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    <title type="html">China Blog</title>
    <subtitle type="html">Mein Leben als Expat in Beijing</subtitle>
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    <updated>2024-05-28T12:02:13Z</updated>
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            <name>Ingo</name>
                    </author>
    
        <published>2024-05-28T10:02:00Z</published>
        <updated>2024-05-28T12:02:13Z</updated>
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        <title type="html">Schnapsidee</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 272px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/alcoffee.JPG"><img class="serendipity_image_right" width="272" height="400"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/alcoffee.serendipityThumb.JPG" title="酱香拿铁 (jiàng xiāng ná tiě) Ein Kaffee Latte mit Schnapsgeschmack." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">酱香拿铁 (jiàng xiāng ná tiě) Ein Kaffee Latte mit Schnapsgeschmack.</a></div></div>In China ist Kaffee in den letzten Jahren immer beliebter geworden und der Markt inzwischen hart umkämpft.<br />
Ich erinnere mich noch an die Zeit als ich nach China gereist bin, bevor ich dort gelebt habe:<br />
Kaffee war ein Getränk das es schon überall in internationalen Fastfood Restaurants und anderen Läden gab, aber fast ausschließlich in sehr bitterer Art.<br />
Für Kaffeegenießer aus dem Westen eher nicht zu empfehlen.<br />
Aber zu dieser Zeit gab es auch schon hier und da einige selbsternannte Baristas, die (meist in den Hutongs (胡同 hú tòng), den alten Stadtvierteln) ihre kleinen Cafes aufgemacht haben und bei denen man dann auch einen Kaffe bekommen konnte, wie man ihn von zu Hause aus gewohnt war.<br />
Allerdings waren die Preise sehr hoch.<br />
Eine Tasse Kaffee hatte umgerechnet ca. 3 bis 7 Euro gekostet. Zum Vergleich: Ein koplettes chinesisches Essen, wie zum Beispiel <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Red_braised_pork_belly" title="https://en.wikipedia.org/wiki/Red_braised_pork_belly">红烧肉 (hóng shāo ròu)</a> oder ähnliches mit Reis und einem Getränk gab es in dem lokalen Imbiss, bei dem ich oft essen war, für umgerechnet 1,50 Euro.<br />
Seitdem hat sich viel getan. War damals ausschließlich Milchtee der ganz grosse Renner, ist auch Kaffe inzwischen in China zu einem In-Getränk geworden.<br />
Und die Unternehmen müssen sich inzwischen sehr ins Zeug legen, um ihre Produkte an den Mann / die Frau zu bringen.<br />
Somit werden ständig neue Geschmacksrichtungen entworfen die teilweise recht skurril anmuten.<br />
Kaffee mit Vanille, Zimt und Teegeschmack sind die normaleren Geschmacksrichtungen.<br />
Käsekuchen, Durian (sie erinnern sich? Die stinkende Frucht aus dem Artikel <a href='http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/144-Von-suessen-Fruechten,-etwas-stinkendem-und-einer-Prinzessin.html'>Von süssen Früchten, etwas stinkendem und einer Prinzessin</a>) und Bonbongeschmack sind schon etwas spezieller.<br />
Seit einiger Zeit gibt es aber einen neuen Trend. Ich hatte vor einiger Zeit schon mal davon gehört, aber bis vor kurzem selber noch nicht probiert.<br />
酱香拿铁 (jiàng xiāng ná tiě) heisst das Zauberwort.<br />
Die Hersteller sind auf die glorreiche Idee gekommen, einen Kaffe mit Schnapsgeschmack zu entwerfen.<br />
酱 (jiàng) bezeichnet eine fermentierte Sosse oder Alkohol, 香 (xiāng) ist der Geschmack und 拿铁 (ná tiě) bedeutet Latte, oder Milchkaffee.<br />
Dieser Kaffe hat den Geschmack von chinesischem Alkohol, dem sogenannten 白酒 (bái jiǔ), der selber schon für Ausländer etwas gewöhnungsbdedürftig ist..<br />
Wie gesagt, ich habe ihn jetzt selbst probiert (die Instant Variante zum selber aufbrühen) und was soll ich Ihnen sagen?<br />
Nun ja, der Geschmack ist jetzt nicht so schlecht wie erwartet. Auch nicht wirklich toll, aber man kann ihn schon trinken.<br />
Allerdings riecht das ganze, als ob man eine Flasche Schnaps verschüttet hätte.<br />
Man sollte diese kulinarische Besonderheit also besser nicht auf der Arbeit im Büro trinken, das wird zwangsläufig zu einigen schrägen Blicken der Kollegen führen.<br />
Obwohl ja technisch überhaupt kein Alkohol in dem Getränkt ist, wird man sich trotzdem vor dem einen oder anderen rechtfertigen müssen.<br />
Na denn: Prost! ]]>
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            <name>Ingo</name>
                    </author>
    
        <published>2023-11-07T08:09:00Z</published>
        <updated>2024-06-03T07:56:48Z</updated>
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        <title type="html">Zickezacke Entenkacke</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 272px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/kacke.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="272" height="400"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/kacke.serendipityThumb.jpg" title="鸭屎香茶叶炒花生 (yā shǐ xiāng chá yè chǎo huā shēng) Geröstete Erdnüsse mit Enten-Kacke-Aroma Tee-Blättern." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">鸭屎香茶叶炒花生 (yā shǐ xiāng chá yè chǎo huā shēng) Geröstete Erdnüsse mit Enten-Kacke-Aroma Tee-Blättern.</a></div></div>Seit ungefähr zwei Jahren gibt es einen neuen Trend in China und der ist sowas von chinesisch, dass sich selbst der geneigte Leser dieses Blogs, der nun schon einiges gewöhnt sein sollte, überrascht fragen wird: „Was zur Hölle...?“<br />
Es gibt ja immer wieder neue Aromen die irgendwann „in“ sind und mit denen dann alles mögliche hergestellt wird.<br />
Ein Beispiel dafür ist die Durian (榴莲 liú lián), die wir im Artikel [[Von süssen Früchten, etwas stinkendem und einer Prinzessin]] das erste mal erwähnt hatten.<br />
Eine Frucht die seltsam müffelt und eigentlich ganz nett schmeckt (ich will nicht lügen: den meisten Ausländern schmeckt sie nicht, aber ich finde den Geschmack ganz passabel).<br />
Irgenwann wurde sie zum verfeinern von Speiseeis, Torten, Keksen, Chips (glaub ich auch), Pizza und ichweissnichtwassonstnochalles genutzt.<br />
Oft sind es Fruchtaromen oder spezielle Teesorten.<br />
Und auch diesmal haben wir wieder etwas besonderes: Das Enten-Kacke-Aroma.<br />
Nein, sie haben sich nicht verlesen. Es steht tatsächlich so auf den Verpackungen (鸭屎香茶叶 (yā shǐ xiāng chá yè)) übersetzt Enten-Kacke-Aroma Teeblätter) und es ist, wenn Sie mir den Wortwitz verzeihen, aktuell der heisse Scheiss.<br />
Ich habe mich lange davor gehütet dieses Aroma zu probieren, aber jetzt, wo es sich immer weiter ausbreitet und beliebter wird, muss ich mich dann doch mal schlau machen.<br />
Und siehe da: Der Name verschleiert ein wenig worum es sich wirklich handelt. Wahrscheinlich wurde er bewusst gewählt, genau aus diesem Grund.<br />
鸭屎香茶叶 (yā shǐ xiāng chá yè) sind Teeblätter mit denen alles mögliche aromatisiert wird.<br />
In diesem Fall Erdnüsse. Und ich muss sagen, sie schmecken wirklich lecker.<br />
Tatsächlich hat das alles nichts mit Enten-Fäkalien zu tun, lediglich der Boden auf dem der Tee wächst, weist eine Struktur auf, die dem Aussehen von Enten-Kacke gleichen soll.<br />
Aber auch das weiss ich nur aus nicht gesicherten Quellen, ich gehe aber davon aus, dass es stimmt. ]]>
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            <name>Ingo</name>
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        <published>2023-10-30T12:23:00Z</published>
        <updated>2023-11-06T09:52:00Z</updated>
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        <title type="html">Die Leute.</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 400px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/winniter.JPG"><img class="serendipity_image_right" width="400" height="329"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/winniter.serendipityThumb.JPG" title="Schnee in Beijing." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Schnee in Beijing.</a></div></div>Früher sind die Leute nicht, oder sagen wir: „in der Regel nicht", mit seltsamen Stoffmützen herumgelaufen, die wie ein schräg aufgesetzter Putzlappen aussahen.<br />
Ich kann mich irren, aber ich glaube dieser Trend kommt von den Snowboardern, die ihre Wollmützen auch gerne mal im Sommer tragen wollten und so eine dünnere Version haben entstehen lassen.<br />
Oder mit anderen Worten: ein absolut überflüssiges Produkt, ohne Nutzen.<br />
Wer Kinder hat, kann dann im Nachhinein doch noch einen Nutzen aus diesem Kleidungsstück ziehen, sei es der Schutz vor Dreck, Zecken oder Durchzug, aber im ursprünglichen Kontext dürfte es recht nutzlos sein.<br />
Früher gab es auch einige, wenige Leute die solche Mützen im Sommer getragen haben, aber die haben dann auch mit sich selber geredet.<br />
Nun, auch diese Leute gibt es so nicht mehr. Oder besser gesagt: Sie fallen nicht mehr auf, da inzwischen jeder Zweite über irgendeine unsichtbare Sprecheinrichtung mit irgendwem in Kontakt zu sein scheint.<br />
Als ich Kind war, lief bei uns immer eine Frau über eine Ampel an einer recht belebten Strasse.<br />
Ich glaube, sie hat den halben Tag dort verbracht, ist bei jeder Grünphase einmal hin und einmal wieder zurück gelaufen und hat laut die Leute gezählt.<br />
Sie hatte irgendein System, das ich nie wirklich verstanden habe. Einige Leute hat sie doppelt gezählt, andere gar nicht.<br />
Ich glaube aber nicht, dass das Zufall war, dafür war sie zu ernst bei der Sache.<br />
Und sie hat zu jedem irgendeinen Satz zum besten gegeben, von dem man bestenfalls zwei oder drei Wörter verstehen konnte.<br />
Ich finde so ein Verhalten bis heute immer noch äusserst interessant.<br />
Verstehen Sie mich nicht falsch, ich möchte mich gar nicht über diese Leute lustig machen, vielmehr frage ich mich, warum sie so sind, wie sie eben sind und ob sie vielleicht nicht doch ein kleines Stück Wahrheit besitzen, das niemand sonst weiss und sie eigentlich diejenigen sind, die den Durchblick haben. ...man weiss ja nie...<br />
Aber diese Leute laufen jetzt auch unter dem Radar. An jeder Ecke steht heute jemand und spricht mit einem unsichtbaren Gesprächspartner über die besten Methoden sein Vermögen zu investieren, die letzte Weihnachtsfeier bei der Paul mit Hanna auf dem Behindertenklo überrascht wurden, als sie ganz und gar nicht christliche Dinge vollzogen haben, oder über alte Hausmittelchen die todsicher bei Hühneraugen helfen und auch als Brotaufstrich zu gebrauchen sind.<br />
Auch so ein Ding, das es früher nicht gab: Damals hat man sich, nachdem man umständlich drei Groschen aus seiner viel zu engen Jeanstasche geangelt hat, in einer nach Urin und Hartplastik riechenden Telefonzelle einen Platz zwischen Branntflecken und Kaugummiresten gesucht um sich anzulehnen, nur damit man ungestört und ohne dass es jemand anderes mitbekommt, telefonieren kann (Da soll nochmal einer sagen früher wäre nicht alles besser gewesen).<br />
Heute muss ich gezwungenermassen, weil die junge Dame mit dem Bauchfrei-Top und der lila Leggins eine Lautstärke beim Telefonieren an den Tag legt, die jeden startenden Überschallflieger neidisch machen würde, mit 30 anderen Fahrgästen ihre Geschichten über Scheidenpilz und juckende Hämorrhoiden mit anhören, während sie sich einen undefinierbaren Kniest unter den Fingernägeln hervorknibbelt.<br />
Naja, es ändert sich eben alles. Und ganz unter uns: Es wird weder besser, noch schlechter, einfach nur anders.<br />
Ob es besser oder schlechter wird, hängt einfach vom Alter des Betrachters ab und wie anpassungsfähig er noch ist.<br />
In jungen Jahren ist man noch bereit für seine Überzeugungen zu sterben, obwohl das niemals irgendjemand auch nur ansatzweise erwarten würde (oder um es in den richtigen Kontext zu packen: Den anderen Leuten ist diese Meinung einfach völlig egal. Wasauchimmer!).<br />
Aber man selber ist ja so unendlich wichtig. Und überhaupt funktioniert alles ohne Führung wesentlich besser. Anarchie! Laissez-faire! usw.<br />
Das ist eigentlich der klassische Kampf der Altersgruppen. Zwischen denen, die alles bereits besser gemacht haben als alle die noch kommen werden und denen, die alles noch viel besser machen werden.<br />
Wobei die älteren Generationen eher konservativ und die jüngeren in der Regel revolutionell denken.<br />
Und da sind wir dann auch endlich von Stöckchen über Hölzchen zu unserem eigentlichen Thema gekommen.<br />
In China gibt es eine seltsame Konstellation, in der sich besagtes Phänomen genau anders herum offenbart.<br />
Ich nenne es gerne „Reverse Anarchie".<br />
Schuld daran ist (bzw. war) die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturrevolution" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturrevolution">Kulturrevolution</a> in China.<br />
Ich hatte es mindestens einmal kurz angerissen. Die jüngeren Generationen warten, dass die älteren endlich aussterben, damit wieder so etwas wie eine „normale Ordnung“ eintreten kann.<br />
Okay, ich denke das müssen wir dem allgemeinen und unbedarften Leser etwas genauer erklären:<br />
Zu Zeiten der Kulturrevolution in China wurden reiche Chinesen enteignet, Unternehmen und Landwirtschaftsbetriebe verstaatlicht und es gab eine, sagen wir mal „Säuberungsaktion“, der grosse Teile der Kultur und auch der sozialen Formen zum Opfer gefallen sind.<br />
Kinder haben ihre Eltern als staatsfeindlich gemeldet, damit diese eingesperrt wurden.<br />
Es würde zu weit führen und ich muss auch ganz ehrlich eingestehen, dass ich mich zu wenig mit dem Thema beschäftigt habe, um hier eine auch nur annähernd qualifizierte Aussage zu tätigen.<br />
Aber fest steht, dass eine gewisse Generation (die Generation, die jetzt Grosseltern werden bzw. sind) sich im sozialen Umfeld oft aufführt wie die Axt im Walde.<br />
Schule und Bildung waren verpöhnt und Umgangsformen oft auch, was bei etlichen Chinesen bis zum heutigen Tag Spuren hinterlassen hat.<br />
Sollten Sie also einmal einer aufgebrachten Frau gehobenen Alters auf der Strasse in Beijing begegnen, lassen Sie sich auf gar keinen Fall mit hineinziehen (in was auch immer).<br />
Diese renitenten Frauenzimmer haben es fastdick hinter den Ohren. Die schrecken auch nicht davor zurück mal Schläge auszuteilen.<br />
Allerdings habe ich noch nicht gehört, dass sie auch Ausländern gegenüber handgreiflich geworden wären.<br />
Wer einige Zeit in China verbringt, wird sie kennen (und wahrscheinlich nicht lieben). Aber sie gehören zu China wie ein Köbes (Kellner) in Köln auch nur echt ist, wenn er unverschämte Anspielungen bei der Bestellung macht und den Servicegedanken in einer, für Nicht-Einheimische, recht skurrilen Art auslebt.<br />
Und eigentlich gibt es derartige Leute überall auf der Welt, wenn man mal ehrlich ist.<br />
In diesem Sinne: „Prost“. ]]>
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            <name>Ingo</name>
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        <published>2023-07-27T11:05:00Z</published>
        <updated>2023-07-27T21:03:14Z</updated>
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        <title type="html">Sahneheringe - oder - Deja-Vus sind oft Fehler in der Matrix</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 400px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/bjn.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="400" height="329"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/bjn.serendipityThumb.jpg" title="Nacht in Beijing." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Nacht in Beijing.</a></div></div>Laut der modernen Physik (oder zumindest einer populären Strömung in ihr), sollen wir glauben dass am Anfang, also zur Entstehung des Universums weder Raum noch Zeit existiert haben.<br />
Das ist erst einmal ein ziemlich schwer verdaubarer Brocken, so etwas bereitet gewisse Schwierigkeiten, wenn man versucht es sich vorzustellen. Aber gut, lassen wir das erst einmal so stehen.<br />
Dann gab es angeblich den grossen Knall und alles breitete sich aus, verdampfte, wurde fest, zersetzte sich wieder, wurde wieder fest bis endlich das Universum mit all seinen Galaxien, Sternen, Elementen, Sahneheringen und Hundekotbeutelspendern da war.<br />
Wenn das der Anfang war, ist natürlich die Frage: „Was war vorher?“ ... Ach ja, ich vergaß: Es gab ja noch keine Zeit, also auch kein "vorher" (ich kann meinen Verstand einfach nicht dazu bringen so verquer zu denken).<br />
Nun gut, es gab halt keine Zeit in unserem Ding und Raum auch nicht. Aber muss es nicht doch irgendwoher gekommen sein?<br />
Die Weltreligionen sagen einfach: „Klar. Vorher war Gott und der hat alles gestartet.“ (Auch nicht sehr überzeugend, meiner Meinung nach, aber zumindest schon mal ein Erklärungsversuch).<br />
Nehmen wir doch einfach mal das Gott-Modell und modifizieren es ein wenig:<br />
Gehen wir einfach davon aus, dass da etwas war, das das ganze gestartet hat.<br />
Und was denn eigentlich? Nun ja die Existenz von einfach allem. ... Hm, das ist ein wenig vage.<br />
Nun, betrachten wir es doch einfach mal von dieser Seite: Das Universucm, das Leben und alles was so dazugehört, folgt, so weit wir das erkennen können bestimmten Regeln: Physikalische Gesetze, mathematische Prinzipien etc.,<br />
Und nach diesen Regeln läuft das Programm „Existenz“ ab.<br />
Um mal bei dem Gott-Modell zu bleiben: Da hat der alte Herr einfach einen Doppelklick auf das „Erschaffe alles“-Symbol gemacht, vielleicht weil er ein paar Sahneheringe haben wollte und so nahm alles seinen Lauf, streng nach den Regeln des Programms.<br />
Dann wäre unsere Existenz natürlich streng genommen eine Simulation. So, wie wir Simulationen auf unseren Rechnern ausführen, wären auch wir Teil eines Programms das irgendwo abläuft.<br />
Diese Idee ist natürlich nicht einfach auf meinem eigenen Mist gewachsten, auch wenn ich sie vielleicht ein wenig mit Sahneheringen ausgeschmückt habe, sondern es gibt Befürworter und natürlich auch Gegner dieser und ähnlicher Theorien und diese werden rege diskutiert.<br />
Eine recht bekannte Aussage ist zum Beispiel, dass nur das Universum selber die Rechenpower aufbringen könnte, um etwas wie sich selbst zu simulieren.<br />
Das ist ja an sich schon einmal recht seltsam, wenn man davon ausgeht, dass etwas simuliert ist, kann man selbstverständlich auch nicht innerhalb dieses Konstruktes nach Grenzen suchen, sondern muss davon ausgehen dass es etwas größeres darum gibt.<br />
So weit alles gut und schön, aber wie könnte man erkennen dass man in einer Simulation lebt?<br />
Wenn wir von unseren Simulationen ausgehen, dann ist das wohl auffälligste Mekrmal dass man sich in einer künstlichen Realität befindet wohl jenes, dass es hin und wieder zu kleinen Fehlern kommt, die Anomalien verursachen können.<br />
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Philip_K._Dick" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Philip_K._Dick">Philip K. Dick</a>, einer der einflussreichsten Science-Fiction Autoren userer Zeit hat immer wieder von mehreren Realitäten geschrieben, die parallel ablaufen.<br />
Also so wie Programme auf einem Computer. Und bei einem Fehler im Programm soll es dann möglich sein, dass Daten aus der einen in der anderen landen.<br />
Hört sich ganz nach einem Daja-Vu an, oder auch nach dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Konfabulation" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Konfabulation">Mandela-Effekt (eigentlich Konfubulation genannt)</a>.<br />
Dieser besagt, dass viele Menschen sicher sind dass Nelson Mandela während seines Gefängnisaufenthaltes in den 1980er Jahren verstorben sei, obwohl er (in dieser Realität) tatsächlich erst 2013 an einer Lungenentzündung gestorben ist.<br />
Es gibt einige dieser seltsamen Ereignisse. Mein persönliches, das ich mit unzähligen Menschen teile ist das folgende:<br />
Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oxyg%C3%A8ne" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Oxyg%C3%A8ne">Oxygene IV</a> von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Michel_Jarre" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Michel_Jarre">Jean Michel Jarre</a>  damals die Titelmusik der Wissenssendung „Aus Forschung und Technik“ mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Bublath" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Bublath">Joachim Bublath</a> war (hatte ich in Artikel [[Von Robbi, Tobbi, Drecki und Kotze]] einmal kurz angerissen).<br />
Nach Philip K. Dick fühlt sich ein Deja-Vu so an als hätte man es bereits einmal erlebt, weil genau das den Tatschen entspricht.<br />
Oder mit anderen Worten: „Deja-Vus sind oft Fehler in der Matrix - Das kann passieren, wenn sie etwas ändern“, wie es so schön in dem Film <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Matrix_(Film)" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Matrix_(Film)">Matrix</a> von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wachowskis" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Wachowskis">Lana und Lily Wachowski</a> (Den Wachowski Brothers, die jetzt die Wachowski Sisters sind) heisst, der ja bekanntlich auch von einer simulierten Welt handelt.<br />
In dem Film "<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Welt_am_Draht" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Welt_am_Draht">Welt am Draht</a>" von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rainer_Werner_Fassbinder" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Rainer_Werner_Fassbinder">Rainer Werner Fassbinder</a> von 1973, der auf dem Roman "<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Simulacron-3" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Simulacron-3">Simulacron-3</a>" von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_F._Galouye" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_F._Galouye">Daniel F. Galouye</a> aufgebaut ist, der auch von einer simulierten Welt handelt und der mich als Kind bereits sehr in seinen Bann gezogen hatte, obwohl ich seiner Bedeutung nur bedingt folgen konnte, wird dieses Phänomen auch aufgegriffen.<br />
Ein Zeitungsartikel, an den sich der Protagonist noch erinnert, scheint niemals existiert zu haben.<br />
