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Hirn in Scheiben

Ich berichte ja immer wieder gerne über eine Speise in China genannt 夫妻肺片 (fū qī fèi piàn).
Das hat mehrere Gründe: Zum einen esse ich sie liebend gern, ausserdem ist es ein gängiges Gericht in chinesischen Restaurants und damit ein guter Indikator für die Qualität der Küche.
Und es macht Spass darüber zu berichten, da es sich um Innereien handelt und deshalb nicht unbedingt den Europäischen Einheitsgeschmack trifft.
Und zu guter Letzt wegen des Namens, der in Speisekarten oft wörtlich übersetzt wird und dann „Lungenscheiben vom Ehepaar“ heisst.
Heute nehmen wir ihn einfach mal um zu verdeutlichen, nach welchen Regeln man in China Gerichte benennt.
Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel, aber die meisten Gerichte enthalten die Hauptzutat im Namen. In diesem Fall 肺 (fèi), die Lunge.
Dann entweder die Art der Zubereitung (grillen, garen, kochen etc.) oder die Form. In unserem Fall 片 (piàn), also in Scheiben.
Und dann in den meisten Fällen noch ein Ort, wo die Speise ihren Ursprung hat, oder eben wie in unserem Fall ein anderer Name: 夫妻 (fū qī), das Ehepaar. Gemeint ist hier die Paarung von Lungen- und Fleisch-, oft auch Zungenscheiben, die eben harmonisch zusammenpassen, wie ein Ehepaar (Die klassische Sichtweise auf das Eheleben ist die eines harmonischen Zusammenseins, auch wenn einige Betroffene andere Erfahrungen gemacht haben mögen. ;-) ).
Gerichte in Scheiben gibt es unzählige in China. Und meist sind sie auch entsprechend benannt.
Was mir bis jetzt noch nicht untergekommen ist, ist Gehirn in Scheiben (das mag vielleicht an der Konsistenz liegen...?).
Dabei gibt es auch eine Vielzahl an Gerichten mit Hirn. Schwimmend in der Suppe, mit Sosse auf einem Teller oder auch noch im Schädel eines Hasen zum Beispiel. Eine Spezialität in China: Hasenkopf mit scharfer Sosse.
Erst knabbert man alles, was fleisch- oder hautähnlich ist vom Knochen, dann löst man den Unterkiefer ab und isst das zarte Fleisch der Wangen, um dann zum Finale den Schädel aufzubrechen und das Gehirn heraus zu saugen.
Da können die meisten meiner Landsleute wieder nichts mit anfangen, ist aber tatsächlich lecker.
Jetzt werden sie sich sicher fragen, warum der Titel des heutigen Artikels ausgerechnet „Hirn in Scheiben“ heisst, wenn es solch ein Gericht nicht einmal gibt.
Nun, es handelt sich eben nicht um eine chinesische Speise, sondern um mein Gehirn. Aber fangen wir von vorne an:
Vor kurzem war ich im Krankenhaus, wie Sie aus Artikel Hippokrates und Charybdis ja bereits wissen. Diese Woche war ich dann bei der Nachuntersuchung.
Ich dachte eigentlich, dass ich schnell hinfahre, die Untersuchungen machen lasse und spätestens ein paar Stunden später wieder auf der Arbeit bin. Schliesslich hatte ich ja bereits einen Termin.
Aber da bin ich natürlich wieder von deutschen Standards ausgegangen, nicht von chinesischen.
Man bekommt einen Termin, zu dem man bestellt wird, um sich dann an dem selben Schalter, an dem man den Termin gemacht hat, noch einmal anzustellen, um eine Nummer zu bekommen. Erst mit ihr darf man dann warten, bis man aufgerufen wird.
Die Uhrzeit auf dem Zettel des Termins hat also überhaupt keine Bedeutung. Am besten kommt man ganz früh morgens und geht zu dem Schalter um sich eine Nummer zu ziehen, denn wenn man pünktlich zum Termin erscheint, geht die Schlange bereits einmal durch das Wartezimmer und durch die Korridore bis hin zum Getränkeautomaten.
Der erste Termin war der zur Computertomographie, entsprechend gross war auch der Andrang. Der erste Tag ging komplett für einen Scan meines Gehirns drauf. Am darauf folgenden Tag, konnte ich dann die restlichen Untersuchungen angehen.
Beim nächstem Mal weiss ich bescheid, dann werde ich mir ein paar Tupperboxen mitnehmen, um wenigstens nicht verhungern zu müssen.
Zuerst einmal bin ich ja froh, dass man in China so kurzfristig einen Termin für eine CT bekommt, aber sind wir mal ehrlich: Das System mit den Terminen ist ja an Unprofessionalität nicht mehr zu überbieten. Egal was man an diesem System ändert, es könnte nur eine Verbesserung sein. Nach unten ist kein Spielraum mehr.
Einen Termin machen, damit man zu diesem Termin einen Termin macht ? Was soll das ?
Und ich bin bei weitem nicht der einzige, der sich hierüber geärgert hat. Ausnahmslos jeder in der Schlange vor dem Schalter hat sich, teilweise sogar in nicht ganz sozial korrekter Art, bei den Krankenschwestern darüber ausgelassen.
Der Unmut war gross. Ich versuche es wieder unter dem Gesichtspunkt der inter-kulturellen Prüfungen zu verbuchen und mich nicht all zu sehr darüber aufzuregen.
Auf jeden Fall konnte ich mein Gehirn jetzt scheibenweise auf dem Bildschirm bestaunen. Irgendwie ziemlich unspektakulär, ich hätte mehr erwartet.
Da ist dieses Wunderwerk der Natur. Mein Denkapparat, der im grossen und ganzen mein Wesen ausmacht als grauer, unförmiger Flatschen, der irgendwie an die im Sommer durch die Hitze wieder weichgewordenen Kaugummis unter den Schulbänken meiner Jugend erinnert. Sieht nicht besonders interessant aus.
Da die Bilder mit Hilfe von Röntgenstrahlen entstanden sind, haben sie natürlich keine Farbe. Somit ist alles grau in grau.
In diesem Fall passt das natürlich ganz gut, da das Gehirn ja auch grau sein soll, wenn man es herausnähme. Na ja, immerhin.

Hippokrates und Charybdis

Im Artikel Bloss nicht krank werden hatte ich berichtet, dass es gar nicht so einfach ist, ein Attest zu bekommen, wenn man einmal krank wird in China.
Bis jetzt habe ich noch nicht viele Krankheitstage nehmen müssen, was zu einem grossen Teil auch daran liegt, dass ich jetzt zu Hause bei der Familie esse und eigentlich gar nicht mehr zu den Strassenständen gehe. Somit kann man Durchfallerkrankungen meist vermeiden.
Der Umstand, dass ich bereits seit 2015 in China lebe und noch keine Krankenkarte für ein chinesisches Krankenhaus (erkläre ich später, was das ist) habe, zeigt es schon an.
Einzig eine Hand voll Tage wegen Erkältung oder Durchfall habe ich genommen, das war’s schon. Bis jetzt ohne ein Krankenhaus zu besuchen und einen Arzt aufzusuchen.
