke dass alles in allem Deutschland gut gehandelt hat und seine Einwohner zum grossen Teil die Maßnahmen auch akzeptiert und gelebt haben (Ein wenig Meckern gehört nunmal einfach dazu, so sind wir Deutschen halt).&lt;br /&gt;
Zu Anfang drastische Maßnahmen um dem unbekannten Virus entgegenzutreten und jetzt immer mehr Lockerungen basierend auf immer weiteren Erkenntnissen die die Wissenschaft unaufhörlich sammelt.&lt;br /&gt;
Und auch ich bin der Meinung dass man in diesem Fall lieber etwas zu vorsichtig sein sollte, als alles wieder auf´s Spiel zu setzen.&lt;br /&gt;
Denn wir als Gesellschaft tragen eine Verantwortung den Risikogruppen gegenüber. Da ist es auch völlig egal ob man meint dass Masken nicht schützen oder die Todeszahlen nur Personen beziffern die mit Corona aber nicht zwangsläufig an Cororna gestorben sind.&lt;br /&gt;
Wir haben nunmal weltweit einen enormen Anstieg an Infizierten, an schweren Erkrankungen mit Corona und an Todesfällen mit Corona zu verzeichnen.&lt;br /&gt;
Und ich denke da ist es nicht zu viel verlangt, dass wir gegenseitig ein wenig auf uns aufpassen.&lt;br /&gt;
In der Welt gibt es bereits so schon einiges an Chaos, machen wir es nicht noch schlimmer. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 11 Sep 2020 14:01:00 +0000</pubDate>
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    <title>Corona Update</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>China</category>
            <category>Deutschland</category>
            <category>Interessante Orte</category>
            <category>Medizin</category>
            <category>Unschönes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/aufcbd.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/aufcbd.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ausblick auf die Skyline von Beijing&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ausblick auf die Skyline von Beijing&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Während man in Amerika das Corona Virus nur noch als „China-Virus“ betitelt, ist man in weiten Teilen Chinas sicher, dass es seinen Ursprung in Amerika hatte. Die Propagandamaschinen laufen auf Hochtouren.&lt;br /&gt;
Und auch kleinere und grössere Verschwörungstheorien machen wieder die Runde (ich liebe Verschwörungstheorien, sie sind das Salz in der Suppe und machen den Tag erst so richtig interessant).&lt;br /&gt;
Ganz weit oben bei den „alternativ Informierten“ ist die Gewissheit dass das Corona Virus gar nicht existiert, sondern nur ein Vorwand ist damit Bill Gates allen Bürgern getarnt als Zwangsimpfung einen Microchip implantieren kann.&lt;br /&gt;
Ich beneide ehrlich gesagt Leute die solche Dinge glauben, verkörpern sie doch den standhaften Glauben, dass irgendwer, irgendwo irgendwas unter Kontrolle hat.&lt;br /&gt;
Nun, wie auch immer...&lt;br /&gt;
Es ist viel passiert zwischenzeitlich: Massenproteste in Amerika und inzwischen auch weltweit, da wieder einmal ein schwarzer US Bürger willkürlich von der Polizei getötet wurde.&lt;br /&gt;
Ein Vorkommnis das hierzulande mehr Leute auf die Strasse gebracht hat um gegen Rassismus zu demonstrieren als rassistische Übergriffe im eigenen Land.&lt;br /&gt;
Seltsam. Aber freuen wir uns lieber einfach über den Mut der Leute sich endlich für etwas zu engagieren, was auch in Deutschland schon lange überfällig ist.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat auch Corona und der Drang endlich wieder rauszugehen dazu beigetragen, dass mehr Menschen auf die Strasse gegangen sind. Ach ja, da war doch noch was! &lt;br /&gt;
In Deutschland gehen die Zahlen der Neuinfektionen weiter zurück auch nachdem viele Lockerungen in Kraft getreten sind. Nur hier und da ein paar kleinere Vorfälle.&lt;br /&gt;
In Amerika wird dieses Thema einfach nicht mehr angesprochen und es ist abzusehen dass eine weitere Verschärfung der Lage geradezu vorprogrammiert ist.&lt;br /&gt;
In China besteht derzeit die Gefahr eines weiteren Ausbruchs. Die sogenannte und oft befürchtete zweite Welle.&lt;br /&gt;
Ausgerechnet in Beijing, wo man trotz geringer Corona Fälle extreme Massnahmen wie Ausgangssperren etc. verordnet hatte um die Hauptstadt um jeden Preis virusfrei zu halten, sind auf einem Grossmarkt wieder Fälle bekannt geworden.&lt;br /&gt;
Auf dem Xinfadi Grossmarkt (新发地市场 xīn fà dì shìchǎng) wurden bei den regelmässigen Tests aktuell alarmierende Zahlen positiver Fälle gemeldet.&lt;br /&gt;
Der Xinfadi Grossmarkt (新发地市场 xīn fà dì shìchǎng) im Fengtai Distrikt (丰台区 fēng tái qū), in dem auch ich eine Zeit lang gelebt habe, ist ein riesiges Viertel. Hier werden 90% der Gemüse- und Obsteinfuhren für die Hauptstadt abgewickelt und weiterverkauft.&lt;br /&gt;
Ich bin früher öfter mit der U-Bahn, die an dieser Stelle überirdisch auf einer Trasse fährt, auf dem Weg zu einer von Beijings unvorstellbar grossen Shoppingmalls (siehe Artikel [[Das Kinderparadies (auch für Erwachsene)]]) über die Tristesse der chinesischen Zweckbauten und halbverfallenen Lagerhallen und unbefestigten und staubigen Strassen hinweggeschwebt.&lt;br /&gt;
Es hat lange gedauert bis ich in dem vermeintlich noch unerschlossenem Gebiet den Grossmarkt erkannt habe, für mich war es einfach ein altes Viertel das noch auf den Aufschwung und Interessierte Investoren gewartet hat.&lt;br /&gt;
Nicht nur dieser Markt wurde auf Grund des Vorfalls komplett geschlossen und von Grund auf desinfiziert, sondern auch andere Märkte.&lt;br /&gt;
Die Versorgung mit Lebensmitteln wird also eine Zeit lang beeinträchtigt sein.&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wurden auch in der umliegenden Nachbarschaft die Sicherheitsmassnahmen wieder straff angezogen.&lt;br /&gt;
Derzeit ist es eh nicht einfach in China . Inländische und vor allen Dingen ausländische Reisen sind stark eingeschränkt und werden es voraussichtlich auch weiterhin bleiben.&lt;br /&gt;
Hauptsächlich um ein erneutes Einschleppen der Krankheit zu verhindern.&lt;br /&gt;
Es ist zur Zeit zum Beispiel gar nicht möglich als Ausländer nach China zu reisen, es werden überhaupt keine Visas ausgegeben.&lt;br /&gt;
Während wir in Deutschland auf Grund der Lockerungen also wieder einen mehr oder weniger normalen Tagesablauf gestalten können (von Home Office, Kurzarbeit und Maskenpflicht beim Einkaufen einmal abgesehen), sieht es anderswo ganz anders aus.&lt;br /&gt;
Beijing stellt sich auf weitere Verschärfungen von Abriegelungen und Ausgangssperren bestimmter Stadtviertel ein und Amerika ist (ganz lapidar gesagt) so ziemlich dem Untergang geweiht.&lt;br /&gt;
Auch in anderen Europäischen Staaten sieht es düsterer aus als hier bei uns.&lt;br /&gt;
Derzeit kann man von Glück sprechen, wenn man seine Zeit in Deutschland verbringen kann.&lt;br /&gt;
Hoffen wir, dass es auch so bleibt und dass es im Rest der Welt auch schnell wieder besser wird. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 16 Jun 2020 00:05:00 +0000</pubDate>
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    <title>Le grand bleu</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>Sonstiges</category>
            <category>Technik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/xi-zhi-men.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/xi-zhi-men.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Die drei markanten Türme am Bahnhof 西直门 (xī zhí mén) im inneren Westen Beijings&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die drei markanten Türme am Bahnhof 西直门 (xī zhí mén) im inneren Westen Beijings&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;„Le grand bleu“ ist der Originaltitel des Films von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Luc_Bessonhttp://&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Luc_Besson&quot;&gt;Luc Besson&lt;/a&gt;, der in Deutschland unter dem Titel „&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Im_Rausch_der_Tiefehttp://&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Im_Rausch_der_Tiefe&quot;&gt;Im Rausch der Tiefe&lt;/a&gt;“ bekannt ist.&lt;br /&gt;
Ein wesentlich besserer Titel, wie ich finde, denn nachdem man den Film gesehen hat, kommt einem die wirkliche Welt hinterher tatsächlich ziemlich unwirklich vor, da man fast zwei Stunden in einer blaugefärbten Welt verbracht hat und die echten Farben dann irgendwie seltsam anmuten.&lt;br /&gt;
Ähnlich der Anziehungskraft die die Meerestiefe auf den Protagonisten Jacques ausübt, so verändert auch dieser Film die Wahrnehmung des Zuschauers und lässt ihn kurz an der Echtheit der wirklichen Welt zweifeln.&lt;br /&gt;
Blau ist auch die Farbe der Zeit in der wir uns befinden. Seit es möglich ist Leuchtdioden blaues Licht zu entlocken, sind fast alle Elektrogeräte mit ihnen ausgestattet.&lt;br /&gt;
Wenn etwas schick und modern aussehen soll, dann muss es mindestens eine blaue LED besitzen.&lt;br /&gt;
Und auch im weltweiten Wortschatz hat sich einiges getan. Bluetooth, der Blauzahn (in Anlehnung an den dänischen König Harald Blåtand, übersetzt Harald Blauzahn) bezeichnet eine kabellose Computerschnittstelle die plattformübergreifend ihren Siegeszug vollzogen hat.&lt;br /&gt;
Und auch „Deep blue“ ist ein Begriff über die Grenzen der Computer Industrie hinaus geworden, als der IBM Computer mit diesem Namen 1996 erstmals den amtierenden Schachweltmeister &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Garri_Kimowitsch_Kasparow&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Garri_Kimowitsch_Kasparow&quot;&gt;Garri Kasparow&lt;/a&gt; bezwungen hat.&lt;br /&gt;
Und es gibt noch unzählige weitere Beispiele. Wir wollen uns aber heute nur auf eines konzentrieren:&lt;br /&gt;
蔚蓝计划 (wè ilán jì huà), was übersetzt so viel wie „Projekt Himmelblau“ bedeutet.&lt;br /&gt;
Es wird gerne mit „Project deep blue“  übersetzt, was meines Erachtens sehr ungeschickt gewählt ist, gab es doch bereits den IBM Computer namens „Deep blue“, den wir eben erwähnt hatten.&lt;br /&gt;
蔚蓝计划 (wè ilán jì huà), das „Projekt Himmelblau“ ist ein Programm der chinesischen Social Media Plattform 新浪微博 (Xīn làng Wēi bó), die vergleichbar mit Facebook ist und dient dem löschen von ungewollten Kommentaren.&lt;br /&gt;
Es wird propagiert als Filter um pornografische und gewaltverherrlichende Kommentare aufzuspüren und zu eliminieren.&lt;br /&gt;
Das klingt erst einmal alles sehr nobel, betrachtet man es allerdings im Zusammenhang der allgegenwärtigen Internetzensur in China, kommt man nicht umhin in diesem Projekt ein potentielles Instrument zur gezielten Informationsmanipulation zu sehen.&lt;br /&gt;
Mit diesem Werkzeug lasen sich alle möglichen Informationen „bereinigen“ und gezielt Meinungen beeinflussen.&lt;br /&gt;
Es ist ein sehr schlauer Schachzug dieses Programm als Schutz der Jugend anzukündigen, schliesslich kann man unter diesem Banner, wenn jemand etwas dagegen hervorbringt, ihn sehr einfach denunzieren.&lt;br /&gt;
Dass diese Art von Kontrolle ein zweischneidiges Schwert ist, sollte uns in Deutschland spätestens seit der Rasterfahndung bekannt sein.&lt;br /&gt;
1979 als sie das erste mal zum Einsatz kam, gab es einen Aufschrei in der Bevölkerung, da man durch dieses Verfahren zwangsläufig erst einmal alle Menschen als potentielle Kriminelle einstuft. Ein Vorgehen das eigentlich der Unschuldsvermutung widerspricht auf der nicht weniger als unser gesamtes Justizsystem beruht.&lt;br /&gt;
Aber, wie wir inzwischen alle wissen, werden heutzutage private Verbindungsdaten durch die Internetanbieter zum Zweck einer möglichen Strafverfolgung gespeichert und etliche andere Daten auch.&lt;br /&gt;
Aber kommen wir zurück zu den „Säuberungsaktionen“ auf den Sozialen Netzwerken:&lt;br /&gt;
Auch bei uns werden nicht gewollte Beiträge gelöscht bzw. blockiert. Pornografie, gewaltverherrlichende Inhalte, rechtsradikales Gedankengut usw.&lt;br /&gt;
Das sind natürlich alles Dinge die auf jeden Fall ausgefiltert werden sollten. Bleibt einzig die Frage: Wo ziehen wir die Grenze?&lt;br /&gt;
Oder besser gefragt: Wer zieht die Grenze? Schliesslich kann auch ein Staat ein Interesse daran haben, dass gewisse Informationen nicht zugänglich sind und die Motivation kann durchaus moralisch bedenklich sein.&lt;br /&gt;
Ich denke, es ist immer ein guter Standpunkt, wenn man jedem misstraut, besonders wenn es sich um machtvolle Institutionen handelt.&lt;br /&gt;
Man sollte also die deutsche Obrigkeit ebenso kritisch unter die Lupe nehmen, wie man es in Europa gemeinhin mit der Chinesischen tut, eben aus dem Grund, weil wir sehen können was gerade in China passiert.&lt;br /&gt;
Die Versuchung ist gross, Verantwortung abzugeben und solche Dinge jemanden anderen erledigen zu lassen.&lt;br /&gt;
Aber schnell hat man sich in totale Abhängigkeit gebracht und bekommt eine alternative Version der Welt vorgespielt, in der man sich ganz leicht verlieren kann.&lt;br /&gt;
Es ist bereits heute schwer zu sagen wie tief wir schon drinstecken. Ich denke, dass es Zeit ist wieder aufzutauchen und Dinge transparenter zu gestalten. Wir müssen wissen wer, nach welchen Kriterien was filtert.&lt;br /&gt;
Wir wollen uns schliesslich nicht wie Jacques in den Tiefen verlieren in denen wir nicht überleben können. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 24 Apr 2020 21:23:00 +0000</pubDate>
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    <title>Holland-Rad</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>Deutschland</category>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/cctvtv.JPG&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/cctvtv.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;CCTV Tower in Beijing&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;CCTV Tower in Beijing&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Die dritte Woche Home-Office auf Grund des Corona Virus und Zeit endlich mal wieder einen Artikel im Blog zu schreiben.&lt;br /&gt;
Nun hat man von Seiten der deutschen Obrigkeit doch endlich ein Einsehen gehabt und die notwendigen Schritte eingeleitet und den Leuten empfohlen zu Hause zu bleiben und Abstand voneinander zu halten.&lt;br /&gt;
Was mich zugegebenermassen überrascht, ist die Bereitwilligkeit der Bevölkerung die Selbst-Quarantäne tatsächlich einzuhalten.&lt;br /&gt;
Die großen Firmen haben nicht einmal zwei Wochen durchgehalten, bevor sie lautstark nach Kurzarbeit geschrien haben.&lt;br /&gt;
Da frage ich mich allen Ernstes: Wo sind die ganzen Rücklagen geblieben? Bei den Arbeitnehmern ist seit ewiger Zeit nichts mehr auf dem Lohnkonto passiert und die Wirtschaft hat geboomt wie verrückt. Also wo ist das ganze Geld?&lt;br /&gt;
Zur Zeit machen wilde Verschwörungstheorien die Runde. Während die einen sagen das Virus sei eine Biowaffe die in einem chinesischen Labor gezüchtet wurde, behaupten andere, es sei eine amerikanische Erfindung und die ersten Fälle sind gar nicht in China sondern in Amerika aufgetreten, man hat sie angeblich lediglich verschleiert.&lt;br /&gt;
Es gibt wilde Theorien über Virenlabors in der Nähe der iranischen Grenze und etliche andere.&lt;br /&gt;
Es geht doch nichts über eine gute Verschwörungstheorie (Vielleicht ist Corona ja in Wahrheit bloss ein Fake, damit die Reptiloiden von der Weltregierung während des Lockdowns die Chemtrail-Tanks in Flugzeugen nachfüllen können, um den Menschen in der BRD GmgH weiterhin zu verschleiern, dass die Erde eine Scheibe ist.). &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Nun denn, Kurzarbeit also. Wer Kinder hat, bekommt vom Staat die finanziellen Einbußen bis zu 65% erstattet.&lt;br /&gt;
Das ist eine nette Geste, wird nur leider für viele Leute nach hinten losgehen: Dadurch dass die Leute mit Kindern etwas mehr erstattet bekommen, sind sie in vielen Firmen diejenigen die mehr oder weniger gezwungen werden sich „freiwillig“ für die Kurzarbeit zu melden, während die Kinderlosen normal weiterarbeiten.&lt;br /&gt;
Ich freue mich jedenfalls schon auf ein verlängertes Wochenende, auch wenn wir finanziell mal schauen müssen, ob das alles so klappt.&lt;br /&gt;
Auch sonst gibt mir die Home-Office-Zeit die Gelegenheit näher bei der Familie zu sein.&lt;br /&gt;
Wir haben jetzt einen verlassenen Fussballplatz im Wald gefunden. Dort gehen wir abends immer hin und bringen unserem Sohn das Fahrradfahren bei oder spielen etwas mit dem Ball.&lt;br /&gt;
Es ist nämlich gar nicht so einfach einen Platz für Kinder zu finden wo sie ein wenig Zeit draussen verbringen können, ohne etwas anfassen zu müssen.&lt;br /&gt;
Wir befinden uns also noch in einer recht guten Lage, aber für viele wird diese Zeit sicher nicht einfach sein, vor allen Dingen für diejenigen die weiterhin mit Menschen arbeiten müssen.&lt;br /&gt;
Ich befinde mich glücklicherweise in der Situation, dass ich 80% meiner Arbeit auch online erledigen kann und unsere Firma bereits bevor Corona die Runde machte die IT Infrastruktur so umgestellt hat, dass es fast jedem Mitarbeiter möglich ist unabhängig von einem festen Arbeitsplatz mit Hilfe von Notebook und Firmen-VPN von überall aus zu arbeiten.&lt;br /&gt;
Hin und wieder muss ich dann aber doch mal vorbeischauen, so wie gestern.&lt;br /&gt;
Und für diese Stippvisiten habe ich mir eigens ein neues Fahrrad gekauft, um nicht auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sein zu müssen (zugegeben es ist auch ein erneuter Versuch den inneren Schweinehund zu überlisten und wieder etwas mehr Sport zu machen).&lt;br /&gt;
Und da ist mir auch direkt wieder etwas aufgefallen:&lt;br /&gt;
Ich habe mir ein Holland-Rad gekauft, mit einem schicken Gepäckträger vorn am Lenker und ohne Gangschaltung.&lt;br /&gt;
Die fehlende Gangschaltung ist das, was dieses Rad tatsächlich auszeichnet.&lt;br /&gt;
War ich früher immer auf der Suche nach dem passenden Gang um bergauf, bergab oder beim beschleunigen die optimale Übersetzung von Zahnrad zu Kette zu haben, radle ich heute einfach vergnügt vor mich hin.&lt;br /&gt;
Nichts an meinem Fahrrad verleitet mich dazu ständig „mal eben“ noch Gas zu geben um hier oder da noch schnell die gelbe Ampel mitzunehmen, vor den Fußgängern abzubiegen oder mich schnell noch vor den verträumten Radler einzuordnen.&lt;br /&gt;
Heute bin ich selber einer dieser verträumten Radler und ich merke, dass ich wesentlich entspannter ankomme als früher.&lt;br /&gt;
Und trotz gemächlicher Spazierfahrt brauche ich genau so lange zur Arbeit, als würde ich die Bahn nehmen (vorausgesetzt sie kommt pünktlich).&lt;br /&gt;
Und hier können wir wieder den Bogen schlagen zu China:&lt;br /&gt;
In vielen Köpfen ist China immer noch ein Fahrradland. Nun, dass hat sich seit den 80er Jahren drastisch geändert, aber auch wenn dem nicht mehr so sein sollte, gibt es immer noch genug Menschen die das Fahrrad täglich nutzen.&lt;br /&gt;
Und da kommen wir dann auch zum springenden Punkt: Ein Fahrrad wird genutzt.&lt;br /&gt;
Ganz im Gegenteil dazu ist es in Deutschland eher ein Sportgerät, was dann natürlich auch den weit verbreiten Drang erklärt schnell und effektiv zu fahren.&lt;br /&gt;
So wie ich es auch jahrelang getan habe. Es ist aber viel mehr als bloss eine Anekdote über ein alternatives Verkehrsmittel, sondern bezeichnend für mein bisheriges Leben.&lt;br /&gt;
Die Angst zu spät zu kommen bzw. eine Gelegenheit zu verpassen Zeit gut zu machen habe ich mir tatsächlich erst abgewöhnt durch das Leben in einem anderen Kulturkreis.&lt;br /&gt;
Es ist immer noch vieles davon in mir, aber darüber hinaus habe ich gelernt auch mal fünfe gerade sein zu lassen, vor allen Dingen dann, wenn es keinen Unterschied macht.&lt;br /&gt;
Denn ein Prinzip sollte niemals die Oberhand gewinnen und nur um seiner selbst Willen gelebt werden.&lt;br /&gt;
Lieber gemütlich radeln und dafür etwas früher losgehen. 
