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    <title>China Blog - Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</title>
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    <description>Mein Leben als Expat in Beijing</description>
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<pubDate>Fri, 03 Sep 2021 08:39:36 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: China Blog - Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen - Mein Leben als Expat in Beijing</title>
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    <title>Post und Zoll</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/473-Post-und-Zoll.html</link>
            <category>Deutschland</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
            <category>Unschönes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/loewe.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/loewe.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Wieder mal einer der Löwen, diesmal nicht aus Stein.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Wieder mal einer der Löwen, diesmal nicht aus Stein.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Post und Zoll, ein ewiges Thema.&lt;br /&gt;
Bzw. DHL (die ich hier der Einfachheit halber mal als Post bezeichne).&lt;br /&gt;
Es werden immer mehr Artikel, die dieses Thema behandeln und das wundert auch nicht weiter, schliesslich ist unsere Post bekannt dafür Dinge zu verschlampen oder mit ihren beamtentypischen Prozessen normale Leute zur Weissglut zu bringen.&lt;br /&gt;
Heute also wieder einmal eine kleine Anekdote aus dem Umfeld der inetrnationalen Postzustellung:&lt;br /&gt;
Vor neun Monaten haben meine Schwiegereltern ein Paket zu uns geschickt.&lt;br /&gt;
Drei Wochen nach Aufgabe des Pakets kam dann auch das bekannte Schreiben vom Zoll zur Nachverzollung. Bis dahin noch alles normal.&lt;br /&gt;
Auf Grund von Corona sollte man bitte die Nachverzollung über DHL machen lassen. Gerne, ich habe nämlich auch keine Lust mir einen Tag freizunehmen nur damit ich ein Paket selber nach Hause schleppen kann, das eh an mich adressiert ist.&lt;br /&gt;
Ich finde es widerspricht grundsätzlich der Idee des Versendens, ein Paket selber zu transporieren .&lt;br /&gt;
Also Unterlagen zurückgesendet (kann man sogar jetzt online machen, obwohl das Schreiben per Post komt. Wow!).&lt;br /&gt;
Die Benachrichtigung vom Zollamt dass das Paket an DHL übergeben wird kam auch prompt, also nur noch warten auf das Paket.&lt;br /&gt;
Aber es kam nicht. Den Sendungsstatus konnte man im Internet auch nicht mehr checken, es war einfach verschwunden.&lt;br /&gt;
Telefonisch konnte man es mit der Sendungsnummer noch finden (Es wurde einem dann jedes Mal gesagt, dass die Postleitzahl nicht stimme), aber man bekam über die Websuche im Internet gar keine Informationen mehr zu dem Paket.&lt;br /&gt;
Sehr interessant. Der Brief vom Zoll ist ja mit der richtigen Postleitzahl zugestellt worden, muss sich also im Nachhinein ein Fehler eingeschlichen haben.&lt;br /&gt;
Inzwischen habe ich mir abgewöhnt bei der telefonischen Auskunft „Sendungsstatus“ anzugeben, sondern wähle direkt „Reklamation“ aus, dann bekommt man wenigstens einen Ansprechpartner (Denn die künstliche Intelligenz die hinter dem System steckt ist offensichtlich noch auf dem stand der 80er Jahre und ganz offensichtlich nicht in der Lage Anfragen befriedigend zu bearbeiten).&lt;br /&gt;
Einen Suchauftrag werde man in die Wege leiten und das Paket werde sich bestimmt ganz schnell wiederfinden.&lt;br /&gt;
Nach einer ganzen Weile habe ich dann doch noch einmal angerufen und erfahren, dass ich als Empfänger gar keinen Suchauftrag eröffnen kann, sondern dies von der Senderseite geschehen muss. Aber alles gar kein Problem, es verzögert sich alles derzeit ein wenig und ich solle noch bis Ende der Woche warten, dann wäre das Paket bestimmt schon auf dem Postweg.&lt;br /&gt;
Es ist dann tatsächlich wieder in der Sendungsverfolgung im Internetportal aufgetaucht.&lt;br /&gt;
Etwas verstörend allerdings ist der Umstand, dass es inzwischen dreimal zum Zoll transportiert wurde und danach immer wieder in die Region der Auslieferung.&lt;br /&gt;
Ich unterstelle niemandem etwas Böses, schliesslich hätte niemand einen Vorteil davon das Paket spazierenzufahren,  ich glaube tatsächlich an völlige Unfähigkeit.&lt;br /&gt;
Also erst mal beruhigt und wieder angerufen (das läuft wie folgt ab):&lt;br /&gt;
- Angeben dass es sich um eine Reklamation handelt&lt;br /&gt;
- mit einem Paket&lt;br /&gt;
- international&lt;br /&gt;
- ja, Sendungsnummer ist vorhanden&lt;br /&gt;
- und die Sendungsnummer langsam buchstabieren.&lt;br /&gt;
Dann kommt eine echte Person an den Apparat, man erzählt ihr die ganze Geschichte, gibt nochmal die Sendungsnummer an und seine Adresse.&lt;br /&gt;
Dann heisst es „Ich schaue mal kurz nach“ und dann nichts mehr. Man hört nichts, es gibt kein Freizeichen, gar nichts.&lt;br /&gt;
Man legt dann erst nach drei Minuten auf, da man wider dem gesunden Menschenverstand doch insgeheim hoff, es würde sich noch etwas tun.&lt;br /&gt;
Wenn man es dann eingesehen hat ruft man noch einmal an und geht nochmal durch das ganze Prozedere.&lt;br /&gt;
Was soll ich Ihnen sagen: Genau das gleiche ist mir nocheinmal passiert. Entweder die Telefonanlage hatte einen Fehler oder die Unfähigkeit dieses Unetrnehmens zieht sich durch alle Fachbereiche.&lt;br /&gt;
Beim dritten Mal hatte es dann funktioniert und man sagte mir, dass die Sendung wieder beim Zoll wäre und ich auf das Schreiben warten solle.&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
Inzwischen waren bereits fast drei Monate vergangen, ich habe immer wieder mit Post und Zoll telefoniert, die mir jeweils den gleichen Schwachsinn erzählt haben.&lt;br /&gt;
Die Post behauptete sie hätten das Paket noch nicht bekommen und es läge noch beim Zoll, während der Zoll sagte, das Paket sei bei der Post.&lt;br /&gt;
Es ist also niemand zuständig und somit kann man auch niemanden unter Druck setzen.&lt;br /&gt;
Zumindest hatte ich endlich die Aussage bekommen dass dies kein Einzelfall ist und bereits mehrere Leute aktuell dieses Problem hatten.&lt;br /&gt;
---&lt;br /&gt;
Wieder einen Monat und etliche Telefonate später immer noch nichts neues.&lt;br /&gt;
Oder besser gesagt: Zwischendurch ist ein Brief mit den Kosten für die nachträgliche Postverzollung gekommen und ich habe mich in kindischer Naivität dazu hinreissen lassen zu glauben das Paket wäre gefunden und auf dem Weg zu uns.&lt;br /&gt;
Aber weit gefehlt. die Kosten wurden (sehr verspätet) eingefordert, obwohl der Verbleib de Pakets weiterhin ungewiss war.&lt;br /&gt;
Meine Nachrichten an die Post sind in ihrer Wortwahl etwas ausgefallener (bzw. leicht ausfallend) geworden, aber ich habe endlich die Information bekommen, dass ich als Empfänger über das Online-Portal doch einen Nachverfolgungsauftrag einstellen kann.&lt;br /&gt;
Das habe ich natürlich sofort versucht.&lt;br /&gt;
Was sich aber gar nicht so einfach gestaltet, wenn man die offizielle Webseite durchsucht.&lt;br /&gt;
Selbst mit der internen Suchfunktion und dem Suchwort „Nachforschungsauftrag“, was das System einen bereits nach ein paar eingetippten Zeichen von ganz allene vorschlägt, findet man nicht zu der tatsächlichen Eingabemaske des Nachforschungsauftrags.&lt;br /&gt;
Dazu muss man schon gezielt eine unabhängige Suchmaschine befragen.&lt;br /&gt;
Ich habe sie dann gefunden (die Seite mit der Eingabemaske) und meine Daten eingegeben, mit dem Ergebnis, dass die Postleitzahl angeblich falsch sei.&lt;br /&gt;
Da kam ich mir dann so richtig verarscht vor.&lt;br /&gt;
Ich hatte bereits schon über zwanzig mal bei diesem Ignoratenverein angerufen und jedes mal die korrekte Postleitzahl angegeben, das hätte man definitiv mal anpassen können (ich hab es ja nur jedes Mal vorgeschlagen).&lt;br /&gt;
Ich habe also wieder eine unschöne Nachricht geschrieben, bereits mit dem Hintergedanken dass sich ohne eine groß angelegte Geiselnahme hier wohl nicht viel bewegen wird.&lt;br /&gt;
Dann ist angeblich wirklich ein Nachforschungsauftrag eingeleitet worden, seit dem ich natürlich nichts mehr gehört habe.&lt;br /&gt;
„Man wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen“ hieß es. Inzwischen war das Paket bereits über vier Monate unterwegs.&lt;br /&gt;
Ist es vielleicht möglich, dass DHL einfach eine Liste an Floskeln abarbeitet ohne tatsächlich irgend etwas in die Wege zu leiten?&lt;br /&gt;
Die wissen womöglich gar nicht dass sie ein Paketdienst sind...&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
Weitere fünf Monate später (Also &lt;strong&gt;neun&lt;/strong&gt; Monate nach Aufgeben der Sendung) ist das Paket wieder beim Absender in China aufgetaucht.&lt;br /&gt;
Na herzlichen Glückwunsch! Die Anziehsachen für unseren Sohn, die darin waren, werden definitiv nicht mehr passen, wenn es ein weiteres Mal auf die Reise geschickt wird.&lt;br /&gt;
Völliges Unverständnis gab es auf Seiten meiner Frau und der Schwiegereltern, denn so ein Problem lässt sich in China mit ein, zwei Telefonanrufen einfach regeln.&lt;br /&gt;
Aber nicht in Deutschland. Das fällt mir immer wieder auf.&lt;br /&gt;
Prozesse scheinen derart festgefahren, dass man als Kunde völlig den Launen des Systems ausgesetzt ist.&lt;br /&gt;
In China plant man schon mit ein dass mal etwas nicht so funktioniert wie es sollte und man kann entsprechend gegensteuern, wenn man sich kümmert.&lt;br /&gt;
Das scheint in Deutschland nicht ansatzweise möglich zu sein, denn zwei herausragende Eigenschaften der Deutschen scheinen, wie es uns in der Regel vorgeworfen wird, tatsächlich Sturheit und Resistenz gegenüber Verbesserungen zu sein.&lt;br /&gt;
Als Fazit halten wir also fest: Wenn ein Paket beim Zoll ankommt, unbedingt hingehen und es selber abholen.&lt;br /&gt;
Ansonsten ist es der Willkür einer Bande von Ahnungslosen ausgesetzt und die Zustellung reine Glückssache. 
