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    <title>China Blog - Persönliche Erfahrungen</title>
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    <description>Mein Leben als Expat in Beijing</description>
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<pubDate>Wed, 26 Jul 2023 14:15:23 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: China Blog - Persönliche Erfahrungen - Mein Leben als Expat in Beijing</title>
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    <title>Wuhan (武汉 Wǔhàn)</title>
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            <category>China</category>
            <category>Interessante Orte</category>
            <category>Kultur</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/schlafzug.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/schlafzug.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Schlafzug von Beijing nach Wuhan.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Schlafzug von Beijing nach Wuhan.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Im Schlafzug (Bild 1) in 11 Stunden von Beijing nach Wuhan (武汉 Wǔhàn) (ja,  genau. Das Wuhan wo das Coronavirus seine Wurzeln hat).&lt;br /&gt;
In den alten Klamotten geschlafen, es sind wieder 40 Grad im Schatten und morgens bei der Ankunft ist das Hotelzimmer noch nicht frei.&lt;br /&gt;
Wir machen uns auf den Weg um Dinge zu erledigen und mein Poloshirt riecht inzwischen wie die hintere Ecke eines Käfigs den ein geschlechtsreifer Puma zur Brunftzeit bewohnt.&lt;br /&gt;
Nachmittags dann endlich Einzug in die gemieteten vier Wände einer amerikanischen Hotelgruppe, die auch die Räume, die nur einen klitzekleinen Teil des Flusses am Rande des Fensters erahnen lassen, als „Riverview“ anpreisen.&lt;br /&gt;
Wir mussten nochmal umbuchen, denn der Blick auf den Fluss ist wirklich atemberaubend (Video 1), ähnlich wie mein Poloshirt, das ich dann endlich wechseln konnte.&lt;br /&gt;
Hier in Wuhan gibt es weniger Ausländer als in Beijing und man wird öfters schon mal angestarrt.&lt;br /&gt;
Unser Sohn hingegen, wird behandelt wie ein Superstar.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/video/riverview.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Aussicht aus dem Hotel in Wuhan (武汉 Wǔhàn).&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Chinesen lieben sogenannte „Mixedblood“, also Kinder deren erster Elternteil asiatisch (im besten Fall chinesisch) und der zweite Elternteil Ausländer ist (im besten Fall Europäer).&lt;br /&gt;
Auch mit den Ladies scheint es zu laufen. Mädchen und Frauen aller Altersklassen scheinen ihm zu Füssen zu liegen und können mit Komplimenten nicht an sich halten.&lt;br /&gt;
Abends mit dem Sohn in die Outdoor Schwimmlandschaft mit Rutschen, Wasserkanonen und jeder Menge Spass.&lt;br /&gt;
Nachdem es dunkel geworden ist und die Hotels ihre Lichtershow veranstalten, müssen wir dann auch mal wieder gehen.&lt;br /&gt;
Bis auf ein paar aufdringliche Blicke und Getuschel alles gut so weit, alle höflich.&lt;br /&gt;
Aber einen Bauern gibt es unter den Leuten immer, entweder jemand der in der feinen Hotellobby unter lautem röcheln und stöhnen in den Mülleimer spuckt, oder jemand der ungeniert im vollbesetzten Restaurant mit seinen Fürzen den allgemeinen Lautstärkepegel noch zu übertönen weiss oder, wie hier, jemand der mit runtergelassenen Hosen, unter der Gruppendusche im Schwimmbad und im hohen Bogen, mehr oder weniger zielgenau, in den mittig im Raum liegenden Gulli pinkelt.&lt;br /&gt;
Schamgefühl offensichtlich nicht vorhanden und ich frage mich ob ich ihn bewundern oder bemitleiden soll.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/wuhan-breakfast.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/wuhan-breakfast.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;过早 (guò zǎo) bedeutet „frühstücken“ im lokalen Dialekt in Wuhan.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;过早 (guò zǎo) bedeutet „frühstücken“ im lokalen Dialekt in Wuhan.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;过早 (guò zǎo) bedeutet „frühstücken“ im lokalen Dialekt in Wuhan, anstatt 吃早饭 (chī zǎo fàn) wie es auf Hochchinesisch heissen würde.&lt;br /&gt;
Und auch hier gibt es wieder lokale Spezialitäten:&lt;br /&gt;
Ich empfehle: 热干面 (rè gān miàn) (Bild 2 in der Mitte): Nudeln die mal nicht in einer Suppe schwimmen mit einer braunen Soße.&lt;br /&gt;
汤粉 (tāng fěn) (Bild 2 rechts daneben): Reisnudeln in Brühe (wer mehr über Nudelgerichte in China erfahren möchte schaut einfach mal hier in dem Artikel [[Von Angesicht zu Nudel]]).&lt;br /&gt;
三鲜豆皮 (sān xiān dòu pí) (Bild 2 links unten): Tofuhaut mit Allerlei, eigentlich ein Gericht in dem die Überbleibsel des Vortages verwurstet werden.&lt;br /&gt;
烧卖 (shāo mài) (Bild 2 links oben): eine kleine, offene Teigtasche.&lt;br /&gt;
小笼包 (xiǎo lóng bāo) heissen genau so wie die mit Fleisch und Brühe gefüllten Teigtaschen in Shanghai (siehe Artikel [[China light]]), diese hier ähneln aber eher kleinen 包子  (bāo zi) (siehe Artikel [[Herrgottsbscheißerle]]).&lt;br /&gt;
Und last but not least 茶叶蛋 (chá yè dàn) die Tee-Eier, die es überall in China gibt und wir in Artikel [[Ölnudeln]] einmal kurz angesprochen hatten.&lt;br /&gt;
Dazu 豆浆 (dòu jiāng) (Bild 2 mitte, oben): Der Sojadrink (siehe Artikel [[Zauberbohnen]]).&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/qingchuan.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/qingchuan.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Qingchuan Pavillon (晴川阁 qíng chuān gé).&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Qingchuan Pavillon (晴川阁 qíng chuān gé).&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Und dann sind da natürlich all die Sehenswürdigkeiten in Wuhan:&lt;br /&gt;
Zum Beispiel der Qingchuan Pavillon (晴川阁 qíng chuān gé) (Bild 3), der &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Yu_der_Gro%C3%9Fe&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Yu_der_Gro%C3%9Fe&quot;&gt;Yu dem grossen (大禹 dà yǔ)&lt;/a&gt; gewidmet ist.&lt;br /&gt;
Yu der grosse (大禹, Dà Yǔ) war ein mythischer Kaiser, das heisst, man ist sich nicht sicher ob es ihn wirklich gab, da Geschichten um ihn erst sehr viel später auftauchen.&lt;br /&gt;
Die berühmteste Legende über ihn dürfte die des Flutmythos sein, in der er das Land vor einer Überschwemmung rettet.&lt;br /&gt;
Oder der &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Guiyuan_Temple&quot; title=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Guiyuan_Temple&quot;&gt;Guiyuan Tempel (归元禅寺 guī yuán chán sì)&lt;/a&gt;, eine buddhistische Tempelanlage mit alten und neuen Sehenswürdigkeiten und jeder Menge kleiner Läden für übernatürlichen Schnickschnack.&lt;br /&gt;
Ich habe jetzt auch einen Schlüsselanhänger für den Autoschlüssel in dem angeblich ein Mantra enthalten ist.&lt;br /&gt;
Und er ist darüber hinaus noch auf mein chinesisches Sternzeichen zugeschnitten. Jetzt kann ja wirklich nichts mehr schief gehen.&lt;br /&gt;
Nicht zu vergessen das &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Provinzmuseum_Hubei&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Provinzmuseum_Hubei&quot;&gt;Museum der Provinz Hubei (湖北省博物馆 hú běi shěng bó wù guǎn)&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Hier kann man allerlei alte Fundstücke aus verschiedenen Dynastien finden.&lt;br /&gt;
Gefässe, Malereien (und die hier ausgestellten alten Tuschezeichnungen sind um Längen besser als die im &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Chinesisches_Kunstmuseum&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Chinesisches_Kunstmuseum&quot;&gt;National Art Museum (中国美术馆 zhōng guó měi shù guǎn)&lt;/a&gt; in Beijing) und als Höhepunkt das sagenumwobene &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Schwert_von_Goujian&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Schwert_von_Goujian&quot;&gt;Schwert von Goujian&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Eine Fahrt auf dem Fluss haben wir auch gemacht und wieder einmal die beleuchteten Wolkenkratzer bestaunt (Hatten wir im Artikel [[Kleinstadt?]] ja auch schon. Scheint ein neuer Trend in China zu sein).&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu Tianjin (天津 tiān jīn) ist hier aber alles etwas grösser.&lt;br /&gt;
In heissen Gegenden haben Leute oft die Angewohnheit die Klimaanlage im Hotel oder im Auto dermassen kalt einzustellen, dass man sich leicht erkältet.&lt;br /&gt;
So ist es mir dann auch ergangen. Es ging mir gar nicht gut.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/kranichpagode.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/kranichpagode.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Kranichpagode (黄鹤楼 huáng hè lóu).&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Kranichpagode (黄鹤楼 huáng hè lóu).&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Mal abgesehen davon dass ich beim erklimmen der &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Kranichpagode&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Kranichpagode&quot;&gt;Kranichpagode (黄鹤楼 huáng hè lóu)&lt;/a&gt;  (Bild 4) ohnehin in der Hitze ziemlich ausser Puste gekommen bin (Ich bin einfach zu fett und heisses Wetter habe ich noch nie gemocht).&lt;br /&gt;
Ganz plötzlich also Fieber und Kopfschmerzen.&lt;br /&gt;
Zuerst dachte ich, ich hätte mir in Wuhan das Corona Virus geholt. Das wäre es echt noch gewesen.&lt;br /&gt;
Aber auch eine Erkältung mit Magenverstimmung ist in der Hitze alles andere als schön.&lt;br /&gt;
Wobei Erkältung wahrscheinlich auch schon übertrieben ist.&lt;br /&gt;
Nach zwei Tagen war alles wieder fast normal. Vermutlich nur Überanstrengung und Hitze.&lt;br /&gt;
Wie auch immer.&lt;br /&gt;
Zurück nach Beijing mit dem Bullettrain in knapp drei Stunden. Kinder zahlen nichts, bekommen aber auch keinen eigenen Sitzplatz, was für einen verwöhnten, kleinen deutschen Jungen, wie unseren Sohn, durchaus eine mittelschwere Katastrophe ist, die die drei Stunden Fahrt lang immer und immer wieder zur Sprache gebracht werden muss (Wer Kinder hat, wird es verstehen). 
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    <pubDate>Sun, 16 Jul 2023 12:54:00 +0000</pubDate>
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    <title>Hallo, keiner da?</title>
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            <category>China</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Planung, Visum, Dokumente, Reise etc.</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/video/trainnew.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die Anzeigen in den neuen Bahnen zeigen schon Informationen über die Haltestellen, bevor man dort angekommen ist.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;2019 bin ich mit der Familie (Frau und Kind) aus Beijing, wo ich insgesamt sechs Jahre gelebt habe, nach Deutschland zurück gezogen.&lt;br /&gt;
Ich hatte vorher in China meine Frau (eine Chinesin) kennengelernt und unser Sohn ist dort geboren.&lt;br /&gt;
Wir wollten eigentlich jedes Jahr mindestens einmal wieder zurückkommen um die Familie meiner Frau wiederzusehen, nicht zuletzt damit unser Sohn den Kontakt nach China nicht verliert.&lt;br /&gt;
Als wir gerade nach Deutschland umgezogen sind, kam Corona.&lt;br /&gt;
Eine Reise nach China war undenkbar.&lt;br /&gt;
Jetzt ist es Mitte 2023, fast vier Jahre sind vergangen  und es ist endlich wieder möglich nach China zu reisen und auch die Flugpreise sind, wenn auch lange noch nicht auf dem Stand wie früher, jedoch zu bestimmten Zeiten zumindest wieder einigermassen erschwinglich.&lt;br /&gt;
Ein interessantes Detail möchte ich hier aber dem geneigten Lesen nicht vorenthalten:&lt;br /&gt;
Unser Sohn ist in China geboren. In den Artikeln [[Frühstück oder kotzen ?]] und [[Wiedervereinigung und Begrüssungsgeld]] hatte ich darüber geschrieben.&lt;br /&gt;
Er hat sofort einen deutschen Pass bekommen, da ich als Deutscher sein leiblicher Vater bin.&lt;br /&gt;
Wir leben jetzt seit dem Umzug auch dauerhaft in Deutschland, er geht dort in den Kindergarten etc. pp.&lt;br /&gt;
In China wird er trotzdem noch als potentieller Chinese geführt, weshalb wir ihm über die chinesische Botschaft in Deutschland einen chinesischen Reisepass besorgen konnten.&lt;br /&gt;
Das bedeutet: Er braucht kein Visum.&lt;br /&gt;
Mit seinem chinesischen Reisepass stehen ihm alle Pforten im Reich der Mitte offen und mit seinem deutschen Reisepass öffnen sich alle Türen in Europa.&lt;br /&gt;
Sein Reisepass war auch wesentlich einfacher zu bekommen als mein Visum.&lt;br /&gt;
Ich bin mit einem Familienvisum hier. Wieder mal etwas anderes, damit dürfte ich fast alle Visatypen durch haben.&lt;br /&gt;
Für ein Familienvisum braucht man ein Einladungsschreiben und fünfhundert andere Papiere und Pässe, dann kann man es beantragen.&lt;br /&gt;
Also wenn man Familie in China hat (angeheiratet zum Beispiel, wie ich).&lt;br /&gt;
Auf den Prozess will ich gar nicht genauer eingehen, da er sich eh wieder alle paar Monate ändert.&lt;br /&gt;
Wie auch immer: Das Visum und damit auch der Reisepass, in dem es klebt, sind pünktlich zwei Tage vor dem Abflug (muss man ja für das Visum vorher buchen) angekommen und jetzt sind wir zurück in der Stadt, die vor einiger Zeit für einige Zeit unser zu Hause war.&lt;br /&gt;
Hat sie sich verändert?&lt;br /&gt;
Hölle, ja!!! Mit drei Ausrufezeichen.&lt;br /&gt;
Die chinesische Hauptstadt scheint wie ausgestorben.&lt;br /&gt;
Wo sind all die Leute hin, die dicht gedrängt die U-Bahn Stationen ausgefüllt haben, dass man gefühlt kaum noch Platz zum atmen hatte.&lt;br /&gt;
Und all die, die die Strassen besetzt hielten?&lt;br /&gt;
Man fühlt sich eher wie in einer deutschen Großstadt. Es sind viele Menschen unterwegs, aber es sind nicht so viele, dass man die Strasse nicht mehr sehen kann.&lt;br /&gt;
Und man trifft auch an den touristisch interessanten Plätzen auf keine Ausländer mehr.&lt;br /&gt;
Wenn man mal tatsächlich einen sieht, fühlt man sich direkt genötigt, ihn zu grüssen.&lt;br /&gt;
Die strengen Corona Kontrollen und Lockdowns, die man im Fernsehen immer wieder gesehen hat, sind vorüber und in der Öffentlichkeit wird auch meist keine Maske mehr getragen.&lt;br /&gt;
Lediglich in öffentlichen Gebäuden, auf der Polizeistation etc. kann man sie noch sehen.&lt;br /&gt;
Auch sonst hat sich viel getan. Ich hatte in früheren Artikeln ja bereits schon mal darüber berichtet wie schnell sich alles in Beijing verändert.&lt;br /&gt;
Und der Artikel [[Ausradiert]] beginnt bereits mit: &quot;Jetzt habe ich Chinas Hauptstadt, die jahrelang mein zu Hause war, verlassen. Wohlwissend, dass das Beijing, so wie ich es gekannt habe, innerhalb von ein paar Jahren nicht mehr existieren wird.&quot;...&lt;br /&gt;
Wie wahr, wie wahr. Es ist alles anders.&lt;br /&gt;
Ich weiss gar nicht wie viele neue U-Bahn Linien es gibt.&lt;br /&gt;
Dazu einen Mega-Flughafen, der als chinesisches Vorzeigeprojekt wieder sämtliche Superlativen bedient und mindestens zwei neue Stadtviertel.&lt;br /&gt;
Die kleinen Hutong-Bars und -Cafes, die mir über die Zeit so ans Herz gewachsen sind, haben unter dem Rückbauplan, den wir in Artikel [[Gesichtsverlust]] kennen gelernt haben, bereits sehr gelitten und spätestens die Coronazeit finanziell allesamt nicht überlebt.&lt;br /&gt;
Es gibt wenig was mich noch an die schönen Zeiten erinnert, aber das wird bestimmt irgendwann irgendwie, in irgendeiner Form auch wiederkommen.&lt;br /&gt;
Nur im Moment ist es alles recht trostlos.&lt;br /&gt;
Aber dafür ist das Wiedersehen mit der Familie um so schöner.&lt;br /&gt;
Es war lange schon überfällig und vor allen Dingen unser Sohn genießt es sehr wieder mit seinen Cousins zu spielen, mit denen er damals aufgewachsen ist (eine Zeit, an die er sich nicht mehr erinnern kann). 
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    <pubDate>Fri, 14 Jul 2023 12:11:00 +0000</pubDate>
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    <title>Herzblut</title>
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            <category>Kultur</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
    
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/beijing-at-night.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/beijing-at-night.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Beijing bei Nacht.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Beijing bei Nacht.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Mit die interessantesten Momente erlebt man in einem, ich will ihn mal „leeren“ Zustand nennen.&lt;br /&gt;
Wenn man zum Beispiel eine Nacht lang exzessiv durchgefeiert und viel getrunken hat und dann früh morgens relativ benebelt und ausgelaugt die ersten Sonnenstrahlen in den Strassen hinter den Mülltonnen bewundert, wird man gewahr, dass es genau diese desolate körperliche Verfassung ist, die einen erst dazu befähigt, die Schönheit des Augenblicks zu erkennen.&lt;br /&gt;
Gleiches gilt für Schichtarbeiter, die nach einer Nacht in Neonlicht und Maschinenlärm hinaustreten in die Welt und sich nicht mehr als Teil von ihr begreifen, sondern nur noch als Zuschauer.&lt;br /&gt;
Beides sind Erlebnisse die mir auf Grund ihres sehr eigenen Charmes noch gut in Erinnerung sind.&lt;br /&gt;
Wer auch schon mal ein paar Jahre Schichtarbeit gemacht hat, kennt es bestimmt, das Gefühl nurnoch ein Schatten zu sein.&lt;br /&gt;
Man lebt zwar in der gleichen Welt wie die Leute denen man unterwegs auf dem Weg zur Arbeit begegnet, allerdings in einer alternativen Realität.&lt;br /&gt;
Man arbeitet wenn andere schlafen und schläft wenn andere wach sind.&lt;br /&gt;
Das führt oft zu einem sehr eigentümlichen Empfinden das man nur sehr schwer in Worte fassen kann.&lt;br /&gt;
Man fühlt sich in gewissem Maße unsichtbar, da man als „Zeitversetzter“ keine Interaktionsgrundlage zu all den anderen Leuten zu haben scheint.&lt;br /&gt;
Und genau dieses Erlebnis, das einerseits seltsam und skurril, auf der anderen Seite aber interessant und auch irgendwie schön (wie eine zarte Melancholie) ist, habe ich auch in China wiedererlebt.&lt;br /&gt;
Auch dort habe ich mich als Schatten durch den Alltag bewegt, in einer Welt lebend in der ich, ungeachtet von Sprachverständnis und sozialem Einfühlungsvermögen, immer fremd war und sein werde.&lt;br /&gt;
Nur in der Umgebung der neuen, chinesischen Familie, in die ich durch die Heirat mit meiner Frau eingetreten bin, konnte ich dieses Phänomen durchbrechen.&lt;br /&gt;
Alleine für mich auf dem Weg zur Arbeit war ich dann wieder ein Schatten.&lt;br /&gt;
Ich persönlich fand es gar nicht schlimm, habe es vielmehr genossen ein Aussenseiter zu sein und bilde mir ein, genau daduch eine geschärfte Wahrnehmung mein eigen nennen zu können, indem ich mich auf vermeintliche Kleinigkeiten konzentrieren und den eigentümlichen Hauch von kurzen Situationen, Mini-Auschnitten aus dem Alltagsleben, einfangen konnte.&lt;br /&gt;
Aber es zeigt wieder einmal deutlich, wie ich in mehreren Artikeln ja jetzt bereits berichtet habe, dass man als Ausländer nicht einfach in die chinesische Gesellschaft hineinwachsen kann.&lt;br /&gt;
Selbst wenn man selber meint dass das ginge, lassen die Chinesen es nicht zu. In ihren Augen geht so etwas eben einfach nicht und somit auch nicht für einen selber.&lt;br /&gt;
Es ist interessant, dass ich immer wieder auf dieses Thema zurückkomme und es zeigt mir, wie sehr ich es ursprünglich gehofft und gewollt hatte.&lt;br /&gt;
Im nachhinein sehe ich es aber nicht als gescheiterten Versuch an (oder zumindest nicht als etwas Schlimmes), sondern vielmehr als den korrekten Weg sich auf eine Kultur und eine Sprache einzustellen in der man, wenn auch nur für begrenzte Zeit, leben möchte.&lt;br /&gt;
Man sollte es mit Herzblut tun.&lt;br /&gt;
Interessanterweise gibt es die gleiche Redewendung auch im Chinesischen: 心血 (xīn xuè)&lt;br /&gt;
心 (xīn) = Herz  und 血 (xuè) = Blut. 心血 (xīn xuè) = gewaltige Anstrengungen, grosse Mühe.&lt;br /&gt;
In diesem Sinne: Tun Sie alles was sie tun wollen mit Herzblut, oder wie es ein weiser Internetspruch unbekannter Herkunft sagt: „Was immer Du heute tust, mach es mit dem Selbstvertrauen eines Vierjährigen in einem Bat-Man-T-Shirt“. 
