Besuchen Sie die Hauptseite smart-r.at oder die anderen Seiten von mir: Xcomix , rat rec.studio , arts onic , Emotion pink/dust und grau . Skip to content

Schweine am Trog

Die Peking Oper wird oft von Ausländern belächelt, ganz einfach aus dem Grund, dass sie niemand so richtig versteht.
Das ganze Spektakel ist fremd und man kann es nicht richtig einordnen. „Ist es schlecht gemacht, oder ein Witz ?“ sind die Aussagen, die ich hier und da von anderen Ausländern schon mal hören kann.
Ich denke wir sind uns alle einig, dass die aufwendigen Kostüme und die teilweise zirkusreifen Tanz- bzw. Kampfkunstaufführungen auch bei Menschen aus anderen Ländern sofort Gefallen finden.
Aber zwei Dinge sind es, die die Peking Oper auf Leute aus dem Westen so befremdlich wirken lässt:
Zum einen die Musik. Es gibt keinen Takt. Das ist für das Hörverständnis eines durchschnittlichen Europäers erst einmal sehr skurril. Aber auch eine Melodie sucht man meist vergebens. Oft ist die lautmalerische Kulisse nur ein vermeintliches Klappern mit Stöcken und ein gefühlt infantiles herumtrommeln.
Daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Die Schwerpunkte bei der Peking Oper liegen woanders, die Geräuschkulisse untermalt bloss das Schauspiel.
Aber auch hier gibt es eine Besonderheit an die man sich erst einmal gewöhnen muss: Die übertrieben hohen und extrem deutlich vorgetragenen Stimmen.
Eine Mischung aus übertrieben akzentuiertem Gespräch und Gesang, das an den Enden jedes Satzes oft in die Länge gezogen wird und teils recht grotesk anmutet.
Aber das ist natürlich nur wieder der Blickwinkel eines Aussenstehenden.
Denn sind wir mal ehrlich: Wenn man das erste mal eine Oper (so wie wir sie kennen) hört, fragt man sich auch wie um alles in der Welt man etwas mit einer derart künstlichen Stimme als schön empfinden kann. Bei Kindern kann man oft das Unverständnis in den Gesichtern ablesen, wenn man ihnen Opern vorspielt.
Es ist eine Kunstform, an die man sich erst einmal gewöhnen muss. Ebenso verhält es sich auch mit der Peking Oper.
Kunststimmen hat es schon immer gegeben in der ein oder anderen Form. Manchmal um ein grosses Publikum ohne technische Hilfsmittel zu beschallen, manchmal um zusammen mit anderen Instrumenten den musikalischen Gesamtklang optimal zu gestalten oder auch einfach, weil man es als interessant, exotisch oder schön empfand und empfindet.
Die Sopran Stimmlage, die in der Regel nur Frauen oder Jungen vor dem Stimmbruch singen können, ist ein gutes Beispiel.
Da man diese Stimmlage interessant fand, hat man früher Sänger vor dem Stimmbruch kastriert, damit sie diese beibehalten.
Heutzutage versucht man dem Sopran in der Regel mit einer Gesangstechnik genannt Falsett-Stimme näher zu kommen.
Und diese Technik hat sich bis heute auch in der modernen Musik gehalten.
Judas Priest, Iron Maiden und Guns ‘n roses nutzen diese Technik, um nur drei der bekannteren zu nennen.
Aber wenn wir schon einmal bei moderner Musik und Kunststimmen sind: Da gibt es eine ganze Auswahl an unterschiedlichen Ausdrucksformen im Metal Bereich.
Denn die gepressten, oft tief aus der Kehle hervorgeholten Laute, die in der Regel den düsteren Charakter der Musik unterstreichen sollen, sind auch Kunststimmen.
„Schweine am Trog“ haben meine Eltern es früher genannt, als ich ihnen eine Platte von Sepultura vorgespielt habe.
Etliche Bands aus diversen musikalischen Richtungen nutzen heutzutage diese Techniken und auch viele, jüngere Bands bedienen sich gerne dieses stilistischen Mittels.
Was sich auf der Platte noch maskulin und heroisch dargestellt hat, verliert dabei oft seinen Charme, wenn man beim Livekonzert zu der animalischen Stimme nur einen schmächtigen Teenager mit Pickeln und langen Haaren auf der Bühne stehen sieht, der diese Laute einzig durch Technik, nicht durch Körperfülle erzeugt.
Man spricht hier von gutturalem Gesang, der sich aufteilt in growling (knurren), screaming (kreischen) und shouting (schreien).
Sie sehen schon, wohin das alles führt: Nur weil man etwas nicht kennt, sollte man es nicht sofort ablehnen oder sich darüber lustig machen. Oft steckt weit mehr dahinter, als man auf den ersten Blick erahnt.
Aber ich gebe zu: Auch bei mir hat es eine ganze Zeit gedauert, ehe ich mich an die Kunstform der Peking Oper gewöhnt habe. Es braucht manchmal einfach etwas Zeit.
In diesem Sinne wünsche ich viel Spass, wenn Sie das nächste Mal wieder Musik geniessen und vielleicht ist dann auch für sie der Freischütz ein kleines wenig näher an Bands wie Slayer und Co.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Digg Schweine am Trog
  • Fark this: Schweine am Trog
  • Bookmark Schweine am Trog at reddit.com
  • Bookmark Schweine am Trog at NewsVine
  • Bookmark using any bookmark manager!
  • Stumble It!
  • E-mail this story to a friend!