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    <pubDate>Fri, 03 Sep 2021 08:05:00 +0000</pubDate>
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    <title>Durcheinander, 7, 8, schlecht</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>Deutschland</category>
            <category>Medizin</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/vsn.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/vsn.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Die Mauer der verbotenen Stadt bei Nacht.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die Mauer der verbotenen Stadt bei Nacht.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;乱七八糟 (luàn qī bā zāo) ist ein interessanter chinesischer Ausdruck.&lt;br /&gt;
乱 (luàn) steht für Durcheinaner, Chaos, 七 (qī) ist die 7, 八 (bā) die 8 und 糟 (zāo) steht für erbärmlich, miserabel, schlecht.&lt;br /&gt;
Wort für Wort übersetzt ist es ein ziemliches Durcheinander und genau das drückt der Ausspruch auch aus.&lt;br /&gt;
Wenn das einfache Wort 乱 (luàn) für unordentlich nicht mehr ausreicht, dann hängt man noch die anderen Wörter hintendran um zu betonen, dass es sich wirklich um ein außerordentliches Chaos handelt.&lt;br /&gt;
Beschreiben kann man damit so ziemlich alles und genau das wollen wir auch heute tun.&lt;br /&gt;
Ich habe nämlich in letzter Zeit wieder vermehrt die Erkenntnis gewonnen, dass jeder Mensch für sich eine eigene Wahrnehmung der Welt entwickelt hat und viele Leute diese offensichtlch unbedingt auch lautstark zum Ausdruck bringen müssen.&lt;br /&gt;
Je chaotischer die Ansichten, desto lauter ihr Verfechter, so scheint es.&lt;br /&gt;
Corona hat viele unterschiedliche Meinungen entstehen lassen und zu teilweise recht skurrilen Ereignissen geführt.&lt;br /&gt;
Die sogenannten Hygienedemos, vor allen Dingen in Berlin, sind ein gutes Beispiel dafür.&lt;br /&gt;
Dabei möchte ich gar nicht, wie sonst in den Medien üblich, die ungewöhnliche Konstellation von Neuzeithippies und anderen eher linksgerichteten Protestlern die neben Reichsbürgern,  Holocaustleugnern und anderen Individuen aus der eher rechten Szene protestieren herausstellen, sondern mich ganz bewusst ausschließlich auf die Inhalte der angemeldeten Demo selber beziehen.&lt;br /&gt;
Da ging es, ganz grob zusammengefasst darum, dass man die Maßnahmen die man zur Coronaeindämmung verordnet hat als zu drastisch einschätzt.&lt;br /&gt;
Da gibt es dann natürlich auch wieder unterschiedliche Abstufungen.&lt;br /&gt;
Die einen, die seit der Kurzarbeit finanziell kaum noch über die Runden kommen und Selbstständige die mit jedem Tag mehr Schulden anhäufen über Menschen denen das Tragen einer Maske über einen längeren Zeitraum dermaßen unangenehm ist, dass sie diese Maßnahme wieder abschaffen wollen bis hin zu Leuten die davon überzeugt sind dass es Corona gar nicht gibt, sondern es nur ein Vorwand ist um bald eine Impffpflicht zu verordnen und den Menschen einen Microchip zu implantieren, oder ähnliches.&lt;br /&gt;
Alles bunt durcheinander, ein wundersames, teils märchenhaft anmutendes Chaos. 乱七八糟 (luàn qī bā zāo).&lt;br /&gt;
Ich kann den Wunsch durchaus nachvollziehen, auch ich habe es satt beim Einkaufen und in der Straßenbahn ständig eine Maske tragen zu müssen.&lt;br /&gt;
Aber der Wunsch alleine reicht leider nicht aus um eine Pandemie zu beenden.&lt;br /&gt;
Zugegeben in Deutschland sind die Zahlen der schweren Fälle nicht mehr sehr hoch, aber weltweit sieht die Sache schon wieder ganz anders aus.&lt;br /&gt;
Ich habe oft die Befürchtung dass viele Menschen, selbst wenn sie oft im Ausland Ferien machen, sich mit ihrem Gemüt stetig in Deutschland befinden. Unfähig auch nur ein klein wenig über den Tellerrand zu schauen.&lt;br /&gt;
Und somit auch immer einen guten Teil von der Realität entfernt.&lt;br /&gt;
Diese Erfahrung hat sich, seitdem ich in China gelebt habe, natürlich noch verstärkt.&lt;br /&gt;
Bestes Beispiel sind all die Leute die einen erst fragen wie es sich denn so in China lebt und dann alle Informationen die man ihnen gibt als Unfug zurückweisen um einem dann zu erklären wie China wirklich ist. Nicht selten auch ohne jemals selbst dort gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
In diesem Fall würde ich mir in der breiten Masse mehr Erfahrungen im Ausland wünschen.&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite denke ich dass gerade jetzt Urlaub im Ausland nicht die beste aller Ideen ist.&lt;br /&gt;
Aber auch hier scheine ich wieder alleine auf verlorenem Posten zu sein.&lt;br /&gt;
Als hätten die Deutschen die letzten Jahrzente eine Reisesperre über sich ergehen lassen müssen, sind sie direkt nach der ersten Welle alle wieder an die Strände dieser Welt gereist.&lt;br /&gt;
Ich verstehe ja dass viele Menschn irgendwann mal wieder zurück zur Normalität wollen, aber doch bitte nicht mit der Brechstange.&lt;br /&gt;
Aber das sind glücklicherweise nur kleine Rückschläge, denn ich denke dass alles in allem Deutschland gut gehandelt hat und seine Einwohner zum grossen Teil die Maßnahmen auch akzeptiert und gelebt haben (Ein wenig Meckern gehört nunmal einfach dazu, so sind wir Deutschen halt).&lt;br /&gt;
Zu Anfang drastische Maßnahmen um dem unbekannten Virus entgegenzutreten und jetzt immer mehr Lockerungen basierend auf immer weiteren Erkenntnissen die die Wissenschaft unaufhörlich sammelt.&lt;br /&gt;
Und auch ich bin der Meinung dass man in diesem Fall lieber etwas zu vorsichtig sein sollte, als alles wieder auf´s Spiel zu setzen.&lt;br /&gt;
Denn wir als Gesellschaft tragen eine Verantwortung den Risikogruppen gegenüber. Da ist es auch völlig egal ob man meint dass Masken nicht schützen oder die Todeszahlen nur Personen beziffern die mit Corona aber nicht zwangsläufig an Cororna gestorben sind.&lt;br /&gt;
Wir haben nunmal weltweit einen enormen Anstieg an Infizierten, an schweren Erkrankungen mit Corona und an Todesfällen mit Corona zu verzeichnen.&lt;br /&gt;
Und ich denke da ist es nicht zu viel verlangt, dass wir gegenseitig ein wenig auf uns aufpassen.&lt;br /&gt;
In der Welt gibt es bereits so schon einiges an Chaos, machen wir es nicht noch schlimmer. 
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    <pubDate>Fri, 11 Sep 2020 14:01:00 +0000</pubDate>
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    <title>Hasenfutter</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/448-Hasenfutter.html</link>
            <category>Essen und Trinken</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/karottenlaub.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/karottenlaub.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Grob gehacktes Fleisch mit Mairübenlaub&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Grob gehacktes Fleisch mit Mairübenlaub&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Es gibt in einigen deutschen Supermärkten in der Gemüseabteilung eine Kiste um sich ungewolltem Blattwerk, Strünken oder Stielen zu entledigen.&lt;br /&gt;
Wenn man der Meinung ist, dass zum Beispiel der Blumenkohl ohne die schützenden Blätter leichter zu transportieren ist, bricht man sie ab und entsorgt sie in dieser Kiste.&lt;br /&gt;
Die gesammelten Pflanzenteile können dann kostenlos von Besitzern pflanzenfressender Kleintiere mitgenommen werden.&lt;br /&gt;
So wird das eine oder andere Blatt aus dieser Kiste dann an einen Hasen, ein Meerschweinchen oder einen Hamster verfüttert.&lt;br /&gt;
Eine nette, kleine Aktion, die besonders bei Kindern sehr beliebt ist.&lt;br /&gt;
Und die Deutschen sind tatsächlich bekannt dafür alle möglichen Dinge als nicht essbar anzusehen. Ein Beispiel wäre das Grün von Mairüben.&lt;br /&gt;
Niemand nimmt es wirklich mit. Meistens werden die Wurzeln bereits ohne Blattwerk verkauft.&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel wären Karotten. Ich denke, dass viele Deutsche nicht einmal wissen wie der obere Teil dieses Gemüses überhaupt aussieht.&lt;br /&gt;
Hin und wieder kann man in schicken Restaurants an Minikarotten noch ein paar Millimeter grün sehen.&lt;br /&gt;
Das ist dann sehr kreativ und stylisch und kostet direkt noch mal ein paar Euro mehr.&lt;br /&gt;
Aber auch hier ist der oberirdisch wachsende Teil der Pflanze nicht zum Verzehr gedacht, sondern soll bloss die farbliche Gesamtkomposition abrunden.&lt;br /&gt;
Ganz anders sieht man solche Dinge in China. Wenn etwas essbar ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit auch sehr hoch, dass es gegessen wird.&lt;br /&gt;
Die Blätter, oder das Laub, wie es wohl offiziell heisst, der Mairübe oder der Möhre sind nämlich auch zum Verzehr geeignet. Ganz im Gegensatz zu denen der Kartoffel.&lt;br /&gt;
Ich denke, dass dies den meisten Leuten in unseren Breitengraden gar nicht bewusst ist.&lt;br /&gt;
Interessant ist es dann sich mit Chinesen, die in Deutschland leben, zu unterhalten und zu erfahren wie befremdlich für sie das wegwerfen von solchen Dingen ist.&lt;br /&gt;
Es gibt eine ganze Reihe von Gerichten, die man damit zubereiten kann. Auf dem Foto ist eine ganz einfache, aber sehr schmackhafte mit dem Mairübenlaub und grob gehacktem Fleisch.&lt;br /&gt;
Aber nicht nur im Supermarkt verhalten sich die Deutschen aus chinesischer Sicht seltsam.&lt;br /&gt;
Auch wenn Gemüse gekocht wird, dürfte so manchem Asiaten das Herz bluten, wenn er zusehen muss wie das Wasser, in dem sich die ganzen ausgekochen Inhaltsstoffe befinden einfach weggekippt wird, anstatt zu einer Suppe verarbeitet zu werden.&lt;br /&gt;
Wir Deutschen scheinen tatsächlich kein Herz für Gemüse zu haben. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Sat, 16 May 2020 00:09:00 +0000</pubDate>
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    <title>Auch damit kann man Geld machen (wenn man keine Seele hat)</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>China</category>
            <category>Deutschland</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
            <category>Tipps und Tricks</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/verbst.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/verbst.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ansicht auf die Aussenmauern der verbotenen Stadt.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ansicht auf die Aussenmauern der verbotenen Stadt.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;So, nun haben wir also auch in Deutschland Vorgaben, dass sich nie mehr als zwei Personen auf der Strasse treffen dürfen.&lt;br /&gt;
Es sollen vermehrt Menschen auf das Corona Virus getestet werden um zu sehen wie, und wo es sich ausbreitet und die Bevölkerung überlegt langsam ob es nicht vielleicht doch ganz praktisch wäre, wenn man unter Menschen gehen muss in solch einer Situation, eine Schutzmaske zu tragen.&lt;br /&gt;
Das Offensichtliche, das man sich von China bereits vor Wochen hätte abgucken können ist nun auch in den Starrköpfen der Deutschen angekommen. Bravo!&lt;br /&gt;
Im Atikel [[Wer heute noch nicht verrückt ist, ist einfach nicht informiert]] habe ich mich noch darüber gewundert warum man das Problem in Deutschland offensichtlich gar nicht ernst nimmt, während es in China bereits dramatische Ausmaße angenommen hatte.&lt;br /&gt;
Jetzt sind wir nur noch einen Schritt davon entfernt das ohnehin völlig überlastete medizinische System in Deutschland zum Kollaps zu bringen.&lt;br /&gt;
An dieser Stelle möchte ich dann auch gerne einen anonymen Krankenpfleger zitieren mit den Worten: „Euer Geklatsche könnt Ihr Ihr Euch sonst wohin stecken. Wenn Ihr unsere Arbeit respektiert, dann bezahlt uns endlich anständig“ (Eine Anspielung auf die Aufforderung abends zu einer bestimmten Uhrzeit ans Fenster zu gehen und der moralischen Unterstützung gegenüber dem medizinischen Personal durch Applaus Ausdruck zu verleihen).&lt;br /&gt;