Denn private Ärzte mit einer eigenen Praxis gibt es in China so nicht. Wird man krank, muss man ins Krankenhaus.
Aber es ist natürlich richtig, wenn man krank ist, sollte man dem Arbeitgeber ein Attest vorlegen.
Diese Woche hat es mich erwischt und diesmal habe ich dann auch alles nach Vorschrift entsprechend erledigt.
Sollten Sie in China krank werden, insbesondere in einer der Großstädte, stellt sich erst einmal die Frage: Wo ist das nächste Krankenhaus und wie komme ich dorthin ?
Selbst in extremen Fällen, kann es sein, dass der Notarzt keine gute Alternative ist, da die Strassen zu gewissen Zeiten einfach verstopft sind.
Blaulicht hin oder her, wenn kein Platz zum ausweichen ist, dann steckt auch der Krankenwagen im Stau fest.
Krankenhäuser sind, wie in Deutschland auch, meist auf bestimmte Dinge spezialisiert. Ein Umstand, der in den meisten Fällen irrelevant ist, bei schlimmeren Beschwerden aber eventuell doch berücksichtigt werden sollte.
Und dann gibt es noch verschiedene Zusammenschlüsse von Krankenhäusern. Wenn man eine Karte in einem Krankenhaus von Zusammenschluss A macht, kann man sie natürlich nicht in einem Krankenhaus von Zusammenschluss B verwenden.
Krankenhäuser in China sind in der Regel an Universitäten angeschlossen. Es gibt die Peking University Mediacal School (北京大学医学院 běi jīng dà xué yī xué yuàn), die Chinese Academy of Medical Sciences and Union Medical College (医学医科院 yī xué yī kē yuàn), die Capital Medical University (首都医科大学 shǒu dū yī kē dà xué) und einige Militärkrankenhäuser.
Dann gibt es noch etliche private Krankenhäuser, zu denen auch die internationalen Krankenhäuser gehören, in denen man sich von Englisch sprechenden Ärzten versorgen lassen kann.
Der Grossteil der Krankenhäuser in Beijing ist an die Capital Medical University (首都医科大学 shǒu dū yī kē dà xué) angeschlossen. Wenn man hier eine Karte machen lässt, ist man eigentlich auf der sicheren Seite, da deren Krankenhäuser überall in der Stadt verteilt sind, man muss in der Regel also nicht so weit fahren. (Dazu muss man natürlich wissen, wer zu wem gehört).
So, was hat es nun eigentlich mit dieser ominösen Karte auf sich ? Es handelt sich um eine Krankenkarte, mit der man sich behandeln lassen kann. Ohne geht es nicht.
Und man lädt im Vorfeld Geld darauf, das bei den Behandlungen dann abgebucht wird (Damit die Krankenkasse in Deutschland die Kosten später übernimmt, muss man erst einmal in Vorkasse treten und die Belege später einreichen).
Nachdem man also teilweise Stunden im Stau verbracht hat, um endlich das rettende Krankenhaus zu erreichen, muss man sich eine dieser Karten anlegen lassen.
Dazu braucht man seinen Ausweis und etliche Informationen, die man an unterschiedlichen Stellen in unzähligen Formularen angeben muss. Lassen Sie es mich so ausdrücken:
Sollten Sie nicht mit einer Chinesin verheiratet sein, die Sie zum Krankenhaus begleiten kann und den Papierkram für Sie übernimmt, müssen Sie leider sterben. ;-)
Bedenkt man, dass nicht nur zig Millionen Menschen in Beijing leben, die medizinische Versorgung benötigen, sondern auch noch dass die mit Abstand besten Krankenhäuser hier zu finden sind, die Patienten aus ganz China anlocken und malt man sich dann noch aus, dass all diese Leute in einer kaufhausgrossen Lobby an unzähligen Schaltern und Automaten stehen und Papiere hin und her tragen, dann ist die Aussage von eben erschreckender Weise ziemlich nah an der Wahrheit.
Es gibt Schalter, so weit das Auge reicht und selbst Einheimische müssen sich immer wieder an den Schlangen vorbeidrängeln, um die Krankenschwester hinter dem Plastikfenster zu fragen, ob dies der richtige Schalter für dies oder das ist.
Als Ausländer ist man hier völlig aufgeschmissen. Erst einmal weiss man nicht, wohin.
Man wird auch nicht von irgendjemanden in die richtige Richtung gelotst. Oft wissen die Angestellten an der Information selber nicht, wo der richtige Schalter ist. „Gehen Sie mal dort hin“ heisst es dann immer.
Man weiss auch gar nicht, was man alles benötigt, man kann natürlich auch nicht alles am selben Schalter erledigen und natürlich sprechen alle nur Chinesisch und auch die Unterlagen sind auf Chinesisch (spätestens da muss ich dann auch passen).
Deshalb gehen die meisten Ausländer in eines der internationalen Krankenhäuser.
Von denen gibt es allerdings nicht so viele und sie sind auch nicht immer in der Nähe. Selbst wenn man einmal von den wesentlich höheren Preisen und den zusätzlich anfallenden Bestechungsgeldern absieht, die man bezahlen muss um überhaupt angenommen zu werden, macht in einem ernsten Fall bereits der Umstand, dass der Weg zum Krankenhaus länger ist und die internationalen Krankenhäuser auch oft ziemlich überlaufen sind, sie zu keiner wirklich besseren Alternative.
Man hat also die Wahl zwischen Skylla und Charybdis.
Aber bleiben wir einmal bei den chinesischen Krankenhäusern: Hat man dann endlich seine Karte bekommen, kann man auf das entsprechende Stockwerk wechseln, wo sich die für einen zuständigen Fachleute befinden und ein Krankenheft kaufen.
In dieses Heft schreibt der Arzt später die Befunde und heftet all die Zettel an, die man von überall her bekommt.
Aber so weit sind wir ja noch gar nicht. Erst einmal zieht man sich eine Nummer im Warteraum, in dem man natürlich in der Regel nicht warten kann, da alle Plätze bereits besetzt sind.
Man geht also in den Korridor, wo man wartet, bis ein Platz im Wartesaal leer wird. Und so lange man noch keinen Sitzplatz im Korridor findet, steht man hier eben („Im Wartesaal ist kein Platz mehr frei, also wart’ ich“).
Wir hatten dieses Mal Glück, es war nicht ganz so überfüllt wie normalerweise, worüber ich über die Maßen froh bin.
Nachdem man teilweise den halben oder ganzen Tag mit warten verbracht hat, geht im Behandlungszimmer dann alles ganz schnell.
Symtome, Blutdruck messen, Zunge raus, Bauch fühlen, Diagnose, Attest, „machen Sie bitte auf Stockwerk 2 noch einen Termin für einen speziellen Checkup. Auf wiedersehen“. Alles in nicht mal 5 Minuten.
Klar, bei den Menschenmassen ist die Zeit pro Patient natürlich begrenzt. Meine Frau sagte schon bei der Geburt unseres Sohnes: „in chinesischen Krankenhäusern kommt man sich nicht selten vor wie Vieh im Schlachthaus“.
Aber dann darf man endlich nach Hause, wo man sich dem „Widergesundwerden“ widmen kann.