Von Lang- und Schlitzohren

In China ist der Grossteil der Bevölkerung religionslos, vor allen Dingen in den Städten. Ein Umstand, der noch auf die Kulturrevolution zurückzuführen ist und bis heute bei politisch engagierten Chinesen gerne gesehen ist.
Wer aktiv Religion ausübt, wirkt direkt suspekt und könnte auch ein politischer Gegner China’s kommunistischer Partei sein.
Besonders deutlich zeichnet sich dieses Verhalten gegenüber religiösen Gruppen aus Tibet ab.
Selbst wenn man in China’s Hauptstadt den Lama-Tempel (雍和宫 yōng hé gōng), der neben verbotener Stadt (故宮 gù gōng), Himmelstempel (天坛 tiān tán) und Sommerpalast (颐和园 yí hé yuán) eines der touristischen Hauptziele in Beijing ist, besuchen möchte, muss man seinen Pass vorzeigen. Und man merkt es auch daran, dass man im Tempel selber öfters schon mal von angeblichen Studenten angesprochen wird.
Diese Sprechen zufällig immer die Muttersprache der Besucher und das oft völlig akzentfrei. Ich habe noch keinen richtigen Studenten getroffen, der das tatsächlich konnte.
Man versucht Sie also in einen kleinen Smalltalk zu verwickeln, um abzuschätzen ob und wenn auf welcher Seite Sie stehen.
Wie gesagt, es gibt hier etliche unaufgearbeitete Themen und die Meinungen sind sehr kontrovers.
Aber ich möchte auch gar nicht weiter in diesem Thema herumstochern, das ist wieder Politik und hat in diesem Blog nichts zu suchen.
Vielmehr möchte ich ganz neutral über den Buddhismus sprechen, schliesslich macht er einen grossen Teil China’s Geschichte aus. Es ist also an der Zeit sich mal ein wenig zu informieren.
Ich habe schon viele Tempel besucht und bin über die eine oder andere Frage gestolpert. Jetzt möchte ich also meine Erfahrungen weitergeben, um mal ein paar Missverständnisse aus der Welt zu schaffen:
Der Buddhismus glaubt, im Gegensatz zu den meisten anderen Religionen, an die Wiedergeburt. Ein sehr interessanter Ansatz für eine Religion, erinnert es mich doch sehr an den physikalischen Energieerhaltungssatz.
Gemeinhin betrachtet man den Buddhismus als eine aus Indien stammende Religion und Buddha als deren Gott. Und da sind wir schon beim ersten grossen Fehler.
Buddha ist nämlich kein Gott. Der ursprüngliche Buddhismus kennt keine Götter. Diese sind in einigen Teilen der Welt später hinzugekommen. Zum Beispiel wurden viele Götter aus dem Daoismus (道家 dào jiā. Oft auch als Taoismus übersetzt) übernommen und einfach in die neue Religion implementiert. Daoismus und Buddhismus haben sich ohnehin in weiten Teilen der Welt gegenseitig beeinflusst.
Aber was ist Buddha dann ? Ganz einfach: Buddha (बुद्ध in Sanskrit, 佛 fó in Chinesisch) bedeutet der Erwachte.
Es ist ein Ehrenname, der einem Menschen gegeben wird, der die Reinheit und Vollkommenheit des Geistes erreicht hat.
Somit ist er dann auch nicht mehr im ständigen Zyklus der Wiedergeburten gefangen, sondern hat zu Lebzeiten bereits das Nirvana (निर्वाण nirvāṇa in Sanskrit) erreicht.
Und da sind wir bereits an einem interessanten Punkt angelangt. Es gibt also nicht den einen Buddha, sondern es gibt immer wieder mal einen.
Der Buddha, den man in der Regel in den Tempeln als Statue findet ist Siddhārtha Gautama (सिद्धार्थ गौतम in Sanskrit).
Er lebte von 563 v. Chr. bis 483 v. Chr. in Indien als Sohn einer hochgestellten Adelsfamilie. Er hat also ein für damalige Verhältnisse hohes Alter erreicht.
Die langen Ohrläppchen mit denen er in der Regel abgebildet wird, implizieren dass er schwere Ohrringe getragen haben muss, er also zu einer reichen Familie gehörte. Er war der Gründer des Buddhismus, wie wir ihn heute kennen.
Aber es gibt noch weitere Buddhas: Kashyapa, Kanakamuni und Dipamkara sollen die Buddhas der Vergangenheit und Maitreya (मैत्रेय in Sanskrit, 弥勒佛 mí lè fó in chinesisch) der Buddha der Zukunft sein.
So kann man in vielen Tempeln auch immer drei Buddha-Statuen nebeneinander sehen. Man sagt, dass diese die Buddhas der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft repräsentieren.
Die Zahl drei scheint im Buddhismus immer wieder vorzukommen. So gibt es zum Beispiel drei Arten Buddhas:
Der erste, der aus sich heraus die Erleuchtung gefunden hat und sie durch Lehren weitergibt (genannt Samyaksambuddha).
Der zweite, der ebenfalls aus sich heraus die Erleuchtung gefunden hat, aber nicht lehrt (genannt Pratyekabuddha).
Und der dritte, der aus Lehren heraus die Erleuchtung gefunden hat (genannt Sravakabuddha).
Es gibt die drei Zeitalter:
Im ersten steht die reine Lehre, die ein Buddha verbreitet. In diesem sind Praxis und Erleuchtung möglich (Es soll 500 bis 1000 Jahre andauern).
Das zweite ist geprägt von einer formal ähnlichen Lehre. Praxis ist zwar noch möglich, aber keine Erleuchtung mehr (Dieses soll ebenfalls 500 bis 1000 Jahre andauern).
Und im dritten steht nur noch die Doktrin, weder Praxis noch Erleuchtung sind möglich (Dieses soll 10.000 Jahre andauern und nach ihm soll selbst die Doktrin Buddhas vergessen sein)
Wenn wir also davon ausgehen, dass der letzte Buddha knapp 500 v. Chr. aufgehört hat zu lehren, befinden wir uns im dritten, absteigenden Zeitalter. Erleuchtung ist erst einmal lange Zeit nicht in Sicht.
Tut mir leid, das so drastisch sagen zu müssen. ;-)
Dann gibt es da noch die Drei-Körper-Lehre Vajrayana. Sie bezeichnet unterschiedliche Ausdrucksebenen des erleuchteten Zustands. Diese heissen Dharma-kāya, Saṃbhoga-kāya und Nirmāṇa-kāya.
Wenn man ein wenig sucht, findet man immer wieder die Zahl drei.
In buddhistischen Tempeln wird viel geopfert. Es geht von Obst und anderen Speisen über Schnaps und Räucherstäbchen bis hin zu Geld.
Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Verhalten schon immer so war, aber heutzutage kommen viele Leute hierhin um für Glück, Geld und einen guten Job zu beten.
Dabei ist die einhellige Meinung, dass man die richtige Spende geben muss. um ein erfolgreiches Ergebnis zu erhalten.
Viele Chinesen sehen diese religiösen Dinge heutzutage sehr pragmatisch. Sie glauben nicht an Religion, aber schaden kann es ja trotzdem nicht.
Das vergleiche ich immer gerne mit den Heilig-Abend-Christen. Das ganze Jahr über meidet man die Kirche, aber zu Weihnachten geht man dann doch hin.
Es ist ein soziales Phänomen, dem man einfach folgt. Genau so verhält es sich auch in China mit den Opfergaben im Tempel.
Sie können sich sicher denken, dass hier auch die Zahlensymbolik, die in China ohnehin immer eine grosse Rolle spielt wieder zum tragen kommt.
Es gibt in den Städten, nahe der grossen Tempel ganze Strassenzüge von kleinen Geschäften in denen man nicht nur Räucherstäbchen und andere Utensilien kaufen kann, sondern sich oft auch beraten lassen kann, was man in welcher Menge für einen bestimmten Wunsch opfern muss (gegen Bezahlung versteht sich natürlich).
Chinesen werden immer als sehr geschäftstüchtig dargestellt und hier haben wir wieder ein schönes Beispiel dafür, wie man einfach mit den Wünschen anderer Leute Geld machen kann.
Manchmal sind Chinesen richtige Schlitzohren, obwohl dieser Begriff klassischerweise eigentlich nur auf Deutsche, eventuell noch auf einige andere Europäer anzuwenden ist.
Es ist nicht 100 prozentig erwiesen, aber man sagt, dass der Ausdruck sich wohl im Deutschland des 19. Jahrhundert gebildet hat:
Zukünftige Gesellen wurden, nach Abschluss ihrer Lehrzeit damals auf Wanderschaft (die sogenannte Walz) geschickt.
Räucherstäbchen in allen Grössen und Farben als Opfergaben in einem Tempel.
Sie trugen einen goldenen Ohrring mit dem Wappen ihres Handwerks, woran man einen guten Handwerker erkennen konnte.
Wenn nun einer dieser jungen Leute auf der Walz sich hat etwas zu Schulden kommen lassen, riss man ihm einfach den Ohrring ab und machte ihn zu einem Schlitzohr.
Heute steht der Ausdruck, wie wir alle wissen, für jemanden der versucht andere Leute zu übervorteilen. So viel zu diesem kleinen Exkurs.
Wie auch immer man sich dem Buddhismus nähert, es gibt immer wieder interessante Dinge zu entdecken und die vielen Tempel, die teilweise ganz versteckt inmitten des Grossstadtdjungels verborgen liegen haben alle eine lange Geschichte zu erzählen.
Man sollte viel öfter mal raus gehen und diese kleinen Oasen inmitten des täglichen Trubels aufsuchen.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Digg Von Lang- und Schlitzohren
  • Fark this: Von Lang- und Schlitzohren
  • Bookmark Von Lang- und Schlitzohren at reddit.com
  • Bookmark Von Lang- und Schlitzohren at NewsVine
  • Bookmark using any bookmark manager!
  • Stumble It!
  • E-mail this story to a friend!