Aber genug Klugscheißerei und „ich hab&#039;s Euch ja gesagt“ Gequatsche, denn ich hatte es ja bereits gesagt.&lt;br /&gt;
Hier zeigt sich wieder einmal ein typisches Verhalten der westlichen Industriestaaten, das nicht nur bei Chinesen immer wieder auf Ungläubigkeit trifft.&lt;br /&gt;
In China spricht man ganz offen von der „Arroganz des Westens“.&lt;br /&gt;
Auch wenn überall sonst die Welt untergeht haben wir es trotzdem nicht nötig irgendwelche Vorkehrungen zu treffen, es ist ja bisher auch immer alles gut gegangen.&lt;br /&gt;
Und mein persönlicher Höhepunkt: Während man in allen asiatischen Ländern Schutzmasken zur Pflicht macht, streitet man sich in Deutschland noch darüber ob ein derartiger Schutz überhapt etwas bringt.&lt;br /&gt;
Da sind wir bei einem anderen grossen Punkt angekommen: Für den einzelnen mag eine Schutzmaske vielleicht nur minimal Schutz gewährleisten, da sie nach 10 Minuten Gebrauch feucht ist und Viren durchlassen kann, aber das ist auch gar nicht die Intention dahinter, sondern lediglich die westliche Fehlinterpretation.&lt;br /&gt;
Primär soll man die Maske nicht tragen um sich selber zu schützen, sondern die anderen.&lt;br /&gt;
Eine Weisheit die in Asien schon seit Generationen in jedermanns Kopf ist: Ich bin krank (zum Beispiel erkältet), ich trage eine Maske um die anderen nicht anzustecken.&lt;br /&gt;
Durch diese, in der Masse ausgelebte, Vorsorge ist man selber als Individuum dann eben auch geschützt.&lt;br /&gt;
Eine einfache Erkenntnis die sich in unseren Breitengraden niemals durchsetzen wird.&lt;br /&gt;
Beflügelt wurde das ganze natürlich noch von offzieller Seite mit teils Halbwahrheiten und auch komplett unsinnigen Argumentationen.&lt;br /&gt;
Aber was soll&#039;s? Es gibt ja eh keine Masken in Deutschland zu kaufen.&lt;br /&gt;
Und somit haben auch wir unsere Beziehungen ausgenutzt um welche aus China zu bekommen.&lt;br /&gt;
Es gibt inzwischen einige Leute die daraus ein Geschäftsmodell gemacht haben und ehrlich gesagt: Man kann damit wahrscheinlich schon ein wenig Geld anhäufen. Wir wollen das bewusst nicht tun.&lt;br /&gt;
Man könnte sagen dass Geld, das durch das ausnutzen der Not anderer gewonnen wurde, ein schlechtes Kharma bedeutet.&lt;br /&gt;
Man könnte aber auch ganz platt sagen, dass anständige Menschen so etwas einfach nicht tun.&lt;br /&gt;
Und schon wieder ist in diesem Zusammenhang etwas passiert das wunderbar in diesen Blog passt und ich ihnen natürlich nicht vorenthalten möchte:&lt;br /&gt;
Unser Paket aus China wurde logischerweise von privat an privat versendet, schliesslich haben wir nichts gekauft, sondern die Verwandten haben uns die Sachen geschickt. Für so etwas fallen keine Zollgebühren an.&lt;br /&gt;
Die chinesische Post übergibt ihre internationalen Aufträge allerdings an andere Unternehmen, die diese dann in dem entsprechenden Land für sie abwickeln.&lt;br /&gt;
Manchmal hat man als Sender bzw. Empfänger aber das Pech dass es sich bei diesen wieder einmal um Scharlatane handelt.&lt;br /&gt;
So haben wir ein Schreiben bekommen in dem wir aufgefordert wurden knapp 30 Euro zu bezahlen um die Zollabwicklungen von diesem Unternehmen durchführen zu lassen.&lt;br /&gt;
Wie bereits erwähnt sind private Sendungen zollfrei. Es wird also Geld für eine Dienstleistung verlangt, die niemand braucht, noch haben will.&lt;br /&gt;
Das Problem ist, dass man dieses Prozedere nicht mehr ungeschehen machen kann.&lt;br /&gt;
Man bekommt in dem Brief die Wahl die Formalitäten gegen Bezahlung erledigen zu lassen, oder selber eine Zollerklärung (die sogenannte Selbstverzollung) zu machen.&lt;br /&gt;
Wenn man im Internet recherchiert, kann es bei dieser besagten Firma allerdings auch noch nach Bezahlung des unnötigen Betrags zu Komplikationen kommen.&lt;br /&gt;
Es werden wohl immer wieder inrgendwelche Formulare bzw. Bestätigungen angefordert und das Paket nicht freigegeben.&lt;br /&gt;
Also auf jeden Fall eine Selbstverzollung. Die hat es allerdings in sich und ohne Hilfe wird man sich kaum durch die ganzen Zahlenkürzel, Zollinterna und verklausulierten Inhalte kämpfen können.&lt;br /&gt;
Aber das Internet bietet Hilfe. Diese Seite &lt;a href=&quot;https://www.blog.oscg.eu/tag/selbstverzollung/&quot; title=&quot;https://www.blog.oscg.eu/tag/selbstverzollung/&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; hat mir dabei geholfen nicht unnötig Geld für eine absurde Dienstlestung zu bezahlen.&lt;br /&gt;
Für alle, die es auch betreffen sollte: Schicken Sie das Schreiben auf keinen Fall zu der Firma zurück, sondern mit dem augefüllten Selbstverzollungsantrag direkt an das zuständige Zollamt.&lt;br /&gt;
Lesen Sie einfach sorgfältig die Inforamtionen auf der angegebenen Webseite durch.&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen Gesundheit und sage bis bald. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 29 Mar 2020 02:18:00 +0000</pubDate>
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    <title>Gewitter im Nachttopf</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
            <category>Umwelt</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/bjjj.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/bjjj.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Beijing am Abend&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Beijing am Abend&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Das „Gewitter im Nachttopf“ ist eine andere Redewendung für den „Sturm im Wasserglas“. Dieser hat sich in der deutschen Sprache weit verbreitet, nicht zuletzt durch die gleichnamige Komödie des Schriftstellers &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Frank&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Frank&quot;&gt;Bruno Frank&lt;/a&gt;, wobei dieser sich wohl auch auf bereits bekannte Aussprüche bezogen hat: Zum Beispiel der Ausspruch „tempête dans un verre d’eau“ von dem französischer Schriftsteller und Philosophen &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_de_Secondat,_Baron_de_Montesquieu&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_de_Secondat,_Baron_de_Montesquieu&quot;&gt;Montesquieu&lt;/a&gt;, der genau mit diesem Bild des Sturms im Wasserglas die politischen Unruhen in der Republik San Marino beschrieben hat.&lt;br /&gt;
Und bereits in der Antike gab es eine ähnliche Ausdrucksweise, die durch den  römischen Politiker und Schriftsteller &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero&quot;&gt;Cicero&lt;/a&gt;  bekannt gemacht worden ist: „excitare fluctus in simpulo“ bedeutet so viel wie „Stürme in der Schöpfkelle erregen“.&lt;br /&gt;
Allen gemein ist die Bedeutung: Eine Sache wichtiger erscheinen lassen als sie tatsächlich ist.&lt;br /&gt;
Und somit kommen wir zu „Sabine“. Gemeint ist das Orkantief genannt „Sabine“, das letztes Wochenende Deutschland heimgesucht hat.&lt;br /&gt;
Da drängt sich dann auch direkt die Frage auf: „Warum werden Schlechtwetterphänomene eigentlich immer nach Frauen benannt?“.&lt;br /&gt;
Nun, das ist eigentlich gar nicht so. Wenn man mal etwas recherchiert, erfährt man, dass in Deutschland seit 1998 die Namen von Tiefdruckgebieten in geraden Jahren weiblich und die von Hochdruckgebieten männlich sind, in ungeraden Jahren ist dies umgekehrt.&lt;br /&gt;
Und seit November 2002 kann man auch gegen Bezahlung eine Namenspatenschaft übernehmen (na ja, wer sonst nichts zu tun hat...).&lt;br /&gt;
Aber kommen wir zurück zu unserem aktuellen Sturm „Sabine“:&lt;br /&gt;
Dramatisch wurde er angekündigt, die Bahn hat den kompletten Verkehr eingestellt, Kindergärten und Schulen hatten vorsorglich geschlossen.&lt;br /&gt;
Aber letztendlich hat sich die angekündigte Apokalypse dann doch bloss als eine steife Brise herausgestellt.&lt;br /&gt;
Es ist gut, dass man vorsichtig ist und kein Risiko eingeht, gerade bei der Bahn, die durch Oberleitungsschäden ja tatsächlich grosse Beeinträchtigungen davontragen kann.&lt;br /&gt;
Aber sind wir mal ehrlich: Das was uns da angekündigt wurde, ist in keinster Weise eingetroffen.&lt;br /&gt;
Sturmböen dieser Stärke sind zum Beispiel in Beijing in den Wintermonaten ganz normal. Es gibt keine Unwetterwarnung, selbst wenn man mit geballter Kraft nicht mehr gegen den Wind ankommt, der einem entgegenweht. Das nennt man dann 大风 (dà fēng), also „starken Wind“.&lt;br /&gt;
Zugegeben: Es passiert dann auch jedes mal etwas in China. Dadurch dass man nicht vorgewarnt wird, fallen öfter schon mal Leute vom Dach, weil sie Reparaturarbeiten an der Leuchtreklame durchführen, während die Sturmböen toben.&lt;br /&gt;
Aber wenn man in einer sturmgeplagten Gegend wohnt, sollte man solche Dinge eigentlich wissen.&lt;br /&gt;
Denn eine Vorhersage dass es „starken Wind“ geben wird, gibt es ja. Es wird eben nur nicht so übertrieben dargestellt.&lt;br /&gt;
Aus der Sicht eines Chinesen ist das Verhalten der Deutschen auf jeden Fall ziemlich witzig und man kann in Gesprächen immer einen leicht witzigen, spöttischen Unterton mitklingen hören.&lt;br /&gt;
Ja, so ist das in Deutschland. Hauptsache sicher. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Fri, 14 Feb 2020 02:55:00 +0000</pubDate>
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    <title>Von Kronen, Krankenwagen und Killerviren</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>China</category>
            <category>Deutschland</category>
            <category>Medizin</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/klichter.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/klichter.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Skulptur zum chinesischen Lichterfestival im kölner Zoo. &quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Skulptur zum chinesischen Lichterfestival im kölner Zoo.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Das deutsche Krankensystem, angefangen bei der Pflichtversicherung bis hin zur Qualität von Dienstleistungen wie Notarzt, Krankenwagen oder auch Unterbringung im Krankenhaus, unterscheidet sich teilweise drastisch von dem in anderen Ländern.&lt;br /&gt;
Wenn man einmal ein gesundheitliches Problem (völlig egal was für eins) in China gehabt hat mit dem man auf ärztliche Hilfe angewiesen ist, so muss man sich erst einmal frei machen von all den gewohnten Annehmlichkeiten, die es so bei uns gibt.&lt;br /&gt;
Anders herum betrachtet kann man also sagen, dass es uns doch richtig gut geht in Deutschland.&lt;br /&gt;
Erst kürzlich durften (bzw. mussten) wir eben jene Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Sprich: Mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus und drei tage stationärer Aufenthalt.&lt;br /&gt;
Abgesehen von der Notwendigkeit auf dieses Angebot zurückgreifen zu müssen selber, ist es dann trotzdem gut zu wissen dass alles so problemlos läuft.&lt;br /&gt;
Der Notarzt und der Krankentransport sind selbstverständlich kostenlos und nach dem Ruf über 112 dauerte es auch keine 5 Minuten bis die Hilfe vor Ort war.&lt;br /&gt;
Einlieferung in ein Krankenhaus läuft selbstverständlich automatisch und unkompliziert. Das letzte was man in so einer Situation braucht ist bürokratischer Aufwand.&lt;br /&gt;
Ganz anders läuft so etwas in China. Ich habe nie einen Krankenwagen benötigt, habe aber schon Feuerwehr und Ambulanz mit Blaulicht im Stau feststecken sehen. Ein Umstand den man niemanden wünscht, wenn er auf Hilfe angewiesen ist.&lt;br /&gt;
Und einen Platz in einem der überfüllten Krankenhäuser zu bekommen ist ebenfalls alles andere als einfach.&lt;br /&gt;
Als kleine Anekdote habe ich hier auch wieder etwas aus Deutschland zu berichten:&lt;br /&gt;
Wenn man mit seinem Kind ein paar Tage zur Überwachung ins Krankenhaus muss, gibt es in der Regel ein Zimmer für zwei Patienten plus jeweils einem Bett für einen Erziehungsberechtigten, also insgesamt vier Betten pro Raum.&lt;br /&gt;