Alles Dinge oder Begebenheiten, die nie passiert sind, obwohl man sich an sie erinnert oder einfach nicht mehr das sind, was sie einmal waren und nichts von alledem kann man wirklich erklären.<br />
Denn es sind alles nur Indizien, die keiner wissenschaftlichen Überprüfung standhalten.<br />
Das menschliche Gehirn ist zu grossen Teilen noch unerforscht und so weit wir es bereits kennen, gelinde gesagt ein absoluter Chaot, wenn es um Speicherplatzzuweisung geht, da kann hier und da schon mal was in den Zeitlinien und den dazughörigen Schubladen verrutschen.<br />
Wo also besser nach Beweisen suchen, als in der Wissenschaft selber?<br />
Ein anderes Phänomen von Simulationen ist nämlich die Aufteilung von Rechenpower auf die wichtigsten Dinge.<br />
In einer Spielesimulation zum Beispiel wird alles das, was sich in unmittelbarer Nähe zum Spieler befindet, detailgetreu berechnet, während Dinge die weit weg sind nur ungenau dargestellt werden.<br />
Rendern nennt sich dieser Prozess und er geschieht in modernen Spielen zur Zeit des Spiels selber. Also in „Echtzeit“.<br />
Wenn man sich ausserhalb von Gebäuden befindet, macht es für den Computer natürlich überhaupt keinen Sinn das Innere zu berechnen. Erst wenn man das Gebäude betritt werden diese Daten benötigt.<br />
Sollte es so etwas etwa auch in unserer Realität geben?<br />
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sylvester_James_Gates" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Sylvester_James_Gates">Sylvester James Gates</a>, ein amerikanischer theoretischer Physiker hat, als er <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Quark_(Physik)" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Quark_(Physik)">Quarks</a> untersucht hat, mit Hilfe der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stringtheorie" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Stringtheorie">Stringtheorie</a> einen "fehlerkorrigirenden Code" gefunden, wenn man es so nennen mag, aber dazu gleich mehr.<br />
In 2017 haben Wissenschaftler an der Universität von Washington bewiesen, dass sie Computercode in DNA Stränge integrieren können.<br />
Somit sind Computerprogramme und das menschliche Leben grundsätzlich schon nicht mehr weit voneinander entfernt.<br />
Auch in der Natur folgt alles mathematischen Prinzipien: Die Fibonacci-Folge und der goldene Schnitt (hatten wir in Artikel [[Werkzeug der Harmonie]] bereits angesprochen) finden sich überall in der Schöpfung des grossen Sahneheringsherstellers wider.<br />
Vom Schneckenhaus, über die Anordnung von Samen in einer Sonnenblume bis hin zur Form einer Spiralgalaxie.<br />
Von den Atomen bis hin zu kosmischen Gebilden, alles folgt den gleichen Gesetzen. Wenn man so will, einem Programm.<br />
Aber kommen wir noch einmal auf das Rendern zurück: In unseren Simulationen, wie Spielen etc. werden immer nur die Stücke detailgetreu gerendert, mit denen der User aktuell interagiert oder die sich in unmittelbarer Nähe zu ihm befinden.<br />
Was wäre wenn das in unserer Welt auch so funktionieren würde?<br />
Und da sind wir wieder bei der Stringtheorie: Ein Experiement genannt „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Doppelspaltexperiment" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Doppelspaltexperiment">Doppelspaltexperiment</a>“ präsentiert uns ein sehr interessantes und absolut unerwartetes Ergebnis, wenn wir es durchführen.<br />
Ich will gar nicht zu sehr ins Detail gehen, nur so viel: Bei Wellen, die wir durch diese Apparatur schicken, erwarten wir ein Muster aus mehreren Strichen, das durch die Wellen und ihre Wechselwirkung aufeinander entsteht.<br />
Ein sogenanntes Interferenzmuster, das durch zwei parallele Schlitze entsteht, durch die sie geschickt werden.<br />
Bei Materie hingegen erwarten wir zwei Striche, entsprechend der beiden Schlitze, da sie diese auf direktem Wege passieren sollten ohne sich gegenseitig zu beeinflussen.<br />
So weit die Erwartung. Wenn wir jetzt aber tatsächlich Elementarteilchen durch dieses Experiment schicken, sieht es so aus als würden diese keine Materie sein, sondern Wellen, da wir eben jenes Muster aus mehreren Strichen zu sehen bekommen.<br />
Und jetzt wird es richtig wild: Wenn wir die einzelnen Teilchen beobachten während sie durch die Schlitze treten, ändert sich das Ergebnis plötzlich und das erwartete Muster mit zwei Strichen erscheint, beobachten wir sie nicht mehr, bekommen wir wieder das Wellenmuster.<br />
Und das ganze unabhängig davon ob wir sie vor, oder nach dem dem durchtreten der Schlitze beobachten, was bedeuten würde, dass die Teilchen eigentlich schon vorher gewusst haben müssen ob sie als Welle oder Teilchen durch die Schlitze gehen müssen und ob sie später beobachtet werden oder nicht, um eben jene Muster zu erzeugen.<br />
Und da haben wir ihn, unseren “fehlerkorrigirenden Code”. Das Ergebnis ist entsprechend so, wie es sein soll, wenn man es überprüft.<br />
Falls Sie, lieber Leser, das mit Hilfe von gesundem Menschenverstand erklären können, lassen Sie es mich bitte wissen, es wartet ein Nobelpreis auf Sie.<br />
Und da wären wir dann auch schon wieder bei unserer Computersimulation: Bestimmte Dinge werden erst dann gerendert, wenn der Fokus auf ihnen liegt.<br />
In unserem Fall verhalten sich die Teilchen nur wie Teilchen, wenn wir sie beobachten.<br />
Ist dies vielleicht ein Beweis, dass wir in einer Simulation leben? Oder ist es bloss einer dieser Ausrutscher des wissenschaftlichen Denkens, die sich hin und wieder mangels einer besseren Erklärung etablieren?<br />
Das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Thomsonsches_Atommodell" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Thomsonsches_Atommodell">Rosinenkuchenmodell</a> von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_John_Thomson" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_John_Thomson">Joseph John Thomson</a> zur Erklärung zum Aufbau von Atomen wurde auch erst 1911 zum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rutherfordsches_Atommodell" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Rutherfordsches_Atommodell">Rutherfordsches Atommodell</a> verfeinert.<br />
So gesehen betrachten wir hier vielleicht gerade das Sahneheringsmodell und es fehlen uns ein paar Informationen um wirklich Sinn aus den gewonnenen Erkenntnissen zu ziehen.<br />
Aber wieso erzähle ich das alles (und warum drifte ich immer so weit ab)?<br />
Eigentlich wollte ich von Verkäufern in China erzählen, denn bei Verkäufern in China stösst man auf ein ähnliches Phänomen.<br />
Man beschaut sich die Ware, ist sicher man weiss um was es sich handelt, nur um nach dem Gespräch mit dem Verkäufer herauszufinden, dass sich magischerweise alles ganz anders verhält als gedacht.<br />
Kurzes Beispiel: Ich wollte ein Teebrett kaufen.<br />
Das ist eine kleine, recht flache, hölzerne Kiste mit einem Gitter oben.<br />
Es dient dazu, darauf Teetassen und Teekannen zu stellen, so dass das überflüssige Wasser durch das Gitten ablaufen kann.<br />
Es wird dann in einer Art Schublade aufgefangen, oder bei etwas besseren Modellen über einen Schlauch abgeführt.<br />
In Artikel [[Abwarten und Tee trinken]] kann man genau sehen, worum es sich handelt.<br />
Ich hatte mir ein Modell in einem Laden ausgesucht das mir sehr gut gefiel und wollte es kaufen.<br />
Das Ausstellungsstück war sehr gut verarbeitet und dunkelgrün.<br />
Das Modell das ich bekam war braun.<br />
Auf Nachfrage, ob es das Modell auch noch in grün gäbe, bekam ich die spontane Antwort, dass es sich hier genau um das gleiche Modell handele und es bei regelmäßiger Nutzung auch grün werden würde.<br />
Nicht dass mich die Farbe gestört hätte, eigentlich hat mir das braune ebenso gut gefallen wie das grüne.<br />
Aber es ist doch schon interessant, dass ähnlich dem Doppelspaltexperiment, ein Ding auf den ersten Blick braun, bei genauerer Erklärung dann aber doch grün ist.<br />
Chinesische Verkäufer erzählen ihren Kunden die absurdesten Dinge, selbst wenn sie so unglaubwürdig sind, dass man beginnt an ihrem Verstand zu zweifeln.<br />
Ähnliche Vorfälle sind mir in China ständig passiert, Lügen zu erzählen scheint fast schon ein Reflex zu sein.<br />
Ich gebe zu, dass Verkäufer auch in Deutschland dem Kunden um den Mund reden um ihre Waren zu verkaufen.<br />
Aber in China hat das ganze noch eine ganz andere Dimension.<br />
Da ändern Dinge schon mal ihre physikalischen Eigenschaften, einfach so.<br />
Wahrscheinlich hat da einfach jemand etwas in der Matrix geändert. ]]>
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            <name>Ingo</name>
                    </author>
    
        <published>2023-07-16T12:54:00Z</published>
        <updated>2023-07-26T14:15:23Z</updated>
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        <title type="html">Wuhan (武汉 Wǔhàn)</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 400px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/schlafzug.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="400" height="329"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/schlafzug.serendipityThumb.jpg" title="Schlafzug von Beijing nach Wuhan." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Schlafzug von Beijing nach Wuhan.</a></div></div>Im Schlafzug (Bild 1) in 11 Stunden von Beijing nach Wuhan (武汉 Wǔhàn) (ja,  genau. Das Wuhan wo das Coronavirus seine Wurzeln hat).<br />
In den alten Klamotten geschlafen, es sind wieder 40 Grad im Schatten und morgens bei der Ankunft ist das Hotelzimmer noch nicht frei.<br />
Wir machen uns auf den Weg um Dinge zu erledigen und mein Poloshirt riecht inzwischen wie die hintere Ecke eines Käfigs den ein geschlechtsreifer Puma zur Brunftzeit bewohnt.<br />
Nachmittags dann endlich Einzug in die gemieteten vier Wände einer amerikanischen Hotelgruppe, die auch die Räume, die nur einen klitzekleinen Teil des Flusses am Rande des Fensters erahnen lassen, als „Riverview“ anpreisen.<br />
Wir mussten nochmal umbuchen, denn der Blick auf den Fluss ist wirklich atemberaubend (Video 1), ähnlich wie mein Poloshirt, das ich dann endlich wechseln konnte.<br />
Hier in Wuhan gibt es weniger Ausländer als in Beijing und man wird öfters schon mal angestarrt.<br />
Unser Sohn hingegen, wird behandelt wie ein Superstar.<br />
<div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 400px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><img class="serendipity_image_left" width="400" height="329"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/video/riverview.gif"  alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Aussicht aus dem Hotel in Wuhan (武汉 Wǔhàn).</div></div>Chinesen lieben sogenannte „Mixedblood“, also Kinder deren erster Elternteil asiatisch (im besten Fall chinesisch) und der zweite Elternteil Ausländer ist (im besten Fall Europäer).<br />
Auch mit den Ladies scheint es zu laufen. Mädchen und Frauen aller Altersklassen scheinen ihm zu Füssen zu liegen und können mit Komplimenten nicht an sich halten.<br />
Abends mit dem Sohn in die Outdoor Schwimmlandschaft mit Rutschen, Wasserkanonen und jeder Menge Spass.<br />
Nachdem es dunkel geworden ist und die Hotels ihre Lichtershow veranstalten, müssen wir dann auch mal wieder gehen.<br />
Bis auf ein paar aufdringliche Blicke und Getuschel alles gut so weit, alle höflich.<br />
Aber einen Bauern gibt es unter den Leuten immer, entweder jemand der in der feinen Hotellobby unter lautem röcheln und stöhnen in den Mülleimer spuckt, oder jemand der ungeniert im vollbesetzten Restaurant mit seinen Fürzen den allgemeinen Lautstärkepegel noch zu übertönen weiss oder, wie hier, jemand der mit runtergelassenen Hosen, unter der Gruppendusche im Schwimmbad und im hohen Bogen, mehr oder weniger zielgenau, in den mittig im Raum liegenden Gulli pinkelt.<br />
Schamgefühl offensichtlich nicht vorhanden und ich frage mich ob ich ihn bewundern oder bemitleiden soll.<br />
<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 400px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/wuhan-breakfast.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="400" height="329"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/wuhan-breakfast.serendipityThumb.jpg" title="过早 (guò zǎo) bedeutet „frühstücken“ im lokalen Dialekt in Wuhan." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">过早 (guò zǎo) bedeutet „frühstücken“ im lokalen Dialekt in Wuhan.</a></div></div>过早 (guò zǎo) bedeutet „frühstücken“ im lokalen Dialekt in Wuhan, anstatt 吃早饭 (chī zǎo fàn) wie es auf Hochchinesisch heissen würde.<br />
Und auch hier gibt es wieder lokale Spezialitäten:<br />
Ich empfehle: 热干面 (rè gān miàn) (Bild 2 in der Mitte): Nudeln die mal nicht in einer Suppe schwimmen mit einer braunen Soße.<br />
汤粉 (tāng fěn) (Bild 2 rechts daneben): Reisnudeln in Brühe (wer mehr über Nudelgerichte in China erfahren möchte schaut einfach mal hier in dem Artikel [[Von Angesicht zu Nudel]]).<br />
三鲜豆皮 (sān xiān dòu pí) (Bild 2 links unten): Tofuhaut mit Allerlei, eigentlich ein Gericht in dem die Überbleibsel des Vortages verwurstet werden.<br />
烧卖 (shāo mài) (Bild 2 links oben): eine kleine, offene Teigtasche.<br />
小笼包 (xiǎo lóng bāo) heissen genau so wie die mit Fleisch und Brühe gefüllten Teigtaschen in Shanghai (siehe Artikel [[China light]]), diese hier ähneln aber eher kleinen 包子  (bāo zi) (siehe Artikel [[Herrgottsbscheißerle]]).<br />
Und last but not least 茶叶蛋 (chá yè dàn) die Tee-Eier, die es überall in China gibt und wir in Artikel [[Ölnudeln]] einmal kurz angesprochen hatten.<br />
Dazu 豆浆 (dòu jiāng) (Bild 2 mitte, oben): Der Sojadrink (siehe Artikel [[Zauberbohnen]]).<br />
<div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 272px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/qingchuan.jpg"><img class="serendipity_image_left" width="272" height="400"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/qingchuan.serendipityThumb.jpg" title="Qingchuan Pavillon (晴川阁 qíng chuān gé)." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Qingchuan Pavillon (晴川阁 qíng chuān gé).</a></div></div>Und dann sind da natürlich all die Sehenswürdigkeiten in Wuhan:<br />
Zum Beispiel der Qingchuan Pavillon (晴川阁 qíng chuān gé) (Bild 3), der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Yu_der_Gro%C3%9Fe" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Yu_der_Gro%C3%9Fe">Yu dem grossen (大禹 dà yǔ)</a> gewidmet ist.<br />
Yu der grosse (大禹, Dà Yǔ) war ein mythischer Kaiser, das heisst, man ist sich nicht sicher ob es ihn wirklich gab, da Geschichten um ihn erst sehr viel später auftauchen.<br />
Die berühmteste Legende über ihn dürfte die des Flutmythos sein, in der er das Land vor einer Überschwemmung rettet.<br />
Oder der <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Guiyuan_Temple" title="https://en.wikipedia.org/wiki/Guiyuan_Temple">Guiyuan Tempel (归元禅寺 guī yuán chán sì)</a>, eine buddhistische Tempelanlage mit alten und neuen Sehenswürdigkeiten und jeder Menge kleiner Läden für übernatürlichen Schnickschnack.<br />
Ich habe jetzt auch einen Schlüsselanhänger für den Autoschlüssel in dem angeblich ein Mantra enthalten ist.<br />
Und er ist darüber hinaus noch auf mein chinesisches Sternzeichen zugeschnitten. Jetzt kann ja wirklich nichts mehr schief gehen.<br />
Nicht zu vergessen das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinzmuseum_Hubei" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinzmuseum_Hubei">Museum der Provinz Hubei (湖北省博物馆 hú běi shěng bó wù guǎn)</a>.<br />
Hier kann man allerlei alte Fundstücke aus verschiedenen Dynastien finden.<br />
Gefässe, Malereien (und die hier ausgestellten alten Tuschezeichnungen sind um Längen besser als die im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chinesisches_Kunstmuseum" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Chinesisches_Kunstmuseum">National Art Museum (中国美术馆 zhōng guó měi shù guǎn)</a> in Beijing) und als Höhepunkt das sagenumwobene <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schwert_von_Goujian" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Schwert_von_Goujian">Schwert von Goujian</a>.<br />
Eine Fahrt auf dem Fluss haben wir auch gemacht und wieder einmal die beleuchteten Wolkenkratzer bestaunt (Hatten wir im Artikel [[Kleinstadt?]] ja auch schon. Scheint ein neuer Trend in China zu sein).<br />
Im Gegensatz zu Tianjin (天津 tiān jīn) ist hier aber alles etwas grösser.<br />
In heissen Gegenden haben Leute oft die Angewohnheit die Klimaanlage im Hotel oder im Auto dermassen kalt einzustellen, dass man sich leicht erkältet.<br />
So ist es mir dann auch ergangen. Es ging mir gar nicht gut.<br />
<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 272px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/kranichpagode.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="272" height="400"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/kranichpagode.serendipityThumb.jpg" title="Kranichpagode (黄鹤楼 huáng hè lóu)." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Kranichpagode (黄鹤楼 huáng hè lóu).</a></div></div>Mal abgesehen davon dass ich beim erklimmen der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kranichpagode" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Kranichpagode">Kranichpagode (黄鹤楼 huáng hè lóu)</a>  (Bild 4) ohnehin in der Hitze ziemlich ausser Puste gekommen bin (Ich bin einfach zu fett und heisses Wetter habe ich noch nie gemocht).<br />
Ganz plötzlich also Fieber und Kopfschmerzen.<br />
Zuerst dachte ich, ich hätte mir in Wuhan das Corona Virus geholt. Das wäre es echt noch gewesen.<br />
Aber auch eine Erkältung mit Magenverstimmung ist in der Hitze alles andere als schön.<br />
Wobei Erkältung wahrscheinlich auch schon übertrieben ist.<br />
Nach zwei Tagen war alles wieder fast normal. Vermutlich nur Überanstrengung und Hitze.<br />
Wie auch immer.<br />
Zurück nach Beijing mit dem Bullettrain in knapp drei Stunden. Kinder zahlen nichts, bekommen aber auch keinen eigenen Sitzplatz, was für einen verwöhnten, kleinen deutschen Jungen, wie unseren Sohn, durchaus eine mittelschwere Katastrophe ist, die die drei Stunden Fahrt lang immer und immer wieder zur Sprache gebracht werden muss (Wer Kinder hat, wird es verstehen). ]]>
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            <name>Ingo</name>
                    </author>
    
        <published>2023-07-15T13:12:00Z</published>
        <updated>2023-07-15T13:46:36Z</updated>
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        <title type="html">Kleinstadt?</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 400px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/brueck.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="400" height="329"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/brueck.serendipityThumb.jpg" title="Am Fluss in Tianjin (天津 tiān jīn)." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Am Fluss in Tianjin (天津 tiān jīn).</a></div></div>Tianjin (天津 tiān jīn) ist eine kleine Stadt nicht weit von Beijing entfernt mit fast 14.000.000 Einwohnern.<br />
Wie gesagt: eine kleine Stadt, die kaum ein Besucher aus dem Ausland kennt.<br />
Im Osten Chinas, kurz vor dem Meer gelegen, gibt es hier das National Maritime Museum of China (国家海洋博物馆官网 guó jiā hǎi yáng bó wù guǎn).<br />
Wir haben einen Familienurlaub mit drei Generationen dorthin gemacht.<br />
Das Museum ist ein Monstrum von 80 Quadratkilometern, das sich in mehreren langen Gebäuden vom Land ans Ufer erstreckt.<br />
Neben einem alten Schiff, das in einer der riesigen Hallen aufgestellt ist, gibt es viele lebendige Meeresbewohner in einem Aquarium (eine Meerjungfrau gibt es auch) und historische, so wie aktuelle Ausstellungsobjekte bezüglich der Seefahrt und auch Kinos, ein altes Kriegsschiff, das man besichtigen kann und jede Menge mehr.<br />
<div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 272px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/riesenrad.jpg"><img class="serendipity_image_left" width="272" height="400"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/riesenrad.serendipityThumb.jpg" title="Riesenrad auf einer Brücke in Tianjin (天津 tiān jīn)." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Riesenrad auf einer Brücke in Tianjin (天津 tiān jīn).</a></div></div>Besonderes Augenmerk wird hier auf Chinesische maritime Entdeckungen gelegt (logischerweise).<br />
Das Museum ist gross. Zu gross, um es an einem Tag komplett zu besichtigen, vor allen Dingen mit Kindern.<br />
Für meinen Geschmack ist alles sehr neutral, um es mal so zu sagen.<br />
Europäische Museen sind in ihrer Art Dinge aufzubereiten und dem Publikum zu präsentieren immer ein wenig ideenreicher und man fühlt, dass man sich Mühe gegeben hat ein Thema zu vermitteln, das den Ausstellern selber am Herzen liegt.<br />
Das ist aber nur so ein Gefühl von mir. Vielleicht liege ich auch falsch.<br />
Aber ich denke, dass es doch irgendwie spürbar ist und vielleicht den Menschenmassen, die in China abgefertigt werden müssen Rechnung trägt.<br />
Das Museum ist eigentlich gar nicht mehr in Tianjin selber, sondern etwas ausserhalb.<br />
Also zurück in die Stadt, an den Fluss wo viele europäisch anmutende Gebäude stehen.<br />
An einer Stelle, ziemlich im Stadtzentrum, fühlte ich mich an der Brücke (siehe Foto 1) sehr an Manhattan erinnert.<br />
Abends haben wir eine Fahrt auf dem Fluss gemacht, und die beleuchteten Wolkenkratzer bestaunt.<br />
Eine schöne Lichterkulisse. Es werden hin und wieder auch Animationen laufen gelassen, die sich über etliche Gebäude erstrecken.<br />
<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 272px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/street.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="272" height="400"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/street.serendipityThumb.jpg" title="Einkaufsstrasse in Tianjin (天津 tiān jīn)." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Einkaufsstrasse in Tianjin (天津 tiān jīn).</a></div></div>Eine der Brücken, die Daguangming Brücke (dà guāng míng qiáo) erinnert tatsächlich an die Brücke „Pont Alexandre III“ in Paris.<br />
Jene, die hin und wieder als die schönste Brücke der Welt bezeichnet wird (darüber lässt sich natürlich streiten, aber interessant ist sie auf jeden Fall).<br />