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    <pubDate>Sat, 18 Apr 2020 05:09:00 +0000</pubDate>
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    <title>Auch damit kann man Geld machen (wenn man keine Seele hat)</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>China</category>
            <category>Deutschland</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
            <category>Tipps und Tricks</category>
            <category>Unschönes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/verbst.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/verbst.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ansicht auf die Aussenmauern der verbotenen Stadt.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ansicht auf die Aussenmauern der verbotenen Stadt.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;So, nun haben wir also auch in Deutschland Vorgaben, dass sich nie mehr als zwei Personen auf der Strasse treffen dürfen.&lt;br /&gt;
Es sollen vermehrt Menschen auf das Corona Virus getestet werden um zu sehen wie, und wo es sich ausbreitet und die Bevölkerung überlegt langsam ob es nicht vielleicht doch ganz praktisch wäre, wenn man unter Menschen gehen muss in solch einer Situation, eine Schutzmaske zu tragen.&lt;br /&gt;
Das Offensichtliche, das man sich von China bereits vor Wochen hätte abgucken können ist nun auch in den Starrköpfen der Deutschen angekommen. Bravo!&lt;br /&gt;
Im Atikel [[Wer heute noch nicht verrückt ist, ist einfach nicht informiert]] habe ich mich noch darüber gewundert warum man das Problem in Deutschland offensichtlich gar nicht ernst nimmt, während es in China bereits dramatische Ausmaße angenommen hatte.&lt;br /&gt;
Jetzt sind wir nur noch einen Schritt davon entfernt das ohnehin völlig überlastete medizinische System in Deutschland zum Kollaps zu bringen.&lt;br /&gt;
An dieser Stelle möchte ich dann auch gerne einen anonymen Krankenpfleger zitieren mit den Worten: „Euer Geklatsche könnt Ihr Ihr Euch sonst wohin stecken. Wenn Ihr unsere Arbeit respektiert, dann bezahlt uns endlich anständig“ (Eine Anspielung auf die Aufforderung abends zu einer bestimmten Uhrzeit ans Fenster zu gehen und der moralischen Unterstützung gegenüber dem medizinischen Personal durch Applaus Ausdruck zu verleihen).&lt;br /&gt;
Aber genug Klugscheißerei und „ich hab&#039;s Euch ja gesagt“ Gequatsche, denn ich hatte es ja bereits gesagt.&lt;br /&gt;
Hier zeigt sich wieder einmal ein typisches Verhalten der westlichen Industriestaaten, das nicht nur bei Chinesen immer wieder auf Ungläubigkeit trifft.&lt;br /&gt;
In China spricht man ganz offen von der „Arroganz des Westens“.&lt;br /&gt;
Auch wenn überall sonst die Welt untergeht haben wir es trotzdem nicht nötig irgendwelche Vorkehrungen zu treffen, es ist ja bisher auch immer alles gut gegangen.&lt;br /&gt;
Und mein persönlicher Höhepunkt: Während man in allen asiatischen Ländern Schutzmasken zur Pflicht macht, streitet man sich in Deutschland noch darüber ob ein derartiger Schutz überhapt etwas bringt.&lt;br /&gt;
Da sind wir bei einem anderen grossen Punkt angekommen: Für den einzelnen mag eine Schutzmaske vielleicht nur minimal Schutz gewährleisten, da sie nach 10 Minuten Gebrauch feucht ist und Viren durchlassen kann, aber das ist auch gar nicht die Intention dahinter, sondern lediglich die westliche Fehlinterpretation.&lt;br /&gt;
Primär soll man die Maske nicht tragen um sich selber zu schützen, sondern die anderen.&lt;br /&gt;
Eine Weisheit die in Asien schon seit Generationen in jedermanns Kopf ist: Ich bin krank (zum Beispiel erkältet), ich trage eine Maske um die anderen nicht anzustecken.&lt;br /&gt;
Durch diese, in der Masse ausgelebte, Vorsorge ist man selber als Individuum dann eben auch geschützt.&lt;br /&gt;
Eine einfache Erkenntnis die sich in unseren Breitengraden niemals durchsetzen wird.&lt;br /&gt;
Beflügelt wurde das ganze natürlich noch von offzieller Seite mit teils Halbwahrheiten und auch komplett unsinnigen Argumentationen.&lt;br /&gt;
Aber was soll&#039;s? Es gibt ja eh keine Masken in Deutschland zu kaufen.&lt;br /&gt;
Und somit haben auch wir unsere Beziehungen ausgenutzt um welche aus China zu bekommen.&lt;br /&gt;
Es gibt inzwischen einige Leute die daraus ein Geschäftsmodell gemacht haben und ehrlich gesagt: Man kann damit wahrscheinlich schon ein wenig Geld anhäufen. Wir wollen das bewusst nicht tun.&lt;br /&gt;
Man könnte sagen dass Geld, das durch das ausnutzen der Not anderer gewonnen wurde, ein schlechtes Kharma bedeutet.&lt;br /&gt;
Man könnte aber auch ganz platt sagen, dass anständige Menschen so etwas einfach nicht tun.&lt;br /&gt;
Und schon wieder ist in diesem Zusammenhang etwas passiert das wunderbar in diesen Blog passt und ich ihnen natürlich nicht vorenthalten möchte:&lt;br /&gt;
Unser Paket aus China wurde logischerweise von privat an privat versendet, schliesslich haben wir nichts gekauft, sondern die Verwandten haben uns die Sachen geschickt. Für so etwas fallen keine Zollgebühren an.&lt;br /&gt;
Die chinesische Post übergibt ihre internationalen Aufträge allerdings an andere Unternehmen, die diese dann in dem entsprechenden Land für sie abwickeln.&lt;br /&gt;
Manchmal hat man als Sender bzw. Empfänger aber das Pech dass es sich bei diesen wieder einmal um Scharlatane handelt.&lt;br /&gt;
So haben wir ein Schreiben bekommen in dem wir aufgefordert wurden knapp 30 Euro zu bezahlen um die Zollabwicklungen von diesem Unternehmen durchführen zu lassen.&lt;br /&gt;
Wie bereits erwähnt sind private Sendungen zollfrei. Es wird also Geld für eine Dienstleistung verlangt, die niemand braucht, noch haben will.&lt;br /&gt;
Das Problem ist, dass man dieses Prozedere nicht mehr ungeschehen machen kann.&lt;br /&gt;
Man bekommt in dem Brief die Wahl die Formalitäten gegen Bezahlung erledigen zu lassen, oder selber eine Zollerklärung (die sogenannte Selbstverzollung) zu machen.&lt;br /&gt;
Wenn man im Internet recherchiert, kann es bei dieser besagten Firma allerdings auch noch nach Bezahlung des unnötigen Betrags zu Komplikationen kommen.&lt;br /&gt;
Es werden wohl immer wieder inrgendwelche Formulare bzw. Bestätigungen angefordert und das Paket nicht freigegeben.&lt;br /&gt;
Also auf jeden Fall eine Selbstverzollung. Die hat es allerdings in sich und ohne Hilfe wird man sich kaum durch die ganzen Zahlenkürzel, Zollinterna und verklausulierten Inhalte kämpfen können.&lt;br /&gt;
Aber das Internet bietet Hilfe. Diese Seite &lt;a href=&quot;https://www.blog.oscg.eu/tag/selbstverzollung/&quot; title=&quot;https://www.blog.oscg.eu/tag/selbstverzollung/&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; hat mir dabei geholfen nicht unnötig Geld für eine absurde Dienstlestung zu bezahlen.&lt;br /&gt;
Für alle, die es auch betreffen sollte: Schicken Sie das Schreiben auf keinen Fall zu der Firma zurück, sondern mit dem augefüllten Selbstverzollungsantrag direkt an das zuständige Zollamt.&lt;br /&gt;
Lesen Sie einfach sorgfältig die Inforamtionen auf der angegebenen Webseite durch.&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen Gesundheit und sage bis bald. 
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    <pubDate>Sun, 29 Mar 2020 02:18:00 +0000</pubDate>
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    <title>Gewitter im Nachttopf</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
            <category>Umwelt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/bjjj.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/bjjj.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Beijing am Abend&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Beijing am Abend&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Das „Gewitter im Nachttopf“ ist eine andere Redewendung für den „Sturm im Wasserglas“. Dieser hat sich in der deutschen Sprache weit verbreitet, nicht zuletzt durch die gleichnamige Komödie des Schriftstellers &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Frank&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Frank&quot;&gt;Bruno Frank&lt;/a&gt;, wobei dieser sich wohl auch auf bereits bekannte Aussprüche bezogen hat: Zum Beispiel der Ausspruch „tempête dans un verre d’eau“ von dem französischer Schriftsteller und Philosophen &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_de_Secondat,_Baron_de_Montesquieu&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_de_Secondat,_Baron_de_Montesquieu&quot;&gt;Montesquieu&lt;/a&gt;, der genau mit diesem Bild des Sturms im Wasserglas die politischen Unruhen in der Republik San Marino beschrieben hat.&lt;br /&gt;
Und bereits in der Antike gab es eine ähnliche Ausdrucksweise, die durch den  römischen Politiker und Schriftsteller &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero&quot;&gt;Cicero&lt;/a&gt;  bekannt gemacht worden ist: „excitare fluctus in simpulo“ bedeutet so viel wie „Stürme in der Schöpfkelle erregen“.&lt;br /&gt;
Allen gemein ist die Bedeutung: Eine Sache wichtiger erscheinen lassen als sie tatsächlich ist.&lt;br /&gt;
Und somit kommen wir zu „Sabine“. Gemeint ist das Orkantief genannt „Sabine“, das letztes Wochenende Deutschland heimgesucht hat.&lt;br /&gt;
Da drängt sich dann auch direkt die Frage auf: „Warum werden Schlechtwetterphänomene eigentlich immer nach Frauen benannt?“.&lt;br /&gt;
Nun, das ist eigentlich gar nicht so. Wenn man mal etwas recherchiert, erfährt man, dass in Deutschland seit 1998 die Namen von Tiefdruckgebieten in geraden Jahren weiblich und die von Hochdruckgebieten männlich sind, in ungeraden Jahren ist dies umgekehrt.&lt;br /&gt;
Und seit November 2002 kann man auch gegen Bezahlung eine Namenspatenschaft übernehmen (na ja, wer sonst nichts zu tun hat...).&lt;br /&gt;
Aber kommen wir zurück zu unserem aktuellen Sturm „Sabine“:&lt;br /&gt;
Dramatisch wurde er angekündigt, die Bahn hat den kompletten Verkehr eingestellt, Kindergärten und Schulen hatten vorsorglich geschlossen.&lt;br /&gt;
Aber letztendlich hat sich die angekündigte Apokalypse dann doch bloss als eine steife Brise herausgestellt.&lt;br /&gt;
Es ist gut, dass man vorsichtig ist und kein Risiko eingeht, gerade bei der Bahn, die durch Oberleitungsschäden ja tatsächlich grosse Beeinträchtigungen davontragen kann.&lt;br /&gt;
Aber sind wir mal ehrlich: Das was uns da angekündigt wurde, ist in keinster Weise eingetroffen.&lt;br /&gt;
Sturmböen dieser Stärke sind zum Beispiel in Beijing in den Wintermonaten ganz normal. Es gibt keine Unwetterwarnung, selbst wenn man mit geballter Kraft nicht mehr gegen den Wind ankommt, der einem entgegenweht. Das nennt man dann 大风 (dà fēng), also „starken Wind“.&lt;br /&gt;
Zugegeben: Es passiert dann auch jedes mal etwas in China. Dadurch dass man nicht vorgewarnt wird, fallen öfter schon mal Leute vom Dach, weil sie Reparaturarbeiten an der Leuchtreklame durchführen, während die Sturmböen toben.&lt;br /&gt;
Aber wenn man in einer sturmgeplagten Gegend wohnt, sollte man solche Dinge eigentlich wissen.&lt;br /&gt;
Denn eine Vorhersage dass es „starken Wind“ geben wird, gibt es ja. Es wird eben nur nicht so übertrieben dargestellt.&lt;br /&gt;
Aus der Sicht eines Chinesen ist das Verhalten der Deutschen auf jeden Fall ziemlich witzig und man kann in Gesprächen immer einen leicht witzigen, spöttischen Unterton mitklingen hören.&lt;br /&gt;
Ja, so ist das in Deutschland. Hauptsache sicher. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Fri, 14 Feb 2020 02:55:00 +0000</pubDate>
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    <title>Von Kronen, Krankenwagen und Killerviren</title>
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            <category>Medizin</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/klichter.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/klichter.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Skulptur zum chinesischen Lichterfestival im kölner Zoo. &quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Skulptur zum chinesischen Lichterfestival im kölner Zoo.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Das deutsche Krankensystem, angefangen bei der Pflichtversicherung bis hin zur Qualität von Dienstleistungen wie Notarzt, Krankenwagen oder auch Unterbringung im Krankenhaus, unterscheidet sich teilweise drastisch von dem in anderen Ländern.&lt;br /&gt;
Wenn man einmal ein gesundheitliches Problem (völlig egal was für eins) in China gehabt hat mit dem man auf ärztliche Hilfe angewiesen ist, so muss man sich erst einmal frei machen von all den gewohnten Annehmlichkeiten, die es so bei uns gibt.&lt;br /&gt;
Anders herum betrachtet kann man also sagen, dass es uns doch richtig gut geht in Deutschland.&lt;br /&gt;
Erst kürzlich durften (bzw. mussten) wir eben jene Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Sprich: Mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus und drei tage stationärer Aufenthalt.&lt;br /&gt;
Abgesehen von der Notwendigkeit auf dieses Angebot zurückgreifen zu müssen selber, ist es dann trotzdem gut zu wissen dass alles so problemlos läuft.&lt;br /&gt;
Der Notarzt und der Krankentransport sind selbstverständlich kostenlos und nach dem Ruf über 112 dauerte es auch keine 5 Minuten bis die Hilfe vor Ort war.&lt;br /&gt;
Einlieferung in ein Krankenhaus läuft selbstverständlich automatisch und unkompliziert. Das letzte was man in so einer Situation braucht ist bürokratischer Aufwand.&lt;br /&gt;
Ganz anders läuft so etwas in China. Ich habe nie einen Krankenwagen benötigt, habe aber schon Feuerwehr und Ambulanz mit Blaulicht im Stau feststecken sehen. Ein Umstand den man niemanden wünscht, wenn er auf Hilfe angewiesen ist.&lt;br /&gt;
Und einen Platz in einem der überfüllten Krankenhäuser zu bekommen ist ebenfalls alles andere als einfach.&lt;br /&gt;
Als kleine Anekdote habe ich hier auch wieder etwas aus Deutschland zu berichten:&lt;br /&gt;
Wenn man mit seinem Kind ein paar Tage zur Überwachung ins Krankenhaus muss, gibt es in der Regel ein Zimmer für zwei Patienten plus jeweils einem Bett für einen Erziehungsberechtigten, also insgesamt vier Betten pro Raum.&lt;br /&gt;
Wobei man natürlich bemerken muss, dass man als Vater mit seinem Kind meistens den kompletten Raum für sich hat, da die meisten Kinder von ihrer Mutter begleitet werden und man von Seiten des Krankenhauses eventuelle unangenehme Situationen vermeiden möchte.&lt;br /&gt;
Man bekommt trotzdem einiges mit, schliesslich ist ein Krankenhaus kein Hotel, sondern eher mit einem Bahnhof vergleichbar wo ständig Leute ein und aus gehen.&lt;br /&gt;
Einer Mutter ging dies offensichtlich sehr gegen den Strich. Sie hat es sich nicht nehmen lassen jede kleine Gelegenheit zu nutzen um ihrem Missmut Ausdruck zu verleihen.&lt;br /&gt;
Die ganzen, eben beschriebenen Annehmlichkeiten reichten offenbar noch nicht aus, so dass sie sich noch über die anderen Patienten und die Schwestern aufregen musste, die sie in ihrem Raum zu stören wagten.&lt;br /&gt;
Vielleicht liegen die Nerven bei dem einen oder andern etwas blank in solch einer Situation, aber seinen Frust an anderen Leuten abzulassen halte ich für die schlechteste aller möglichen Lösungen.&lt;br /&gt;
Und im Hinblick auf meine Erfahrungen in andern Ländern, speziell China, stellt dieses Verhalten für mich noch einmal mehr eine Dreistigkeit dar, die man sich unter allen Umständen verkneifen sollte.&lt;br /&gt;
Sagen wir es einfach wie es ist: Diese Frau würde in einem chinesischen Krankenhaus nicht überleben.&lt;br /&gt;
Zum einen würden die wesentlich komplizierteren Umstände sie in die Knie zwingen, zum anderen würde sie mit einem derartigen Verhalten einfach ignoriert werden.&lt;br /&gt;
Man muss sich immer wieder vor Augen halten wie gut es uns in Deutschland eigentlich geht.&lt;br /&gt;
Und derzeit ist die medizinische Lage in China noch intensiver als normal. Der Ausbruch des Corona-Virus lässt die chinesische Regierung zu teilweise drastischen Mitteln greifen.&lt;br /&gt;
So wurde die Stadt Wuhan komplett abgeriegelt und sogar in Beijing gibt es eine Ausgangssperre.&lt;br /&gt;
Niemand arbeitet und ich habe von Bekannten gehört, dass es teilweise Probleme gibt von den Sicherheitskräften wieder in den Wohnblock gelassen zu werden, wenn man kurz Einkaufen war.&lt;br /&gt;
Eine Frau, die zu Besuch aus Wuhan kam, ist von den Bewohnern gemeldet und direkt abgeholt worden.&lt;br /&gt;
Da wundere selbst ich mich wie obrigkeitsergeben das gesamte System doch immer noch ist.&lt;br /&gt;
So etwas würde in Deutschland niemals funktionieren. So bald man den Leuten verbieten würde das Haus zu verlassen, wären plötzlich alle, selbst die eingefleischten Stubenhocker draussen auf der Strasse.&lt;br /&gt;
Corona ist eigentlich ein seltsamer Name für einen Virus.&lt;br /&gt;
Im Spanischen bedeutet Corona „Krone“ und es gibt auch eine mexikanische Biermarke, die so heisst.&lt;br /&gt;
Im Lateinischen beschreibt das Wort ursprünglich ein kronenartiges Gebilde, einen Kranz aus Blumen oder Blättern, der in der griechischen und römischen Antike als Auszeichnung verliehen wurde.&lt;br /&gt;
Von einer Auszeichnung kann man in diesem Fall nun nicht gerade sprechen, aber wo wir gerade bei dem Thema sind:&lt;br /&gt;
Es gibt Gerüchte, dass die Gefährlichkeit des Virus in den ersten Wochen des Ausbruchs in China heruntergespielt wurde um es hiesigen Wissenschaftlern zu ermöglichen als erste eine wissenschaftliche Abhandlung darüber in einem weltweit renommierten Wissenschaftsmagazin zu veröffentlichen und sich damit einen Namen zu machen.&lt;br /&gt;
Das wäre natürlich ein starkes Stück und ein sehr makaberes dazu. So sollte man nicht mit Menschenleben spielen. Aber wie gesagt: Es ist ein Gerücht, deshalb weiss ich nicht ob man es unbedingt für bare Münze nehmen sollte.&lt;br /&gt;
Der Virus hat natürlich auch noch andere unschöne Nebenerscheinungen:&lt;br /&gt;
So meiden viele Menschen derzeit Asiaten. In einzelnen Fällen geht es sogar so weit, dass der ein oder andere handgreiflich wird, wie ein aktuelles Vorkommnis in Berlin zeigt.&lt;br /&gt;
Mehrere junge Männer, die eine junge Chinesin angegriffen haben. Da hört bei mir das Verständnis auf. Hier handelt es sich doch bloss wieder um einen Vorwand um seine Fremdenfeindlichkeit auszuleben.&lt;br /&gt;
Wenn die Angreifer tatsächlich Angst vor dem Virus hätten, würden sie nicht angreifen, sondern sich so schnell wie möglich entfernen.&lt;br /&gt;
Aber abgesehen von diesen extremen Reaktionen raten auch Chinesen hier in Deutschland davon ab in den asiatischen Supermarkt zu gehen um die Möglichkeit zu minimieren, einem Reisenden aus China, der eventuell das Virus in sich trägt, zu begegnen.&lt;br /&gt;
Bis jetzt gibt es in Deutschland nur eine Hand voll Fälle in denen sich tatsächlich jemand mit dem Virus angesteckt hat und diese sind auch alle nicht lebensbedrohlich. Aber dieses Virus verbreitet sich, im Vergleich zu anderen Viruserkrankungen dieser Grössenordnung, rasant.&lt;br /&gt;
Das liegt nicht zuletzt daran, dass man bereits ansteckend ist bevor es ausbricht. Und selbst dann müssen Symptome wie Fieber oder ähnliches gar nicht auftreten.&lt;br /&gt;
Aber die Angst ist auf jeden Fall geweckt. Die Atemschutzmasken sind in Deutschland bereits vergriffen.&lt;br /&gt;
Erinnert mich irgendwie an die Wintermonate in Beijing in denen der Smog so stark war, dass man die Häuser auf der anderen Strassenseite nicht mehr sehen konnte und die Geschäfte nicht schnell genug mit dem Nachschub an Schutzmasken aufwarten konnten.&lt;br /&gt;
Hoffen wir, dass es bald wieder wärmer wird, denn das Virus scheint bei höheren Temperaturen nicht sonderlich überlebensfähig zu sein.&lt;br /&gt;
Dann können wir auch wieder gefahrlos draussen sitzen und ein Bier trinken (muss ja nicht Corona sein).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nachtrag vom 14.07.2023&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass das Virus bei höheren Temperaturen nicht überlebensfähig sei, hat sich ja dann auch als eine der unzähligen Fehlinformationen herausgestellt. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 03 Feb 2020 23:19:00 +0000</pubDate>
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    <title>Luxus Parkplatz</title>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tordhf.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tordhf.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;天安门 (tiān ān mén) das Tor des Himmlischen Friedens bei Nacht.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;天安门 (tiān ān mén) das Tor des Himmlischen Friedens bei Nacht.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Was gibt&#039;s eigentlich neues aus China?&lt;br /&gt;
Nun: einiges, allerdings ist meine Zeit, seitdem ich nach Deutschland gezogen bin, wesentlich knapper geworden, da wir hier leider keine Grosseltern haben, die körperlich noch im Stande sind auf den Kleinen aufzupassen.&lt;br /&gt;
Dementsprechend gibt es auch nur noch sehr selten neue Artikel.&lt;br /&gt;
Aber zurück zu der eigentlichen Frage: Was gibt&#039;s eigentlich neues aus China?&lt;br /&gt;
In den chinesischen Netzwerken kursieren gerade ein paar Bilder von zwei jungen Frauen, die ihren Mercedes Geländewagen in der verbotenen Stadt geparkt und dazu und auf einer Social Media Plattform geschrieben haben, dass sie Spass haben werden, da die verbotene Stadt Montags geschlossen ist und sie so die Menschenmassen vermeiden können.&lt;br /&gt;
In der Tat wird die verbotene Stadt an Montagen meist geschlossen um Renovierungsarbeiten durchführen zu können.&lt;br /&gt;
Allerdings ist das normalerweise kein Anlass seinen Geländewagen auf dem Kulturerbe zu parken, schliesslich fahren auch all die Angestellten und Arbeiter die hier arbeiten mit dem Fahrrad um nichts zu beschädigen.&lt;br /&gt;
Selbst Staatsoberhäuptern, die in China zu Besuch waren und aus Sicherheitsgründen mit dem Auto in die alten Höfe fahren wollten, wurde dieser Wunsch verwehrt.&lt;br /&gt;
Wie also kommt es, dass zwei junge Chinesinnen genau das tun konnten?&lt;br /&gt;
Nun, da sind wir wieder bei einem der ewigen Themen, die immer wieder im Zusammenhang mit China und seiner heutigen Bevölkerung auftauchen.&lt;br /&gt;
Ich habe in diesem Blog schon oft darüber erzählt: Es geht um Beziehungen. Am besten gepaart mit einem gewissen finanziellen Hintergrund.&lt;br /&gt;
Man kann sich in China nicht alles erlauben, wenn man Geld hat. Das mussten schon viele ausländische Investoren erfahren, die dachten sie könnten ihr erfolgreiches Geschäftsmodell in China fortsetzen indem sie alleine mit finanziellen Mitteln die besten Mitarbeiter, ein Büro in Toplage oder einfach nur benötigte Peripherie für das Unternehmen  bekommen könnten.&lt;br /&gt;
Aber das ist falsch. Ohne Beziehungen bekommt man in China gar nichts.&lt;br /&gt;
Mit Beziehungen bekommt man schon eine ganze Menge, aber mit Beziehungen und Geld kann man auch in China ein ganz anderes Leben leben.&lt;br /&gt;
Da werden auf einmal viele Dinge möglich, die für den normal-Sterblichen unvorstellbar, absolut ausgeschlossen oder teilweise auch höchst illegal sind.&lt;br /&gt;
Ein Phänomen das in China teilweise so grosse Ausmasse angenommen hat, dass es inzwischen auch die sonst meist wenig interessierte Masse in Rage bringt.&lt;br /&gt;
So auch diese kleine Anekdote. Die Fotos wurden mit dem eben erwähnten Text gepostet und waren eigentlich gar nicht lange online.&lt;br /&gt;
Es hat aber gereicht um einen digitalen Flächenbrand im Reich der Mitte auszulösen.&lt;br /&gt;
Inzwischen hat sich sogar die Verwaltung der verbotenen Stadt offiziell für den Vorfall entschuldigt und verstärkte Sicherheitsmassnahmen angekündigt.&lt;br /&gt;
Das ist natürlich bloss wieder Augenwischerei. Im Herzen einer der meistüberwachten Städte der Welt ist nicht das Sicherheitskonzept das Problem, sondern die Leute die es umsetzen. Und daran werden neue Sicherheitsmassnahmen auch nichts ändern.&lt;br /&gt;
In der heutigen chinesischen Gesellschaft ist jeder ein kleines wenig korrupt. Ich hatte das schon einmal angesprochen im Artikel [[Klüngel]].&lt;br /&gt;
Das wird gar nicht als grosse Sache angesehen und so verwundert es auch nicht, dass einige Leute, gerade wenn sie Geld haben, auch schon mal übertreiben.&lt;br /&gt;
Aber inzwischen gibt es eine wachsende Masse an Menschen, denen solche Dinge sauer aufstossen und ich glaube eine Sache die man in China vermeiden sollte ist öffentliche, schlechte Kritik.&lt;br /&gt;
In unserem Fall sind die beiden jungen Damen namentlich bekannt, die die Wut von unzähligen Menschen auf sich gezogen haben.&lt;br /&gt;
Aber so ist das eben: Wer grossspurig seine Untaten im Internet zur Schau stellt, muss natürlich auch mit den unvermeidlichen Reaktionen klarkommen. 