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    <pubDate>Wed, 04 May 2022 08:06:00 +0000</pubDate>
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    <title>Haarschwänze als Proteinlieferanten</title>
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            <category>Essen und Trinken</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Sprache und Kultur</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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     &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/daiyu.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/daiyu.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;带鱼 (dài yú), der Haarschwanzfisch ist in China recht bekannt.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;带鱼 (dài yú), der Haarschwanzfisch ist in China recht bekannt.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Um gesund zu bleiben und eine gute Proteinzufuhr zu gewährleisten, essen wir regelmäßig Fisch.&lt;br /&gt;
Gestern hat meine Frau wieder einen leckeren Fisch zubereitet, den ich noch nicht kannte, man in China aber wohl recht oft auf den Tisch bekommt.&lt;br /&gt;
Im chinesischen heisst er 带鱼 (dài yú) was mit &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Haarschw%C3%A4nze&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Haarschw%C3%A4nze&quot;&gt;Haarschwanz&lt;/a&gt; oder &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Degenfisch&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Degenfisch&quot;&gt;Degenfisch&lt;/a&gt; (der auch wieder zu den Haarschwänzen zählt) übersetzt werden kann (natürlich handelt es sich um einen Fisch, was dachten sie denn?) &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Er hat recht viele, kleine Gräten, die sich bei vorsichtigem Essen aber mit etwas Übung ganz gut vom Fleisch trennen lassen.&lt;br /&gt;
Ja, ich sage bewusst Fleisch und unterscheide es sprachlich nicht vom Fisch wie es einige Leute tun, denn es macht meiner Meinung nach gar keinen Sinn zwischen Fischfleisch und anderem Tierfleisch zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
Das sehen allerdings nicht alle Leute so:&lt;br /&gt;
Viele Leute sind es einfach sprachlich gewöhnt und kennen es nicht anders, aber auch das deutsche Lebensmittelgesetz unterscheidet interessanterweise tatsächlich zwischen Fisch und Fleisch.&lt;br /&gt;
Und die Unterscheidung kann man sogar noch weiter zurück verfolgen: In der Bibel (1. Korinther 15,39) steht „Nicht alles Fleisch ist das gleiche Fleisch, sondern ein anderes Fleisch haben die Menschen, ein anderes das Vieh, ein anderes die Vögel, ein anderes die Fische.“&lt;br /&gt;
Obwohl dieser Auszug ja eigentlich die enzelnen Fleischsorten mehr oder weniger voneinander abgrenzt (incl. Fisch) und nicht Fleisch von Fisch, wurde es später so ausgelegt, dass man zu Fastenzeiten kein Fleisch, wohl aber Fisch essen durfte (wahrscheinlich müssen wir dankbar sein dass die alten Kirchendiener kein Menschenfleisch gegessen haben).&lt;br /&gt;
Viele Vegetarier nutzen ihn heute noch, diesen Trick. Wobei es mir persönlich völlig egal ist wer was isst oder nicht isst.&lt;br /&gt;
Aber genau genommen essen Vegetarier per Definition keine Tiere und dazu gehört nunmal auch der Fisch.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Pescetarismus&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Pescetarismus&quot;&gt;Pescetarismus&lt;/a&gt; nennt man es wenn man kein Fleisch aber trotzdem Fisch isst.&lt;br /&gt;
Und Pescetarismus ist keine Unterform des Vegetarismus, sondern eine Form der omnivoren Ernährung (Allesfresser).&lt;br /&gt;
(Unglaublich wie viele absolut nutzlose Dinge man lernt, wenn man kurz für einen Artikel wie diesen recherchiert, ich bin begeistert.)&lt;br /&gt;
Wie gesagt: Ein netter Trick, der aber nichts an der Tatsache ändert dass Fischfleisch aus Muskelfasern, Bindegewebe, Knorpeln etc. besteht, genau wie Fleisch.&lt;br /&gt;
Und geschmacklich lässt sich diese Unterscheidung auch nicht halten, schliesslich besteht nicht bloss zwischen Fischfleisch und anderen Fleischsorten ein Unterschied, sondern genauso zwischen Schwein, Rind, Reh und Hase zueinander auch.&lt;br /&gt;
Und selbst im Duden gibt es den Begriff „Fischfleisch“.&lt;br /&gt;
Es wird in anderen Sprachen, wie im chinesischen z.B., übrigens auch nicht unterschieden. Es heisst 鱼肉 (yú ròu): 鱼 (yú) der Fisch und 肉 (ròu) das Fleisch.&lt;br /&gt;
Dazu gibt es auch wieder eine nette, kleine Anekdote aus dem Reich der Mitte:&lt;br /&gt;
Es war irgendwann zwischen 2010 und 2011 als ich mit ein paar Mitschülern und einer Lehrerin unseres Chinesischkurses zusammen Essen gegangen bin.&lt;br /&gt;
Eine junge Deutsche sagte dass sie Vegetarierin sei und bestellte promt ein Fischgericht, was natürlich neben einiger Verwunderung bei unserer chinesischen Lehrerin auch zu einer langwierigen Diskussion geführt hat.&lt;br /&gt;
Fazit: Auch wenn der Artikel es anders erscheinen lässt, ist es völlig egal was Sie essen und was nicht und auch wie Sie es nennen.&lt;br /&gt;
Dieser Artikel hebt nur einmal mehr die haarspalterischen Unterschiede hervor, hat aber weder auf die Essgewohnheiten, noch die allgemeinen Sprachgewohnheiten Einfluss.&lt;br /&gt;
Wenn sie Fisch essen und sich trotzdem Vegetarier nennen wollen, dann tun sie es einfach.&lt;br /&gt;
Es gibt ja auch genügend Leute die sich als Nichtraucher bezeichnen, aber auf jeder Gartenparty schwach werden und rauchen als gäbe es kein Morgen. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 16 Mar 2022 11:00:00 +0000</pubDate>
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    <title>C#</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>Medizin</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Sonstiges</category>
            <category>Technik</category>
            <category>Unschönes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/sharp.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/sharp.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Bedarf wohl keiner weiteren Beschreibung...&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Bedarf wohl keiner weiteren Beschreibung...&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;C ist eine recht alte Programmiersprache.&lt;br /&gt;
Das einzige Manko das sie hatte war die fehlende Unterstützung für Objekte (objektorientiertes Programmieren ist ja bis heute noch der heisse Scheiss).&lt;br /&gt;
Somit wurde C++ entwicket. Abwärtskompatibel: Das bedeutet, dass Programme die in C geschrieben wurden auch noch weiter in einer C++ Umgebung laufen.&lt;br /&gt;
Aber anders als moderne Programmiersprachen muss man so wohl in C wie auch in C++ viele Dinge selber regeln: Speichermanagement und Verhalten bei Fehlern zum Beispiel.&lt;br /&gt;
Die beiden sind sogenannte Low-Level Programmiersprachen. Oder zumindest sind sie das bei einer bestimmten Betrachtungsweise.&lt;br /&gt;
Machmal zieht man den Trennstrich zwischen High- und Low-Level Programmiersprachen nämlich auch zwischen den vom Menschen lesbaren Sprachen, wozu alle drei gehören und auf der anderen Seite Assembler und Maschinencode (Wobei Assembler eingentlich auch vom Menschen lesbar ist, aber das ist wieder nur Haarspalterei).&lt;br /&gt;
Wichtig ist einfach, dass man bei C und C++ im Gegensaz zu C# viele Dinge selber erledigen muss, die höhere Programmiersprachen automatisch tun.&lt;br /&gt;
Das macht C und C++ auf der einen Seite recht bedienerunfreundlich, auf der anderen Seite aber extrem flexibel, weshalb sie bis heute noch eingesetzt werden um Betriebssysteme zu schreiben.&lt;br /&gt;
C# (gesprochen Si-Scharp) hat sich von C und C++ so weit weiterentwicket, dass man es eher zu den höheren Programmiersprachen wie Java, PHP oder Python zählt und nicht zu C oder C++.&lt;br /&gt;
Ein grosses C und seine Varianten also.&lt;br /&gt;
Ein anderes grosses C und seine Varianten das uns seit nunmehr zwei Jahren beschäftigt ist Corona.&lt;br /&gt;
Wir haben Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt um uns davor zu schützen.&lt;br /&gt;
Wir Erwachsenen sind natürlich geimpft, zweitgeimpft, geboostert, re, contra, Schneider schwarz angesagt, leck auf!, spring durch!. Ist ja klar.&lt;br /&gt;
Und als der erste Fall im Kindergarten aufgetreten ist, haben wir unseren Sohn zu Hause gelassen.&lt;br /&gt;
So lange bis der Lollitest eingeführt wurde und die Kinder zweimal in der Woche auf Corona getestet wurden.&lt;br /&gt;
Als die Omikron Variante kam und die Fallzahlen immer höher stiegen, haben wir ihn wieder zu Hause gelassen.&lt;br /&gt;
„Bis nach Karneval&quot; haben wir uns gesagt, wohl wissend, dass die Zeit ohne seine Freunde im Kindergarten auch für ihn sehr belastend ist.&lt;br /&gt;
Man kann als Elternteil leider keine richtigen Entscheidungen treffen.&lt;br /&gt;
Das denkt man sich immer wenn man als Aussenstehender über Kindererziehung nachdenkt.&lt;br /&gt;
Aber tatsächlich ist es so, dass man immer nur zwischen mehreren schlechten Alternativen die heraussuchen kann, die vermeintlich den geringsten Schaden anrichtet.&lt;br /&gt;
Langer Rede kurzer Sinn: Trotz all der Sicherheitsvorkehrungen, obwohl wir nicht in Urlaub waren, zwei Jahre lang eigentlich nur zu Hause rumgesessen haben und so gut wie gar keine Freunde gesehen haben (abgesehen von denen im Kindergarten), auf der Arbeit nur mit Maske unterwegs waren und auch sonst alle Hygieneregeln eingehalten haben, hat es uns jetzt erwischt.&lt;br /&gt;
Wir haben absolut keine Ahnung wann und wo.&lt;br /&gt;
Und zwar die ganze Famile. Unser Sohn hat es mit zwei Tagen Fieber recht locker wegesteckt, wir Erwachsenen müssen da noch durch.&lt;br /&gt;
Und soll ich Ihnen etwas verraten?&lt;br /&gt;
Es fühlt sich irgendwie an wie eine Befreiung. Wir haben die Omikron Variante oder C# (Si-Sharp), was immer sie wollen. C halt.&lt;br /&gt;
Zwei Jahre lang haben wir unser Leben verbogen um diesem Virus auf jeden Fall aus dem Weg zu gehen und jetzt ist es einfach trotzdem da.&lt;br /&gt;
Es hat bei uns, so weit wir das erkennen können, glücklicherweise keinen grösseren Schaden angerichtet und wir werden in Quarantäne bleiben, damit das auch für unser Umfeld so bleibt. Aber irgendwie bin ich erleichtert.&lt;br /&gt;
Wenn man die ganze Zeit dieses Thema vor Augen hat, dann ist es, obwohl man es eigentlich vermeiden möchte, doch eine Genugtuung zu erfahren, dass es dieses Virus wirklich gibt und man es sich auch einfangen kann.&lt;br /&gt;
Irgendwie ist dies jetzt wirklich erst die Bestätigung dass der ganze Aufwand vorher nicht sinnlos war, selbst wenn er jetzt mit der Infizierung ad absurdum geführt wurde.&lt;br /&gt;
Ist das nicht seltsam?&lt;br /&gt;
Verabschieden wir uns nun also von der Hoffnung dem Virus entgehen zu können und korrigieren unseren vernebelten Blick in so weit, dass es nicht darum geht ob man das Virus bekommt, sondern wann.&lt;br /&gt;
In unserem Fall nach drei Impfungen, also mit milden Symptomen (Wobei die mir persönlich völlig ausreichen. Vor allen Dingen die Kopfschmerzen machen mich fertig).&lt;br /&gt;
Und für die Kinder die nicht geimpft werden können, hoffen wir dass sie auf Grund ihres Alters keinen schwerwiegenden Verlauf bekommen.&lt;br /&gt;
Ich vermute mal dass mehr als die Hälfte der Kinder im Kindergarten bereits das grosse C gehabt hat. Oftmals ohne es überhaupt zu wissen.&lt;br /&gt;
Was ich mich persönlich jetzt frage: Wir sind dreifach geimpft und dann bald auch noch genesen.&lt;br /&gt;
Zu was macht uns das dann? Das müsste ja einem Kryptonit-Super-Sonder-Wunderschutz gleichkommen.&lt;br /&gt;
Ich denke, ich werde mich in Zukunft in der Telefonzelle umziehen müssen um diesem Status gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
Zumindest so lange es nicht wieder eine neue Variante gibt (also in zwei Wochen oder so...) 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 14 Mar 2022 16:11:00 +0000</pubDate>
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    <title>Wabbelig, glitschig, klebrig und leicht zäh</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/483-Wabbelig,-glitschig,-klebrig-und-leicht-zaeh.html</link>
            <category>Essen und Trinken</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/yuan-xiao.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/yuan-xiao.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;元宵 (yuán xiāo) Klebreisklößchen.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;元宵 (yuán xiāo) Klebreisklößchen.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Noch bevor ich nach China gezogen bin um dort zu leben und zu arbeiten, habe ich ein-einhalb Jahre in China gelebt um dort Chinesisch zu lernen.&lt;br /&gt;
Noch weiter davor bin ich immer wieder nach China geflogen um dort, ganz klassisch touristisch, Urlaub zu machen und mir das Land anzusehen.&lt;br /&gt;
Und noch weiter davor, zu Anfang meiner Reisen nach China (es muss irgendwann zwischen 1990 und 2000 gewesen sein) gab es eine Rundreise quer durch das Reich der Mitte die ich gebucht habe:&lt;br /&gt;
Einen Monat lang durch China, jeden bzw. manchmal auch jeden zweiten Tag mit dem Flugzeug woanders hin.&lt;br /&gt;
Man hat vor Ort immer einen einheimischen Führer, der einen vom Flughafen abholt und herumführt.&lt;br /&gt;
Ich habe viel gesehen, das steht ausser Frage. So gut wie nichts tatsächlich verstanden (bzw. nur auf eine typisch oberflächlich touristische Art und Weise), aber viel gesehen.&lt;br /&gt;
Und das ist ja auch nicht weiter schlimm, ich habe ja in den darauf folgenden Jahren mein Wissen um China immer weiter vertieft.&lt;br /&gt;
Über eine Sache, die ich damals erfahren habe, möchte ich heute gerne sprechen und es geht wieder mal ums Essen. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Einer unserer Reiseführer hat es sich nicht nehmen lassen uns, entgegen den allgemein gültigen Verhaltensregeln für Fremdenführer in China, die wahrscheinlich so einen Satz wie „Ausländer essen nur ganz einfache Speisen, bestellen sie niemals etwas schmackhaftes oder typisch chinesisches“ enthalten müssen, doch seine Lieblingsgerichte im Restaurant zu bestellen.&lt;br /&gt;
Es war wiklich sehr gut. Von Krabben in scharfer Sosse über frittierte Gemüsestückchen bis hin zu einer Speise die mich damals total überrascht hat.&lt;br /&gt;
Bis heute noch empfinde ich sie als leicht seltsam, obwohl ich sie inzwischen schon oft gegessen habe.&lt;br /&gt;
Die Rede ist von 元宵 (yuán xiāo) oder übersetzt dem Klebreisklößchen.&lt;br /&gt;
Vor kurzem war das Laternenfest, das wir im Artikel [[Lampen an]] schon mal besprochen hatten, zu diesem Anlass gab es sie auch bei uns zu Hause hier in Deutschland.&lt;br /&gt;
Das interessante daran ist, dass sie in einer Suppe bzw. Sosse schwimmend daherkommen, die wiederum nicht viel mehr als geschmacklich leicht aufgepepptes Wasser zu sein scheint.&lt;br /&gt;
Es ist weich, wie ein gekauter Kaugummi, den man in eine Schale Wasser legt und sieht auch ein wenig so aus.&lt;br /&gt;
Tatsächlich handelt es sich hier aber um eine Kugel aus Klebreis. Oder um es genauer zu sagen: Der Reis wird zu Mehl gemahlen und dann daraus die Kugel geformt.&lt;br /&gt;
Diese ist gefüllt mit einer Paste aus Sesamkörnern bzw. Erdnüssen und Zucker. Es ist eine Süßspeise.&lt;br /&gt;
Eine sehr interessante Erfahrung, so wohl geschmacklich als auch von der Textur her.&lt;br /&gt;
Wabbelig, glitschig, klebrig und leicht zäh wenn man versucht etwas abzubeißen.&lt;br /&gt;
So etwas gibt es in der deutschen Küche so definitiv nicht.&lt;br /&gt;
Kann ich jedem Chinareisenden nur wärmstens ans Herz legen. Muss man einfach mal probiert haben.&lt;br /&gt;
Man kann sie übrigens auch tiefgekühlt im Asiatischen Supermarkt in Deutschland kaufen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 25 Feb 2022 11:40:00 +0000</pubDate>
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    <title>Willkommen im Club</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/481-Willkommen-im-Club.html</link>
            <category>Literatur</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Sprache</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/chinesischer-text.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/chinesischer-text.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Chinesischer Text aus der Schriftensammlung des Konfuzius.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Chinesischer Text aus der Schriftensammlung des Konfuzius.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wenn man auf Wikipedia nach dem Begriff „heilige Schrift“ sucht, bekommt man eine Vielzahl an Ergebnissen.&lt;br /&gt;
Aber um &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Tanach&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Tanach&quot;&gt;Tanach&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Talmud&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Talmud&quot;&gt;Talmud&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Altes_Testament&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Altes_Testament&quot;&gt;altes-&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Neues_Testament&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Neues_Testament&quot;&gt;neues Testament&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Koran&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Koran&quot;&gt;Koran&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Hadith&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Hadith&quot;&gt;Hadith&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Heiligstes_Buch&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Heiligstes_Buch&quot;&gt;Ketāb-e Aqdas&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Buch_der_Gewissheit&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Buch_der_Gewissheit&quot;&gt;Ketāb-e Īqān&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Veda&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Veda&quot;&gt;Veda&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Bhagavad_Gita&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Bhagavad_Gita&quot;&gt;Bhagavad Gita&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Puranas&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Puranas&quot;&gt;die Puranas&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Adi_Granth&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Adi_Granth&quot;&gt;Adi Granth&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Pali-Kanon&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Pali-Kanon&quot;&gt;Pali-Kanon&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Kanjur_und_Tanjur&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Kanjur_und_Tanjur&quot;&gt;Kanjur und Tanjur&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Daodejing&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Daodejing&quot;&gt;道德經 (dào dé jīng)&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Zhuangzi&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Zhuangzi&quot;&gt;南華經 (nán huā jīng)&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Daozang&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Daozang&quot;&gt;道藏 (dào zàng)&lt;/a&gt;, die &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCnf_Klassiker&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCnf_Klassiker&quot;&gt;五經 (wǔ jīng)&lt;/a&gt;, die &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Vier_B%C3%BCcher_(Konfuzianismus)&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Vier_B%C3%BCcher_(Konfuzianismus)&quot;&gt;四书 (sì shū)&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Kojiki&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Kojiki&quot;&gt;Kojiki (古事記)&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Nihonshoki&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Nihonshoki&quot;&gt;Nihonshoki (日本書紀)&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Avesta&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Avesta&quot;&gt;Avesta&lt;/a&gt;, das &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Buch_Mormon&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Buch_Mormon&quot;&gt;Buch Mormon&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Lehre_und_B%C3%BCndnisse&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Lehre_und_B%C3%BCndnisse&quot;&gt;Lehre und Bündnisse&lt;/a&gt;, die &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6stliche_Perle&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6stliche_Perle&quot;&gt;Köstliche Perle&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Liber_AL_vel_Legis&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Liber_AL_vel_Legis&quot;&gt;Liber AL vel Legis&lt;/a&gt; und das &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Buch_der_Schatten&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Buch_der_Schatten&quot;&gt;Buch der Schatten&lt;/a&gt; soll es heute nicht gehen.&lt;br /&gt;
Mir ist aufgefallen, dass viele Leute mit denen ich mich unterhalte, ein falsches Verständnis haben, was die chinesische Sprache angeht.&lt;br /&gt;
Das liegt ganz einfach daran, dass man es gar nicht so leicht in Worte fassen kann. Aber ich will es trotzdem noch einmal versuchen:&lt;br /&gt;
Wenn man ihnen erzählt dass man knapp 3000 chinesische Zeichen auswendig lernen muss um eine normale Zeitung lesen zu können, dann stellen sie sich meist 3000 Bilder vor, die man im Kopf gespeichert hat. Aber ganz so funktioniert es dann doch nicht.&lt;br /&gt;
Fangen wir am besten mal ganz von vorne an:&lt;br /&gt;
Umfassende Wörterbücher des Chinesischen kennen so um die 70.000 Wörter. Das sind immer noch nicht alle die es gibt, aber schon mal definitiv mehr als ein Mensch in der Regel lernen kann.&lt;br /&gt;
Extrem hoch gebildete Menschen haben auch nur so etwas um die 7000 Zeichen in ihrem aktiven Gedächtnis, der durchschnittliche, gebildete Chinese der Mittelschicht so um die 2000 bis 3000.&lt;br /&gt;
Aber das System, um sich diese Zeichen alle merken zu können ist doch ein wenig einfacher als man sich das gemeinhin vorstellt (es ist aber trotzdem noch schwierig genug).&lt;br /&gt;
Es gibt etwa ein Dutzend unterschiedlich geformte Striche, aus denen man etwas mehr als 200 Module bilden kann (die sogenannten Radikale).&lt;br /&gt;
Radikale können die Herkunft eines Wortes beschreiben, entweder vom Sinn her, oder phonetisch.&lt;br /&gt;
Somit hat man schon mal einen Anhaltspunkt, der das Lernen etwas einfacher gestaltet.&lt;br /&gt;
Ausserdem wurde das Rad nicht immer wieder neu erfunden, sondern Radikale und Gruppen von Zeichen immer wieder verwendet.&lt;br /&gt;