Und auf einer Brücke ist ein grosses Riesenrad installiert (siehe Foto 2).<br />
Chinesen raten aber von einem Besuch ab, da sich das Bauwerk einen Namen gemacht hat, indem es irgendwie Beziehungen von Liebenden auseinander bringen kann.<br />
Und es gibt eine schöne Einkaufsstrasse (Foto 3).<br />
Ansonsten: Es ist heiss! 45 Grad und mehr.<br />
Aber trotzdem schön. ]]>
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            <name>Ingo</name>
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        <published>2023-07-14T12:11:00Z</published>
        <updated>2023-07-14T13:15:02Z</updated>
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        <title type="html">Hallo, keiner da?</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 400px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><img class="serendipity_image_right" width="400" height="329"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/video/trainnew.gif"  alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Die Anzeigen in den neuen Bahnen zeigen schon Informationen über die Haltestellen, bevor man dort angekommen ist.</div></div>2019 bin ich mit der Familie (Frau und Kind) aus Beijing, wo ich insgesamt sechs Jahre gelebt habe, nach Deutschland zurück gezogen.<br />
Ich hatte vorher in China meine Frau (eine Chinesin) kennengelernt und unser Sohn ist dort geboren.<br />
Wir wollten eigentlich jedes Jahr mindestens einmal wieder zurückkommen um die Familie meiner Frau wiederzusehen, nicht zuletzt damit unser Sohn den Kontakt nach China nicht verliert.<br />
Als wir gerade nach Deutschland umgezogen sind, kam Corona.<br />
Eine Reise nach China war undenkbar.<br />
Jetzt ist es Mitte 2023, fast vier Jahre sind vergangen  und es ist endlich wieder möglich nach China zu reisen und auch die Flugpreise sind, wenn auch lange noch nicht auf dem Stand wie früher, jedoch zu bestimmten Zeiten zumindest wieder einigermassen erschwinglich.<br />
Ein interessantes Detail möchte ich hier aber dem geneigten Lesen nicht vorenthalten:<br />
Unser Sohn ist in China geboren. In den Artikeln [[Frühstück oder kotzen ?]] und [[Wiedervereinigung und Begrüssungsgeld]] hatte ich darüber geschrieben.<br />
Er hat sofort einen deutschen Pass bekommen, da ich als Deutscher sein leiblicher Vater bin.<br />
Wir leben jetzt seit dem Umzug auch dauerhaft in Deutschland, er geht dort in den Kindergarten etc. pp.<br />
In China wird er trotzdem noch als potentieller Chinese geführt, weshalb wir ihm über die chinesische Botschaft in Deutschland einen chinesischen Reisepass besorgen konnten.<br />
Das bedeutet: Er braucht kein Visum.<br />
Mit seinem chinesischen Reisepass stehen ihm alle Pforten im Reich der Mitte offen und mit seinem deutschen Reisepass öffnen sich alle Türen in Europa.<br />
Sein Reisepass war auch wesentlich einfacher zu bekommen als mein Visum.<br />
Ich bin mit einem Familienvisum hier. Wieder mal etwas anderes, damit dürfte ich fast alle Visatypen durch haben.<br />
Für ein Familienvisum braucht man ein Einladungsschreiben und fünfhundert andere Papiere und Pässe, dann kann man es beantragen.<br />
Also wenn man Familie in China hat (angeheiratet zum Beispiel, wie ich).<br />
Auf den Prozess will ich gar nicht genauer eingehen, da er sich eh wieder alle paar Monate ändert.<br />
Wie auch immer: Das Visum und damit auch der Reisepass, in dem es klebt, sind pünktlich zwei Tage vor dem Abflug (muss man ja für das Visum vorher buchen) angekommen und jetzt sind wir zurück in der Stadt, die vor einiger Zeit für einige Zeit unser zu Hause war.<br />
Hat sie sich verändert?<br />
Hölle, ja!!! Mit drei Ausrufezeichen.<br />
Die chinesische Hauptstadt scheint wie ausgestorben.<br />
Wo sind all die Leute hin, die dicht gedrängt die U-Bahn Stationen ausgefüllt haben, dass man gefühlt kaum noch Platz zum atmen hatte.<br />
Und all die, die die Strassen besetzt hielten?<br />
Man fühlt sich eher wie in einer deutschen Großstadt. Es sind viele Menschen unterwegs, aber es sind nicht so viele, dass man die Strasse nicht mehr sehen kann.<br />
Und man trifft auch an den touristisch interessanten Plätzen auf keine Ausländer mehr.<br />
Wenn man mal tatsächlich einen sieht, fühlt man sich direkt genötigt, ihn zu grüssen.<br />
Die strengen Corona Kontrollen und Lockdowns, die man im Fernsehen immer wieder gesehen hat, sind vorüber und in der Öffentlichkeit wird auch meist keine Maske mehr getragen.<br />
Lediglich in öffentlichen Gebäuden, auf der Polizeistation etc. kann man sie noch sehen.<br />
Auch sonst hat sich viel getan. Ich hatte in früheren Artikeln ja bereits schon mal darüber berichtet wie schnell sich alles in Beijing verändert.<br />
Und der Artikel [[Ausradiert]] beginnt bereits mit: "Jetzt habe ich Chinas Hauptstadt, die jahrelang mein zu Hause war, verlassen. Wohlwissend, dass das Beijing, so wie ich es gekannt habe, innerhalb von ein paar Jahren nicht mehr existieren wird."...<br />
Wie wahr, wie wahr. Es ist alles anders.<br />
Ich weiss gar nicht wie viele neue U-Bahn Linien es gibt.<br />
Dazu einen Mega-Flughafen, der als chinesisches Vorzeigeprojekt wieder sämtliche Superlativen bedient und mindestens zwei neue Stadtviertel.<br />
Die kleinen Hutong-Bars und -Cafes, die mir über die Zeit so ans Herz gewachsen sind, haben unter dem Rückbauplan, den wir in Artikel [[Gesichtsverlust]] kennen gelernt haben, bereits sehr gelitten und spätestens die Coronazeit finanziell allesamt nicht überlebt.<br />
Es gibt wenig was mich noch an die schönen Zeiten erinnert, aber das wird bestimmt irgendwann irgendwie, in irgendeiner Form auch wiederkommen.<br />
Nur im Moment ist es alles recht trostlos.<br />
Aber dafür ist das Wiedersehen mit der Familie um so schöner.<br />
Es war lange schon überfällig und vor allen Dingen unser Sohn genießt es sehr wieder mit seinen Cousins zu spielen, mit denen er damals aufgewachsen ist (eine Zeit, an die er sich nicht mehr erinnern kann). ]]>
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            <name>Ingo</name>
                    </author>
    
        <published>2023-05-03T05:29:00Z</published>
        <updated>2023-05-11T09:02:39Z</updated>
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        <title type="html">Buffer Overflow</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 272px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/qiandian.png"><img class="serendipity_image_right" width="272" height="400"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/qiandian.serendipityThumb.png" title="Eine typische chinesische Webseite" alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Eine typische chinesische Webseite</a></div></div>Wer schon einmal auf chinesischen Webseiten war, egal ob auf den Seiten irgendwelcher Behörden, Einkaufsportalen oder irgend welchen anderen Seiten, der wird wahrscheinlich auch von der Fülle an Informationen erschlagen worden sein.<br />
Man erleidet im übertragenden Sinne einen Buffer Overflow, so wie bei einem Computer, wenn über die eigentlichen Speicherplatzgrenzen hinaus geschrieben wird.<br />
Es scheint fast so, als wolle man alle Informationen auf eine Seite packen um gar keine Unterseiten zu benutzen.<br />
Schauen Sie sich einfach mal das Bild an: Ja, das ist nicht einfach Text das schwarze, jede Zeile ist ein Hyperlink.<br />
Viele Leute haben ihre Meinung zu derartigen Webseiten bereits kund getan und es gibt sogar einige wissenschaftliche Arbeiten darüber, also fassen wir doch einmal kurz zusammen warum das eigentlich so ist:<br />
Zuallererst fällt einmal auf, dass sich dieses Phänomen nicht bloss auf chinesische Webseiten bezieht.<br />
Vielmehr findet man diesen Unterschied zwischen vielen asiatischen Webseiten, also chinesischen, japanischen und koreanischen (um nur ein paar zu nennen) und westlichen.<br />
Die asiatischen folgen in grossen Teilen dem „überladenen“ Prinzip, während westliche Seiten (Europäische, Webseiten aus den USA und Australien) eher aufgeräumt und übersichtlich erscheinen.<br />
„Warum fällt Australien jetzt in die Kathegorie westlich?“ werden Sie sich vielleich fragen.<br />
Nun, das ist ganz einfach, denn der Grund warum sich die Webseiten so drastisch unterscheiden ist einfach ein kultureller.<br />
Die westliche Kultur (aus Eropa kommend) hat sich weiter nach Nordamerika (USA) und auch Australien ausgebreitet und diese steht in vielen Dingen im krassen Gegensatz zur Asiatischen.<br />
Dabei fällt schon im täglichen Leben in Asien auf, dass es überall für den gemeinen Europäer an Reizüberflutung grenzende Werbung gibt.<br />
Die Strassen sind voll mit Schildern, Reklamen, Neonanzeigen, Laufschriften etc. Man kommt sich oft vor, als befände man sich mitten in einer Zeitung.<br />
Im Restaurant genau das gleiche: Die Speisekarte gleicht einem Buch mit ihren vielen Einträgen.<br />
Überall im täglichen, asiatischen Leben kann man ähnliche Phänomene erleben.<br />
Es ist also nicht rein internetspeziefisch, sondern allgegenwärtig.<br />
Und wo hat das ganze seinen Ursprung? Nun, Einige Forscher sind der Meinung, dass dies ein kultureller Unterschied ist, der die Denkweisen der Menschen über lange Zeiten beeinflusst hat.<br />
Westler, um uns mal so zu nennen, denken demzufolge analytisch. Das heisst, sie konzentrieren sich auf einzelne Dinge und versuchen diesen so weit wie möglich auf den Grund zu gehen, während Asiaten holistisch denken, also Dinge in ihrem Umfeld sehen.<br />
Als ich das zum ersten mal gehört habe, sind mir unzählige Ereignisse wieder in Erinnerung gekommen, die diese Sichtweise im alltäglichen Leben in China widerspiegeln.<br />
Das Essen, das immer im Zusammenhang mit seiner medizinischen Wirkung, der Beschaffenheit, Farbe und in Beziehung zu den Gästen gesehen wird.<br />
Oder die Wandlungsphasen aus dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/I_Ging" title="https://de.wikipedia.org/wiki/I_Ging">yi jing</a>, das wir in Artikel [[Alles in Bewegung]] besprochen haben, die sich ja nie im einzelnen, sondern immer nur im Zusammenhang mit den vorherigen, bzw. darauffolgenden Phasen beschreiben lassen.<br />
Die Liste ist eigentlich unendlich, denn dies ist ein Prinzip, das die chinesische und auch andere asiatische Kulturen zu einem grossen Teil ausmacht.<br />
Selbst in asiatischen Bildern gibt es oft keinen gezielten Fokus, wie in westlicher Malerei, sondern eine Vielzahl von Dingen, die gleichwertig nebeneinander die Aufmerksamkeit des Betrachters erfordern.<br />
Somit ist es dann auch kein Wunder, dass Chinesen und andere Asiaten sich auf diesen, für unseren Geschmack überfrachteten Webseiten absolut Problemlos zurechtfinden können.<br />
Denn wenn man sich die Zeit nimmt, sie einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, sind die meisten durchaus strukturiert und logisch aufgebaut, lediglich die Fülle von gleichzeitig angepriesenen Informationen schreckt den Uneingeweihten ab (abgesehen von den fremden Zeichen, die die meisten Menschen grundsätzlich überfordern).<br />
Aber es ist, so wie es immer ist: Man betrachtet die Dinge durch seine eigene kulturelle Brille und bildet sich so sein Urteil.<br />
Dementsprechend finde ich es immer noch anstrengend mich durch asiatische Webseiten zu arbeiten um dort hin zu kommen, wo ich eingetlich hin möchte, Sprachkenntnisse hin oder her. ]]>
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            <name>Ingo</name>
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        <published>2022-05-04T08:06:00Z</published>
        <updated>2022-05-04T09:38:07Z</updated>
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        <title type="html">Herzblut</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 400px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/beijing-at-night.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="400" height="329"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/beijing-at-night.serendipityThumb.jpg" title="Beijing bei Nacht." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Beijing bei Nacht.</a></div></div>Mit die interessantesten Momente erlebt man in einem, ich will ihn mal „leeren“ Zustand nennen.<br />
Wenn man zum Beispiel eine Nacht lang exzessiv durchgefeiert und viel getrunken hat und dann früh morgens relativ benebelt und ausgelaugt die ersten Sonnenstrahlen in den Strassen hinter den Mülltonnen bewundert, wird man gewahr, dass es genau diese desolate körperliche Verfassung ist, die einen erst dazu befähigt, die Schönheit des Augenblicks zu erkennen.<br />
Gleiches gilt für Schichtarbeiter, die nach einer Nacht in Neonlicht und Maschinenlärm hinaustreten in die Welt und sich nicht mehr als Teil von ihr begreifen, sondern nur noch als Zuschauer.<br />
Beides sind Erlebnisse die mir auf Grund ihres sehr eigenen Charmes noch gut in Erinnerung sind.<br />
Wer auch schon mal ein paar Jahre Schichtarbeit gemacht hat, kennt es bestimmt, das Gefühl nurnoch ein Schatten zu sein.<br />
Man lebt zwar in der gleichen Welt wie die Leute denen man unterwegs auf dem Weg zur Arbeit begegnet, allerdings in einer alternativen Realität.<br />
Man arbeitet wenn andere schlafen und schläft wenn andere wach sind.<br />
Das führt oft zu einem sehr eigentümlichen Empfinden das man nur sehr schwer in Worte fassen kann.<br />
Man fühlt sich in gewissem Maße unsichtbar, da man als „Zeitversetzter“ keine Interaktionsgrundlage zu all den anderen Leuten zu haben scheint.<br />
Und genau dieses Erlebnis, das einerseits seltsam und skurril, auf der anderen Seite aber interessant und auch irgendwie schön (wie eine zarte Melancholie) ist, habe ich auch in China wiedererlebt.<br />
Auch dort habe ich mich als Schatten durch den Alltag bewegt, in einer Welt lebend in der ich, ungeachtet von Sprachverständnis und sozialem Einfühlungsvermögen, immer fremd war und sein werde.<br />
Nur in der Umgebung der neuen, chinesischen Familie, in die ich durch die Heirat mit meiner Frau eingetreten bin, konnte ich dieses Phänomen durchbrechen.<br />
Alleine für mich auf dem Weg zur Arbeit war ich dann wieder ein Schatten.<br />
Ich persönlich fand es gar nicht schlimm, habe es vielmehr genossen ein Aussenseiter zu sein und bilde mir ein, genau daduch eine geschärfte Wahrnehmung mein eigen nennen zu können, indem ich mich auf vermeintliche Kleinigkeiten konzentrieren und den eigentümlichen Hauch von kurzen Situationen, Mini-Auschnitten aus dem Alltagsleben, einfangen konnte.<br />
Aber es zeigt wieder einmal deutlich, wie ich in mehreren Artikeln ja jetzt bereits berichtet habe, dass man als Ausländer nicht einfach in die chinesische Gesellschaft hineinwachsen kann.<br />
Selbst wenn man selber meint dass das ginge, lassen die Chinesen es nicht zu. In ihren Augen geht so etwas eben einfach nicht und somit auch nicht für einen selber.<br />
Es ist interessant, dass ich immer wieder auf dieses Thema zurückkomme und es zeigt mir, wie sehr ich es ursprünglich gehofft und gewollt hatte.<br />
Im nachhinein sehe ich es aber nicht als gescheiterten Versuch an (oder zumindest nicht als etwas Schlimmes), sondern vielmehr als den korrekten Weg sich auf eine Kultur und eine Sprache einzustellen in der man, wenn auch nur für begrenzte Zeit, leben möchte.<br />
Man sollte es mit Herzblut tun.<br />
Interessanterweise gibt es die gleiche Redewendung auch im Chinesischen: 心血 (xīn xuè)<br />
心 (xīn) = Herz  und 血 (xuè) = Blut. 心血 (xīn xuè) = gewaltige Anstrengungen, grosse Mühe.<br />
In diesem Sinne: Tun Sie alles was sie tun wollen mit Herzblut, oder wie es ein weiser Internetspruch unbekannter Herkunft sagt: „Was immer Du heute tust, mach es mit dem Selbstvertrauen eines Vierjährigen in einem Bat-Man-T-Shirt“. ]]>
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            <name>Ingo</name>
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        <published>2022-03-16T11:00:00Z</published>
        <updated>2022-05-04T09:54:43Z</updated>
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        <title type="html">Haarschwänze als Proteinlieferanten</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[ <div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 400px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/daiyu.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="400" height="329"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/daiyu.serendipityThumb.jpg" title="带鱼 (dài yú), der Haarschwanzfisch ist in China recht bekannt." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">带鱼 (dài yú), der Haarschwanzfisch ist in China recht bekannt.</a></div></div>Um gesund zu bleiben und eine gute Proteinzufuhr zu gewährleisten, essen wir regelmäßig Fisch.<br />
Gestern hat meine Frau wieder einen leckeren Fisch zubereitet, den ich noch nicht kannte, man in China aber wohl recht oft auf den Tisch bekommt.<br />
Im chinesischen heisst er 带鱼 (dài yú) was mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Haarschw%C3%A4nze" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Haarschw%C3%A4nze">Haarschwanz</a> oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Degenfisch" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Degenfisch">Degenfisch</a> (der auch wieder zu den Haarschwänzen zählt) übersetzt werden kann (natürlich handelt es sich um einen Fisch, was dachten sie denn?) <img src="http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" class="emoticon" /><br />
Er hat recht viele, kleine Gräten, die sich bei vorsichtigem Essen aber mit etwas Übung ganz gut vom Fleisch trennen lassen.<br />
Ja, ich sage bewusst Fleisch und unterscheide es sprachlich nicht vom Fisch wie es einige Leute tun, denn es macht meiner Meinung nach gar keinen Sinn zwischen Fischfleisch und anderem Tierfleisch zu unterscheiden.<br />
Das sehen allerdings nicht alle Leute so:<br />
Viele Leute sind es einfach sprachlich gewöhnt und kennen es nicht anders, aber auch das deutsche Lebensmittelgesetz unterscheidet interessanterweise tatsächlich zwischen Fisch und Fleisch.<br />
Und die Unterscheidung kann man sogar noch weiter zurück verfolgen: In der Bibel (1. Korinther 15,39) steht „Nicht alles Fleisch ist das gleiche Fleisch, sondern ein anderes Fleisch haben die Menschen, ein anderes das Vieh, ein anderes die Vögel, ein anderes die Fische.“<br />
Obwohl dieser Auszug ja eigentlich die enzelnen Fleischsorten mehr oder weniger voneinander abgrenzt (incl. Fisch) und nicht Fleisch von Fisch, wurde es später so ausgelegt, dass man zu Fastenzeiten kein Fleisch, wohl aber Fisch essen durfte (wahrscheinlich müssen wir dankbar sein dass die alten Kirchendiener kein Menschenfleisch gegessen haben).<br />
Viele Vegetarier nutzen ihn heute noch, diesen Trick. Wobei es mir persönlich völlig egal ist wer was isst oder nicht isst.<br />
Aber genau genommen essen Vegetarier per Definition keine Tiere und dazu gehört nunmal auch der Fisch.<br />
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pescetarismus" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Pescetarismus">Pescetarismus</a> nennt man es wenn man kein Fleisch aber trotzdem Fisch isst.<br />
Und Pescetarismus ist keine Unterform des Vegetarismus, sondern eine Form der omnivoren Ernährung (Allesfresser).<br />
(Unglaublich wie viele absolut nutzlose Dinge man lernt, wenn man kurz für einen Artikel wie diesen recherchiert, ich bin begeistert.)<br />
Wie gesagt: Ein netter Trick, der aber nichts an der Tatsache ändert dass Fischfleisch aus Muskelfasern, Bindegewebe, Knorpeln etc. besteht, genau wie Fleisch.<br />
Und geschmacklich lässt sich diese Unterscheidung auch nicht halten, schliesslich besteht nicht bloss zwischen Fischfleisch und anderen Fleischsorten ein Unterschied, sondern genauso zwischen Schwein, Rind, Reh und Hase zueinander auch.<br />
Und selbst im Duden gibt es den Begriff „Fischfleisch“.<br />
Es wird in anderen Sprachen, wie im chinesischen z.B., übrigens auch nicht unterschieden. Es heisst 鱼肉 (yú ròu): 鱼 (yú) der Fisch und 肉 (ròu) das Fleisch.<br />
Dazu gibt es auch wieder eine nette, kleine Anekdote aus dem Reich der Mitte:<br />
Es war irgendwann zwischen 2010 und 2011 als ich mit ein paar Mitschülern und einer Lehrerin unseres Chinesischkurses zusammen Essen gegangen bin.<br />
Eine junge Deutsche sagte dass sie Vegetarierin sei und bestellte promt ein Fischgericht, was natürlich neben einiger Verwunderung bei unserer chinesischen Lehrerin auch zu einer langwierigen Diskussion geführt hat.<br />
Fazit: Auch wenn der Artikel es anders erscheinen lässt, ist es völlig egal was Sie essen und was nicht und auch wie Sie es nennen.<br />
Dieser Artikel hebt nur einmal mehr die haarspalterischen Unterschiede hervor, hat aber weder auf die Essgewohnheiten, noch die allgemeinen Sprachgewohnheiten Einfluss.<br />
Wenn sie Fisch essen und sich trotzdem Vegetarier nennen wollen, dann tun sie es einfach.<br />
Es gibt ja auch genügend Leute die sich als Nichtraucher bezeichnen, aber auf jeder Gartenparty schwach werden und rauchen als gäbe es kein Morgen. <img src="http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" class="emoticon" /> ]]>
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        <published>2022-03-14T16:11:00Z</published>
        <updated>2022-04-25T13:21:05Z</updated>
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        <title type="html">C#</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 272px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/sharp.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="272" height="400"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/sharp.serendipityThumb.jpg" title="Bedarf wohl keiner weiteren Beschreibung..." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Bedarf wohl keiner weiteren Beschreibung...</a></div></div>C ist eine recht alte Programmiersprache.<br />
Das einzige Manko das sie hatte war die fehlende Unterstützung für Objekte (objektorientiertes Programmieren ist ja bis heute noch der heisse Scheiss).<br />
Somit wurde C++ entwicket. Abwärtskompatibel: Das bedeutet, dass Programme die in C geschrieben wurden auch noch weiter in einer C++ Umgebung laufen.<br />