Wobei man natürlich bemerken muss, dass man als Vater mit seinem Kind meistens den kompletten Raum für sich hat, da die meisten Kinder von ihrer Mutter begleitet werden und man von Seiten des Krankenhauses eventuelle unangenehme Situationen vermeiden möchte.&lt;br /&gt;
Man bekommt trotzdem einiges mit, schliesslich ist ein Krankenhaus kein Hotel, sondern eher mit einem Bahnhof vergleichbar wo ständig Leute ein und aus gehen.&lt;br /&gt;
Einer Mutter ging dies offensichtlich sehr gegen den Strich. Sie hat es sich nicht nehmen lassen jede kleine Gelegenheit zu nutzen um ihrem Missmut Ausdruck zu verleihen.&lt;br /&gt;
Die ganzen, eben beschriebenen Annehmlichkeiten reichten offenbar noch nicht aus, so dass sie sich noch über die anderen Patienten und die Schwestern aufregen musste, die sie in ihrem Raum zu stören wagten.&lt;br /&gt;
Vielleicht liegen die Nerven bei dem einen oder andern etwas blank in solch einer Situation, aber seinen Frust an anderen Leuten abzulassen halte ich für die schlechteste aller möglichen Lösungen.&lt;br /&gt;
Und im Hinblick auf meine Erfahrungen in andern Ländern, speziell China, stellt dieses Verhalten für mich noch einmal mehr eine Dreistigkeit dar, die man sich unter allen Umständen verkneifen sollte.&lt;br /&gt;
Sagen wir es einfach wie es ist: Diese Frau würde in einem chinesischen Krankenhaus nicht überleben.&lt;br /&gt;
Zum einen würden die wesentlich komplizierteren Umstände sie in die Knie zwingen, zum anderen würde sie mit einem derartigen Verhalten einfach ignoriert werden.&lt;br /&gt;
Man muss sich immer wieder vor Augen halten wie gut es uns in Deutschland eigentlich geht.&lt;br /&gt;
Und derzeit ist die medizinische Lage in China noch intensiver als normal. Der Ausbruch des Corona-Virus lässt die chinesische Regierung zu teilweise drastischen Mitteln greifen.&lt;br /&gt;
So wurde die Stadt Wuhan komplett abgeriegelt und sogar in Beijing gibt es eine Ausgangssperre.&lt;br /&gt;
Niemand arbeitet und ich habe von Bekannten gehört, dass es teilweise Probleme gibt von den Sicherheitskräften wieder in den Wohnblock gelassen zu werden, wenn man kurz Einkaufen war.&lt;br /&gt;
Eine Frau, die zu Besuch aus Wuhan kam, ist von den Bewohnern gemeldet und direkt abgeholt worden.&lt;br /&gt;
Da wundere selbst ich mich wie obrigkeitsergeben das gesamte System doch immer noch ist.&lt;br /&gt;
So etwas würde in Deutschland niemals funktionieren. So bald man den Leuten verbieten würde das Haus zu verlassen, wären plötzlich alle, selbst die eingefleischten Stubenhocker draussen auf der Strasse.&lt;br /&gt;
Corona ist eigentlich ein seltsamer Name für einen Virus.&lt;br /&gt;
Im Spanischen bedeutet Corona „Krone“ und es gibt auch eine mexikanische Biermarke, die so heisst.&lt;br /&gt;
Im Lateinischen beschreibt das Wort ursprünglich ein kronenartiges Gebilde, einen Kranz aus Blumen oder Blättern, der in der griechischen und römischen Antike als Auszeichnung verliehen wurde.&lt;br /&gt;
Von einer Auszeichnung kann man in diesem Fall nun nicht gerade sprechen, aber wo wir gerade bei dem Thema sind:&lt;br /&gt;
Es gibt Gerüchte, dass die Gefährlichkeit des Virus in den ersten Wochen des Ausbruchs in China heruntergespielt wurde um es hiesigen Wissenschaftlern zu ermöglichen als erste eine wissenschaftliche Abhandlung darüber in einem weltweit renommierten Wissenschaftsmagazin zu veröffentlichen und sich damit einen Namen zu machen.&lt;br /&gt;
Das wäre natürlich ein starkes Stück und ein sehr makaberes dazu. So sollte man nicht mit Menschenleben spielen. Aber wie gesagt: Es ist ein Gerücht, deshalb weiss ich nicht ob man es unbedingt für bare Münze nehmen sollte.&lt;br /&gt;
Der Virus hat natürlich auch noch andere unschöne Nebenerscheinungen:&lt;br /&gt;
So meiden viele Menschen derzeit Asiaten. In einzelnen Fällen geht es sogar so weit, dass der ein oder andere handgreiflich wird, wie ein aktuelles Vorkommnis in Berlin zeigt.&lt;br /&gt;
Mehrere junge Männer, die eine junge Chinesin angegriffen haben. Da hört bei mir das Verständnis auf. Hier handelt es sich doch bloss wieder um einen Vorwand um seine Fremdenfeindlichkeit auszuleben.&lt;br /&gt;
Wenn die Angreifer tatsächlich Angst vor dem Virus hätten, würden sie nicht angreifen, sondern sich so schnell wie möglich entfernen.&lt;br /&gt;
Aber abgesehen von diesen extremen Reaktionen raten auch Chinesen hier in Deutschland davon ab in den asiatischen Supermarkt zu gehen um die Möglichkeit zu minimieren, einem Reisenden aus China, der eventuell das Virus in sich trägt, zu begegnen.&lt;br /&gt;
Bis jetzt gibt es in Deutschland nur eine Hand voll Fälle in denen sich tatsächlich jemand mit dem Virus angesteckt hat und diese sind auch alle nicht lebensbedrohlich. Aber dieses Virus verbreitet sich, im Vergleich zu anderen Viruserkrankungen dieser Grössenordnung, rasant.&lt;br /&gt;
Das liegt nicht zuletzt daran, dass man bereits ansteckend ist bevor es ausbricht. Und selbst dann müssen Symptome wie Fieber oder ähnliches gar nicht auftreten.&lt;br /&gt;
Aber die Angst ist auf jeden Fall geweckt. Die Atemschutzmasken sind in Deutschland bereits vergriffen.&lt;br /&gt;
Erinnert mich irgendwie an die Wintermonate in Beijing in denen der Smog so stark war, dass man die Häuser auf der anderen Strassenseite nicht mehr sehen konnte und die Geschäfte nicht schnell genug mit dem Nachschub an Schutzmasken aufwarten konnten.&lt;br /&gt;
Hoffen wir, dass es bald wieder wärmer wird, denn das Virus scheint bei höheren Temperaturen nicht sonderlich überlebensfähig zu sein.&lt;br /&gt;
Dann können wir auch wieder gefahrlos draussen sitzen und ein Bier trinken (muss ja nicht Corona sein).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nachtrag vom 14.07.2023&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass das Virus bei höheren Temperaturen nicht überlebensfähig sei, hat sich ja dann auch als eine der unzähligen Fehlinformationen herausgestellt. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 03 Feb 2020 23:19:00 +0000</pubDate>
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    <title>Von Fürstchen und Würstchen</title>
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            <category>Aktuelles</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tromglo.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tromglo.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;鼓楼 gǔ lóu, 钟楼 zhōng lóu. Der Trommel- und der Glockenturm in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;鼓楼 gǔ lóu, 钟楼 zhōng lóu. Der Trommel- und der Glockenturm in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Es gibt ein Phänomen das sich „reversed culture schock“ nennt. Es beschreibt den Kulturschock, den man angeblich erleidet, wenn man einige Zeit im Ausland gelebt hat und dann zurück in sein Heimatland zieht.&lt;br /&gt;
Ich persönlich muss sagen, dass man sich im Ausland zwar viele Dinge angeeignet hat und inzwischen auch vieles mit anderen Augen sieht, aber einen Rückkehrer-Kulturschock? Da kann ich nicht ganz folgen.&lt;br /&gt;
Es gibt etliche Internetseiten die Tipps geben für Leute die ein Jahr oder länger in China waren um sich in der heimischen Kultur wieder zurechtzufinden.&lt;br /&gt;
Da frage ich mich allen Ernstes ob ich es bin der nicht normal ist oder alle anderen. Es gab nicht einmal einen Funken Kulturschock bei meiner jetzigen Rückkehr. Und habe einige Jahre in China gelebt.&lt;br /&gt;
Einige Besonderheiten an die man sich wieder gewöhnen muss gibt es, keine Frage. Aber definitiv nichts was man mit einem Kulturschock beschreiben  müsste.&lt;br /&gt;
Ich habe durch das Leben im Ausland viel erlebt, meinen Horizont erweitert und einige Eigenarten angenommen, aber die Erfahrungen nehme ich ja alle mit, die bleiben ja nicht dort.&lt;br /&gt;
Warum also scheint es für so viele Menschen, selbst wenn sie nur ein Jahr in einer anderen Kultur gelebt haben, so schwer zu sein sich wieder an die alte Heimat zu gewöhnen?&lt;br /&gt;
Nun, viele der Artikel die diese Themen behandeln, erzählen von Leuten, die von ihrer Firma als Spezialisten nach China entsendet wurden.&lt;br /&gt;
Bis hierhin kein Unterschied zu mir. Aber diese Leute haben sich im Gegensatz zu mir, der ja freiwillig nach China gehen wollte, in der Regel von ihrer Firma mit Geld ködern lassen.&lt;br /&gt;
Und von da an läuft dann alles anders: Ich habe ein ganz normales Leben in China geführt, hatte ja schon früher Chinesisch gelernt, konnte also entsprechend auch viele Dinge selber erledigen.&lt;br /&gt;
Das ist bei den meisten Expats eben nicht der Fall. Ich habe viele von ihnen getroffen und war immer hin- und hergerissen zwischen Mitleid, weil sie in einer Blase leben mussten und Verachtung, weil sie es nicht einmal bemerkt haben und sich auf Grund der finanziellen Zuwendung ihrer Firma auch noch wie ein Fürst vorkamen.&lt;br /&gt;
In einem der älteren Artikel hatte ich ja schon einmal erwähnt dass Firmen eine Zeit lang ihren Mitarbeitern finanziell sehr stark unter die Arme gegriffen haben, wenn diese für sie nach China gegangen sind.&lt;br /&gt;
Abgesehen von Sonderzahlungen auf das Gehalt wurden nicht selten die teuersten Wohnungen im Innenstadtbereich, ein Fahrer, eine Haushälterin und eine Nanny bezahlt.&lt;br /&gt;
Dazu die Kindergarten- bzw. Schulkosten der Kleinen und und und.&lt;br /&gt;
„In China ein Fürstchen, zu Hause ein Würstchen“ Diesen Spruch gibt es nicht umsonst.&lt;br /&gt;
Vielleicht sind es genau jene Leute die einen Kulturschock erleiden, wenn sie zurück kommen. Diejenigen die auch im Reich der Mitte mit der Kultur nicht klargekommen sind und ihre Freizeit in Expat-Kneipen und Kaffehäusern verbracht haben. Die die sich in einer Blase eine Zwischenkultur aufgebaut haben.&lt;br /&gt;
Das hört sich jetzt alles ziemlich überheblich an, aber genau genommen würden sich die meisten Menschen unter diesen Umständen so verhalten.&lt;br /&gt;
Nicht jeder hat die Möglichkeit, bevor er in China arbeitet, bereits einmal dort zu leben, die Sprache zu lernen und Land, Leute und Kultur zu erleben.&lt;br /&gt;
Ich hätte mich in einer ähnlichen Situation vielleicht genauso verhalten.&lt;br /&gt;
Und durch die Heirat mit einer Chinesin und dem daraus resultierenden Familienanschluss gewinnt man natürlich noch einmal ganz andere Einsichten.&lt;br /&gt;
Trotzdem kann ich dieses Phänomen des Rückkehrer-Kulturschocks nicht nachvollziehen. Das ist einfach zu sehr überzogen.&lt;br /&gt;
Von einem erwachsenen Individuum, als Spezialist für ein paar Jahre entsendet und dann zurückkommend, erwarte ich persönlich einfach mehr. Es muss also mehr dran sein.&lt;br /&gt;
Man hört immer wieder dass die Rückkehrer zwar zurück in die alte Heimat kommen, aber die alten Strukturen nicht mehr vorfinden. Aha, da kommen wir der Sache doch schon näher.&lt;br /&gt;
Natürlich hat sich die Welt weitergedreht, auch ohne einen. Freundschaften sind nicht mehr wie sie waren (hatten wir im Artikel [[Lernen loszulassen]] bereits drüber gesprochen) und die Familie ist alt und grau geworden.&lt;br /&gt;
Nun, da muss man eben durch. Ich bezweifle, dass man dieses Problem unbedingt als Kulturschock bezeichnen muss, auch wenn es ein nachvollziehbares Problem darstellt.&lt;br /&gt;
Aber das kann einem auch passieren, wenn man zu Hause bleibt. Es passiert dann eben nur langsamer, während man bei einer Rückkehr in die vertraute Heimat von einen auf den anderen Tag damit konfrontiert wird.&lt;br /&gt;
„Das Leben ist kein Ponyhof“ oder wie sagt man so schön?&lt;br /&gt;
Also eigentlich nichts dran an diesem viel beschriebenen Phänomen, es handelt sich einfach nur um den Zahn der Zeit.&lt;br /&gt;
Nun, dann bleibt eigentlich nur noch eins zu sagen: „reisst Euch zusammen Ihr Würstchen“. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Fri, 28 Jun 2019 19:11:00 +0000</pubDate>
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    <title>Ost-ern</title>