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    <pubDate>Sat, 18 Jan 2020 22:00:00 +0000</pubDate>
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    <title>Immer auf der Flucht</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>Musik</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/xidan.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/xidan.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Uhrenturm mit Glockenspiel an der Haltestelle 西单 (xī dān) in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Uhrenturm mit Glockenspiel an der Haltestelle 西单 (xī dān) in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wie Sie wahrscheinlich bereits bemerkt haben, gab es in letzter Zeit nicht mehr regelmäßig Artikel im China Blog.&lt;br /&gt;
Das liegt ganz einfach daran, dass mir die Zeit fehlt. Momentan gibt es immer etwas zu tun, ich hetze von einem Termin zum anderen und fühle mich fast schon wie auf der Flucht.&lt;br /&gt;
Aber das soll gar nicht unser heutiges Thema sein. Stattdessen möchte ich noch einmal über Musik sprechen:&lt;br /&gt;
Ich bin ein grosser Musikliebhaber und besitze auch eine kleine, aber feine Musikauswahl auf CD und Schallplatte (ja, ich besitze tatsächlich noch Vinyl).&lt;br /&gt;
Heutzutage ist das eher ungewöhnlich, da man es gewohnt ist Musik als digitales Medium auf dem Mobiltelefon zu speichern, oder online über Streaming-Dienste zu hören.&lt;br /&gt;
Aber auch ich hatte, bevor ich nach China gegangen bin, meine Lieblingsmusik digitalisiert und auf das Telefon geladen, die Platten und CDs sind in Deutschland geblieben, sicher verstaut in einem Lager.&lt;br /&gt;
Damals hatte ich noch extra eine grosse &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/SD-Karte&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/SD-Karte&quot;&gt;SD-Karte&lt;/a&gt; in mein Mobiltelefon gepackt und etliche Musik darauf geladen.&lt;br /&gt;
Inzwischen habe ich diese Sammlung von Telefon zu Telefon weitergereicht und teilweise noch erweitert.&lt;br /&gt;
Das ist wirklich praktisch, aber mir ist mit der Zeit etwas aufgefallen:&lt;br /&gt;
Man gewöhnt sich mit dieser Art des Musikkonsums tatsächlich einige Unarten an, um es mal so auszudrücken.&lt;br /&gt;
Ich bin ein grosser Liebhaber von gut durchdachten Album-Konzepten. Das müssen nicht einmal sogenannte Konzept-Alben sein, sondern bereits ein Album auf dem die Lieder in einer ansprechenden Reihenfolge untergebracht sind, bereichern schon den Hörgenuss.&lt;br /&gt;
Das setzt natürlich voraus, dass alle Stücke auf dem Album auch dem eigenen Geschmack entsprechen und subjektiv hörenswert sind. Aber viele Künstler sind dazu in der Lage und erschaffen wirklich hörenswerte Gesamtkonzepte.&lt;br /&gt;
Mit den neuen Medien ist man trotzdem geneigt, das aktuelle Lied zu überspringen um direkt zum Lieblingsstück des Albums zu gelangen.&lt;br /&gt;
Unmerklich degradiert man es damit aber bereits, da der Spannungsbogen der sich eigentlich aufbaut, über den man es erreicht, jetzt nicht mehr existiert.&lt;br /&gt;
Und so wird auch das Lieblingsstück selber bloss zu einer Nummer unter vielen und ich erwische mich immer wieder dabei, bereits nach der Hälfte des Liedes zu überlegen, was man denn danach hören könnte und wechsele dann schon vor Ende des eigentlich lieb gewonnenen Stücks zum nächsten.&lt;br /&gt;
Und auch das folgende sagt mir dann nicht komplett zu, irgendetwas fehlt immer. Ich höre Musik inzwischen auch wie auf der Flucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wurde plötzlich alles anders:&lt;br /&gt;
Jetzt, da ich wieder in Deutschland wohne und mein Lager hier aufgelöst habe, das ich während meiner Zeit in China gemietet hatte, besitze ich wieder eine Hifi Anlage mit Plattenspieler und CD-Player.&lt;br /&gt;
Es war eine wahre Offenbarung. Den Anfang haben die &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/The_Beatles&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/The_Beatles&quot;&gt;Beatles&lt;/a&gt; gemacht, gefolgt von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/The_Gathering_(Band)&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/The_Gathering_(Band)&quot;&gt;the gathering&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Pink_Floyd&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Pink_Floyd&quot;&gt;Pink Floyd&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Und diese neue/alte Art des Musikhörens hat es tatsächlich geschafft mich ein Stück weit wieder aus der Hektik des Alltags zu reißen, die mich derzeit umgibt und mir die Augen geöffnet Musik wieder zu geniessen anstatt sie zu konsumieren. So wie es eigentlich sein sollte. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Tue, 03 Sep 2019 09:26:00 +0000</pubDate>
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    <title>Level 1</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>Deutschland</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/c-b-d.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/c-b-d.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Büro- und Wohngebäude in Beijings CBD Distrikt.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Büro- und Wohngebäude in Beijings CBD Distrikt.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;„Nicht da ist man daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern wo man verstanden wird.“ Ein schöner Spruch von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Morgenstern&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Morgenstern&quot;&gt;Christian Morgenstern&lt;/a&gt;. Er verschweigt nur leider, dass man so ganz ohne Wohnsitz in echten Schwierigkeiten steckt.&lt;br /&gt;
Es gibt nicht genügend Wohnraum in Deutschlands Städten und das macht das Suchen nach einer bezahlbaren Wohnung zu einem echten Problem, wie ich gerade am eigenen Leib erfahren musste.&lt;br /&gt;
Ich hatte ja bereits berichtet, dass ich eine Wohnung finden muss, bevor meine Frau und mein Sohn diesen Monat auch nach Deutschland ziehen.&lt;br /&gt;
Aber viele Wohnungen, die von der Größe her passen würden, waren dermassen überteuert, dass wir sie nicht einmal annähernd in Betracht ziehen konnten. Und das obwohl wir bereits am Stadtrand gesucht haben und nicht in der Innenstadt.&lt;br /&gt;
Dann gab es ein paar wenige wo Wohnfläche und Preis in Ordnung waren, aber zu deren Besichtigungsterminen die Interessenten bereits im Treppenhaus, teilweise bis herunter zur Strasse anstehen mussten um sich die Wohnung ansehen zu können.&lt;br /&gt;
Und dann gab es noch die Wohnungen die eigentlich als Bauruinen oder Schimmelpilzfarmen angepriesen werden müssten.&lt;br /&gt;
Mit Familie eine Wohnung zu suchen macht wirklich keinen Spass. Mal abgesehen davon, dass viele Vermieter keine Kinder im Haus haben wollen, hat man zusätzlich noch das Problem dass man im Gegensatz zu einer Einzelperson mehr Platz benötigt und weniger Geld zur Verfügung hat.&lt;br /&gt;
Ich habe mir innerhalb von 3 Wochen fast 50 Wohnungen  in der Stadt, am Stadtrand und im Umland angeschaut (und das sind nur die, für die ich auch einen Besichtigungstermin bekommen habe).&lt;br /&gt;
Ich musste sogar einen kompletten Kurs meiner Weiterbildung, die ich abends nach der Arbeit für gewöhnlich noch mache, auf nächstes Jahr verschieben, da mir neben Arbeit, Papierkram und Wohnungssuche einfach die Zeit fehlt.&lt;br /&gt;
Ich hänge dem Lehrplan bereits ziemlich hinterher und muss mich wirklich reinhängen um die anstehenden Prüfungen bestehen zu können.&lt;br /&gt;
Die Umzugsvorbereitungen und der Papierkram für Visum, Versicherung, Kindergarten usw. hatten ja in China bereits begonnen und es sieht nicht danach aus, dass es in absehbarer Zeit merklich entspannter zugehen wird.&lt;br /&gt;
Immerhin habe ich inzwischen unser neues Heim gefunden und den Mietvertrag unterschrieben.&lt;br /&gt;
Es hat sich tatsächlich nur ein einziger Vermieter zurückgemeldet! Glücklicherweise genau jener, der die für uns interessanteste Wohnung angeboten hat. Das war wirklich ein glücklicher Zufall..&lt;br /&gt;
Keine Wohnung in der vorgegebenen Zeit zu finden, hätte weitreichende Konsequenzen gehabt:&lt;br /&gt;
Ohne die eigenen vier Wände hätten wir keine Adresse zu der wir unseren Hausrat schicken könnten. Schickten wir ihn zu einer Adresse an der wir nicht leben, müssten wir extra Steuern zahlen.&lt;br /&gt;
Ohne Wohnung natürlich auch kein Ort zum wohnen (logisch). Die Flugtickets sind aber gebucht, ganz einfach aus dem Grund, dass wir sonst kein Visum für meine Frau hätten beantragen können.&lt;br /&gt;
Auf unbestimmte Zeit ins Hotel zu ziehen wäre auch keine Alternative gewesen, schon alleine finanziell nicht. Und es gäbe wieder das Problem mit dem Umzug.&lt;br /&gt;
Wir werden jetzt zwar ein paar Wochen &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Airbnb&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Airbnb&quot;&gt;AirBnB&lt;/a&gt; wohnen müssen bis wir einziehen können, aber das hält sich zum Glück in Grenzen.&lt;br /&gt;
Ich bin also kaum wieder ein paar Wochen in Deutschland und war direkt von Anfang an schon mit idiotischen Problemen konfrontiert, die es in China so nicht gegeben hätte.&lt;br /&gt;
Auch wenn die Mieten in Chinas Großstädten enorm hoch sind und man schon sehr weit raus ziehen muss um eine bezahlbare Wohnung zu finden, so gibt es zumindest welche. Und eine Bahnanbindung gibt es auch immer.&lt;br /&gt;
Es kann zum Teil viel Zeit in Anspruch nehmen, irgendwo hin zu fahren. Zum Beispiel wenn sich die Arbeitsstelle im Stadtzentrum befindet. Aber es gibt in der Regel immer eine Anbindung.&lt;br /&gt;
Die verantwortlichen Köpfe in China sind schlau genug neuen Wohnraum zu erschliessen und die passende Infrastruktur aufzubauen, um die Menschenmassen, die in die Städte ziehen, aufnehmen zu können. In Deutschland hingegen scheint man dieses Problem aktuell einfach komplett zu ignorieren.&lt;br /&gt;
Und jetzt wo wir eine Wohnung gefunden haben ist Level 1 sozusagen erledigt und wir können uns an Level 2 heranwagen: Die Suche nach einem Kindergartenplatz. Da fängt der ganze Irrsinn dann wieder von vorne. an... 