Aber anders als moderne Programmiersprachen muss man so wohl in C wie auch in C++ viele Dinge selber regeln: Speichermanagement und Verhalten bei Fehlern zum Beispiel.<br />
Die beiden sind sogenannte Low-Level Programmiersprachen. Oder zumindest sind sie das bei einer bestimmten Betrachtungsweise.<br />
Machmal zieht man den Trennstrich zwischen High- und Low-Level Programmiersprachen nämlich auch zwischen den vom Menschen lesbaren Sprachen, wozu alle drei gehören und auf der anderen Seite Assembler und Maschinencode (Wobei Assembler eingentlich auch vom Menschen lesbar ist, aber das ist wieder nur Haarspalterei).<br />
Wichtig ist einfach, dass man bei C und C++ im Gegensaz zu C# viele Dinge selber erledigen muss, die höhere Programmiersprachen automatisch tun.<br />
Das macht C und C++ auf der einen Seite recht bedienerunfreundlich, auf der anderen Seite aber extrem flexibel, weshalb sie bis heute noch eingesetzt werden um Betriebssysteme zu schreiben.<br />
C# (gesprochen Si-Scharp) hat sich von C und C++ so weit weiterentwicket, dass man es eher zu den höheren Programmiersprachen wie Java, PHP oder Python zählt und nicht zu C oder C++.<br />
Ein grosses C und seine Varianten also.<br />
Ein anderes grosses C und seine Varianten das uns seit nunmehr zwei Jahren beschäftigt ist Corona.<br />
Wir haben Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt um uns davor zu schützen.<br />
Wir Erwachsenen sind natürlich geimpft, zweitgeimpft, geboostert, re, contra, Schneider schwarz angesagt, leck auf!, spring durch!. Ist ja klar.<br />
Und als der erste Fall im Kindergarten aufgetreten ist, haben wir unseren Sohn zu Hause gelassen.<br />
So lange bis der Lollitest eingeführt wurde und die Kinder zweimal in der Woche auf Corona getestet wurden.<br />
Als die Omikron Variante kam und die Fallzahlen immer höher stiegen, haben wir ihn wieder zu Hause gelassen.<br />
„Bis nach Karneval" haben wir uns gesagt, wohl wissend, dass die Zeit ohne seine Freunde im Kindergarten auch für ihn sehr belastend ist.<br />
Man kann als Elternteil leider keine richtigen Entscheidungen treffen.<br />
Das denkt man sich immer wenn man als Aussenstehender über Kindererziehung nachdenkt.<br />
Aber tatsächlich ist es so, dass man immer nur zwischen mehreren schlechten Alternativen die heraussuchen kann, die vermeintlich den geringsten Schaden anrichtet.<br />
Langer Rede kurzer Sinn: Trotz all der Sicherheitsvorkehrungen, obwohl wir nicht in Urlaub waren, zwei Jahre lang eigentlich nur zu Hause rumgesessen haben und so gut wie gar keine Freunde gesehen haben (abgesehen von denen im Kindergarten), auf der Arbeit nur mit Maske unterwegs waren und auch sonst alle Hygieneregeln eingehalten haben, hat es uns jetzt erwischt.<br />
Wir haben absolut keine Ahnung wann und wo.<br />
Und zwar die ganze Famile. Unser Sohn hat es mit zwei Tagen Fieber recht locker wegesteckt, wir Erwachsenen müssen da noch durch.<br />
Und soll ich Ihnen etwas verraten?<br />
Es fühlt sich irgendwie an wie eine Befreiung. Wir haben die Omikron Variante oder C# (Si-Sharp), was immer sie wollen. C halt.<br />
Zwei Jahre lang haben wir unser Leben verbogen um diesem Virus auf jeden Fall aus dem Weg zu gehen und jetzt ist es einfach trotzdem da.<br />
Es hat bei uns, so weit wir das erkennen können, glücklicherweise keinen grösseren Schaden angerichtet und wir werden in Quarantäne bleiben, damit das auch für unser Umfeld so bleibt. Aber irgendwie bin ich erleichtert.<br />
Wenn man die ganze Zeit dieses Thema vor Augen hat, dann ist es, obwohl man es eigentlich vermeiden möchte, doch eine Genugtuung zu erfahren, dass es dieses Virus wirklich gibt und man es sich auch einfangen kann.<br />
Irgendwie ist dies jetzt wirklich erst die Bestätigung dass der ganze Aufwand vorher nicht sinnlos war, selbst wenn er jetzt mit der Infizierung ad absurdum geführt wurde.<br />
Ist das nicht seltsam?<br />
Verabschieden wir uns nun also von der Hoffnung dem Virus entgehen zu können und korrigieren unseren vernebelten Blick in so weit, dass es nicht darum geht ob man das Virus bekommt, sondern wann.<br />
In unserem Fall nach drei Impfungen, also mit milden Symptomen (Wobei die mir persönlich völlig ausreichen. Vor allen Dingen die Kopfschmerzen machen mich fertig).<br />
Und für die Kinder die nicht geimpft werden können, hoffen wir dass sie auf Grund ihres Alters keinen schwerwiegenden Verlauf bekommen.<br />
Ich vermute mal dass mehr als die Hälfte der Kinder im Kindergarten bereits das grosse C gehabt hat. Oftmals ohne es überhaupt zu wissen.<br />
Was ich mich persönlich jetzt frage: Wir sind dreifach geimpft und dann bald auch noch genesen.<br />
Zu was macht uns das dann? Das müsste ja einem Kryptonit-Super-Sonder-Wunderschutz gleichkommen.<br />
Ich denke, ich werde mich in Zukunft in der Telefonzelle umziehen müssen um diesem Status gerecht zu werden.<br />
Zumindest so lange es nicht wieder eine neue Variante gibt (also in zwei Wochen oder so...) ]]>
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            <name>Ingo</name>
                    </author>
    
        <published>2022-02-25T11:40:00Z</published>
        <updated>2022-02-28T07:38:28Z</updated>
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        <title type="html">Wabbelig, glitschig, klebrig und leicht zäh</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 400px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/yuan-xiao.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="400" height="329"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/yuan-xiao.serendipityThumb.jpg" title="元宵 (yuán xiāo) Klebreisklößchen." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">元宵 (yuán xiāo) Klebreisklößchen.</a></div></div>Noch bevor ich nach China gezogen bin um dort zu leben und zu arbeiten, habe ich ein-einhalb Jahre in China gelebt um dort Chinesisch zu lernen.<br />
Noch weiter davor bin ich immer wieder nach China geflogen um dort, ganz klassisch touristisch, Urlaub zu machen und mir das Land anzusehen.<br />
Und noch weiter davor, zu Anfang meiner Reisen nach China (es muss irgendwann zwischen 1990 und 2000 gewesen sein) gab es eine Rundreise quer durch das Reich der Mitte die ich gebucht habe:<br />
Einen Monat lang durch China, jeden bzw. manchmal auch jeden zweiten Tag mit dem Flugzeug woanders hin.<br />
Man hat vor Ort immer einen einheimischen Führer, der einen vom Flughafen abholt und herumführt.<br />
Ich habe viel gesehen, das steht ausser Frage. So gut wie nichts tatsächlich verstanden (bzw. nur auf eine typisch oberflächlich touristische Art und Weise), aber viel gesehen.<br />
Und das ist ja auch nicht weiter schlimm, ich habe ja in den darauf folgenden Jahren mein Wissen um China immer weiter vertieft.<br />
Über eine Sache, die ich damals erfahren habe, möchte ich heute gerne sprechen und es geht wieder mal ums Essen. <img src="http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" class="emoticon" /><br />
Einer unserer Reiseführer hat es sich nicht nehmen lassen uns, entgegen den allgemein gültigen Verhaltensregeln für Fremdenführer in China, die wahrscheinlich so einen Satz wie „Ausländer essen nur ganz einfache Speisen, bestellen sie niemals etwas schmackhaftes oder typisch chinesisches“ enthalten müssen, doch seine Lieblingsgerichte im Restaurant zu bestellen.<br />
Es war wiklich sehr gut. Von Krabben in scharfer Sosse über frittierte Gemüsestückchen bis hin zu einer Speise die mich damals total überrascht hat.<br />
Bis heute noch empfinde ich sie als leicht seltsam, obwohl ich sie inzwischen schon oft gegessen habe.<br />
Die Rede ist von 元宵 (yuán xiāo) oder übersetzt dem Klebreisklößchen.<br />
Vor kurzem war das Laternenfest, das wir im Artikel [[Lampen an]] schon mal besprochen hatten, zu diesem Anlass gab es sie auch bei uns zu Hause hier in Deutschland.<br />
Das interessante daran ist, dass sie in einer Suppe bzw. Sosse schwimmend daherkommen, die wiederum nicht viel mehr als geschmacklich leicht aufgepepptes Wasser zu sein scheint.<br />
Es ist weich, wie ein gekauter Kaugummi, den man in eine Schale Wasser legt und sieht auch ein wenig so aus.<br />
Tatsächlich handelt es sich hier aber um eine Kugel aus Klebreis. Oder um es genauer zu sagen: Der Reis wird zu Mehl gemahlen und dann daraus die Kugel geformt.<br />
Diese ist gefüllt mit einer Paste aus Sesamkörnern bzw. Erdnüssen und Zucker. Es ist eine Süßspeise.<br />
Eine sehr interessante Erfahrung, so wohl geschmacklich als auch von der Textur her.<br />
Wabbelig, glitschig, klebrig und leicht zäh wenn man versucht etwas abzubeißen.<br />
So etwas gibt es in der deutschen Küche so definitiv nicht.<br />
Kann ich jedem Chinareisenden nur wärmstens ans Herz legen. Muss man einfach mal probiert haben.<br />
Man kann sie übrigens auch tiefgekühlt im Asiatischen Supermarkt in Deutschland kaufen. ]]>
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            <name>Ingo</name>
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        <published>2022-02-16T08:26:00Z</published>
        <updated>2022-02-16T08:37:07Z</updated>
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        <title type="html">Willkommen im Club</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 400px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/chinesischer-text.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="400" height="329"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/chinesischer-text.serendipityThumb.jpg" title="Chinesischer Text aus der Schriftensammlung des Konfuzius." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Chinesischer Text aus der Schriftensammlung des Konfuzius.</a></div></div>Wenn man auf Wikipedia nach dem Begriff „heilige Schrift“ sucht, bekommt man eine Vielzahl an Ergebnissen.<br />
Aber um <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tanach" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Tanach">Tanach</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Talmud" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Talmud">Talmud</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Altes_Testament" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Altes_Testament">altes-</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Neues_Testament" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Neues_Testament">neues Testament</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Koran" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Koran">Koran</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hadith" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Hadith">Hadith</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heiligstes_Buch" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Heiligstes_Buch">Ketāb-e Aqdas</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Buch_der_Gewissheit" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Buch_der_Gewissheit">Ketāb-e Īqān</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Veda" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Veda">Veda</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bhagavad_Gita" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Bhagavad_Gita">Bhagavad Gita</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Puranas" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Puranas">die Puranas</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Adi_Granth" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Adi_Granth">Adi Granth</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pali-Kanon" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Pali-Kanon">Pali-Kanon</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kanjur_und_Tanjur" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Kanjur_und_Tanjur">Kanjur und Tanjur</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Daodejing" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Daodejing">道德經 (dào dé jīng)</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zhuangzi" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Zhuangzi">南華經 (nán huā jīng)</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Daozang" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Daozang">道藏 (dào zàng)</a>, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCnf_Klassiker" title="https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCnf_Klassiker">五經 (wǔ jīng)</a>, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vier_B%C3%BCcher_(Konfuzianismus)" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Vier_B%C3%BCcher_(Konfuzianismus)">四书 (sì shū)</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kojiki" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Kojiki">Kojiki (古事記)</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nihonshoki" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Nihonshoki">Nihonshoki (日本書紀)</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Avesta" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Avesta">Avesta</a>, das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Buch_Mormon" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Buch_Mormon">Buch Mormon</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lehre_und_B%C3%BCndnisse" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Lehre_und_B%C3%BCndnisse">Lehre und Bündnisse</a>, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6stliche_Perle" title="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6stliche_Perle">Köstliche Perle</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liber_AL_vel_Legis" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Liber_AL_vel_Legis">Liber AL vel Legis</a> und das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Buch_der_Schatten" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Buch_der_Schatten">Buch der Schatten</a> soll es heute nicht gehen.<br />
Mir ist aufgefallen, dass viele Leute mit denen ich mich unterhalte, ein falsches Verständnis haben, was die chinesische Sprache angeht.<br />
Das liegt ganz einfach daran, dass man es gar nicht so leicht in Worte fassen kann. Aber ich will es trotzdem noch einmal versuchen:<br />
Wenn man ihnen erzählt dass man knapp 3000 chinesische Zeichen auswendig lernen muss um eine normale Zeitung lesen zu können, dann stellen sie sich meist 3000 Bilder vor, die man im Kopf gespeichert hat. Aber ganz so funktioniert es dann doch nicht.<br />
Fangen wir am besten mal ganz von vorne an:<br />
Umfassende Wörterbücher des Chinesischen kennen so um die 70.000 Wörter. Das sind immer noch nicht alle die es gibt, aber schon mal definitiv mehr als ein Mensch in der Regel lernen kann.<br />
Extrem hoch gebildete Menschen haben auch nur so etwas um die 7000 Zeichen in ihrem aktiven Gedächtnis, der durchschnittliche, gebildete Chinese der Mittelschicht so um die 2000 bis 3000.<br />
Aber das System, um sich diese Zeichen alle merken zu können ist doch ein wenig einfacher als man sich das gemeinhin vorstellt (es ist aber trotzdem noch schwierig genug).<br />
Es gibt etwa ein Dutzend unterschiedlich geformte Striche, aus denen man etwas mehr als 200 Module bilden kann (die sogenannten Radikale).<br />
Radikale können die Herkunft eines Wortes beschreiben, entweder vom Sinn her, oder phonetisch.<br />
Somit hat man schon mal einen Anhaltspunkt, der das Lernen etwas einfacher gestaltet.<br />
Ausserdem wurde das Rad nicht immer wieder neu erfunden, sondern Radikale und Gruppen von Zeichen immer wieder verwendet.<br />
Somit kann man sich ganze Zeichenkonstrukte leichter merken.<br />
Wenn man das alles verstanden hat, kann man sich vorstellen dass man, wenn man ein chinesisches Schriftzeichen sieht, unbewusst bereits die Zeichen aus denen es zusammengesetzt ist im Kopf verarbeitet und man bekommt, selbst wenn man das Zeichen nicht lesen kann, eine Ahnung davon um was es sich handeln  könnte.<br />
Oft lässt man sich aber auch damit ablenken und denkt in eine ganz falsche Richtung.<br />
Gerade dann wenn man schon ein wenig Ahnung hat, aber eben noch nicht genug, um den vollen Umfang zu erfassen. Das „gefährliche Halbwissen“, so wie ich es gerne nenne.<br />
Mir passiert das zum Beispiel andauernd, egal ob ich versuche die Werbebotschaften auf den Hochhäusern, die Zeitung oder den Text eines Reiseführers zu entziffern.<br />
Der Künstler <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Xu_Bing" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Xu_Bing">徐冰 (xú bīng)</a> hat dieses Phänomen, das man als Ausländer ganz oft hat, auch für alle Chinesen fassbar gemacht.<br />
Er hat in seinem Werk 天书 (tiān shū) von 1988, was mit „Buch vom Himmel“ oder „Göttliche Schrift“ übersetzt werden kann, 4000 chinesiche Schriftzeichen neu erschaffen, die zwar alle den Regeln der chinesischen Schrift folgen, die es aber eigentlich nicht gibt.<br />
Somit hat er einen Text geschrieben der einem Muttersprachler irgendwie vertraut vorkommen muss, den er aber trotzdem nicht lesen kann.<br />
Da belibt mir nur noch zu sagen: „Willkommen im Club.“ ]]>
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            <name>Ingo</name>
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        <published>2022-02-08T09:11:00Z</published>
        <updated>2022-02-09T07:50:45Z</updated>
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        <title type="html">Das Auge des Drachen</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 272px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/longyan1.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="272" height="400"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/longyan1.serendipityThumb.jpg" title="Die 龙眼 (lóng yǎn)-Frucht, genannt Drachenauge." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Die 龙眼 (lóng yǎn)-Frucht, genannt Drachenauge.</a></div></div>Was klingt wie ein 73 teiliger Fantasy Roman, ist in Wirklichkeit eine Frucht, die in China sehr beliebt ist, ebenso wie die Früchte die wir bereits im Artikel [[Von süssen Früchten, etwas stinkendem und einer Prinzessin]] erwähnt hatten.<br />
Es ist nicht ganz sicher woher die Frucht <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Longan" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Longan">龙眼 (lóng yǎn)</a>, was übersetzt eben Drachenauge oder Auge des Drachen bedeutet, ihren Namen hat.<br />
Die einen sagen, er sei mit der vietnamesischen Stadt bzw. Provinz <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Long_An" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Long_An">Long An</a> verbunden, andere sagen er soll von der chinesischen Stadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Longyan" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Longyan">Longyan (龙岩市 lóng yán shì)</a> kommen, die ähnlich ausgesprochen wird und übersetzt Drachenfelsen bedeutet.<br />
Ich habe sie lange Zeit immer mit der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Litschibaum" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Litschibaum">Lychee bzw. Litschi</a> verwechselt, da sie, wenn sie einmal gepellt sind, sich doch sehr ähneln.<br />
Da sie entfernt verwandt sind, ist das auch nicht weiter verwunderlich.<br />
Saftiges, weißes, ein wenig durchschimmerndes Fruchtfleisch und ein recht großer dunkler Kern.<br />
Eben jene Merkmale, die den Namen Drachenauge auch visuell untermalen.<br />
Beißt man nämlich ein Stück des Fruchtfleischs heraus, so dass man den Kern sehen kann, sieht es tatsächlich aus wie ein Auge.<br />
Meist isst man sie frisch, aber es gibt auch Rezepte für Suppen, Früchtetees, Kuchen oder Reispuddings und in der chinesischen Medizin wird sie auf Grund ihrer Beruhigenden Wirkung auch gerne eingesetzt.<br />
Ausserdem soll sie die kognitiven Funktionen unterstützen und sogar Demenz vorbeugen, sie ist also auch ein wichtiges Mittel in der chinesischen Diätetik (中医食疗 zhōng yī shíl iáo, bzw. 中医药膳 zhōng yī yào shàn), die wir in Artikel [[Es gibt nicht nur Tausende von Krankheiten, sondern auch Tausende von Gesundheiten]] bereits kennen gelernt haben.<br />
<div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 272px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/longyan2.jpg"><img class="serendipity_image_left" width="272" height="400"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/longyan2.serendipityThumb.jpg" title="Die 龙眼 (lóng yǎn)-Frucht, genannt Drachenauge." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Die 龙眼 (lóng yǎn)-Frucht, genannt Drachenauge.</a></div></div>Und der Geschmack ist auch klasse. Ein wenig wie Lychee, aber eben doch ein wenig anders.<br />
Sollte man auf jeden Fall mal probieren, wenn man sie frisch bekommen kann.<br />
Kann ich sehr empfehlen.<br />
In Deutschland habe ich sie noch nie gesehen, aber ich denke dass sie eh, genau wie Lychees, importiert bloss holzig schmecken würden.<br />
Ich bin auch noch über eine Teesorte gestolpert, die Drachenauge genannt wird.<br />
Nach kurzer Recherche hat sich allerdings herausgestellt dass es sich hier wieder einmal um eine schlechte Übersetzung handelt.<br />
Im Original heisst es Drachenperlen, nicht Drachenaugen.<br />
Es sind zusammengerollte Teeblätter, die nicht typisch grün, sondern etwas heller sind.<br />
Man nennt ihn auch weißen Tee (hatten wir im Artikel [[Abwarten und Tee trinken]] einmal kurz angeschnitten).<br />
Die zusammengerollten Blätter erinnern entfernt an Perlen, daher der Name.<br />
Aus Drachenperlen ist dann bei der Übersetzung Drachenaugen geworden.<br />
Hat aber alles nichts mit unseren Früchten zu tun. ]]>
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        <link href="http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/479-Eine-Geste-sagt-mehr-als-tausend-Worte.html" rel="alternate" title="Eine Geste sagt mehr als tausend Worte" />
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            <name>Ingo</name>
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        <published>2022-02-02T08:25:00Z</published>
        <updated>2022-02-03T06:21:47Z</updated>