Pink turns blue

Wie gut, dass man von allen Seiten immer wieder gesagt bekommt, wie schön es doch ist, eigene Kinder zu haben.
Man könnte sonst tatsächlich daran zweifeln. Vor allen Dingen, wenn man sich wieder einmal die ganze Nacht von dem kleinen Windelpupser hat anschreien lassen.
Er wacht auf, orientiert sich kurze zwei, drei Sekunden lang und beschliesst, dass die beste Methode seinen Eltern mitzuteilen, dass er Hunger hat die ist, ununterbrochen zu schreien.
Meine Frau geht die Milch holen und erwärmt sie auf angenehme Temperatur, während ich versuche die Sirene abzustellen.
Alle diese tollen Tricks bin ich bereits durch: Auf den Arm nehmen, hin und her wiegen, etwas umherlaufen, ruhig mit ihm sprechen, etwas singen, streicheln, leichtes Klopfen, liegend halten, aufrecht halten, Schnuller geben und und und. Nichts funktioniert.
Bis meine Schwiegermutter kommt und ihn einfach nur auf den Arm nimmt. Sofort gibt die treulose Seele Ruhe. Sie tut nichts, als ihn einfach zu nehmen.
Gewiss, sie hat Erfahrung mit Kindern und ich sollte nicht all zu überrascht sein, aber ich fühle mich tatsächlich jedes Mal ziemlich verarscht.
Sie haben richtig gelesen: Meine Schwiegereltern sind bei uns eingezogen.
Eine weitere Sache, die man bedenken sollte, wenn man eine Chinesin heiratet. Wie schon öfter angesprochen: Man heiratet die ganze Familie, das muss man sich vorher klar machen.
Klassischerweise ist es so, dass sie bei dem ältesten Sohn einziehen, aber auf Grund der Ein-Kind-Politik gibt es auch Ausnahmen.
Meine Schwiegereltern werden irgendwann auch wieder zurückgehen (das bedeutet in den Wohnblock gegenüber), aber bis dahin wohnen sie in unserem Kinderzimmer, das ja noch nicht gebraucht wird, und kümmern sich um meine Frau und Kind.
Als Mann hat man dann alle Hausrechte abgegeben. Der Lieblingsplatz auf dem Sofa gehört einem nicht mehr und zu sagen hat man auch nicht mehr viel, wenn man nach Hause kommt (ich übertreibe ein wenig, aber manchmal kommt es einem so vor).
Aber diese kleinen Eingeständnisse sind nichts im Vergleich zu dem Nutzen, den man daraus zieht:
Frau und Kind sind 24/7 versorgt, es ist gekocht, wenn man nach Hause kommt und Einkaufen und Putzen tun sie auch noch. Ich weiss gar nicht, wie ich mich jemals bei ihnen revanchieren soll.
In China ist es durchaus üblich, ein Kindermädchen (in China 阿姨 ā yí genannt) zu engagieren, da viele Paare nicht den Luxus besitzen, dass die Eltern oder Schwiegereltern in der gleichen Stadt wohnen.
Wir dagegen haben Rundum-Versorgung gratis. Das ist schon etwas, was das Leben tatsächlich um etliches einfacher macht.
Man muss nur aufpassen, dass man das Zepter nicht komplett aus der Hand gibt.
Viel zu leicht haben Oma und Opa doch den Kleinen zu sehr verwöhnt und er wird zu einem dieser typischen, chinesischen Einzelkinder, die selbst die Chinesen selber verachten.
Und man darf natürlich auch nicht müde werden, sich immer wieder in die Gespräche einzumischen, wenn es zum zum Beispiel um den Kauf neuer Kinderjacken geht.
Denn sonst hat der Nachwuchs irgendwann einen Schrank voller roter Kleidung. Oder auch Pink, da macht man als Chinese nicht immer so einen grossen Unterschied.
Das ist für einen kleinen Jungen aber alles andere als angebracht. Halten Sie mich für altbacken, wenn sie wollen, aber ich bin kein grosser Fan von roter oder pinker Kleidung.
Im Chinesischen steht sie für Glück und ist eine Schutzfarbe gegen das Böse. Interessanterweise übernimmt diese Aufgabe in westlichen Kulturen die Farbe Hellblau.
Daher ist Kleidung für Jungen bis heute noch oft Blau. Das Hellblau war eine Schutzfarbe gegen böse Mächte und man wollte seinen Namensträger durch sie schützen.
Bei Mädchen war dieser Beschützerinstinkt wohl nicht so ausgeprägt und so gab es klassischerweise keine Schutzfarbe für sie.
Später hat man dann Kleidung für Jungs hellblau und Kleidung für Mädchen rosa gemacht (zumindest in unseren Breitengraden).
Ich muss also, wenn die Familie wieder im Internet stöbert, immer wieder eingreifen und bestimmen, dass die pinke Jacke dann doch zu einer blauen wird (ganz im Sinne des Bandnamens „Pink turns blue“ einer kölner Indie-Band aus den 80er Jahren, die ich damals gerne gehört habe).
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Digg Pink turns blue
  • Fark this: Pink turns blue
  • Bookmark Pink turns blue at reddit.com
  • Bookmark Pink turns blue at NewsVine
  • Bookmark using any bookmark manager!
  • Stumble It!
  • E-mail this story to a friend!

Das Prinzip der Mauer

Als ich 2010 bis 2012 das erste Mal in Beijing gelebt habe, wohnte ich mal hier, mal dort, so wie es sich halt ergeben hat.
Mal in Hotels, mal mit anderen Chinesisch-Studenten in einer Wohngemeinschaft und mal in den eigenen vier, angemieteten Wänden.
Eine Zeit lang auch nahe der Haltestelle 四惠 (sì huì), dort wo die U-Bahn Linie 1 (die von West nach Ost schnurgerade durch die Stadt läuft) endet und von der Batong-Linie (八通线 bā tōng xiàn) abgelöst wird, die deren Weg weiter Richtung Osten fortsetzt.
Das war in meinen Augen immer der Horizont. Bis hierhin geht die Stadt und nicht weiter. Die Batong-Linie (八通线 bā tōng xiàn) verbindet das Umland mit Beijing.
Ich hätte mich nicht mehr täuschen können. Wer tatsächlich einmal mit besagter Linie weiter nach Osten fährt, wird erstaunt sein, dass man sich nach einer Dreiviertelstunde Fahrt immer noch inmitten von Hochhaustürmen befindet.
Es gibt die im Artikel Wohnburgen beschriebenen Wohnblöcke, die wie gigantische Mauerstücke in der Landschaft stehen, es gibt immer wieder die grossen Shoppingmalls aus dem Artikel Das Kinderparadies (auch für Erwachsene) und es gibt auch immer wieder aufwendig beleuchtete Bürogebäude, die denen im Innenstadtbereich in nichts nachstehen.
Der normale Europäer fühlt sich immer noch wie im Grossstadtdschungel, obwohl es tatsächlich doch etwas beschaulicher ist.
Wenn man genau hinschaut, merkt man dass man sich in den Aussenbezirken befindet (Die sind in einer Stadt wie Beijing eben auch noch enorm und stellen so manchen Innenstadtbereich europäischer Städte in den Schatten, aber es ist doch alles etwas ruhiger als innerhalb des zweiten oder dritten Autobahnrings).
Dieser Stadtteil ist noch relativ neu (vor ungefähr 10 Jahren hat man hier begonnen zu bauen) und so kann man auch überall noch Baustellen oder gerade fertig gewordene Wohnblöcke sehen, die noch unbewohnt, wie Geisterstädte ihre leeren Fenster auf den Autobahnring blicken lassen.
Aber alle diese Gebäudeansammlungen haben eines gemeinsam: Sie sind abgeschottet von der Aussenwelt und eingebettet in Communities, so wie im Innenstadtbereich auch.