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    <pubDate>Thu, 04 Jul 2019 14:41:00 +0000</pubDate>
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    <title>Von Fürstchen und Würstchen</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>Deutschland</category>
            <category>Interkulturelles</category>
            <category>Man sagt...</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tromglo.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tromglo.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;鼓楼 gǔ lóu, 钟楼 zhōng lóu. Der Trommel- und der Glockenturm in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;鼓楼 gǔ lóu, 钟楼 zhōng lóu. Der Trommel- und der Glockenturm in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Es gibt ein Phänomen das sich „reversed culture schock“ nennt. Es beschreibt den Kulturschock, den man angeblich erleidet, wenn man einige Zeit im Ausland gelebt hat und dann zurück in sein Heimatland zieht.&lt;br /&gt;
Ich persönlich muss sagen, dass man sich im Ausland zwar viele Dinge angeeignet hat und inzwischen auch vieles mit anderen Augen sieht, aber einen Rückkehrer-Kulturschock? Da kann ich nicht ganz folgen.&lt;br /&gt;
Es gibt etliche Internetseiten die Tipps geben für Leute die ein Jahr oder länger in China waren um sich in der heimischen Kultur wieder zurechtzufinden.&lt;br /&gt;
Da frage ich mich allen Ernstes ob ich es bin der nicht normal ist oder alle anderen. Es gab nicht einmal einen Funken Kulturschock bei meiner jetzigen Rückkehr. Und habe einige Jahre in China gelebt.&lt;br /&gt;
Einige Besonderheiten an die man sich wieder gewöhnen muss gibt es, keine Frage. Aber definitiv nichts was man mit einem Kulturschock beschreiben  müsste.&lt;br /&gt;
Ich habe durch das Leben im Ausland viel erlebt, meinen Horizont erweitert und einige Eigenarten angenommen, aber die Erfahrungen nehme ich ja alle mit, die bleiben ja nicht dort.&lt;br /&gt;
Warum also scheint es für so viele Menschen, selbst wenn sie nur ein Jahr in einer anderen Kultur gelebt haben, so schwer zu sein sich wieder an die alte Heimat zu gewöhnen?&lt;br /&gt;
Nun, viele der Artikel die diese Themen behandeln, erzählen von Leuten, die von ihrer Firma als Spezialisten nach China entsendet wurden.&lt;br /&gt;
Bis hierhin kein Unterschied zu mir. Aber diese Leute haben sich im Gegensatz zu mir, der ja freiwillig nach China gehen wollte, in der Regel von ihrer Firma mit Geld ködern lassen.&lt;br /&gt;
Und von da an läuft dann alles anders: Ich habe ein ganz normales Leben in China geführt, hatte ja schon früher Chinesisch gelernt, konnte also entsprechend auch viele Dinge selber erledigen.&lt;br /&gt;
Das ist bei den meisten Expats eben nicht der Fall. Ich habe viele von ihnen getroffen und war immer hin- und hergerissen zwischen Mitleid, weil sie in einer Blase leben mussten und Verachtung, weil sie es nicht einmal bemerkt haben und sich auf Grund der finanziellen Zuwendung ihrer Firma auch noch wie ein Fürst vorkamen.&lt;br /&gt;
In einem der älteren Artikel hatte ich ja schon einmal erwähnt dass Firmen eine Zeit lang ihren Mitarbeitern finanziell sehr stark unter die Arme gegriffen haben, wenn diese für sie nach China gegangen sind.&lt;br /&gt;
Abgesehen von Sonderzahlungen auf das Gehalt wurden nicht selten die teuersten Wohnungen im Innenstadtbereich, ein Fahrer, eine Haushälterin und eine Nanny bezahlt.&lt;br /&gt;
Dazu die Kindergarten- bzw. Schulkosten der Kleinen und und und.&lt;br /&gt;
„In China ein Fürstchen, zu Hause ein Würstchen“ Diesen Spruch gibt es nicht umsonst.&lt;br /&gt;
Vielleicht sind es genau jene Leute die einen Kulturschock erleiden, wenn sie zurück kommen. Diejenigen die auch im Reich der Mitte mit der Kultur nicht klargekommen sind und ihre Freizeit in Expat-Kneipen und Kaffehäusern verbracht haben. Die die sich in einer Blase eine Zwischenkultur aufgebaut haben.&lt;br /&gt;
Das hört sich jetzt alles ziemlich überheblich an, aber genau genommen würden sich die meisten Menschen unter diesen Umständen so verhalten.&lt;br /&gt;
Nicht jeder hat die Möglichkeit, bevor er in China arbeitet, bereits einmal dort zu leben, die Sprache zu lernen und Land, Leute und Kultur zu erleben.&lt;br /&gt;
Ich hätte mich in einer ähnlichen Situation vielleicht genauso verhalten.&lt;br /&gt;
Und durch die Heirat mit einer Chinesin und dem daraus resultierenden Familienanschluss gewinnt man natürlich noch einmal ganz andere Einsichten.&lt;br /&gt;
Trotzdem kann ich dieses Phänomen des Rückkehrer-Kulturschocks nicht nachvollziehen. Das ist einfach zu sehr überzogen.&lt;br /&gt;
Von einem erwachsenen Individuum, als Spezialist für ein paar Jahre entsendet und dann zurückkommend, erwarte ich persönlich einfach mehr. Es muss also mehr dran sein.&lt;br /&gt;
Man hört immer wieder dass die Rückkehrer zwar zurück in die alte Heimat kommen, aber die alten Strukturen nicht mehr vorfinden. Aha, da kommen wir der Sache doch schon näher.&lt;br /&gt;
Natürlich hat sich die Welt weitergedreht, auch ohne einen. Freundschaften sind nicht mehr wie sie waren (hatten wir im Artikel [[Lernen loszulassen]] bereits drüber gesprochen) und die Familie ist alt und grau geworden.&lt;br /&gt;
Nun, da muss man eben durch. Ich bezweifle, dass man dieses Problem unbedingt als Kulturschock bezeichnen muss, auch wenn es ein nachvollziehbares Problem darstellt.&lt;br /&gt;
Aber das kann einem auch passieren, wenn man zu Hause bleibt. Es passiert dann eben nur langsamer, während man bei einer Rückkehr in die vertraute Heimat von einen auf den anderen Tag damit konfrontiert wird.&lt;br /&gt;
„Das Leben ist kein Ponyhof“ oder wie sagt man so schön?&lt;br /&gt;
Also eigentlich nichts dran an diesem viel beschriebenen Phänomen, es handelt sich einfach nur um den Zahn der Zeit.&lt;br /&gt;
Nun, dann bleibt eigentlich nur noch eins zu sagen: „reisst Euch zusammen Ihr Würstchen“. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Fri, 28 Jun 2019 19:11:00 +0000</pubDate>
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    <title>Ausradiert</title>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/koffermann.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/koffermann.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Figur auf einem Vorplatz.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Figur auf einem Vorplatz.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Jetzt habe ich Chinas Hauptstadt, die jahrelang mein zu Hause war, verlassen. Wohlwissend, dass das Beijing, so wie ich es gekannt habe, innerhalb von ein paar Jahren nicht mehr existieren wird.&lt;br /&gt;
Das ist eine der Begebenheiten, die man als Deutscher erst einmal lernen muss: Alles verändert sich im Reich der Mitte, schnell und unaufhaltsam.&lt;br /&gt;
Als ich 2015 das zweite Mal nach Beijing gezogen bin, nach einer dreijährigen Pause, waren alle meine Lieblingsrestaurants nicht mehr da. Teilweise haben sich ganze Strassenzüge verändert. Es gab neue Stadtviertel und einige neue Bahnlinien.&lt;br /&gt;
Während ich dann in Beijing gelebt habe, hat die Initiative mit dem klangvollen Namen 治理开墙打洞 zhì lǐ kāi qiáng dǎ dòng (Was so viel bedeutet wie „Sanierung der offenen Mauer“ und die wir im Artikel [[Gesichtsverlust]] besprochen hatten) wieder das Gesicht der Stadt in erheblichem Maße verändert und auch ohne diese Massnahme hat sich über die Jahre die Stadt immer wieder in einem neuen Design präsentiert.&lt;br /&gt;
Es ist wirklich unglaublich in welch rasanter Geschwindigkeit das alles passiert. Das komplette Fehlen eines Verständnisses dass einige ältere Bauwerke oder ähnliches schützenswert wären, macht die Situation natürlich nicht besser.&lt;br /&gt;
In deutschen Städten kann man bis heute noch oft die alten Strassenzüge erkennen, die bereits seit hunderten von Jahren die Stadt aufteilen.&lt;br /&gt;
In chinesischen Städten wird, wenn es gerade gebraucht wird, schon mal ein komplettes Wohngebiet dem Erdboden gleich gemacht um die angrenzende Strasse auf 12 Spuren auszuweiten.&lt;br /&gt;
An einem Punkt ist es mir besonders aufgefallen: Als ich mit meiner Frau in der Stadt war, in der sie als Kind gelebt hat, gab es nur noch theoretische Anhaltspunkte an denen sie ihre Kindheit festmachen konnte.&lt;br /&gt;
Das Haus, in dem die Familie gelebt hat, war dort wo jetzt der grosse Wohnkomplex steht und die Schule, die es namentlich zwar noch gibt, lag früher weiter stadteinwärts, dort wo jetzt ein Pharma Konzern seinen Sitz hat und sah natürlich auch komplett anders aus.&lt;br /&gt;
Fast alle Spuren waren bereits ausgelöscht und das in einer, für chinesische Verhältnisse, recht kleinen Stadt. Verglichen mit Deutschland, wo alle Häuser noch so aussehen wie zur Zeit meiner Grossmutter, ist das natürlich etwas komplett anderes.&lt;br /&gt;
Und so wird auch die Stadt in der wir die letzten Jahre gelebt haben und die sich noch schneller verändert als die eben beschriebene „Kleinstadt“, so wie wir sie kennen in naher Zukunft nicht mehr existieren.&lt;br /&gt;
Ein seltsamer Gedanke. Als würde jemand die Geschichte ausradieren, die man gelebt hat. 
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    <pubDate>Fri, 14 Jun 2019 07:02:00 +0000</pubDate>
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    <title>Es wird langsam ungemütlich</title>
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            <category>Aktuelles</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/help-me.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/help-me.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Gefüllte Teigtaschen als Frühstück, verkauft in einem Kiosk.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Gefüllte Teigtaschen als Frühstück, verkauft in einem Kiosk.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Als Ausländer in China wird man in der Regel an einem von zwei Vorurteilen gemessen: Von den einen wird man bewundert, da man als Ausländer in China in der Regel zu einer gut gebildeten und ausgebildeten Schicht gehört, der das Arbeiten in China erlaubt wird und des öfteren wird man auch noch als gutaussehend angesehen, da man diesen „exotischen Touch“ hat.&lt;br /&gt;
Von den anderen Leuten wird man als Störenfried wahrgenommen. Jemand, der nicht in die Kultur passt, ja vielleicht selber gar keine richtige Kultur besitzt. Ein typischer, überheblicher Ausländer, der die hiesigen Werte verspottet und ein viel zu gutes Leben auf Kosten der Einheimischen führt.&lt;br /&gt;
Klingt bekannt? Ja, genau: Vorwürfe wie „Die nehmen uns die Arbeitsplätze und die Frauen weg“ gibt es nicht nur bei uns im Westen.&lt;br /&gt;
In China entwickelt sich alles ein wenig schneller und so scheint es auch mit Meinungen zu sein.&lt;br /&gt;
Als ich in den Jahren vor 2010 immer wieder nach China gereist bin, habe ich natürlich solche Dinge weder wahrgenommen, noch hätte ich sie tatsächlich richtig einordnen können.&lt;br /&gt;
Erst später, als ich dann tatsächlich nach Beijing gezogen bin, hat sich mein Sinn für diese Dinge geschärft und ich muss feststellen, dass die überwiegend positiven Erfahrungen, die ich ganz zu Anfang gemacht habe, immer seltener geworden sind.&lt;br /&gt;
Das könnte ganz einfach auch an meiner Wahrnehmung liegen, allerdings werde ich in diesem Punkt immer wieder von chinesischen Freunden und Verwandten bestätigt. Es tut sich tatsächlich etwas in der chinesischen Gesellschaft.&lt;br /&gt;
Hinter vorgehaltener Hand spricht man bereits von Ereignissen, die einer neuen Kulturrevolution gleichkommen sollen.&lt;br /&gt;
Gut, das halte ich jetzt für übertrieben, aber es bahnt sich definitiv etwas an.&lt;br /&gt;
In letzter Zeit sind Gespräche zur Normalität geworden, die man noch vor ein paar Jahren so öffentlich nicht geführt hätte.&lt;br /&gt;
Gespräche über Ausländer und dass Misch-Ehen ein Problem für die chinesische Kultur darstellen.&lt;br /&gt;
Und ganz ehrlich: das sind Dinge, die man nicht einfach so vom Tisch wischen kann. Es wird langsam ungemütlich.&lt;br /&gt;
Es ist vielleicht gar nicht so ein schlechter Zeitpunkt um China zu verlassen.&lt;br /&gt;
Dass man als Ausländer in China niemals zu den Einheimischen gehören kann, wie in anderen Ländern, das war mir schon immer klar. Aber dass sich die Stimmung in dieser Weise gegen Ausländer richten könnte, hätte ich so nicht erwartet.&lt;br /&gt;
Einzelne Personen, die extreme Ansichten vertreten gibt es ja immer, aber dass die Grundstimmung sich so verändert gibt mir doch zu denken und ich empfinde es als ein alarmierendes Warnsignal.&lt;br /&gt;
Ich selber bekomme in meinem beruflichen Umfeld so etwas natürlich nicht mit. Niemand würde so etwas offen gegenüber einem Ausländer verlauten lassen. Aber auf der Arbeit meiner Frau werden solche Meinungen bereits laut ausgesprochen.&lt;br /&gt;
Nun, wir werden sehen müssen, wie sich das soziale Klima in der Zukunft in China weiter entwickelt, aber offen gesprochen bin ich sehr besorgt. 
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    <pubDate>Fri, 17 May 2019 02:04:00 +0000</pubDate>
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    <title>Ost-ern</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>Interkulturelles</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ostereier.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ostereier.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ostern wird in China eigentlich nicht gefeiert.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ostern wird in China eigentlich nicht gefeiert.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Es ist zwar schon wieder eine Woche her, aber ich will dieses Thema trotzdem noch besprechen, schliesslich ist Ostern, neben etlichen anderen, nur eines der Feste, die es in China nicht gibt.&lt;br /&gt;
Sämtliche Feiertage, die man aus Deutschland kennt, gibt es hier logischerweise nicht und kirchliche Feiertage natürlich erst recht nicht.&lt;br /&gt;
Obwohl man Weihnachten jetzt auch im Reich der Mitte feiern kann. Hatte ich alles bereits in vorangegangenen Artikeln behandelt (z.B. in [[Früher war mehr Lametta]]).&lt;br /&gt;
Heute wollen wir einmal beleuchten, wie Ausländer solche Feierlichkeiten im Ausland verleben und die unterschiedlichen Herangehensweisen vorstellen, denn ich habe gehört, dass es wohl ein Interesse seitens der Leserschaft an derartigen Dingen gibt.&lt;br /&gt;
Nun, Ostern ist ein schönes Beispiel, da man es in China überhaupt nicht feiert und so kann man es, wenn man nicht auf den Kalender schaut auch einfach mal verpassen.&lt;br /&gt;
Was macht der gemeine Ausländer in China also zu Ostern?&lt;br /&gt;
Nun, das kommt darauf an. Die einen, die eine Familie haben, verleben dieses Fest meist anders als diejenigen ohne, ganz klar.&lt;br /&gt;
Für all die Expats, die noch Singles sind, ergibt sich, da die meisten von ihnen nicht ernsthaft in einem Kreis von Einheimischen integriert sind, eigentlich nur eine Möglichkeit diese Festtage zu verbringen.&lt;br /&gt;
So wie immer, wenn man etwas Freizeit hat: Nämlich in der Stammkneipe (meist ein Irish Pub oder eine kleine Hutong-Bar (Hutongs (胡同 hú tòng) sind die alten Stadtviertel in Beijing).&lt;br /&gt;
Überhaupt spielt sich das Leben vieler Ausländer in China in der Kneipe ab. Es gibt Ausnahmen, aber der Anteil dieser Leute ist tatsächlich verschwindend gering.&lt;br /&gt;
In der Kneipe kennen sie die Leute, können in den meisten Fällen ihre Muttersprache sprechen und treffen in der Regel auch all die Kollegen von der Arbeit wieder.&lt;br /&gt;
Aber natürlich sind nicht alle Ausländer so. Wie bereits gesagt: Diejenigen die Kinder haben oder auch mit einer Chinesin / einem Chinesen verheiratet sind oder sich einfach zu alt fühlen jeden zweiten Tag saufen zu gehen, feiern entweder gar nicht oder eben etwas traditioneller.&lt;br /&gt;
Man trifft sich eventuell zum Eierfärben im Hutong einer Bekannten, trifft Gleichgesinnte und quatscht ein wenig, bis die Eltern unter den Gästen feststellen, dass es schon wieder viel zu spät ist und der Nachwuchs schon lange ins Bett gehört. Der Rest bleibt noch zum Grillen (Hatten wir vor ein paar Jahren, solch ein schönes Erlebnis (nochmal vielen Dank Kathie)).&lt;br /&gt;
Man muss oft viele Dinge improvisieren, weil es sie hier natürlich so nicht gibt. Neben fertig gefärbten Eiern noch eine ganze Menge anderer Sachen.&lt;br /&gt;
Das grüne Füllmaterial für das Osternest muss man dann schon mal durch fein in Streifen geschnittene Papiertaschentücher ersetzen.&lt;br /&gt;
Es gibt für alles eine mehr oder weniger kreative Alternative.&lt;br /&gt;
Wir hatten dieses Jahr die (chinesische) Familie zum Eiersuchen und Mittagsbüffet zu uns eingeladen.&lt;br /&gt;
Man fachsimpelt über den neu gekauften Computer, wundert sich schon seit Ewigkeiten nicht mehr, dass alle im Pyjama herumlaufen (Sie erinnern sich bestimmt noch an den Artikel [[Pyjamaparty]]) und bestaunt die neuesten Kinderfotots von der Verwandtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ofen.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ofen.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ein kleiner Ofen, den man sich in fast jedem grösseren Supermarkt kaufen kann.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein kleiner Ofen, den man sich in fast jedem grösseren Supermarkt kaufen kann.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wer Kuchen essen möchte, sollte sich vorher überlegen, in wie weit er Vorbereitungen treffen will.&lt;br /&gt;
Denn die Kuchen, die man gemeinhin in chinesischen Konditoreien kaufen kann, schmecken eher mäßig gut, meist nur nach Sahne und Zucker.&lt;br /&gt;
Einen Kuchen selber zu zaubern, erfordert aber bereits einiges an Vorbereitung:&lt;br /&gt;
Als erstes müssen Sie sich einen Ofen besorgen, denn standardmässig gibt es den nicht in einer chinesischen Küche.&lt;br /&gt;
Ich empfehle die Steckdosenvariante, die man überall hinstellen kann und es in jedem grossen Kaufhaus und manchamal sogar im Supermarkt gibt.&lt;br /&gt;
Die Zutaten sind nicht einfach zu besorgen: Dinge wie Backpulver, Vanillezucker, Tortenguss und ähnliches, müssen Sie sich aus unterschiedlichen Feinkostläden zusammensuchen, die sich auf ausländische Produkte spezialisiert haben (siehe Artikel [[Ein wenig Heimat]]). Manchmal können Sie aber auch Glück haben und einer der grösseren Märkte der französischen Supermarktkette Carrefour (im Chinesischen 家乐福 (jiā lè fú) genannt) hat, was Sie benötigen.&lt;br /&gt;
Achten Sie unbedingt auf das Haltbarkeitsdatum.&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch eine Springform benötigen, wird es bereits noch schwieriger. Kleiner Tipp: Es gibt im Viertel um die Deutsche Botschaft herum ein paar kleine Supermärkte. Hier können Sie so etwas, neben Schaschlik aus der Dose und anderen Kuriositäten in der Regel bekommen.&lt;br /&gt;
Was bleibt also zusammenfassend zu sagen? Nun, eigentlich nur, dass man sich als Ausländer in einer fremden Umgebung entsprechend seine Feiertage zurechtbasten muss, oder man ignoriert sie einfach komplett (aber warum sollte man das tun?). &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Fri, 26 Apr 2019 13:42:00 +0000</pubDate>
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    <title>Die Geräte die nach intelligentem Leben suchen, zeigen alle von der Erde weg</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>Anderes</category>
            <category>kleine Spinnereien</category>
            <category>Technik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/search.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/search.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Eine sehr bekannte Figur, die von einer chinesischen Studentin entwickelt wurde.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eine sehr bekannte Figur, die von einer chinesischen Studentin entwickelt wurde.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;China hat wieder eine angebliche Neuheit vorgestellt, die im Internet mehr oder weniger bestaunt wird.&lt;br /&gt;
Eine Nachrichtensprecherin, die keine herkömmliche Person ist, sondern eine künstlich erschaffene Figur.&lt;br /&gt;
Ihr Name: 新小萌 (xīn xiǎo méng). Übersetzt so etwas wie „neu, klein, niedlich“.&lt;br /&gt;
Man redet großspurig von der Revolution durch den Einsatz einer &lt;strong&gt;AI&lt;/strong&gt; im Fernsehen (&lt;strong&gt;AI&lt;/strong&gt; (artificial intelligence) ist das Pendant zur deutschen &lt;strong&gt;KI&lt;/strong&gt; (künstlichen Intelligenz)).&lt;br /&gt;
Dazu direkt einmal zwei Bemerkungen: Erstens: Sie ist nicht die erste künstliche Nachrichtensprecherin, es gab bereits bei ihrem chinesischen Sender zwei  männliche Vorgängermodelle und auch die Idee selbst ist nicht neu.&lt;br /&gt;
Wurde 1984 noch ein Schauspieler aufwendig geschminkt, um dem vermeintlichen Computer Charakter &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Max_Headroom_(character)&quot; title=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Max_Headroom_(character)&quot;&gt;Max Headroom&lt;/a&gt; Leben einzuhauchen, sind etliche Nachfolger tatsächlich im Computer entstanden.&lt;br /&gt;
Ich glaube so ziemlich jede Jugendsendung weltweit hat irgendwann in den 80er und 90er Jahren einmal einen computergenerierten Moderator beschäftigt, also nichts wirklich bahnbrechend neues.&lt;br /&gt;
Zum zweiten störe ich mich persönlich an dem Begriff &lt;strong&gt;AI&lt;/strong&gt; bzw. &lt;strong&gt;KI&lt;/strong&gt;. Was bitteschön soll an einem Moderator dieser Art intelligent sein ?&lt;br /&gt;
Es ist ein Programm, das Nachrichten vorliest und dabei menschliche Mimik imitiert. Aus Informatiker Sicht handelt es sich um einen einfachen Algorithmus, der eine Eingabe verarbeitet und eine entsprechende Ausgabe produziert. Das ist kein Hexenwerk.&lt;br /&gt;
Was das ganze tatsächlich interessant macht, ist die Qualität mit der der künstliche Character erschaffen wurde.&lt;br /&gt;
Mimik, Körpersprache, sogar angedeutete Gefühlsregungen können imitiert werden, aber intelligent macht das die junge Dame immer noch nicht.&lt;br /&gt;
Das Problem ist ganz einfach die Definition von Intelligenz. Es gibt nichts, womit man diesen Begriff tatsächlich fassen kann.&lt;br /&gt;
Das hat eine gesamte Technik-Sparte allerdings nicht davon abgehalten ihr Fachgebiet danach zu benennen, obwohl es eigentlich nicht korrekt ist.&lt;br /&gt;
Für eine intelligente Aktion muss eine Situation individuell analysiert werden und ohne Lösungsvorgaben eine Reaktion erfolgen.&lt;br /&gt;
Ob diese Reaktion tatsächlich das Ergebnis eines intelligenten Denkprozesses ist oder einfach eine Zufallsauswahl, entscheidet dann ob es sich um Intelligenz oder einen einfachen Algorithmus handelt.&lt;br /&gt;
„Machine Leraning“ ist eine erweiterte Form eines Programms, das, auf Grund von verschiedenen Vorgaben, Dinge lernen kann und darauf basierend Entscheidungen treffen kann.&lt;br /&gt;
Richtige Intelligenz ist das noch immer nicht, aber es zeigt schon mal in die richtige Richtung.&lt;br /&gt;
Sie wissen was man über die künstliche Intelligenz in IT-Kreisen für Witze macht ?&lt;br /&gt;
„Wenn es in Python geschrieben ist, handelt es sich wahrscheinlich um Machine-Learning, ist es in Power-Point geschrieben, muss es sich um künstliche Intelligenz handeln“&lt;br /&gt;
Kurz zum Verständnis für alle Nicht-Computerfreaks: Python ist eine Programmiersprache und Power-Point eine Software um Präsentationen zu erstellen.&lt;br /&gt;
Das bedeutet, dass Machine-Learning im Gegensatz zu künstlicher Intelligenz tatsächlich existiert, da es in diesem Beispiel für ein Programm einen Programmcode in Python gibt, während man von künstlicher Intelligenz immer noch als Zukunftstechnologie träumt und viele, bunte Präsentationen dazu baut.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/search2.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/search2.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Eine sehr bekannte Figur, die von einer chinesischen Studentin entwickelt wurde.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eine sehr bekannte Figur, die von einer chinesischen Studentin entwickelt wurde.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Der Begriff „künstliche Intelligenz“ wird leider immer mehr verwaschen. Viele Dinge, die tatsächlich in den Bereich Machine-Learning gehören, werden als künstliche Intelligenz bezeichnet, weil es sich einfach besser anhört und inzwischen zu einem medientauglichen Schlachtruf geworden ist. Wie gesagt, ein ganzer Technik-Zweig wurde danach benannt (und „Machine-Learning“ ist ein Teil von ihm), obwohl der Begriff „Intelligenz“ selber noch nicht einmal richtig erfasst werden kann.&lt;br /&gt;
Warum ist das so wichtig ? Nun, wenn wir beliebig Dinge, die Personen imitieren als künstliche Intelligenz bezeichnen, dann ist alles &lt;strong&gt;KI&lt;/strong&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Super_Mario&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Super_Mario&quot;&gt;Super Mario&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Lara_Croft&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Lara_Croft&quot;&gt;Lara Croft&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_das_Brot&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_das_Brot&quot;&gt;Bernd das Brot&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Klammer_(Microsoft)&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Klammer_(Microsoft)&quot;&gt;Karl Klammer&lt;/a&gt;,&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Micky_Maus&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Micky_Maus&quot;&gt;Mickey Mouse&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Muppet_Show#Kermit_der_Frosch&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Muppet_Show#Kermit_der_Frosch&quot;&gt;Kermit der Frosch&lt;/a&gt;. Das kann ja wohl nicht Sinn und Zweck sein.&lt;br /&gt;
Es geht darum zu erkennen, ob es sich um imitierte Intelligenz, also eine Art Schauspielerei handelt, oder um echte Intelligenz (dazu hatte ich mich im Artikel [[Das chinesische Zimmer]] bereits ausgelassen) und das ist von aussen nicht leicht zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
Intelligenz setzt die Selbsterkennung voraus und die kann man nun mal nur bei sich selber feststellen (obwohl man das philosophisch auch in Frage stellen könnte, aber das würde zu weit führen).&lt;br /&gt;
Ob jemand anders sich selber wahrnimmt, können wir nur mutmaßen. Inzwischen gehen wir davon aus, dass auch Tiere das können, aber beweisen können wir das nicht und somit auch nicht bei einer Maschine, oder einer Software.&lt;br /&gt;
Theoretisch wäre das möglich. Viele Leute haben ja bereits den Verdacht geäussert, dass „Bob“ und „Alice“, zwei Bots eines &lt;strong&gt;AI&lt;/strong&gt;-Systems, die geschult wurden sich auf Englisch zu unterhalten und dann eine anscheinend effizientere Sprache entwickelt haben, bereits intelligent gehandelt hätten.&lt;br /&gt;
Nun, schwer zu sagen. Man hat das Experiment abgebrochen. Vielleicht hatte man die Vermutung sie würden bereits darüber nachdenken die Weltherrschaft zu übernehmen... &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Vielleicht haben die beiden aber auch einfach eine Universalsprache gefunden, die das Leben international vereinfachen würde.&lt;br /&gt;
Wie gesagt, es ist schwer zu beurteilen, ob es sich tatsächlich um Intelligenz handelt.&lt;br /&gt;
Theoretisch wäre das möglich, aber theoretisch wäre es auch möglich, dass der Jupiter in Wirklichkeit ein grosser Ball Erbsensuppe ist, dessen Bewohner in ihren schwimmenden Städten lediglich falsche Informationen an unsere Sonden und Teleskope schicken. 