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        <title type="html">Eine Geste sagt mehr als tausend Worte</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 272px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/kinderbuecher.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="272" height="400"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/kinderbuecher.serendipityThumb.jpg" title="Chinesische Kinderbücher" alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Chinesische Kinderbücher</a></div></div>Eine gängige Aussage, der jeder gute Autor zu Recht sofort widersprechen würde.<br />
Was kann man nicht alles in 1000 gut gewählten Worten ausdrücken. Wer tatsächlich glaubt, dass eine Geste auch nur annähernd das ausdrücken könnte was die Wörter können, der liest offenbar nicht viel.<br />
Es handelt sich hier natürlich wieder einmal um eine Vereinfachung, die den Sinn nur sinngemäß wiedergibt, aber eigentlich falsch formuliert ist.<br />
Es müsste eigentlich heissen: „Eine Geste kann in bestimmten Situationen einfacher und vor allen Dingen schneller ausdrücken was wir meinen als Worte, wenn der Gegenüber den Kontext versteht und die Geste mehr oder weniger eindeutig ist.“<br />
Aber wir alle wissen was gemeint ist, deshalb ist es eigentlich unnötig hier Haarspalterei zu betreiben, aber ich wollte es trotzdem einmal gesagt haben. <img src="http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/smile.png" alt=":-)" class="emoticon" /><br />
<br />
Kinder checken in regelmäßigen Abständen ihre Grenzen ab und testen wie weit sie gehen können.<br />
Das sind die sogenannten Pflegelpfasen. Ich bin mir nicht sicher wie viele es davon gibt, aber ich weiss inzwischen mit Sicherheit, dass sie immer schlimmer werden von Mal zu Mal.<br />
Man kann versuchen ein moderner und aufgeschlossener Erzieher zu sein, erklären statt bestrafen usw. (und das sollte man natürlich auch), aber manchmal ist es schon ein erzieherischer Erfolg, wenn man dem Drang widersteht, die Quälgeister einfach zu verkaufen.<br />
Aber wie auch immer, da muss man dann durch. „Warum hast Du das jetzt gemacht?“, „Glaubst Du dass das eine gute Idee war?“.<br />
Die Annäherungsversuche der Eltern muten stets plump an im Verglkeich zu den teilweise wirklich kreativen Ausreden der Sprösslinge.<br />
Unser Wonneproppen kann inzwischen in jeder Situation erklären warum alle anderen Schuld sind nur er selber nicht, selbst wenn er zweifelsfrei ohne jedweden Einfluss von aussen etwas verbockt hat.<br />
Und er macht einiges was nicht unbedingt gern gesehen ist. Er ist leider, genau wie sein Vater in jungen Jahren, sehr wild und dabei geht hier und da schon mal was zu Bruch.<br />
Man könnte das spätes Karma dem Vater gegenüber nennen, aber das würde uns wieder zu weit in asiatische Glaubenskonzepte abdriften lassen.<br />
Ich staune bei meinem Sohn immer wieder über die Bereitwilligkeit die eigene Unversehrtheit aufs Spiel zu setzen, nur um die Welt mal aus einem anderen Blickwinkel zu erleben, wohl wissend, dass das bei mir früher genau so war.<br />
Der Affe fällt nunmal nicht weit vom Stamm.<br />
Viele Eltern sagen dass ihre Kinder Engel sind, allerdings nur wenn sie schlafen und ich kann durchaus verstehen was sie meinen, aber ich muss einwerfen, dass es noch eine Situation gibt in der unser Sohn regelmäßig ein Engel ist.<br />
Und das ist beim Vorlesen. Er liebt es Geschichten zu hören und wenn sie gut waren auch immer wieder.<br />
Er hat inzwischen mehr Bücher als ich, da meine Frau ständig welche aus China importiert.<br />
Da kann ich beim Kauf von deutschen Kinderbüchern kaum mithalten, alleine schon weil Bücher in Deutschland auf Grund der Buchpreisbindung wesentlich teurer sind als chinesische, aber ich tue mein Bestes.<br />
Wir möchten dass er so viele Geschichten wie möglich aus beiden Kulturkreisen kennenlernt und die Liebe zu Büchern halten wir für sehr zukunftsweisend, da die gesamte menschliche Kultur darauf aufgebaut ist.<br />
Lesen bildet und man kann gar nicht früh genug damit anfangen.<br />
In unserem Fall bedeutet das, ihm Lust auf Geschichten zu machen indem wir ihm viel vorlesen.<br />
Und das ganze entwickelt natürlich auch eine Eigendynamik. Je mehr unser Sohn durch die Bücher von der Welt erfährt, desto mehr erfahren auch wir über die Geschichten und Denkweisen aus der jeweiligen anderen Kultur.<br />
Es ist also, wenn man so will, eine win-win-win-Situation.<br />
Durch lesen kann man sich langsam aber sicher ein immer besseres Bild der Welt machen.<br />
Jeder sollte so viel wie möglich lesen, auch wenn Georg Christoph Lichtenberg angeblich behauptete: „Ein Buch ist ein Spiegel, wenn ein Affe hineinsieht, so kann kein Apostel heraus gucken.“<br />
Denn obwohl das natürlich erst einmal richtig ist, verschweigt es auch wieder Hälfte.<br />
Der gerade vom Baum gefallene Affe kann nämlich mit jedem Buch das er liest, seinen Horizont erweitern und sich immer weiter vom Affe sein entfernen.<br />
Es ist also sehr wohl möglich, dass eines Tages ein Apostel herausschaut, nur eben nicht sofort.<br />
In diesem Sinne verabschiede ich mich wieder und frage ganz bescheiden: „Welches Buch lesen Sie gerade?“ ]]>
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            <name>Ingo</name>
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        <published>2022-01-16T17:36:00Z</published>
        <updated>2022-01-17T07:00:48Z</updated>
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        <title type="html">Die Marktschreier von heute</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 400px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/cctv3.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="400" height="329"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/cctv3.serendipityThumb.jpg" title="Der CCTV Turm in Beijing." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Der CCTV Turm in Beijing.</a></div></div>Wenn ich die alten Posts in meinem Blog lese, wird mir wieder bewusst, wie anpassungsfähig der Mensch doch ist, bzw. wie sehr unsere Wahrnehmung von unserer Umwelt abhängt.<br />
Ich erinnere mich noch daran dass es für mich komisch war wieder zurück nach Deutschland zu kommen, da alles irgendwie bekannt, aber doch ganz weit weg war.<br />
Aber jetzt kann ich dieses Gefühl nicht mehr abrufen, es ist nur noch eine Erinnerung, fast so als würde sie jemandem anderen gehören.<br />
Ich bin wieder ganz in das Leben in Deutschland eingetaucht und alles ist wieder normal und fühlt sich alternativlos an, obwohl ich genau weiß dass das nicht der Wahrheit entspricht.<br />
Das jetzige Gefühl ist also quasi genau das gegenteilige Gefühl von dem, das ich hatte so lange ich in China gelebt habe und von dem ich in diesem Blog immer wieder erzählen wollte.<br />
Es ist schon wieder viel Zeit vergangen und es hat sich nicht viel getan.<br />
Wir können immer noch nicht wieder nach China reisen, Corona ist immer noch ein Thema und wir hoffen von Impfung zu Impfung um zumindest das Schlimmste abzuwenden.<br />
Vor einigen Tagen war das Laba Fest (腊八 là bā), das wir ja noch aus dem Artikel  [[Das Laba-Fest (腊八 là bā)]] kennen und bald ist wieder chinesisches Neujahr. Das Jahr des Tigers beginnt am 1. Februar 2022.<br />
Alles was uns von China bleibt sind die Verbindungen über die sozialen Medien.<br />
Was würden wir nur ohne sie tun? Ohne Videochat und öffentlicher Pinnwand.<br />
Soziale Medien haben das Zusammenleben und die zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb kürzester Zeit für einen grossen Teil der Menschen dramatisch verändert und gehören inzwischen zum guten Ton.<br />
„Social Media ist wie Teenager-Sex. Jeder will es machen. Niemand weiss wirklich wie es geht. Und wenn man dann damit fertig ist, ist man überrascht, dass es nicht besser war“ (Quelle unbekannt).<br />
Und wie es immer so ist bei Dingen die plötzlich populär sind, die Wirtschaft springt auf den Zug auf und macht alles wieder kaputt.<br />
Heute wollen wir uns einmal ein Phänomen anschauen das bei uns immer drastischere Ausmaße annimmt, in China aber zweifelsfrei noch eine Spur schlimmer ist.<br />
Und zwar die Werbung und wie sie Besitz ergriffen hat von Social Media Plattformen.<br />
Der ursprüngliche Gedanke hinter den ganzen Social Media Apps war einmal die Kommunikation.<br />
Eigentlich schon früh in den Anfangsphasen des Internet gab es Programme um sich mit anderen Menschen auszutauschen.<br />
Von Infozeilen auf der Konsole über Emails und Chaträume gibt es inzwischen eine unüberschaubare Fülle an Programmen und Apps.<br />
Ein unumstrittener Powerbooster war, nach etlichen ähnlichen Vorläufern dann Facebook.<br />
Wer hier einen Account hat wird wissen, dass man sich zwischen geposteten Inhalten und untergeschobener Werbung inzwischen fühlt wie in einem Kaufhaus in dem man leise aber konstant mit zum kaufen animiert wird.<br />
Aber auch die Postings und Reposts sind inzwischen, mal mehr, mal weniger unterschwellig, mit Werbebotschaften vollgepackt.<br />
Anderen populären Plattformen wie Twitter, Instagram und wie sie alle heissen geht es da nicht besser.<br />
Inzwischen wird Werbung auch gar nicht mehr von den Marken selber produziert, sondern von sogenannten Influencern (über Sinn und Unsinn dieser Bezeichnung könnte man auch wieder streiten) teilweise subtil, teilweise recht aggressiv unter die Leute gebracht.<br />
So gibt es Bilder vom privaten Sonntagsausflug mit dem Fahrrad für die geneigten Leser (bzw. Follower) wo dann neben den Blumen im Haar und den drapierten Topfpflanzen am Strassenrand auch eine schick in Szene gesetzte Feinwaschmittelflache im Fahrradkorb ihr Debüt feiert.<br />
Nichts funktioniert mehr ohne Werbung, könnte man meinen.<br />
Aber wenn wir einmal ins Land der Mitte schauen, sind all diese Dinge bei uns noch vergleichsweise harmlos.<br />
Eine der einflussreichsten Social Media Plattformen in China ist zweifellos WeChat (微信  wēi xìn).<br />
Obwohl es inzwischen unzählige funktionen und Apps beherbergt, konzentrieren wir uns hier auf die ursprüngliche Chat App.<br />
Menschen können sich gegenseitig zu ihren Freundeslisten hinzufügen und dann neben Textnachrichten auch Bilder und Videos austauschen, telefonieren und videotelefonieren (auch hier gibt es inzwischen noch mehr Funktionen, die sollen uns aber im Moment nicht stören).<br />
Und eine wichtige Funktion neben dem Chat ist noch eine Art schwarzes Brett an dem man seine Bilder oder Videos, Links etc. posten kann, eine Art Mini-Webseite oder Blog wenn man so will.<br />
Sie kennen das: Dies ist der Ort an dem die Leute ihr fotografiertes Essen oder den Ausblick aus dem Hotelzimmer der uninteressierten Masse unter die Nase reiben und verzweifelt auf Smilies, Daumen hoch und Gefällt mir Reaktionen warten.<br />
Inzwischen ist es, gerade auf WeChat, zu einem regelrechten kleinen Marktplatz geworden.<br />
Jeder will Obst direkt vom Erzeuger, Babymilchpulver, Faltencreme oder Glücksarmbänder unter die Leute bringen.<br />
Somit ist eine ursprünglich nette Funktion zu etwas geworden was man sich überhaupt nicht mehr anschauen kann ohne dass das Bedürfnis aufkommt, gelangweilt weiterzuklicken.<br />
Aber hin und wieder findet man dann doch noch die Bilder von alten Bekannten, die das Wochenende dazu genutzt haben eine Fahrradtour in die Aussenbezirke von Beijing zu unternehmen und sieht wer geheiratet oder Kinder bekommen hat.<br />
Es ist nicht alles schlecht, man muss nur immer mehr suchen. ]]>
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            <name>Ingo</name>
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        <published>2021-11-23T09:53:00Z</published>
        <updated>2021-11-23T10:51:03Z</updated>
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        <title type="html">Opa ist gestaubt</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 272px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/tuerschwelle.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="272" height="400"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/tuerschwelle.serendipityThumb.jpg" title="Goldene Türschwelle zum Schutz vor bösen Geistern" alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Goldene Türschwelle zum Schutz vor bösen Geistern</a></div></div>Ich kann mich noch daran erinnern wie ich mit meinem Sohn durch den Wald gegangen bin und er gefragt hat, was eigentlich mit den toten Mistkäfern und den, von den Vögeln halb tot liegen gelassenen Regenwürmern passiert.<br />
Ich habe es mit dem Modell der Jahreszeiten verglichen. Blätter die im Herbst von den Bäumen fallen, werden zu den kleinen Häufchen aus Schnitzelchen, die am Wegrand liegen bis sie immer kleiner und zu Staub werden und irgendwann zu Erde.<br />
Genau so passiert es auch mit den Tieren und den Menschen.<br />
Als mein Vater gestorben ist, haben wir ihm beigebracht, dass man bei einem Menschen der gestorben ist nicht sagt "Er ist kaputt gegangen", sondern eben „Er ist gestorben“.<br />
Er hat das ganze auf genial kindliche Art und Weise kombiniert und sagt seitdem „Opa ist gestaubt“.<br />
Ich finde das ist eine sehr treffende Feststellung und bin mir sicher dass diese die deutsche Sprache durchaus positiv bereichern würde.<br />
Gestorben wird in China genauso wie in Deutschland auch (Das wäre ja auch seltsam, wenn nicht).<br />
Aber der Totenkult ist dann doch ein wenig anders.<br />
In ein paar Artikeln habe ich ja bereits vom Totengeld berichtet, das an Strassenrändern verbrannt wird um den Ahnen zu gedenken und vom Qingming Fest (清明节 qīng míng jié) (In den Artikeln [[Wozu brauchen Tote Geld ?]] bzw. [[Frühling und Tod]]).<br />
Heute wollen wir ganz kurz die ganze Sache aus der Geistersicht betrachten.<br />
Geister sind Tote, die sich in die Welt der Lebenden verirrt haben. Es gibt, wie bei den Lebenden auch Gute und Böse unter ihnen. Und die Bösen möchte man natürlich nicht in seinem Haus haben.<br />
Aus diesem Grund zeigen die Eingänge zu den alten Wohneinheiten in den alten Stadtvierteln klassischerweise nach Süden.<br />
Denn aus dem Norden kommen angeblich die bösen Geister.<br />
Aber auch ohne diese hat es in früheren Zeiten Sinn gemacht den Eingang am Südende des Hauses zu platzieren, denn aus dem Norden kommt (neben unheimlichen Gestalten die eigentlich in die Unterwelt gehören) auch die Kälte in Form von Winterstürmen, die ständig mal mehr, mal weniger durch die verstaubten Strassen wüten und Beijing auch heute noch zu einem sehr unangenehmen Ort machen können, wenn man sich zu lange draussen aufhält.<br />
Heutzutage sind viele der kleinen Wohneinheiten in den alten Stadtvierteln umgebaut und teilweise auf mehrere Besitzer aufgeteilt worden, was dazu geführt hat, dass sich Eingänge nicht nur Richtung Süden befinden, sondern überall.<br />
Ebenso wird dieses Prinzip nicht bei allen Neubauten eingehalten. Nur Bauherren die der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Feng_Shui" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Feng_Shui">Fengshui Lehre (风水 fēng shuǐ)</a> folgen tun dies noch um für ein gutes Karma zu sorgen.<br />
Und wenn sich doch ein Geist mal derart verirren sollte und vor der Türe steht, gab es im alten China noch einen Trick um sie am eintreten zu hindern:<br />
Eine hohe Türschwelle. Man kann sie nicht nur in Templen, Palästen und anderen offiziellen Gebäuden finden, sondern eben auch bei ganz normalen Wohneinheiten aus früheren Tagen.<br />
Hintergrund ist die Annahme dass bösen Menschen, wenn sie sterben die Kniescheiben entfernt werden und sie somit nicht mehr die Beine anheben können um über die Schwelle zu steigen.<br />
Wer immer geglaubt hat, dass nur deutsche Märchen blutrünstig seien, kann sich bei den Chinesen informieren und sich hier auch eine Scheibe (eine Kniescheibe) abschneiden.<br />
Ein weiterer Trick, böse Geister fernzuhalten sind Brücken, die im Zickzackverlauf gebaut wurden. Diese findet man oft in öffentlichen, so wie privaten chinesischen Gärten.<br />
Angeblich können böse Geister nämlich nur geradeaus gehen und sie somit nicht überqueren.<br />
Es gibt allerdings noch eine andere Erklärung warum diese Brücken genau in dieser Art und Weise geformt sind und die kommt aus dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zen" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Zen">Zen-Buddhismus (禅 chán)</a>:<br />
Um Ruhe und Gelassenheit im Geist hervorzurufen, lenkt man mit Hilfe der Brücke, die man nicht einfach gedankenverloren geradeaus überqueren kann, die Achtsamkeit auf das hier und jetzt.<br />
Beide Erklärungen sind legitim und verbreitet. Suchen Sie sich einfach diejenige aus, die Ihnen besser gefällt. <img src="http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" class="emoticon" /> ]]>
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            <name>Ingo</name>
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        <published>2021-09-29T09:37:00Z</published>
        <updated>2021-09-29T10:28:39Z</updated>
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        <title type="html">Satz von Cover</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 272px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/vs-tor.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="272" height="400"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/vs-tor.serendipityThumb.jpg" title="Tor in der verbotenen Stadt in Beijing." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Tor in der verbotenen Stadt in Beijing.</a></div></div>Der Satz von Cover ist nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_M._Cover" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_M._Cover">Thomas M. Cover</a> benannt, der eine gemeinsame Professur der Fachbereiche Elektrotechnik und Statistik der Stanford University innehielt.<br />
Der Satz besagt ganz platt gesprochen, dass Datenpunkte die sich in einem niedrig-dimensionalen Raum (z.B. 2 Dimensionen) nicht linear in unterschiedliche Gruppen trennen lassen (also durch eine Linie), sich aber sehr wahrscheinlich in einem höher-dimensionalen Raum in dieser Weise voneinander absetzen lassen (also z.B. in einem 3 dimensionalen Raum durch eine Ebene).<br />
Ausser ein paar Statistikern und Informatikern ist dieser Satz sonst wahrscheinlich noch nie jemandem zu Ohren gekommen, dabei kann man ihn doch so schön auf das Leben projezieren.<br />
Zumindest auf mein Leben lässt sich dieser Satz sehr gut anwenden:<br />
Einige Dinge, die man in jüngeren Jahren nicht lösen konnte, da einem einfach der Überblick gefehlt hat, lassen sich aus einem neuen Blickwinkel ganz einfach bewerkstelligen.<br />
Hilfreich sind die angesammelten Erfahrungen und alles Erlernte um aus einem ehemaligen Problem eine leicht zu erledigende Aufagabe zu machen. Oder etwas das man früher nicht verstanden hat, letztendlich zu vertehen.<br />
Es geht also diesmal um das Alter, Erfahrungen und die kleine Portion Weissheit die man in seinem Leben ansammeln kann.<br />
Dabei ist es eigentlich völlig egal ob es sich um tiefphilosofische Themen oder ganz banale Dinge handelt.<br />
So wie unangenehme Situationen die entstehen, wenn man die falschen Worte wählt. Besonders in einer fremden Sprache.<br />
Oft sind einem nicht alle Redewendungen bekannt und schnell kann man schonmal ungewollt etwas unbeabsichtigtes sagen, das den gegenüber lauthals loslachen, oder zumindest ungläubig stutzen lässt.<br />
Zur Auflockerung habe ich hier wieder ein kleines Beispiel:<br />
破 (pò) bezeichnet etwas kaputtes, das über die Zeit abgenutzt oder sonstwie kaputt gegangen ist.<br />
破鞋 (pò xié) sind also ausgelatschte Schuhe.<br />
Allerdings bezeichnet man damit auch eine (nun sagen wir mal „asserhalb ihrer Beziehung sexuell interessierte“) Frau.<br />
Man sollte also tunlichst aufpassen wenn man tatsächlich über seine kaputten Schuhe sprechen möchte.<br />
搞 (gǎo) frei übersetzt „machen“ ist das passende Verb dazu.<br />
搞破鞋 (gǎo pò xié) würde man also in Neudeutsch mit „herumhuren“ bezeichnen.<br />
Allerdings gibt es diese Bezeichnung nur für Frauen. Männer die herumhuren, werden wie in den meisten anderen Kulturen auch, kaum als etwas negatives wahrgenommen.<br />
Aber wir schweifen wieder ab.<br />
<br />
Mein Leben lang hat es mich in die Ferne gezogen, niemals wollte ich still stehen.<br />
Arbeit und manchmal auch Faulheit standen dem Drang oft im Wege, aber er war immer da.<br />
Ich wollte in die Stadt, am besten ins Zentrum, dort wo das Leben ist, wo man nachts nicht schläft.<br />
Wenn man seinen Traum dann einmal erreicht hat, also in einer Stadt mit über 20 Millionen Einwohnern gewohnt hat, die sich die meisten Daheimgebliebenen nicht annähernd ausmalen können, merkt man irgendwann dass es eigentlich nur Umstände macht in so einer Stadt zu leben.<br />
Die Wege sind so lang, dass man den halben Tag damit beschäftigt ist irgendwohin zu fahren, nur um etwas alltägliches zu erledigen und die ständigen Menschenmassen machen das Leben auch nicht angenehmer.<br />
Und dann irgendwann (zumindest in meinem Alter) wünscht man sich ein kleines Zuhause am Stadtrand einer kleinen deutschen Stadt.<br />
irgendwas wo man schnell in die Wanderstiefel springen und kurz über die Strasse im Wald seinen Gedanken hinterherhängen kann.<br />
Beijing ist aufregend und ich bin immer wieder gerne dort und liebe es auch weiterhin die Stadt und alles in ihr und um sie herum zu erkunden, aber ich brauche das nicht mehr täglich. Der Drang ist nicht mehr da.<br />
Ein grosser Punkt auf der „Lebensliste “ ist abgehakt und man braucht sich an dieser Stelle keine Gedanken mehr zu machen, dass man es später einmal bereut diese Erfahrung nicht gemacht zu haben.<br />
Aber wie schon gesagt ändert sich die Sichtweise im Leben nach einer gewissen Zeit (Zumindest tut sie das bei den meisten Menschen).<br />
Nicht dass man plötzlich ganz andere Ansichten vertritt (das mag bei dem einen oder anderen auch vorkommen), sondern vielmehr hier und da ein paar Dinge die sich ändern.<br />
Das kann aus Bequemlichkeit sein, oder weil man gewisse Dinge bereits kennt und deren Erfahrung nicht nocheinmal machen muss oder, oder, oder.<br />
Als ich mich vor inzwischen etlichen Jahren entschlossen hatte nach China zu ziehen, habe ich mich bewusst nicht darauf versteift dass dies ein Abschied für immer sei, da Berichte von anderen Leuten bereits immer wieder davon erzählt haben, dass es nicht möglich sei dort ein Leben zu führen wie man es gewohnt ist.<br />