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            <category>Aktuelles</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ostereier.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ostereier.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ostern wird in China eigentlich nicht gefeiert.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ostern wird in China eigentlich nicht gefeiert.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Es ist zwar schon wieder eine Woche her, aber ich will dieses Thema trotzdem noch besprechen, schliesslich ist Ostern, neben etlichen anderen, nur eines der Feste, die es in China nicht gibt.&lt;br /&gt;
Sämtliche Feiertage, die man aus Deutschland kennt, gibt es hier logischerweise nicht und kirchliche Feiertage natürlich erst recht nicht.&lt;br /&gt;
Obwohl man Weihnachten jetzt auch im Reich der Mitte feiern kann. Hatte ich alles bereits in vorangegangenen Artikeln behandelt (z.B. in [[Früher war mehr Lametta]]).&lt;br /&gt;
Heute wollen wir einmal beleuchten, wie Ausländer solche Feierlichkeiten im Ausland verleben und die unterschiedlichen Herangehensweisen vorstellen, denn ich habe gehört, dass es wohl ein Interesse seitens der Leserschaft an derartigen Dingen gibt.&lt;br /&gt;
Nun, Ostern ist ein schönes Beispiel, da man es in China überhaupt nicht feiert und so kann man es, wenn man nicht auf den Kalender schaut auch einfach mal verpassen.&lt;br /&gt;
Was macht der gemeine Ausländer in China also zu Ostern?&lt;br /&gt;
Nun, das kommt darauf an. Die einen, die eine Familie haben, verleben dieses Fest meist anders als diejenigen ohne, ganz klar.&lt;br /&gt;
Für all die Expats, die noch Singles sind, ergibt sich, da die meisten von ihnen nicht ernsthaft in einem Kreis von Einheimischen integriert sind, eigentlich nur eine Möglichkeit diese Festtage zu verbringen.&lt;br /&gt;
So wie immer, wenn man etwas Freizeit hat: Nämlich in der Stammkneipe (meist ein Irish Pub oder eine kleine Hutong-Bar (Hutongs (胡同 hú tòng) sind die alten Stadtviertel in Beijing).&lt;br /&gt;
Überhaupt spielt sich das Leben vieler Ausländer in China in der Kneipe ab. Es gibt Ausnahmen, aber der Anteil dieser Leute ist tatsächlich verschwindend gering.&lt;br /&gt;
In der Kneipe kennen sie die Leute, können in den meisten Fällen ihre Muttersprache sprechen und treffen in der Regel auch all die Kollegen von der Arbeit wieder.&lt;br /&gt;
Aber natürlich sind nicht alle Ausländer so. Wie bereits gesagt: Diejenigen die Kinder haben oder auch mit einer Chinesin / einem Chinesen verheiratet sind oder sich einfach zu alt fühlen jeden zweiten Tag saufen zu gehen, feiern entweder gar nicht oder eben etwas traditioneller.&lt;br /&gt;
Man trifft sich eventuell zum Eierfärben im Hutong einer Bekannten, trifft Gleichgesinnte und quatscht ein wenig, bis die Eltern unter den Gästen feststellen, dass es schon wieder viel zu spät ist und der Nachwuchs schon lange ins Bett gehört. Der Rest bleibt noch zum Grillen (Hatten wir vor ein paar Jahren, solch ein schönes Erlebnis (nochmal vielen Dank Kathie)).&lt;br /&gt;
Man muss oft viele Dinge improvisieren, weil es sie hier natürlich so nicht gibt. Neben fertig gefärbten Eiern noch eine ganze Menge anderer Sachen.&lt;br /&gt;
Das grüne Füllmaterial für das Osternest muss man dann schon mal durch fein in Streifen geschnittene Papiertaschentücher ersetzen.&lt;br /&gt;
Es gibt für alles eine mehr oder weniger kreative Alternative.&lt;br /&gt;
Wir hatten dieses Jahr die (chinesische) Familie zum Eiersuchen und Mittagsbüffet zu uns eingeladen.&lt;br /&gt;
Man fachsimpelt über den neu gekauften Computer, wundert sich schon seit Ewigkeiten nicht mehr, dass alle im Pyjama herumlaufen (Sie erinnern sich bestimmt noch an den Artikel [[Pyjamaparty]]) und bestaunt die neuesten Kinderfotots von der Verwandtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ofen.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ofen.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ein kleiner Ofen, den man sich in fast jedem grösseren Supermarkt kaufen kann.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein kleiner Ofen, den man sich in fast jedem grösseren Supermarkt kaufen kann.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wer Kuchen essen möchte, sollte sich vorher überlegen, in wie weit er Vorbereitungen treffen will.&lt;br /&gt;
Denn die Kuchen, die man gemeinhin in chinesischen Konditoreien kaufen kann, schmecken eher mäßig gut, meist nur nach Sahne und Zucker.&lt;br /&gt;
Einen Kuchen selber zu zaubern, erfordert aber bereits einiges an Vorbereitung:&lt;br /&gt;
Als erstes müssen Sie sich einen Ofen besorgen, denn standardmässig gibt es den nicht in einer chinesischen Küche.&lt;br /&gt;
Ich empfehle die Steckdosenvariante, die man überall hinstellen kann und es in jedem grossen Kaufhaus und manchamal sogar im Supermarkt gibt.&lt;br /&gt;
Die Zutaten sind nicht einfach zu besorgen: Dinge wie Backpulver, Vanillezucker, Tortenguss und ähnliches, müssen Sie sich aus unterschiedlichen Feinkostläden zusammensuchen, die sich auf ausländische Produkte spezialisiert haben (siehe Artikel [[Ein wenig Heimat]]). Manchmal können Sie aber auch Glück haben und einer der grösseren Märkte der französischen Supermarktkette Carrefour (im Chinesischen 家乐福 (jiā lè fú) genannt) hat, was Sie benötigen.&lt;br /&gt;
Achten Sie unbedingt auf das Haltbarkeitsdatum.&lt;br /&gt;
Sollten Sie noch eine Springform benötigen, wird es bereits noch schwieriger. Kleiner Tipp: Es gibt im Viertel um die Deutsche Botschaft herum ein paar kleine Supermärkte. Hier können Sie so etwas, neben Schaschlik aus der Dose und anderen Kuriositäten in der Regel bekommen.&lt;br /&gt;
Was bleibt also zusammenfassend zu sagen? Nun, eigentlich nur, dass man sich als Ausländer in einer fremden Umgebung entsprechend seine Feiertage zurechtbasten muss, oder man ignoriert sie einfach komplett (aber warum sollte man das tun?). &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Fri, 26 Apr 2019 13:42:00 +0000</pubDate>
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    <title>Die in hell</title>
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            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
            <category>Sprache</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/video/baeume.gif&quot; title=&quot;&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Zum Frühlingsfest wurden viele Strassen mit Lichterketten oder ähnlichem geschmückt.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Im täglichen Leben laufen viele Dinge automatisch ab und vieles was wir sehen oder erfahren, läuft, damit wir nicht ständig von der Fülle an Informationen überwältigt werden, erst einmal durch einen Filter.&lt;br /&gt;
Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie folgenden Satz sehen:&lt;br /&gt;
„Die in hell !“?&lt;br /&gt;
Völlig losgelöst, wenn es nicht in einem deutschen Text stehen würde, wette ich dass die meisten Englisch sprechenden unter Ihnen es wahrscheinlich für eine Verwünschung, eine unflätige Beschimpfung oder den Titel eines Speedmetal-Albums halten würden.&lt;br /&gt;
Dabei kann es, wenn man es deutsch interpretiert, auch einfach die Antwort auf die Frage „Welche Palette möchten Sie gerne als Farbspektrum für Ihr neues Wohnzimmer auswählen ?“ sein.&lt;br /&gt;
Man geht normalerweise immer von sich selber aus, wenn man etwas bewertet, dabei vergisst man oft, dass andere Leute den Fokus anders setzen.&lt;br /&gt;
Immer wieder zu beobachten bei Erwachsenen und Kindern. Man verbringt etwas Zeit mit dem Nachwuchs und baut eine Eisenbahnstrecke mit ihnen auf. Dabei sieht man zu, dass man mit Hilfe der vorhandenen Schienenteile einen möglichst interessanten Verlauf zusammenbaut, der sich hier und da mal teilt und an anderer Stelle wieder zusammenläuft und versucht Sackgassen zu vermeiden.&lt;br /&gt;
Dann registriert man, dass am anderen Ende die gerade aufgebaute Strecke bereits wieder auseinandergerissen wurde, um die Station und direkt dahinter den Prellbock für das Abstellgleis anzuhängen.&lt;br /&gt;
Das ist aus Erwachsenensicht nicht besonders sinnvoll, wenn man aber die Kleinen spielen sieht, merkt man, dass die gesamte Strecke, die man durch Tunnel und über Brücken gebaut hat, völlig vernachlässigt wird, weil man gerade mit dem Kopf seitlich auf den Boden gelegt einfach „Zug im Bahnhof“ spielt und mit Ausdauer immerzu das Rädchen dreht, das die Schiebetüre zum Bahngleis auf- und zugleiten lässt. (ist mir letztens passiert. Kommt man sich ein wenig doof vor als Papa, lässt sich aber manchmal nicht vermeiden). &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Schnell entstehen aus solchen Filtern Vorurteile oder sie machen sich anderweitig selbständig und verzerren unsere Sichtweise.&lt;br /&gt;
Genau so bewertet man als Ausländer oft das Leben in China, oder anders herum, wird man von Chinesen auch oft nach einem nicht passenden Verfahren bewertet.&lt;br /&gt;
Missverständnisse sind also vorprogrammiert, schreibe ich ja immer wieder drüber in diesem Blog. Was jetzt aber nicht nur schlechte Auswirkungen hat, schliesslich machen sie das Leben erst interessant und aus vielen von ihnen bilden sich tatsächlich lustige Szenarien, über die man später lachen kann und die manchmal auch die Beteiligten näher zusammenbringen.&lt;br /&gt;
Das Vorurteil, dass man als Europäer fast ausschliesslich Fleisch isst und einem daher stets die Teller mit den Gemüsespeisen vorenthalten werden, obwohl man viele von ihnen gerne essen würde, ist zum Beispiel eine dieser Auswirkungen.&lt;br /&gt;
Bringt man das ganze dann irgendwann zur Sprache, sind Lacher gewiss. Man denke nur an die Szenen zurück, als zu jedem zweiten Gericht eine Entschuldigung mit serviert wurde, dass der Fleischanteil so gering sei, während einem die gerade neu kennengelernte Gemüsespeise, die durchaus den Sprung in die Liste der persönlichen Lieblingsspeisen schaffen könnte, wieder abgenommen wird.&lt;br /&gt;
Es gibt natürlich auch die Situationen, in denen diese Missverständnisse nicht zu positiven Erlebnissen führen.&lt;br /&gt;
Wenn man, wie so oft als Ausländer, auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit als leichte Beute von den Bettlern angesehen wird zum Beispiel.&lt;br /&gt;
Ich hatte bereits früher darüber berichtet, dass man wirklich bedürftige Menschen nicht von den professionellen Bettlern unterscheiden kann.&lt;br /&gt;
Ich gebe grundsätzlich nichts, schon alleine aus Selbstschutz und ziehe an menschenüberlaufenen Plätzen nicht mein Portemonnaie hervor. Inzwischen trage ich es auch gar nicht mehr leicht zugänglich in der Hosentasche, da ich an einem normalen Arbeitstag eh alles mit dem Mobiltelefon bezahlen kann (abgesehen von Bettlern eben).&lt;br /&gt;
Und obwohl ich jeden morgen an ein und demselben Bittsteller vorübergehen muss, will dieser partout nicht verstehen, dass der Ausländer mit dem grossen Kopfhörer auf dem Kopf nicht auf seine Rufe reagiert, genauso wie die Tage und Wochen zuvor schon. Und dieser Ausländer mag es auch überhaupt nicht, wenn man ihm nachläuft und ihn versucht am Arm festzuhalten.&lt;br /&gt;
Ich gehe davon aus, dass diese Aktion aus reinem Kalkül entstanden ist um Aufmerksamkeit zu erregen und somit die Ausländer, die nichts geben wollen, in eine unangenehme Position zu bringen um ihnen so doch noch Geld zu entlocken, was die Vermutung nahe legt, dass es eher einer von der professionellen Sorte ist.&lt;br /&gt;
Womit der Satz „Die in hell“ wieder seine englische Bedeutung annimmt und durchaus als Verwünschung zu verstehen ist.&lt;br /&gt;
Neuerdings sind öfter Polizisten vor Ort, weshalb besagte Person sich nicht mehr blicken lässt. Durchaus möglich, dass sie extra seinetwegen jetzt öfter vorbeischauen, denn Bettler sind in der Hauptstadt von offizieller Seite überhaupt nicht gerne gesehen. 