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    <pubDate>Thu, 21 Mar 2019 04:08:00 +0000</pubDate>
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    <title>Wie im Schlaf</title>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/nudelngraf.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/nudelngraf.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Graffiti im 798 Art District.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Graffiti im 798 Art District.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;„Wenn man unter Schlaflosigkeit leidet, ist man immer wach. Aber nie richtig“. Die Bedeutung dieses Zitates aus dem Film &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Fight_Club_%28Film%29&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Fight_Club_%28Film%29&quot;&gt;Fight Club&lt;/a&gt; versteht man erst richtig, wenn man ein kleines Kind hat.&lt;br /&gt;
Statistisch gesehen rauben Kinder in ihrem Leben den Eltern 6 Jahre an Schlafenszeit (das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen).&lt;br /&gt;
Schlaf ist inzwischen zu einer kostbaren Resource geworden (das ist allerdings nicht alleine die Schuld unseres Sohnes, sondern derzeit auch von Weiterbildungen und Umzugsvorbereitungen).&lt;br /&gt;
Man sollte also versuchen so oft und lange es geht zu entspannen, wenn dem Körper danach ist und nicht auf dumme Sprüche anderer hören, die sich eventuell persönlich angegriffen fühlen, weil man abends nicht mehr zur Kneipentour mitkommt.&lt;br /&gt;
„Du wirst die Antwort nicht in Deinen Träumen finden“ ist ein immer wieder gerne zitierter Satz, den jeder Mensch in seinem Leben schon mehr oder weniger oft hören musste, besonders in der Jugend.&lt;br /&gt;
Aus heutiger Sicht muss ich sagen: Nun, das kommt ganz auf die Frage an.&lt;br /&gt;
Sicherlich gibt es viele Dinge, für die man sich ins Zeug legen muss und man erreicht in diesen Fällen absolut nichts, wenn man nur von ihnen träumt.&lt;br /&gt;
Allerdings gibt es auch mindestens eben so viele Dinge, die sich am besten mit ein wenig Schlaf entscheiden lassen.&lt;br /&gt;
„Erst einmal drüber schlafen“ ist nicht umsonst ein bekannter Spruch. Mit ein wenig Abstand lassen sich nämlich einige Dinge sehr viel besser beurteilen.&lt;br /&gt;
Viele meiner Lebensentscheidungen, die mitunter alles auf den Kopf gestellt haben, sind nicht alleine durch angestrengtes Überlegen entstanden, sondern oft hat sich die zündende Idee erst im halb wachen Zustand gezeigt.&lt;br /&gt;
Viele Dinge, gerade solche, die wir aus Mangel an Erfahrungen noch nicht nüchtern beurteilen können, müssen erst einmal erträumt werden.&lt;br /&gt;
„Träume sind Schäume“ ? So ein Unsinn. Wer seinen Traum leben will, muss erst einmal einen Traum haben.&lt;br /&gt;
Ich denke es ist wichtig eine gute Balance zwischen Entspannen und Arbeiten aufrecht zu erhalten.&lt;br /&gt;
Obwohl ich gestehen muss, dass ich mich selber gerade auch nicht daran halte (Prüfungsstress). Aber grundsätzlich solle man es schon beachten, denn Sie wissen alle, wie das ist: Man knechtet sich bis tief in die Nacht um diese eine Aufgabe noch fertig zu machen, nur noch einen Fehler finden, während es immer später wird.&lt;br /&gt;
Wenn man dann irgendwann genervt aufgibt, passiert es nicht selten, dass man die Lösung direkt am nächsten Morgen in seinem Kopf parat hat.&lt;br /&gt;
Und wenn nicht, dann hat man zumindest wieder einen funktionierenden Denkapparat, der das letzte fehlende Puzzleteil wesentlich schneller finden kann als der gestresste Kopf die Nacht zuvor.&lt;br /&gt;
Nur übertreiben sollte man es nicht. Nur in seinen Träumen zu leben ist natürlich auch nicht gut, schliesslich gibt es da draussen ein Leben, das gelebt werden will und das überrascht einen doch immer wieder mit Begebenheiten, die man in seinen Träumen gar nicht mit eingerechnet hatte (wäre ja sonst auch langweilig auf Dauer).&lt;br /&gt;
Diese Phänomen beschränkt sich natürlich nicht alleine auf persönliche Lebenswege, sondern man kann derartige Szenarien in allen Lebensbereichen beobachten.&lt;br /&gt;
Als China sich nach 78, nach langer Abgeschlossenheit dem Westen geöffnet hat und man endlich mit &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Harland_D._Sanders&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Harland_D._Sanders&quot;&gt;Colonel Sanders&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Ronald_McDonald&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Ronald_McDonald&quot;&gt;Ronald McDonald&lt;/a&gt;, dem &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz#Entwicklung_des_Logos&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz#Entwicklung_des_Logos&quot;&gt;Mercedes-Stern&lt;/a&gt;, dem &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Apple&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Apple&quot;&gt;Apfel&lt;/a&gt; und all den anderen grossen Marken eingefallen ist, war der einhellige Konsens, dass eine Marktwirtschaft und die Konsumgüter ein Volk von ganz alleine dazu bewegen würden auch nach einer demokratischen Regierung zu verlangen.&lt;br /&gt;
Auch ein (aus westlicher Sicht) schöner Traum, der sich allerdings nicht bewahrheitet hat.&lt;br /&gt;
Das entscheidende ist, dass man solche Dinge nicht eins zu eins miteinander vergleichen kann.&lt;br /&gt;
Als durchschnittlicher Europäer tut man sich schwer chinesische Lebensumstände zu akzeptieren und anders herum ist es ebenso.&lt;br /&gt;
Obwohl ich es immer versuche zu vermeiden, bin ich des öfteren schon in politische Diskussionen hineingezogen worden, aus denen ich mich stets mit einer Aussage wie: „Alle politischen Systeme sind gut im Ansatz, aber leider müssen sie verallgemeinern, weshalb es unmöglich ist, es jedem immer Recht zu machen“ herauswinden konnte.&lt;br /&gt;
Das ist zum einen (meiner bescheidenen Meinung nach) korrekt, darüber hinaus eine sehr chinesische Aussage, die das Gleichgewicht bzw. den goldenen Weg in den Vordergrund stellt (siehe Artikel [[Einerseits, aber andererseits...]]) und auch noch höflich und trotzdem nicht nachgebend, da man beiden Seiten die gleiche Achtung zukommen lässt.&lt;br /&gt;
Das hat bis jetzt immer funktioniert, bis auf dieses eine Mal: Da war jemand ganz hartnäckig und meinte mir unbedingt vor Augen führen zu müssen, weshalb die Demokratie dem Untergang geweiht ist und China (nicht der Kommunismus selber) weltweit an Macht gewinnen wird.&lt;br /&gt;
Zum Glück gibt es noch die Amerikaner, auf deren aktuelle Politik man das Gespräch lenken kann um sie dann gemeinsam etwas spöttisch in Frage zu stellen. So kommt man dann auch da wieder raus.&lt;br /&gt;
Der Punkt ist einfach, dass jeder Mensch in seinem Halbschlaf eben nur aus seiner Perspektive Dinge beurteilt.&lt;br /&gt;
Das ist in China nicht anders, als bei uns. Und auch ich habe mich an gewisse Dinge gewöhnt, die ich nicht missen möchte.&lt;br /&gt;
Zur Zeit tagt die kommunistische Partei wieder in Beijing, weshalb die Kontrollen an den Bahnstationen wieder verschärft wurden. Polizei und Militär sind allgegenwärtig, auch weit ab der Innenstadt.&lt;br /&gt;
Gestern abend nach der Arbeit, als ich aus der Station kam, wurde auch ich von der Polizei aussortiert.&lt;br /&gt;
Man fragte mich nach meinem Ausweis, den ich allerdings immer zu Hause aufbewahre.&lt;br /&gt;
„Kein Problem“ war die knappe Antwort. Einmal unter die Neonreklame gestellt, mit dem Handy ein Foto gemacht und schon hatte der Beamte meine Daten. Eine gesamte Akte wäre vielleicht der passendere Ausdruck.&lt;br /&gt;
Bild, Name, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, Grösse, Augenfarbe, Passnummer, Status des Visums, Berufsbezeichnung, Arbeitgeber mit Adresse, persönliche Adresse etc. konnte ich erkennen, als er mir den Bildschirm vor das Gesicht hielt und fragte, ob ich das sei.&lt;br /&gt;
Ich gehe davon aus, dass auch das Sozialpunkte Ranking dort aufgeführt war.&lt;br /&gt;
(Für alle, die nicht wissen, was das ist): Es gibt ein landesweites soziales Ranking System, in dem zum Beispiel mit Hilfe von Kameras an öffentlich Plätzen und einer Gesichtserkennungssoftware Menschen automatisiert kategorisiert werden.&lt;br /&gt;
Wenn jemand zum Beispiel bei rot die Strasse überquert, bekommt er eine gewisse Punktzahl von seinem sozialen Konto abgezogen (um nur ein Beispiel zu nennen. Wir hatten das Thema bereits in dem Artikel [[Camera Obscura]] angesprochen).&lt;br /&gt;
Auf Grund ihres Punktestandes wird inzwischen Leuten der Verkauf von Fahrkarten oder ähnlichem verwehrt. Ein schauriges Szenario.&lt;br /&gt;
Und obwohl man es schon immer gewusst hat, dass die Behörden alle persönlichen Daten von einem haben, fühlt es sich doch sehr beklemmend an, wenn man dann tatsächlich in einer Polizeikontrolle sieht, wie schutzlos man eigentlich ist.&lt;br /&gt;
Da bin ich dann auch kurz aus meinem Schlaf aufgeschreckt und musste erkennen, dass es genau jetzt ein guter Zeitpunkt ist, das Land zu verlassen und wieder zurückzugehen. 
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    <pubDate>Thu, 14 Mar 2019 01:53:00 +0000</pubDate>
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    <title>Das schweigende Lemma</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>Essen und Trinken</category>
            <category>Mathematik</category>
            <category>Überraschendes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/draf.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/draf.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Skulpturen in einem Park in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Skulpturen in einem Park in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Was ein Dilemma ist, lernt man schon sehr früh, schliesslich ist dieser Begriff schon lange in unserer Umgangssprache enthalten.&lt;br /&gt;
Was ein Lemma ist, lernt man erst später im Mathematikunterricht. Und dass beide etwas gemeinsam haben, oft noch viel später.&lt;br /&gt;
Beide kommen aus dem Griechischen: Lemma (λῆμμα) steht für eine Annahme und wird in der Mathematik, den Sprachwissenschaften und auch in der Informatik gerne gebraucht.&lt;br /&gt;
Dilemma (διλήμματος) bedeutet so viel wie „aus zwei Sätzen bestehend“, wird oft mit der griechischen Tragödie in Zusammenhang gebracht und baut auf dem Begriff Lemma auf. Also schauen wir uns erst einmal das Lemma an:&lt;br /&gt;
Ein Lemma ist eine Aussage (oft mathematisch oder logisch), die oft in einem (mathematisch oder logischen) Satz verwendet wird um eine Aussage zu beweisen. Dem Lemma selber wird nicht der Rang eines Satzes zuteil (obwohl es streng genommen gar nichts anderes ist), erst der Satz selber sagt später etwas aus.&lt;br /&gt;
Egal ob man vom Lemma auf den Satz schliesst, oder erst den Satz vorstellt und dann das Lemma als Randnotiz, der Satz sagt etwas aus, das Lemma hat zu schweigen (mehr oder weniger).&lt;br /&gt;
So ein Dilemma könnte man sagen, denn ein Dilemma beschreibt eine Zwangslage aus der beide möglichen Wege (Vorsilbe „di“ steht für zwei) zum gleichen (in der Regel unschönen) Ergebnis führen.&lt;br /&gt;
Das Dilemma ist also eigentlich ein Lemma mit zwei möglichen Wegen (beide mit negativem Ergebnis).&lt;br /&gt;
Aber was hat das ganze jetzt wieder mit China zu tun ?&lt;br /&gt;
Nun, aus Sicht einer nicht-chinesischen Firma könnte man auf Grund eines aktuellen Falls sagen, dass man auf der einen Seite durch illegale Kopien und Weiterentwicklungen der eigenen Produkte durch chinesische Firmen im Nachteil ist und wenn man seinerseits derartige Methoden auf chinesische Firmen und ihre Produkte anwendet, wird man trotzdem ungleich härter bestraft, da man die volle Macht der internationalen Rechtssprechung zu spüren bekommt. So ein Dilemma.&lt;br /&gt;
China hat lange Zeit solche Verstösse bei chinesischen Firmen nicht geahndet und man ist im Westen der Überzeugung, dass politisches Kalkül dahintersteckt um es den eigenen Firmen zu ermöglichen schneller zur internationalen Konkurrenz aufzuschliessen. Dass jetzt eine nicht-chinesische Firma ein Produkt eines chinesischen Unternehmens illegal benutzt, ist allerdings neu.&lt;br /&gt;
Eine grosse Firma, die Eisdielen in Los Angeles betreibt hat speziell zum chinesischen Frühlingsfest, das gerade war (siehe Artikel [[Schweinkram]]), eine Eisvariation kreiert, die auf dem Geschmack des Milchbonbons 大白兔 (dà bái tù - „Das weisse Kaninchen“ (kennen wir noch aus dem Artikel [[Das weisse Kaninchen]])) aufbaut.&lt;br /&gt;
Offensichtlich sehr erfolgreich, denn was eigenlich nur eine zeitlich begrenzte Aktion sein sollte, hat sich wohl zu einem absoluten Renner entwickelt. Und so nutzt man weiterhin die Milchbonbons als geschmacksgebende Zutat in der Eiscremevariante.&lt;br /&gt;
Allerdings ohne die Firma Shanghai Guan Sheng Yuan Food, Ltd. (上海冠生園食品有限公司 shàng hǎi guān shēng yuán shí pǐn yǒu xiàn gōng sī), die das Bonbon 1943 kreiert hat um Erlaubnis zu fragen.&lt;br /&gt;
Von aussen betrachtet ist das natürlich ziemlich aberwitzig. Bis jetzt hat man eben immer chinesischen Firmen vorgeworfen gegen Patent- und Markenrechte zu verstossen und auf einmal ist es genau anders herum.&lt;br /&gt;
Viele Leute beschreiben bereits in Artikeln wie sie sich freuen, dass ein grosses chinesisches Unternehmen jetzt endlich einmal die eigene bittere Medizin zu schmecken bekommt.&lt;br /&gt;
Allerdings gehe ich davon aus, dass das weitere Vorgehen hier variieren wird: War China in früheren Jahren kaum daran interessiert derartige Rechtsverletzungen zu ahnden oder auch nur zu verfolgen, ist zu erwarten dass man in Amerika ganz normal den Rechtsweg geht und die anstehende Klage des chinesischen Unternehmens ganz normal abwickeln wird. 