Trotzdem habe ich mir diese Option offen gehalten und die Möglichkeit dass es doch so kommen könnte, wurde nicht zuletzt durch den Umstand unterstützt, dass ich im Vergleich zu anderen Expats in China doch eine andere Herangehensweise hatte.<br />
So habe ich mich bewusst immer von den Expat-Zusammenkünften fern gehalten, habe Chinesisch gelernt um mit den Einheimischen kommunizieren zu können etc.<br />
Aber es hat sich über die Zeit doch herausgestellt, dass die vielen Berichte von Leuten die zeitweise in China gelebt haben, durchaus richtig sind, zumindest in einigen wesentlichen Punkten.<br />
Man ist als Ausländer in China immer ein Ausländer.<br />
Das hört sich jetzt erst einmal seltsam an. Was das genau bedeutet ist, dass man erstens immer als Ausländer wahrgenommen wird.<br />
Man hat eben kein chinesisches oder asiatischen Aussehen und so wird man dann auch ständig wie ein Tourist behandelt.<br />
Ein Umstand, der mich oft genervt hat. Man gewöhnt sich dran, aber es ist trotzdem anstrengend manchmal.<br />
Und zweitens beeinflusst das Ausländersein in China massiv den Freundeskreis.<br />
Die meisten Chinesen sind zwar nett zu einem, wollen aber am liebsten auch nichts mit einem zu tun haben.<br />
In China wird der Freundeskreis fast ausschliesslich nach dem Prinzip „kann der in irgendeiner Weise nützlich für mich sein“ ausgewählt. Dieses Phänomen hat vor allen Dingen in den letzten Jahren extrem zugenommen.<br />
Und als Ausländer, der vermeintlich eh früher oder später das Land wieder verlässt, hat man in dieser Kathegorie keinen besonders hohen Stellenwert.<br />
Die Freundschaften die man also aufbauen kann sind einerseits die zu anderen Expats.<br />
Und diese Freundschaften sind in der Regel nur gültig, so lange man in der selben Blase lebt.<br />
Kehrt einer wieder nach Hause zurück, wird er auch sofort von allen anderen vergessen.<br />
Oder man baut Freundschaften zu Leuten (Chinesen so wie anderen Ausländern) auf, die man bei irgendwelchen Freizeitaktivitäten kennen gelernt hat (also in der Regel in einer Bar oder einem Pub).<br />
Das ist jetzt nichts verwerfliches, viele Freundschaften beginnen so.<br />
Aber wenn man dann irgendwann einmal heiratet und Kinder hat, verändert sich das Leben doch schon enorm.<br />
Die Freundschaften werden weniger, schon alleine aus dem Grund dass man weniger Zeit hat, und beschränken sich meist auf sehr wenige alte Freunde und ein paar Neue aus dem Umfeld des Kindergartens, der Schule oder dem Fussballclub der Sprösslinge.<br />
Derartige Freundschaften lassen sich als Ausländer in China aber nur sehr schwer finden.<br />
Als Fazit halten wir also fest: Das Leben in China ist aufregend, kann aber im täglichen Leben, vor allen Dingen mit Familie, unnötig beschwerlich sein.<br />
Wer also mit dem Gedanken spielt eine Zeit lang in China zu leben, sollte das am besten tun, so lange er noch keine Familie hat.<br />
Dann hat man einerseits den ganzen Spass und auf der anderen Seite wesentlich weniger Dinge über die man sich Sorgen machen muss. ]]>
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            <name>Ingo</name>
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        <published>2021-09-03T08:05:00Z</published>
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        <title type="html">Post und Zoll</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 400px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/loewe.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="400" height="329"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/loewe.serendipityThumb.jpg" title="Wieder mal einer der Löwen, diesmal nicht aus Stein." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Wieder mal einer der Löwen, diesmal nicht aus Stein.</a></div></div>Post und Zoll, ein ewiges Thema.<br />
Bzw. DHL (die ich hier der Einfachheit halber mal als Post bezeichne).<br />
Es werden immer mehr Artikel, die dieses Thema behandeln und das wundert auch nicht weiter, schliesslich ist unsere Post bekannt dafür Dinge zu verschlampen oder mit ihren beamtentypischen Prozessen normale Leute zur Weissglut zu bringen.<br />
Heute also wieder einmal eine kleine Anekdote aus dem Umfeld der inetrnationalen Postzustellung:<br />
Vor neun Monaten haben meine Schwiegereltern ein Paket zu uns geschickt.<br />
Drei Wochen nach Aufgabe des Pakets kam dann auch das bekannte Schreiben vom Zoll zur Nachverzollung. Bis dahin noch alles normal.<br />
Auf Grund von Corona sollte man bitte die Nachverzollung über DHL machen lassen. Gerne, ich habe nämlich auch keine Lust mir einen Tag freizunehmen nur damit ich ein Paket selber nach Hause schleppen kann, das eh an mich adressiert ist.<br />
Ich finde es widerspricht grundsätzlich der Idee des Versendens, ein Paket selber zu transporieren .<br />
Also Unterlagen zurückgesendet (kann man sogar jetzt online machen, obwohl das Schreiben per Post komt. Wow!).<br />
Die Benachrichtigung vom Zollamt dass das Paket an DHL übergeben wird kam auch prompt, also nur noch warten auf das Paket.<br />
Aber es kam nicht. Den Sendungsstatus konnte man im Internet auch nicht mehr checken, es war einfach verschwunden.<br />
Telefonisch konnte man es mit der Sendungsnummer noch finden (Es wurde einem dann jedes Mal gesagt, dass die Postleitzahl nicht stimme), aber man bekam über die Websuche im Internet gar keine Informationen mehr zu dem Paket.<br />
Sehr interessant. Der Brief vom Zoll ist ja mit der richtigen Postleitzahl zugestellt worden, muss sich also im Nachhinein ein Fehler eingeschlichen haben.<br />
Inzwischen habe ich mir abgewöhnt bei der telefonischen Auskunft „Sendungsstatus“ anzugeben, sondern wähle direkt „Reklamation“ aus, dann bekommt man wenigstens einen Ansprechpartner (Denn die künstliche Intelligenz die hinter dem System steckt ist offensichtlich noch auf dem stand der 80er Jahre und ganz offensichtlich nicht in der Lage Anfragen befriedigend zu bearbeiten).<br />
Einen Suchauftrag werde man in die Wege leiten und das Paket werde sich bestimmt ganz schnell wiederfinden.<br />
Nach einer ganzen Weile habe ich dann doch noch einmal angerufen und erfahren, dass ich als Empfänger gar keinen Suchauftrag eröffnen kann, sondern dies von der Senderseite geschehen muss. Aber alles gar kein Problem, es verzögert sich alles derzeit ein wenig und ich solle noch bis Ende der Woche warten, dann wäre das Paket bestimmt schon auf dem Postweg.<br />
Es ist dann tatsächlich wieder in der Sendungsverfolgung im Internetportal aufgetaucht.<br />
Etwas verstörend allerdings ist der Umstand, dass es inzwischen dreimal zum Zoll transportiert wurde und danach immer wieder in die Region der Auslieferung.<br />
Ich unterstelle niemandem etwas Böses, schliesslich hätte niemand einen Vorteil davon das Paket spazierenzufahren,  ich glaube tatsächlich an völlige Unfähigkeit.<br />
Also erst mal beruhigt und wieder angerufen (das läuft wie folgt ab):<br />
- Angeben dass es sich um eine Reklamation handelt<br />
- mit einem Paket<br />
- international<br />
- ja, Sendungsnummer ist vorhanden<br />
- und die Sendungsnummer langsam buchstabieren.<br />
Dann kommt eine echte Person an den Apparat, man erzählt ihr die ganze Geschichte, gibt nochmal die Sendungsnummer an und seine Adresse.<br />
Dann heisst es „Ich schaue mal kurz nach“ und dann nichts mehr. Man hört nichts, es gibt kein Freizeichen, gar nichts.<br />
Man legt dann erst nach drei Minuten auf, da man wider dem gesunden Menschenverstand doch insgeheim hoff, es würde sich noch etwas tun.<br />
Wenn man es dann eingesehen hat ruft man noch einmal an und geht nochmal durch das ganze Prozedere.<br />
Was soll ich Ihnen sagen: Genau das gleiche ist mir nocheinmal passiert. Entweder die Telefonanlage hatte einen Fehler oder die Unfähigkeit dieses Unetrnehmens zieht sich durch alle Fachbereiche.<br />
Beim dritten Mal hatte es dann funktioniert und man sagte mir, dass die Sendung wieder beim Zoll wäre und ich auf das Schreiben warten solle.<br />
...<br />
Inzwischen waren bereits fast drei Monate vergangen, ich habe immer wieder mit Post und Zoll telefoniert, die mir jeweils den gleichen Schwachsinn erzählt haben.<br />
Die Post behauptete sie hätten das Paket noch nicht bekommen und es läge noch beim Zoll, während der Zoll sagte, das Paket sei bei der Post.<br />
Es ist also niemand zuständig und somit kann man auch niemanden unter Druck setzen.<br />
Zumindest hatte ich endlich die Aussage bekommen dass dies kein Einzelfall ist und bereits mehrere Leute aktuell dieses Problem hatten.<br />
---<br />
Wieder einen Monat und etliche Telefonate später immer noch nichts neues.<br />
Oder besser gesagt: Zwischendurch ist ein Brief mit den Kosten für die nachträgliche Postverzollung gekommen und ich habe mich in kindischer Naivität dazu hinreissen lassen zu glauben das Paket wäre gefunden und auf dem Weg zu uns.<br />
Aber weit gefehlt. die Kosten wurden (sehr verspätet) eingefordert, obwohl der Verbleib de Pakets weiterhin ungewiss war.<br />
Meine Nachrichten an die Post sind in ihrer Wortwahl etwas ausgefallener (bzw. leicht ausfallend) geworden, aber ich habe endlich die Information bekommen, dass ich als Empfänger über das Online-Portal doch einen Nachverfolgungsauftrag einstellen kann.<br />
Das habe ich natürlich sofort versucht.<br />
Was sich aber gar nicht so einfach gestaltet, wenn man die offizielle Webseite durchsucht.<br />
Selbst mit der internen Suchfunktion und dem Suchwort „Nachforschungsauftrag“, was das System einen bereits nach ein paar eingetippten Zeichen von ganz allene vorschlägt, findet man nicht zu der tatsächlichen Eingabemaske des Nachforschungsauftrags.<br />
Dazu muss man schon gezielt eine unabhängige Suchmaschine befragen.<br />
Ich habe sie dann gefunden (die Seite mit der Eingabemaske) und meine Daten eingegeben, mit dem Ergebnis, dass die Postleitzahl angeblich falsch sei.<br />
Da kam ich mir dann so richtig verarscht vor.<br />
Ich hatte bereits schon über zwanzig mal bei diesem Ignoratenverein angerufen und jedes mal die korrekte Postleitzahl angegeben, das hätte man definitiv mal anpassen können (ich hab es ja nur jedes Mal vorgeschlagen).<br />
Ich habe also wieder eine unschöne Nachricht geschrieben, bereits mit dem Hintergedanken dass sich ohne eine groß angelegte Geiselnahme hier wohl nicht viel bewegen wird.<br />
Dann ist angeblich wirklich ein Nachforschungsauftrag eingeleitet worden, seit dem ich natürlich nichts mehr gehört habe.<br />
„Man wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen“ hieß es. Inzwischen war das Paket bereits über vier Monate unterwegs.<br />
Ist es vielleicht möglich, dass DHL einfach eine Liste an Floskeln abarbeitet ohne tatsächlich irgend etwas in die Wege zu leiten?<br />
Die wissen womöglich gar nicht dass sie ein Paketdienst sind...<br />
...<br />
Weitere fünf Monate später (Also <strong>neun</strong> Monate nach Aufgeben der Sendung) ist das Paket wieder beim Absender in China aufgetaucht.<br />
Na herzlichen Glückwunsch! Die Anziehsachen für unseren Sohn, die darin waren, werden definitiv nicht mehr passen, wenn es ein weiteres Mal auf die Reise geschickt wird.<br />
Völliges Unverständnis gab es auf Seiten meiner Frau und der Schwiegereltern, denn so ein Problem lässt sich in China mit ein, zwei Telefonanrufen einfach regeln.<br />
Aber nicht in Deutschland. Das fällt mir immer wieder auf.<br />
Prozesse scheinen derart festgefahren, dass man als Kunde völlig den Launen des Systems ausgesetzt ist.<br />
In China plant man schon mit ein dass mal etwas nicht so funktioniert wie es sollte und man kann entsprechend gegensteuern, wenn man sich kümmert.<br />
Das scheint in Deutschland nicht ansatzweise möglich zu sein, denn zwei herausragende Eigenschaften der Deutschen scheinen, wie es uns in der Regel vorgeworfen wird, tatsächlich Sturheit und Resistenz gegenüber Verbesserungen zu sein.<br />
Als Fazit halten wir also fest: Wenn ein Paket beim Zoll ankommt, unbedingt hingehen und es selber abholen.<br />
Ansonsten ist es der Willkür einer Bande von Ahnungslosen ausgesetzt und die Zustellung reine Glückssache. ]]>
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            <name>Ingo</name>
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        <published>2021-07-08T08:40:00Z</published>
        <updated>2021-07-08T10:13:27Z</updated>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 400px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/bj4.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="400" height="329"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/bj4.serendipityThumb.jpg" title="Beijing" alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Beijing</a></div></div>Lange ist es her dass ich etwas in diesem Blog geschrieben habe und viel erzählenswertes ist auch nicht passiert.<br />
Corona hatte die Welt zeitweise komplett lahm gelegt und auch wir sind alle brav zu Hause geblieben.<br />
Inzwischen ist das Einkaufen mit Mund-Nasenschutz schon zur Normalität geworden und Urlaub zu einem fernen Traum.<br />
Jetzt gibt es die ersten Lockerungen, da fast die Hälfte der Deutschen (endlich) die erste Impfung gegen CoVid19 erhalten hat und viele Geschäfte machen wieder auf.<br />
In wie weit das angemessen oder wieder einmal zu früh war wird sich noch zeigen, die Befürchtungen dass sich die Delta-Variante jetzt wieder schneller verbreiten könnte, sind allgegenwärtig.<br />
Auch wir sind inzwischen das erste Mal geimpft, aber bis es so weit war ist auch schon wieder eine Geschichte für sich.<br />
Meine Impfung ging tatsächlich reibungslos von Statten, da meine Firma sich um Impfdosen über den Betriebsarzt gekümmert hatte, aber die Impfung über Impfzentrum bzw. Hausarzt war eine totale Katastrophe.<br />
Aber das nur am Rande.<br />
Ich persönlich finde es noch zu früh um in Urlaub zu fahren, aber auch ich muss zugeben, dass ich ein Ende der Massnahmen herbeisehne.<br />
Wir wollen ja irgendwann auch mal wieder nach China. Nicht zuletzt damit unser Sohn mal wieder Oma, Opa und all die anderen Familienmitglieder sehen kann bei denen er die ersten Lebensjahre aufgewachsen ist.<br />
Aber so einfach ist das leider nicht. Aktuell gibt es keine Möglichkeit nach China zu reisen, denn seit dem 28. März 2020 gilt in China ein weitgehendes Einreiseverbot für Ausländer.<br />
China hat also, wie der Türsteher einer übervollen Disko, einfach dicht gemacht.<br />
Und auch Chinesen selber, die im Ausland leben haben es derzeit nicht einfach nach Hause zu kommen.<br />
Und diejenigen die einreisen dürfen, werden auch nicht einfach dort hin geflogen wo sie hin möchten, sondern dorthin wo sich eines der Hotels befindet in denen man die Quarantäne absitzen muss (14 Tage Quarantäne plus 7 Tage Gesundheitsüberwachung. Je nachdem wo man landet auch schon mal 14 Tage Gesundheitsüberwachung).<br />
Es kann also vorkommen, dass man eigentlich nach Beijing möchte, aber erst einmal nach Shanghai kommt.<br />
Der Aufenthalt muss natürlich selber gezahlt werden und der anschliessende Weitertransfer zum eigentlichen Bestimmungsort auch.<br />
Aber das sind nicht die einzigen Hürden. Selbst wenn man reisen könnte, würde man einen wirklich gesalzenen Preis für das Flugticket bezahlen müssen, denn die Preise haben sich mal eben verdreifacht.<br />
Derzeit erkennt China auch noch nicht ausländische Impfstoffe wie Biontech (das deutsch-amerikanische Mittel) oder ähnliche an.<br />
Man geht davon aus, dass es sich hier um eine Art Trotzreaktion handelt, da die chinesischen Impfstoffe bei uns auch nicht anerkannt werden.<br />
Bisher ist noch nie ein Impfstoff aus China in Europa zugelassen worden.<br />
Das wird sich in diesem Fall wahrscheinlich auch nicht so bald ändern, da China offensichtlich die nötigen Daten nicht zur Verfügung stellen möchte.<br />
Man redet bereits von einem internationalen Impfpass und wie man für so ein Projekt zusammenarbeiten könnte, aber sind wir mal ehrlich: wenn man die Impfstoffe gegenseitig nicht anerkennt, wird das auch nichts mit einem internationalen Impfpass.<br />
Wir sind also noch lange nicht am Ziel. ]]>
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            <name>Ingo</name>
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        <published>2021-03-19T10:52:00Z</published>
        <updated>2021-03-19T17:14:44Z</updated>
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        <title type="html">Never change a running system</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 272px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/sunset.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="272" height="400"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/sunset.serendipityThumb.jpg" title="Leichter Smog in Beijing." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Leichter Smog in Beijing.</a></div></div>Wenn man in Deutschland irgendetwas von irgendwelchen Behörden benötigt, geht das in der Regel nicht beim ersten Versuch, sondern es muss kommuniziert werden warum die verquere Einstellung des Amtes im aktuellen Fall völlig fehl am Platz ist.<br />
Das beschreibt den Umgang mit deutschen Behörden und Ämtern eigentlich schon sehr ausführlich.<br />
Wir haben aktuell auch wieder ein Thema, bei dem wir eine teilweise Kostenrückerstattung beantragt hatten, die natürlich erst einmal standardmäßig abgelehnt wurde.<br />
Hintergrund ist, dass man nachweisen muss dass der besuchte Kurs, für den man das Geld wiederhaben möchte, auch erfolgreich abgeschlossen wurde.<br />
Es wird also stillschweigend verlangt, dass man dem selben Amt das die Zertifikate ausgestellt hat, die das Bestehen bescheinigen, diese wieder zusammen mit dem Antrag auf Kostenrückerstattung einreicht.<br />
Mal abgesehen davon dass das an sich schon völlig sinnbefreit ist, könnte man auf solche Dinge auch einfach im Antrag hinweisen, wie ich finde.<br />
Nun gut, wie auch immer. Ich habe natürlich direkt bei besagtem Amt angerufen und mich erkundigt was nun zu tun sei.<br />
Wie man mir sagte, könnte man einfach einen neuen Antrag einreichen oder gegen die Ablehnung Einspruch einlegen.<br />
Es sei schneller einfach einen neuen Antrag zu stellen sagte man mir am Telefon.<br />
Aber inzwischen habe ich ja auch ein wenig Lebenserfahrung und bin nicht das erste mal mit Behörden in Kontakt.<br />
Da bei nicht eingereichtem Einspruch nach einem Monat der Anspruch auf das Geld erlischt, gehe ich davon aus, dass (gerade in jetzigen Zeiten, in denen Behördentätigkeiten noch länger dauern als sonst) ein bearbeiten eines neuen Antrags seitens des Amtes diese Frist übersteigen könnte und es gar kein Geld gibt.<br />
Also schnell einen Brief aufgesetzt. Ja, genau, solche Dinge müssen in Deutschland zwingend auf dem Postweg erledigt werden (Ich bin ja schon froh, dass man es nicht faxen muss) (Den Antrag selber muss man übrigens auch postalisch einreichen).<br />
Und da sind wir dann auch schon beim heutigen Thema:<br />
An dieser Stelle konnte meine Frau nicht mehr an sich halten und musste lauthals loslachen.<br />
Solche Dinge seien in China undenkbar und hätte es zuletzt gegeben als ihre Eltern noch jung waren.<br />
Und ich muss ihr an dieser Stelle tatsächlich Recht geben. Deutschland lebt, während der Rest der Welt bereits im Zeitalter der Informationstechnik angekommen ist, weiterhin in der Bronzezeit.<br />
Man mag vielleicht verstehen, dass man solchen Dingen wie dem bargeldlosen Zahlungsverkehr mit Hilfe des Mobiltelefons gegenüber misstrauisch ist, aber behördliche Kommunikation heutzutage noch ausschließlich auf dem Postweg zuzulassen ist in meinen Augen extrem rückwertsgewandt.<br />
Man muss, wenn man einmal international vergleicht, schon gut suchen bis man noch ein Land findet in dem das so vorkommt.<br />
Inzwischen fühle ich mich immer öfter so wie ein Einwohner eines Dritte-Welt-Staates wenn ich mich mit Freunden aus anderen Ländern unterhalte.<br />
Es gibt nicht wirklich viele Themen bei denen man mithalten kann: Online-Unterricht, behördlicher Service per Email und über das Mobiltelefon, Hochgeschwindigkeitszüge und der Ausbau des Schienennetzes.<br />
Und auch ganz einfach das Interesse an neuen Technologien und das Wissen um sie im täglichen Leben.<br />
Man merkt immer und überall dass Deutschland das Land der alten Leute ist (und damit sind die trägen alten Leute gemeint und all die Leute für die früher immer alles besser war).<br />
Verstehen Sie mich nicht falsch: Deutschland hat viele Vorteile gegenüber anderen Ländern und das macht es in der Gesamtheit zu einem mehr als attraktiven Ort den man sein Heim bezeichnen möchte.<br />
Aber Aufgeschlossenheit und Interesse dem Neuen gegenüber gehören definitiv nicht dazu.<br />
Um also auf unsere einleitende Überschrift zurückzukommen: Man kann ein laufendes System weiter laufen lassen.<br />
Da spricht überhaupt nichts dagegen, vor allen Dingen nicht, wenn man sich nicht sicher sein kann ob die Alternative genau so gut funktionieren wird.<br />
Man kann es aber auch übertreiben und  immer weiter laufen lassen, während man zusieht, wie alle anderen Systeme mit Vollgas an einem vorbeiziehen.<br />
Ein wenig mehr Innovationsgeist und (positiven) Blick in die Zukunft würde ich mir manchmal doch schon wünschen. ]]>
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            <name>Ingo</name>
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        <published>2021-02-03T20:27:00Z</published>
        <updated>2021-02-04T13:20:19Z</updated>
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        <title type="html">Veronika der Spargel wächst</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 400px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/chunbing.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="400" height="329"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/chunbing.serendipityThumb.jpg" title="春饼 (chūn bǐng)" alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">春饼 (chūn bǐng)</a></div></div>Heute war der 2. Februar 2021 und „Frühlingserwachen“, nur ohne das ganze Drama aus <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Wedekind" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Wedekind">Frank Wedekinds</a> gleichnamigem Stück.<br />