Ich baue mir oft kleine Regelwerke zusammen, die es mir erlauben die Eigenarten meines chinesischen Umfeldes besser zu erfassen.
Kleine Leitsätze, die ähnlich Axiomen, ohne tatsächlich bewiesen zu sein, für mich erst einmal Richtigkeit besitzen.
Allerdings muss man diese Weisheiten immer wieder etwas anpassen, wenn man wieder mehr Erfahrungen gesammelt hat. Aber auf dem Weg zum Verständnis sind sie sehr praktisch.
Ich gehe von immer wiederkehrenden Phänomenen aus und vergleiche diese mit anderen in allerlei möglichen und unmöglichen Situationen.
So kann ein Prinzip auch schon mal auf konkrete Dinge wie chinesische Architektur und gleichzeitig auf zwischenmenschliche Beziehungen angewandt werden, so wie dieses hier: „Das Prinzip der Mauer“.
Ich bilde mir ein, dass es den Umgang mit enormen Menschenmassen überschaubarer macht, indem es sie in kleinere Einheiten unterteilt. Es beschreibt unter anderem Zugehörigkeiten und Bewegungsabläufe.

Ich hatte ja bereits vorhin angesprochen, dass Wohnblöcke in China immer in Communities zusammengefasst sind.
Man muss sich das so vorstellen, wie ein eingezäuntes Areal, in dem unterschiedlich viele Häuser bzw. Wohnblöcke stehen. Davor eine Einfahrt mit einer Schranke und Sicherheitspersonal.
Mal ist es tatsächlich nur ein Areal mit ein paar Gebäuden, manchmal sind es verschlungene Strassen- und Häuserfluchten, die man anhand ihrer Grösse, will man es für den deutschen Leser verständlich machen, mit Stadtteilen vergleichen muss.
Das verwundert allerdings auch nicht weiter, bedenkt man, dass ein Stadtteil in einer Stadt wie Beijing locker mal die Grösse einer deutschen Grossstadt haben kann.
Diese Communities, oder Zusammenschlüsse von Gebäuden haben alle eines gemeinsam: Sie sind nach aussen hin abgeschlossen, meist durch eine Mauer oder einen Zaun.
Nach aussen hin gibt es manchmal Geschäfte, die aber in der Regel keinen Zugang zum inneren Teil der Anlage haben.
Einzig der lokale, kleine Supermarkt, der sich in so ziemlich jeder dieser Anlagen befindet, hat oft so wohl einen Eingang innen als auch einen aussen und wird deshalb oft von den Anwohnern als Abkürzung genutzt.
Wobei die Angestellten, die hier arbeiten, meist einen besseren Job machen als das Sicherheitspersonal an der Schranke, da sie die Bewohner in der Regel besser kennen.
Das Prinzip der abgeschirmten Wohneinheiten ist in Beijing nicht neu: Bereits zu Kaiserzeiten gab es die klassische Form, das sogenannte 四合院 (sì hé yuàn), was übersetzt so viel bedeutet wie „von vier Seiten umschlossener Garten“.
Viele Grossfamilien lebten so in den meist einstöckigen Gebäuden, die um einen kleinen Garten gruppiert waren, den man zusätzlich noch als Freilichtzimmer benutzen konnte.
Genau nach dieser Tradition wird bis heute gebaut, nur eben alles etwas grösser und weitläufiger.
Hier kommen wir dann auch wieder zu der sogenannten „Sanierung der offenen Mauer“ (治理开墙打洞 zhì lǐ kāi qiáng dǎ dòng), die wir im Artikel Gesichtsverlust kennengelernt haben.
Durch illegale Umbauten, meist um ein Geschäft zu eröffnen, ist die Trennung zwischen innen und aussen oft nicht mehr gegeben.
Dies versucht man durch das zweifelhafte Programm „Sanierung der offenen Mauer“ (治理开墙打洞 zhì lǐ kāi qiáng dǎ dòng) wieder zu berichtigen.
Dadurch werden ganze Stadtviertel, die sich zu Wohlfühl-Oasen in der Stadt entwickelt haben, zurückgebaut zu nichtssagenden, engen Gassen mit grauen Mauern.
Zäune und Gitter werden nicht nur verwendet um innen von aussen zu trennen, sondern auch um Menschenmassen zu leiten und zu entschleunigen.
Das Prinzip der Mauer ist in Beijing allgegenwärtig, selbst die Chinesische Mauer (长城 cháng chéng. Also eigentlich korrekt übersetzt die „lange Mauer“), die wir im Artikel Auf der Mauer, auf der Lauer bereits besucht haben, ist ein Sinnbild um „Innen“ von „Außen“ zu trennen. Überall begegnet man ihm. Mal als Mauer, mal als Zaun.
Sie trennen nicht nur das Innen vom Aussen, durch sie werden auch die Menschenmassen im Verkehr geleitet und auch der Verkehrsfluss wird an vielen Stellen mit Hilfe von ihnen gebremst und langsamer gemacht um ihn besser kontrollieren zu können.
Betrachten wir einfach mal die Artikel, die ich bisher schon geschrieben habe:
Da hätten wir die Zäune, die ich in den Artikeln Keine DIN in China, Verkehr und anderer Wahnsinn und Zaungast beschrieben hatte, die Mauern aus den Artikeln Nichts ist so langlebig wie ein Provisorium und Gesichtsverlust und dann wäre da noch der Artikel Innen und aussen, der sich dem Grundprinzip des „innen und aussen“ widmet, ein Prinzip auf dem das Prinzip der Mauer mehr oder weniger aufbaut.
Sie sehen also schon, dieses Phänomen trifft man immer und immer wieder. Es gleicht fast schon einer Blaupause, an Hand derer man Gebäude, Stadtviertel, Plätze und deren Eigenschaften beurteilen und mit deren Hilfe man unter anderem die Absichten oder sozialen Beziehungen der Anwesenden ablesen kann.

Das Prinzip der Mauer habe ich wie folgt festgelegt:
„Da grosse Ansammlungen von Menschen schnell unüberschaubar werden, ist man daran interessiert, diese aufzuteilen in kleinere Einheiten, denen man dann bestimmte Attribute zuweisen kann.
Zum Beispiel die Gruppe innerhalb eines Wohnblocks und die ausserhalb.
Oder die Menschen vor der Sicherheitskontrolle in der U-Bahn und die, die sie bereits passiert haben.
Man sieht nicht nur wer zu gewissen Örtlichkeiten Zugang hat oder nicht, sondern kann auch schneller erkennen wer sich in welche Richtung bewegt und ist darüber hinaus in der Lage auch noch lenkend eingreifen.
Möglich machen das eben Mauern oder Zäune, die diese Gruppen voneinander trennen.
Mit deren Hilfe kann man die Massen also unterteilen, lenken und verlangsamen, was das ganze Bild wesentlich übersichtlicher macht.
Alles in allem macht das Prinzip der Mauer Menschenmassen ein wenig kontrollierbarer.“

Das ist so natürlich wieder nur die Ansicht eines Aussenstehenden, aber diese kleinen Einsichten, die ich nach und nach gewinne und mir in diesen kleinen Regelwerken versuche zu erklären, sind für mich immer wieder Hilfsmittel um abzuschätzen, wie Dinge in China (in diesem Fall in Beijing) funktionieren.
Ausserdem macht es natürlich Spass, sich solche Dinge zu erarbeiten und ein wenig herumzuspinnen. ;-)
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Digg Das Prinzip der Mauer
  • Fark this: Das Prinzip der Mauer
  • Bookmark Das Prinzip der Mauer at reddit.com
  • Bookmark Das Prinzip der Mauer at NewsVine
  • Bookmark using any bookmark manager!
  • Stumble It!
  • E-mail this story to a friend!