Somit kann man sich ganze Zeichenkonstrukte leichter merken.&lt;br /&gt;
Wenn man das alles verstanden hat, kann man sich vorstellen dass man, wenn man ein chinesisches Schriftzeichen sieht, unbewusst bereits die Zeichen aus denen es zusammengesetzt ist im Kopf verarbeitet und man bekommt, selbst wenn man das Zeichen nicht lesen kann, eine Ahnung davon um was es sich handeln  könnte.&lt;br /&gt;
Oft lässt man sich aber auch damit ablenken und denkt in eine ganz falsche Richtung.&lt;br /&gt;
Gerade dann wenn man schon ein wenig Ahnung hat, aber eben noch nicht genug, um den vollen Umfang zu erfassen. Das „gefährliche Halbwissen“, so wie ich es gerne nenne.&lt;br /&gt;
Mir passiert das zum Beispiel andauernd, egal ob ich versuche die Werbebotschaften auf den Hochhäusern, die Zeitung oder den Text eines Reiseführers zu entziffern.&lt;br /&gt;
Der Künstler &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Xu_Bing&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Xu_Bing&quot;&gt;徐冰 (xú bīng)&lt;/a&gt; hat dieses Phänomen, das man als Ausländer ganz oft hat, auch für alle Chinesen fassbar gemacht.&lt;br /&gt;
Er hat in seinem Werk 天书 (tiān shū) von 1988, was mit „Buch vom Himmel“ oder „Göttliche Schrift“ übersetzt werden kann, 4000 chinesiche Schriftzeichen neu erschaffen, die zwar alle den Regeln der chinesischen Schrift folgen, die es aber eigentlich nicht gibt.&lt;br /&gt;
Somit hat er einen Text geschrieben der einem Muttersprachler irgendwie vertraut vorkommen muss, den er aber trotzdem nicht lesen kann.&lt;br /&gt;
Da belibt mir nur noch zu sagen: „Willkommen im Club.“ 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 16 Feb 2022 08:26:00 +0000</pubDate>
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    <title>Die Marktschreier von heute</title>
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            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Technik</category>
            <category>Unschönes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/cctv3.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/cctv3.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Der CCTV Turm in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der CCTV Turm in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wenn ich die alten Posts in meinem Blog lese, wird mir wieder bewusst, wie anpassungsfähig der Mensch doch ist, bzw. wie sehr unsere Wahrnehmung von unserer Umwelt abhängt.&lt;br /&gt;
Ich erinnere mich noch daran dass es für mich komisch war wieder zurück nach Deutschland zu kommen, da alles irgendwie bekannt, aber doch ganz weit weg war.&lt;br /&gt;
Aber jetzt kann ich dieses Gefühl nicht mehr abrufen, es ist nur noch eine Erinnerung, fast so als würde sie jemandem anderen gehören.&lt;br /&gt;
Ich bin wieder ganz in das Leben in Deutschland eingetaucht und alles ist wieder normal und fühlt sich alternativlos an, obwohl ich genau weiß dass das nicht der Wahrheit entspricht.&lt;br /&gt;
Das jetzige Gefühl ist also quasi genau das gegenteilige Gefühl von dem, das ich hatte so lange ich in China gelebt habe und von dem ich in diesem Blog immer wieder erzählen wollte.&lt;br /&gt;
Es ist schon wieder viel Zeit vergangen und es hat sich nicht viel getan.&lt;br /&gt;
Wir können immer noch nicht wieder nach China reisen, Corona ist immer noch ein Thema und wir hoffen von Impfung zu Impfung um zumindest das Schlimmste abzuwenden.&lt;br /&gt;
Vor einigen Tagen war das Laba Fest (腊八 là bā), das wir ja noch aus dem Artikel  [[Das Laba-Fest (腊八 là bā)]] kennen und bald ist wieder chinesisches Neujahr. Das Jahr des Tigers beginnt am 1. Februar 2022.&lt;br /&gt;
Alles was uns von China bleibt sind die Verbindungen über die sozialen Medien.&lt;br /&gt;
Was würden wir nur ohne sie tun? Ohne Videochat und öffentlicher Pinnwand.&lt;br /&gt;
Soziale Medien haben das Zusammenleben und die zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb kürzester Zeit für einen grossen Teil der Menschen dramatisch verändert und gehören inzwischen zum guten Ton.&lt;br /&gt;
„Social Media ist wie Teenager-Sex. Jeder will es machen. Niemand weiss wirklich wie es geht. Und wenn man dann damit fertig ist, ist man überrascht, dass es nicht besser war“ (Quelle unbekannt).&lt;br /&gt;
Und wie es immer so ist bei Dingen die plötzlich populär sind, die Wirtschaft springt auf den Zug auf und macht alles wieder kaputt.&lt;br /&gt;
Heute wollen wir uns einmal ein Phänomen anschauen das bei uns immer drastischere Ausmaße annimmt, in China aber zweifelsfrei noch eine Spur schlimmer ist.&lt;br /&gt;
Und zwar die Werbung und wie sie Besitz ergriffen hat von Social Media Plattformen.&lt;br /&gt;
Der ursprüngliche Gedanke hinter den ganzen Social Media Apps war einmal die Kommunikation.&lt;br /&gt;
Eigentlich schon früh in den Anfangsphasen des Internet gab es Programme um sich mit anderen Menschen auszutauschen.&lt;br /&gt;
Von Infozeilen auf der Konsole über Emails und Chaträume gibt es inzwischen eine unüberschaubare Fülle an Programmen und Apps.&lt;br /&gt;
Ein unumstrittener Powerbooster war, nach etlichen ähnlichen Vorläufern dann Facebook.&lt;br /&gt;
Wer hier einen Account hat wird wissen, dass man sich zwischen geposteten Inhalten und untergeschobener Werbung inzwischen fühlt wie in einem Kaufhaus in dem man leise aber konstant mit zum kaufen animiert wird.&lt;br /&gt;
Aber auch die Postings und Reposts sind inzwischen, mal mehr, mal weniger unterschwellig, mit Werbebotschaften vollgepackt.&lt;br /&gt;
Anderen populären Plattformen wie Twitter, Instagram und wie sie alle heissen geht es da nicht besser.&lt;br /&gt;
Inzwischen wird Werbung auch gar nicht mehr von den Marken selber produziert, sondern von sogenannten Influencern (über Sinn und Unsinn dieser Bezeichnung könnte man auch wieder streiten) teilweise subtil, teilweise recht aggressiv unter die Leute gebracht.&lt;br /&gt;
So gibt es Bilder vom privaten Sonntagsausflug mit dem Fahrrad für die geneigten Leser (bzw. Follower) wo dann neben den Blumen im Haar und den drapierten Topfpflanzen am Strassenrand auch eine schick in Szene gesetzte Feinwaschmittelflache im Fahrradkorb ihr Debüt feiert.&lt;br /&gt;
Nichts funktioniert mehr ohne Werbung, könnte man meinen.&lt;br /&gt;
Aber wenn wir einmal ins Land der Mitte schauen, sind all diese Dinge bei uns noch vergleichsweise harmlos.&lt;br /&gt;
Eine der einflussreichsten Social Media Plattformen in China ist zweifellos WeChat (微信  wēi xìn).&lt;br /&gt;
Obwohl es inzwischen unzählige funktionen und Apps beherbergt, konzentrieren wir uns hier auf die ursprüngliche Chat App.&lt;br /&gt;
Menschen können sich gegenseitig zu ihren Freundeslisten hinzufügen und dann neben Textnachrichten auch Bilder und Videos austauschen, telefonieren und videotelefonieren (auch hier gibt es inzwischen noch mehr Funktionen, die sollen uns aber im Moment nicht stören).&lt;br /&gt;
Und eine wichtige Funktion neben dem Chat ist noch eine Art schwarzes Brett an dem man seine Bilder oder Videos, Links etc. posten kann, eine Art Mini-Webseite oder Blog wenn man so will.&lt;br /&gt;
Sie kennen das: Dies ist der Ort an dem die Leute ihr fotografiertes Essen oder den Ausblick aus dem Hotelzimmer der uninteressierten Masse unter die Nase reiben und verzweifelt auf Smilies, Daumen hoch und Gefällt mir Reaktionen warten.&lt;br /&gt;
Inzwischen ist es, gerade auf WeChat, zu einem regelrechten kleinen Marktplatz geworden.&lt;br /&gt;
Jeder will Obst direkt vom Erzeuger, Babymilchpulver, Faltencreme oder Glücksarmbänder unter die Leute bringen.&lt;br /&gt;
Somit ist eine ursprünglich nette Funktion zu etwas geworden was man sich überhaupt nicht mehr anschauen kann ohne dass das Bedürfnis aufkommt, gelangweilt weiterzuklicken.&lt;br /&gt;
Aber hin und wieder findet man dann doch noch die Bilder von alten Bekannten, die das Wochenende dazu genutzt haben eine Fahrradtour in die Aussenbezirke von Beijing zu unternehmen und sieht wer geheiratet oder Kinder bekommen hat.&lt;br /&gt;
Es ist nicht alles schlecht, man muss nur immer mehr suchen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 16 Jan 2022 17:36:00 +0000</pubDate>
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    <title>Satz von Cover</title>
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            <category>China</category>
            <category>Interkulturelles</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/vs-tor.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/vs-tor.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Tor in der verbotenen Stadt in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Tor in der verbotenen Stadt in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Der Satz von Cover ist nach &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_M._Cover&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_M._Cover&quot;&gt;Thomas M. Cover&lt;/a&gt; benannt, der eine gemeinsame Professur der Fachbereiche Elektrotechnik und Statistik der Stanford University innehielt.&lt;br /&gt;
Der Satz besagt ganz platt gesprochen, dass Datenpunkte die sich in einem niedrig-dimensionalen Raum (z.B. 2 Dimensionen) nicht linear in unterschiedliche Gruppen trennen lassen (also durch eine Linie), sich aber sehr wahrscheinlich in einem höher-dimensionalen Raum in dieser Weise voneinander absetzen lassen (also z.B. in einem 3 dimensionalen Raum durch eine Ebene).&lt;br /&gt;
Ausser ein paar Statistikern und Informatikern ist dieser Satz sonst wahrscheinlich noch nie jemandem zu Ohren gekommen, dabei kann man ihn doch so schön auf das Leben projezieren.&lt;br /&gt;
Zumindest auf mein Leben lässt sich dieser Satz sehr gut anwenden:&lt;br /&gt;
Einige Dinge, die man in jüngeren Jahren nicht lösen konnte, da einem einfach der Überblick gefehlt hat, lassen sich aus einem neuen Blickwinkel ganz einfach bewerkstelligen.&lt;br /&gt;
Hilfreich sind die angesammelten Erfahrungen und alles Erlernte um aus einem ehemaligen Problem eine leicht zu erledigende Aufagabe zu machen. Oder etwas das man früher nicht verstanden hat, letztendlich zu vertehen.&lt;br /&gt;
Es geht also diesmal um das Alter, Erfahrungen und die kleine Portion Weissheit die man in seinem Leben ansammeln kann.&lt;br /&gt;
Dabei ist es eigentlich völlig egal ob es sich um tiefphilosofische Themen oder ganz banale Dinge handelt.&lt;br /&gt;
So wie unangenehme Situationen die entstehen, wenn man die falschen Worte wählt. Besonders in einer fremden Sprache.&lt;br /&gt;
Oft sind einem nicht alle Redewendungen bekannt und schnell kann man schonmal ungewollt etwas unbeabsichtigtes sagen, das den gegenüber lauthals loslachen, oder zumindest ungläubig stutzen lässt.&lt;br /&gt;
Zur Auflockerung habe ich hier wieder ein kleines Beispiel:&lt;br /&gt;
破 (pò) bezeichnet etwas kaputtes, das über die Zeit abgenutzt oder sonstwie kaputt gegangen ist.&lt;br /&gt;
破鞋 (pò xié) sind also ausgelatschte Schuhe.&lt;br /&gt;
Allerdings bezeichnet man damit auch eine (nun sagen wir mal „asserhalb ihrer Beziehung sexuell interessierte“) Frau.&lt;br /&gt;
Man sollte also tunlichst aufpassen wenn man tatsächlich über seine kaputten Schuhe sprechen möchte.&lt;br /&gt;
搞 (gǎo) frei übersetzt „machen“ ist das passende Verb dazu.&lt;br /&gt;
搞破鞋 (gǎo pò xié) würde man also in Neudeutsch mit „herumhuren“ bezeichnen.&lt;br /&gt;
Allerdings gibt es diese Bezeichnung nur für Frauen. Männer die herumhuren, werden wie in den meisten anderen Kulturen auch, kaum als etwas negatives wahrgenommen.&lt;br /&gt;
Aber wir schweifen wieder ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Leben lang hat es mich in die Ferne gezogen, niemals wollte ich still stehen.&lt;br /&gt;
Arbeit und manchmal auch Faulheit standen dem Drang oft im Wege, aber er war immer da.&lt;br /&gt;
Ich wollte in die Stadt, am besten ins Zentrum, dort wo das Leben ist, wo man nachts nicht schläft.&lt;br /&gt;
Wenn man seinen Traum dann einmal erreicht hat, also in einer Stadt mit über 20 Millionen Einwohnern gewohnt hat, die sich die meisten Daheimgebliebenen nicht annähernd ausmalen können, merkt man irgendwann dass es eigentlich nur Umstände macht in so einer Stadt zu leben.&lt;br /&gt;
Die Wege sind so lang, dass man den halben Tag damit beschäftigt ist irgendwohin zu fahren, nur um etwas alltägliches zu erledigen und die ständigen Menschenmassen machen das Leben auch nicht angenehmer.&lt;br /&gt;
Und dann irgendwann (zumindest in meinem Alter) wünscht man sich ein kleines Zuhause am Stadtrand einer kleinen deutschen Stadt.&lt;br /&gt;
irgendwas wo man schnell in die Wanderstiefel springen und kurz über die Strasse im Wald seinen Gedanken hinterherhängen kann.&lt;br /&gt;
Beijing ist aufregend und ich bin immer wieder gerne dort und liebe es auch weiterhin die Stadt und alles in ihr und um sie herum zu erkunden, aber ich brauche das nicht mehr täglich. Der Drang ist nicht mehr da.&lt;br /&gt;
Ein grosser Punkt auf der „Lebensliste “ ist abgehakt und man braucht sich an dieser Stelle keine Gedanken mehr zu machen, dass man es später einmal bereut diese Erfahrung nicht gemacht zu haben.&lt;br /&gt;
Aber wie schon gesagt ändert sich die Sichtweise im Leben nach einer gewissen Zeit (Zumindest tut sie das bei den meisten Menschen).&lt;br /&gt;
Nicht dass man plötzlich ganz andere Ansichten vertritt (das mag bei dem einen oder anderen auch vorkommen), sondern vielmehr hier und da ein paar Dinge die sich ändern.&lt;br /&gt;
Das kann aus Bequemlichkeit sein, oder weil man gewisse Dinge bereits kennt und deren Erfahrung nicht nocheinmal machen muss oder, oder, oder.&lt;br /&gt;
Als ich mich vor inzwischen etlichen Jahren entschlossen hatte nach China zu ziehen, habe ich mich bewusst nicht darauf versteift dass dies ein Abschied für immer sei, da Berichte von anderen Leuten bereits immer wieder davon erzählt haben, dass es nicht möglich sei dort ein Leben zu führen wie man es gewohnt ist.&lt;br /&gt;
Trotzdem habe ich mir diese Option offen gehalten und die Möglichkeit dass es doch so kommen könnte, wurde nicht zuletzt durch den Umstand unterstützt, dass ich im Vergleich zu anderen Expats in China doch eine andere Herangehensweise hatte.&lt;br /&gt;
So habe ich mich bewusst immer von den Expat-Zusammenkünften fern gehalten, habe Chinesisch gelernt um mit den Einheimischen kommunizieren zu können etc.&lt;br /&gt;
Aber es hat sich über die Zeit doch herausgestellt, dass die vielen Berichte von Leuten die zeitweise in China gelebt haben, durchaus richtig sind, zumindest in einigen wesentlichen Punkten.&lt;br /&gt;
Man ist als Ausländer in China immer ein Ausländer.&lt;br /&gt;
Das hört sich jetzt erst einmal seltsam an. Was das genau bedeutet ist, dass man erstens immer als Ausländer wahrgenommen wird.&lt;br /&gt;
Man hat eben kein chinesisches oder asiatischen Aussehen und so wird man dann auch ständig wie ein Tourist behandelt.&lt;br /&gt;
Ein Umstand, der mich oft genervt hat. Man gewöhnt sich dran, aber es ist trotzdem anstrengend manchmal.&lt;br /&gt;
Und zweitens beeinflusst das Ausländersein in China massiv den Freundeskreis.&lt;br /&gt;
Die meisten Chinesen sind zwar nett zu einem, wollen aber am liebsten auch nichts mit einem zu tun haben.&lt;br /&gt;
In China wird der Freundeskreis fast ausschliesslich nach dem Prinzip „kann der in irgendeiner Weise nützlich für mich sein“ ausgewählt. Dieses Phänomen hat vor allen Dingen in den letzten Jahren extrem zugenommen.&lt;br /&gt;
Und als Ausländer, der vermeintlich eh früher oder später das Land wieder verlässt, hat man in dieser Kathegorie keinen besonders hohen Stellenwert.&lt;br /&gt;
Die Freundschaften die man also aufbauen kann sind einerseits die zu anderen Expats.&lt;br /&gt;
Und diese Freundschaften sind in der Regel nur gültig, so lange man in der selben Blase lebt.&lt;br /&gt;
Kehrt einer wieder nach Hause zurück, wird er auch sofort von allen anderen vergessen.&lt;br /&gt;
Oder man baut Freundschaften zu Leuten (Chinesen so wie anderen Ausländern) auf, die man bei irgendwelchen Freizeitaktivitäten kennen gelernt hat (also in der Regel in einer Bar oder einem Pub).&lt;br /&gt;
Das ist jetzt nichts verwerfliches, viele Freundschaften beginnen so.&lt;br /&gt;
Aber wenn man dann irgendwann einmal heiratet und Kinder hat, verändert sich das Leben doch schon enorm.&lt;br /&gt;
Die Freundschaften werden weniger, schon alleine aus dem Grund dass man weniger Zeit hat, und beschränken sich meist auf sehr wenige alte Freunde und ein paar Neue aus dem Umfeld des Kindergartens, der Schule oder dem Fussballclub der Sprösslinge.&lt;br /&gt;
Derartige Freundschaften lassen sich als Ausländer in China aber nur sehr schwer finden.&lt;br /&gt;
Als Fazit halten wir also fest: Das Leben in China ist aufregend, kann aber im täglichen Leben, vor allen Dingen mit Familie, unnötig beschwerlich sein.&lt;br /&gt;
Wer also mit dem Gedanken spielt eine Zeit lang in China zu leben, sollte das am besten tun, so lange er noch keine Familie hat.&lt;br /&gt;
Dann hat man einerseits den ganzen Spass und auf der anderen Seite wesentlich weniger Dinge über die man sich Sorgen machen muss. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 29 Sep 2021 09:37:00 +0000</pubDate>
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    <title>Post und Zoll</title>
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            <category>Deutschland</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/loewe.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/loewe.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Wieder mal einer der Löwen, diesmal nicht aus Stein.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Wieder mal einer der Löwen, diesmal nicht aus Stein.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Post und Zoll, ein ewiges Thema.&lt;br /&gt;
Bzw. DHL (die ich hier der Einfachheit halber mal als Post bezeichne).&lt;br /&gt;
Es werden immer mehr Artikel, die dieses Thema behandeln und das wundert auch nicht weiter, schliesslich ist unsere Post bekannt dafür Dinge zu verschlampen oder mit ihren beamtentypischen Prozessen normale Leute zur Weissglut zu bringen.&lt;br /&gt;
Heute also wieder einmal eine kleine Anekdote aus dem Umfeld der inetrnationalen Postzustellung:&lt;br /&gt;
Vor neun Monaten haben meine Schwiegereltern ein Paket zu uns geschickt.&lt;br /&gt;
Drei Wochen nach Aufgabe des Pakets kam dann auch das bekannte Schreiben vom Zoll zur Nachverzollung. Bis dahin noch alles normal.&lt;br /&gt;
Auf Grund von Corona sollte man bitte die Nachverzollung über DHL machen lassen. Gerne, ich habe nämlich auch keine Lust mir einen Tag freizunehmen nur damit ich ein Paket selber nach Hause schleppen kann, das eh an mich adressiert ist.&lt;br /&gt;
Ich finde es widerspricht grundsätzlich der Idee des Versendens, ein Paket selber zu transporieren .&lt;br /&gt;
Also Unterlagen zurückgesendet (kann man sogar jetzt online machen, obwohl das Schreiben per Post komt. Wow!).&lt;br /&gt;
Die Benachrichtigung vom Zollamt dass das Paket an DHL übergeben wird kam auch prompt, also nur noch warten auf das Paket.&lt;br /&gt;
Aber es kam nicht. Den Sendungsstatus konnte man im Internet auch nicht mehr checken, es war einfach verschwunden.&lt;br /&gt;
Telefonisch konnte man es mit der Sendungsnummer noch finden (Es wurde einem dann jedes Mal gesagt, dass die Postleitzahl nicht stimme), aber man bekam über die Websuche im Internet gar keine Informationen mehr zu dem Paket.&lt;br /&gt;
Sehr interessant. Der Brief vom Zoll ist ja mit der richtigen Postleitzahl zugestellt worden, muss sich also im Nachhinein ein Fehler eingeschlichen haben.&lt;br /&gt;
Inzwischen habe ich mir abgewöhnt bei der telefonischen Auskunft „Sendungsstatus“ anzugeben, sondern wähle direkt „Reklamation“ aus, dann bekommt man wenigstens einen Ansprechpartner (Denn die künstliche Intelligenz die hinter dem System steckt ist offensichtlich noch auf dem stand der 80er Jahre und ganz offensichtlich nicht in der Lage Anfragen befriedigend zu bearbeiten).&lt;br /&gt;
Einen Suchauftrag werde man in die Wege leiten und das Paket werde sich bestimmt ganz schnell wiederfinden.&lt;br /&gt;
Nach einer ganzen Weile habe ich dann doch noch einmal angerufen und erfahren, dass ich als Empfänger gar keinen Suchauftrag eröffnen kann, sondern dies von der Senderseite geschehen muss. Aber alles gar kein Problem, es verzögert sich alles derzeit ein wenig und ich solle noch bis Ende der Woche warten, dann wäre das Paket bestimmt schon auf dem Postweg.&lt;br /&gt;
Es ist dann tatsächlich wieder in der Sendungsverfolgung im Internetportal aufgetaucht.&lt;br /&gt;
Etwas verstörend allerdings ist der Umstand, dass es inzwischen dreimal zum Zoll transportiert wurde und danach immer wieder in die Region der Auslieferung.&lt;br /&gt;
Ich unterstelle niemandem etwas Böses, schliesslich hätte niemand einen Vorteil davon das Paket spazierenzufahren,  ich glaube tatsächlich an völlige Unfähigkeit.&lt;br /&gt;
Also erst mal beruhigt und wieder angerufen (das läuft wie folgt ab):&lt;br /&gt;
- Angeben dass es sich um eine Reklamation handelt&lt;br /&gt;
- mit einem Paket&lt;br /&gt;
- international&lt;br /&gt;
- ja, Sendungsnummer ist vorhanden&lt;br /&gt;
- und die Sendungsnummer langsam buchstabieren.&lt;br /&gt;
Dann kommt eine echte Person an den Apparat, man erzählt ihr die ganze Geschichte, gibt nochmal die Sendungsnummer an und seine Adresse.&lt;br /&gt;
Dann heisst es „Ich schaue mal kurz nach“ und dann nichts mehr. Man hört nichts, es gibt kein Freizeichen, gar nichts.&lt;br /&gt;
Man legt dann erst nach drei Minuten auf, da man wider dem gesunden Menschenverstand doch insgeheim hoff, es würde sich noch etwas tun.&lt;br /&gt;
Wenn man es dann eingesehen hat ruft man noch einmal an und geht nochmal durch das ganze Prozedere.&lt;br /&gt;
Was soll ich Ihnen sagen: Genau das gleiche ist mir nocheinmal passiert. Entweder die Telefonanlage hatte einen Fehler oder die Unfähigkeit dieses Unetrnehmens zieht sich durch alle Fachbereiche.&lt;br /&gt;
Beim dritten Mal hatte es dann funktioniert und man sagte mir, dass die Sendung wieder beim Zoll wäre und ich auf das Schreiben warten solle.&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
Inzwischen waren bereits fast drei Monate vergangen, ich habe immer wieder mit Post und Zoll telefoniert, die mir jeweils den gleichen Schwachsinn erzählt haben.&lt;br /&gt;
Die Post behauptete sie hätten das Paket noch nicht bekommen und es läge noch beim Zoll, während der Zoll sagte, das Paket sei bei der Post.&lt;br /&gt;
Es ist also niemand zuständig und somit kann man auch niemanden unter Druck setzen.&lt;br /&gt;