Im Nachgang muss man natürlich, weil in Deutschland niemand etwas mit einem chinesischen Attest anfangen kann, noch zwei halbe Tage einplanen um das Schriftstück zu einem Übersetzungsbüro zu bringen, übersetzen zu lassen und wieder abzuholen.
Denn offizielle Übersetzungsbüros gibt es nicht überall in der Stadt.
Sie sehen schon: Sollten Sie einfach nur eine Erkältung haben, die mit 2, 3 Tagen Bettruhe völlig problemlos zu kurieren wäre, benötigen Sie in China berets einen zusätzlichen Tag für die Krankmeldung, und noch einen weiteren für die Übersetzung.
Aber da die Deutschen, eben so wie die Chinesen für ihre Bürokratie bekannt sind, geht es leider nicht anders.

Mikroskopisch kleine Magier

Der 4. Mai ist Star Wars Tag. Man hat ihn gewählt, da im Englischen “may the 4th” an den Spruch “may the force (be with you)” erinnert.
Und das ist wieder ziemlich interessant. Es erinnert mich eben wieder genau an die Verspieltheit, mit der Chinesen ihre Sprache gebrauchen.
Viele Wörter, die von der Aussprache an etwas anderes erinnern, bekommen eine zweite, oft kultische Bedeutung.
Zum Beispiel wird zum Frühlingsfest Fisch bestellt, der nicht komplett aufgegessen wird.
Denn 有鱼 (yǒu yú) bedeutet Fisch haben oder überhaben. Die gleiche Aussprache mit einem anderen Schriftzeichen 有余 (yǒu yú) bedeutet Überfluss und wird als Omen für das kommende Jahr gesehen.
Oder die 4, die, so gut es geht, vermieden werden muss, da man sie ähnlich ausspricht, wie den Tod (weshalb es auch in unzähligen Gebäuden offiziell keinen vierten Stock gibt). 四 (sì) vier und 死 (sǐ) Tod.
Von solchen Beispielen gibt es unzählige.
Aber der 4 Mai liegt ja nun bereits ein paar Tage hinter uns, warum komme ich also jetzt darauf ?
Nun, ganz einfach: am Freitag ist der neue Star Wars Film „Solo“ in den Kinos angelaufen und gestern haben wir ihn gesehen.
Star Wars ist in China nicht so beliebt wie im Rest der Welt. Das liegt zu einem grossen Teil daran, dass die original Trilogie erst sehr spät in China gezeigt wurde. Es gibt also keine Fans, die Star Wars noch aus ihrer Kindheit kennen.
Der letzte Star Wars Film „the last Jedi“ hat entsprechend auch nicht so viel Geld eingespielt, wie ursprünglich vorausgesagt.
Der Film wurde sogar in einigen Kinos, mangels Zuspruch seitens der Zuschauer, früher als geplant aus dem Programm genommen.
Man hat sich im Vorfeld des neuen Films sogar überlegt den Zusatz „a Star Wars story“ in China komplett unter den Tisch fallen zu lassen, hat dann aber doch davon abgelassen.
Unter 游侠索罗:星球大战外传 (yóu xiá suǒ luó: xīng qiú dà zhàn wài chuán). Übersetzt: Ritter Solo: eine inoffizielle Star Wars Biografie, ist er dann in die Kinos Chinas gekommen.
Langer Rede kurzer Sinn: Star Wars hat mich wieder einmal zum Denken angeregt. Und zwar diesmal über die Mythologie die diesen Filmen innewohnt.
Denn vieles hat seinen Ursprung auch wieder in China bzw. Asien.
Fangen wir einfach mal mit dem offensichtlichen an: „Die Macht“, wie sie in Star Wars genannt wird, ist eine allgegenwärtige Kraft, die von einigen wenigen Wesen genutzt werden kann.
In der Regel beschränken sich die Darstellungen dieser Anwendung des Übernatürlichen auf Telekinese (durch geistige Kräfte Dinge bewegen) oder Telehypnose (Gedankenkontrolle).
Diese Macht, mit deren Hilfe man Dinge bewegen kann, erinnert wieder stark an die chinesische Kraft des 气 (qì).
Im chinesischen Glauben gibt es das innere Qi und das äussere Qi, die sich wiederum gegenseitig beeinflussen können.
Heilung durch berührungslose Kräfteübertragung ist wohl mit das skurrilste, was die chinesische Medizin zu bieten hat.
Und auch hier sind wir wieder nah an der Mythologie der Filmreihe.
In der ursprünglichen Trilogie war die Macht noch etwas mystisches, etwas das nicht weiter beschrieben wurde, in den darauffolgenden Filmen hat man versucht diesem Phänomen mit Hilfe der sogenannten „Midi-Chlorianer“ einen wissenschaftlichen Anstrich zu verpassen.
Mikroskopisch kleine Lebewesen, die in jedem Wesen leben, über die es irgendwie möglich ist, diese Superkräfte zu erhalten.
Bleiben wir mal bei der original Trilogie: Eine omnipräsente Macht, die das gesamte Universum umfasst, ist ja keine Erfindung von George Lukas, solche Gedankenmodelle gab es ja schon früher.
Platon sprach zum Beispiel schon von einer „Weltseele“. Nun, damals dachte man noch nicht daran dass es irgendwann einmal möglich sein könnte andere Planeten zu besuchen, das Leben drehte sich nur um die eine Welt, sie war quasi das Universum.
Dachte Platon die Weltseele noch als eigenen Geist, so betrachtete Aristoteles sie als Übergeordnetes Wesen und die Seelen der Menschen auf dieser Welt als Teil von ihm.
Aus dem gleichen Kulturraum kommt auch die Mythologie der Gaia oder Gäa (altgriechisch Γαῖα).
Im altgriechischen steht Gaia für die personifizierte Erde und ist eine der ersten Gottheiten.
Aber es gibt noch ältere Gedankenmodelle, die ähnlich sind:
Das Brahman (Sanskrit, ब्रह्मन् brahman) beschreibt im Hinduismus die allgegenwärtige, ursprüngliche, kosmische Seele.
Somit wären wir dann wieder in Asien angekommen. Und da gibt es natürlich noch mehr.
Die original Trilogie von Star Wars bedient sich bewusst bei anderen Produktionen und hat sich von ihnen inspirieren lassen.
Darunter der japanische Film „Die drei Schurken der verborgenen Festung“ (隠し砦の三悪人 Kakushi Toride no San-Akunin) von Akira Kurosawa.
Angeblich ist auch der Helm von Darth Vader einem japanischem Kabuto Helm nachempfunden, allerdings bin ich der Auffassung, dass er, um dem Anspruch des absolut Bösen gerecht zu werden, seine Form eher dem deutschen Stahlhelm verdankt.
Auch der Name „Sturmtruppen“ für die ganzkörper-gepanzerten Soldaten lässt keinen grossen gedanklichen Spielraum zu mutmaßen, wer Vorbild für die Bösen war.
Und jetzt schauen sie sich darüber hinaus einfach einmal die Uniformen der Soldaten abseits der Sturmtruppen auf dem Todesstern an und sagen sie mir, dass die Bösen nicht an die Deutschen erinnern. Unmöglich, richtig ?
Aber wir schweifen wieder ab.