Immer wieder ein Kampf

Neuerdings sind Waschbecken an Flughäfen, Bahnhöfen oder auch in Restaurants mit berührungsfreier Lichtschrankentechnik ausgerüstet.
Das heisst: Man hält seine Hände einfach unter den Wasserhahn und schon läuft das Wasser.
Theoretisch zumindest. In Wirklichkeit sieht das ein wenig anders aus:
Wenn man die Hände nicht direkt vor den Sensor hält, weil die Position zu hoch oder tief ist, passiert rein gar nichts.
Und so kann man überall auf den öffentlichen Toiletten dieser Welt Menschen sehen, die mit gleitenden Bewegungen vor dem Waschbecken ihre Körper verrenken.
Mal mehr, mal weniger elegant führen sie kreisende Bewegungen aus und schneiden mit ihren Handflächen die Luft rund um den Wasserhahn.
Ich muss dann jedes Mal schmunzeln, denn all diese Leute sehen aus, als würden sie gemeinsam Figuren des Tai Chi (太极拳 tài jí quán), des chinesischen Schattenboxens einüben.
Und so kann man auch im Jahr des Feuer-Hahns (hatte ich in den Artikeln Die haben doch ‘nen Knall und Affenzirkus erklärt) immer wieder Menschen sehen, die gegen den Wasserhahn kämpfen. ;-)
Tai Chi und andere, sogenannte Kampfsportarten haben in China eine lange Tradition, aber oft kommt es zu Verwechslungen, wenn Leute über sie reden und so sind sich viele Menschen nicht sicher, wo sie Kung Fu, Karate und Tai Chi einordnen sollen.
Somit möchte ich an dieser Stelle einmal einen kleinen Überblick geben.
Karate und Judo sind japanisch und Taekwondo ist koreanisch. Diese drei fallen schon einmal grundsätzlich raus.
Bleiben noch Tai Chi, Wu Shu und Kung Fu.
In der Regel spricht man von Kung Fu (im Hochchinesischen eigentlich Gong Fu ausgesprochen) (功夫 gōng fu), wenn man von chinesischen Kampfsportarten spricht, obwohl das nicht ganz richtig ist.
Selbst in China hat es sich eingebürgert, man meint aber eigentlich Wu Shu (武术 wǔ shù).
Kung Fu (功夫 gōng fu) bezeichnet eigentlich die innere Haltung gegenüber einer Tätigkeit. Das kann jede x-beliebige Tätigkeit sein. Vom Wischen des Bodens bis hin zu Kampfsportfiguren, die man immer und immer wieder übt.
Übungen mit dem Langstock (棍 gùn).
Wer einmal ein paar Jahre am Fliessband oder einer Maschine gearbeitet hat, wird es kennen:
Man weiss instinktiv, wann man wo zu stehen und Materialien nachzufüllen hat, so dass die Maschine nicht stehen bleibt, sondern die ganze Schicht lang ruhig ratternd vor sich hin läuft.
Man gewöhnt sich an den Takt der Maschine und das Nachfüllen von Verbrauchsmaterialien, so wie das Abräumen des Bandes und die immer wiederkehrenden Kontrollen vereinen sich zu einem Bewegungsablauf, der nach den Jahren immer mehr einem Tanz ähnelt. Genau das ist Kung Fu (功夫 gōng fu).
Das, was man gemeinhin meint, wenn man Kung Fu (功夫 gōng fu) sagt, ist Wu Shu (武术 wǔ shù).
Wu Shu (武术 wǔ shù) steht für die Kampfsportarten Chinas, oder besser gesagt: die Verteidigungssportarten.
Wobei die alten Wu Shu (武术 wǔ shù) Stile weit über die Kampfsportarten hinaus reichen bis hin zur Meditation und Kaligraphie.
Das zweite Zeichen 术 shù steht einfach für Kunst oder Fertigkeit
Aber das erste Zeichen 武 wǔ macht es bereits deutlich: Zwar wird es allgemein mit „Kampf“ übersetzt, untersucht man es aber genauer, wird man feststellen, dass es aus zwei Zeichen zusammengesetzt ist:
止 zhǐ, was so viel bedeutet wie stoppen und 戈 gē, welches für Hellebarde bzw. für Waffe im allgemeinen steht.
Es handelt sich also um die Fertigkeit jemanden mit einer Waffe zu stoppen, unabhängig davon, ob man selber eine Waffe trägt, oder sich nur mit dem Körper verteidigt.
Man würde jetzt aus westlicher Sicht glauben, dass man mit KungFu (功夫 gōng fu), also dem ständigen Wiederholen und der daraus resultierenden Fertigkeit zu einem guten Wu Shu (武术 wǔ shù), also einem guten Kampfstil kommt.
Aber weit gefehlt: Nicht Wu Shu (武术 wǔ shù), sondern KungFu (功夫 gōng fu) ist das übergestellte, grössere Ziel und man kann es, unter anderem mit einem guten Wu Shu (武术 wǔ shù) erreichen.
Wu Shu (武术 wǔ shù) unterteilt sich in zwei Hauptgruppen: Zum einen gibt es den harten Stil, oder auch äusserer Stil genannt (外家拳 wài jiā quán).
Dieser Stil zeichnet sich durch Geschicklichkeit, Abhärtung und Geschwindigkeit aus. Dies ist gemeinhin das, was man im alltäglichen Sprachgebrauch unter Kung Fu versteht. Eine Kampfsportart, die sich aktiv gegen einen Gegner richtet.
Zu den äusseren Stilen gehören unter anderem so klangvolle Namen wie:

- die Faust der acht Extreme (八極拳 bā jí quán)
- das Affen-Kung-Fu (猴拳 hóu quán)
- Hung Kuen (洪拳 hóng quán)
- die südliche Faust (南拳 nán quán)
- die freie Hand (散手 sàn shǒu)
- chinesisch/mongolisches Ringen (摔跤 oder 摔交 shuāi jiāo)
- das Gottesanbeterinnen Kung Fu (螳螂拳 táng láng quán)
- die Ode an den Frühling (詠春 yǒng chūn)
- die Schule der Adlerkralle (鷹爪派 yīng zhuǎ pài)
und das bekannte
- Shaolin Kung Fu (少林功夫 shào lín gōng fu)

Zum anderen gibt es den weichen Stil oder auch innerer Stil genannt (內家拳 nèi jiā quán).
Dieser legt den Schwerpunkt auf die innere Ruhe.
Bewegung, Entspannung, Gleichgewicht und Ganzheit des Körpers stehen hier im Vordergrund.
Wer jetzt allerdings glaubt, dass diese Stile sehr entspannend seinen, dem kann ich versichern, dass man auch hier durch Körperspannung und Bewegung schnell einen Muskelkater bekommt.
Zu den inneren Stilen zählen unter anderem:

- die acht Trigramme (八卦掌 bā guà zhǎng) - (wird Ihnen eventuell aus dem Artikel Alles in Bewegung bekannt vorkommen)
- der Stil der sechs Harmonien und acht Methoden (六合八法拳 liù hé bā fǎ quán)
- das Tongbeiquan (通臂拳 tōng bei quán)
- das Xingyiquan (形意拳 xíng yì quán)
und natürlich das bekannteste von allen:
- das 太极拳 (tài jí quán), bei uns als Tai Chi bekannt.