Zumindest hatte ich endlich die Aussage bekommen dass dies kein Einzelfall ist und bereits mehrere Leute aktuell dieses Problem hatten.&lt;br /&gt;
---&lt;br /&gt;
Wieder einen Monat und etliche Telefonate später immer noch nichts neues.&lt;br /&gt;
Oder besser gesagt: Zwischendurch ist ein Brief mit den Kosten für die nachträgliche Postverzollung gekommen und ich habe mich in kindischer Naivität dazu hinreissen lassen zu glauben das Paket wäre gefunden und auf dem Weg zu uns.&lt;br /&gt;
Aber weit gefehlt. die Kosten wurden (sehr verspätet) eingefordert, obwohl der Verbleib de Pakets weiterhin ungewiss war.&lt;br /&gt;
Meine Nachrichten an die Post sind in ihrer Wortwahl etwas ausgefallener (bzw. leicht ausfallend) geworden, aber ich habe endlich die Information bekommen, dass ich als Empfänger über das Online-Portal doch einen Nachverfolgungsauftrag einstellen kann.&lt;br /&gt;
Das habe ich natürlich sofort versucht.&lt;br /&gt;
Was sich aber gar nicht so einfach gestaltet, wenn man die offizielle Webseite durchsucht.&lt;br /&gt;
Selbst mit der internen Suchfunktion und dem Suchwort „Nachforschungsauftrag“, was das System einen bereits nach ein paar eingetippten Zeichen von ganz allene vorschlägt, findet man nicht zu der tatsächlichen Eingabemaske des Nachforschungsauftrags.&lt;br /&gt;
Dazu muss man schon gezielt eine unabhängige Suchmaschine befragen.&lt;br /&gt;
Ich habe sie dann gefunden (die Seite mit der Eingabemaske) und meine Daten eingegeben, mit dem Ergebnis, dass die Postleitzahl angeblich falsch sei.&lt;br /&gt;
Da kam ich mir dann so richtig verarscht vor.&lt;br /&gt;
Ich hatte bereits schon über zwanzig mal bei diesem Ignoratenverein angerufen und jedes mal die korrekte Postleitzahl angegeben, das hätte man definitiv mal anpassen können (ich hab es ja nur jedes Mal vorgeschlagen).&lt;br /&gt;
Ich habe also wieder eine unschöne Nachricht geschrieben, bereits mit dem Hintergedanken dass sich ohne eine groß angelegte Geiselnahme hier wohl nicht viel bewegen wird.&lt;br /&gt;
Dann ist angeblich wirklich ein Nachforschungsauftrag eingeleitet worden, seit dem ich natürlich nichts mehr gehört habe.&lt;br /&gt;
„Man wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen“ hieß es. Inzwischen war das Paket bereits über vier Monate unterwegs.&lt;br /&gt;
Ist es vielleicht möglich, dass DHL einfach eine Liste an Floskeln abarbeitet ohne tatsächlich irgend etwas in die Wege zu leiten?&lt;br /&gt;
Die wissen womöglich gar nicht dass sie ein Paketdienst sind...&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
Weitere fünf Monate später (Also &lt;strong&gt;neun&lt;/strong&gt; Monate nach Aufgeben der Sendung) ist das Paket wieder beim Absender in China aufgetaucht.&lt;br /&gt;
Na herzlichen Glückwunsch! Die Anziehsachen für unseren Sohn, die darin waren, werden definitiv nicht mehr passen, wenn es ein weiteres Mal auf die Reise geschickt wird.&lt;br /&gt;
Völliges Unverständnis gab es auf Seiten meiner Frau und der Schwiegereltern, denn so ein Problem lässt sich in China mit ein, zwei Telefonanrufen einfach regeln.&lt;br /&gt;
Aber nicht in Deutschland. Das fällt mir immer wieder auf.&lt;br /&gt;
Prozesse scheinen derart festgefahren, dass man als Kunde völlig den Launen des Systems ausgesetzt ist.&lt;br /&gt;
In China plant man schon mit ein dass mal etwas nicht so funktioniert wie es sollte und man kann entsprechend gegensteuern, wenn man sich kümmert.&lt;br /&gt;
Das scheint in Deutschland nicht ansatzweise möglich zu sein, denn zwei herausragende Eigenschaften der Deutschen scheinen, wie es uns in der Regel vorgeworfen wird, tatsächlich Sturheit und Resistenz gegenüber Verbesserungen zu sein.&lt;br /&gt;
Als Fazit halten wir also fest: Wenn ein Paket beim Zoll ankommt, unbedingt hingehen und es selber abholen.&lt;br /&gt;
Ansonsten ist es der Willkür einer Bande von Ahnungslosen ausgesetzt und die Zustellung reine Glückssache. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 03 Sep 2021 08:05:00 +0000</pubDate>
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    <title>Veronika der Spargel wächst</title>
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            <category>Essen und Trinken</category>
            <category>Interkulturelles</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/chunbing.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/chunbing.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;春饼 (chūn bǐng)&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;春饼 (chūn bǐng)&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Heute war der 2. Februar 2021 und „Frühlingserwachen“, nur ohne das ganze Drama aus &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Wedekind&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Wedekind&quot;&gt;Frank Wedekinds&lt;/a&gt; gleichnamigem Stück.&lt;br /&gt;
Also ganz einfach der Zeitpunkt an dem der Frühling offiziell beginnt.&lt;br /&gt;
Moment mal, werden jetzt einige bestimmt sagen. Das ist aber ein wenig zu früh!&lt;br /&gt;
Der offizielle Frühlingsanfang in Deutschland ist erst am 20. März 2021.&lt;br /&gt;
Nun das hat, wie schon so oft in diesem Blog, natürlich wieder mit dem chinesischen Kalender zu tun.&lt;br /&gt;
Der teilt das Jahr nämlich in 24 Jahresabschnitte (节气 jié qì) ein und der erste beginnt genau heute.&lt;br /&gt;
Frühlingsanfang beschreibt genau genommen in China die Zeit in der die Tiere langsam aus ihrem Winterschlaf erwachen und das Eis anfängt zu tauen.&lt;br /&gt;
Bei uns zu Hause (hier in Deutschland) gab es heute ein klassisches Gericht, das man zu dieser Zeit in den nördlichen Regionen Chinas isst:&lt;br /&gt;
春饼 (chūn bǐng) was übersetzt so viel wie Frühlingskuchen heisst. Wobei Kuchen hier keine Süßspeise meint, sondern eine Art Pfannkuchen.&lt;br /&gt;
Auf Neudeutsch würde man Wrap sagen, was geschmacklich gesehen das ganze tatsächlich noch etwas besser beschreibt.&lt;br /&gt;
Und passend zum Frühlingsanfang häufen sich auch schon die Anfragen ob wir nicht ein zweites Kind haben wollen.&lt;br /&gt;
Ich habe tatsächlich mitbekommen, dass einige Eltern im Kindergarten die Zeit des Lockdowns offensichtlich genutzt haben und jetzt schwanger sind.&lt;br /&gt;
Ganz im Sinne der &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Comedian_Harmonists&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Comedian_Harmonists&quot;&gt;Comedian Harmonists&lt;/a&gt; nach dem Text von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Jurmann&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Jurmann&quot;&gt;Walter Jurmann&lt;/a&gt; aus dem auch der Titel dieses Eintrags entlehnt ist : „Mädchen lacht, Jüngling spricht: „Fräulein, wollen Sie oder nicht. Draussen ist Frühling““&lt;br /&gt;
Und so scheint man schon ein Außenseiter zu sein, wenn man seinen Trieben nicht komplett die Kontrolle überlässt. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Der Mensch ist ja glücklicherweise nicht auf die Jahreszeit angewiesen um Nachwuchs zu zeugen.&lt;br /&gt;
Aber interessant finde ich es schon, dass die Nachfragen genau jetzt häufiger kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spargel enthält übrigens das Mangelvitamin Folsäure, Vitamin C, E und ß-Carotin sowie dem Mineralstoff Kalium. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 03 Feb 2021 20:27:00 +0000</pubDate>
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    <title>Schon wieder Corona (gähn...)</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>Deutschland</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Unschönes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/hutti.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/hutti.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Alte Stadtviertel (胡同 hú tòng) in der Nähe des 后海 (hòu hǎi) Sees.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Alte Stadtviertel (胡同 hú tòng) in der Nähe des 后海 (hòu hǎi) Sees.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Deutschland befindet sich auf Grund von Corona und den rapide steigenden Zahlen an Infizierten im „Teil-Lockdown“.&lt;br /&gt;
Gaststätten, Kinos, Theater usw. haben geschlossen, während die Leute weiterhin zur Arbeit gehen müssen, wenn ihnen ihr Arbeitgeber nicht die Möglichkeit zum Home-Office ermöglicht.&lt;br /&gt;
Und die Schulen und Kindergärten sind auch offen.&lt;br /&gt;
Oder sagen wir lieber: Sie sind so lange offen, bis wieder jemand positiv auf Corona getestet wurde und werden dann eine Zeit lang geschlossen. Danach geht das Spiel wieder von vorne los.&lt;br /&gt;
So auch in unserem Kindergarten. Eine später positiv getestete Person hatte Kontakt zu zwei Kindergärtnerinnen, von denen dann eine auch positiv getestet wurde.&lt;br /&gt;
Das bedeutet Quarantäne für alle Kinder und anderen Personen die Kontakt mit ihr hatten, 14 Tage lang.&lt;br /&gt;
Man bekommt vom Gesundheitsamt eine lapidare SMS, so fern die Kindergartenverwaltung die Telefonnummer weitergegeben hat, die sagt: „Das Gesundheitsamt hat entschieden dass Sie in Quarantäne müssen. Alle Informatonen erhalten sie per email von...“.&lt;br /&gt;
In der Email steht dann noch einmal genau das gleiche in einer schöneren Formulierung und es gibt ein paar Links zu allgemeinen Dokumenten.&lt;br /&gt;
Nirgendwo steht bis wann man sich zu Hause einschliessen muss, das muss man bei seinem Kindergarten erfragen, denn eine Telefonnummer für den Ernstfall gibt es zwar auch, aber wie mir alle Beteiligten bestätigt haben, ist die Leitung selten besetzt.&lt;br /&gt;
Das Gesundheitsamt arbeitet auch am Limit. Das merkt man vor allen Dingen dann, wenn das offizielle Schreiben, in dem explizit steht warum und bis wann man in Quarantäne muss, erst eine Woche nachdem man bereits wieder vor die Türe darf im Briefkasten liegt.&lt;br /&gt;
Man ist also schön zu Hause geblieben, hat gehört dass es andere wirklich erwischt hat und fragt sich: „Haben wir es vielleicht auch, nur mildere Symptome?“&lt;br /&gt;
Nun, ohne Symptome kein Test, es sei denn man ist willens ihn selber zu bezahlen. Also weiterhin Ungewissheit.&lt;br /&gt;
Wenn man sich, wie ich, in der glücklichen Lage befindet dass die Firma einem anbietet kostenfrei einen Corona Schnelltest zu machen, dann sieht das ganze schon besser aus.&lt;br /&gt;
Also Stäbchen in den Hals (und zwar bis zum Anschlag.) und 30 Minuten auf das Ergebnis warten.&lt;br /&gt;
Der Test ist negativ, die Erleichterung gross und die Ungewissheit vorüber (Zumindest eine Zeit lang).&lt;br /&gt;
... und dann war da noch die Geschichte mit dem Ordnungsamt:&lt;br /&gt;
Als wir letztens beim Kinderarzt waren und wir in eine Gruppe Beamte vom Ordnungsamt gelaufen sind habe ich ein kleines Stück weit verstanden warum immer mehr Leute sich gegen die eigentlich sinnvollen Auflagen auflehnen.&lt;br /&gt;
Aber fangen wir von vorne an: Für den Besuch beim Kinderarzt nehmen wir neuerdings immer ein Taxi um die überfüllten Bahnen zu vermeiden.&lt;br /&gt;
Also Maske an, rein ins Taxi zum Kinderarzt. Hier muss selbstverständlich auch eine Maske getragen werden.&lt;br /&gt;
Nach dem ganzen Prozedere erst mal an die frische Luft und kurz durchatmen.&lt;br /&gt;
Auf dieser Strasse ist es leider neuerdings auch Pflicht eine Maske zu tragen (nicht dass man das irgendwo sehen könnte, das muss man einfach wissen).&lt;br /&gt;
Wir hatten die Maske also nicht einmal eine Minute ab und auch niemanden in unserer Nähe mit dem wir Viren hätten austauschen können, da mussten wir auch schon 50 EUR pro Person Strafe zahlen.&lt;br /&gt;
Keine mündliche Verwarnung oder ähnliches, sofort zur Kasse.&lt;br /&gt;
Das ist um so ärgerlicher, da wir eigentlich sehr darauf bedacht sind uns und andere zu schützen.&lt;br /&gt;
Wie gesagt: Da kann ich die Verdrossenheit einiger in der Bevölkerung durchaus nachvollziehen.&lt;br /&gt;
Wenn kein Dialog mehr möglich ist, sondern einfach nach schwarz und weiss unterschieden wird, dann machen die Maßnahmen grundsätzlich keinen Sinn, da niemand sie für gerecht erachten kann und dadurch ihre Befolgung grundsätzlich nicht unbedingt sinnvoll erscheint.&lt;br /&gt;
In meinen Augen ein klares Zeichen in die falsche Richtung.&lt;br /&gt;
Ich würde nicht so weit gehen und die Maßnahmen grundsätzlich in Frage stellen, aber es offenbart sich doch wieder das alte, leider viel zu deutsche Problem das ich auch schon vor Jahren in dem Artikel [[Klugscheißer]] beschrieben habe.&lt;br /&gt;
Neben der deutschen Überheblichkeit die Abarbeitung von Richtlinien ohne Sinn und Verstand.&lt;br /&gt;
Es macht mir immer weniger Spass in die Stadt zu fahren und ich hab auch die Lust verloren mich überhaupt noch mit Menschen auseinandersetzen zu müssen.&lt;br /&gt;
Ich bin im Moment einfach froh, wenn ich mit der Familie zu Hause sitzen kann und meine Ruhe habe (so fern man bei Home-Office mit Kind überhaupt von Ruhe reden kann).&lt;br /&gt;
Und damit das heute kein Artikel wird der völlig losgelöst vom Blog Thema „China“ ist, möchte ich ganz lapidar festhalten dass es all das im Reich der Mitte auch gibt: Eine allgegenwärtige Corona-Verdrossenheit, das Warten auf den ersehnten Impfstoff, Maßnahmen über Maßnahmen und eine Art Ordnungsamt, dessen Mitarbeiter herumlaufen, den Leuten das Leben schwer machen und sich aufführen wie die Axt im Walde.&lt;br /&gt;
Ein schwacher Trost, aber immerhin. Wir sind nicht alleine. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 24 Nov 2020 14:47:00 +0000</pubDate>
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    <title>Ich, der letzte Idiot</title>
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            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/wieder-cbd.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/wieder-cbd.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Häuser in Beijings CBD District.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Häuser in Beijings CBD District.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wir haben wieder ein Paket aus China bekommen. Diesmal ist es nicht erst durch die ganze Welt geschickt worden, sondern tatsächlich auf dem richtigen Wege zugestellt worden.&lt;br /&gt;
Bis zu einem gewissen Punkt zumindest, denn wenn der Zoll sieht dass der Wert des Inhalts den Freibetrag für Geschenke übersteigt, wird man angeschrieben: Ja, tatsächlich postalisch, obwohl die Telefonnummer auf dem Paket steht.&lt;br /&gt;
In China würde man sich den Aufwand sparen und einfach anrufen. Es wird sogar erwartet dass man solche Dinge per Telefon regelt und dazu seine Nummer mit angibt.&lt;br /&gt;
Nicht so in Deutschland (Ich bin ja schon froh dass sie nicht versucht haben die Sachen zu faxen &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; ).&lt;br /&gt;
Man kann die Post, bzw. DHL die Sachen nachverzollen lassen, dazu muss man den beigefügten Schein ausfüllen und die Quittungen vorlegen.&lt;br /&gt;
Die Quittungen haben die wenigsten Menschen wenn sie ein Geschenk geschickt bekommen, also muss man sich auf den Weg machen und selber vorstellig werden.&lt;br /&gt;
Dann können die Kollegen vom Zoll in das Paket schauen, die Sachen schätzen und man bezahlt die noch offenen Steuern.&lt;br /&gt;
Aber natürlich nur mit Termin, schließlich geht Corona um.&lt;br /&gt;
Es gibt eine Telefonnummer und eine Email Adresse um einen Termin zu machen.&lt;br /&gt;
Die Telefonnummer steht wahrscheinlich nur &lt;span title=&quot;der Form halber, der Form wegen, um einer Vorschrift zu genügen, nur zum Schein&quot; class=&quot;serendipity_glossaryMarkup&quot;&gt;pro forma&lt;/span&gt; dort, denn wenn man dort anruft wird man von der Wartemusik an den nächsten freien Apparat weitergeleitet, es klingelt eine Weile, dann landet man wieder in der Warteschleife mit der Wartemusik.&lt;br /&gt;
Zwischendurch wird man von der netten Computerstimme darüber informiert dass das Gespräch gehalten wird.&lt;br /&gt;
Und so dreht man sich knapp 15 Minuten im Kreis, bis die Verbindung dann abgebrochen wird.&lt;br /&gt;
Mit Telefonen scheinen sie es wirklich nicht zu haben.&lt;br /&gt;
Also einen Termin per Email machen. Und siehe da, das klappt dann auch relativ fix.&lt;br /&gt;
Da ich nicht zum ersten Mal zum Zoll gehe um ein Paket aus China abzuholen, habe ich bereits alle Informationen gesammelt und mich auf den Weg gemacht.&lt;br /&gt;
Eine kurze Zwischeninfo:&lt;br /&gt;
In China bekommt man immer und überall Rabatte, wenn man einkaufen geht.&lt;br /&gt;
Es gibt Preisnachlass zu bestimmten Zeiten, ähnlich dem Sommer- bzw. Winterschlussverkauf, es gibt Rabatte wenn man einen bestimmten Gesamtbetrag überschreitet, man mehrere Artikel oder manchmal auch bestimmte Kombinationen von Artikeln kauft und es gibt natürlich Tages-Schnäppchen die die Kunden in die Geschäfte locken sollen.&lt;br /&gt;
In den wenigsten Fällen zahlt man tatsächlich was auf dem Preisschild steht.&lt;br /&gt;
Halten wir das kurz im Hinterkopf.&lt;br /&gt;
Ich bin also zum Zollamt gefahren um unser Paket nachzuverzollen, da der Freibetrag geringfügig überschritten war.&lt;br /&gt;
Die Preise für die einzelnen Sachen habe ich aus China gesendet bekommen, da auf der Zollerklärung im Lieferschein der Platz nur ausreicht um grob zu beschreiben was sich im inneren des Pakets befindet.&lt;br /&gt;
Der Zollbeamte schaut also in das Paket hinein und findet jede Menge Kinderkleidung an der noch das Preisschild aus dem Laden hängt.&lt;br /&gt;
Kurz überschlagen ergibt sich eine Summe die die angegebene auf dem Paket leider übersteigt.&lt;br /&gt;
Wir erinnern uns, was wir gerade gelernt haben: Die Preise sind absolut richtig, da alles mit Ermäßigung eingekauft wurde.&lt;br /&gt;
Ein Umstand der den Zoll natürlich überhaupt nicht interessiert und ich sehe aus wie der letzte Idiot.&lt;br /&gt;
Man sollte bei den Zollangaben also nicht zu ehrlich sein und angeben was man bezahlt hat, sondern das was auf den Schildern steht, oder sie besser entsorgen.&lt;br /&gt;
Haben wir also wieder etwas gelernt. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 11 Oct 2020 19:54:00 +0000</pubDate>
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    <title>Bitte nicht zu weit aus dem Fenster lehnen</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/460-Bitte-nicht-zu-weit-aus-dem-Fenster-lehnen.html</link>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/video/fensterputzer.gif&quot; title=&quot;&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Professionelle Fensterputzer im Innenstadtbereich&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ich denke ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte dass in China vieles anders ist als man es im Westen kennt.&lt;br /&gt;
Eigentlich sind es immer die alltäglichen Kleinigkeiten die die Unterschiede ausmachen, denn grundsätzlich streben Menschen ja alle nach den gleichen Dingen. Die Famile muss versorgt werden, die Kinder eine gute Ausbildung bekommen, es muss immer genug zu Essen auf dem Tisch sein und darüber hinaus soll das Leben natürlich auch nicht langweilig werden.&lt;br /&gt;
Aber die Herangehensweisen wie gewisse Dinge gehandhabt werden unterscheiden sich dann eben doch teilweise sehr voneinander.&lt;br /&gt;
Aber was erzähle ich Ihnen? Als geneigter Leser dieses Blogs wissen Sie das natürlich alles.&lt;br /&gt;
Ich habe seit einiger Zeit keinen Artikel mehr veröffentlicht, was nicht zwangsläufig daran liegt dass mir die Geschichten ausgehen seitdem ich wieder in Deutschland lebe (obwohl das tatsächlich die kleine Angst ist, die durch meinen Kopf geistert) sondern vielmehr dass ich einfach keine Zeit hatte mich hinzusetzen und etwas zu schreiben.&lt;br /&gt;
Ich fürchte dass das auch in der nahen Zukunft so sein wird. Es werden also nicht mehr Artikel in kurzen Abständen wie zur Anfangszeit erscheinen, sondern im Gegenteil die Wartezeiten zwischen ihnen zwangsläufig recht groß bleiben.&lt;br /&gt;
Wie auch immer, heute ist es wieder einmal an der Zeit eine kleine Anekdote aus dem Reich der Mitte mit Ihnen zu teilen:&lt;br /&gt;
Es geht um das Fensterputzen. Eine Beschäftigung die ich gewohnt war selber zu erledigen und die ich, so lange es ging immer vor mir hergeschoben habe bis die Fenster so dreckig waren das es keine Möglichkeit mehr gab darüber hinweg bzw. durch sie hindurch zu sehen.&lt;br /&gt;
In China wohnt man in den grossen Städten fast ausschliesslich in Hochhäusern und diese haben teils recht skurrile bauliche Eigenarten.&lt;br /&gt;
So kann man nicht immer alle Fenster öffnen und benötigt schon Spezialwerkzeug um an alle Scheiben von außen heranzukommen.&lt;br /&gt;
Wenn man einen Erker im Wohnzimmer hat, der rundum mit Fenstern ausgestattet ist, kommt man auch damit nicht viel weiter.&lt;br /&gt;
Um die Fenster &quot;um die Ecke&quot; zu putzen muss man zwangsläufig irgendwie nach draussen und um den Erker herum klettern.&lt;br /&gt;
Man bestellt also einen Fensterputzer, was ohnehin nichts besonders darstellt, da man Dienstleistungen jeglicher Art in China wesentlich billiger bekommt als in Deutschland und die Menschen diese auch wesentlich häufiger in Anspruch nehmen als bei uns.&lt;br /&gt;
Ich weiß gar nicht mehr in welchem Stockwerk wir wohnten als wir das erste mal einen Fensterputzer bestellt haben, aber es war definitiv 10 oder höher.&lt;br /&gt;
Ich bin also davon ausgegangen dass ein paar junge Männer vorbeikommen, die sich mit ihrem Sicherheitsgeschirr am Fenster festmachen. Einer drinnen zur Sicherung, einer aussen, so wie man sich das eben als typischer Europäer vorstellt, oder man es schon zigfach an den Bürogebäuden im Innenstadtbereich gesehen hat.&lt;br /&gt;
Was dann kam war alles andere als das: Eine Frau, ich schätze sie so Mitte 50, die lediglich mit einem Eimer, Putzmittel und ein paar Tüchern bewaffnet aus dem Fenster geklettert ist und sich krampfhaft an den kleinen vorstehenden Kanten der Fensterrahmen mit einer Hand in der kalten Herbstluft festgehalten hat, während sie frei schwebend über den Anwohnerparkplätzen mit der anderen die Scheiben gewischt hat.&lt;br /&gt;
Mir ist beim bloßen Zugucken der Angstschweiß auf die Stirn getreten.&lt;br /&gt;
Es ist ja kein Geheimnis daß es viele Menschen in China gibt, aber das ist doch noch kein Grund den Tod dermaßen herauszufordern.&lt;br /&gt;
Aber das was bei uns sämtliche Gewerkschaften, Arbeitsrechtler und andere auf die Barrikaden bringen würde ist in China ganz normal.&lt;br /&gt;
Definitiv nichts für zartbesaitete Menschen. Und auch ich musste mir auf die Lippe beißen und habe mir immer wieder gedacht: &quot;Bitte nicht zu weit aus dem Fenster lehnen&quot;. 