Die drei ersten Star Wars Filme (also die Episoden 4, 5 und 6) orientieren sich also, neben anderem, stark an ostasiatischer Kultur und Philosophie.
Man kann immer wieder Daoismus, Buddhismus und Konfuzianismus herauslesen.
Die Art, wie ein Jedi stirbt erinnert an die Bodhisattva (बोधिसत्त्व bodhisattva - in Sanskrit). Eine Gottheit im Buddhismus, deren Geist erhalten bleibt, um nachfolgende Generationen auszubilden.
Und in den neueren Star Wars Filmen hat natürlich, wie in Filme im Allgemeinen heutzutage, auch chinesische Kampfsport-Kunst Einzug gehalten.
Die Lichtsäbel Duelle erinnern inzwischen immer mehr an einen traditionellen chinesischen Schwertkampf.
Generell kommen Kampfszenen heutzutage ja ohne Wu Shu (武术 wǔ shù) bzw. Kung-Fu (功夫 gōngfu) wie man es im Westen gerne fälschlicherweise nennt (hatten wir im Artikel Immer wieder ein Kampf ja bereits erklärt) schon gar nicht mehr aus.
Riesensprünge, die mit Hilfe einer ausgefeilten Seiltechnik möglich gemacht werden sind ebenfalls ein typisch chinesisch/asiatisches Stilmittel, das in Filmproduktionen weltweit Einzug gehalten hat.
Darunter eben auch Star Wars. Ich erinnere nur an den Endkampf gegen Darth Maul aus dem Film „The Phantom Menace“.
Sie sehen: es ist eine grosse Menge chinesischer und asiatischer Mythologie, Weisheiten und Techniken in Star Wars enthalten.
Schade eigentlich, dass die Filme in China trotzdem nicht erfolgreich sind.
Es reicht eben nicht aus, wie in „The last Jedi“, eine Nebenrolle an einen chinesischen Filmstar zu vergeben.
Schon gar nicht, wenn diese Rolle später von offiziellen so wie privaten Kritikern weltweit als reine PR-Methode ohne Bezug zum eigentlichen Film selber verrissen wird.

Camera Obscura

Die Camera Obscura ist eigentlich bloss ein dunkler, leerer Raum mit einem Loch in der Wand.
Das Prinzip kann man auch auf einen Schuhkarton oder ähnliches übertragen. Man kennt das Phänomen auch unter dem Namen Lochkamera.
Es ist ein Konstrukt, um die Funktion des menschlichen Auges nachzubilden.
Licht dringt durch das Loch in den Raum bzw. Karton und wird an der gegenüberliegenden Wand kopfüber projiziert.
Der Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie dunkle Kammer.
Heutzutage mutet er recht seltsam an, da man bei Camera an eine Videokamera denkt und obskur heutzutage in der Regel für fragwürdig, anrüchig, zweifelhaft und ähnliches gebraucht wird. Und genau da kommen wir zu unserem heutigen Artikel. In Städten wie Beijing sind unzählige Kameras installiert.
Neben Verkehrsüberwachungsanlagen gibt es auf jeder Hauptverkehrsstrasse und auch in jedem alten Stadtviertel, in den letzten, verdreckten Ecken, wo kaum ein Mensch jemals herumläuft Kameras der unterschiedlichsten Bauformen.
Selbst in unseren Büroräumen gibt es Kameras, auf die wir als Firma selber gar keinen Zugriff haben, sondern lediglich die Hausverwaltung. Das ist in China ganz normal.
Es werden ständig und rund um die Uhr Menschenströme überwacht um herauszufinden, wer sich obskur verhält. (Wer einmal in London war, wird so etwas ähnliches schon einmal erlebt haben).
Dazu ist das System mit intelligenter Software ausgestattet und kann Gesichter erkennen. Es hört auf den Namen 雪亮 (xuě liàng).
Der Ursprung dieses Namens geht auf den Ausspruch 群众的眼睛是雪亮的 (qún zhòng de yǎn jing shì xuě liàng de) von Mao (毛泽东 máo zé dōng), dem Gründer der Chinesischen Volksrepublik zurück.
Frei übersetzt: „Die Augen der Menschenmassen sind die schärfsten“ (雪亮 xuě liàng wörtlich übersetzt bedeutet eigentlich „der Glanz des Schnees“).
Hintergrund dieses Ausspruchs ist der, dass alle Leute sich gegenseitig beobachten sollten, um unerwünschtes Verhalten zu melden.
Es ist geplant, neben den Kameras, die den öffentlichen Raum, die U-Bahnen und Shoppingmalls beobachten, auch bereits installierte, private Kameras in den Wohnblöcken, oder eben jene wie die aus unseren Büroräumen, mit in das System zu integrieren.
Ein System, von dem viele Leute auch im Westen träumen. Grundrechte und Datenschutz Verordnungen verhindern die Installation solch eines Überwachungsapparates aber bisher in Deutschland.
In anderen Staaten geht man bereits auch in diese Richtung. Amerika und England, um nur zwei zu nennen.
Wenn man den Medien trauen kann, sind in China derzeit 180 Millionen öffentliche Kameras installiert und bis 2020 sollen es sogar 600 Millionen werden.
Bis jetzt ist die Kamera pro Kopf Verteilung in den Vereinigten Staaten mit 62 Millionen Kameras (Stand 2016) noch höher, aber das wird sich dann ändern.
Ein Vorfall der gerade in den Medien die Runde macht, handelt von einem Mann, der polizeilich gesucht wurde und sich in der Menschenmenge eines Konzertes verstecken wollte.
Sage und schreibe 60.000 Menschen besuchten das Konzert, was die Behörden offensichtlich trotzdem nicht vor ein ernstzunehmendes Hindernis gestellt hat.
Mit Hilfe der Gesichtserkennung konnte der Gesuchte innerhalb kürzester Zeit dingfest gemacht werden.
Aber die Technik wird natürlich auch anders verwendet, teilweise auch um die Menschen daran zu gewöhnen.
Angeblich gibt es bereits einen KFC Laden, in dem man mit Gesichtserkennung bezahlen kann. Einmal in die Kamera gelächelt und das Geld wird abgebucht (eine schaurige Vorstellung, aber durchaus zukunftsweisend).
Und auch kuriose Auswüchse dieser Technik sind bereits bekannt. So soll es bereits in der Nähe des Himmelstempels (天坛 tiān tán) in Beijing eine vollautomatische Toilette geben, in der den Benutzern anhand der Gesichtserkennung nur eine limitierte Menge an Papier zur Verfügung gestellt wird.
Aber kommen wir wieder zurück zu den ernsteren Themen: Man hört immer wieder, dass sogenannte „soziale Listen“ angelegt werden sollen, die Verkehrsverstösse oder anderes unerwünschtes Verhalten dokumentieren, um es auffälligen Individuen zu erschweren zum Beispiel Flug- oder Bahntickets zu erwerben.
Aber auch die Erfassung von regelmässigen Abläufen, um mit Hilfe von intelligenten Programmen sogenanntes Problemverhalten zu analysieren und sogar vorauszusagen ist ein grosses Thema.