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    <pubDate>Fri, 15 Feb 2019 01:35:00 +0000</pubDate>
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    <title>Streitkultur</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/385-Streitkultur.html</link>
            <category>Interkulturelles</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/im-park.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/im-park.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;In einem Park in Beijing, als es noch warm war.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;In einem Park in Beijing, als es noch warm war.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Weihnachten steht vor der Türe und gerade muss ich über eine Lebensweisheit lachen, die ich im Internet gefunden habe und die geht so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im Leben eines Mannes gibt es vier Abschnitte:&lt;br /&gt;
- Erster Abschnitt - Man glaubt an den Weihnachtsmann&lt;br /&gt;
- Zweiter Abschnitt - Man glaubt nicht mehr an den Weihnachtsmann&lt;br /&gt;
- Dritter Abschnitt - Man ist der Weihnachtsmann&lt;br /&gt;
- Vierter Abschnitt - Man sieht aus wie der Weihnachtsmann“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gesehen befinde ich mich also im dritten Abschnitt. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; Gut zu wissen.&lt;br /&gt;
Nun, ich werde mich nicht als Weihnachtsmann verkleiden um den Kindern auf den Nerv zu gehen, aber als Geschenke-Lieferant bin ich quasi trotzdem der Weihnachtsmann.&lt;br /&gt;
Also: Weihnachten steht vor der Türe und einige chinesische Firmen, hauptsächlich international tätige, haben eben auch eine Weihnachtsfeier.&lt;br /&gt;
Ich war auf einer eingeladen und habe einen neuen Kollegen aus der IT kennengelernt, der für eine Firma arbeitet, mit der wir einst die Büroräume geteilt haben.&lt;br /&gt;
Lager Rede kurzer Sinn: Er ist auch Deutscher und ebenfalls mit einer Chinesin verheiratet (gerade frisch).&lt;br /&gt;
Somit hat er mich dann gefragt: „Was ist das Geheimnis“, Bezug nehmend auf unser Gespräch.&lt;br /&gt;
Die Frage war, wie man es am besten verhindert sich in einer interkulturellen Beziehung zu streiten.&lt;br /&gt;
Ich habe ihm, eigentlich mehr im Spass gesagt, dass ein Wortgefecht zweier, aus unterschiedlichen Kulturen stammenden Partner, sehr schnell unschön werden kann, da man erstens viele Dinge komplett missversteht und damit die Diskussion nur weiter anheizt und zweitens in der Hitze des Gefechts schnell pauschalisiert wird und man sich dumme Vorurteile an den Kopf wirft, selbst wenn man es gar nicht so meint und diese eigentlich selber auch gar nicht glaubt. Es ist mehr eine Trotzreaktion, eine der unschönen Seiten der Seele, von denen man immer glaubt sie selber gar nicht zu besitzen, die zu Tage kommen wenn man streitet.&lt;br /&gt;
Und wenn man einmal vom Boden der Tatsachen abgehoben hat, ist es eigentlich nur noch ein weiteres hochschaukeln der Gefühle, die eigentliche Thematik gerät dann immer weiter in den Hintergrund.&lt;br /&gt;
Ich habe mir daher angewöhnt, ähnlich den Vorbereitungen wenn man etwas nicht alltägliches einkaufen geht wie in Artikel [[Back in black]] beschrieben, das Streitgespräch erst einmal in ein paar Varianten in meinem Kopf durchzuspielen.&lt;br /&gt;
Dann komme ich jedes mal zu dem Schluss, dass es sich in keiner der durchgespielten Varianten tatsächlich lohnt und versuche dann lieber zu deeskalieren.&lt;br /&gt;
Kennen Sie den Film „&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/WarGames_%E2%80%93_Kriegsspiele&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/WarGames_%E2%80%93_Kriegsspiele&quot;&gt;War Games&lt;/a&gt;“ von 1983 ? In ihm wird dem automatisierten System, das die Nuklearwaffen steuert durch das Durchspielen aller möglichen Szenarien bewusst, dass der einzig gewinnbringende Zug der ist, gar nicht erst zu spielen.&lt;br /&gt;
In unserem Beispiel muss man dazu allerdings auch einen Partner haben, der den Ansatz versteht, akzeptiert und nicht weiter verbal auf einen eindrischt.&lt;br /&gt;
Die Kulturen sind unterschiedlich und so sind es auch die Streitkulturen. Es gibt Dinge, die man in der einen Kultur niemals sagen würde, die in der anderen ganz normal sind und umgekehrt.&lt;br /&gt;
Man könnte natürlich die fremde Streitkultur lernen um sich besser „fetzen“ zu können, man kann diese Energie allerdings auch in die Vermeidung von Streitereien stecken, was in meinen Augen die bessere Alternative darstellt.&lt;br /&gt;
Was eigentlich mehr spassenshalber gemeint war, ist bei genauerer Betrachtung aber genau das, was bei uns passiert.&lt;br /&gt;
Wir wissen, dass ein dummer Spruch zum falschen Zeitpunkt vieles kaputt machen kann, was man vorher mühsam aufgebaut hat, um so ärgerlicher, wenn man dazu noch ein abgedroschenes Vorurteil benutzt.&lt;br /&gt;
So etwas wird bestenfalls verziehen, bleibt aber immer im Kopf des Partners zurück. Also Vorsicht!&lt;br /&gt;
Ähnlich allem anderen im interkulturellen Rahmen, ist es auch bei Beziehungen etwas komplizierter als gewöhnlich.&lt;br /&gt;
Die Diskussion um das Thema wird aber keinesfalls vergessen, sie wird nur eben später in einem neutralen Rahmen geführt, wenn die Parteien beide wieder auf dem Boden stehen.&lt;br /&gt;
Und meist erkennt man dann, dass es eigentlich ein Thema wie jedes andere und gar nicht der Aufregung wert ist.&lt;br /&gt;
Ich weiss aber auch, dass sich solche Dinge natürlich bei jedem Paar unterschiedlich gestalten. Es gibt durchaus Beziehungen, die ohne einen guten Streit und einer feurigen Versöhnung von Zeit zu Zeit gar nicht bestehen könnten.&lt;br /&gt;
Das muss dann doch jeder wieder für sich selbst entscheiden. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 20 Dec 2018 19:18:00 +0000</pubDate>
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    <title>Der Expat und der Aal</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/383-Der-Expat-und-der-Aal.html</link>
            <category>Kultur</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/steinloeweli.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/steinloeweli.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ein Steinlöwe am Eingang eines Parks. Der männliche Löwe hat immer einen Ball unter seiner Pranke, der weibliche ein Junges.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein Steinlöwe am Eingang eines Parks. Der männliche Löwe hat immer einen Ball unter seiner Pranke, der weibliche ein Junges.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;„Mein Leben als Expat“ habe ich den Untertitel dieses Blogs damals genannt. Eine Bezeichnung, die im nachhinein betrachtet eigentlich so nicht ganz richtig ist.&lt;br /&gt;
Was ist ein Expat überhaupt ? &lt;a href=&quot;https://wikipedia.de/&quot; title=&quot;https://wikipedia.de/&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt; hat dazu folgende Definition: „Ein Expatriate (Plural -s; von englisch expatriate; ; von lateinisch &amp;#101;x ‚aus‘, ‚heraus‘ und patria ‚Vaterland‘), kurz Expat, ist in der Wirtschaft eine Fachkraft, die von dem international tätigen Unternehmen, bei dem sie beschäftigt ist, vorübergehend – meist für ein bis drei Jahre – an eine ausländische Zweigstelle entsandt wird.“&lt;br /&gt;
Also erst einmal genau das, was ich hier auch mache. Ich bin von meiner Firma auf unbestimmte Zeit entsandt worden um am Standort China zu arbeiten. So weit so gut.&lt;br /&gt;
Aber zum Expat-Leben gehört natürlich wesentlich mehr als bloss eine Definition. Expats sind eine Gruppe von Leuten, die sich auch untereinander vernetzen, alleine schon um es im täglichen Leben im Ausland etwas einfacher zu haben.&lt;br /&gt;
Nun, da bin ich schon raus. Ich lebe mit meiner Familie tatsächlich ein chinesisches Leben, ich habe keinen Zugang zu irgendwelchen Expat Gruppen und ich habe ihn auch nie gesucht. Ganz im Gegenteil: Ich wollte China immer hautnah erleben, was ja eben auch der Grund war erst einmal alleine für fast zwei Jahre nach Beijing zu ziehen und Chinesisch zu lernen.&lt;br /&gt;
Ich habe den Kontakt zu anderen Ausländern nicht direkt gemieden, aber ich habe ihn definitiv auch nicht gesucht. Und so haben sich mit der Zeit dann auch fast alle Kontakte in dieser Richtung im Sand verlaufen.&lt;br /&gt;
Hin und wieder treffe ich noch einmal einen anderen Ausländer um mit ihm wegzugehen, etwas zu essen, trinken und quatschen, aber das kommt nur alle paar Monate mal vor.&lt;br /&gt;
Entsprechend unterschiedlich sind auch die Sichtweisen. Ich möchte gerne sagen, dass ich im Gegensatz zu den anderen Expats hier das richtige Leben erleben darf, während sie bloss in ihrer Blase leben, aber das wäre natürlich nur die halbe Wahrheit, schliesslich gibt es so etwas wie das richtige Leben nicht. Jeder erfasst immer nur einen Teil des ganzen und ob der jetzt echt ist oder nicht, ist reine Definitionssache.&lt;br /&gt;
Es gibt so wohl das eine, als auch das andere Leben in China. Was viele Menschen leider immer vergessen und dann alles in einen Topf werfen.&lt;br /&gt;
Mein Blick auf das Leben in China ist eine Mischung aus der Sicht eines Ausländers und aus der Sicht eines Familienmitgliedes einer chinesischen Familie.&lt;br /&gt;
Es ist ganz natürlich, dass ich andere Erfahrungen mache als der Grossteil der anderen Expats. Aber anders bedeutet nun mal nicht unbedingt besser oder näher am Original.&lt;br /&gt;
Das kommt nämlich ganz auf die Situation an. Im täglichen Privatleben habe ich den meisten Ausländern bestimmt etwas voraus und viele Dinge erlebt, die sie niemals erfahren werden, dafür fehlen mir die Erfahrungen die sie machen.&lt;br /&gt;
Ich habe zum Beispiel überhaupt keine Ahnung wo man toll weggehen kann, kenne all die angesagten Clubs, Kneipen und Cafes nicht. Und auch zu den modernen, ausgeflippten Chinesen aus Mode, Kunst oder Unterhaltung, den (mehr oder weniger) Angesagten, die die Kultur neu prägen habe ich keinen Kontakt.&lt;br /&gt;
Etwas, das früher für mich wichtig war, aber heute fast keine Bedeutung mehr hat. Das mag auch daran liegen, dass man, wenn schon nicht weise, dann doch wenigstens langsam älter wird (ich weiss: das habe ich schon oft gesagt und rückblickend, wenn man wieder etwas älter geworden ist, mutet solch ein Spruch immer seltsam an. Aber es stimmt. Jedes Mal für den aktuellen Zeitpunkt, selbst wenn man es später wieder etwas differenziert betrachten sollte).&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/steinloeweli2.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/steinloeweli2.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ein Steinlöwe am Eingang eines Parks. Der männliche Löwe hat immer einen Ball unter seiner Pranke, der weibliche ein Junges.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein Steinlöwe am Eingang eines Parks. Der männliche Löwe hat immer einen Ball unter seiner Pranke, der weibliche ein Junges.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Es hat mich insgeheim immer belustigt, wenn andere Expats von ihren Erfahrungen erzählt haben. Ich habe mich immer toll gefühlt, wissend dass all die Dinge die für sie absolut skurril waren, für mich schon lange zum normalen Tagesablauf gehörten.&lt;br /&gt;
Aber wie gesagt: Aus ihrer Sichtweise sind diese Dinge wichtig. Und diese Sichtweise legt ja lediglich den Fokus anders.&lt;br /&gt;
Denn wenn man einmal ehrlich zu sich selber ist, bemerkt man, dass die eigene Sichtweise auch ihre „Löcher“ hat.&lt;br /&gt;
„Löcher“, die es unter Umständen in der anderen Sichtweise nicht gibt. Es ist also alles mehr oder weniger das selbe.&lt;br /&gt;
Das erst einmal grundsätzlich. Wer aber glaubt, er würde China verstehen, weil er ein paar Jahre in einer Expat Enklave gelebt hat, den muss ich leider enttäuschen.&lt;br /&gt;
Auch wenn es ein ständiges Phänomen ist, dass Expats Vorträge halten darüber „wie die Chinesen denn ticken“, nachdem sie zwei, drei Jahre als Expat in einer Wohnanlage mit anderen Ausländern gewohnt haben, den Delikatessenladen wo man europäische Lebensmittel kaufen kann und das Steak Restaurant direkt vor der Haustüre, in dem festen Glauben dass die fünfzehn chinesischen Wörter, die sie gelernt haben ihnen Einblick in eine fremde Kultur geben könnten und die mit „die Chinesen“ ihre Bekannten meinen, die soweit westlich geprägt sind, dass sie problemlos zu allen anderen in den eigenen Freundeskreis passen, muss ich leider sagen: „Die Welt über die Ihr sprecht ist nicht die Welt über die Ihr glaubt zu sprechen“. Die Überschrift ist einfach falsch.&lt;br /&gt;
Das worüber hier berichtet wird, ist ein China das es definitiv gibt und in dem die Erzähler in der Regel auch eine Zeit lang gelebt haben, aber es ist nicht China. In keinster Weise. Ich würde mich freuen, wenn nicht jeder ständig behaupten würde, er wüsste wie China funktioniert.&lt;br /&gt;
Auch ich nehme mir nicht heraus zu behaupten es zu verstehen. Ich erarbeite mir mühsam meinen Weg zum Verständnis und teile meine Erfahrungen zum Teil hier in diesem Blog. Aber ich muss leider auch immer wieder feststellen, dass vieles doch nicht so ist, wie ich es bis dahin immer angenommen hatte. Ein Umstand, der meine chinesische Frau jedes Mal wieder zum Lachen bringt.&lt;br /&gt;
Man muss sein Wissen immer wieder anpassen mit jedem Stück, das man neu lernt. Viele Erkenntnisse sind gut auf dem Weg zum Verständnis, müssen aber früher oder später doch einer präziseren Erkenntnis weichen.&lt;br /&gt;
Eine fremde Kultur wirklich zu erleben ist keine Sache, die man in ein paar Jahren zusammen mit anderen Ausländern täglich nach der Arbeit macht um es dann, wenn man in die Heimat zurückkehrt letztendlich verstanden zu haben.&lt;br /&gt;
Eine fremde Kultur zu erlernen ist wie einen Aal mit den blossen Händen zu fangen. Nur wenn er sich genau so windet, dass er zufälligerweise nicht aus den Händen rutscht, hat man die Chance wieder etwas nachzufasssen und fester zuzugreifen.&lt;br /&gt;
Und man muss tatsächlich selber im Wasser stehen dafür, vom zusehen alleine wird man nicht schlau. 