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    <pubDate>Thu, 01 Oct 2020 07:26:00 +0000</pubDate>
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    <title>Durcheinander, 7, 8, schlecht</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>Deutschland</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/vsn.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/vsn.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Die Mauer der verbotenen Stadt bei Nacht.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die Mauer der verbotenen Stadt bei Nacht.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;乱七八糟 (luàn qī bā zāo) ist ein interessanter chinesischer Ausdruck.&lt;br /&gt;
乱 (luàn) steht für Durcheinaner, Chaos, 七 (qī) ist die 7, 八 (bā) die 8 und 糟 (zāo) steht für erbärmlich, miserabel, schlecht.&lt;br /&gt;
Wort für Wort übersetzt ist es ein ziemliches Durcheinander und genau das drückt der Ausspruch auch aus.&lt;br /&gt;
Wenn das einfache Wort 乱 (luàn) für unordentlich nicht mehr ausreicht, dann hängt man noch die anderen Wörter hintendran um zu betonen, dass es sich wirklich um ein außerordentliches Chaos handelt.&lt;br /&gt;
Beschreiben kann man damit so ziemlich alles und genau das wollen wir auch heute tun.&lt;br /&gt;
Ich habe nämlich in letzter Zeit wieder vermehrt die Erkenntnis gewonnen, dass jeder Mensch für sich eine eigene Wahrnehmung der Welt entwickelt hat und viele Leute diese offensichtlch unbedingt auch lautstark zum Ausdruck bringen müssen.&lt;br /&gt;
Je chaotischer die Ansichten, desto lauter ihr Verfechter, so scheint es.&lt;br /&gt;
Corona hat viele unterschiedliche Meinungen entstehen lassen und zu teilweise recht skurrilen Ereignissen geführt.&lt;br /&gt;
Die sogenannten Hygienedemos, vor allen Dingen in Berlin, sind ein gutes Beispiel dafür.&lt;br /&gt;
Dabei möchte ich gar nicht, wie sonst in den Medien üblich, die ungewöhnliche Konstellation von Neuzeithippies und anderen eher linksgerichteten Protestlern die neben Reichsbürgern,  Holocaustleugnern und anderen Individuen aus der eher rechten Szene protestieren herausstellen, sondern mich ganz bewusst ausschließlich auf die Inhalte der angemeldeten Demo selber beziehen.&lt;br /&gt;
Da ging es, ganz grob zusammengefasst darum, dass man die Maßnahmen die man zur Coronaeindämmung verordnet hat als zu drastisch einschätzt.&lt;br /&gt;
Da gibt es dann natürlich auch wieder unterschiedliche Abstufungen.&lt;br /&gt;
Die einen, die seit der Kurzarbeit finanziell kaum noch über die Runden kommen und Selbstständige die mit jedem Tag mehr Schulden anhäufen über Menschen denen das Tragen einer Maske über einen längeren Zeitraum dermaßen unangenehm ist, dass sie diese Maßnahme wieder abschaffen wollen bis hin zu Leuten die davon überzeugt sind dass es Corona gar nicht gibt, sondern es nur ein Vorwand ist um bald eine Impffpflicht zu verordnen und den Menschen einen Microchip zu implantieren, oder ähnliches.&lt;br /&gt;
Alles bunt durcheinander, ein wundersames, teils märchenhaft anmutendes Chaos. 乱七八糟 (luàn qī bā zāo).&lt;br /&gt;
Ich kann den Wunsch durchaus nachvollziehen, auch ich habe es satt beim Einkaufen und in der Straßenbahn ständig eine Maske tragen zu müssen.&lt;br /&gt;
Aber der Wunsch alleine reicht leider nicht aus um eine Pandemie zu beenden.&lt;br /&gt;
Zugegeben in Deutschland sind die Zahlen der schweren Fälle nicht mehr sehr hoch, aber weltweit sieht die Sache schon wieder ganz anders aus.&lt;br /&gt;
Ich habe oft die Befürchtung dass viele Menschen, selbst wenn sie oft im Ausland Ferien machen, sich mit ihrem Gemüt stetig in Deutschland befinden. Unfähig auch nur ein klein wenig über den Tellerrand zu schauen.&lt;br /&gt;
Und somit auch immer einen guten Teil von der Realität entfernt.&lt;br /&gt;
Diese Erfahrung hat sich, seitdem ich in China gelebt habe, natürlich noch verstärkt.&lt;br /&gt;
Bestes Beispiel sind all die Leute die einen erst fragen wie es sich denn so in China lebt und dann alle Informationen die man ihnen gibt als Unfug zurückweisen um einem dann zu erklären wie China wirklich ist. Nicht selten auch ohne jemals selbst dort gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
In diesem Fall würde ich mir in der breiten Masse mehr Erfahrungen im Ausland wünschen.&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite denke ich dass gerade jetzt Urlaub im Ausland nicht die beste aller Ideen ist.&lt;br /&gt;
Aber auch hier scheine ich wieder alleine auf verlorenem Posten zu sein.&lt;br /&gt;
Als hätten die Deutschen die letzten Jahrzente eine Reisesperre über sich ergehen lassen müssen, sind sie direkt nach der ersten Welle alle wieder an die Strände dieser Welt gereist.&lt;br /&gt;
Ich verstehe ja dass viele Menschn irgendwann mal wieder zurück zur Normalität wollen, aber doch bitte nicht mit der Brechstange.&lt;br /&gt;
Aber das sind glücklicherweise nur kleine Rückschläge, denn ich denke dass alles in allem Deutschland gut gehandelt hat und seine Einwohner zum grossen Teil die Maßnahmen auch akzeptiert und gelebt haben (Ein wenig Meckern gehört nunmal einfach dazu, so sind wir Deutschen halt).&lt;br /&gt;
Zu Anfang drastische Maßnahmen um dem unbekannten Virus entgegenzutreten und jetzt immer mehr Lockerungen basierend auf immer weiteren Erkenntnissen die die Wissenschaft unaufhörlich sammelt.&lt;br /&gt;
Und auch ich bin der Meinung dass man in diesem Fall lieber etwas zu vorsichtig sein sollte, als alles wieder auf´s Spiel zu setzen.&lt;br /&gt;
Denn wir als Gesellschaft tragen eine Verantwortung den Risikogruppen gegenüber. Da ist es auch völlig egal ob man meint dass Masken nicht schützen oder die Todeszahlen nur Personen beziffern die mit Corona aber nicht zwangsläufig an Cororna gestorben sind.&lt;br /&gt;
Wir haben nunmal weltweit einen enormen Anstieg an Infizierten, an schweren Erkrankungen mit Corona und an Todesfällen mit Corona zu verzeichnen.&lt;br /&gt;
Und ich denke da ist es nicht zu viel verlangt, dass wir gegenseitig ein wenig auf uns aufpassen.&lt;br /&gt;
In der Welt gibt es bereits so schon einiges an Chaos, machen wir es nicht noch schlimmer. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 11 Sep 2020 14:01:00 +0000</pubDate>
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    <title>Das Wassermelonen Prinzip</title>
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            <category>Essen und Trinken</category>
            <category>Interessante Orte</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/gruen.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/gruen.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Büsche und Hecken werden in China oft kunstvoll beschnitten. Zugegeben: Muss man mögen.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Büsche und Hecken werden in China oft kunstvoll beschnitten. Zugegeben: Muss man mögen.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Diesen Sommer muss ich daran denken und es überkommt mich, ehrlich gesagt,  ein wenig Wehmut.&lt;br /&gt;
Eigentlich hatte ich dieses Thema bereits in Artikeln wie [[Von süssen Früchten, etwas stinkendem und einer Prinzessin]] oder ähnlichen besprochen, aber jetzt, da ich wieder in Deutschland bin, muss ich es doch noch einmal anschneiden, da es mir aktuell wieder ganz besonders auffällt.&lt;br /&gt;
Wenn ich in den deutschen Supermarkt gehe, dann ist die Auswahl an frischem Obst, verglichen zu den Auslagen in Beijings grossen und kleinen Läden sehr übersichtlich.&lt;br /&gt;
Viele Dinge die es dort gibt, habe ich in Deutschland noch nie gesehen.&lt;br /&gt;
Und die Dinge die es in beiden Ländern gibt, unterscheiden sich geschmacklich teilweise sehr.&lt;br /&gt;
Es gibt durchaus gute Früchte in Deutschland zu kaufen, so ist das nicht.&lt;br /&gt;
Himbeeren, Kirschen oder Erdbeeren haben, je nachdem wo man sie kauft eine gute Qualität und einen guten Geschmack.&lt;br /&gt;
Aber es gibt einige, die geschmacklich nicht einmal annähernd an die Qualität heranreichen, die ich aus China gewohnt bin.&lt;br /&gt;
Darunter sind ganz klar so Exoten wie Lychee oder Mango (obwohl man in ganz seltenen Fällen sogar Glück haben kann und eine ganz gute Mango in einem deutschen Supermarkt erwischen kann).&lt;br /&gt;
Aber ganz besonders eine Frucht ist es, die mir in Chinas Sommermonaten immer wieder belebende Erfrischung verschafft hat, deren deutscher Bruder allenfalls mit dem Prädikat „ganz nett“ bezeichnet werden kann.&lt;br /&gt;
Gekühlt, frisch aus dem Kühlschrank und in Scheiben oder Würfel geschnitten.&lt;br /&gt;
Die Rede ist von der Wassermelone.&lt;br /&gt;
Es gibt einfach keinerlei Vergleichsattribute zwischen der wohlschmeckenden chinesischen Frucht und dem langweilig wässrigem Gewächs aus Deutschland bzw. Europa.&lt;br /&gt;
Wassermelone ist für unsere Breitengrade tatsächlich der passende Ausdruck, denn der ganze Geschmack, den das fernöstliche Pendant besitzt, scheint hier einfach zu fehlen.&lt;br /&gt;
Man sagt, dass in dem Gebiet um Beijing die besten Wassermelonen angebaut werden.&lt;br /&gt;
Und ich denke dieser Meinung kann ich mich anschliessen.&lt;br /&gt;
Es gibt sogar ein Wasermelonen Museum im Stadtteil Daxing (大兴区 dà xīng qū). (Mit der Buslinie 937 zu erreichen)&lt;br /&gt;
Der grosse Unterschied zwischen den Melonen aus Deutschland bzw. Europa und aus dem Reich der Mitte ist mir gerade dieser Tage wieder aufgefallen. Wir haben eine Melone gekauft (in der stillen Hoffnung dass alles gar nicht so schlimm sein kann) und sind wieder total enttäuscht worden.&lt;br /&gt;
Man erwartet etwas Gutes und bekommt leider nur etwas Minderwertiges.&lt;br /&gt;
Das ist übrigens ziemlich interessant, denn das Wassermelonen Prinzip ist auch eine Metapher aus dem Projektmanagement:&lt;br /&gt;
Der Dienstleister übergibt ein Projekt mit dem Status &quot;grün&quot; (alles in Ordnung) an den Kunden, so wie die Aussenhülle einer Wassermelone.&lt;br /&gt;
Bei genauerer Betrachtung stellt sich aber heraus dass es, ganz im Gegenteil, nicht &quot;grün&quot;, sondern &quot;rot&quot; ist (höchste Alarmstufe), wie das innere besagter Melone.&lt;br /&gt;
In meinem Fall Ist die Metapher des Wassermelonen Prinzips wiederum eine Metapher für die Wassermelone selbst. Ist das nicht lustig?&lt;br /&gt;
Ich hoffe auf jeden Fall, dass wir bald wieder nach China reisen können. Auch wegen der Wassermelonen. 
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    <pubDate>Sat, 15 Aug 2020 15:42:00 +0000</pubDate>
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    <title>It's a trap</title>
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            <category>China</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/hu-to.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/hu-to.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;In Beijing führt nicht jeder Weg zum Ziel.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;In Beijing führt nicht jeder Weg zum Ziel.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ein Ausspruch der, zum grossen Teil auch dank des Internets, Berühmtheit erlangt hat (zumindest in Nerd-Kreisen).&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Figuren_aus_Star_Wars#Admiral_Ackbar&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Figuren_aus_Star_Wars#Admiral_Ackbar&quot;&gt;Admiral Ackbar&lt;/a&gt;, ein ausserirdisches Wesen mit einem menschlichen Körper und einem Tintenfischkopf, prägte ihn 1983 in dem Film „Star Wars - Return of the Jedi“ bzw. „Krieg der Strene - Die Rückkehr der Jedi Ritter“ als er beim Angriff der Rebellenflotte auf den Todesstern merkte, dass dieser entgegen der allgemeinen Annahme, weiterhin durch ein Kraftfeld geschützt ist und ausserdem voll funktionisfähig was seine Primärbewaffnung angeht.&lt;br /&gt;
„Dumm gelaufen“ könnte man ganz lapidar sagen. Aber wir wissen ja alle, dass es &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Figuren_aus_Star_Wars#Luke_Skywalker&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Figuren_aus_Star_Wars#Luke_Skywalker&quot;&gt;Luke&lt;/a&gt; und seinen Freunden später doch noch gelungen ist das Ungetüm zu zerstören.&lt;br /&gt;
Und eben jener Ausspruch geisterte auch immer in meinem Kopf herum so lange ich in Beijing gelebt habe.&lt;br /&gt;
Kurz zur Erklärung: Ich bin oft in Beijing spazieren gegangen, denn schliesslich bin ich ein neugieriger Mensch und zu Fuss sieht man einfach am meisten.&lt;br /&gt;
Vor allen Dingen wenn man mal nicht den grossen Strassen folgt, sondern durch Gassen hindurch über versteckte Plätze schlendert und neue Einblicke gewinnen kann.&lt;br /&gt;
Gerade in einer fremden Kultur ist das sehr aufregend und wird auch nach etlichen Jahren die man dort lebt nicht wirklich langweilig.&lt;br /&gt;
Aber ganz so einfach ist das alles nicht. Zumindest nicht in Beijing. Vielleicht erinnern sie sich noch an den Artikel [[Das Prinzip der Mauer]] ?&lt;br /&gt;
Beijing besteht aus unzähligen kleinen Communities und zusammengefassten Wohn- bzw Gebäudeeinheiten. Und alles ist mit Zäunen und Mauern umgeben.&lt;br /&gt;
Es kommt also nicht selten vor, dass man, ohne es zu merken, in eine Sackgasse läuft und man sich in einem ummauerten Gebiet befindet, das man gezungenermassen wieder so verlassen muss wie man es betreten hat.&lt;br /&gt;
Das nervt. Die meisten dieser Gebiete sind durch Schranken oder Tore vom sonstigen Strassennetz abgetrennt, aber eben nicht alle.&lt;br /&gt;
Und viele die es sind, kann man trotzdem durchwandern, da sie am anderen Ende auch wieder einen Ausgang haben.&lt;br /&gt;
Man weiss also nicht auf was man sich gefasst machen muss während einem dieser Streifzüge durch Chinas Hauptstadt.&lt;br /&gt;
Und so kommt es immer wieder vor, dass man sich von Zäunen umzingelt sieht, die Bewohner einen mit offenen Mündern oder einem hähmischen Grinsen anstarren und man denkt: „It&#039;s a trap“.&lt;br /&gt;
Ein Umstand, den ich schon fast vergessen hatte. Es ist mir gerade erst wieder aufgefallen, als ich hier in Deutschland mal spazieren war.&lt;br /&gt;
Egal durch welche kleinen Gassen man sich zwängt oder welchen noch so kleinen Schleichweg man einschlägt, man kommt immer wieder irgendwo heraus von wo man seine Reise Problemlos fortsetzen kann.&lt;br /&gt;
In den seltensten Fällen landet man in einer Sackgasse und wenn, dann wird es einem in der Regel vorher bereits durch ein Schild angezeigt. Ich fühle mich tatsächlich eine Spur weit freier als die Jahre zuvor.&lt;br /&gt;
Wie oft hat mein Weg da in einer Sackgasse geendet... Auch hier könnte man wieder „Dumm gelaufen“ sagen (im wahrsten Wortsinne).&lt;br /&gt;
Denn Beijing ähnelt sehr einem Labyrith und man landet immer wieder an einer Wand von der man, nicht selten, eine halbe Ewigkeit braucht um wieder zurück in die Freiheit zu laufen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 30 Jul 2020 08:07:00 +0000</pubDate>
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    <title>Holland-Rad</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/446-Holland-Rad.html</link>
            <category>Aktuelles</category>
            <category>Deutschland</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/cctvtv.JPG&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/cctvtv.serendipityThumb.JPG&quot; title=&quot;CCTV Tower in Beijing&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;CCTV Tower in Beijing&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Die dritte Woche Home-Office auf Grund des Corona Virus und Zeit endlich mal wieder einen Artikel im Blog zu schreiben.&lt;br /&gt;
Nun hat man von Seiten der deutschen Obrigkeit doch endlich ein Einsehen gehabt und die notwendigen Schritte eingeleitet und den Leuten empfohlen zu Hause zu bleiben und Abstand voneinander zu halten.&lt;br /&gt;
Was mich zugegebenermassen überrascht, ist die Bereitwilligkeit der Bevölkerung die Selbst-Quarantäne tatsächlich einzuhalten.&lt;br /&gt;
Die großen Firmen haben nicht einmal zwei Wochen durchgehalten, bevor sie lautstark nach Kurzarbeit geschrien haben.&lt;br /&gt;
Da frage ich mich allen Ernstes: Wo sind die ganzen Rücklagen geblieben? Bei den Arbeitnehmern ist seit ewiger Zeit nichts mehr auf dem Lohnkonto passiert und die Wirtschaft hat geboomt wie verrückt. Also wo ist das ganze Geld?&lt;br /&gt;
Zur Zeit machen wilde Verschwörungstheorien die Runde. Während die einen sagen das Virus sei eine Biowaffe die in einem chinesischen Labor gezüchtet wurde, behaupten andere, es sei eine amerikanische Erfindung und die ersten Fälle sind gar nicht in China sondern in Amerika aufgetreten, man hat sie angeblich lediglich verschleiert.&lt;br /&gt;
Es gibt wilde Theorien über Virenlabors in der Nähe der iranischen Grenze und etliche andere.&lt;br /&gt;
Es geht doch nichts über eine gute Verschwörungstheorie (Vielleicht ist Corona ja in Wahrheit bloss ein Fake, damit die Reptiloiden von der Weltregierung während des Lockdowns die Chemtrail-Tanks in Flugzeugen nachfüllen können, um den Menschen in der BRD GmgH weiterhin zu verschleiern, dass die Erde eine Scheibe ist.). &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Nun denn, Kurzarbeit also. Wer Kinder hat, bekommt vom Staat die finanziellen Einbußen bis zu 65% erstattet.&lt;br /&gt;
Das ist eine nette Geste, wird nur leider für viele Leute nach hinten losgehen: Dadurch dass die Leute mit Kindern etwas mehr erstattet bekommen, sind sie in vielen Firmen diejenigen die mehr oder weniger gezwungen werden sich „freiwillig“ für die Kurzarbeit zu melden, während die Kinderlosen normal weiterarbeiten.&lt;br /&gt;
Ich freue mich jedenfalls schon auf ein verlängertes Wochenende, auch wenn wir finanziell mal schauen müssen, ob das alles so klappt.&lt;br /&gt;
Auch sonst gibt mir die Home-Office-Zeit die Gelegenheit näher bei der Familie zu sein.&lt;br /&gt;
Wir haben jetzt einen verlassenen Fussballplatz im Wald gefunden. Dort gehen wir abends immer hin und bringen unserem Sohn das Fahrradfahren bei oder spielen etwas mit dem Ball.&lt;br /&gt;
Es ist nämlich gar nicht so einfach einen Platz für Kinder zu finden wo sie ein wenig Zeit draussen verbringen können, ohne etwas anfassen zu müssen.&lt;br /&gt;
Wir befinden uns also noch in einer recht guten Lage, aber für viele wird diese Zeit sicher nicht einfach sein, vor allen Dingen für diejenigen die weiterhin mit Menschen arbeiten müssen.&lt;br /&gt;
Ich befinde mich glücklicherweise in der Situation, dass ich 80% meiner Arbeit auch online erledigen kann und unsere Firma bereits bevor Corona die Runde machte die IT Infrastruktur so umgestellt hat, dass es fast jedem Mitarbeiter möglich ist unabhängig von einem festen Arbeitsplatz mit Hilfe von Notebook und Firmen-VPN von überall aus zu arbeiten.&lt;br /&gt;
Hin und wieder muss ich dann aber doch mal vorbeischauen, so wie gestern.&lt;br /&gt;
Und für diese Stippvisiten habe ich mir eigens ein neues Fahrrad gekauft, um nicht auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sein zu müssen (zugegeben es ist auch ein erneuter Versuch den inneren Schweinehund zu überlisten und wieder etwas mehr Sport zu machen).&lt;br /&gt;
Und da ist mir auch direkt wieder etwas aufgefallen:&lt;br /&gt;
Ich habe mir ein Holland-Rad gekauft, mit einem schicken Gepäckträger vorn am Lenker und ohne Gangschaltung.&lt;br /&gt;
Die fehlende Gangschaltung ist das, was dieses Rad tatsächlich auszeichnet.&lt;br /&gt;
War ich früher immer auf der Suche nach dem passenden Gang um bergauf, bergab oder beim beschleunigen die optimale Übersetzung von Zahnrad zu Kette zu haben, radle ich heute einfach vergnügt vor mich hin.&lt;br /&gt;
Nichts an meinem Fahrrad verleitet mich dazu ständig „mal eben“ noch Gas zu geben um hier oder da noch schnell die gelbe Ampel mitzunehmen, vor den Fußgängern abzubiegen oder mich schnell noch vor den verträumten Radler einzuordnen.&lt;br /&gt;
Heute bin ich selber einer dieser verträumten Radler und ich merke, dass ich wesentlich entspannter ankomme als früher.&lt;br /&gt;
Und trotz gemächlicher Spazierfahrt brauche ich genau so lange zur Arbeit, als würde ich die Bahn nehmen (vorausgesetzt sie kommt pünktlich).&lt;br /&gt;
Und hier können wir wieder den Bogen schlagen zu China:&lt;br /&gt;
In vielen Köpfen ist China immer noch ein Fahrradland. Nun, dass hat sich seit den 80er Jahren drastisch geändert, aber auch wenn dem nicht mehr so sein sollte, gibt es immer noch genug Menschen die das Fahrrad täglich nutzen.&lt;br /&gt;