Einige Firmen in den Städten 重庆 (chóng qìng) und 北京 (běi jīng) arbeiten bereits ziemlich erfolgreich an diesen Technologien und da Datenschutz in China nur eine verschwindend kleine Rolle spielt, hat man, um die Systeme lernen zu lassen, die weltweit grösste Datenbank an Passbildern zur Verfügung.
Das grosse Ziel wird hier sein, diese Systeme weiter auszubauen und mit Bankdaten, Social Media, den Taxi Apps und allem was sonst noch Daten liefert, zusammenzufassen.
Man sagt immer so lapidar, dass George Orwell’s 1984 nicht mehr weit entfernt ist, dabei sind wir bereits mittendrin.
Somit werden langsam aber sicher die „menschlichen Kameras“ abgelöst, die man überall an exponierten Plätzen findet.
Die Rede ist von Mitarbeitern des Sicherheitspersonals, das es in jeder Wohnanlage, in jedem grösseren Kaufhaus und an unzähligen Plätzen überall in der Stadt gibt.
Wenn jemand beraubt wird, sind diese Wächter in der Regel nicht zu gebrauchen. Sie verhindern keine Straftaten, sondern registrieren sie lediglich.
Wenn man sich an einen von ihnen wendet, wird man eh an die Polizei weiter verwiesen, es macht für einen selber also keinen Unterschied ob sie da sind, oder nicht.
Ebenso wie die unzähligen Kameras, reagieren sie nicht auf Kleinkriminelles Verhalten um den Geschädigten zu helfen.
Ein immer wieder gerne zitiertes Beispiel sind die Schrankenwächter, die den Zugang zu den Wohnblocks und den Communities bewachen.
Ein Dieb kann unter ihren Augen ein Fahrrad entwenden oder Zugang zu den Wohnblöcken bekommen. Man fragt sich wofür sie eigentlich da sind.
Und wenn man etwas weiter in die chinesischen Viertel, etwas abseits der schicken Büroviertel schaut, findet man noch die klassischen Aufpasser.
Berufene aus dem Viertel, die sich mit Tisch, Stühlen und einer Schärpe in den Schatten der Bäume setzen und aufpassen, dass alles seinen geregelten Weg geht (So eine Art freiwillige Sittenpolizei).
Aber um wieder auf die modernen Systeme zurückzukommen: Es hat sich herausgestellt, dass es gegen jedes Mittel auch ein wirksames Gegenmittel gibt.
Wenn man es übertreibt, wehrt sich dem Mensch mit Hilfe von Low-Tech gegen den mächtigen High-Tech Gegner, wie ein Beispiel aus 重庆 (chóng qìng) zeigt:
Das Eingangstor eines Wohnblocks wurde mit der Gesichtserkennung ausgestattet, was es sämtlichen Lieferanten, Besuchern, Müllsammlern etc. unmöglich gemacht hat, hineinzukommen. Daraufhin hat man das Tor einfach nicht mehr geschlossen. :-D

Schöne, böse Frauen

Man sagt ja immer, dass man viel Fern sehen soll, wenn man in einem fremden Land lebt und die Sprache lernen will.
Ich persönlich habe mich nie wirklich dazu hinreissen lassen, ich habe Fernsehen immer als eine Belastung meines Tagesablaufs angesehen.
In Deutschland war das schon so, aber bevor es soweit war, hat es auch dort es etwas Zeit gebraucht.
Auch ich habe in der Vergangenheit zu viel Zeit vor der Glotze verbracht, immer von einem Kanal zum nächsten wechselnd, wenn Werbung kam.
Eines Tages bin ich sprichwörtlich aufgewacht und habe mich ganz bewusst gefragt: „Was hast Du gerade gesehen, bevor die Werbung kam und Du umgeschaltet hast ?“.
Ich wusste noch, dass ich wieder zurückschalten wollte, konnte mich aber nicht mehr erinnern, was es war.
Und das hat mir Angst gemacht. Somit habe ich den Fernsehkonsum langsam aber sicher zurückgefahren.
Ich habe nie extrem viel Zeit vor dem Fernseher verbracht, da ich viele Hobbies und auch oft lange gearbeitet habe, aber trotzdem habe ich die Zeit, die man sich nach der Arbeit zur geplanten Entspannung auf die Couch setzt und herumzappt immer schon als Zeitverwendung angesehen und mich jedesmal geärgert, nachdem ich wieder ein gutes Stück Lebenszeit in die Belanglosigkeit habe entgleiten lassen.
Mit dem Umzug nach China hat sich das Problem komplett in Nichts aufgelöst. Ich sehe kein fern mehr.
Oder sagen wir besser: hin und wieder schaue ich mal auf Videoplattformen im Internet vorbei, aber in der Regel schaue ich dann Lernvideos, die mich in meiner Arbeit unterstützen, die Tagesschau oder ausgesuchte Themen, die mich wirklich interessieren.
Ich gehe wieder öfter mal ins Kino. Mit der Familie alle paar Wochen mal. Das macht Spass.
Aber den Fernseher, der zur Einrichtung unserer Wohnung gehört schalten tatsächlich nur meine Schwiegereltern ein, wenn sie mal vorbeikommen, um auf den Kleinen aufzupassen (Wenn wir ins Kino gehen zum Beispiel).
Sie glauben gar nicht, in welchem Maße die Lebensqualität steigt, wenn man die Glotze nicht mehr anschaltet.
Das chinesische Programm unterscheidet sich, neben den weltweiten Formaten, in denen Superstars oder die Frau fürs Leben gesucht werden etwas von dem, was man aus der Heimat so kennt.
Wobei auch hier vieles, wenn auch kulturell etwas anders angehaucht, vom Sendeformat her dann doch wieder recht ähnlich ist. Viele Soap Operas, meist aus Kaisers Zeiten.
Sie spielen in chinesischen Gärten oder Palästen, wo schöne, böse Frauen sich gegenseitig vergiften.
Und viele Spielshows, in denen paillettenbesetzte, schlacksige Kommentatoren mit den eingespielten Geräuschen und Animationen um die Wette hampeln um Aufmerksamkeit zu erhaschen.
Auch wenn das Programm hin und wieder etwas interessantes bereitstellt, ein totaler Verzicht bietet sich aus meiner Sicht tatsächlich an.
Und der Umstand, dass man sich immer ein wenig anstrengen muss um etwas zu verstehen, da das Programm selbstverständlich auf chinesisch ist, macht es einem dann auch recht einfach „Nein“ zu sagen.
Meine Frau und ich lesen sehr viel. Und wir unterhalten uns (Auch über das, was wir gelesen haben).
Das gibt mir persönlich wesentlich tiefere Einblicke in die chinesische Kultur, als es das stumpfe Fernsehprogramm könnte.
China sucht den Superstar oder irgendwelche Palastschönheiten, die um die Gunst des Kaisers kämpfen sind eben nichts im Vergleich zu einem Gespräch über klassische, chinesische Literatur mit jemanden, der einem all die kulturellen Hintergründe und Seitengeschichten begreiflich machen kann.
Aber ich denke, dass man nicht notwendigerweise in einem anderen Land leben muss um seine Fernsehgewohnheiten einmal zu überdenken.