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    <pubDate>Fri, 07 Dec 2018 02:12:00 +0000</pubDate>
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    <title>Wo sind sie alle hin ?</title>
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            <category>Deutschland</category>
            <category>Geschichte</category>
            <category>Literatur</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
            <category>Überraschendes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/kulturmix.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/kulturmix.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ist zwar schon ein älteres Foto und passt nicht ganz von der Jahreszeit, aber es zeigt schön, wie unbefangen man mit einem Kulturmix umgehen kann.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ist zwar schon ein älteres Foto und passt nicht ganz von der Jahreszeit, aber es zeigt schön, wie unbefangen man mit einem Kulturmix umgehen kann..&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;„Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht“. Sofort hat man Bilder des dritten Reichs und des Nationalsozialismus vor Augen, dabei beschreibt &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Heine&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Heine&quot;&gt;Heinrich Heine&lt;/a&gt; lediglich sein Heimweh und die Sehnsucht nach der Mutter, die in Deutschland ist und er seit 12 Jahren nicht mehr gesehen hat.&lt;br /&gt;
Ach ja, Deutschland... Kaum bin ich wieder hier, gehen mir viele Gedanken im Kopf herum:&lt;br /&gt;
Ich mache mir Gedanken darüber, dass wir irgendwann auch nach Deutschland ziehen wollen um unserem Sohn eine bezahlbare, gute Schulbildung zukommen zu lassen und dafür zu sorgen, dass er gesunde Luft zum atmen hat.&lt;br /&gt;
Darüber, dass in vielen Teilen Deutschlands, allen voran im Osten Rechtsextreme an Macht gewinnen und selbst  staatliche Organisationen wie die Polizei teilweise unterwandert wurden.&lt;br /&gt;
Darüber, dass auf den Strassen ganz offen der Hitlergruß gezeigt wird und sich Mitarbeiter öffentlicher Medien inzwischen nur noch mit einem zivilem Sicherheitsschutzteam auf Trauerfeiern trauen, da sie der Polizei nicht mehr zutrauen sie entsprechend vor Ausschreitungen zu schützen.&lt;br /&gt;
Und dann wieder darüber, dass wir als „gemischte“ Familie dorthin ziehen wollen, obwohl die Vorurteile gegenüber Ausländern, wenn man den Medien glaubt, vielerorts rapide zunehmen.&lt;br /&gt;
War das schon immer so, oder „war früher alles besser ?“, um es mal mit dem altklugen Spruch zu sagen, den man an dieser oder ähnlichen Stellen immer wieder zu hören bekommt und auf den wir später noch zu sprechen kommen.&lt;br /&gt;
Nun, viele Deutsche haben offensichtlich Angst vor den neuen zugewanderten Ausländern und Andere (Ausländer wie Deutsche) haben Angst vor diesen Deutschen, die ihre Angst dann in Wut ausarten lassen.&lt;br /&gt;
Im Osten, den sogenannten neuen Bundesländern, mehr als im Westen. Man munkelt, dass das eventuell etwas mit der jahrelangen Aufarbeitung des deutschen Erbes in den alten Bundesländern zu tun haben könnte, etwas das in der ehemaligen DDR so nicht passiert ist. „Im Osten nichts Neues“ könnte man mit böser Zunge behaupten, Bezug nehmend auf den den Titel des Romans „Im Westen nichts Neues“ von dem deutschen Schriftsteller &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Maria_Remarque&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Maria_Remarque&quot;&gt;Erich Maria Remarque&lt;/a&gt;, der in ihm die Schrecken des ersten Weltkrieges schildert. Ein junger Soldat, der lernt zu überleben und sich damit immer weiter von der realen Welt entfernt. Dies fällt ihm bei einem kurzen Heimaturlaub auf, woraufhin er sich noch mehr zu den Kameraden wendet, mit denen er das Erlebte teilen kann.&lt;br /&gt;
Eine typisch menschliche Eigenart, man wendet sich an Gleichgesinnte, die einen in der eigenen Ansicht weiter bestärken um sich nicht mit anderen Sichtweisen auseinandersetzen zu müssen (auch hier wieder eine Parallele zum aktuellen Geschehen).&lt;br /&gt;
Am Ende stirbt der Protagonist an einem Tag zu dem der Heeresbericht lediglich die Worte „Im Westen nichts Neues“ zu vermelden hat.&lt;br /&gt;
Knapp 15 Jahre nach dem ersten Weltkrieg landet das Werk, neben vielen anderen bei den Nationalsozialisten auf dem „Scheiterhaufen“. Bei den &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverbrennung_1933_in_Deutschland&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverbrennung_1933_in_Deutschland&quot;&gt;Bücherverbrennungen&lt;/a&gt; wurde unliebsame Literatur den Flammen zum Frass geworfen, somit auch der Roman von Remarque.&lt;br /&gt;
Nicht populäres Gedankengut wurde bestenfalls ignoriert, in der Regel aber eben auch vernichtet.&lt;br /&gt;
Und die Nachfolger der heutigen Zeit tun es ihnen gleich. Erst einmal wird ignoriert.&lt;br /&gt;
Damit wir uns direkt richtig verstehen: Das Problem sind nicht ausschliesslich die Neonazis, die mit Bomberjacke und lautem Gegröle gegen fremde Religionen hetzen.&lt;br /&gt;
Genau wie damals ist das grosse Problem die breite Masse an Menschen, die sich als nicht zuständig ansieht, oder schlimmer noch: diejenigen die Meinungen vertreten wie „Na ja, ganz unrecht haben sie ja nicht“.&lt;br /&gt;
Kein Mensch hat jemals ganz unrecht. Aber wenn die Grundaussage grenzwertig oder sogar gefährlich ist, dann interessiert der ganze beiläufige Rest nicht mehr.&lt;br /&gt;
Niemand will wissen ob Adolf Hitler zu seinen Nichten und Neffen ein toller Onkel gewesen ist. Sein Name steht, neben anderem, für die systematische Judenvernichtung und den zweiten Weltkrieg. Selbst wenn er der Super-Vorzeige-Onkel gewesen sein sollte..&lt;br /&gt;
Und auch der Umstand, dass wir jetzt in Deutschland ein tolles Autobahnnetz haben, rechtfertigt in keinster Weise die Greueltaten, die damals begangen worden sind. Also lassen Sie sich bitte nicht mit leichten Ködern fangen.&lt;br /&gt;
Nicht die politisch engagierten machen solche schrecklichen Dinge möglich, sondern das Desinteresse der grossen Masse.&lt;br /&gt;
Amerikanischen Berichten zu Folge fanden die amerikanischen Soldaten, nach dem Sieg der Alliierten Streitkräfte über Deutschland, als sie in deutsches Gebiet vordrangen, anstatt der erwarteten Nazis bloss jede Menge Zivilbevölkerung.&lt;br /&gt;
Und genau diese breite Masse macht mir Angst. Sie lässt sich mit seichten Sprüchen verführen, greift selbst dann nicht ein, wenn abzusehen ist, was passieren wird und am Ende bezeichnet sie sich noch als Opfer.&lt;br /&gt;
Zugegeben, das trifft nicht auf alle Menschen zu, aber gibt weit mehr, als uns lieb sein kann. Heute, genau wie damals.&lt;br /&gt;
Bereits &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_Bonhoeffer&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_Bonhoeffer&quot;&gt;Dietrich Bonhoeffer&lt;/a&gt;, seineszeichens Theologe, der sich aktiv gegen den Nationalsozialismus engagiert hat, hat in seiner Schrift „Von der Dummheit“ bemerkt, dass von den Mitläufern eine ernsthafte Bedrohung ausgeht, da man sie nicht einfach wie die Übertäter bloßstellen kann.&lt;br /&gt;
Er sagte unter anderem: „Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch durch Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden.“&lt;br /&gt;
Eine dunkle Ungewissheit die mich immer wieder einholt, wenn ich daran denke, dass wir mit Kind und Kegel ja eines Tages nach Deutschland kommen wollen.&lt;br /&gt;
Es zieht offensichtlich inzwischen immer mehr Deutsche ins „rechte Eck“. Und das macht mir ehrlich gesagt wirklich Sorgen.&lt;br /&gt;
Es hat gar nicht so lange gedauert, bis wir nach zwei Weltkriegen, Rassengesetzen und Massenvernichtungen wieder beim „das wird man ja wohl mal sagen dürfen“ angelangt sind.&lt;br /&gt;
„Früher war alles besser“? Stimmt das überhaupt ?&lt;br /&gt;
„Damals konnte man als Frau gefahrlos alleine auf der Strasse laufen“ ist ein gerne angeführtes Argument.&lt;br /&gt;
Aber auch das ist so nicht ganz richtig. Als Jüdin zum Beispiel konnte man damals nicht gefahrlos auf der Strasse laufen.&lt;br /&gt;
Und auch nicht wenn man homosexuell war oder politisch auf der „falschen“ Seite stand oder man Juden half oder bloss jemand den Verdacht geäussert hatte einer dieser Umstände würde auf einen zutreffen. Diese Aussage ist schlichtweg falsch.&lt;br /&gt;
Aber „die Erinnerung malt mit goldenem Pinsel“, wie es so schön heisst. Worauf einige Leute antworten: „Der Grund warum früher alles besser war, ist in der Regel ein schlechtes Erinnerungsvermögen“.&lt;br /&gt;
Gehen wir mal ein paar Jahre zurück in meine Kindheit. Damals wurden wir mit dem „Wissen“ grossgezogen, dass „die Türken“ die Bösen seien, diejenigen vor denen man Angst haben müsste.&lt;br /&gt;
Und was hatte ich eine Angst. Tatsächlich gab es da ein paar Jungs in unserem Viertel die mir aufgelauert, ins Gesicht geschlagen und mir meinen neuen Kopfhörer abgenommen haben.&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich hat man ihnen genau das gleiche erzählt wie mir, nur eben andersherum.&lt;br /&gt;
Das ist natürlich keine schöne Erfahrung, hat aber bei nüchterner Betrachtung nicht unbedingt etwas mit der Herkunft zu tun.&lt;br /&gt;
Die deutschen Rowdies, die als Strassenbande Kinder auf dem Weg zur Schule zusammengeschlagen haben, hatten zufälligerweise einen ihrer jüngeren Brüder in meiner Klasse.&lt;br /&gt;
Und der war immer froh darüber, wenn ich im Sportunterricht in der Schule in seinem Team war, da ich in unserer Klasse der schnellste Läufer war.&lt;br /&gt;
Auch eine Art ziviler Sicherheitsschutz. Auf jeden Fall hat es mich davor bewahrt von den deutschen Kinderkriminellen ausgeraubt zu werden.&lt;br /&gt;
Und heute ? Heute frage ich mich oft: Wo sind sie alle hin, die „bösen Türken“ ?&lt;br /&gt;
Ich weiss es nicht. Beim Ali in der Kneipe auf der Ecke habe ich sie nie gesehen. Auch beim Yüksel im Schnellimbiss sind sie nicht.&lt;br /&gt;
Weder im Zeitungsladen von Abdul noch im kleinen Supermarkt der Famile Aldemir sind sie zu finden.&lt;br /&gt;
Sie sind einfach weg. Oder sind sie vielleicht auch wie ich einfach zu ganz normalen Menschen geworden ? Oder waren sie es vielleicht auch schon vorher ?&lt;br /&gt;
Anstatt der „bösen Türken“, vor denen ich als Kind Angst hatte, finde ich heute türkischstämmige Deutsche in der Comedy oder auch im Bundestag, deren politische und kulturellen Sichtweisen ich mir bei so manchem „Ökodeutschen“ wünschen würde.&lt;br /&gt;