Darüber hinaus unterscheidet man noch nördliche und südliche Stile, aber das würde an dieser Stelle zu weit führen.
Die meisten dieser Stile kann man so wohl ohne als auch mit Waffen ausführen. Klassische Waffen sind folgende:

- das chinesische Schwert (劍 Jiàn)
- der chinesische Säbel (刀 dāo)
- der Dreistock (三節棍 sān jié)
- der Langstock (棍 gùn)
- der Kurzstock (短棍 duǎn gùn)
- der Fächer (扇 shàn)
- die Guan-Hellebarde (关刀 guān dāo)
- der Speer (枪 qiang)
- die Wurfpfeile (镖 biāo)
- die 9-Teile-Peitsche (九节鞭 jiǔ jié biān)
- der Doppelstock (双节棍 shuāng jié gùn)

Und es gibt noch einige seltene Waffen, aber auch das würde hier zu weit führen.
Man kann all diese unterschiedlichen Gerätschaften als stumpfe Trainingswaffen in speziellen Läden kaufen.
Wer sich für Kampfsport und/oder diese Waffen interessiert, braucht bloss einmal morgens früh in einen Park in einer der chinesischen Grossstädte zu gehen.
Hier finden sich immer ein paar Leute, die gemeinsam ein paar Figuren üben, mit Schwert, Stock oder Fächer herumwirbeln oder einfach für sich ein paar Bewegungen vollziehen, ebenso wie die Leute vor den Waschbecken in den öffentlichen Toiletten.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Digg Immer wieder ein Kampf
  • Fark this: Immer wieder ein Kampf
  • Bookmark Immer wieder ein Kampf at reddit.com
  • Bookmark Immer wieder ein Kampf at NewsVine
  • Bookmark using any bookmark manager!
  • Stumble It!
  • E-mail this story to a friend!
道篇 道德经 第一章 道可道,非常道。名可名,非常名。 无名天地之始;有名万物之母。 故常无欲以观其妙;常有欲以观其徼。 此两者同出而异名,同谓之玄,玄之又玄,众妙之门。 第二章 天下皆知美之为美,斯恶已;皆知善之为善,斯不善已。 故有无相生,难易相成,长短相形,高下相倾,音声相和,前后相随。 是以圣人处无为之事,行不言之教。 万物作焉而不辞,生而不有,为而不恃,功成而弗居。夫唯弗居,是以不去。 第三章 不尚贤,使民不争。 不贵难得之货,使民不为盗。 不见可欲,使民心不乱。 是以圣人之治, 虚其心,实其腹;弱其志,强其骨。 常使民无知无欲,使夫知者不敢为也。 为无为,则无不治。 第四章 道冲而用之,或不盈。 渊兮似万物之宗。 挫其锐,解其纷,和其光,同其尘。 湛兮似或存。 吾不知谁之子,象帝之先。 第五章 天地不仁,以万物为刍狗。 圣人不仁,以百姓为刍狗。 天地之间,其犹橐龠乎? 虚而不屈,动而愈出。 多言数穷,不如守中。 第六章 谷神不死,是谓玄牝。 玄牝之门,是谓天地根。 绵绵若存,用之不勤。 第七章 天长地久。 天地所以能长且久者,以其不自生,故能长生。 是以圣人后其身而身先,外其身而身存。 非以其无私邪故能成其私。 第八章 上善若水。 水善利万物而不争,处众人之所恶,故几于道。 居善地,心善渊,与善仁,言善信,政善治,事善能,动善时。 夫唯不争,故无尤。 第九章 持而盈之,不如其已;揣而锐之,不可长保。 金玉满堂,莫之能守;富贵而骄,自遗其咎。 功成名遂身退,天之道。 第十章 载营魄抱一,能无离乎? 专气致柔,能婴儿乎? 涤除玄览,能无疵乎? 爱民治国,能无为乎? 天门开阖,能为雌乎? 明白四达,能无知乎? 生之,畜之,生而不有,为而不恃,长而不宰,是谓玄德。 第十一章 三十辐共一毂,当其无,有车之用。 埏埴以为器,当其无,有器之用。 凿户牖以为室,当其无,有室之用。 故有之以为利,无之以为用。 第十二章 五色令人目盲;五音令人耳聋;五味令人口爽;驰骋畋猎,令人心发狂;难得之货,令人行妨。 是以圣人为腹不为目,故去彼取此。 第十三章 宠辱若惊,贵大患若身。 何谓宠辱若惊?宠为下,得之若惊,失之若惊,是谓宠辱若惊。 何谓贵大患若身?吾所以有大患者,为吾有身,及吾无身,吾有何患? 故贵以身为天下,若可寄天下。 爱以身为天下,若可托天下。 第十四章 视之不见,名曰夷;听之不闻,名曰希;搏之不得,名曰微。 此三者,不可致诘,故混而为一。 其上不皦,其下不昧。 绳绳不可名,复归于无物。 是谓无状之状,无物之象,是谓惚恍。 迎之不见其首,随之不见其后。 执古之道,以御今之有。 能知古始,是谓道纪。 第十五章 古之善为士者,微妙玄通,深不可识。 夫唯不可识,故强为之容: 豫兮若冬涉川;犹兮若畏四邻;俨兮其若客;涣兮若冰之将释;敦兮其若朴;旷兮其若谷;浑兮其若浊。 孰能浊以静之徐清?孰能安以久动之徐生? 保此道者不欲盈。 夫唯不盈,故能蔽不新成。 第十六章 致虚极,守静笃。 万物并作,吾以观其复。 夫物芸芸,各复归其根。 归根曰静,静曰复命。 复命曰常,知常曰明。 不知常,妄作凶。 知常容,容乃公,公乃王,王乃天,天乃道,道乃久,殁身不殆。 第十七章 太上,下知有之;其次,亲之誉之;其次,畏之;其次,侮之。 信不足焉,有不信焉。 犹兮其贵言。 功成事遂,百姓皆谓:我自然。 第十八章 大道废,有仁义; 智慧出,有大伪; 六亲不和,有孝慈; 国家昏乱,有忠臣。 第十九章 绝圣弃智,民利百倍; 绝仁弃义,民复孝慈; 绝巧弃利,盗贼无有。 