Und da kommen wir dann auch zum springenden Punkt: Ein Fahrrad wird genutzt.&lt;br /&gt;
Ganz im Gegenteil dazu ist es in Deutschland eher ein Sportgerät, was dann natürlich auch den weit verbreiten Drang erklärt schnell und effektiv zu fahren.&lt;br /&gt;
So wie ich es auch jahrelang getan habe. Es ist aber viel mehr als bloss eine Anekdote über ein alternatives Verkehrsmittel, sondern bezeichnend für mein bisheriges Leben.&lt;br /&gt;
Die Angst zu spät zu kommen bzw. eine Gelegenheit zu verpassen Zeit gut zu machen habe ich mir tatsächlich erst abgewöhnt durch das Leben in einem anderen Kulturkreis.&lt;br /&gt;
Es ist immer noch vieles davon in mir, aber darüber hinaus habe ich gelernt auch mal fünfe gerade sein zu lassen, vor allen Dingen dann, wenn es keinen Unterschied macht.&lt;br /&gt;
Denn ein Prinzip sollte niemals die Oberhand gewinnen und nur um seiner selbst Willen gelebt werden.&lt;br /&gt;
Lieber gemütlich radeln und dafür etwas früher losgehen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 18 Apr 2020 05:09:00 +0000</pubDate>
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    <title>Auch damit kann man Geld machen (wenn man keine Seele hat)</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>China</category>
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            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
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Es sollen vermehrt Menschen auf das Corona Virus getestet werden um zu sehen wie, und wo es sich ausbreitet und die Bevölkerung überlegt langsam ob es nicht vielleicht doch ganz praktisch wäre, wenn man unter Menschen gehen muss in solch einer Situation, eine Schutzmaske zu tragen.&lt;br /&gt;
Das Offensichtliche, das man sich von China bereits vor Wochen hätte abgucken können ist nun auch in den Starrköpfen der Deutschen angekommen. Bravo!&lt;br /&gt;
Im Atikel [[Wer heute noch nicht verrückt ist, ist einfach nicht informiert]] habe ich mich noch darüber gewundert warum man das Problem in Deutschland offensichtlich gar nicht ernst nimmt, während es in China bereits dramatische Ausmaße angenommen hatte.&lt;br /&gt;
Jetzt sind wir nur noch einen Schritt davon entfernt das ohnehin völlig überlastete medizinische System in Deutschland zum Kollaps zu bringen.&lt;br /&gt;
An dieser Stelle möchte ich dann auch gerne einen anonymen Krankenpfleger zitieren mit den Worten: „Euer Geklatsche könnt Ihr Ihr Euch sonst wohin stecken. Wenn Ihr unsere Arbeit respektiert, dann bezahlt uns endlich anständig“ (Eine Anspielung auf die Aufforderung abends zu einer bestimmten Uhrzeit ans Fenster zu gehen und der moralischen Unterstützung gegenüber dem medizinischen Personal durch Applaus Ausdruck zu verleihen).&lt;br /&gt;
Aber genug Klugscheißerei und „ich hab&#039;s Euch ja gesagt“ Gequatsche, denn ich hatte es ja bereits gesagt.&lt;br /&gt;
Hier zeigt sich wieder einmal ein typisches Verhalten der westlichen Industriestaaten, das nicht nur bei Chinesen immer wieder auf Ungläubigkeit trifft.&lt;br /&gt;
In China spricht man ganz offen von der „Arroganz des Westens“.&lt;br /&gt;
Auch wenn überall sonst die Welt untergeht haben wir es trotzdem nicht nötig irgendwelche Vorkehrungen zu treffen, es ist ja bisher auch immer alles gut gegangen.&lt;br /&gt;
Und mein persönlicher Höhepunkt: Während man in allen asiatischen Ländern Schutzmasken zur Pflicht macht, streitet man sich in Deutschland noch darüber ob ein derartiger Schutz überhapt etwas bringt.&lt;br /&gt;
Da sind wir bei einem anderen grossen Punkt angekommen: Für den einzelnen mag eine Schutzmaske vielleicht nur minimal Schutz gewährleisten, da sie nach 10 Minuten Gebrauch feucht ist und Viren durchlassen kann, aber das ist auch gar nicht die Intention dahinter, sondern lediglich die westliche Fehlinterpretation.&lt;br /&gt;
Primär soll man die Maske nicht tragen um sich selber zu schützen, sondern die anderen.&lt;br /&gt;
Eine Weisheit die in Asien schon seit Generationen in jedermanns Kopf ist: Ich bin krank (zum Beispiel erkältet), ich trage eine Maske um die anderen nicht anzustecken.&lt;br /&gt;
Durch diese, in der Masse ausgelebte, Vorsorge ist man selber als Individuum dann eben auch geschützt.&lt;br /&gt;
Eine einfache Erkenntnis die sich in unseren Breitengraden niemals durchsetzen wird.&lt;br /&gt;
Beflügelt wurde das ganze natürlich noch von offzieller Seite mit teils Halbwahrheiten und auch komplett unsinnigen Argumentationen.&lt;br /&gt;
Aber was soll&#039;s? Es gibt ja eh keine Masken in Deutschland zu kaufen.&lt;br /&gt;
Und somit haben auch wir unsere Beziehungen ausgenutzt um welche aus China zu bekommen.&lt;br /&gt;
Es gibt inzwischen einige Leute die daraus ein Geschäftsmodell gemacht haben und ehrlich gesagt: Man kann damit wahrscheinlich schon ein wenig Geld anhäufen. Wir wollen das bewusst nicht tun.&lt;br /&gt;
Man könnte sagen dass Geld, das durch das ausnutzen der Not anderer gewonnen wurde, ein schlechtes Kharma bedeutet.&lt;br /&gt;
Man könnte aber auch ganz platt sagen, dass anständige Menschen so etwas einfach nicht tun.&lt;br /&gt;
Und schon wieder ist in diesem Zusammenhang etwas passiert das wunderbar in diesen Blog passt und ich ihnen natürlich nicht vorenthalten möchte:&lt;br /&gt;
Unser Paket aus China wurde logischerweise von privat an privat versendet, schliesslich haben wir nichts gekauft, sondern die Verwandten haben uns die Sachen geschickt. Für so etwas fallen keine Zollgebühren an.&lt;br /&gt;
Die chinesische Post übergibt ihre internationalen Aufträge allerdings an andere Unternehmen, die diese dann in dem entsprechenden Land für sie abwickeln.&lt;br /&gt;
Manchmal hat man als Sender bzw. Empfänger aber das Pech dass es sich bei diesen wieder einmal um Scharlatane handelt.&lt;br /&gt;
So haben wir ein Schreiben bekommen in dem wir aufgefordert wurden knapp 30 Euro zu bezahlen um die Zollabwicklungen von diesem Unternehmen durchführen zu lassen.&lt;br /&gt;
Wie bereits erwähnt sind private Sendungen zollfrei. Es wird also Geld für eine Dienstleistung verlangt, die niemand braucht, noch haben will.&lt;br /&gt;
Das Problem ist, dass man dieses Prozedere nicht mehr ungeschehen machen kann.&lt;br /&gt;
Man bekommt in dem Brief die Wahl die Formalitäten gegen Bezahlung erledigen zu lassen, oder selber eine Zollerklärung (die sogenannte Selbstverzollung) zu machen.&lt;br /&gt;
Wenn man im Internet recherchiert, kann es bei dieser besagten Firma allerdings auch noch nach Bezahlung des unnötigen Betrags zu Komplikationen kommen.&lt;br /&gt;
Es werden wohl immer wieder inrgendwelche Formulare bzw. Bestätigungen angefordert und das Paket nicht freigegeben.&lt;br /&gt;
Also auf jeden Fall eine Selbstverzollung. Die hat es allerdings in sich und ohne Hilfe wird man sich kaum durch die ganzen Zahlenkürzel, Zollinterna und verklausulierten Inhalte kämpfen können.&lt;br /&gt;
Aber das Internet bietet Hilfe. Diese Seite &lt;a href=&quot;https://www.blog.oscg.eu/tag/selbstverzollung/&quot; title=&quot;https://www.blog.oscg.eu/tag/selbstverzollung/&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; hat mir dabei geholfen nicht unnötig Geld für eine absurde Dienstlestung zu bezahlen.&lt;br /&gt;
Für alle, die es auch betreffen sollte: Schicken Sie das Schreiben auf keinen Fall zu der Firma zurück, sondern mit dem augefüllten Selbstverzollungsantrag direkt an das zuständige Zollamt.&lt;br /&gt;
Lesen Sie einfach sorgfältig die Inforamtionen auf der angegebenen Webseite durch.&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen Gesundheit und sage bis bald. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 29 Mar 2020 02:18:00 +0000</pubDate>
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    <title>Kampf dem Schweinehund (mal wieder)</title>
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            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/gebetsmuehlen.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/gebetsmuehlen.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Gebetsmühlen in einer Tempelanlage in der inneren Mongolei.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Gebetsmühlen in einer Tempelanlage in der inneren Mongolei.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Mein Cousin war zu Besuch und hat uns einen Kinderzimmerschrank vorbeigebracht.&lt;br /&gt;
Unter anderem haben wir uns über Gesundheit und das Joggen unterhalten. Er geht tatsächlich jeden morgen eine Stunde joggen.&lt;br /&gt;
Ich hingegen habe  meine Bemühungen aufgrund von Zeitmangel schon lange wieder aufgegeben.&lt;br /&gt;
Wer täglich nachts aufsteht um zu lernen, der muss nicht auch noch Zeit finden um laufen zu gehen, so meine Einstellung bis gestern.&lt;br /&gt;
Oder sagen wir besser: Ausrede. Denn ein schlagendes Argument von seiner Seite hat mich tatsächlich hellhörig werden lassen.&lt;br /&gt;
Die Stunde, die er jeden Tag früher aufsteht ist keine zusätzliche Zeit, die das Laufen beansprucht, sondern wird durch einen besseren und intensiveren Schlaf, den dass Joggen mit sich bringt, mehr als wieder wett gemacht.&lt;br /&gt;
Anständig schlafen. Das möchte ich auch wieder. Und ich erinnere mich noch daran, wie ich früher, als ich noch regelmässig joggen ging, nicht nur tagsüber wesentlich wacher war, sondern auch nachts viel besser schlafen konnte.&lt;br /&gt;
Langer Rede kurzer Sinn: Heute morgen habe ich den Wecker eine Stunde früher gestellt und war laufen.&lt;br /&gt;
Das ist gar nicht so einfach: Erst einmal stellt sich die Frage: Welche Strecke läuft man?&lt;br /&gt;
Ich dachte eigentlich dass sich diese Frage schnell erledigt hätte, da wir direkt am Wald wohnen, aber weit gefehlt.&lt;br /&gt;
Der Wald ist morgens früh nicht einfach nur dunkel, sondern schwarz. Da kann man sich den ganzen Aufwand mit dem Laufen auch sparen und sich mit dem Hammer direkt auf den Knöchel hauen um sich ins Krankenhaus einliefern zu lassen.&lt;br /&gt;
Also lieber Auf dem Bürgersteig irgendwo durch den Stadtteil schlängeln. Ich denke, es wird noch etwas dauern bis ich eine schöne Strecke gefunden haben werde, aber ich habe ja Zeit.&lt;br /&gt;
Damit kommen wir direkt zum zweiten unschönen Aspekt des Laufens: Ich bin seit dem Artiekl [[Drachenlöwe besiegt Schweinehund]] nicht mehr gelaufen und habe auch sonst keinerlei Sport gemacht. Also seit 2016.&lt;br /&gt;
Das Leben in einer Großstadt wie Beijing macht es einem nicht leicht. Luftverschmutzung draussen, dazu lange Wege, die den normalen Tagesablauf ohnehin schon ins unendliche ausufern lassen zu scheinen usw.&lt;br /&gt;
Auch alles Ausreden, wenn man so will, aber einfach ist es definitiv nicht. Da ist es hier, zurück in Deutschland schon einfacher.&lt;br /&gt;
Kommen wir zurück zu mir: Ich bin also schon seit Ewigkeiten sehr unsportlich, was der kleine Wohlstandsbauch nur zu gerne untermalt.&lt;br /&gt;
Dementsprechend laufe ich also erst einmal wie ein alter Mann, damit ich mich nicht direkt überfordere. Es ärgert mich mit jedem Schritt den ich tue, aber das ist nun mal der Preis für ein Leben im Bürostuhl.&lt;br /&gt;
Ich laufe noch nicht besonders schnell, lediglich etwas schneller als ich ohnehin gehen würde, habe mir aber direkt angewöhnt eine etwas hüpfende, bereits an das Laufen erinnernde Bewegung anzunehmen.&lt;br /&gt;
Damit ist der Übergang zum tatsächlichen Laufen einfacher und man ist nicht verleitet die ersten Wochen einfach nur wandern zu gehen.&lt;br /&gt;
Sieht allerdings ziemlich bescheuert aus. Aber zum Glück ist es ja dunkel und es sind noch nicht viele Leute auf der Strasse,&lt;br /&gt;
Ich hoffe, dass sich mein Durchhaltevermögen durchsetzt und ich von jetzt an einen (zumindest etwas) gesünderen Lebensstil leben kann.&lt;br /&gt;
Wir werden sehen. Jetzt erst einmal den Kleinen zum Kindergarten bringen und dann zur Arbeit. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 23 Oct 2019 04:34:00 +0000</pubDate>
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    <title>Räuberbande</title>
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            <category>Deutschland</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Unschönes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/video/reisfelder.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Reisfelder im Norden Chinas.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Kaum ein paar Wochen wieder in Deutschland und schon sind wir Ziel von Trickräubern geworden.&lt;br /&gt;
Gut, sie haben nichts wertvolles ergattern können, aber ein trauriges Beispiel dafür, dass Deutschland einige Probleme hat, die es in China so drastisch nicht gibt, ist es leider schon.&lt;br /&gt;
Es mag daran liegen, dass gerade in Beijing, wo wir jahrelang gelebt haben, Polizei und Militär allgegenwärtig sind.&lt;br /&gt;
Nur mal zum Vergleich: Beijing hat über 20 Millionen Einwohner und ist offensichtlich sicherer als eine Stadt in Deutschland mit gerade mal einer Einwohnerzahl von einer Million Menschen.&lt;br /&gt;
Dazu kommt, dass man als Ausländer in Beijing eigentlich die perfekte Zielgruppe für derartige Angriffe ist und trotzdem halten sich derartige Delikte in einem überschaubaren Rahmen. Ich bin kein einziges Mal in den fast sechs Jahren dort ausgeraubt worden.&lt;br /&gt;
Dagegen sind wir in Deutschland als kleine Familie, bei der man eigentlich eh keine wertvollen Gegenstände oder grosse Geldmengen erwarten sollte, bereits in den ersten paar Wochen hier als Opfer ausgewählt worden.&lt;br /&gt;
Es war wieder einmal eine ganz perfide Masche: An einigen U-Bahnhaltestellen gibt es keine Aufzüge, man muss mit dem Kinderwagen also die Rolltreppe benutzen.&lt;br /&gt;
Ich gehe also voran, den Kinderwagen vor mir, den ich am Griff in der Waage halten muss, damit der Kleine nicht rausfällt. Hinter mir meine Frau.&lt;br /&gt;
Dann plötzlich hält die Rolltreppe an. Mein erster Gedanke war, dass die zwei Idioten hinter uns den Nothalt-Knopf gedrückt haben um sich einen Spass zu erlauben.&lt;br /&gt;
Die beiden zeigten sich aber sofort sehr hilfsbereit und fragten ob sie uns helfen sollten den Kinderwagen hochzutragen. Da war ich mir schon nicht mehr so sicher.&lt;br /&gt;
Oben angekommen habe ich trotzdem erst einmal alle Hosentaschen, Rucksäcke und Tragetaschen kontrolliert und siehe da: Die Reißverschlüsse am Rücksack meiner Frau waren alle halb aufgezogen.&lt;br /&gt;
Eine fiese Masche. Der eine hilft beim tragen, der andere drängt sich von hinten nah heran um vermeintlich auch mit anzupacken und checkt alle Taschen ab.&lt;br /&gt;
Wir sind uns nicht sicher, ob er vielleicht doch etwas hat mitgehen lassen, allerdings kann er nichts von Wert gefunden haben, denn der Rücksack meiner Frau war unser Babyrucksack, in dem wir Tücher, Wechselsachen, Löffel, Plastikschälchen, Spielzeugautos und Kinderkekse mit uns nehmen.&lt;br /&gt;
Die Fronttasche, in der der Räuber wohl ein Mobiltelefon oder Portemonnaie vermutet hat, enthielt lediglich Windeln.&lt;br /&gt;
Dann wüsche ich einfach mal viel Spass damit, vielleicht werdet Ihr ja auch irgendwann einmal erwachsen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 10 Aug 2019 05:39:00 +0000</pubDate>
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    <title>Ich hab' hier bloß ein Amt und keine Meinung</title>
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            <category>Deutschland</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/stupa1.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/stupa1.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Eine Stupa in der inneren Mongolei.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eine Stupa in der inneren Mongolei.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Und schon wieder ein &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schiller&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schiller&quot;&gt;Schiller&lt;/a&gt; Zitat aus &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Wallenstein_(Schiller)&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Wallenstein_(Schiller)&quot;&gt;Wallenstein&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
„Ich hab&#039; hier bloß ein Amt und keine Meinung“ ist ein schöner Spruch mit dem sich der als schwedischer Unterhändler auftretende Oberst Wrangel einer persönlichen Stellungnahme entzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe einige Zeit nichts mehr gepostet. Das liegt einzig daran, dass ich keine Zeit hatte. Nicht einmal um einen bereits vorbereiteten Artikel Korrektur zu lesen und zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
Behördengänge und der Einzug in ein neues Heim haben alle Zeit in Anspruch genommen. Und unser Sohn, der mit seinen eineinhalb Jahren noch spezielle Bedürfnisse hat die zeitintensiv sein können, kommt noch als zusätzliches Hindernis hinzu.&lt;br /&gt;
Wir haben die Übergangszeit, bis wir die neue Wohnung beziehen konnten per &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Airbnb&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Airbnb&quot;&gt;Airbnb&lt;/a&gt; zur Untermiete gewohnt, was es einem natürlich noch einmal erschwert ein Gefühl des „endlich angekommenseins“ zu empfinden.&lt;br /&gt;
Wir sind völlig ausgebrannt, waren mehrmals bei den grossen Möbelhäusern, haben geschraubt, gesteckt und gehämmert, Techniker gerufen, mit ihnen diskutiert, wieder andere Techniker gerufen die den Mist der Fachkollegen wieder ausgebügelt haben usw.&lt;br /&gt;
Ein kleiner Tipp, wenn sie einmal auswandern und irgendwann wieder zurück ziehen wollen: Schaffen Sie sich vorher gute Freunde an, bei denen Sie ein paar Tage unterkommen können und die Ihnen beim Umzug und dem zusammenbauen der Möbel helfen können (an dieser Stelle noch einmal vielen Dank besonders an zwei tapfere Helfer, denen ich einen Teil meiner Probleme aufbürden durfte).&lt;br /&gt;
Aller Hilfe zum Trotz: Es bleibt anstrengend, wenn man ein komplett neues Leben aufbauen muss und weder Möbel, noch Geschirr oder Waschmaschine und Kühlschrank besitzt.&lt;br /&gt;
Bei einem Umzug aus China nach Deutschland natürlich noch einmal mehr als sonst schon und wenn nicht alle Beteiligten im Besitz eines deutschen Passes sind eben noch einmal mehr.&lt;br /&gt;
Besonders nervenaufreibend bleiben immer die Behördengänge. Der letzte Artikel handelte bereits davon und dieser hier auch schon wieder.&lt;br /&gt;
Interessanterweise treten Probleme immer genau da auf, wo man sie am wenigsten erwarten würde:&lt;br /&gt;
Die innere Mongolei ist eine autonome Region Chinas, weshalb auf öffentlichen Dokumenten die dort ausgestellt werden, in der Regel so etwas wie „Innere Mogolei / China“ zu finden ist. Oft aber auch einfach nur „Innere Mongolei“.&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Mongolei (oder auch äußere Mongolei genannt), die ein eigenes Staatsgebiet darstellt, gehört die innere Mongolei zu China. Aber das wissen Sie ja alles bereits aus dem Artikel [[Die Hölle für Allergiker]].&lt;br /&gt;
Ich setze gar nicht voraus, dass man das als Deutscher weiß, aber ich halte es durchaus für nicht übertrieben wenn ich davon ausgehe, dass ein Mitarbeiter auf dem Amt in Deutschland sich diese Information innerhalb kürzester Zeit verschaffen könnte. Aber auch da liege ich wohl wieder falsch.&lt;br /&gt;
„Mongolei“ stand auf den Unterlagen, die wir kürzlich bekamen. Das ist leider inkorrekt, da es sich um einen ganz anderen Staat handelt.&lt;br /&gt;
Wie gesagt, das sollte man eigentlich mit ein paar Mausklicks nachvollziehen können, aber auch nachdem ich gross und breit erklärt habe, dass das so nicht richtig ist und warum, war die Verwirrung immer noch gross und die Sachbearbeiterin musste mehrmals zu den Kollegen laufen um das ganze bestätigt zu bekommen und dann noch ein paar mal um eine Lösung zu finden.&lt;br /&gt;
Denn auf der notariell beglaubigten Übersetzung unseres Dokuments war lediglich „innere Mongolei“ angegeben.&lt;br /&gt;
Was in Beamtenkreisen offensichtlich ein Problem darstellt, da man wohl keine abweichenden Angaben machen darf und im System lediglich die  „Mongolei“ oder „China“ auszuwählen ist.&lt;br /&gt;
Ach ja: Deutschland, Deine Bürokratie...&lt;br /&gt;
So kann man auch einen halben Tag verschwenden. 