Ich habe letztens noch irgendwo gehört, dass laut einer Studie Lesen die Gehirnaktivität positiv beeinflusst, während Fern sehen das Gegenteil verursacht (Studien sind ja immer so eine Sache, aber dies ist eine, die ich gerne glauben möchte).
In diesem Sinne: Machen wir uns schlau! :-)
道篇 道德经 第一章 道可道,非常道。名可名,非常名。 无名天地之始;有名万物之母。 故常无欲以观其妙;常有欲以观其徼。 此两者同出而异名,同谓之玄,玄之又玄,众妙之门。 第二章 天下皆知美之为美,斯恶已;皆知善之为善,斯不善已。 故有无相生,难易相成,长短相形,高下相倾,音声相和,前后相随。 是以圣人处无为之事,行不言之教。 万物作焉而不辞,生而不有,为而不恃,功成而弗居。夫唯弗居,是以不去。 第三章 不尚贤,使民不争。 不贵难得之货,使民不为盗。 不见可欲,使民心不乱。 是以圣人之治, 虚其心,实其腹;弱其志,强其骨。 常使民无知无欲,使夫知者不敢为也。 为无为,则无不治。 第四章 道冲而用之,或不盈。 渊兮似万物之宗。 挫其锐,解其纷,和其光,同其尘。 湛兮似或存。 吾不知谁之子,象帝之先。 第五章 天地不仁,以万物为刍狗。 圣人不仁,以百姓为刍狗。 天地之间,其犹橐龠乎? 虚而不屈,动而愈出。 多言数穷,不如守中。 第六章 谷神不死,是谓玄牝。 玄牝之门,是谓天地根。 绵绵若存,用之不勤。 第七章 天长地久。 天地所以能长且久者,以其不自生,故能长生。 是以圣人后其身而身先,外其身而身存。 非以其无私邪故能成其私。 第八章 上善若水。 水善利万物而不争,处众人之所恶,故几于道。 居善地,心善渊,与善仁,言善信,政善治,事善能,动善时。 夫唯不争,故无尤。 第九章 持而盈之,不如其已;揣而锐之,不可长保。 金玉满堂,莫之能守;富贵而骄,自遗其咎。 功成名遂身退,天之道。 第十章 载营魄抱一,能无离乎? 专气致柔,能婴儿乎? 涤除玄览,能无疵乎? 爱民治国,能无为乎? 天门开阖,能为雌乎? 明白四达,能无知乎? 生之,畜之,生而不有,为而不恃,长而不宰,是谓玄德。 第十一章 三十辐共一毂,当其无,有车之用。 埏埴以为器,当其无,有器之用。 凿户牖以为室,当其无,有室之用。 故有之以为利,无之以为用。 第十二章 五色令人目盲;五音令人耳聋;五味令人口爽;驰骋畋猎,令人心发狂;难得之货,令人行妨。 是以圣人为腹不为目,故去彼取此。 第十三章 宠辱若惊,贵大患若身。 何谓宠辱若惊?宠为下,得之若惊,失之若惊,是谓宠辱若惊。 何谓贵大患若身?吾所以有大患者,为吾有身,及吾无身,吾有何患? 故贵以身为天下,若可寄天下。 爱以身为天下,若可托天下。 第十四章 视之不见,名曰夷;听之不闻,名曰希;搏之不得,名曰微。 此三者,不可致诘,故混而为一。 其上不皦,其下不昧。 绳绳不可名,复归于无物。 是谓无状之状,无物之象,是谓惚恍。 迎之不见其首,随之不见其后。 执古之道,以御今之有。 能知古始,是谓道纪。 第十五章 古之善为士者,微妙玄通,深不可识。 夫唯不可识,故强为之容: 豫兮若冬涉川;犹兮若畏四邻;俨兮其若客;涣兮若冰之将释;敦兮其若朴;旷兮其若谷;浑兮其若浊。 孰能浊以静之徐清?孰能安以久动之徐生? 保此道者不欲盈。 夫唯不盈,故能蔽不新成。 第十六章 致虚极,守静笃。 万物并作,吾以观其复。 夫物芸芸,各复归其根。 归根曰静,静曰复命。 复命曰常,知常曰明。 不知常,妄作凶。 知常容,容乃公,公乃王,王乃天,天乃道,道乃久,殁身不殆。 第十七章 太上,下知有之;其次,亲之誉之;其次,畏之;其次,侮之。 信不足焉,有不信焉。 犹兮其贵言。 功成事遂,百姓皆谓:我自然。 第十八章 大道废,有仁义; 智慧出,有大伪; 六亲不和,有孝慈; 国家昏乱,有忠臣。 第十九章 绝圣弃智,民利百倍; 绝仁弃义,民复孝慈; 绝巧弃利,盗贼无有。 此三者以为文不足。 故令有所属:见素抱朴,少私寡欲,绝学无忧。 第二十章 唯之与阿,相去几何? 善之与恶 ,相去若何? 人之所畏,不可不畏。 荒兮,其未央哉! 众人熙熙,如享太牢,如春登台。 我独泊兮,其未兆,如婴儿之未孩。 乘乘兮,若无所归。 众人皆有余,而我独若遗。 我愚人之心也哉,沌沌兮! 俗人昭昭,我独昏昏;俗人察察,我独闷闷。 澹兮其若海,飂兮若无止。 众人皆有以,而我独顽似鄙。 我独异于人,而贵求食于母。 第二十一章 孔德之容,惟道是从。道之为物,惟恍惟惚。 惚兮恍兮,其中有象;恍兮惚兮,其中有物;窈兮冥兮,其中有精。 其精甚真,其中有信。 自古及今,其名不去,以阅众甫。 吾何以知众甫之状哉?以此。 第二十二章 曲则全,枉则直,洼则盈,敝则新,少则得,多则惑。 是以圣人抱一为天下式。 不自见,故明;不自是,故彰;不自伐,故有功;不自矜,故长。 夫唯不争,故天下莫能与之争。 古之所谓曲则全者,岂虚言哉?诚全而归之。 第二十三章 希言自然。 故飘风不终朝,骤雨不终日。 孰为此者?天地。 天地尚不能久,而况于人乎? 故从事于道者,道者同于道;德者,同于德;失者,同于失。 同于道者,道亦乐得之;同于德者,德亦乐得之;同于失者,失亦乐得之; 信不足焉,有不信焉。 第二十四章 跂者不立,跨者不行。 自见者不明;自是者不彰;自伐者无功;自矜者不长。 其在道也,曰余食赘形。 物或恶之,故有道者不处。 第二十五章 有物混成,先天地生。 寂兮寥兮,独立而不改,周行而不殆,可以为天下母。 吾不知其名,字之曰道,强为之名曰大。 大曰逝,逝曰远,远曰反。 故道大,天大,地大,王亦大。 域中有四大,而王居其一焉。 人法地,地法天,天法道,道法自然。 第二十六章 重为轻根,静为躁君。 是以圣人终日行不离辎重,虽有荣观,燕处超然。 