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    <pubDate>Fri, 08 Mar 2019 03:00:00 +0000</pubDate>
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    <title>Schweinkram</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/395-Schweinkram.html</link>
            <category>Aktuelles</category>
            <category>Interessante Orte</category>
            <category>Kultur</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
            <category>Technik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tf-1.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tf-1.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Künstlerische Kreationen aus Zuckersirup&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Künstlerische Kreationen aus Zuckersirup&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Anfang dieser Woche war es wieder so weit. Das chinesische Jahr hat gewechselt. Vom Jahr des Hundes zum Jahr des Schweins.&lt;br /&gt;
Und wie immer haben sich alle Leute irgendwelche Besonderheiten einfallen lassen.&lt;br /&gt;
Da überall in der Stadt Türen, Tore, Geschäfte und alles mögliche mit dem Zeichen 福 (fú) für Glück geschmückt sind, konnte man mit einer Handy-App dieses Jahr durch die Gegend laufen, die Zeichen abfotografieren, bzw. einscannen und bekam dafür Punkte, mit denen man an einer Verlosung teilnehmen konnte.&lt;br /&gt;
Wir haben auch etwas gewonnen. 2 元 (umgerechnet ca. 26 Cent). Besser als nichts.&lt;br /&gt;
Die Jahre davor gab es Aktionen bei denen man durch schütteln des Telefons Geld gewinnen konnte.&lt;br /&gt;
Oder auch die Option anstatt mit dem Handy Geld  an einen anderen Account zu Überweisen, einen (digitalen) roten Umschlag mit Geld zu schicken geht auf diese Aktionen zurück.&lt;br /&gt;
Der digitale rote Umschlag ist dann auch zu einer festen Funktion geworden, die man seitdem immer nutzen kann und auch an einen Gruppenchat lässt er sich versenden, wo jeder Teilnehmer einen zufälligen Betrag überwiesen bekommt, wenn er ihn öffnet.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tf-2.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tf-2.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Bude mit Masken der chinesischen Oper.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Bude mit Masken der chinesischen Oper.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ansonsten war es klassisch wie immer zum Frühlingsfest in China. Die Stadt ist überschaubar geworden, da die Hälfte der Menschen über die Feiertage zu ihren Familien gefahren sind und viele Geschäfte geschlossen haben.&lt;br /&gt;
Es ist fast so wie an einem Sonntag in Deutschland. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Es ist wie bei Feiertagen in Deutschland auch: Man nimmt sich vor all die liegengebliebenen Dinge zu erledigen, nur um dann im nach-hinein festzustellen, dass man noch weniger geschafft hat als sonst.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tf-3.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tf-3.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Typische chinesische Scherenschnitte.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Typische chinesische Scherenschnitte.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ich hatte mir eigentlich auch vorgenommen vieles zu erledigen, schliesslich war eine Woche lang frei.&lt;br /&gt;
Aber das geht nicht, wenn man in eine chinesische Familie eingebunden ist und auch das ist wiederum sehr schön.&lt;br /&gt;
Man kann die Feiertage ein wenig mit Weihnachten in Deutschland vergleichen: Man trifft die Familie, isst viel zu viel und quatscht. Zum Jahreswechsel selber gibt es das chinaweit ausgestrahlte Tagesprogramm, eine Riesenshow mit allen Stars und auch vielen Gästen aus dem Ausland, die in jedem Haushalt läuft bis um 24:00, dem Jahreswechsel und noch ein wenig darüber hinaus (eigentlich auch nicht anders als bei uns zu Silvester).&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tf-4.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tf-4.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Figuren für das Schattentheater sind inzwischen selten geworden.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Figuren für das Schattentheater sind inzwischen selten geworden.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Es werden wieder einmal  饺子(jiǎo zi) gegessen (die habe ich schon so oft in diesem Blog erwähnt, ich glaube, die muss ich nicht mehr vorstellen. Ansonsten schauen Sie einfach mal im Artikel [[Herrgottsbscheißerle]]) und Fisch, von dem wieder etwas übrig bleiben muss, damit es Glück bringt (siehe Artikel [[Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt (oder auch nicht)]]).&lt;br /&gt;
Die Kinder waren ganz aus dem Häuschen, weil Mama und Papa nicht arbeiten mussten und Zeit hatten sich mit ihnen die Bilderbücher immer und immer wieder anzusehen.&lt;br /&gt;
Und weil die Stadt auf einmal überschaubar geworden ist und die Menschenmassen sich tatsächlich in Grenzen halten, geht man auch unbedingt zu einem der Tempelmärkte (庙会 miào huì), die man in jedem grösseren Park besuchen kann.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tf-5.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tf-5.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Der Flaschenkürbis (葫芦 hú lú) ist in China allgegenwärtig.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der Flaschenkürbis (葫芦 hú lú) ist in China allgegenwärtig.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Man schaut sich die traditionsreichen (und fast ausgestorbenen) Künstler, die aus Zuckersirup Skulpturen machen an.&lt;br /&gt;
Es gibt derer zwei Sorten: die einen machen zweidimensionale Gebilde, oft verschlungene Zeichen, oder Tier- bzw. Drachenfiguren, indem sie den heissen Sirup auf einer Platte ausgiessen.&lt;br /&gt;
Die anderen fertigen ihre Figuren gleich einem Glasbläser und lassen so Pferde, Schweine, Drachen und wasweissichnochwas entstehen.&lt;br /&gt;
Ein Muss sind natürlich auch die Buden in denen die Masken der chinesischen Oper verkauft werden, oder die mit den typisch chinesischen Scherenschnitten die mit den ebenfalls selten gewordenen Figuren für das Schattentheater und die mit den Flaschenkürbissen (葫芦 hú lú) (in Artikel [[Ein Gefäss gegen das Böse]] erklärt).&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tf-6.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tf-6.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Snacks an einem Imbiss.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Snacks an einem Imbiss.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Und wenn man Glück hat, bekommt man auch noch einen der wirklich überaus akrobatischen Löwentänze mit (hatten wir auch schon einmal im Artikel [[Drachen, Löwen, Drachenlöwen und anderes Getier]] angesprochen). Dafür waren wir dieses Mal leider zu spät.&lt;br /&gt;
Aber auch ohne diese Attraktion verbringt man wieder einen Vormittag damit, sich durch Menschenwände zu pressen.&lt;br /&gt;
Am Ende dann freut man sich, an einem der unzähligen Imbissstände einen der etlichen Snacks zu probieren (viele interessante Dinge, die die meisten Deutschen mit Sicherheit als Schweinkram einstufen und niemals probieren würden) und ist froh, wenn man wieder nach Hause fährt. Aber schön war&#039;s dann doch wieder. 
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    <pubDate>Sat, 09 Feb 2019 07:33:00 +0000</pubDate>
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    <title>Am Arsch gelikt</title>
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            <category>Aktuelles</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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Sie haben richtig gehört: Ein einfaches, braunes Ei vor weissem Hintergrund und ich frage mich, ob wir es mit der Parallelkultur im Internet nicht vielleicht doch ein wenig zu weit getrieben haben.&lt;br /&gt;
Aktuell haben weit mehr als 46 Millionen Menschen damit einen Teil ihrer Zeit bestritten, ein Frühstücksei berühmt zu machen (So etwas sind heutzutage Nachrichten).&lt;br /&gt;
Hat hier eigentlich noch irgendwer Freunde mit denen er vielleicht mal etwas Zeit verbringen könnte, anstatt so einen Blödsinn zu unterstützen ?&lt;br /&gt;
Na ja, wie auch immer. Bei den Freunden angelangt, sind wir auch direkt bei unserem Thema für heute:&lt;br /&gt;
Man hört ja immer wieder von Leuten, die eine Zeit lang in China gelebt haben, dass es unmöglich sei als Ausländer echte Freundschaften aufzubauen.&lt;br /&gt;
Nun, das ist in weiten Teilen korrekt. Es gibt selbstverständlich Ausnahmen und es kommt natürlich auch immer auf einen selber an. Sucht man zum Beispiel an den richtigen Plätzen und unter den richtigen Voraussetzungen und spricht man etwas Chinesisch oder ist man komplett in der Opferrolle des Ausländers gefangen ?&lt;br /&gt;
Denn sehr, sehr oft wird man einfach nur als kostenloser Englischlehrer missbraucht. Ein Phänomen, das jeder Ausländer, der etwas länger in China war, schon einmal erlebt hat.&lt;br /&gt;
Aber ganz ab davon gibt es noch andere Dinge, die echte Freundschaften in China schwierig bis manchmal hin zu unmöglich machen.&lt;br /&gt;
Viele Ausländer berichten immer wieder, dass sie freundlich irgendwohin eingeladen werden, nur um dann festzustellen, dass sie als Accessoire herhalten müssen.&lt;br /&gt;
Chinesen „schmücken“ sich gerne mit einem ausländischen Freund, um bei den anderen Bekannten interessanter zu wirken.&lt;br /&gt;
Nicht selten wird man, nachdem man „vorgeführt“ wurde dann auch wieder verabschiedet, den spassigen Teil des Treffens möchte man doch lieber mit Gleichgesinnten verbringen.&lt;br /&gt;
Aber auch junge Frauen „schmücken“ sich gerne mit einem ausländischen Freund, ohne diese Beziehung all zu ernst zu nehmen. Erkennen kann man das immer ganz gut daran, dass sie den exotischen Prinzen nicht sofort ihren Eltern vorstellen, was in den meisten chinesischen Beziehungen normal wäre.&lt;br /&gt;
Junge Männer haben in der Regel weniger Probleme damit, allerdings bekommen viele es auch gar nicht mit und wundern sich, wenn sie ganz plötzlich für eine bessere Partie ohne ein Wimpernzucken einfach aussortiert werden.&lt;br /&gt;
Noch schwieriger ist es im Arbeitsleben Freundschaften aufzubauen, da sich diese Beziehungen fast ausschliesslich auf die Arbeit beziehen und neben dem Hierarchiedenken, das einigen Mitarbeitern untereinander die Annäherung erschwert, auch sonst fast nie private Kontakte daraus entstehen. Nett mit Kollegen weggehen funktioniert in der Regel nicht (das kommt natürlich auch wieder auf die Firma an. Im Kreativbereich sieht es ein wenig besser aus, aber allgemein ist es tatsächlich so).&lt;br /&gt;
Im Hinblick auf den Abgrund, der vermeintlich zwischen Chinesen und Ausländern klafft, kann man schnell den Eindruck gewinnen, man bewege sich in einer zwei Klassen Gesellschaft, aber das ist nicht ganz korrekt, denn Chinesen selber leiden auch unter diesem Phänomen.&lt;br /&gt;
Auch Chinesen haben keine echten Freunde mehr. Freundschaften, oder was man heute so als Freundschaften bezeichnet, orientieren sich stark daran, ob der andere bzw. seine Beziehungen einem irgendwann einmal beruflich oder in irgend einer anderen Weise hilfreich sein könnten.&lt;br /&gt;
Obwohl das Beziehungsdenken in China schon sehr alt ist, handelt es sich hier doch um einen Trend, der erst in letzter Zeit so drastische Ausmaße angenommen hat. Zusammen mit dem rapiden Aufschwung Chinas zu einer der grössten Weltwirtschaftsmächte hat sich auch das soziale Klima verändert.&lt;br /&gt;
Von aussen wahrt man immer noch den Schein einer Gesellschaft, die Hand in Hand das Wirtschaftswunder entstehen lässt, in Wahrheit sehen sich die Menschen immer öfter als direkte Konkurrenten.&lt;br /&gt;
Es fängt bereits im Klassenzimmer an: Wer bloß gute Noten schreibt und keine überdurchschnittlichen, der bleibt bereits auf der Strecke. Das Thema vom Kampf um die besten Studienplätze hatte ich ja bereits des öfteren erwähnt (zu nennen wären hier die Artikel [[Der große Test]] und [[Fleißiges Bienchen]]).&lt;br /&gt;
Auch das Knüpfen sozialer Kontakte im Kindesalter fällt eher bescheiden aus, da die Kleinen auch in ihren ausserschulischen Mal- Sport- und Musikunterrichtsstunden darauf konzentriert sind etwas zur Zufriedenheit der kritischen Beobachter zu meistern, stets unter den wachsamen Augen der Eltern, Verwandten und Lehrer. Das versetzt nicht nur der kindlichen Kreativität einen Todesstoß, sondern eliminiert auch die Gelegenheiten in denen die Kinder soziales Verhalten lernen könnten.&lt;br /&gt;
Ein Grund mehr, weshalb gerade meine Frau sich wünscht dass unser Sohn in Deutschland aufwächst und nicht hier.&lt;br /&gt;
Wenn man sich heute die sozialen Gefüge in China anschaut, dann ist da überhaupt kein Platz mehr für Freundschaften und wie wir gerade gesehen haben, findet selbst das Erlernen von Freundschaften in frühen Jahren nicht mehr statt.&lt;br /&gt;
Wen wundert es also dass, wenn sich kleine Grüppchen zum Karaoke (卡拉ＯＫ) oder Hot-Pot (火鍋 huǒ guō) verabreden (siehe Artikel [[Alles OK mit Carla]] bzw. [[Feuertopf]]), es oft mehr einem PR-Event gleicht als einem fröhlichen Beisammensein ? Gestellte Bilder, auf denen immer wieder die gleichen kessen oder erotischen Posen eingenommen werden, für die man sich teilweise vorher extra Kostüme kauft (nicht selten werden sie nach dem Event auch wieder zurückgesandt. Kann man ja heute alles) und abertausende von Fotografien der Gerichte und Snacks die man zu sich nimmt füllen die virtuellen Pinnwände der sozialen Netzwerke.&lt;br /&gt;
Freundschaften im realen Leben haben oft nicht mehr Bedeutung als eine Freundschaft auf einem sozialen Internetportal wie Facebook (nur dass diese in China eben nicht facebook, sondern QQ, WeChat und Weibo heissen). Man kennt sich, das genügt.&lt;br /&gt;
Ein Trend der nicht unbedingt typisch chinesisch ist, aber hier eben doch exzessiver ausgelebt wird als in anderen Teilen der Welt.&lt;br /&gt;
Und so können alle ihre täglich inszenierten möchtegern-Leben teilen und liken und re-posten und wieder liken. Manchmal denke ich: Das ist wie bei den Hunden, die sich auf der Strasse immer wieder am Hinterteil riechen und ganz aus dem Häuschen sind. „Am Arsch geliked“ wenn man so will. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Es ist ein trauriges Bild, wenn man es aus meinem Blickwinkel betrachtet. Wenn wir am Esstisch mit der ganzen Familie zusammensitzen (drei Generationen), kommen wir im Gespräch öfter darauf, dass ich noch Kontakte aus der Schule und dem Kindergarten pflege. Für die nachkommenden Generationen in China etwas unvorstellbares.&lt;br /&gt;
Neben all den beschriebenen Gründen auch, weil viele sich aus den Augen verlieren, wenn sie zum Studium ins Ausland gehen. Aus den Augen aus dem Sinn, egal wie sehr man sich vorher gelikt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Übrigens&lt;/strong&gt;: Zur Frage Schreibt man gelikt, geliket oder geliked ? Folgende Antwort von Dr. Werner Scholze-Stubenrecht (Leiter der Dudenredaktion):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;margin-left:30px;&quot;&gt;„Der Duden hat sich dafür entschieden, der Einfachheit halber nach einem strikten Schema zu verfahren und bei Eindeutschungen dieser Art die für die deutschen Verben geltenden morphologischen Regeln auch dann anzuwenden, wenn ein im Hinblick auf die Aussprache irritierendes Schriftbild entsteht. Die Grundregel lautet für die Partizipien schwacher Verben: ge + Wortstamm + t. Bei »liken« sehen wir als Wortstamm »lik« an, was darauf zurückgeht, dass normalerweise der Stamm eines Wortes durch Abtrennung der Flexions- oder Wortbildungsendungen ermittelt wird (wie z. B. aus liking = lik + ing).&lt;br /&gt;
Nach diesem Muster haben wir schon eine Reihe von Festlegungen getroffen: neben »faken, gefakt« und »tunen, getunt« auch beispielsweise »canceln, gecancelt«, »timen, getimt«, »checken, gecheckt« und »managen, gemanagt«. Und entsprechend empfehlen wir auch »gelikt«.&lt;br /&gt;
Es ist uns klar, dass man »gecheckt« leichter akzeptieren kann als »gelikt«, aber wir halten es für eine entbehrliche Verkomplizierung, hier unterschiedliche Lösungen anzubieten. “&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Wed, 16 Jan 2019 03:30:00 +0000</pubDate>
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    <title>Kartoffeln auf dem Mond</title>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/graffi.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/graffi.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Graffiti an einer Wand in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Graffiti an einer Wand in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Der zweite Jadehase (玉兔 yù tù) ist erfolgreich auf der Rückseite des Mondes gelandet, worüber ja auch in westlichen Medien berichtet wurde.&lt;br /&gt;
Im Artikel [[The dark side of the moon]] hatte ich ja bereits angekündigt, dass China einen Rover mit besagtem Namen aus der chinesischen Mythologie dorthin befördern will.&lt;br /&gt;
Ein Erfolg auf ganzer Linie, denn das Ansehen des chinesischen Raumfahrtprogramms ist weltweit deutlich gestiegen, handelt es sich doch um eine recht komplizierte Angelegenheit, die eine Relaisstation benötigt um den Funkkontakt zur Sonde auf der erdabgewandten Seite des Mondes zu gewährleisten, die bisher noch keine andere Mondmission jemals versucht hat.&lt;br /&gt;
Bei anderen chinesischen Technikunternehmen sieht es derzeit nicht so rosig aus. So wurde aus einem eigentlich kleinen Vorfall ein landesweiter Skandal.&lt;br /&gt;
Grund waren ein paar Neujahrswünsche der Firma Huawei (华为技术公司 huá wéi jì shù gōng sī) auf der Social-Network-Plattform „Twitter“.&lt;br /&gt;
Abgesehen davon, dass es zur Zeit bei der Firma durch die Festnahme der Finanzchefin in Kanada, die auch die Tochter des Firmengründers ist, drunter und drüber geht (diese Aktion hat sich zu einem politischen Gerangel ausgeweitet, indem China seinerseits mit Festnahmen kanadischer Staatsbürger geantwortet hat und sie unterschiedlicher Vergehen bezichtigt), gibt es eben diesen kleinen Faux Pas.&lt;br /&gt;
Da viele der Sozialen Netzwerke (unter anderem „Twitter“) in China geblockt werden, muss man technisch etwas aufrüsten, um diese Sperren zu umgehen (eine VPN-Verbindung zum Beispiel).&lt;br /&gt;
Da es in einem Unternehmen wie Huawei (华为技术公司 huá wéi jì shù gōng sī) auf den Firmenrechnern selbstverständlich keine VPN-Verbindung aus China heraus gibt und man die Glückwünsche trotzdem zeitnah versenden wollte, hat man wohl ein Privattelefon dafür genommen.&lt;br /&gt;
Dummerweise handelte es sich hierbei um ein Produkt des direkten Konkurrenten „Apple“ und deren Produkte sind bekannt dafür mit jeder Nachricht auch zu verkünden von wo die Meldung kommt (Viele von Ihnen werden den knappen Spruch „Gesendet von meinem iphone“ sicherlich schon einmal unter der ein oder anderen Email gesehen haben).&lt;br /&gt;
Das ist natürlich dumm gelaufen und hat auch direkt zu einer Degradierung und dem herabsetzen des Lohns für mindestens einen Mitarbeiter geführt.&lt;br /&gt;
Aber manchmal muss man eben Entscheidungen treffen, die nicht immer perfekt sind. Neulich durfte auch ich Zeuge eines seltsamen Vorfalls werden: Heutzutage kann man mit so ziemlich jedem handelsüblichen Mobiltelefon Emails versenden und empfangen, was dementsprechend auch vielerorts beruflich genutzt wird.&lt;br /&gt;
Inzwischen lassen Firmen aber vermehrt eine zusätzliche Software installieren um diese, teils wertvollen Daten vor dem Zugriff von Dritten zu sichern. Somit kann man zum Beispiel die Verbindung zum Mailserver durch ein Zertifikat absichern, oder ähnliches.&lt;br /&gt;
Voraussetzung ist natürlich, dass sich die Telefonsoftware auf dem neuesten Stand befindet. Ein Umstand, der bei einem Mitarbeiter zu einem Gewissenskonflikt geführt hat, da die aktuell installierte Software für die „Starbucks“ Kaffe-Läden dann nicht mehr funktionsfähig gewesen wäre. Tja, manchmal muss man eben Prioritäten setzen.&lt;br /&gt;
Ganz im Gegensatz zu diesen kleinen Eskapaden  scheint bei Chinas Raumfahrtprogramm alles glatt zu laufen.&lt;br /&gt;
Die ambitionierten Pläne umfassen zum Beispiel einen Test, in dem Kartoffeln und Seidenraupen auf dem Mond in einer kleinen Biosphäre innerhalb der Landesonde zum wachsen angeregt werden, um herauszufinden ob sich unter diesen Bedingungen die Produktion von Kohlendioxid durch die Larven und die Absorption von Kohlendioxid durch die Photosynthese der Kartoffeln ausgleichen können. Ein Test der wegweisend auch für weitere geplante Programme, wie zum Beispiel eine bemannte Reise zum Mars sein könnte.&lt;br /&gt;
China scheint dort weiterzumachen, wo die Raumfahrtprogramme anderer Nationen abgebrochen haben, deren ausserweltliche Utopien sich lediglich noch in millionenschweren Kinoproduktionen wiederfinden lassen.&lt;br /&gt;