Also ganz einfach der Zeitpunkt an dem der Frühling offiziell beginnt.<br />
Moment mal, werden jetzt einige bestimmt sagen. Das ist aber ein wenig zu früh!<br />
Der offizielle Frühlingsanfang in Deutschland ist erst am 20. März 2021.<br />
Nun das hat, wie schon so oft in diesem Blog, natürlich wieder mit dem chinesischen Kalender zu tun.<br />
Der teilt das Jahr nämlich in 24 Jahresabschnitte (节气 jié qì) ein und der erste beginnt genau heute.<br />
Frühlingsanfang beschreibt genau genommen in China die Zeit in der die Tiere langsam aus ihrem Winterschlaf erwachen und das Eis anfängt zu tauen.<br />
Bei uns zu Hause (hier in Deutschland) gab es heute ein klassisches Gericht, das man zu dieser Zeit in den nördlichen Regionen Chinas isst:<br />
春饼 (chūn bǐng) was übersetzt so viel wie Frühlingskuchen heisst. Wobei Kuchen hier keine Süßspeise meint, sondern eine Art Pfannkuchen.<br />
Auf Neudeutsch würde man Wrap sagen, was geschmacklich gesehen das ganze tatsächlich noch etwas besser beschreibt.<br />
Und passend zum Frühlingsanfang häufen sich auch schon die Anfragen ob wir nicht ein zweites Kind haben wollen.<br />
Ich habe tatsächlich mitbekommen, dass einige Eltern im Kindergarten die Zeit des Lockdowns offensichtlich genutzt haben und jetzt schwanger sind.<br />
Ganz im Sinne der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Comedian_Harmonists" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Comedian_Harmonists">Comedian Harmonists</a> nach dem Text von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Jurmann" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Jurmann">Walter Jurmann</a> aus dem auch der Titel dieses Eintrags entlehnt ist : „Mädchen lacht, Jüngling spricht: „Fräulein, wollen Sie oder nicht. Draussen ist Frühling““<br />
Und so scheint man schon ein Außenseiter zu sein, wenn man seinen Trieben nicht komplett die Kontrolle überlässt. <img src="http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" class="emoticon" /><br />
Der Mensch ist ja glücklicherweise nicht auf die Jahreszeit angewiesen um Nachwuchs zu zeugen.<br />
Aber interessant finde ich es schon, dass die Nachfragen genau jetzt häufiger kommen.<br />
<br />
Spargel enthält übrigens das Mangelvitamin Folsäure, Vitamin C, E und ß-Carotin sowie dem Mineralstoff Kalium. ]]>
        </content>
        
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            <name>Ingo</name>
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        <published>2021-01-23T21:05:00Z</published>
        <updated>2021-01-26T16:10:12Z</updated>
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        <title type="html">Wie ein Fisch im Wasser</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 400px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><img class="serendipity_image_right" width="400" height="329"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/video/expo.gif"  alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Fische im Wasser</div></div>Um meine schwindenden Chinesischkenntnisse etwas aufzufrischen hat meine Frau beschlossen mich chinesische Gedichte auswendig lernen zu lassen.<br />
Jede Woche ein kleines Lied oder Gedicht aus einem klassischen Konext.<br />
Ich gebe zu, ich war zuerst skeptisch, aber bereits das erste Gedicht (es ist eigentlich ein Lied und kein Gedicht im klassischen Sinne) hat mich bereits in seinen Bann gezogen und sogar dafür gesorgt, dass ich wieder einmal etwas im China Blog poste.<br />
Es ist aus der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Han-Dynastie" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Han-Dynastie">Han Dynastie (汉朝 hàn cháo)</a>, die von 206 v. Chr. bis 220 n. Chr. reichte.<br />
Hier erst einmal der Text:<br />
<br />
江南可采莲 (jiāng nán kě cǎi lián)<br />
An der Mündung des Changjiang Flusses kann man Lotus ernten.<br />
<br />
莲叶何田田 (lián yè hé tián tián)<br />
Lotusblätter so weit man sieht.<br />
<br />
鱼戏莲叶间 (yú xì lián yè iān)<br />
Zwischen ihnen spielen die Fische.<br />
<br />
鱼戏莲叶东 (yú xì lián yè dōng)<br />
Sie spielen im Osten,<br />
<br />
鱼戏莲叶西  (yú xì lián yè xī)<br />
im Westen,<br />
<br />
鱼戏莲叶南 (yú xì lián yè nán)<br />
im Süden<br />
<br />
鱼戏莲叶北  (yú xì lián yè běi)<br />
und im Norden.<br />
<br />
<br />
Nicht besonders aufregend auf den ersten Blick, aber das interessante steckt natürlich wieder im Detail.<br />
Das schöne daran wenn man so etwas nicht einfach von enem Lehrer vorgesetzt bekommt, sondern von jemanden den man gut kennt ist, dass man über diese Dinge sprechen und sie hinterfragen kann.<br />
In unserem Fall kann man nämlich auch wieder zwischen den Zeilen lesen.<br />
Ein umgangssprachlicher Ausdruck in China heisst 鱼水之欢 (yú shuǐ zhī huān).<br />
Frei übersetzt: Fische und Wasser zusammen sind einfach fröhlich.<br />
Es hat allerdings nicht die Bedeutung wie „wie ein Fisch im Wasser“, sondern bezieht sich ganz klar auf die körperliche Liebe.<br />
Ich überlasse es wie immer Ihrer schmutzigen Phantasie sich auszumalen wer oder was mit Fisch und Wasser gemeint sein könnte. <img src="http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/smile.png" alt=":-)" class="emoticon" /><br />
Das Lied selber spielt aber bloss indirekt auf den Sex an, generell versteht man es eher als das neckische, zweideutige Treiben der Jungen und Mädchen die den Lotus ernten (was dann zugegebenermaßen im Liebesspiel enden kann).<br />
Na denn würde ich mal sagen: „Butter bei die Fische“ <img src="http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" class="emoticon" /> ]]>
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            <name>Ingo</name>
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        <published>2020-11-24T14:47:00Z</published>
        <updated>2020-11-27T14:39:53Z</updated>
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        <title type="html">Schon wieder Corona (gähn...)</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 272px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/hutti.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="272" height="400"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/hutti.serendipityThumb.jpg" title="Alte Stadtviertel (胡同 hú tòng) in der Nähe des 后海 (hòu hǎi) Sees." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Alte Stadtviertel (胡同 hú tòng) in der Nähe des 后海 (hòu hǎi) Sees.</a></div></div>Deutschland befindet sich auf Grund von Corona und den rapide steigenden Zahlen an Infizierten im „Teil-Lockdown“.<br />
Gaststätten, Kinos, Theater usw. haben geschlossen, während die Leute weiterhin zur Arbeit gehen müssen, wenn ihnen ihr Arbeitgeber nicht die Möglichkeit zum Home-Office ermöglicht.<br />
Und die Schulen und Kindergärten sind auch offen.<br />
Oder sagen wir lieber: Sie sind so lange offen, bis wieder jemand positiv auf Corona getestet wurde und werden dann eine Zeit lang geschlossen. Danach geht das Spiel wieder von vorne los.<br />
So auch in unserem Kindergarten. Eine später positiv getestete Person hatte Kontakt zu zwei Kindergärtnerinnen, von denen dann eine auch positiv getestet wurde.<br />
Das bedeutet Quarantäne für alle Kinder und anderen Personen die Kontakt mit ihr hatten, 14 Tage lang.<br />
Man bekommt vom Gesundheitsamt eine lapidare SMS, so fern die Kindergartenverwaltung die Telefonnummer weitergegeben hat, die sagt: „Das Gesundheitsamt hat entschieden dass Sie in Quarantäne müssen. Alle Informatonen erhalten sie per email von...“.<br />
In der Email steht dann noch einmal genau das gleiche in einer schöneren Formulierung und es gibt ein paar Links zu allgemeinen Dokumenten.<br />
Nirgendwo steht bis wann man sich zu Hause einschliessen muss, das muss man bei seinem Kindergarten erfragen, denn eine Telefonnummer für den Ernstfall gibt es zwar auch, aber wie mir alle Beteiligten bestätigt haben, ist die Leitung selten besetzt.<br />
Das Gesundheitsamt arbeitet auch am Limit. Das merkt man vor allen Dingen dann, wenn das offizielle Schreiben, in dem explizit steht warum und bis wann man in Quarantäne muss, erst eine Woche nachdem man bereits wieder vor die Türe darf im Briefkasten liegt.<br />
Man ist also schön zu Hause geblieben, hat gehört dass es andere wirklich erwischt hat und fragt sich: „Haben wir es vielleicht auch, nur mildere Symptome?“<br />
Nun, ohne Symptome kein Test, es sei denn man ist willens ihn selber zu bezahlen. Also weiterhin Ungewissheit.<br />
Wenn man sich, wie ich, in der glücklichen Lage befindet dass die Firma einem anbietet kostenfrei einen Corona Schnelltest zu machen, dann sieht das ganze schon besser aus.<br />
Also Stäbchen in den Hals (und zwar bis zum Anschlag.) und 30 Minuten auf das Ergebnis warten.<br />
Der Test ist negativ, die Erleichterung gross und die Ungewissheit vorüber (Zumindest eine Zeit lang).<br />
... und dann war da noch die Geschichte mit dem Ordnungsamt:<br />
Als wir letztens beim Kinderarzt waren und wir in eine Gruppe Beamte vom Ordnungsamt gelaufen sind habe ich ein kleines Stück weit verstanden warum immer mehr Leute sich gegen die eigentlich sinnvollen Auflagen auflehnen.<br />
Aber fangen wir von vorne an: Für den Besuch beim Kinderarzt nehmen wir neuerdings immer ein Taxi um die überfüllten Bahnen zu vermeiden.<br />
Also Maske an, rein ins Taxi zum Kinderarzt. Hier muss selbstverständlich auch eine Maske getragen werden.<br />
Nach dem ganzen Prozedere erst mal an die frische Luft und kurz durchatmen.<br />
Auf dieser Strasse ist es leider neuerdings auch Pflicht eine Maske zu tragen (nicht dass man das irgendwo sehen könnte, das muss man einfach wissen).<br />
Wir hatten die Maske also nicht einmal eine Minute ab und auch niemanden in unserer Nähe mit dem wir Viren hätten austauschen können, da mussten wir auch schon 50 EUR pro Person Strafe zahlen.<br />
Keine mündliche Verwarnung oder ähnliches, sofort zur Kasse.<br />
Das ist um so ärgerlicher, da wir eigentlich sehr darauf bedacht sind uns und andere zu schützen.<br />
Wie gesagt: Da kann ich die Verdrossenheit einiger in der Bevölkerung durchaus nachvollziehen.<br />
Wenn kein Dialog mehr möglich ist, sondern einfach nach schwarz und weiss unterschieden wird, dann machen die Maßnahmen grundsätzlich keinen Sinn, da niemand sie für gerecht erachten kann und dadurch ihre Befolgung grundsätzlich nicht unbedingt sinnvoll erscheint.<br />
In meinen Augen ein klares Zeichen in die falsche Richtung.<br />
Ich würde nicht so weit gehen und die Maßnahmen grundsätzlich in Frage stellen, aber es offenbart sich doch wieder das alte, leider viel zu deutsche Problem das ich auch schon vor Jahren in dem Artikel [[Klugscheißer]] beschrieben habe.<br />
Neben der deutschen Überheblichkeit die Abarbeitung von Richtlinien ohne Sinn und Verstand.<br />
Es macht mir immer weniger Spass in die Stadt zu fahren und ich hab auch die Lust verloren mich überhaupt noch mit Menschen auseinandersetzen zu müssen.<br />
Ich bin im Moment einfach froh, wenn ich mit der Familie zu Hause sitzen kann und meine Ruhe habe (so fern man bei Home-Office mit Kind überhaupt von Ruhe reden kann).<br />
Und damit das heute kein Artikel wird der völlig losgelöst vom Blog Thema „China“ ist, möchte ich ganz lapidar festhalten dass es all das im Reich der Mitte auch gibt: Eine allgegenwärtige Corona-Verdrossenheit, das Warten auf den ersehnten Impfstoff, Maßnahmen über Maßnahmen und eine Art Ordnungsamt, dessen Mitarbeiter herumlaufen, den Leuten das Leben schwer machen und sich aufführen wie die Axt im Walde.<br />
Ein schwacher Trost, aber immerhin. Wir sind nicht alleine. ]]>
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        <link href="http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/464-Beijing-falten.html" rel="alternate" title="Beijing falten" />
        <author>
            <name>Ingo</name>
                    </author>
    
        <published>2020-11-08T23:53:00Z</published>
        <updated>2020-11-09T00:33:59Z</updated>
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        <title type="html">Beijing falten</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 400px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/hutong77.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="400" height="329"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/hutong77.serendipityThumb.jpg" title="Die alten Stadtviertel Beijings (胡同 hú tòng) bei Nacht." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Die alten Stadtviertel Beijings (胡同 hú tòng) bei Nacht.</a></div></div>„Das Kennzeichen des unreifen Menschen ist, dass er für eine Sache nobel sterben möchte, während der reife Mensch bescheiden für eine Sache leben möchte.“<br />
Ein Zitat von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Stekel" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Stekel">Wilhelm Stekel</a>, einem österreichischen Arzt und Psychoanalytiker, das auch in dem Roman „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_F%C3%A4nger_im_Roggen" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_F%C3%A4nger_im_Roggen">Catcher in the Rye</a>“ von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/J._D._Salinger" title="https://de.wikipedia.org/wiki/J._D._Salinger">J.D. Salinger</a> aufgegriffen wird.<br />
Eigentlich der einizige Lichtblick in einem sonst überaus langweiligen Buch. Eine Geschichte die so nichtssagend ist, dass sie nur noch von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Fontane" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Fontane">Fontanes</a> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Effi_Briest" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Effi_Briest">Effie Briest</a> an Reizlosigkeit überboten werden kann.<br />
Aber kommen wir zurück zum Thema: Die Jugend.<br />
Auf der einen Seite ist es schön in Erinnerungen zu schwelgen und ihr ein wenig melancholisch nachzutrauern, auf der anderen ist es aber mindestens genau so gut, dass sie vorbei ist, schliesslich war sie bloss Vorbereitung auf das richtige Leben.<br />
Und was macht Chinas Jugend so, mal abgesehen von studieren und mit Freunden zum Karaoke zu gehen?<br />
Man hört, dass es eine gewisse Politikverdrossenheit unter den nachfolgenden Generationen gibt.<br />
Das sind allerdings wieder Meldungen aus der westlichen Presse.<br />
Dazu muss man sagen dass grundsätzlich weltweit viele Jugendliche noch kein grosses Interesse an Politik zeigen (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel), dass man in China nicht gerne offen über Politik redet und hier auch generell viele Dinge die Politik betreffen bloss Lippenbekenntnisse sind.<br />
Bei den meisten Dozenten und Professoren an Chinas Universitäten und in vielen anderen Berufsebenen auch, ist es von Vorteil Mitglied der Partei zu sein.<br />
Vielerorts wird man als Chinese auch ganz unverhohlen gefragt ob man nicht beitreten möchte (der bekannte Wink mit dem Zaunpfahl).<br />
Man tut also was man tun muss, dafür muss man nicht unbedingt ein brennender Verfechter der politischen Ideale sein.<br />
Also viele Dinge die in den westlichen Medien missverstanden werden können, weshalb ich diesen Aussagen auch gar nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken möchte.<br />
Grundsätzlich ist es schwierig in China einen Trend auszumachen, wenn das zu beurteilende Gebiet auch nur entfernt mit Politik zu tun haben könnte.<br />
Auch oder gerade in der Literatur tut man sich bei diesem Thema in China besonders schwer.<br />
Möchte man ein wenig am Puls der Zeit fühlen, muss man schon in Genres wie der Science Fiction gucken und ein wenig zwischen den Zeilen lesen.<br />
Hier sind einige Dinge möglich, die man in anderen Genres so nicht schreiben könnte.<br />
Ich habe mich zum Beispiel immer gefragt wie es sein kann, dass gerade ein Buch wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman)" title="https://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman)">1984</a> von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/George_Orwell" title="https://de.wikipedia.org/wiki/George_Orwell">George Orwell</a> in wirklich jedem Buchladen Bejings zum Verkauf angeboten wird.<br />
In westlichen Ländern wird sofort jede Neuerung wie die Google Brille oder die Standorterfassung diverser Mobiltelefon Apps oder auch politische Maßnahmen wie die Ausgangsbeschränkungen zur Corona Abwehr in Verbindung mit diesem Buch gebracht und vor einem Überwachungsstaat gewarnt. Gerechtfertigt oder auch nicht.<br />
Das passiert in China so nicht, dieses Buch ist lediglich ein Klassiker.<br />
Aber wir alle wissen, dass sein Inhalt sehr wohl ein Spiegel unserer Zeit ist und vertun Sie sich nicht: Chinesen wissen das auch.<br />
Auch die jüngeren Generationen.<br />
Und da schliesst sich auch schon wieder unser Kreis, denn heute möchte ich über eine junge Autorin schreiben:<br />
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hao_Jingfang" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Hao_Jingfang">郝景芳 (Hăo Jǐngfāng)</a>, die mit ihrer Erzählung 北京折叠 (běi jīng zhé dié), übersetzt „Peking falten“, 2016 den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Award" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Award">Hugo Award</a> erhalten hat.<br />
Sie ist 1984 geboren, hat bereits 2002 in ihrer High School ihren ersten Literaturpreis gewonnen, Physik studiert und einen Ph.D in Wirtschaftswissenschaften gemacht.<br />
Eigentlich nicht der typische Werdegang eines Autors, was das ganze noch erfrischender macht.<br />
Einziges Manko an dieser (im deutschen) knapp 80 Seiten langen Erzählung:<br />
Sie ist viel zu kurz. Das ist eigentlich Stoff für einen Roman.<br />
Und genau so liest sich dann auch die Erzählung wie das erste Kapitel eines solchen.<br />
Ich fürchte dass sich die Autorin nicht dazu hinreissen lässt an dieser vielversprechenden Geschichte weiter zu schreiben, aber eine schöne Idee wäre es schon.<br />
Für mich vor allen Dingen sehr interesant sind viele Kleinigkeiten, die spitzfindig herausgestellt wurden.<br />
Somit ist der Protagonist in der Geschichte, obwohl er aus ärmlichen Verhältnissen kommt und auf einmal mit dem Leben der Bessergestellten konfrontiert und gewahr wird dass viele Dinge so gar nicht fair laufen, überhaupt nicht neidisch oder missgönnt irgendjemandem etwas.<br />
Das schafft eine sehr seltsame Atmosphäre, die man in der Geschichte zwar wahrnimmt, die aber noch einmal eine andere Bedeutung bekommt, wenn man einmal in Asien gelebt hat und es anders interpretieren kann.<br />
Und in diesem Fall, denke ich, ist es auch ein kluger Schachzug um der Geschichte selber weniger Angriffsfläche für eventuelle Zensur zu bieten.<br />
In dieser Erzählung möchte niemand nobel sterben und das Zitat von Wilhelm Stekel am Anfang dieses Artikels würde hier viel besser hineinpassen als in dem Roman von J.D. Salinger.<br />
Womit wir auch wieder bei den einführenden Worten wären.<br />
Fassen wir also zusammen: Absolut lesenswert und inzwischen auch kein Geheimtipp mehr.<br />
Nur zu kurz das ganze. ]]>
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            <name>Ingo</name>
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        <published>2020-10-20T07:00:00Z</published>
        <updated>2020-10-20T10:44:53Z</updated>
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        <title type="html">Die grossen Leute verstehen nie etwas von selbst</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 272px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/wiedercctv.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="272" height="400"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/wiedercctv.serendipityThumb.jpg" title="Der CCTV Tower in Beijing." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Der CCTV Tower in Beijing.</a></div></div>Seit über einem Jahr leben wir nun in Deutschland.<br />
Und der Kontakt nach China, den wir durch die Familienanbindung natürlich haben, gibt uns die Möglichkeit immer wieder Eigenarten und Begebenheiten in China und Deutschland miteinander zu vergleichen.<br />
Heute widmen wir uns mal der Kindererziehung und insbesondere den Kindergärten, denn da gibt es aus deutscher Sicht einiges zu berichten.<br />
Kurz vorab: das Schulsystem in China und somit auch schon der Kindergarten als Sprungbrett zu einer guten Schule ist ein hart umkämpfter Markt und Eltern geben teils unglaubliche Summen für einen Kindergartenplatz aus.<br />
90.000 RMB Jahresbeitrag (das ist bereits billiger als wenn man monatlich zahlen würde) sind durchaus keine Seltenheit für eine typische Familie mittleren Einkommens (Das sind aktuell über 11.400 EUR) und nach oben ist wie immer alles offen.<br />
Besonders beliebt sind Kindergärten, in denen es ausländische Lehrer gibt, damit die Sprösslinge schon so früh wie möglich Englisch aufschnappen können.<br />
Der Kindergarten bestimmt schon, welche Schulen man eventuell besuchen kann und die Schulen bestimmen an welchen Universitäten man sich bewerben kann.<br />
Die Universitäten wiederum können im hohen Maße bestimmen bei welchen Firmen man eventuell Aussicht auf eine Anstellung hat.<br />
Es besteht also von Anfang an ein enormer Leistungsdruck, so wohl bei den Kindern, wie auch bei den Eltern. Das nur als Vorabinformation.<br />
Somit ist es also auch keine Seltenheit dass die Kleinen bereits im Kindergarten Hausaufgaben aufbekommen.<br />
Das können kleine Aufgaben sein, so wie das Ausmalen von Kreisen, Sternen und Rechtecken oder, wenn die Kinder etwas älter sind, auch schon mal kleinere physikalische Experimente.<br />
Man sollte meinen dass so etwas im Kindergarten selber gemacht werden sollte und den Kindern etwas mehr Freiraum zum Spielen gewährt werden müsste, aber nicht so in China.<br />
Ein Kindergartentag ist streng durchgeplant und wird von den Erziehern mal mehr, mal weniger liebevoll durchexerziert.<br />
Dass den Kindern hier ein erheblicher Teil des für die Entwicklung so wichtigen Spielens fehlt ist natürlich allen klar.<br />