奈何万乘之主,而以身轻天下? 轻则失根,躁则失君。 第二十七章 善行无辙迹; 善言无瑕谪; 善数不用筹策; 善闭无关楗而不可开; 善结无绳约而不可解。 是以圣人常善救人,故无弃人;常善救物,故无弃物。 是谓袭明。 故善人者,不善人之师;不善人者,善人之资。 不贵其师,不爱其资,虽智大迷,是谓要妙。 第二十八章 知其雄,守其雌,为天下谿。 为天下谿,常德不离,复归于婴儿。 知其白,守其黑,为天下式。 为天下式,常德不忒,复归於无极。 知其荣,守其辱,为天下谷。 为天下谷,常德乃足,复归于朴。 朴散则为器,圣人用之,则为官长。 故大制不割。 第二十九章 将欲取天下而为之,吾见其不得已。 天下神器,不可为也。 为者败之,执者失之。 故物或行或随;或嘘或吹;或强或羸;或载或隳。 是以圣人去甚,去奢,去泰。 第三十章 以道佐人主者,不以兵强天下,其事好还。 师之所处,荆棘生焉。 大军之后,必有凶年。 故善者果而已,不敢以取强。 果而勿矜,果而勿伐,果而勿骄,果而不得已,果而勿强。 物壮则老,是谓不道,不道早已。 第三十一章 夫兵者,不祥之器,物或恶之,故有道者不处。 君子居则贵左,用兵则贵右。 兵者,不祥之器,非君子之器,不得已而用之,恬淡为上。 胜而不美,而美之者,是乐杀人。 夫乐杀人者,不可得志于天下矣。 吉事尚左,凶事尚右。 偏将军居左,上将军居右。 言居上势则以丧礼处之。 杀人众多,以悲哀泣之。 战胜,以丧礼处之。 第三十二章 道常无名,朴虽小,天下不敢臣。 侯王若能守,万物将自宾。 天地相合,以降甘露,人莫之令而自均。 始制有名,名亦既有,夫亦将知止,知止可以不殆。 譬道之在天下,犹川谷之于江海。 第三十三章 知人者智,自知者明。 胜人者有力,自胜者强。 知足者富,强行者有志, 不失其所者久,死而不亡者寿。 第三十四章 大道泛兮,其可左右。 万物恃之以生而不辞,功成不名有。 衣养万物而不为主,常无欲,可名于小; 万物归焉而不为主,可名为大。 是以圣人终不自为大,故能成其大。 第三十五章 执大象,天下往。往而不害,安平泰。 乐与饵,过客止。 道之出口,淡乎其无味,视之不足见,听之不足闻,用之不可既。 第三十六章 将欲歙之,必固张之;将欲弱之,必固强之;将欲废之,必固兴之;将欲夺之,必固与之。 是谓微明。 柔弱胜刚强。 鱼不可脱于渊,国之利器不可以示人。 第三十七章 道常无为而无不为。 侯王若能守之,万物将自化。 化而欲作,吾将镇之以无名之朴。 无名之朴,夫亦将不欲。 不欲以静,天下将自定。 德篇 第三十八章 上德不德,是以有德;下德不失德,是以无德。 上德无为而无以为;下德为之而有以为。 上仁为之而无以为。 上义为之而有以为。 上礼为之而莫之应,则攘臂而扔之。 故失道而后德,失德而后仁,失仁而后义,失义而后礼。 夫礼者,忠信之薄,而乱之首。 前识者,道之华,而愚之始。 是以大丈夫处其厚,不居其薄;处其实,不居其华。 故去彼取此。 第三十九章 昔之得一者: 天得一以清;地得一以宁;神得一以灵;谷得一以盈;万物得一以生;侯王得一以为天下贞。 其致之一也。 天无以清将恐裂; 地无以宁将恐废; 神无以灵将恐歇; 谷无以盈将恐竭; 万物无以生将恐灭; 侯王无以贵高将恐蹶。 故贵以贱为本,高以下为基。 是以侯王自谓孤、寡、不榖。 此其以贱为本耶,非乎?故致数舆无舆。 不欲琭琭如玉,珞珞如石。 第四十章 反者道之动,弱者道之用。 天下万物生于有,有生于无。 第四十一章 上士闻道,勤而行之;中士闻道,若存若亡;下士闻道,大笑之。 不笑不足以为道。 故建言有之: 明道若昧;进道若退;夷道若纇。 上德若谷;大白若辱;广德若不足;建德若偷;质真若渝。 大方无隅;大器晚成;大音希声;大象无形;道隐无名。 夫唯道,善贷且成。 第四十二章 道生一,一生二,二生三,三生万物。 万物负阴而抱阳,冲气以为和。 人之所恶,唯孤、寡、不榖,而王公以为称。 故物或损之而益,或益之而损。 人之所教,我亦教之。 强梁者不得其死,吾将以为教父。 第四十三章 天下之至柔,驰骋天下之至坚。 无有入无间,吾是以知无为之有益。 不言之教,无为之益,天下希及之。 第四十四章 名与身孰亲? 身与货孰多? 得与亡孰病? 是故甚爱必大费;多藏必厚亡。 知足不辱,知止不殆,可以长久。 第四十五章 大成若缺,其用不弊。 大盈若冲,其用不穷。 大直若屈,大巧若拙,大辩若讷。 躁胜寒,静胜热。 清静为天下正。 第四十六章 天下有道,却走马以粪;天下无道,戎马生于郊。 罪莫大于可欲;祸莫大于不知足;咎莫大于欲得。 故知足之足,常足矣。 第四十七章 不出户,知天下;不窥牖,见天道。 其出弥远,其知弥少。 是以圣人不行而知,不见而名,不为而成。 第四十八章 为学日益,为道日损。 损之又损,以至于无为,无为而无不为。 取天下常以无事,及其有事,不足以取天下。 第四十九章 圣人无常心,以百姓心为心。 善者吾善之,不善者吾亦善之,德善。 信者吾信之,不信者吾亦信之,德信。 圣人之在天下,惵惵为天下浑其心,百姓皆注其耳目,圣人皆孩之。 第五十章 出生入死。 生之徒十有三;死之徒十有三;人之生动之死地,亦十有三。 夫何故?以其生生之厚。 盖闻善摄生者,陆行不遇兕虎,入军不被甲兵。 兕无所投其角,虎无所措其爪,兵无所容其刃。 夫何故?以其无死地。 第五十一章 道生之,德蓄(畜)之,物形之,势成之,是以万物莫不尊道而贵德。 道之尊,德之贵,夫莫之命而常自然。 故道生之,德畜之。长之育之,成之熟之,养之覆之。 生而不有,为而不恃,长而不宰,是谓玄德。 第五十二章 天下有始,以为天下母。 既得其母,以知其子;既知其子,复守其母,没身不殆。 塞其兑,闭其门,终身不勤;开其兑,济其事,终身不救。 见小曰明,守柔曰强。 用其光,复归其明,无遗身殃,是谓袭常。 第五十三章 使我介然有知,行于大道,唯施是畏。 大道甚夷,而民好径。 朝甚除,田甚芜,仓甚虚;服文彩,带利剑,厌饮食,财货有余。 是为盗夸,非道也哉﹗ 第五十四章 善建者不拔,善抱者不脱,子孙祭祀不辍。 