Zugegeben, die Raumsonde „New Horizons“ der NASA hat gerade ein 6,4 Milliarden Kilometer entferntes Objekt namens Ultima Thule passiert. So weit draussen war bisher noch keine von Menschen gebaute Sonde (wir befinden uns hier bereits ausserhalb unseres Sonnensystems), allerdings ist die „New Horizons“-Mission bereits 2006 gestartet, aus jüngsten Tagen hört man eher wenig Neues von den einstigen Weltraumeroberern. Aber das kann, nachdem China immer wieder ambitionierte Ziele im Weltraum anvisiert, bei anderen Nationen unter Umständen die Angst schüren den Anschluss zu verlieren und somit auch dort wieder den Willen wecken, den Weltraum zu erforschen.&lt;br /&gt;
Die U.S.A. haben ja bereits verlauten lassen, dass sie eine „Spaceforce“ aufbauen wollen, allerdings ist man sich nicht ganz so sicher, was tatsächlich dahintersteckt. Bei der derzeitigen Führung ist es ja bekannterweise recht schwierig abzusehen, welche Aussagen ernst gemeint sind und welche nicht.&lt;br /&gt;
Ganz anders in China, hier haben derartige Prestigeobjekte gerade Hochkonjunktur und wenn man diese ein wenig verfolgt, so bemerkt man schnell, dass die Verantwortlichen tatsächlich ihre Hausaufgaben gemacht haben. Es scheinen nicht bloss Spinnereien zu sein um zu sehen wer den Längsten hat (den längsten Atem natürlich - im Wettkampf des Durchhaltevermögens um die Erforschung von Galaxien die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat). &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Sondern man erkennt eine klare Linie, ein Projekt das in das nächste greift und alle zusammen könnten dann tatsächlich einen gewaltigen Schritt in eine wirklich neue Zukunft bedeuten.&lt;br /&gt;
Schliesslich hinken wir bereits etwas hinterher. Die fliegenden Autos, aus dem Film „&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Blade_Runner&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Blade_Runner&quot;&gt;Blade Runner&lt;/a&gt;“, der ja im Jahr 2019 spielen soll, lassen ja auch noch auf sich warten. Die Raumkolonien irgendwo im Weltraum und die intelligenten Roboter ebenso, obwohl wir bei zweitem bereits auf einem guten Weg sind. Einzig die Klimakatastrophe haben wir bereits heute erreicht.&lt;br /&gt;
Vielleicht sind die Kartoffeln, die derzeit auf dem Mond wachsen ja eines Tages tatsächlich der letzte Ausweg zum Überleben der Menschheit... ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nachtrag vom 17.01.2019:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuesten Berichten zu Folge sollen sämtliche Keimlinge, die auf die Mission mitgenommen wurden, bereits kaputt gegangen sein.&lt;br /&gt;
Sie haben wohl die extrem niedrigen Temperaturen der „Mondnacht“ nicht überstanden.&lt;br /&gt;
Tja, ich denke da gibt es wohl noch etwas Nachholbedarf, denn obwohl es noch keine offizielle Stellungnahme gibt, gehe ich nicht davon aus, dass das Experiment bereits abgeschlossen war und man es deshalb nicht mehr ausreichend geschützt hat. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 12 Jan 2019 09:29:00 +0000</pubDate>
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    <title>Pandoras Büchse</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>Medizin</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
            <category>Technik</category>
            <category>Überraschendes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/green.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/green.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Mehrzweckgebäude mit Shopping Mall, Museum, Hotel, Restaurants etc. mitten in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Mehrzweckgebäude mit Shopping Mall, Museum, Hotel, Restaurants etc. mitten in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCchse_der_Pandora&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCchse_der_Pandora&quot;&gt;Die Büchse der Pandora &lt;/a&gt;(griechisch Πανδώρα Pandṓra) ist ein alter, griechischer Mythos, in dem Pandora vom Göttervater Zeus eine Büchse geschenkt wird, die unter keinen Umständen geöffnet werden soll.&lt;br /&gt;
Wenn man will, dass etwas geöffnet wird, dann muss man es strikt verbieten. Das ist genau wie mit dem roten Knopf, der nicht gedrückt werden darf. Irgendwann drückt ihn jemand, die Versuchung ist einfach zu gross.&lt;br /&gt;
So öffnete also auch Pandora die Büchse. Dabei sind alle Übel der Welt aus ihr entwichen und haben sich verbreitet.&lt;br /&gt;
Einzig die Hoffnung ist in ihr zurückgeblieben. Dabei wird die Hoffnung als das grösste Übel angesehen, da sie den Menschen dazu veranlasst, all die Übel immer und immer wieder über sich ergehen zu lassen (na, da haben wir wohl noch mal Glück gehabt).&lt;br /&gt;
Dann frage ich mich allerdings woher wir die Hoffnung überhaupt kennen, wenn sie angeblich niemals entwichen ist... ???&lt;br /&gt;
Es gibt da wohl noch so ein, zwei Ungereimtheiten in diesem Mythos.&lt;br /&gt;
Wie auch immer. Wenn jemand etwas schlimmes tut, meistens grossen Ausmasses, oder bei einer Aktion, deren Folgen man nicht absehen kann, dann spricht man davon die Kiste der Pandora wieder zu öffnen.&lt;br /&gt;
So wird dieser Ausspruch gerne in Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz gebraucht, da man nicht absehen kann ob diese uns eines Tages auslöschen wird oder auch in Zusammenhang mit Genexperimenten.&lt;br /&gt;
Und da sind wir nun: Neueste Meldung aus China: Die ersten genmanipulierten Menschen wurden geboren.&lt;br /&gt;
Ich musste mich erst an mehreren Stellen erkundigen ob diese Nachricht tatsächlich keine Ente ist, da auch die öffentlich rechtlichen Medien aus Deutschland die Richtigkeit dieser Meldung nicht einhundertprozentig bestätigen wollten, da es zu dem Eingriff lediglich einen Eintrag in einem chinesischen Register für klinische Tests gibt, noch keine geprüfte wissenschaftliche Veröffentlichung.&lt;br /&gt;
Aber es scheint tatsächlich wahr zu sein. Zwei Mädchen namens 露露 (lù lù) und 娜娜 (nà nà) sind wohl vor ein paar Wochen in China geboren worden und sie sollen immun gegen den &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/HIV&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/HIV&quot;&gt;Immunschwäche-Virus HIV&lt;/a&gt; sein.&lt;br /&gt;
Der chinesische Wissenschatler 贺建奎 (hè jiàn kuí) hat demnach mit Hilfe des Crispr/Cas9-Verfahtrens (Eine Methode um gezielt Gene in der DNA zu verändern bzw. auszuschalten) das Erbgut so verändert, dass der CCR5-Rezeptor, an den sich HI-Viren für eine Infektion der Zelle anheften inaktiv ist, somit kann sich der Organismus nicht mehr mit HIV infizieren.&lt;br /&gt;
Es heisst, dass für diese Forschung gezielt ungewollt kinderlose Testpersonen rekrutiert wurden, die Männer alle mit dem HI-Virus infiziert, die Frauen absolut gesund.&lt;br /&gt;
Ich bin mir sicher, dass es bereits viele Gedankenexperimente in diese Richtung gegeben hat, allerdings gibt es unter Medizinern weltweit einen Ethikkodex, der solche Versuche am Menschen eigentlich strikt ablehnt.&lt;br /&gt;
Selbst die Universität in Shenzhen (深圳市 shēn zhèn), an der 贺建奎 (hè jiàn kuí) die Leitung eines Labors übernommen hat, distanziert sich von diesem Experiment und behauptet, dass sie keine Kenntnis davon hatten.&lt;br /&gt;
Es wurden mit dem genannten Verfahren bereits vorher schon relativ gute Ergebnisse erzielt. So hat man zum Beispiel in den U.S.A. Gendefekte an Embryonen beseitigen können. Bis jetzt sind diese Embryonen aber immer verworfen worden (auch dazu kann man ethisch gesehen unterschiedlicher Meinung sein), aber noch nie wurden sie einer Mutter eingesetzt, damit sie diese austrägt.&lt;br /&gt;
Die Folgen sind noch gar nicht abzuschätzen, da die veränderte DNA natürlich auch an die folgenden Generationen weitergegeben wird.&lt;br /&gt;
Und es ist ja nicht so, dass ein eliminiertes Gen ausschliesslich eine Funktion hat. So ist es denkbar, dass das Kind eventuell resistent gegen HIV ist, aber dafür auf Grund des fehlenden Gens an einem einfachen Schnupfen sterben könnte oder dass sonst irgendwelche Funktionen des Körpers eingeschränkt sind.&lt;br /&gt;
Wie man es auch dreht und wendet: Es gibt gute Gründe warum derartige Forschungen als ethisch nicht vertretbar gelten und sich darüber hinwegzusetzen ist ein Schritt ungeheuren Ausmasses. Medizin, Ethik, Politik, es wird Auswirkungen auf alles haben.&lt;br /&gt;
Was mir allerdings seltsam erscheint, ist der Umstand, dass ausgerechnet kurz  vor dem weltweiten Wissenschaftsgipfel in Hongkong, der über den verantwortlichen Umgang mit &#039;genome editing&#039; beim Menschen berät, diese Meldung die Runde macht.&lt;br /&gt;
Sollte es sich vielleicht doch bloss um einen makabren PR-Gag handeln ? Das werden wir mit Sicherheit erst sagen können, wenn es tatsächlich Belege für alles das gibt.&lt;br /&gt;
Detlef Weigel, Direktor des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie, so wie Robert Ranisch, Geschäftsführer des Klinischen Ethikkomitees am Universitätsklinikum Tübingen, halten es laut deutschen Medien aber durchaus für wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Sie schränken aber auch ein, dass es sich nicht unbedingt um einen erfolgreiches Experiment handele, da bei einem der Kinder, laut dem Bericht der &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Associated_Press&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Associated_Press&quot;&gt;Associated Press&lt;/a&gt; auf den immer wieder Bezug genommen wird, nicht beide Kopien des Gens, die sich standardmässig in der Zelle befinden, verändert wurden, sondern lediglich eine.&lt;br /&gt;
Aber es ist auf jeden Fall eine Meldung, die wie eine Bombe eingeschlagen hat und die Themen Ethik und Genetik werden in der nächsten Zeit wohl wieder vermehrt die Gemüter erhitzen. 
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    <pubDate>Tue, 27 Nov 2018 13:13:00 +0000</pubDate>
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    <title>Nobel geht die Welt zu Grunde</title>
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            <category>Aktuelles</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/luxmall.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/luxmall.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Eine der bekanntesten Luxus Shopping Malls mitten in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eine der bekanntesten Luxus Shopping Malls mitten in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Aus gegebenen Anlass, zum aktuellen Geschehen, das gerade die Medien in Asien überflutet: Der Skandal um ein italienisches Modelabel, das kurzerhand von empörten Chinesen in „Dead &amp;amp; Gone“ umbenannt wurde.&lt;br /&gt;
Was ist passiert ? Das  sehr bekannte Modelabel hat für seine Fashion Show in Shanghai (上海 shàng hǎi) ein paar Videoclips gedreht, die beim asiatischen Publikum nicht besonders gut angekommen sind. Danach hat sich die Lage nach und nach verschärft durch immer weitere, sagen wir mal unkluge Aktionen seitens des Labels.&lt;br /&gt;
Aber fangen wir von vorne an: Die Videoclips zeigen eine junge Chinesin, der jeweils ein italienisches Gericht vorgesetzt wird, das sie mit chinesischen Eßstäbchen essen soll. Pizza, Pasta usw.&lt;br /&gt;
Zuerst stellt sie sich immer etwas ungeschickt an, später geht es dann besser. Das ganze wird kommentiert von einer Stimme, die stets die Originalität und Tradition der Gerichte herausstellt und die Frau tatsächlich sehr unbeholfen wirken lässt.&lt;br /&gt;
In Wirklichkeit ist es ja genau anders herum. Die chinesische Küche und auch die Eßstäbchen haben eine lange Tradition und Nudeln, wie wir im Artikel [[Von Angesicht zu Nudel]] gelernt haben, gab es bereits, als in Italien noch mit der Keule gejagt wurde. Das ist so sehr überzogen, das kann nur Satire sein.&lt;br /&gt;
Aber wie wir spätestens aus dem Artikel [[Nicht komisch]] wissen, finden Leute in anderen Kulturen andere Dinge lustig als wir und Satire lässt sich in der Regel nicht exportieren.&lt;br /&gt;
Das hätte man als Produktionsteam, das an mit Sicherheit nicht billigen Videoproduktionen für den asiatischen Markt arbeitet eigentlich wissen müssen.&lt;br /&gt;
Wie gesagt: Der Schuss ging nach hinten los. Ein weiteres Detail, das in den westlichen Medien immer unter den Tisch fallen gelassen wird, ist der Umstand, dass die Fashion Show zum Ende jedes Clips in Shanghai (上海 shàng hǎi) eben nicht mit &lt;span style=&quot;font-family: Arial&quot;&gt;上海&lt;/span&gt; beworben wird, sondern mit der japanischen Schreibweise &lt;span style=&quot;font-family: Arial Unicode MS&quot;&gt;上海&lt;/span&gt;, die für den Laien fast identisch ist.&lt;br /&gt;
(Nicht alle Browser stellen das korrekt dar. In der chinesischen Variante befinden sich im zweiten Zeichen zwei quer verlaufende Striche in dem eingerahmten Bereich rechts unten, in der japanischen ist es ein durchgehender Strich von oben nach unten).&lt;br /&gt;
Was für den Laien fast gleich ist, ist für Chinesen allerdings etwas völlig anderes. Das kommt gar nicht gut an, erinnert es viele Menschen hier an Krieg und den bis heute vielerorts immer noch gehassten, ehemaligen Erzfeind.&lt;br /&gt;
Japaner haben in China Menschenexperimente an Zivilisten veranstaltet und waren auch sonst nicht zimperlich mit dem damaligen Gegner. Das haben viele Chinesen noch vor Augen und werden sich an die Schlacht um Shanghai (上海 shàng hǎi) erinnert fühlen, wenn sie diesen Schriftzug sehen.&lt;br /&gt;
Das ist ungefähr so intelligent wie für ein Event in Kaliningrad (Polen) zu werben und in der Videoeinladung dick den alten Namen Königsberg zu gebrauchen.&lt;br /&gt;
Da hat wohl jemand von den kreativen Köpfen, die die Textgestaltung übernommen haben, eben jenen gerade woanders gehabt.&lt;br /&gt;
Bis hier hin war ja alles... „nicht so schlimm“ möchte ich nicht unbedingt sagen, aber immerhin noch überschaubar.&lt;br /&gt;
Es war eine sehr schlecht gemachte PR für die man sich einfach hätte entschuldigen können.&lt;br /&gt;
Man hat sich seitens der Designer allerdings dafür entschieden beleidigend zu werden. Um die chinesische Kundschaft zu bezeichnen sind wohl Worte wie Scheisse und chinesische Mafia auf sozialen Netzwerken gefallen.&lt;br /&gt;
Nun, aus Laiensicht würde ich das PR-technisch als eine Vollkatastrophe einstufen, was dann wohl auch die Menschen in China so gesehen haben. Ein Aufschrei ging um und die sozialen Netzwerke liefen heiss.&lt;br /&gt;
Dann gab es einen Erklärungsversuch vom Luxuslabel. Angeblich wären der Firmen Twitter Account so wie der des Designers gehackt worden und jemand anderes hätte die Nachrichten geschrieben.&lt;br /&gt;
Kreativ, wie man als Designer nunmal so ist, gab es auch ein rotes „NOT ME“ über dem Post.&lt;br /&gt;
Dieses „NOT ME“ wurde sofort aufgenommen und gegen das Label verwendet.&lt;br /&gt;
Es findet sich in unzähligen Geschäften in China wieder, ebenso wie auf Profilbildern in sozialen Netzwerken, wo Promis, Stars, Sternchen und ganz normale Menschen gegen die Marke zum Boykott aufrufen.&lt;br /&gt;
Und es hat offensichtlich gewirkt. Nicht nur angesehene Showgrössen im In- und Ausland verkünden die Parolen, auch viele Geschäfte wollen die Produkte dieser Marke nicht mehr verkaufen. Auf den grossen Internetplattformen wie Alibaba findet man sie ebenfalls nicht mehr.&lt;br /&gt;
Ich glaube damit haben sich die Designer und Inhaber keinen Gefallen getan. Sie haben gerade einen der grössten Märkte der Welt verloren. Und dazu noch einen, der willig ist, viel Geld für unnötige Luxusartikel zu verpulvern.&lt;br /&gt;
Das selbstgefällige, halbherzig entschuldigende Video das nun noch hochgeladen wurde dürfte den Eindruck der Überheblichkeit der italienischen Modemacher nur noch weiter unterstreichen. Egal welchen Schritt sie bis jetzt gemacht haben, es war immer der falsche. 
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    <pubDate>Fri, 23 Nov 2018 14:39:00 +0000</pubDate>
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    <title>Mancher fischt im Wasser nach dem Mond</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/369-Mancher-fischt-im-Wasser-nach-dem-Mond.html</link>
            <category>Aktuelles</category>
            <category>Gerüchte</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
            <category>Technik</category>
            <category>Überraschendes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/kugel.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/kugel.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Skulptur in einer Wohnanlage.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Skulptur in einer Wohnanlage.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;„Mancher fischt im Wasser nach dem Mond“. Dieses Zitat wird oft &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Huang_Tingjian&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Huang_Tingjian&quot;&gt;Huang Tingjian (黄庭坚 huáng tíng jiān)&lt;/a&gt;, einem Maler und Kalligrafen aus der &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Song-Dynastie&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Song-Dynastie&quot;&gt;Song-Dynastie (宋朝 sòng cháo)&lt;/a&gt;, der auch für seine Gedichte bekannt ist, zugeschrieben.&lt;br /&gt;
Allerdings dürfte er sich auch nur auf einen alten Vergleich berufen haben, der im Buddhismus schon seit jeher verwendet wurde.&lt;br /&gt;
Dinge, die nur scheinen, aber nicht wirklich sind, werden dort immer wieder mit dem Bild des Mondes im Wasser beschrieben.&lt;br /&gt;
镜花水月 (jìng huā shuǐ yuè) oder in der langen Form 镜中的花，水里的月 (jìng zhōng de huā shuǐ lǐ de yuè) Übersetzt: „die Blume im Spiegel, der Mond im Wasser“ ist ein bis heute gängiger Ausspruch.&lt;br /&gt;
Sie ahnen es sicher bereits, es geht in diesem Artikel wieder einmal um den Mond.&lt;br /&gt;
Ein Thema, das mich in China immer und immer wieder einholt.&lt;br /&gt;
Nicht nur der Mondkalender, der in China alle wichtigen Ereignisse bestimmt wie in dem Artikel [[Vom Herbstanfang und einer Frau die zum Mond flog]], in dem ich über das Mondfest und die Geschichte dahinter berichtet hatte, sondern auch der Mond im Mittelpunkt der Raumfahrt, wie in dem Artikel [[The dark side of the moon]] wären hier zu nennen.&lt;br /&gt;
Und heute geht es wieder um den Mond. Oder sagen wir lieber einen Mond, denn der Erdtrabant der uns alle 27 Tage, 7 Stunden und 43 Minuten umrundet ist diesmal selber gar nicht gemeint.&lt;br /&gt;
Es geht um einen künstlichen Mond, den China ins All schicken will um die Stadt 成都 (chéng dū) nachts zu beleuchten.&lt;br /&gt;
Also handelt es sich eigentlich um einen Satelliten, nicht um einen Mond.&lt;br /&gt;
Einen geostationären Satelliten, der die Funktion des Mondes übernehmen soll. &lt;br /&gt;
Das hört sich nach einem sehr ehrgeizigen Projekt an. Oder totalem Wahnsinn, je nach Blickwinkel. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Der Sinn hinter dieser Aktion ist die Einsparung der Energie, die zur Strassenbeleuchtung notwendig ist.&lt;br /&gt;
Sollte das Projekt erfolgreich sein, könnten weitere Städte folgen.&lt;br /&gt;
Zur Beleuchtung der Strassen einen Satelliten ins All zu befördern mag auf den ersten Blick aussehen wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, wenn man allerdings bedenkt, dass viele Städte in China bereits heute oft mehr als 20 Millionen Einwohner haben und die geplanten Megastädte wie Beijing (北京 běi jīng) dem Vorbild Chongqings (重庆 chóng qìng) folgen sollen und 40, 50 oder mehr Millionen Menschen beherbergen sollen, macht diese Rechnung auf einmal Sinn.&lt;br /&gt;
Ein vergleichbares Projekt wurde 1990 bereits von Russland durchgeführt. Ein orbitaler Spiegel, der Sonnenlicht auf die nördlichen Regionen des Landes lenken sollte. Da sich der Spiegel aber nicht entfalten liess, hat man das Projekt 1999 eingestellt.&lt;br /&gt;
Anvisierter Termin zum Start von Chinas künstlichem Mond ist 2020 und es wird erwartet, dass er achtmal heller scheint als der richtige, gute, alte Mond.&lt;br /&gt;
Damit wäre die Lichtwirkung auf den Strassen selber, ein Fünftel der Leuchtkraft von herkömmlicher Strassenbeleuchtung, so die Schätzung.&lt;br /&gt;
Aussagen zu eventuellen Einflüssen auf die Umwelt sucht man vergebens im Internet. Man könnte meinen, dass sich mit diesem Thema aus diesem Blickwinkel noch niemand auseinandersetzen wollte.&lt;br /&gt;
Wie auch immer. Mit dem Mond, der eigentlich gar keiner ist bewahrheitet sich auch wieder der alte buddhistische Spruch:&lt;br /&gt;
Scheinen wird er, aber echt ist er deshalb noch lange nicht. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 03 Nov 2018 16:53:00 +0000</pubDate>
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    <title>Titanen</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/356-Titanen.html</link>
            <category>Aktuelles</category>
            <category>Literatur</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
            <category>Überraschendes</category>