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    <pubDate>Wed, 07 Aug 2019 15:46:00 +0000</pubDate>
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    <title>Ausländeramt</title>
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Wer diesen Dienst in Anspruch nimmt, will Antworten auf seine Fragen, niemand surft aus Spass hierhin.&lt;br /&gt;
Als ich vor ein paar Wochen in Deutschland angekommen bin und mich hier wieder angemeldet habe, war alles ganz einfach.&lt;br /&gt;
In diesem Fall kann man die Webseiten des Amtes nutzen um sich schlau zu machen.&lt;br /&gt;
Es wird genau erklärt was man mitzubringen hat, wohin man muss und wann und man kann sogar einen Termin online vereinbaren. Das ist aber leider nicht immer so.&lt;br /&gt;
Meine Frau hat ein sogenanntes „Visum zur Familienzusammenführung“. Damit kann man nach Deutschland einreisen, muss sich dann aber bei den Behörden melden.&lt;br /&gt;
Das ist die einzige Information, die man soweit bekommt. Wie gesagt: Auch im Internet nichts was man gebrauchen könnte.&lt;br /&gt;
Also einfach mal alles mitnehmen und auf zum Ausländeramt.&lt;br /&gt;
Morgens früh mit Frau und Kind und erst einmal anstellen. Aber nicht wie gewöhnlich am Empfngsschalter um eine Nummer zu ziehen, sondern einen Stock höher. Oder wie der grimmige Sicherheitsmann am Empfang es ausgedrückt hat: „Ausländerkram alles oben!“ &lt;br /&gt;
Dann erst einmal grosse Verwirrung: Viele Türen und viele Menschen die auf den Gängen herumstehen, kein Schalter an dem man mal nachfragen könnte.&lt;br /&gt;
Hin und wieder sieht man jemanden mit einem leeren Kaffepott aus einer der Türen kommen, der den fragenden Leuten einfach mit „Ich habe jetzt keine Zeit“ begegnet.&lt;br /&gt;
Ganz unter uns: Selbst wenn die Angestellten auf den Behörden überfordert sein sollten, ein Arschloch erkennt man immer an seiner Art zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
Also wieder das Sicherheitspersonal befragen. Und tatsächlich: Die Leute vom Gebäudeschutz bringen einen auch zur passenden Türe und geben den Pass an den entsprechenden Sachbearbeiter weiter.&lt;br /&gt;
Dann heisst es warten. Auf dem Amt warten mit Kind ist so ziemlich das unschönste was man morgens machen kann (ich erspare Ihnen an dieser Stelle die Einzelheiten).&lt;br /&gt;
Dann endlich ist es so weit, wir werden aufgerufen. Allerdings nur um dann festzustellen, dass man die Registrierung des Wohnsitzes vorher erledigen muss und nicht hier machen kann.&lt;br /&gt;
Es ist zwar genau das gleiche Amt, aber das machen die Kollegen ein Stockwerk tiefer. Und das soll man wissen ohne dass es irgendwo geschrieben steht.&lt;br /&gt;
Was mir am meisten in dieser Situation imponiert hat ist die Macht der Müdigkeit, die sich in den letzten Wochen angestaut hat und die mich auf die typisch deutsche Behörden-Überheblichkeit („Na so geht das natürlich nicht.“) überhaupt nicht hat reagieren lassen.&lt;br /&gt;
„Ruhig Blut, alles wird gut“ sagt der Kopf. Also erst einmal unten anstellen, wo die Schlange inzwischen enorme Ausmaße angenommen hat, um eine Nummer zu ziehen.&lt;br /&gt;
Dann in den Warteraum wieder warten, dann die Anmeldung, dann wieder zurück nach oben und wieder warten.&lt;br /&gt;
Das belegte Frühstücksbaguette das ich mir mitgenommen hatte um es nach dem Behördengang genüsslich zu essen, ist inzwischen von den Tomaten total durchgeweicht und ich überlege ob es nicht klüger wäre direkt Mittag zu essen, schliesslich ist die Zeit schon recht weit vorangeschritten.&lt;br /&gt;
Irgendwann kommen dann auch wir wieder an die Reihe und ich packe die ganzen Unterlagen aus.&lt;br /&gt;
Aber das ist völlig umsonst. Das erste Gespräch dient lediglich dazu vom Amt all die Informationen zu bekommen, die man im Internet vergeblich gesucht hat.&lt;br /&gt;
Eine Liste der Unterlagen, die man mitbringen soll nämlich. Sonst nichts. Das war schon das ganze Gespräch.&lt;br /&gt;
Mein Wutbarrometer wird zu diesem Zeitpunkt nur noch durch die Erschöpfung der letzten Tage und Wochen zurückgehalten.&lt;br /&gt;
Zwei Dinge:&lt;br /&gt;
- Erstens: Könnte man sich diesen Termin komplett schenken, wenn alle diese Informationen einfach auf der Internetseite zu finden wären. Dann hätten vielleicht auch die Angestellten weniger zu tun und bessere Laune auf dem Weg zur Kaffemaschine.&lt;br /&gt;
- Zweitens: Hätte die Frau uns auch direkt nach dem ersten Anstehen sagen können was wir benötigen. Danach hätten wir uns dann angemeldet und wären dann einfach nach Hause gefahren.&lt;br /&gt;
Statt dessen lässt man uns mit einem Kleinkind den verschissenen Vormittag lang noch einmal anstehen. Und das für absolut gar nichts.&lt;br /&gt;
Vielleicht war es einfach nur Zufall, aber die Behandlung von Deutschen auf den Behörden, im Gegensatz zu Ausländern scheint, wie ich es erfahren habe,  grundsätzlich nicht die gleiche zu sein. 
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    <pubDate>Tue, 23 Jul 2019 19:50:00 +0000</pubDate>
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    <title>Level 2 (Dornröschen)</title>
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            <category>Deutschland</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Technik</category>
            <category>Überraschendes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/stele.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/stele.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ein 贔屭 (bì xì), ein Hybrid aus Schildkröte und Drachen, der eine Stele trägt.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein 贔屭 (bì xì), ein Hybrid aus Schildkröte und Drachen, der eine Stele trägt.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ich war gerade wieder in Beijing, habe meine Frau und meinen Sohn abgeholt und wir sind zusammen nach Deutschland geflogen.&lt;br /&gt;
Donnerstag hin und Sonntag mit allen wieder zurück. Ich komme mir vor, als ob ich mehr Zeit in der Luft verbracht hätte als auf dem Boden. Aber es war dann doch wieder genug Zeit um unter anderem den Mobilfunkvertrag zu kündigen, noch mal die Verwandtschaft abzuklappern, dies und das zu erledigen, mit der Familie essen zu gehen und mich bei der Polizei zu registrieren (für zwei Tage eigentlich völlig übertrieben, aber man weiss ja nie ob einem das vielleicht bei späteren Visaanträgen nach China zum Verhängnis werden könnte).&lt;br /&gt;
Aber das Wiedersehen war grandios. Vier Wochen von Frau und Kind getrennt, das ist schon hart.&lt;br /&gt;
Vorher ist viel passiert. Ich war vier Wochen, sozusagen als Vorhut, bereits in Deutschland und habe schon einmal alles vorbereitet (wie Sie aus Artikel [[Level 1]] bestimmt noch wissen), bin von Amt zu Amt gelaufen habe eine Wohnung gefunden etc.&lt;br /&gt;
Wenn ich Ihnen jetzt erzähle, dass ich in den vier Wochen neben der Arbeit nicht nur eine Wohnung gefunden habe, was jeder den ich vorher gefragt hatte als ein Ding der Unmöglichkeit beschrieben hat, sondern auch noch einen Kindergartenplatz direkt bei der neuen Wohnung knapp 100 Meter um die Ecke, dann werden mir einige Leser, die ihrerseits auf der Suche nach einem Kindergartenplatz sind, vermutlich direkt die Pest an den Hals wünschen.&lt;br /&gt;
Horrorgeschichten hört man von Leuten. Sie lassen sich auf die Wartelisten schreiben noch während sie schwanger sind und bekommen dann, wenn der oder die Kleine 3 Jahre alt ist immer noch keinen geeigneten Platz.&lt;br /&gt;
Nicht wenige müssen die Kleinen auch morgens erst einmal quer durch die Stadt fahren, weil sie in der Nähe der eigenen Wohnung keinen Platz bekommen haben.&lt;br /&gt;
Warum investiert Deutschland nicht nur ein einziges Mal in die Zukunft? Ich meine: Was könnte es wichtigeres geben als Kinder?&lt;br /&gt;
Und es sind nicht bloss die Kinder, auch sonst wird die Zukunft gerne verpasst. Zukunftsweisende Technologien werden regelmässig verschlafen und das obwohl deren Grundlagenforschung oft aus Deutschland kommt.&lt;br /&gt;
Erfindungen (wie zum Beispiel das MP3 Format, CD oder DVD Technik und ähnliches) werden so weit entwickelt, dass sie fast markttauglich sind und dann an amerikanische oder andere Firmen abgegeben, die damit die Welt verändern.&lt;br /&gt;
Deutschland verschläft gerne viele interessante Entwicklungen. Die Produkte kommen, nachdem sie in anderen Ländern erfolgreich waren, dann auch wieder nach Deutschland zurück. Meist wissen die Menschen nicht einmal, dass die Technik eigentlich in Deutschland entwickelt wurde.&lt;br /&gt;
Ich verstehe einfach nicht warum das so sein muss.&lt;br /&gt;
Hinzu kommt die Angst der Deutschen vor Neuerungen. Während sich Trends im Rest der Welt bereits etablieren, bleibt der gemeine Deutsche erst einmal skeptisch. „Warum braucht man das? Das hat bisher doch auch so funktioniert“. Sehr innovativ &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; , aber so sind die Deutschen eben.&lt;br /&gt;
Das kann auf der einen Seite ein Schutzmechanismus sein, der uns davor bewahrt blindlings jedem Trend zu folgen, auf der anderen Seite ist es aber auch ein verlässlicher Mechanismus um uns von den aktuellen Neuerungen und Innovationen abzuschotten, was uns wirtschaftlich wie Oma und Opa aussehen lässt.&lt;br /&gt;
Den Trend des E-Autos haben die deutschen Automobilhersteller bereits allesamt verpasst. Sie haben sich wahrscheinlich noch nicht wieder von ihrem Supercoup mit der Abwrackpremie erholt und sind es inzwischen gewohnt auch ohne Bemühungen Geld zu verdienen.&lt;br /&gt;
Haben Chinesen bisher vorzugsweise deutsche Autos gekauft, da diese einen guten Ruf haben, sind es bei den elektrisch betriebenen Modellen fast ausschliesslich Chinesische Marken, da deren Technologie oft besser, in jedem Fall aber preiswerter ist.&lt;br /&gt;
Neulich erzählte mir irgendjemand ganz stolz, dass man die Elektro Tretrollen in Köln jetzt ganz bequem über eine App mieten kann. Dieser Trend ist in Beijing schon seit Jahren wieder out. Ich hatte den Tretrollen in dem Artikel [[Das moderne Einrad]] im Oktober 2016 bereits erwähnt und bin mir nicht sicher ob er da aus chinesischer Sicht überhaupt noch erwähnenswert war. &lt;br /&gt;
Man könnte manchmal meinen, Deutschland schliefe tief und fest und wartet, dass ein Prinz kommt, der es wach küsst. Aber dieser Prinz kommt nicht. Warum sollte er auch? 
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    <pubDate>Mon, 22 Jul 2019 16:40:00 +0000</pubDate>
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    <title>Was machst Du am Wochenende?</title>
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            <category>Anderes</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Planung, Visum, Dokumente, Reise etc.</category>
            <category>Unschönes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/visa.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/visa.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Oben ein Arbeitsvisum, unten ein Touristenvisum für China.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Oben ein Arbeitsvisum, unten ein Touristenvisum für China.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;„Der Laubbläser ist das perfekte Symbol für unsere Zeit: Er verlagert ein Problem von einem Ort zum anderen ohne es zu lösen, verbraucht dafür wertvolle Energie und macht eine Menge Lärm“ (Quelle unbekannt).&lt;br /&gt;
Mal ganz abgesehen von all den Umweltthemen auf die man dieses Beispiel beziehen könnte, will ich es einfach ganz profan für diesen Artikel verschwenden.&lt;br /&gt;
Denn genau so einem immensen Aufwand, der eigentlich völlig unnötig ist, muss man neuerdings auch für einen Antrag auf ein China Visum betreiben.&lt;br /&gt;
Ich muss ja noch einmal kurz zurück nach China um die Wohnung in Beijing aufzulösen und meine Frau und meinen Sohn nach Deutschland zu holen. Da mein Arbeitsvisum nicht mehr gültig ist, brauche ich also ein neues.&lt;br /&gt;
Seit dem 10. Mai 2019 hat sich das Visum Verfahren geändert. Es muss jetzt alles online eingegeben werden und es werden wesentlich mehr Informationen abgefragt.&lt;br /&gt;
Waren es früher zwei A4 Seiten, auf denen man Name, Adresse und Grund der Reise angeben musste, sind es heute alleine 10 Kategorien durch die man sich arbeiten muss.&lt;br /&gt;
Adressen und Geburtsdaten aller Familienmitglieder und deren Berufe müssen angegeben werden.&lt;br /&gt;
„Spouse“ ist der Ehepartner, ich habe extra noch mal im Wörterbuch nachgeschaut, denn man kann in der Eingabemaske etliche zusätzliche „Spouse“ hinzufügen. Interessant.&lt;br /&gt;
Ob man schon einmal in China war und wenn ja, detailliert wo und zu welchem Zweck.&lt;br /&gt;
In meinem Fall kommen natürlich noch die ganzen alten Visa und Meldebescheinigungen hinzu von denen man erst einmal die Nummern wieder raussuchen muss.&lt;br /&gt;
Am besten hat mir die Stelle gefallen, wo die Adressen und Telefonnummern der letzten Arbeitgeber abgefragt werden. Telefonnummer der Firma und Telefonnummer des Vorgesetzten.&lt;br /&gt;
Ha, ha. Die Vorgesetzten gibt es meist nicht mehr, manchmal nicht mal mehr die Firma.&lt;br /&gt;
Und von wann bis wann hat man dort gearbeitet? Das weiss auch nur noch mein Lebenslauf, den ich wieder hervorkramen musste.&lt;br /&gt;
Waren sie jemals beim Militär? Ja, auch wenn man den Grundwehrdienst eher als Kampftrinkertraining bezeichnen könnte.&lt;br /&gt;
„Waren Sie jemals Mitglied einer paramilitärischen Vereinigung?“... Bitte was? ...nicht im Ernst, oder?&lt;br /&gt;
Erinnert mich irgendwie an das Formular das man ausfüllen muss zur Einreise in die USA, in dem angeblich die Frage nach einem terroristischen Vorhaben gestellt wird.&lt;br /&gt;
„Waren Sie jemals in einem Gebiet in dem eine Epedemie ausgebrochen ist?“ Gut, die Frage ist schnell beantwortet: „Nein“.&lt;br /&gt;
Aber für andere muss man teilweise tief in seinen Unterlagen graben: „welche anderen Länder haben Sie in den letzten Jahren besucht, zu welchem Zweck und wann?“. Es freut mich ja schon, dass sie nicht auch noch die Hotelbuchungen sehen wollen.&lt;br /&gt;
Alles in allem eine Menge Recherche und Arbeit wenn man mal schnell nach China möchte.&lt;br /&gt;
Zumindest arbeitet niemand in der Familie für die Regierung, beim Militär oder die Presse. Denn für diese Kategorien gibt es extra ein Auswahlfeld im Online Formular, was bedeutet, dass diese wohl von besonderem Interesse sein könnten.&lt;br /&gt;
Einen Antrag für ein China Visum macht man also nicht mehr mal eben beim Frühstück, dafür muss man sich fast schon ein Wochenende reservieren.&lt;br /&gt;
Kleiner Tipp: Suchen sie sich ein Reisebüro in Deutschland (vorzugsweise eines das den Hauptsitz in China hat) und lassen sie das Visum über deren Visa Service beantragen.&lt;br /&gt;
Die Mitarbeiter kontrollieren noch einmal Ihre Eingaben und sollte etwas fehlen, weisen sie Sie darauf hin.&lt;br /&gt;
Dann müssen Sie auch keinen Termin machen und selber hinfahren, das übernimmt alles das Reisebüro für Sie.&lt;br /&gt;
Sie schicken lediglich Ihren Reisepass dort hin und warten (die schnellere Abwicklung gegen Aufpreis gibt es für Touristenvisa übrigens auch nicht mehr). 
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    <pubDate>Fri, 12 Jul 2019 15:58:00 +0000</pubDate>
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    <title>Von Fürstchen und Würstchen</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>Deutschland</category>
            <category>Interkulturelles</category>
            <category>Man sagt...</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tromglo.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tromglo.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;鼓楼 gǔ lóu, 钟楼 zhōng lóu. Der Trommel- und der Glockenturm in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;鼓楼 gǔ lóu, 钟楼 zhōng lóu. Der Trommel- und der Glockenturm in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Es gibt ein Phänomen das sich „reversed culture schock“ nennt. Es beschreibt den Kulturschock, den man angeblich erleidet, wenn man einige Zeit im Ausland gelebt hat und dann zurück in sein Heimatland zieht.&lt;br /&gt;
Ich persönlich muss sagen, dass man sich im Ausland zwar viele Dinge angeeignet hat und inzwischen auch vieles mit anderen Augen sieht, aber einen Rückkehrer-Kulturschock? Da kann ich nicht ganz folgen.&lt;br /&gt;
Es gibt etliche Internetseiten die Tipps geben für Leute die ein Jahr oder länger in China waren um sich in der heimischen Kultur wieder zurechtzufinden.&lt;br /&gt;
Da frage ich mich allen Ernstes ob ich es bin der nicht normal ist oder alle anderen. Es gab nicht einmal einen Funken Kulturschock bei meiner jetzigen Rückkehr. Und habe einige Jahre in China gelebt.&lt;br /&gt;
Einige Besonderheiten an die man sich wieder gewöhnen muss gibt es, keine Frage. Aber definitiv nichts was man mit einem Kulturschock beschreiben  müsste.&lt;br /&gt;
Ich habe durch das Leben im Ausland viel erlebt, meinen Horizont erweitert und einige Eigenarten angenommen, aber die Erfahrungen nehme ich ja alle mit, die bleiben ja nicht dort.&lt;br /&gt;
Warum also scheint es für so viele Menschen, selbst wenn sie nur ein Jahr in einer anderen Kultur gelebt haben, so schwer zu sein sich wieder an die alte Heimat zu gewöhnen?&lt;br /&gt;
Nun, viele der Artikel die diese Themen behandeln, erzählen von Leuten, die von ihrer Firma als Spezialisten nach China entsendet wurden.&lt;br /&gt;
Bis hierhin kein Unterschied zu mir. Aber diese Leute haben sich im Gegensatz zu mir, der ja freiwillig nach China gehen wollte, in der Regel von ihrer Firma mit Geld ködern lassen.&lt;br /&gt;
Und von da an läuft dann alles anders: Ich habe ein ganz normales Leben in China geführt, hatte ja schon früher Chinesisch gelernt, konnte also entsprechend auch viele Dinge selber erledigen.&lt;br /&gt;
Das ist bei den meisten Expats eben nicht der Fall. Ich habe viele von ihnen getroffen und war immer hin- und hergerissen zwischen Mitleid, weil sie in einer Blase leben mussten und Verachtung, weil sie es nicht einmal bemerkt haben und sich auf Grund der finanziellen Zuwendung ihrer Firma auch noch wie ein Fürst vorkamen.&lt;br /&gt;
In einem der älteren Artikel hatte ich ja schon einmal erwähnt dass Firmen eine Zeit lang ihren Mitarbeitern finanziell sehr stark unter die Arme gegriffen haben, wenn diese für sie nach China gegangen sind.&lt;br /&gt;
Abgesehen von Sonderzahlungen auf das Gehalt wurden nicht selten die teuersten Wohnungen im Innenstadtbereich, ein Fahrer, eine Haushälterin und eine Nanny bezahlt.&lt;br /&gt;
Dazu die Kindergarten- bzw. Schulkosten der Kleinen und und und.&lt;br /&gt;
„In China ein Fürstchen, zu Hause ein Würstchen“ Diesen Spruch gibt es nicht umsonst.&lt;br /&gt;
Vielleicht sind es genau jene Leute die einen Kulturschock erleiden, wenn sie zurück kommen. Diejenigen die auch im Reich der Mitte mit der Kultur nicht klargekommen sind und ihre Freizeit in Expat-Kneipen und Kaffehäusern verbracht haben. Die die sich in einer Blase eine Zwischenkultur aufgebaut haben.&lt;br /&gt;
Das hört sich jetzt alles ziemlich überheblich an, aber genau genommen würden sich die meisten Menschen unter diesen Umständen so verhalten.&lt;br /&gt;
Nicht jeder hat die Möglichkeit, bevor er in China arbeitet, bereits einmal dort zu leben, die Sprache zu lernen und Land, Leute und Kultur zu erleben.&lt;br /&gt;
Ich hätte mich in einer ähnlichen Situation vielleicht genauso verhalten.&lt;br /&gt;
Und durch die Heirat mit einer Chinesin und dem daraus resultierenden Familienanschluss gewinnt man natürlich noch einmal ganz andere Einsichten.&lt;br /&gt;
Trotzdem kann ich dieses Phänomen des Rückkehrer-Kulturschocks nicht nachvollziehen. Das ist einfach zu sehr überzogen.&lt;br /&gt;
Von einem erwachsenen Individuum, als Spezialist für ein paar Jahre entsendet und dann zurückkommend, erwarte ich persönlich einfach mehr. Es muss also mehr dran sein.&lt;br /&gt;
Man hört immer wieder dass die Rückkehrer zwar zurück in die alte Heimat kommen, aber die alten Strukturen nicht mehr vorfinden. Aha, da kommen wir der Sache doch schon näher.&lt;br /&gt;
Natürlich hat sich die Welt weitergedreht, auch ohne einen. Freundschaften sind nicht mehr wie sie waren (hatten wir im Artikel [[Lernen loszulassen]] bereits drüber gesprochen) und die Familie ist alt und grau geworden.&lt;br /&gt;
Nun, da muss man eben durch. Ich bezweifle, dass man dieses Problem unbedingt als Kulturschock bezeichnen muss, auch wenn es ein nachvollziehbares Problem darstellt.&lt;br /&gt;
Aber das kann einem auch passieren, wenn man zu Hause bleibt. Es passiert dann eben nur langsamer, während man bei einer Rückkehr in die vertraute Heimat von einen auf den anderen Tag damit konfrontiert wird.&lt;br /&gt;
„Das Leben ist kein Ponyhof“ oder wie sagt man so schön?&lt;br /&gt;
Also eigentlich nichts dran an diesem viel beschriebenen Phänomen, es handelt sich einfach nur um den Zahn der Zeit.&lt;br /&gt;
Nun, dann bleibt eigentlich nur noch eins zu sagen: „reisst Euch zusammen Ihr Würstchen“. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Fri, 28 Jun 2019 19:11:00 +0000</pubDate>
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    <title>Ausradiert</title>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/koffermann.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/koffermann.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Figur auf einem Vorplatz.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Figur auf einem Vorplatz.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Jetzt habe ich Chinas Hauptstadt, die jahrelang mein zu Hause war, verlassen. Wohlwissend, dass das Beijing, so wie ich es gekannt habe, innerhalb von ein paar Jahren nicht mehr existieren wird.&lt;br /&gt;
Das ist eine der Begebenheiten, die man als Deutscher erst einmal lernen muss: Alles verändert sich im Reich der Mitte, schnell und unaufhaltsam.&lt;br /&gt;
Als ich 2015 das zweite Mal nach Beijing gezogen bin, nach einer dreijährigen Pause, waren alle meine Lieblingsrestaurants nicht mehr da. Teilweise haben sich ganze Strassenzüge verändert. Es gab neue Stadtviertel und einige neue Bahnlinien.&lt;br /&gt;
Während ich dann in Beijing gelebt habe, hat die Initiative mit dem klangvollen Namen 治理开墙打洞 zhì lǐ kāi qiáng dǎ dòng (Was so viel bedeutet wie „Sanierung der offenen Mauer“ und die wir im Artikel [[Gesichtsverlust]] besprochen hatten) wieder das Gesicht der Stadt in erheblichem Maße verändert und auch ohne diese Massnahme hat sich über die Jahre die Stadt immer wieder in einem neuen Design präsentiert.&lt;br /&gt;
Es ist wirklich unglaublich in welch rasanter Geschwindigkeit das alles passiert. Das komplette Fehlen eines Verständnisses dass einige ältere Bauwerke oder ähnliches schützenswert wären, macht die Situation natürlich nicht besser.&lt;br /&gt;
In deutschen Städten kann man bis heute noch oft die alten Strassenzüge erkennen, die bereits seit hunderten von Jahren die Stadt aufteilen.&lt;br /&gt;
In chinesischen Städten wird, wenn es gerade gebraucht wird, schon mal ein komplettes Wohngebiet dem Erdboden gleich gemacht um die angrenzende Strasse auf 12 Spuren auszuweiten.&lt;br /&gt;
An einem Punkt ist es mir besonders aufgefallen: Als ich mit meiner Frau in der Stadt war, in der sie als Kind gelebt hat, gab es nur noch theoretische Anhaltspunkte an denen sie ihre Kindheit festmachen konnte.&lt;br /&gt;
Das Haus, in dem die Familie gelebt hat, war dort wo jetzt der grosse Wohnkomplex steht und die Schule, die es namentlich zwar noch gibt, lag früher weiter stadteinwärts, dort wo jetzt ein Pharma Konzern seinen Sitz hat und sah natürlich auch komplett anders aus.&lt;br /&gt;
Fast alle Spuren waren bereits ausgelöscht und das in einer, für chinesische Verhältnisse, recht kleinen Stadt. Verglichen mit Deutschland, wo alle Häuser noch so aussehen wie zur Zeit meiner Grossmutter, ist das natürlich etwas komplett anderes.&lt;br /&gt;
Und so wird auch die Stadt in der wir die letzten Jahre gelebt haben und die sich noch schneller verändert als die eben beschriebene „Kleinstadt“, so wie wir sie kennen in naher Zukunft nicht mehr existieren.&lt;br /&gt;
Ein seltsamer Gedanke. Als würde jemand die Geschichte ausradieren, die man gelebt hat. 