此三者以为文不足。 故令有所属:见素抱朴,少私寡欲,绝学无忧。 第二十章 唯之与阿,相去几何? 善之与恶 ,相去若何? 人之所畏,不可不畏。 荒兮,其未央哉! 众人熙熙,如享太牢,如春登台。 我独泊兮,其未兆,如婴儿之未孩。 乘乘兮,若无所归。 众人皆有余,而我独若遗。 我愚人之心也哉,沌沌兮! 俗人昭昭,我独昏昏;俗人察察,我独闷闷。 澹兮其若海,飂兮若无止。 众人皆有以,而我独顽似鄙。 我独异于人,而贵求食于母。 第二十一章 孔德之容,惟道是从。道之为物,惟恍惟惚。 惚兮恍兮,其中有象;恍兮惚兮,其中有物;窈兮冥兮,其中有精。 其精甚真,其中有信。 自古及今,其名不去,以阅众甫。 吾何以知众甫之状哉?以此。 第二十二章 曲则全,枉则直,洼则盈,敝则新,少则得,多则惑。 是以圣人抱一为天下式。 不自见,故明;不自是,故彰;不自伐,故有功;不自矜,故长。 夫唯不争,故天下莫能与之争。 古之所谓曲则全者,岂虚言哉?诚全而归之。 第二十三章 希言自然。 故飘风不终朝,骤雨不终日。 孰为此者?天地。 天地尚不能久,而况于人乎? 故从事于道者,道者同于道;德者,同于德;失者,同于失。 同于道者,道亦乐得之;同于德者,德亦乐得之;同于失者,失亦乐得之; 信不足焉,有不信焉。 第二十四章 跂者不立,跨者不行。 自见者不明;自是者不彰;自伐者无功;自矜者不长。 其在道也,曰余食赘形。 物或恶之,故有道者不处。 第二十五章 有物混成,先天地生。 寂兮寥兮,独立而不改,周行而不殆,可以为天下母。 吾不知其名,字之曰道,强为之名曰大。 大曰逝,逝曰远,远曰反。 故道大,天大,地大,王亦大。 域中有四大,而王居其一焉。 人法地,地法天,天法道,道法自然。 第二十六章 重为轻根,静为躁君。 是以圣人终日行不离辎重,虽有荣观,燕处超然。 奈何万乘之主,而以身轻天下? 轻则失根,躁则失君。 第二十七章 善行无辙迹; 善言无瑕谪; 善数不用筹策; 善闭无关楗而不可开; 善结无绳约而不可解。 是以圣人常善救人,故无弃人;常善救物,故无弃物。 是谓袭明。 故善人者,不善人之师;不善人者,善人之资。 不贵其师,不爱其资,虽智大迷,是谓要妙。 第二十八章 知其雄,守其雌,为天下谿。 为天下谿,常德不离,复归于婴儿。 知其白,守其黑,为天下式。 为天下式,常德不忒,复归於无极。 知其荣,守其辱,为天下谷。 为天下谷,常德乃足,复归于朴。 朴散则为器,圣人用之,则为官长。 故大制不割。 第二十九章 将欲取天下而为之,吾见其不得已。 天下神器,不可为也。 为者败之,执者失之。 故物或行或随;或嘘或吹;或强或羸;或载或隳。 是以圣人去甚,去奢,去泰。 第三十章 以道佐人主者,不以兵强天下,其事好还。 师之所处,荆棘生焉。 大军之后,必有凶年。 故善者果而已,不敢以取强。 果而勿矜,果而勿伐,果而勿骄,果而不得已,果而勿强。 物壮则老,是谓不道,不道早已。 第三十一章 夫兵者,不祥之器,物或恶之,故有道者不处。 君子居则贵左,用兵则贵右。 兵者,不祥之器,非君子之器,不得已而用之,恬淡为上。 胜而不美,而美之者,是乐杀人。 夫乐杀人者,不可得志于天下矣。 吉事尚左,凶事尚右。 偏将军居左,上将军居右。 言居上势则以丧礼处之。 杀人众多,以悲哀泣之。 战胜,以丧礼处之。 第三十二章 道常无名,朴虽小,天下不敢臣。 侯王若能守,万物将自宾。 天地相合,以降甘露,人莫之令而自均。 始制有名,名亦既有,夫亦将知止,知止可以不殆。 譬道之在天下,犹川谷之于江海。 第三十三章 知人者智,自知者明。 胜人者有力,自胜者强。 知足者富,强行者有志, 不失其所者久,死而不亡者寿。 第三十四章 大道泛兮,其可左右。 万物恃之以生而不辞,功成不名有。 衣养万物而不为主,常无欲,可名于小; 万物归焉而不为主,可名为大。 是以圣人终不自为大,故能成其大。 第三十五章 执大象,天下往。往而不害,安平泰。 乐与饵,过客止。 道之出口,淡乎其无味,视之不足见,听之不足闻,用之不可既。 第三十六章 将欲歙之,必固张之;将欲弱之,必固强之;将欲废之,必固兴之;将欲夺之,必固与之。 是谓微明。 柔弱胜刚强。 鱼不可脱于渊,国之利器不可以示人。 第三十七章 道常无为而无不为。 侯王若能守之,万物将自化。 化而欲作,吾将镇之以无名之朴。 无名之朴,夫亦将不欲。 不欲以静,天下将自定。 德篇 第三十八章 上德不德,是以有德;下德不失德,是以无德。 上德无为而无以为;下德为之而有以为。 上仁为之而无以为。 上义为之而有以为。 上礼为之而莫之应,则攘臂而扔之。 故失道而后德,失德而后仁,失仁而后义,失义而后礼。 夫礼者,忠信之薄,而乱之首。 前识者,道之华,而愚之始。 是以大丈夫处其厚,不居其薄;处其实,不居其华。 故去彼取此。 第三十九章 昔之得一者: 天得一以清;地得一以宁;神得一以灵;谷得一以盈;万物得一以生;侯王得一以为天下贞。 其致之一也。 天无以清将恐裂; 地无以宁将恐废; 神无以灵将恐歇; 谷无以盈将恐竭; 万物无以生将恐灭; 侯王无以贵高将恐蹶。 故贵以贱为本,高以下为基。 是以侯王自谓孤、寡、不榖。 此其以贱为本耶,非乎?故致数舆无舆。 不欲琭琭如玉,珞珞如石。 第四十章 反者道之动,弱者道之用。 天下万物生于有,有生于无。 第四十一章 上士闻道,勤而行之;中士闻道,若存若亡;下士闻道,大笑之。 不笑不足以为道。 故建言有之: 明道若昧;进道若退;夷道若纇。 上德若谷;大白若辱;广德若不足;建德若偷;质真若渝。 大方无隅;大器晚成;大音希声;大象无形;道隐无名。 夫唯道,善贷且成。 第四十二章 道生一,一生二,二生三,三生万物。 万物负阴而抱阳,冲气以为和。 人之所恶,唯孤、寡、不榖,而王公以为称。 故物或损之而益,或益之而损。 人之所教,我亦教之。 强梁者不得其死,吾将以为教父。 第四十三章 天下之至柔,驰骋天下之至坚。 无有入无间,吾是以知无为之有益。 不言之教,无为之益,天下希及之。 第四十四章 名与身孰亲? 身与货孰多? 得与亡孰病? 是故甚爱必大费;多藏必厚亡。 知足不辱,知止不殆,可以长久。 第四十五章 大成若缺,其用不弊。 大盈若冲,其用不穷。 大直若屈,大巧若拙,大辩若讷。 躁胜寒,静胜热。 清静为天下正。 第四十六章 天下有道,却走马以粪;天下无道,戎马生于郊。 罪莫大于可欲;祸莫大于不知足;咎莫大于欲得。 故知足之足,常足矣。 第四十七章 不出户,知天下;不窥牖,见天道。 其出弥远,其知弥少。 是以圣人不行而知,不见而名,不为而成。 第四十八章 为学日益,为道日损。 损之又损,以至于无为,无为而无不为。 取天下常以无事,及其有事,不足以取天下。 第四十九章 圣人无常心,以百姓心为心。 善者吾善之,不善者吾亦善之,德善。 信者吾信之,不信者吾亦信之,德信。 圣人之在天下,惵惵为天下浑其心,百姓皆注其耳目,圣人皆孩之。 第五十章 出生入死。 生之徒十有三;死之徒十有三;人之生动之死地,亦十有三。 夫何故?以其生生之厚。 