            <category>Wirtschaft</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/qiantu.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/qiantu.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ein Elektroflitzer der superlative von der chinesischen Firma 前途 [qián tú), was so viel wie Perspektive, Aussicht zukünftige Erwartung bedeutet).&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein Elektroflitzer der superlative von der chinesischen Firma 前途 [qián tú), was so viel wie Perspektive, Aussicht zukünftige Erwartung bedeutet).&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Als die RMS Titanic 1912  im Nordatlantik einen Eisberg rammte und unterging, wurde plötzlich der Roman „Futility (the Wreck of the Titan)“ von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Morgan_Robertson&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Morgan_Robertson&quot;&gt;Morgan Robertson&lt;/a&gt; ein vielgelesenes Werk.&lt;br /&gt;
Viele Menschen glauben bis heute, dass der Autor hellseherische Fähigkeiten gehabt haben muss. Ein Schiff Namens „Titan“, das grösste seiner Zeit und als unsinkbar deklariert, rammt im Nordatlantik einen Eisberg und kentert. Viele Menschen können nicht gerettet werden, da zu wenige Rettungsboote an Bord sind.&lt;br /&gt;
Kommt Ihnen bekannt vor ? Nun, das sind genau die Fakten, die in dem Roman von 1898 deckungsgleich mit der Katastrophe von 1912 sind (Bei dem Namen „Titan“ und „Titanic“ drücken wir mal ein Auge zu).&lt;br /&gt;
Das ist, zumindest aus diesem Blickwinkel, tatsächlich beachtlich. Allerdings ist das natürlich nur wieder die halbe Wahrheit.&lt;br /&gt;
Robertson hat sich für seinen Roman, so wie viele Schriftsteller durch eine Tragödie aus dem wahren Leben inspirieren lassen.&lt;br /&gt;
Denn bereits 1880 sank ein Dampfschiff nach der Kollision mit einem Eisberg vor Neufundland (wieder im Nordatlantik). Sein Name „Titania“.&lt;br /&gt;
Wenn wir uns die Geschichte jetzt aus diesem Blickwinkel anschauen, dann ist eigentlich die Geschichte um den Roman nicht mehr interessant. Ein Autor hat anhand einer wahren Begebenheit eine Geschichte erzählt, mehr nicht.&lt;br /&gt;
Was noch ein interessanter Zufall ist, dass zwei Schiffe mit ähnlichen Namen das gleiche Schicksal ereilt hat.&lt;br /&gt;
Obwohl die Namen auch nicht zufällig sind. Es waren zu ihrer Zeit die grössten Schiffe, da wollte man auch einen mächtigen Namen haben. Was liegt also näher als sich in der griechischen Mythologie zu bedienen und den Namen eines mächtigen Göttergeschlechts von Riesen in Menschengestalt, den „Titanen“ zu gebrauchen ?&lt;br /&gt;
Aus diesem Blickwinkel ist das grosse Mysterium gar keines mehr, nicht wahr ?&lt;br /&gt;
Nicht immer hängen die Dinge so zusammen, wie man meint, selbst wenn es manchmal den Anschein hat, aber Menschen lieben es einfach in solchen Zusammenhängen zu denken.&lt;br /&gt;
Ich habe meine Artikel eine Zeit lang immer unter der Woche veröffentlicht, ganz einfach weil dann die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist auch ein paar Likes auf Facebook zu bekommen.&lt;br /&gt;
Dann kam die Frage auf „Du arbeitest den ganzen Tag, hast zu Hause eine Familie mit einem Kleinkind und hast dann noch Zeit einen Artikel zu schreiben ?“. Nein, habe ich nicht. Die Artikel entstehen am Wochenende.&lt;br /&gt;
Und in den seltensten Fällen komplett am Stück. Ich habe immer ein paar Artikel, an denen ich am Wochenende herumwerkel, bis ich sie veröffentliche.&lt;br /&gt;
Um also nicht den Eindruck zu erwecken, ich würde die Artikel während der Arbeitszeit schreiben, veröffentliche ich sie eben jetzt auch am Wochenende, was natürlich ganz massiv die Likes einschränkt.&lt;br /&gt;
Aber so sind Menschen eben, sie erstellen automatisch Verbindungen, an die sie dann felsenfest glauben, selbst wenn diese Dinge in keinster Weise miteinander zu tun haben. Es passt halt gerade so gut.&lt;br /&gt;
Ein paar schöne Beispiele hierzu haben wir dem Amerikaner Tyler Vigen zu verdanken, der wahllos Statistiken zusammengeführt hat, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, aber einen ähnlichen Kurvenverlauf aufweisen.&lt;br /&gt;
Somit sind die Graphen der Scheidungsrate in Maine und die des Verzehrs von Margarine in den USA (jeweils von 2000 bis 2009) fast deckungsgleich. Interessant, aber völlig sinnbefreit.&lt;br /&gt;
Ein schönes Beispiel aufzuzeigen, wie sinnlos Statistiken ohne fundierte Grundlage doch sind. Auf diese Weise kann man so ziemlich alles schön- oder schlechtreden.&lt;br /&gt;
Und vor allen Dingen kann man Dinge miteinander verknüpfen, die zufälligerweise zur gleichen Zeit signifikante Änderungen aufweisen.&lt;br /&gt;
So könnte man auch schön die Arbeitslosenzahlen, die sich 2005 auf einem Rekordhoch befanden mit dem Ende der Übergangsfrist für die Rechtschreibreform verbinden, das genau auf dieses Jahr fiel.&lt;br /&gt;
„Arbeitslosenzahlen auf Rekordhoch, weil Deutsche zu dumm zum Schreiben sind“ wäre doch ein schöner Titel für die Boulevardpresse gewesen.&lt;br /&gt;
Wie heisst es so schön ? „Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast“.&lt;br /&gt;
Auch im Zusammenhang mit China hält man aus westlicher Sicht an vielen Vorurteilen fest, die einfach nicht (oder nicht mehr) korrekt sind.&lt;br /&gt;
Ein aktuelles Beispiel haben wir hier: Nachdem Amerika massive Zölle auf Waren aus China erhoben und dem Apple Konzern nahegelegt hat doch im eigenen Land zu produzieren, hat die Antwort des Apple Konzerns viele Leute vor den Kopf gestossen, dabei ist es schon seit geraumer Zeit kein Geheimnis mehr (Es wollte in den westlichen Nationen bis jetzt nur niemand wahr haben).&lt;br /&gt;
Erstens: China ist schon lange nicht mehr das Billigproduktionsland das es einmal war. Firmen die hier produzieren lassen, tun es nicht mehr wegen der geringen Löhne.&lt;br /&gt;
Zweitens: Sie tun es nämlich auf Grund der inzwischen gut ausgebildeten Arbeiter, die es hier in grossen Mengen gibt.&lt;br /&gt;
Wie Apple es so schön bildlich beschreibt: Würde man die geeigneten Leute in Amerika zusammensuchen, könnte man nicht einmal einen Raum mit ihnen füllen, dagegen findet man in China in gewissen Gebieten qualifiziertes Personal in Massen, so dass man damit Fussballfelder füllen könnte.&lt;br /&gt;
Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die lokalen Unternehmen. Diese können ihre Mitarbeiter auch aus einem Pool gut ausgebildeter, junger Leute schöpfen.&lt;br /&gt;
Dazu kommt, dass die Mittelschicht in China in den letzten Jahren gewachsen und um einiges vermögender geworden ist.&lt;br /&gt;
Das hat Einfluss auf das Kaufverhalten, was chinesische Firmen dazu zwingt von Massenkopien zu Qualitätsproduktionen überzugehen und in direkte Konkurrenz mit den ausländischen Firmen zu treten.&lt;br /&gt;
Laut einer Umfrage, die die europäische Handelskammer in China bei ihren Mitgliedsfirmen gestartet hatte, sagten 61% der Unternehmen aus, dass ihre chinesische Konkurrenz ihnen in Sachen Innovation ebenbürtig oder sogar voraus sei.&lt;br /&gt;
In chinesischen Unternehmen geht man Inzwischen immer mehr dazu über eigene Produkte zu entwickeln, die Zeiten der Massenkopien gehen langsam ihrem Ende entgegen.&lt;br /&gt;
Dabei haben die lokalen Unternehmen inzwischen so viel Wissen angehäuft, dass immer mehr von ihnen in der Lage sind, in fast allen wirtschaftlichen Bereichen mit eigenen Produkten bis ganz oben in die Spitzenpositionen des Marktes vorzudringen.&lt;br /&gt;
Viele High-Tech- und andere Produkte stehen denen der bekannten Marktführer in nichts mehr nach und es ist bloss eine Frage der Zeit, wann sie in anderen Ländern die Warenregale füllen werden.&lt;br /&gt;
Firmen wie Lenovo, Xiaomi (小米科技 xiǎo mĭ kē jì) oder Huawei (华为技术公司 huá wéi jì shù gōng sī) sind bloss der Anfang.&lt;br /&gt;
Wenn Sie wüssten, was man in China bereits alles kaufen kann, dann würde Ihnen das Prospekt des grossen Elektronikladens in der Einkaufspassage Ihres Stadtviertels, der zur Neueröffnung die überdimensionalen Plasa-Fernseher verlost nur noch ein müdes Lächeln entlocken.&lt;br /&gt;
Angesprochene chinesische Firmen werden immer grösser und einflussreicher und können sich durchaus mit den alteingesessenen multinationalen Globalplayern messen.&lt;br /&gt;
Der hart umkämpfte, chinesische Markt hat sie stark gemacht, sie müssen den internationalen Markt in keinster Weise fürchten.&lt;br /&gt;
Es gibt noch ein paar Gebiete in denen chinesische Firmen, laut Aussage der europäischen Handelskammer, nicht so schnell aufgeholt haben (Ingenieurswesen, Pharmaindustrie etc.), aber auch hier wird fleissig gearbeitet.&lt;br /&gt;
Auf anderen Gebieten scheinen chinesische Unternehmen unaufhaltsam. Sie sind, wenn man so will, die neuen Titanen und greifen jetzt die alten an.&lt;br /&gt;
Wer hätte gedacht, dass ein einst grosses Göttergeschlecht irgendwann einmal herhalten muss um Schiffen, Firmen und sogar Fussballern einen Namen zu geben. Sie würden sich im Grabe umdrehen (oder im &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Tartaros&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Tartaros&quot;&gt;Tartaros&lt;/a&gt; vor Wut umherspringen, wenn wir geschichtstreu bleiben wollen).&lt;br /&gt;
Aber so ist das eben. Menschen verbinden gerne Dinge miteinander und lieben es dabei auch gerne mal zu übertreiben. Wir werden also auch in Zukunft wohl noch vielen Titanen begegnen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 29 Sep 2018 01:56:00 +0000</pubDate>
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    <title>Aus eins mach zwei (so der Plan)</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/352-Aus-eins-mach-zwei-so-der-Plan.html</link>
            <category>Aktuelles</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
            <category>Unschönes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/familie2-0.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/familie2-0.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Auch in der Werbung wird jetzt darauf geachtet immer Familien mit 2 Kindern zu zeigen. Familie 2.0 sozusagen.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Auch in der Werbung wird jetzt darauf geachtet immer Familien mit 2 Kindern zu zeigen. Familie 2.0 sozusagen.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Nach erfolgreicher Eindämmung der drohenden unkontrollierten Überbevölkerung Chinas mit Hilfe der Ein-Kind-Politik hat man nun das Bevölkerungswachstum abgefangen und es ist rückläufig.&lt;br /&gt;
Nun hat man seit knapp zwei Jahren die Zwei-Kind-Politik eingeführt, um den all zu rapiden Fall der Geburtenzahlen abzubremsen.&lt;br /&gt;
Aber da hat man wohl die Rechnung ohne den Wirt gemacht, wie es so schön heisst. Es lassen sich mit Geldstrafen und dem versagen von sozialer Absicherung der ungewollten zusätzlichen Kinder durchaus Schwangerschaften verhindern, aber man kann Leute eben nicht dazu zwingen mehr Kinder zu zeugen.&lt;br /&gt;
Wir sehen es in Deutschland: Trotz Anreizen wie Steuererleichterung, Kinder- und Elterngeld werden in Deutschland immer weniger Kinder geboren. Ein Problem der modernen Gesellschaft, das sich weltweit in sozial und finanziell stabilen Gesellschaften zeigt.&lt;br /&gt;
In China kommen allerdings noch weitere Punkte hinzu, wie wir gleich sehen werden.&lt;br /&gt;
Die chinesische Regierung hat das Problem der älter werdenden Gesellschaft und den daraus resultierenden wachsenden Kosten sozialer Sicherungs- und anderer Systeme natürlich erkannt und erwägt Schritte um junge Paare zu ermuntern mehr Nachwuchs zu zeugen.&lt;br /&gt;
Bis jetzt gibt es allerdings bloss einen Appell, dass man doch bitte zwei Kinder in die Welt setzen sollte.&lt;br /&gt;
Eine ungeschickte Formulierung in einer Volkszeitung, die zu einem Umdenken anregen sollte, hat für grosse Entrüstung gesorgt.&lt;br /&gt;
„Kein Kind zu wollen, ist lediglich ein passiver Umgang mit dem Stress des modernen Lebens“ hiess es dort, worauf im Internet viele Leute ihrem Unmut Luft gemacht haben.&lt;br /&gt;
Ein Paar aus der Generation der Einzelkinder muss, neben den eigenen Verpflichtungen, für die beiden Elternpaare, also vier zusätzliche Personen aufkommen.&lt;br /&gt;
Dazu ein Immobilienmarkt, der es durchschnittlichen Verdienern oft unmöglich macht angemessenen Wohnraum zu erstehen. Und dann sollen sie auch noch mindestens zwei Kinder durchbringen.&lt;br /&gt;
Mal ganz abgesehen davon, dass es in China immer wieder Lebensmittelskandale oder wie kürzlich den Impfmittel Skandal, den wir in Artikel [[Was nicht tötet, härtet ab]] kennengelernt haben, gibt, die das Aufziehen eines Kindes zu einer echten Herausforderung machen.&lt;br /&gt;
Und dann ist da noch das Schulsystem. Wie ich ja schon öfters berichtet habe (zum Beispiel im Artikel [[Der grosse Test]]) gibt es für durchschnittliche Schulabsolventen keine Aussicht auf einen guten Job.&lt;br /&gt;
Man versucht also lieber mit erheblichem finanziellen und zeitlichen Aufwand ein Kind mit überdurchschnittlichen Noten (was in China bereits wieder durchschnittlich ist) grosszuziehen, als zwei mit durchschnittlichen Noten, die später keine Aussicht auf eine gute Anstellung haben werden.&lt;br /&gt;
Denn spätestens seit der Ein-Kind-Politik haben sich Eltern und Familie ganz und gar auf einen Zögling konzentriert und die Latte für Schulnoten damit um einiges höher gelegt.&lt;br /&gt;
„Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los.“. Ein Problem das die chinesische Regierung offensichtlich mit dem &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Zauberlehrling&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Zauberlehrling&quot;&gt;Zauberlehrling&lt;/a&gt; teilt (Ist übrigens von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Wolfgang_von_Goethe&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Wolfgang_von_Goethe&quot;&gt;Goethe&lt;/a&gt;, nicht von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Walt_Disney&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Walt_Disney&quot;&gt;Walt Disney&lt;/a&gt;). &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
China hat neben vielen anderen grossen Problemen wie Umwelt- und Luftverschmutzung bald auch mit dem einer überalternden Gesellschaft zu kämpfen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 08 Sep 2018 03:18:00 +0000</pubDate>
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    <title>The dark side of the moon</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/355-The-dark-side-of-the-moon.html</link>
            <category>Aktuelles</category>
            <category>Gerüchte</category>
            <category>Geschichte</category>
            <category>kleine Spinnereien</category>
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            <category>Technik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/wolf.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/wolf.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Eine Skulptur vor einem Einkaufscenter.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eine Skulptur vor einem Einkaufscenter.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;„The dark side of the moon“ ist wirklich ein bemerkenswertes Album. Es wurde1973 von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Pink_Floyd&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Pink_Floyd&quot;&gt;Pink Floyd&lt;/a&gt; herausgebracht und besticht schon durch die hervorragende Abmischung.&lt;br /&gt;
Dieses Album hat alleine schon vom technischen Standpunkt aus einen Standard erschaffen, den selbst heutige Produktionen trotz Hilfe der inzwischen verfügbaren Technik in der Regel nicht erreichen.&lt;br /&gt;
Sollten Sie also noch die Möglichkeit besitzen die elektronischen Sound-Verbesserungssysteme ihrer Anlage zu Hause abschalten zu können oder noch eine richtige HiFi-Anlage besitzen mit schweren Boxen, dann drehen Sie einfach die Lautstärke etwas höher und geniessen Sie. Oder holen Sie den alten, verstaubten AKG-Kopfhörer wieder aus dem Keller, es lohnt sich.&lt;br /&gt;
Der Albumtitel „The dark side of the moon“ bezeichnet die Mondrückseite, also die Seite, die wir von der Erde aus nicht sehen können. Denn der Mond dreht sich aus Sicht der Erde nicht, während er sie umkreist. Oder genau gesagt: Er dreht sich kaum. Da er auf einer geneigten, ellipsenförmigen Bahn um die Erde kreist, sehen wir ca. 59% seiner Oberfläche.&lt;br /&gt;
Das hat natürlich schon früh die Phantasie der Menschen beflügelt. Waren es früher Geschichten von Menschen, die sich bei Vollmond in Wehrwölfe verwandeln, so handeln heutige Geschichten vom Mond selbst und es gibt unzählige Verschwörungstheorien, was sich denn auf den 41% Mondoberfläche, die wir nicht sehen, so alles befinden könnte.&lt;br /&gt;
Von Waffenlagern, die die Nazis damals dort angelegt haben bis hin zu Kolonien von ausserirdischen Spezies, die von ihrem Aussenposten dort das Leben auf der Erde beobachten gibt es nichts, was nicht zu skurril wäre um Anhänger zu finden.&lt;br /&gt;
Wie passend, dass der Name des ersten Menschen der den Mond betreten hat (&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Neil_Armstrong&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Neil_Armstrong&quot;&gt;Neil Armstrong&lt;/a&gt;), rückwärts gelesen „Gnorts Mr. Alien“ ergibt. „Gnorts“ wird dann wohl eine Art Anrede sein. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Die Mondrückseite wurde bis heute nur aus der Ferne erkundet und kartografiert. Zuerst 1959 von der russischen Sonde „Lunik 3“, dann 1965  von der ebenfalls russischen Sonde „Zond 3“ und zuletzt vom „Lunar Reconnaissance Orbiter“ der NASA.&lt;br /&gt;
Das chinesische Raumfahrtprogramm, das ich im Artikel [[Der lange Marsch zum Himmelspalast]] bereits einmal vorgestellt hatte, sieht vor noch Ende diesen Jahres einen Rover (also ein ferngesteuertes Vehikel) dort zu landen.&lt;br /&gt;
Bereits 2013 wurde ein chinesischer Rover auf dem Mond ausgesetzt. Sein Name ist 玉兔 (yù tù), übersetzt der Jadehase.&lt;br /&gt;
Der Name ist der Geschichte um 嫦娥 (Cháng ‘é) entliehen, die wir im Artikel [[Vom Herbstanfang und einer Frau die zum Mond flog]] bereits besprochen hatten.&lt;br /&gt;
In einigen Erzählungen lebt sie, seit dem sie zum Mond aufgestiegen ist, dort mit einem Jadehasen, den man manchmal, bei guter Sicht, in den Kraterformationen von der Erde aus erspähen kann.&lt;br /&gt;
嫦娥 (Cháng ‘é) ist übrigens auch der Name der Mondsonden, die China zum Mond geschickt hat. 嫦娥3 (Cháng ‘é 3) hat den Rover namens 玉兔 (yù tù) „Jadehase“ auf dem Mond abgesetzt.&lt;br /&gt;
Die aktuelle Mondmission, die den Namen 嫦娥4 (Cháng ‘é 4) trägt, war ursprünglich bereits 2015 geplant, es ist aber zu Verzögerungen gekommen, somit ist sie um einige Jahre verschoben worden.&lt;br /&gt;
Im Mondschatten, wenn der Mond zwischen der Raumsonde und der Erde steht, ist keinerlei Kommunikation mit der Erde möglich, was der Besatzung der damaligen Apollo 10 Mission, als sie ihn 1968 durchflog und trotzdem eine Art fremdartige Musik über die Lautsprecher empfangen konnte, einiges an Kopfzerbrechen bereitet hat. Offensichtlich sind Pink Floyd nicht die einzigen mit Musik hinter dem Mond. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Dieser Vorfall war bis 2008 nicht bekannt, da er als klassifiziert eingestuft wurde, was natürlich auch wieder unnötigerweise viele Verschwörungstheorien herauf bechwört hat.&lt;br /&gt;
Wenn man es aber einmal ganz nüchtern betrachtet, werden wahrscheinlich irgendwelche Magnetfelder oder Radiowellen unbestimmbarer Herkunft eine Geräuschkulisse haben entstehen lassen, die als Musik wahrgenommen wurde.&lt;br /&gt;
Schliesslich ist es eine menschliche Eigenart nach bekannten Mustern zu suchen. So sehen wir auch ständig in Wolkenformationen, zerknüllten Papiertaschentüchern oder im Blätterdach der Baumkronen menschliche Gesichter.&lt;br /&gt;
Da sich die aktuelle chinesische Mission auch auf der Mondrückseite abspielen soll, ist als Vorbereitung bereits eine Sonde positioniert worden als Relaisstation für den Datenverkehr zwischen Erde und dem Rover.&lt;br /&gt;
Der Name dieser Sonde stammt ebenfalls aus der chinesischen Mythologie und lautet 鹊桥 (què  qiáo), übersetzt die „Elstern-Brücke“.&lt;br /&gt;
Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Artikel [[Abend der sieben]]. Er handelte von einer Fee, die mit einem Menschen eine Beziehung eingegangen ist, woraufhin man die beiden getrennt hat. Nur einmal im Jahr bilden die Elstern für sie eine Brücke, damit sie sich treffen können.&lt;br /&gt;
Ich finde das chinesische Raumfahrtprogramm ist schon alleine auf Grund seiner Namensgebungen absolut interessant.&lt;br /&gt;
嫦娥4 (Cháng ‘é 4) soll im „Von Kármán Mondkrater“, der nach &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Theodore_von_K%C3%A1rm%C3%A1n&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Theodore_von_K%C3%A1rm%C3%A1n&quot;&gt;Theodore von Kármán&lt;/a&gt;, einem Pionier in der Luftfahrt und Raketenforschung benannt ist, in der südlichen Hemisphäre auf der Mondrückseite landen um den Rover dort abzusetzen.&lt;br /&gt;
Wir dürfen also gespannt sein, ob dieser vielleicht anstatt der geplanten Gesteinsproben eine alte Getränkedose ausserirdischen Ursprungs mitbringt... Wir werden sehen. Bis dahin sage ich „Auf-Wieder-Gnorts“. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Sat, 25 Aug 2018 03:16:00 +0000</pubDate>
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