Als Ausgleich dazu schickt man die Kleinen neben dem Kindergarten auch direkt noch in eine „Spiele Klasse“.<br />
Was das sein soll? Nun, ein Unterricht, in dem man lernt wie man spielt. Ich habe hier ein paar Beispiele:<br />
Es gibt den „Bewegungsunterricht“ (ganz platt übersetzt). Hier laufen die Kinden auf allen vieren, krabbeln durch Röhren, klettern etwas oder hüpfen.<br />
Dabei rennt ihnen stets ein Lehrer hinterher der sie anfeuert und erklärt wie sie es besser machen können.<br />
Also das was Kinder eigentlich sowieso tun: Springen, klettern, laufen.<br />
Ein extremeres Beispiel für die Erziehung hin zur Unselbständigkeit kann es kaum geben sagen Sie? Warten Sie ab:<br />
Es gibt eine Klasse um das Laufrad fahren zu lernen. Kein Witz.<br />
Ich habe dafür mit meinem Sohn ein paar freie Nachmittage, etwas Enthusiasmus und seinen natürlichen Spieltrieb benötigt.<br />
In China muss man dafür bereits wieder seinen Geldbeutel locker machen. Es scheint wirklich ein enormer Konkurrenzdruck, auch schon bereits bei Kindern in diesem Alter,  auf der Gesellschaft zu liegen.<br />
Seit geraumer Zeit spriessen auch Lego-Klassen wie Pilze aus dem Boden.<br />
Lego ist ja eigentlich ein hervorragendes Spielzeug um die Kreativität zu fördern.<br />
Allerdings muss man sie sich dafür auch entfalten lassen. Sprich: Einfach mal nichts tun, nicht intervenieren.<br />
Die besagten Lego-Klassen tun natürlich alles andere als das.<br />
Es werden aufwendige und komplizierte Gebilde wie historische Bauten, bekannte Automobilmarken oder ähnliches unter Anleitung präzise nachgebaut.<br />
In einem Land in dem immer wieder moniert wird dass die jungen Leute keine Kreativität mitbringen und in vielen Unternehmen aus diesem Grund Ausländer bevorzugt eingestellt werden, sollte man doch meinen, dass man bei den folgenden Generationen genau dieses Manko versucht zu eleminieren.<br />
Aber der Konkurrenzdruck ist offensichtlich so gross, dass Eltern wie vernarrt in messbare Ergebnisse des Lernfortschritts ihrer Kinder sind.<br />
Und durch dieses Raster fällt Kreativität nun mal komplett durch.<br />
Oder um es mit den Worten des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_kleine_Prinz" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_kleine_Prinz">kleinen Prinzen</a> (von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Antoine_de_Saint-Exup%C3%A9ry" title="https://de.wikipedia.org/wiki/Antoine_de_Saint-Exup%C3%A9ry">Antoine de Saint-Exupéry</a>) zu sagen:<br />
„Die grossen Leute verstehen nie etwas von selbst. Für die Kinder ist es zu mühsam, ihnen immer alles erklären zu müssen.“ ]]>
        </content>
        
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            <name>Ingo</name>
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        <published>2020-10-11T19:54:00Z</published>
        <updated>2020-10-11T19:55:16Z</updated>
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        <title type="html">Ich, der letzte Idiot</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 272px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/wieder-cbd.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="272" height="400"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/wieder-cbd.serendipityThumb.jpg" title="Häuser in Beijings CBD District." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Häuser in Beijings CBD District.</a></div></div>Wir haben wieder ein Paket aus China bekommen. Diesmal ist es nicht erst durch die ganze Welt geschickt worden, sondern tatsächlich auf dem richtigen Wege zugestellt worden.<br />
Bis zu einem gewissen Punkt zumindest, denn wenn der Zoll sieht dass der Wert des Inhalts den Freibetrag für Geschenke übersteigt, wird man angeschrieben: Ja, tatsächlich postalisch, obwohl die Telefonnummer auf dem Paket steht.<br />
In China würde man sich den Aufwand sparen und einfach anrufen. Es wird sogar erwartet dass man solche Dinge per Telefon regelt und dazu seine Nummer mit angibt.<br />
Nicht so in Deutschland (Ich bin ja schon froh dass sie nicht versucht haben die Sachen zu faxen <img src="http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" class="emoticon" /> ).<br />
Man kann die Post, bzw. DHL die Sachen nachverzollen lassen, dazu muss man den beigefügten Schein ausfüllen und die Quittungen vorlegen.<br />
Die Quittungen haben die wenigsten Menschen wenn sie ein Geschenk geschickt bekommen, also muss man sich auf den Weg machen und selber vorstellig werden.<br />
Dann können die Kollegen vom Zoll in das Paket schauen, die Sachen schätzen und man bezahlt die noch offenen Steuern.<br />
Aber natürlich nur mit Termin, schließlich geht Corona um.<br />
Es gibt eine Telefonnummer und eine Email Adresse um einen Termin zu machen.<br />
Die Telefonnummer steht wahrscheinlich nur <span title="der Form halber, der Form wegen, um einer Vorschrift zu genügen, nur zum Schein" class="serendipity_glossaryMarkup">pro forma</span> dort, denn wenn man dort anruft wird man von der Wartemusik an den nächsten freien Apparat weitergeleitet, es klingelt eine Weile, dann landet man wieder in der Warteschleife mit der Wartemusik.<br />
Zwischendurch wird man von der netten Computerstimme darüber informiert dass das Gespräch gehalten wird.<br />
Und so dreht man sich knapp 15 Minuten im Kreis, bis die Verbindung dann abgebrochen wird.<br />
Mit Telefonen scheinen sie es wirklich nicht zu haben.<br />
Also einen Termin per Email machen. Und siehe da, das klappt dann auch relativ fix.<br />
Da ich nicht zum ersten Mal zum Zoll gehe um ein Paket aus China abzuholen, habe ich bereits alle Informationen gesammelt und mich auf den Weg gemacht.<br />
Eine kurze Zwischeninfo:<br />
In China bekommt man immer und überall Rabatte, wenn man einkaufen geht.<br />
Es gibt Preisnachlass zu bestimmten Zeiten, ähnlich dem Sommer- bzw. Winterschlussverkauf, es gibt Rabatte wenn man einen bestimmten Gesamtbetrag überschreitet, man mehrere Artikel oder manchmal auch bestimmte Kombinationen von Artikeln kauft und es gibt natürlich Tages-Schnäppchen die die Kunden in die Geschäfte locken sollen.<br />
In den wenigsten Fällen zahlt man tatsächlich was auf dem Preisschild steht.<br />
Halten wir das kurz im Hinterkopf.<br />
Ich bin also zum Zollamt gefahren um unser Paket nachzuverzollen, da der Freibetrag geringfügig überschritten war.<br />
Die Preise für die einzelnen Sachen habe ich aus China gesendet bekommen, da auf der Zollerklärung im Lieferschein der Platz nur ausreicht um grob zu beschreiben was sich im inneren des Pakets befindet.<br />
Der Zollbeamte schaut also in das Paket hinein und findet jede Menge Kinderkleidung an der noch das Preisschild aus dem Laden hängt.<br />
Kurz überschlagen ergibt sich eine Summe die die angegebene auf dem Paket leider übersteigt.<br />
Wir erinnern uns, was wir gerade gelernt haben: Die Preise sind absolut richtig, da alles mit Ermäßigung eingekauft wurde.<br />
Ein Umstand der den Zoll natürlich überhaupt nicht interessiert und ich sehe aus wie der letzte Idiot.<br />
Man sollte bei den Zollangaben also nicht zu ehrlich sein und angeben was man bezahlt hat, sondern das was auf den Schildern steht, oder sie besser entsorgen.<br />
Haben wir also wieder etwas gelernt. ]]>
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            <name>Ingo</name>
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        <published>2020-10-01T07:26:00Z</published>
        <updated>2020-10-20T09:24:26Z</updated>
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        <title type="html">Bitte nicht zu weit aus dem Fenster lehnen</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 272px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><img class="serendipity_image_right" width="272" height="400"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/video/fensterputzer.gif" title="" alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Professionelle Fensterputzer im Innenstadtbereich</div></div>Ich denke ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte dass in China vieles anders ist als man es im Westen kennt.<br />
Eigentlich sind es immer die alltäglichen Kleinigkeiten die die Unterschiede ausmachen, denn grundsätzlich streben Menschen ja alle nach den gleichen Dingen. Die Famile muss versorgt werden, die Kinder eine gute Ausbildung bekommen, es muss immer genug zu Essen auf dem Tisch sein und darüber hinaus soll das Leben natürlich auch nicht langweilig werden.<br />
Aber die Herangehensweisen wie gewisse Dinge gehandhabt werden unterscheiden sich dann eben doch teilweise sehr voneinander.<br />
Aber was erzähle ich Ihnen? Als geneigter Leser dieses Blogs wissen Sie das natürlich alles.<br />
Ich habe seit einiger Zeit keinen Artikel mehr veröffentlicht, was nicht zwangsläufig daran liegt dass mir die Geschichten ausgehen seitdem ich wieder in Deutschland lebe (obwohl das tatsächlich die kleine Angst ist, die durch meinen Kopf geistert) sondern vielmehr dass ich einfach keine Zeit hatte mich hinzusetzen und etwas zu schreiben.<br />
Ich fürchte dass das auch in der nahen Zukunft so sein wird. Es werden also nicht mehr Artikel in kurzen Abständen wie zur Anfangszeit erscheinen, sondern im Gegenteil die Wartezeiten zwischen ihnen zwangsläufig recht groß bleiben.<br />
Wie auch immer, heute ist es wieder einmal an der Zeit eine kleine Anekdote aus dem Reich der Mitte mit Ihnen zu teilen:<br />
Es geht um das Fensterputzen. Eine Beschäftigung die ich gewohnt war selber zu erledigen und die ich, so lange es ging immer vor mir hergeschoben habe bis die Fenster so dreckig waren das es keine Möglichkeit mehr gab darüber hinweg bzw. durch sie hindurch zu sehen.<br />
In China wohnt man in den grossen Städten fast ausschliesslich in Hochhäusern und diese haben teils recht skurrile bauliche Eigenarten.<br />
So kann man nicht immer alle Fenster öffnen und benötigt schon Spezialwerkzeug um an alle Scheiben von außen heranzukommen.<br />
Wenn man einen Erker im Wohnzimmer hat, der rundum mit Fenstern ausgestattet ist, kommt man auch damit nicht viel weiter.<br />
Um die Fenster "um die Ecke" zu putzen muss man zwangsläufig irgendwie nach draussen und um den Erker herum klettern.<br />
Man bestellt also einen Fensterputzer, was ohnehin nichts besonders darstellt, da man Dienstleistungen jeglicher Art in China wesentlich billiger bekommt als in Deutschland und die Menschen diese auch wesentlich häufiger in Anspruch nehmen als bei uns.<br />
Ich weiß gar nicht mehr in welchem Stockwerk wir wohnten als wir das erste mal einen Fensterputzer bestellt haben, aber es war definitiv 10 oder höher.<br />
Ich bin also davon ausgegangen dass ein paar junge Männer vorbeikommen, die sich mit ihrem Sicherheitsgeschirr am Fenster festmachen. Einer drinnen zur Sicherung, einer aussen, so wie man sich das eben als typischer Europäer vorstellt, oder man es schon zigfach an den Bürogebäuden im Innenstadtbereich gesehen hat.<br />
Was dann kam war alles andere als das: Eine Frau, ich schätze sie so Mitte 50, die lediglich mit einem Eimer, Putzmittel und ein paar Tüchern bewaffnet aus dem Fenster geklettert ist und sich krampfhaft an den kleinen vorstehenden Kanten der Fensterrahmen mit einer Hand in der kalten Herbstluft festgehalten hat, während sie frei schwebend über den Anwohnerparkplätzen mit der anderen die Scheiben gewischt hat.<br />
Mir ist beim bloßen Zugucken der Angstschweiß auf die Stirn getreten.<br />
Es ist ja kein Geheimnis daß es viele Menschen in China gibt, aber das ist doch noch kein Grund den Tod dermaßen herauszufordern.<br />
Aber das was bei uns sämtliche Gewerkschaften, Arbeitsrechtler und andere auf die Barrikaden bringen würde ist in China ganz normal.<br />
Definitiv nichts für zartbesaitete Menschen. Und auch ich musste mir auf die Lippe beißen und habe mir immer wieder gedacht: "Bitte nicht zu weit aus dem Fenster lehnen". ]]>
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            <name>Ingo</name>
                    </author>
    
        <published>2020-09-11T14:01:00Z</published>
        <updated>2020-09-11T16:00:41Z</updated>
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        <title type="html">Durcheinander, 7, 8, schlecht</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 400px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/vsn.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="400" height="329"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/vsn.serendipityThumb.jpg" title="Die Mauer der verbotenen Stadt bei Nacht." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Die Mauer der verbotenen Stadt bei Nacht.</a></div></div>乱七八糟 (luàn qī bā zāo) ist ein interessanter chinesischer Ausdruck.<br />
乱 (luàn) steht für Durcheinaner, Chaos, 七 (qī) ist die 7, 八 (bā) die 8 und 糟 (zāo) steht für erbärmlich, miserabel, schlecht.<br />
Wort für Wort übersetzt ist es ein ziemliches Durcheinander und genau das drückt der Ausspruch auch aus.<br />
Wenn das einfache Wort 乱 (luàn) für unordentlich nicht mehr ausreicht, dann hängt man noch die anderen Wörter hintendran um zu betonen, dass es sich wirklich um ein außerordentliches Chaos handelt.<br />
Beschreiben kann man damit so ziemlich alles und genau das wollen wir auch heute tun.<br />
Ich habe nämlich in letzter Zeit wieder vermehrt die Erkenntnis gewonnen, dass jeder Mensch für sich eine eigene Wahrnehmung der Welt entwickelt hat und viele Leute diese offensichtlch unbedingt auch lautstark zum Ausdruck bringen müssen.<br />
Je chaotischer die Ansichten, desto lauter ihr Verfechter, so scheint es.<br />
Corona hat viele unterschiedliche Meinungen entstehen lassen und zu teilweise recht skurrilen Ereignissen geführt.<br />
Die sogenannten Hygienedemos, vor allen Dingen in Berlin, sind ein gutes Beispiel dafür.<br />
Dabei möchte ich gar nicht, wie sonst in den Medien üblich, die ungewöhnliche Konstellation von Neuzeithippies und anderen eher linksgerichteten Protestlern die neben Reichsbürgern,  Holocaustleugnern und anderen Individuen aus der eher rechten Szene protestieren herausstellen, sondern mich ganz bewusst ausschließlich auf die Inhalte der angemeldeten Demo selber beziehen.<br />
Da ging es, ganz grob zusammengefasst darum, dass man die Maßnahmen die man zur Coronaeindämmung verordnet hat als zu drastisch einschätzt.<br />
Da gibt es dann natürlich auch wieder unterschiedliche Abstufungen.<br />
Die einen, die seit der Kurzarbeit finanziell kaum noch über die Runden kommen und Selbstständige die mit jedem Tag mehr Schulden anhäufen über Menschen denen das Tragen einer Maske über einen längeren Zeitraum dermaßen unangenehm ist, dass sie diese Maßnahme wieder abschaffen wollen bis hin zu Leuten die davon überzeugt sind dass es Corona gar nicht gibt, sondern es nur ein Vorwand ist um bald eine Impffpflicht zu verordnen und den Menschen einen Microchip zu implantieren, oder ähnliches.<br />
Alles bunt durcheinander, ein wundersames, teils märchenhaft anmutendes Chaos. 乱七八糟 (luàn qī bā zāo).<br />
Ich kann den Wunsch durchaus nachvollziehen, auch ich habe es satt beim Einkaufen und in der Straßenbahn ständig eine Maske tragen zu müssen.<br />
Aber der Wunsch alleine reicht leider nicht aus um eine Pandemie zu beenden.<br />
Zugegeben in Deutschland sind die Zahlen der schweren Fälle nicht mehr sehr hoch, aber weltweit sieht die Sache schon wieder ganz anders aus.<br />
Ich habe oft die Befürchtung dass viele Menschen, selbst wenn sie oft im Ausland Ferien machen, sich mit ihrem Gemüt stetig in Deutschland befinden. Unfähig auch nur ein klein wenig über den Tellerrand zu schauen.<br />
Und somit auch immer einen guten Teil von der Realität entfernt.<br />
Diese Erfahrung hat sich, seitdem ich in China gelebt habe, natürlich noch verstärkt.<br />
Bestes Beispiel sind all die Leute die einen erst fragen wie es sich denn so in China lebt und dann alle Informationen die man ihnen gibt als Unfug zurückweisen um einem dann zu erklären wie China wirklich ist. Nicht selten auch ohne jemals selbst dort gewesen zu sein.<br />
In diesem Fall würde ich mir in der breiten Masse mehr Erfahrungen im Ausland wünschen.<br />
Auf der anderen Seite denke ich dass gerade jetzt Urlaub im Ausland nicht die beste aller Ideen ist.<br />
Aber auch hier scheine ich wieder alleine auf verlorenem Posten zu sein.<br />
Als hätten die Deutschen die letzten Jahrzente eine Reisesperre über sich ergehen lassen müssen, sind sie direkt nach der ersten Welle alle wieder an die Strände dieser Welt gereist.<br />
Ich verstehe ja dass viele Menschn irgendwann mal wieder zurück zur Normalität wollen, aber doch bitte nicht mit der Brechstange.<br />
Aber das sind glücklicherweise nur kleine Rückschläge, denn ich denke dass alles in allem Deutschland gut gehandelt hat und seine Einwohner zum grossen Teil die Maßnahmen auch akzeptiert und gelebt haben (Ein wenig Meckern gehört nunmal einfach dazu, so sind wir Deutschen halt).<br />
Zu Anfang drastische Maßnahmen um dem unbekannten Virus entgegenzutreten und jetzt immer mehr Lockerungen basierend auf immer weiteren Erkenntnissen die die Wissenschaft unaufhörlich sammelt.<br />
Und auch ich bin der Meinung dass man in diesem Fall lieber etwas zu vorsichtig sein sollte, als alles wieder auf´s Spiel zu setzen.<br />
Denn wir als Gesellschaft tragen eine Verantwortung den Risikogruppen gegenüber. Da ist es auch völlig egal ob man meint dass Masken nicht schützen oder die Todeszahlen nur Personen beziffern die mit Corona aber nicht zwangsläufig an Cororna gestorben sind.<br />
Wir haben nunmal weltweit einen enormen Anstieg an Infizierten, an schweren Erkrankungen mit Corona und an Todesfällen mit Corona zu verzeichnen.<br />
Und ich denke da ist es nicht zu viel verlangt, dass wir gegenseitig ein wenig auf uns aufpassen.<br />
In der Welt gibt es bereits so schon einiges an Chaos, machen wir es nicht noch schlimmer. ]]>
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            <name>Ingo</name>
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        <published>2020-08-15T15:42:00Z</published>
        <updated>2020-08-16T19:25:06Z</updated>
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        <title type="html">Das Wassermelonen Prinzip</title>
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            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 272px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:40 --><a href="http://blog.smart-r.at/uploads/gruen.jpg"><img class="serendipity_image_right" width="272" height="400"  src="http://blog.smart-r.at/uploads/gruen.serendipityThumb.jpg" title="Büsche und Hecken werden in China oft kunstvoll beschnitten. Zugegeben: Muss man mögen." alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Büsche und Hecken werden in China oft kunstvoll beschnitten. Zugegeben: Muss man mögen.</a></div></div>Diesen Sommer muss ich daran denken und es überkommt mich, ehrlich gesagt,  ein wenig Wehmut.<br />
Eigentlich hatte ich dieses Thema bereits in Artikeln wie [[Von süssen Früchten, etwas stinkendem und einer Prinzessin]] oder ähnlichen besprochen, aber jetzt, da ich wieder in Deutschland bin, muss ich es doch noch einmal anschneiden, da es mir aktuell wieder ganz besonders auffällt.<br />
Wenn ich in den deutschen Supermarkt gehe, dann ist die Auswahl an frischem Obst, verglichen zu den Auslagen in Beijings grossen und kleinen Läden sehr übersichtlich.<br />
Viele Dinge die es dort gibt, habe ich in Deutschland noch nie gesehen.<br />
Und die Dinge die es in beiden Ländern gibt, unterscheiden sich geschmacklich teilweise sehr.<br />
Es gibt durchaus gute Früchte in Deutschland zu kaufen, so ist das nicht.<br />
Himbeeren, Kirschen oder Erdbeeren haben, je nachdem wo man sie kauft eine gute Qualität und einen guten Geschmack.<br />
Aber es gibt einige, die geschmacklich nicht einmal annähernd an die Qualität heranreichen, die ich aus China gewohnt bin.<br />
Darunter sind ganz klar so Exoten wie Lychee oder Mango (obwohl man in ganz seltenen Fällen sogar Glück haben kann und eine ganz gute Mango in einem deutschen Supermarkt erwischen kann).<br />
Aber ganz besonders eine Frucht ist es, die mir in Chinas Sommermonaten immer wieder belebende Erfrischung verschafft hat, deren deutscher Bruder allenfalls mit dem Prädikat „ganz nett“ bezeichnet werden kann.<br />
Gekühlt, frisch aus dem Kühlschrank und in Scheiben oder Würfel geschnitten.<br />
Die Rede ist von der Wassermelone.<br />
Es gibt einfach keinerlei Vergleichsattribute zwischen der wohlschmeckenden chinesischen Frucht und dem langweilig wässrigem Gewächs aus Deutschland bzw. Europa.<br />
Wassermelone ist für unsere Breitengrade tatsächlich der passende Ausdruck, denn der ganze Geschmack, den das fernöstliche Pendant besitzt, scheint hier einfach zu fehlen.<br />
Man sagt, dass in dem Gebiet um Beijing die besten Wassermelonen angebaut werden.<br />
Und ich denke dieser Meinung kann ich mich anschliessen.<br />
Es gibt sogar ein Wasermelonen Museum im Stadtteil Daxing (大兴区 dà xīng qū). (Mit der Buslinie 937 zu erreichen)<br />
Der grosse Unterschied zwischen den Melonen aus Deutschland bzw. Europa und aus dem Reich der Mitte ist mir gerade dieser Tage wieder aufgefallen. Wir haben eine Melone gekauft (in der stillen Hoffnung dass alles gar nicht so schlimm sein kann) und sind wieder total enttäuscht worden.<br />
Man erwartet etwas Gutes und bekommt leider nur etwas Minderwertiges.<br />
Das ist übrigens ziemlich interessant, denn das Wassermelonen Prinzip ist auch eine Metapher aus dem Projektmanagement:<br />
Der Dienstleister übergibt ein Projekt mit dem Status "grün" (alles in Ordnung) an den Kunden, so wie die Aussenhülle einer Wassermelone.<br />
Bei genauerer Betrachtung stellt sich aber heraus dass es, ganz im Gegenteil, nicht "grün", sondern "rot" ist (höchste Alarmstufe), wie das innere besagter Melone.<br />
In meinem Fall Ist die Metapher des Wassermelonen Prinzips wiederum eine Metapher für die Wassermelone selbst. Ist das nicht lustig?<br />
Ich hoffe auf jeden Fall, dass wir bald wieder nach China reisen können. Auch wegen der Wassermelonen. ]]>
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