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    <pubDate>Fri, 14 Jun 2019 07:02:00 +0000</pubDate>
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    <title>Radikal zurück zu den Wurzeln</title>
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            <category>Anderes</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/snake.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/snake.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Man muss sich in diesem Restaurant schon mit chinesischer Mythologie auskennen um zu wissen ob man das richtige WC vor sich hat.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Man muss sich in diesem Restaurant schon mit chinesischer Mythologie auskennen um zu wissen ob man das richtige WC vor sich hat.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Das Radikal bezeichnet nicht nur ein Grundzeichen zur Bildung chinesischer Schriftzeichen, sondern auch das Ergebnis des mathematischen Wurzelziehens.&lt;br /&gt;
Dieses ist die Umkehrfunktion des Potenzierens (4 hoch 2 gleich 16 und umgekehrt Wurzel aus 16 gleich 4). Sozusagen Hin- und Rückrechnung.&lt;br /&gt;
Ein Thema, das mich rückblickend an „Auswandern“ und Zurückkommen erinnert und „zurück zu den Wurzeln“ passt ja in diesem Zusammenhang auch ganz gut.&lt;br /&gt;
Die Zeit in China ist nun zu Ende und ich versuche mein neues, altes Leben in Deutschland wieder aufzubauen.&lt;br /&gt;
Da bin ich nun also wieder. Mit nicht viel mehr als einem Koffer und einer Menge Aufgaben.&lt;br /&gt;
Meine Frau und meinen Sohn will ich nächsten Monat nachholen und bis dahin eine Wohnung gefunden haben.&lt;br /&gt;
Also Wohnungssuche neben dem ganzen Papierkram, der ansteht und dem einarbeiten auf der neuen Arbeitsstelle, wo sich seit geraumer Zeit Anfragen gesammelt haben, die jetzt alle abgearbeitet werden müssen.&lt;br /&gt;
Ich bin letztes Wochenende geflogen, habe also lediglich einen Tag gehabt um den Koffer abzustellen und etwas auszuruhen um dann diese Woche pünktlich am Montagmorgen am neuen Arbeitsplatz anzufangen.&lt;br /&gt;
Wenn es für „ausgepowert“ eine sinnvolle Kom­pa­ra­ti­on gäbe, wäre jetzt der Zeitpunkt sie zu gebrauchen.&lt;br /&gt;
Es ist schön wieder zurück zu sein, allerdings auch etwas komisch, wenn man so lange Zeit im Ausland gelebt hat.&lt;br /&gt;
Was mir jeden Tag wieder auf&#039;s neue auffällt, ist der gigantisch grosse Himmel. Den gab es in Beijing so nicht.&lt;br /&gt;
Kein Wunder, wenn auch in den Vororten noch Gruppen von Hochhaustürmen die Strassen zu beiden Seiten flankieren.&lt;br /&gt;
Groß ist er, blau und wirkt so sauber, dass man meinen könnte mit jedem Atemzug die viel zu lange strapazierte Lunge von den Schwebeteilchen der letzten Jahre reinigen zu können.&lt;br /&gt;
Die Leute sind direkt und unfreundlich, ganz im Gegensatz zu China, wo sie nett und linkisch sind.&lt;br /&gt;
Ich ertappe mich immer wieder dabei Dinge falsch zu formulieren, da ich oft nicht in Deutsch denke.&lt;br /&gt;
So wird aus „halb sieben“ schon mal „halb sechs“, in Anlehnung ans englische „half past six“.&lt;br /&gt;
Wenn man eine gewisse Zeit lang kaum Deutsch gesprochen hat, macht sich das erschreckenderweise tatsächlich bemerkbar.&lt;br /&gt;
Ich habe insgesamt fast 6 Jahre in Beijing gelebt (mit Unterbrechung) und es gibt bereits kleinere linguistische Unsicherheiten von Zeit zu Zeit. Das Gehirn hat sich angepasst.&lt;br /&gt;
Ich staune, wie toll ein gutes Sauerteigbrot schmeckt und liebe die kurzen Wege.&lt;br /&gt;
Von den aller äussersten Aussenbezirken kommt man mit der Bahn, obwohl diese gemütlich vor sich hin bummelt, in weniger als 30 Minuten in die Innenstadt.&lt;br /&gt;
Die Menschentrauben die mich täglich umgeben haben, gibt es hier nicht mehr. Und leider auch die preiswerten Restaurants nicht.&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den Kurztrips, die ich hin und wieder nach Deutschland gemacht habe, ist nun die Wahrnehmung eine andere.&lt;br /&gt;
Plötzlich haben alle Dinge wieder einen stärkeren Bezug zu einem selbst. Etwas, das man vorher immer nicht so wahrgenommen hat, da der Fokus auf China und dem Heim dort gelegen hat.&lt;br /&gt;
Plötzlich ist man nicht mehr nur Gast, sondern wieder Teil von „Wieauchimmermandasnennenwill“.&lt;br /&gt;
Und es fühlt sich seltsam an. Irgendwie entfernt vertraut und seltsam.&lt;br /&gt;
Und somit stellt sich die Frage: Soll dieser Blog hier enden oder nicht?&lt;br /&gt;
Nun, ursprünglich war es tatsächlich geplant ihn enden zu lassen, wenn ich nicht mehr in China lebe.&lt;br /&gt;
Allerdings habe ich jetzt, da ich mit einer Chinesin verheiratet bin, auch weiterhin Beziehungen zu diesem Land und es werden sich mit Sicherheit immer wieder ein paar schöne Geschichten erzählen lassen.&lt;br /&gt;
Ich denke, ich werde einfach schauen wie es sich entwickelt. Im Moment habe ich noch einiges an Stoff vorbereitet.&lt;br /&gt;
Vorerst bleibt dieser Blog also aktiv. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 07 Jun 2019 18:10:00 +0000</pubDate>
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    <title>Napalm Death und Mickey Mouse</title>
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            <category>Anderes</category>
            <category>Interkulturelles</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/metallica.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/metallica.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ein Metallica T-Shirt war zu meiner Jugend Ausdruck von Protest gegen das Elternhaus, heute ist es nur noch ein Accessoire für die modebewusste, junge Frau.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein Metallica T-Shirt war zu meiner Jugend Ausdruck von Protest gegen das Elternhaus, heute ist es nur noch ein Accessoire für die modebewusste, junge Frau.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Man hat irgendwie immer ein idealisiertes Bild von sich selbst im Kopf und viele Dinge, die man einmal war oder konnte meint man auch heute noch zu sein oder zu können.&lt;br /&gt;
In meinem Kopf bin ich zum Beispiel immer davon ausgegangen, dass ich mich noch einigermaßen auf einem Skateboard halten könnte.&lt;br /&gt;
Aber, wie sich leider herausgestellt hat, ist das nicht wie das sprichwörtliche Fahrradfahren.&lt;br /&gt;
So etwas verlernt man dann leider doch. Das musste ich erst kürzlich erfahren, als ich mich mal wieder auf eines gestellt habe.&lt;br /&gt;
Man könnte jetzt sagen, dass die Lenkung zu weich eingestellt war und man das entsprechende Board nicht gewöhnt ist, man kann aber auch der hässlichen Wahrheit einfach ins Gesicht schauen: Die Zeiten, als ich mit dem Skateboard auf dem Museumsvorplatz die Stufen rauf und runter gesprungen bin liegen über 30 Jahre zurück. Ich bin im Bezug auf Dinge wie Skateboard-fahren jetzt alt und unsportlich (was eigentlich nur eine schönere Umschreibung für „fett“ ist).&lt;br /&gt;
Ja, früher... Da war vieles anders. Und einiges auch sehr kompliziert...&lt;br /&gt;
Ich meine zur Zeit der jugendlichen Selbstfindungsphase. Damals hat man bereits versucht einen richtigen Weg für sich zu finden und zu bestimmen in welche Richtung man eigentlich gehen will.&lt;br /&gt;
Viele der Wege, die auch hin und wieder mal Irrwege waren, hat man in erheblichen Maße über die Kleidung signalisiert. Man wollte mit der passenden Ausstattung dazugehören bzw. sich abgrenzen.&lt;br /&gt;
Vieles hierbei ist in westlichen Kulturen damals bereits von findigen Unternehmen ausgenutzt worden.&lt;br /&gt;
Somit muss man unbedingt Markenklamotten haben und zwar genau passend für die jeweilige kleine Nische, in der man glaubt dazuzugehören.&lt;br /&gt;
Weite Hosen und T-Shirts von angesagten Skateboard-Marken zum Beispiel, bis man dann merkt, dass die hiesige Skateboard-Szene musikalisch einem ganz anderen Trend folgt, als man es selber tut.&lt;br /&gt;
Es besteht also wieder Bedarf etwas zu ändern, schliesslich trägt man in dieser Phase seines Daseins seine Seele im Gesicht, jeder soll sie sehen.&lt;br /&gt;
Irgendwann dann kommt auch einmal die bewusste Entscheidung gegen Markenklamotten und man kauft sich einen alten, abgetragenen Mantel aus dem „Kaufhaus Kilo“, einem kleinen Laden, in dem man Second-Hand Kleidung per Gewicht kaufen konnte.&lt;br /&gt;
Wichtig ist auf jeden Fall, sich abzusetzen von der Masse. Im Nachhinein fragt man sich: Welche Masse überhaupt?&lt;br /&gt;
So ziemlich alle Schülerinnen und Schüler zu dieser Zeit haben versucht sich von dieser ominösen Masse abzuheben und haben sie damit eigentlich erst entstehen lassen, diese Masse. Aber so ist das nun mal. Zumindest bei uns im Westen.&lt;br /&gt;
Ich habe immer wieder versucht herauszubekommen, ob es ein vergleichbares Phänomen in China auch gibt, aber das scheint, in dieser Form so tatsächlich nicht der Fall zu sein.&lt;br /&gt;
Natürlich werden derartige Verhaltensweisen auch in China kopiert, so wie sie in Deutschland von Amerika kopiert wurden. Aber es ist eben  doch alles irgendwie anders.&lt;br /&gt;
Vermutlich, da sich die Jugendkulturen, so wie wir sie kennen, im Reich der Mitte nie entwickelt haben.&lt;br /&gt;
Somit ist ein T-Shirt von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Napalm_Death&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Napalm_Death&quot;&gt;Napalm Death&lt;/a&gt; ebenso ein normales Kleidungsstück und unterscheidet sich in keinster Weise von der Mickey-Mouse-Kapuzenjacke mit den Mausohren.&lt;br /&gt;
Ähnliche Kombinationen findet man tatsächlich immer wieder auf Chinas Strassen (Vorausgesetzt die Schülerinnen und Schüler tragen nicht gerade ihre Schuluniform).&lt;br /&gt;
Auch so grenzt man sich in China nicht durch Subgenres voneinander ab, sondern entweder ganz konkret durch den Versuch schulisch oder anders besser zu sein indem man ein Instrument spielt, andere Sprachen spricht etc. oder eben durch teure Kleidung und Accessoires. Dabei wird dann bunt Punk mit Pop und Hip-Hop mit Gothik gemischt.&lt;br /&gt;
Ich könnte mir auch vorstellen, dass neben der fehlenden Zeit, die man benötigen würde um einer jugendlichen Subkultur zu folgen, die Jugendlichen sich auch so nicht direkt im Schulalltag voneinander absetzen müssen, da sie bereits, abhängig von den finanziellen Mitteln der Eltern, eh schon voneinander getrennt sind und auf unterschiedliche Schulen gehen.&lt;br /&gt;
Denn eine gute Ausbildung bedeutet in China in der Regel auch, dass man sie sich leisten können muss.&lt;br /&gt;
Nicht alle sozialen Schichten begegnen sich auf Augenhöhe. Die Abgrenzung der aufstrebenden Mittelschicht von einfachen Handwerkern, Händlern oder Servicekräften ist unübersehbar. Darauf achten bereits die Eltern. Lediglich beruflich verkehrt man miteinander.&lt;br /&gt;
Die Schüler befinden sich also bereits in einer abgegrenzten Gruppe, in die sie vermeintlich hineingehören.&lt;br /&gt;
Um sich hier abzuheben benötigt man keine spezielle Musik oder ähnliches, sondern Intelligenz, gute Noten oder eben reiche Eltern, um sich auch hier noch etwas besser als die anderen fühlen zu können.&lt;br /&gt;
Kleidung spielt natürlich auch hier eine Rolle, drückt aber weniger eine Einstellung aus, ist kein Indiz für eine bestimmte Strömung, sondern sie spiegelt einfach auf Grund der Marken lediglich finanzielle Unabhängigkeit wider.&lt;br /&gt;
Ob das jetzt gut, oder schlecht ist, kann ich gar nicht beurteilen. Auf der einen Seite denke ich, dass ich viel Zeit, die ich mit solchen Dingen verschwendet habe besser hätte nutzen können.&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite ist natürlich nicht die komplette Zeit verwendet, da man aus unterschiedlichen Wegen, die man einschlagen konnte natürlich auch mit unterschiedlichen Erfahrungen wiedergekommen ist und ich glaube, dass ein zu sehr vordefinierter Weg mir persönlich wahrscheinlich zu langweilig gewesen wäre. So etwas kann man im nach hinein allerdings nur mutmaßen.&lt;br /&gt;
Wie auch immer: Die Kulturen gehen gerade hier extrem weit auseinander und es ist sehr schwierig in einem Gespräch mit Chinesen auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, wenn man sich über die Dinge unterhält, die man in seiner Jugend gemacht hat (und das liegt jetzt nicht bloss an meinem seltsamen Lebensweg, den ich beschritten habe).&lt;br /&gt;
Es ist weder besser noch schlechter. Manchmal beneide ich die Chinesen für die Geradlinigkeit in ihrer Jugend und denke an all meine verpassten Chancen, die ich auf Grund von irgendwelchen Spinnereien, die mir zu der Zeit gerade wichtiger waren, nicht wahrgenommen habe. Aber dann denke ich auch an all das was ich dadurch gelernt habe und vor allen Dingen den Spass den ich dabei gehabt habe.&lt;br /&gt;
Es ist wahrscheinlich so wie immer, wenn man diese Dinge versucht miteinander zu vergleichen: Man kann, egal wie sehr man sich auch anstrengen mag, es nur aus seiner eigenen, bescheidenen Perspektive betrachten.&lt;br /&gt;
Nun, halten wir einfach fest: Die Erfahrungen, die man in frühen Zeiten gemacht hat und die einen geprägt haben, sind selbstverständlich abhängig von dem Umfeld, in dem man sich befindet. Das vergisst man immer leicht und wundert sich dann, wenn andere Menschen diese oder jene Ansicht nicht teilen.&lt;br /&gt;
Und gerade in unterschiedlichen Kulturen weichen diese Dinge teils stark voneinander ab.&lt;br /&gt;
Und doch schaffen es Teenager, hier wie dort, zu ganz normalen Erwachsenen heranzuwachsen (mehr oder weniger), die es dann auch tatsächlich schaffen, einen gemeinsamen Konsens zu finden. Ist das nicht seltsam?&lt;br /&gt;
Man kann also durchaus durch unterschiedliche Erfahrungen zu den gleichen Erkenntnissen kommen und das sogar in unterschiedlichen Kulturen. 
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    <pubDate>Thu, 30 May 2019 23:56:00 +0000</pubDate>
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    <title>Warten auf Godot</title>
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            <category>Deutschland</category>
            <category>Interkulturelles</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Unschönes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/jing1.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/jing1.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Wolkenkratzer im Herzen Beijings.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Wolkenkratzer im Herzen Beijings.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Die Vorbereitungen laufen, Umzugskisten werden gepackt, Kleider und andere Dinge aussortiert, Desktop-Computer verschenkt und vor allen Dingen sehr viel Papierkram erledigt.&lt;br /&gt;
Wir gehen zurück nach Deutschland. Ich bilde die Vorhut, werde nächstes Wochenende bereits fliegen, mich am Montag an meinem neuen Arbeitsplatz vorstellen und habe dann 6 Wochen Zeit um eine familientaugliche Wohnng zu finden (wir werden sehen, wie gut das funktioniert).&lt;br /&gt;
Im Idealfall finde ich tatsächlich etwas das unseren Ansprüchen gerecht wird und wir werden in naher Zukunft erst einmal nicht wieder umziehen müssen.&lt;br /&gt;
Und immer wieder Papierkram. Wir haben alles in die Wege geleitet um für meine Frau ein Visum zu beantragen.&lt;br /&gt;
„Visum zur Familienzusammenführung&quot; nennt sich das ganze und hat, wie immer, viel Zeit in Anspruch genommen.&lt;br /&gt;
Für Chinesen laufen auch in der deutschen Botschaft einige Dinge anders, als für einen Deutschen.&lt;br /&gt;
Wenn ich eine Frage habe, dann schreibe ich eine Email, oder rufe an, beziehe mich auf meine Unterlagen (meist gibt es eine Aktennummer oder ähnliches) und es wird mir geholfen.&lt;br /&gt;
Chinesen und ihre Visaangelegenheiten werden auch auf der deutschen Botschaft von Chinesen bearbeitet und das in typischer, chinesischer Art.&lt;br /&gt;
Man hat alle angeforderten Dinge einzureichen, dann wird man ausgefragt und dann heisst es einfach: „Jetzt müssen Sie warten“. Man selber bekommt in der Regel keine Unterlagen in die Hand, hat keine Aktennummer und weiss nicht wer die Sachen gerade bearbeitet.&lt;br /&gt;
Was genau im Hintergrund passiert, ist oft unklar und nicht selten werden Anträge ohne eine weitere Erklärung abgelehnt.&lt;br /&gt;
Unser Antrag ist jetzt auch schon überfällig und so musste ich jetzt herausfinden zu welchem Amt in Deutschland unsere Unterlagen gesendet wurden, wer der Zuständige Sachbearbeiter ist und muss diesen jetzt irgendwie von China aus erreichen.&lt;br /&gt;
Kleines Hindernis: Auf deutschen Ämtern landet man in der Regel in einer Warteschlange, wenn man sie telefonisch erreichen will.&lt;br /&gt;
Ein Besetztzeichen, das hin und wieder von einer computergenerierten Frauenstimme unterbrochen wird, die einem mitteilt, dass der nächste Ansprechpartner gleich frei sein wird.&lt;br /&gt;
Von einem normalen Telefon aus in China wird die Verbindung bei einem Besetztzeichen nach einer gewissen Zeit allerdings automatisch unterbrochen mit dem Hinweis es später noch einmal zu versuchen.&lt;br /&gt;
Ja, so ist das leider. Wenn die Technik versucht mitzudenken, kann das schon mal nach hinten losgehen.&lt;br /&gt;
Also: Den Anschluss auf der Arbeit nutzen, da passiert das nicht. Der Sacharbeiter bearbeitet vormittags Publikumverkehr vor Ort und ist dann ab 14:00 Uhr theoretisch telefonisch erreichbar.&lt;br /&gt;
Also um 20:00 chineischer Zeit. Man macht also einige Tage Überstunden, nur um den entsprechenden Sachbearbeiter endlich an die Strippe zu bekommen (man hat ja sonst nichts zu tun). Bis jetzt leider noch erfolglos. Ich probiere es meist bis bis 22:00, dann gebe ich immer auf.&lt;br /&gt;
Wenn Sie wissen wie nervenaufreibend es bereits ist in Deutschland jemanden von den Ämtern an den Apparat zu bekommen, der einem tatsächlich helfen kann, dann können Sie vielleicht erahnen, wie sich der ganze Ärger noch einmal potenziert, wenn man alles von China aus erledigen muss...&lt;br /&gt;
Es ist wie das sprichwörtliche &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Warten_auf_Godot&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Warten_auf_Godot&quot;&gt;Warten auf Godot&lt;/a&gt;, der ja bekanntermaßen auch nicht erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nachtrag vom 28.05.2019&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze hat sich dann doch noch etwas länger hingezogen, da das vermeintlich zuständige Amt dann doch wieder nicht zuständig war, sondern ein anderes.&lt;br /&gt;
Dessen Bürozeiten sind dann natürlich nur bis 12:00 Uhr, was bedeutet, dass man wieder einen Tag warten muss um dort anzurufen.&lt;br /&gt;
Es ist manchmal wirklich zum Heulen. Aber am Ende hat es dann doch funktioniert.&lt;br /&gt;
Und ich muss anmerken, dass meine Gesprächspartner stets freundlich und hilfsbereit waren. Das muss man ja auch mal sagen. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Mon, 27 May 2019 04:15:00 +0000</pubDate>
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