盖闻善摄生者,陆行不遇兕虎,入军不被甲兵。 兕无所投其角,虎无所措其爪,兵无所容其刃。 夫何故?以其无死地。 第五十一章 道生之,德蓄(畜)之,物形之,势成之,是以万物莫不尊道而贵德。 道之尊,德之贵,夫莫之命而常自然。 故道生之,德畜之。长之育之,成之熟之,养之覆之。 生而不有,为而不恃,长而不宰,是谓玄德。 第五十二章 天下有始,以为天下母。 既得其母,以知其子;既知其子,复守其母,没身不殆。 塞其兑,闭其门,终身不勤;开其兑,济其事,终身不救。 见小曰明,守柔曰强。 用其光,复归其明,无遗身殃,是谓袭常。 第五十三章 使我介然有知,行于大道,唯施是畏。 大道甚夷,而民好径。 朝甚除,田甚芜,仓甚虚;服文彩,带利剑,厌饮食,财货有余。 是为盗夸,非道也哉﹗ 第五十四章 善建者不拔,善抱者不脱,子孙祭祀不辍。 修之于身,其德乃真; 修之于家,其德乃余; 修之于乡,其德乃长; 修之于国,其德乃丰; 修之于天下,其德乃普。 故以身观身,以家观家,以乡观乡,以国观国,以天下观天下。 吾何以知天下然哉?以此。 第五十五章 含德之厚,比于赤子。 毒虫不螫,猛兽不据,攫鸟不搏。 骨弱筋柔而握固,未知牝牡之合而朘作,精之至也。 终日号而不嗄,和之至也。 知和曰常,知常曰明。 益生曰祥,心使气曰强。 物壮则老,谓之不道,不道早已。 第五十六章 知者不言,言者不知。 塞其兑,闭其门。 挫其锐,解其纷,和其光,同其尘,是谓玄同。 故不可得而亲,不可得而疏; 不可得而利,不可得而害; 不可得而贵,不可得而贱。 故为天下贵。 第五十七章 以正治国,以奇用兵,以无事取天下。 吾何以知其然哉?以此: 天下多忌讳,而民弥贫;民多利器,国家滋昏;人多伎巧,奇物滋起;法令滋彰,盗贼多有。 故圣人云: “我无为而民自化;我好静而民自正; 我无事而民自富;我无欲而民自朴。" 第五十八章 其政闷闷,其民淳淳;其政察察,其民缺缺。 祸兮福所倚;福兮祸所伏。孰知其极? 其无正邪?正复为奇,善复为妖。 人之迷,其日固久。 是以圣人方而不割,廉而不刿,直而不肆,光而不耀。 第五十九章 治人事天莫若啬。 夫唯啬,是谓早服,早服谓之重积德。 重积德则无不克,无不克则莫知其极,莫知其极,可以有国。 有国之母,可以长久。 是谓深根固柢,长生久视之道。 第六十章 治大国若烹小鲜。 以道莅天下,其鬼不神。 非其鬼不神,其神不伤人。 非其神不伤人,圣人亦不伤人。 夫两不相伤,故德交归焉。 第六十一章 大国者下流,天下之交,天下之牝。 牝常以静胜牡,以静为下。 故大国以下小国,则取小国;小国以下大国,则取大国。 故或下以取,或下而取。 大国不过欲兼畜人,小国不过欲入事人。 夫两者各得其所欲,故大者宜为下。 第六十二章 道者,万物之奥,善人之宝,不善人之所保。 美言可以市,尊行可以加人。 人之不善,何弃之有? 故立天子,置三公,虽有拱璧以先驷马,不如坐进此道。 古之所以贵此道者何? 不曰:求以得,有罪以免邪?故为天下贵。 第六十三章 为无为,事无事,味无味。 大小多少,报怨以德。 图难于其易,为大于其细。 天下难事,必作于易;天下大事,必作于细。 是以圣人终不为大,故能成其大。 夫轻诺必寡信,多易必多难。 是以圣人犹难之,故终无难矣。 第六十四章 其安易持,其未兆易谋;其脆易破,其微易散。 为之于未有,治之于未乱。 合抱之木,生于毫末;九层之台,起于累土;千里之行,始于足下。 为者败之,执者失之。 是以圣人无为,故无败;无执,故无失。 民之从事,常于几成而败之,慎终如始,则无败事。 是以圣人欲不欲,不贵难得之货;学不学,复众人之所过。 以辅万物之自然,而不敢为。 第六十五章 古之善为道者,非以明民,将以愚之。 民之难治,以其智多。 故以智治国,国之贼;不以智治国,国之福。 知此两者亦楷式。 常知楷式,是谓玄德。 玄德深矣,远矣,与物反矣,然后乃至大顺。 第六十六章 江海所以能为百谷王者,以其善下之,故能为百谷王。 是以圣人欲上民,必以言下之;欲先民,必以身后之。 是以圣人处上而民不重,处前而民不害。 是以天下乐推而不厌。 以其不争,故天下莫能与之争。 第六十七章 天下皆谓我道大,似不肖。 夫唯大,故似不肖,若肖,久矣其细也夫。 我有三宝,持而保之。 一曰慈,二曰俭,三曰不敢为天下先。 慈故能勇;俭故能广;不敢为天下先,故能成器长。 今舍慈且勇,舍俭且广,舍后且先,死矣! 夫慈,以战则胜,以守则固。 天将救之,以慈卫之。 第六十八章 善为士者不武;善战者不怒;善胜敌者不争;善用人者为之下。 是谓不争之德,是谓用人之力。 是谓配天,古之极。 第六十九章 用兵有言﹕“吾不敢为主而为客,不敢进寸而退尺。” 是谓行无行,攘无臂,仍无敌,执无兵。 祸莫大于轻敌,轻敌几丧吾宝。 故抗兵相加,哀者胜矣。 第七十章 吾言甚易知、甚易行,天下莫能知、莫能行。 言有宗,事有君。 夫唯无知,是以不我知。 知我者希,则我者贵。 是以圣人被褐怀玉。 第七十一章 知不知,上;不知知,病。 夫唯病病,是以不病。圣人不病,以其病病,是以不病。 第七十二章 民不畏威,则大威至。 无狭其所居,无厌其所生。 夫唯不厌,是以不厌。 是以圣人自知不自见,自爱不自贵。 故去彼取此。 第七十三章 勇于敢则杀,勇于不敢则活。 此两者,或利或害。 天之所恶,孰知其故?是以圣人犹难之。 天之道,不争而善胜,不言而善应,不召而自来,繟然而善谋。 天网恢恢,疏而不失。 第七十四章 民不畏死,奈何以死惧之? 若使民常畏死而为奇者,吾得执而杀之,孰敢? 常有司杀者杀。 夫代司杀者杀,是谓代大匠斫。 夫代大匠斫者,希有不伤其手矣。 第七十五章 民之饥,以其上食税之多,是以饥。 民之难治,以其上之有为,是以难治。 民之轻死,以其求生之厚,是以轻死。 夫唯无以生为者,是贤于贵生。 第七十六章 人之生也柔弱,其死也坚强。 万物草木之生也柔脆,其死也枯槁。 故坚强者死之徒,柔弱者生之徒。 是以兵强则灭,木强则折。 强大处下,柔弱处上。 第七十七章 天之道,其犹张弓欤? 高者抑之,下者举之;有余者损之,不足者补之。 天之道,损有余而补不足;人之道则不然,损不足以奉有余。 孰能有余以奉天下?唯有道者。 是以圣人为而不恃,功成而不处,其不欲见贤。 第七十八章 天下莫柔弱于水,而攻坚强者莫之能胜,以其无以易之。 弱之胜强,柔之胜刚,天下莫不知,莫能行。 是以圣人云:“受国之垢,是谓社稷主;受国不祥,是为天下王。” 正言若反。 第七十九章 和大怨,必有余怨;报怨以德,安可以为善? 是以圣人执左契,而不责于人。 有德司契,无德司彻。 天道无亲,常与善人。 第八十章 小国寡民。 使有什伯之器而不用,使民重死而不远徙。 虽有舟舆,无所乘之;虽有甲兵,无所陈之。 使民复结绳而用之。 甘其食,美其服,安其居,乐其俗。 邻国相望,鸡犬之声相闻,民至老死不相往来。 第八十一章 信言不美,美言不信。 善者不辩,辩者不善。 知者不博,博者不知。 圣人不积,既以为人己愈有,既以与人己愈多。 天之道,利而不害。 圣人之道,为而不争。