修之于身,其德乃真; 修之于家,其德乃余; 修之于乡,其德乃长; 修之于国,其德乃丰; 修之于天下,其德乃普。 故以身观身,以家观家,以乡观乡,以国观国,以天下观天下。 吾何以知天下然哉?以此。 第五十五章 含德之厚,比于赤子。 毒虫不螫,猛兽不据,攫鸟不搏。 骨弱筋柔而握固,未知牝牡之合而朘作,精之至也。 终日号而不嗄,和之至也。 知和曰常,知常曰明。 益生曰祥,心使气曰强。 物壮则老,谓之不道,不道早已。 第五十六章 知者不言,言者不知。 塞其兑,闭其门。 挫其锐,解其纷,和其光,同其尘,是谓玄同。 故不可得而亲,不可得而疏; 不可得而利,不可得而害; 不可得而贵,不可得而贱。 故为天下贵。 第五十七章 以正治国,以奇用兵,以无事取天下。 吾何以知其然哉?以此: 天下多忌讳,而民弥贫;民多利器,国家滋昏;人多伎巧,奇物滋起;法令滋彰,盗贼多有。 故圣人云: “我无为而民自化;我好静而民自正; 我无事而民自富;我无欲而民自朴。" 第五十八章 其政闷闷,其民淳淳;其政察察,其民缺缺。 祸兮福所倚;福兮祸所伏。孰知其极? 其无正邪?正复为奇,善复为妖。 人之迷,其日固久。 是以圣人方而不割,廉而不刿,直而不肆,光而不耀。 第五十九章 治人事天莫若啬。 夫唯啬,是谓早服,早服谓之重积德。 重积德则无不克,无不克则莫知其极,莫知其极,可以有国。 有国之母,可以长久。 是谓深根固柢,长生久视之道。 第六十章 治大国若烹小鲜。 以道莅天下,其鬼不神。 非其鬼不神,其神不伤人。 非其神不伤人,圣人亦不伤人。 夫两不相伤,故德交归焉。 第六十一章 大国者下流,天下之交,天下之牝。 牝常以静胜牡,以静为下。 故大国以下小国,则取小国;小国以下大国,则取大国。 故或下以取,或下而取。 大国不过欲兼畜人,小国不过欲入事人。 夫两者各得其所欲,故大者宜为下。 第六十二章 道者,万物之奥,善人之宝,不善人之所保。 美言可以市,尊行可以加人。 人之不善,何弃之有? 故立天子,置三公,虽有拱璧以先驷马,不如坐进此道。 古之所以贵此道者何? 不曰:求以得,有罪以免邪?故为天下贵。 第六十三章 为无为,事无事,味无味。 大小多少,报怨以德。 图难于其易,为大于其细。 天下难事,必作于易;天下大事,必作于细。 是以圣人终不为大,故能成其大。 夫轻诺必寡信,多易必多难。 是以圣人犹难之,故终无难矣。 第六十四章 其安易持,其未兆易谋;其脆易破,其微易散。 为之于未有,治之于未乱。 合抱之木,生于毫末;九层之台,起于累土;千里之行,始于足下。 为者败之,执者失之。 是以圣人无为,故无败;无执,故无失。 民之从事,常于几成而败之,慎终如始,则无败事。 是以圣人欲不欲,不贵难得之货;学不学,复众人之所过。 以辅万物之自然,而不敢为。 第六十五章 古之善为道者,非以明民,将以愚之。 民之难治,以其智多。 故以智治国,国之贼;不以智治国,国之福。 知此两者亦楷式。 常知楷式,是谓玄德。 玄德深矣,远矣,与物反矣,然后乃至大顺。 第六十六章 江海所以能为百谷王者,以其善下之,故能为百谷王。 是以圣人欲上民,必以言下之;欲先民,必以身后之。 是以圣人处上而民不重,处前而民不害。 是以天下乐推而不厌。 以其不争,故天下莫能与之争。 第六十七章 天下皆谓我道大,似不肖。 夫唯大,故似不肖,若肖,久矣其细也夫。 我有三宝,持而保之。 一曰慈,二曰俭,三曰不敢为天下先。 慈故能勇;俭故能广;不敢为天下先,故能成器长。 今舍慈且勇,舍俭且广,舍后且先,死矣! 夫慈,以战则胜,以守则固。 天将救之,以慈卫之。 第六十八章 善为士者不武;善战者不怒;善胜敌者不争;善用人者为之下。 是谓不争之德,是谓用人之力。 是谓配天,古之极。 第六十九章 用兵有言﹕“吾不敢为主而为客,不敢进寸而退尺。” 是谓行无行,攘无臂,仍无敌,执无兵。 祸莫大于轻敌,轻敌几丧吾宝。 故抗兵相加,哀者胜矣。 第七十章 吾言甚易知、甚易行,天下莫能知、莫能行。 言有宗,事有君。 夫唯无知,是以不我知。 知我者希,则我者贵。 是以圣人被褐怀玉。 第七十一章 知不知,上;不知知,病。 夫唯病病,是以不病。圣人不病,以其病病,是以不病。 第七十二章 民不畏威,则大威至。 无狭其所居,无厌其所生。 夫唯不厌,是以不厌。 是以圣人自知不自见,自爱不自贵。 故去彼取此。 第七十三章 勇于敢则杀,勇于不敢则活。 此两者,或利或害。 天之所恶,孰知其故?是以圣人犹难之。 天之道,不争而善胜,不言而善应,不召而自来,繟然而善谋。 天网恢恢,疏而不失。 第七十四章 民不畏死,奈何以死惧之? 若使民常畏死而为奇者,吾得执而杀之,孰敢? 常有司杀者杀。 夫代司杀者杀,是谓代大匠斫。 夫代大匠斫者,希有不伤其手矣。 第七十五章 民之饥,以其上食税之多,是以饥。 民之难治,以其上之有为,是以难治。 民之轻死,以其求生之厚,是以轻死。 夫唯无以生为者,是贤于贵生。 第七十六章 人之生也柔弱,其死也坚强。 万物草木之生也柔脆,其死也枯槁。 故坚强者死之徒,柔弱者生之徒。 是以兵强则灭,木强则折。 强大处下,柔弱处上。 第七十七章 天之道,其犹张弓欤? 高者抑之,下者举之;有余者损之,不足者补之。 天之道,损有余而补不足;人之道则不然,损不足以奉有余。 孰能有余以奉天下?唯有道者。 是以圣人为而不恃,功成而不处,其不欲见贤。 第七十八章 天下莫柔弱于水,而攻坚强者莫之能胜,以其无以易之。 弱之胜强,柔之胜刚,天下莫不知,莫能行。 是以圣人云:“受国之垢,是谓社稷主;受国不祥,是为天下王。” 正言若反。 第七十九章 和大怨,必有余怨;报怨以德,安可以为善? 是以圣人执左契,而不责于人。 有德司契,无德司彻。 天道无亲,常与善人。 第八十章 小国寡民。 使有什伯之器而不用,使民重死而不远徙。 虽有舟舆,无所乘之;虽有甲兵,无所陈之。 使民复结绳而用之。 甘其食,美其服,安其居,乐其俗。 邻国相望,鸡犬之声相闻,民至老死不相往来。 第八十一章 信言不美,美言不信。 善者不辩,辩者不善。 知者不博,博者不知。 圣人不积,既以为人己愈有,既以与人己愈多。 天之道,利而不害。 圣人之道,为而不争。