Sie zeigen, dass nicht das Verschweigen von kulturell bedingten Problemen, sondern der offene Dialog auf einer demokratischen Grundlage der Schlüssel zum Verbessern der Gesellschaft ist.&lt;br /&gt;
Und das macht mir Mut. Vor meiner Zeit waren es „die Italiener“, zu meiner Kindheit „die Türken“ und jetzt „irgendwelche Immigranten mit muslimischen Wurzeln“. Und alles wird glücklicherweise  irgendwann einmal zur Normalität.&lt;br /&gt;
Dabei muss man natürlich auch ganz klar sagen, dass es hilft, wenn man die Menschen, vor denen man Angst hat auch einmal tatsächlich zu Gesicht bekommt, wie die Zahlen im bundesweiten Vergleich überdeutlich belegen.&lt;br /&gt;
Regionen in denen die Bevölkerung auch viele Zugewanderte aufweist, entpuppen sich tatsächlich als diejenigen, die am wenigsten Angst vor ihnen haben.&lt;br /&gt;
Ganz im Gegenteil: Hier wird Zuwanderung oft als kulturelle Bereicherung empfunden. Das beschreibt, neben einigen anderen Quellen auch, ein Artikel, den ich kürzlich gelesen habe. Ein Artikel, der mich wieder versöhnlich gestimmt hat.&lt;br /&gt;
In einer grossen, renommierten Wochenzeitung war die Rede davon, dass die Mehrheit der Deutschen eben nicht so denkt wie die Leute, die gerade immer wieder die Schlagzeilen füllen.&lt;br /&gt;
Interessanterweise glauben gerade Deutsche ohne Migrationshintergrund, dass die Zuwanderer Deutschland auf lange Sicht kulturell bereichern werden.&lt;br /&gt;
Schade, dass die Medien durch ihre Berichterstattung das Bild verzerrt haben, aber das liegt leider in der Natur der Sache. Schreckensmeldungen sind nun mal beliebter als „heile Welt Artikel“.&lt;br /&gt;
Das hat auch nichts mit „Lügenpresse“ zu tun, sondern mit der Fähigkeit zu erkennen, dass ein Abbild der Wirklichkeit, was ein Medienbericht ja nun mal ist, eben nur ein Abbild ist.&lt;br /&gt;
Es hat etwas damit zu tun zwischen den Zeilen lesen zu können und aus mehreren, unterschiedlichen Quellen einen Konsens zu ziehen, unter Berücksichtigung der Qualität und möglichen Interessen, die die Quellen selber haben könnten und es hat damit zu tun, zu erkennen, dass viele Berichte einfach nur kopiert sind, was eine einzelne Meinung wie die Meinung einer ganzen Masse aussehen lässt (das funktioniert übrigens auch in die andere Richtung).&lt;br /&gt;
Der entsprechende Schritt müsste also sein, mehr Medien und damit unterschiedliche Meinungen zuzulassen anstatt sich gegen sie abzuschotten.&lt;br /&gt;
Aber glücklicherweise denkt der Grossteil der deutschen Bevölkerung „normal“ und das macht mir natürlich wieder Mut, später mit meiner Familie dort hin zu ziehen, wo auch ich schon gross geworden bin.&lt;br /&gt;
Ich will nicht sagen, dass damit auf einen Schlag alle Probleme von Tisch seien, aber ich bin mir sicher, dass wir auch die Probleme mit den „bösen Deutschen“ irgendwie in den Griff kriegen werden. 
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    <pubDate>Tue, 23 Oct 2018 15:58:00 +0000</pubDate>
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    <title>Back in black</title>
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            <category>Anderes</category>
            <category>Deutschland</category>
            <category>Musik</category>
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            <category>Sprache</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/lufthansa.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/lufthansa.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Flugzeug am internationalen Flughafen in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Flugzeug am internationalen Flughafen in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ich bin wieder in Deutschland. Einmal im Jahr gehe ich immer für einen Monat zurück zum Hauptsitz meiner Firma in München um mein Wissen aufzufrischen.&lt;br /&gt;
Im IT Bereich ändert sich ständig alles und das ist bei uns natürlich nicht anders. Neue Systeme kommen zum Einsatz, Software wird ausgetauscht usw. usw.&lt;br /&gt;
Und es ist natürlich auch schön die ganzen Kollegen mal wieder zu sehen. Darüber hinaus ist München durchaus nicht der schlechteste Ort um ein paar Wochen zu verbringen.&lt;br /&gt;
Ich bin gestern nachmittag angekommen. Zollkontrolle, Warten auf den Koffer, mit der Bahn in die Stadt (nehmen Sie auf gar keinen Fall das Taxi, das kostet ein halbes Vermögen), noch schnell etwas essen und schon ist es Abend und dunkel.&lt;br /&gt;
Anders als in chinesischen Großstädten, wo Neonreklamen die Strassen erhellen, ist es in einer Stadt wie München tatsächlich vergleichsweise schwarz.&lt;br /&gt;
Das hat mich an einen alten Klassiker erinnert, den ich dann auch direkt aufgelegt habe: Das Album „Back in black“.&lt;br /&gt;
Knapp vier Jahre nachdem das Album von der australischen Band &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/AC/DC&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/AC/DC&quot;&gt;AC/DC&lt;/a&gt; 1980 erschienen ist, habe ich es das erste Mal gehört. Ich war noch zu jung um mir eigene Schallplatten zu kaufen, geschweige denn eine Hifi-Anlage zu besitzen (Heutzutage bekommen die Kleinen schon sehr früh elektronisches Spielzeug, das war damals anders).&lt;br /&gt;
Mein Cousin, über den ich dieses Album kennengelernt habe, hat mir also gnädigerweise eine Kassette damit bespielt.&lt;br /&gt;
Ein erster Einblick in die Welt der wirklichen Musik. Ich weiß noch wie ich das Album im Fond bei jeder Autofahrt auf dem ziegelsteingroßen Walkman rauf- und runter gehört habe.&lt;br /&gt;
Und selbst heute, wenn ich es auflege (die Kassette gibt es nicht mehr), dann muß ich neidlos anerkennen, dass es ein wirklich zeitloses Stück Kunst ist.&lt;br /&gt;
Es hat sich für mich persönlich wenig geändert, mal abgesehen davon, dass man Songtitel wie „Givin&#039; the dog a bone“ nicht mehr wörtlich interpretiert.&lt;br /&gt;
Es ist ein seltsames Gefühl, wieder in Deutschland zu sein. Auf der einen Seite vertraut und heimisch, auf der anderen inzwischen aber auch sehr fremd.&lt;br /&gt;
Man entdeckt unweigerlich alles mögliche wieder neu, wenn man eine Zeit lang woanders gelebt hat und fühlt sich irgendwie wieder wie ein staunendes Kind.&lt;br /&gt;
Und eine Sache ist mir bereits bei der Passkontrolle am Flughafen aufgefallen. All die verschiedenen Leute, von denen man sich sein Leben lang distanziert hat, weil man ja ach so individuell ist, empfindet man auf einmal als eine Gruppe, von der man auch ein Teil ist.&lt;br /&gt;
Alleine das Wissen, dass man ohne jegliche Konversationsprobleme mit jedem ein Gespräch über jedes x-beliebige Thema führen könnte ist schon erhebend.&lt;br /&gt;
Okay, da muss ich dann wohl doch etwas einschränken, schliesslich befinden wir uns in Bayern. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; Aber grundsätzlich stimmt es schon.&lt;br /&gt;
Eine der wichtigsten Erfahrungen, die ich in meinem Leben gemacht habe ist die, ein Ausländer zu sein und mit den sich daraus ergebenen täglichen Problemen zu kämpfen.&lt;br /&gt;
Dinge, die man als Einheimischer überhaupt nicht als Dinge wahrnimmt bekommen auf einmal ein bedeutendes Gewicht.&lt;br /&gt;
Sie haben sich sicherlich niemals im voraus Wörter zurechtgelegt, wenn sie etwas nicht alltägliches wie einen Siphon mit einer bestimmten Gewindegrösse kaufen wollten. Sie sind einfach ins Geschäft gegangen und haben sich beraten lassen.&lt;br /&gt;
Als Ausländer spielt man das Gespräch in mehreren Varianten bereits vorher in seinem Kopf durch, schaut Spezialausdrücke im Wörterbuch nach, macht ein paar Fotos von dem defekten Teil, informiert sich welche Versionen es in dem entsprechenden Land überhaupt gibt und wie man sie beschreibt und hofft, dass der Verkäufer keine all zu speziellen Gegenfragen stellen wird.&lt;br /&gt;
Bei solchen Kleinigkeiten fängt es an, bei Behördengängen geht es weiter und richtige Probleme, die auch ein Ortsansässiger als Problem deklarieren würde, haben über die „normalen“ Tücken hinaus auch noch Ausländer spezifische ärgerliche Eigenschaften, die sich die meisten Leute wahrscheinlich noch nie ausgemalt haben.&lt;br /&gt;
Ich will gar nicht zu tief hineingehen, was ich sagen will ist: es fühlt sich gut an, einen gewissen Teil der täglichen Anstrengungen einfach beiseite legen zu können (auch wenn Brötchen hier Semmeln heissen). 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 14 Oct 2018 05:04:00 +0000</pubDate>
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    <title>Titanen</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>Literatur</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
            <category>Überraschendes</category>
            <category>Wirtschaft</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/qiantu.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/qiantu.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ein Elektroflitzer der superlative von der chinesischen Firma 前途 [qián tú), was so viel wie Perspektive, Aussicht zukünftige Erwartung bedeutet).&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein Elektroflitzer der superlative von der chinesischen Firma 前途 [qián tú), was so viel wie Perspektive, Aussicht zukünftige Erwartung bedeutet).&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Als die RMS Titanic 1912  im Nordatlantik einen Eisberg rammte und unterging, wurde plötzlich der Roman „Futility (the Wreck of the Titan)“ von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Morgan_Robertson&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Morgan_Robertson&quot;&gt;Morgan Robertson&lt;/a&gt; ein vielgelesenes Werk.&lt;br /&gt;
Viele Menschen glauben bis heute, dass der Autor hellseherische Fähigkeiten gehabt haben muss. Ein Schiff Namens „Titan“, das grösste seiner Zeit und als unsinkbar deklariert, rammt im Nordatlantik einen Eisberg und kentert. Viele Menschen können nicht gerettet werden, da zu wenige Rettungsboote an Bord sind.&lt;br /&gt;
Kommt Ihnen bekannt vor ? Nun, das sind genau die Fakten, die in dem Roman von 1898 deckungsgleich mit der Katastrophe von 1912 sind (Bei dem Namen „Titan“ und „Titanic“ drücken wir mal ein Auge zu).&lt;br /&gt;
Das ist, zumindest aus diesem Blickwinkel, tatsächlich beachtlich. Allerdings ist das natürlich nur wieder die halbe Wahrheit.&lt;br /&gt;
Robertson hat sich für seinen Roman, so wie viele Schriftsteller durch eine Tragödie aus dem wahren Leben inspirieren lassen.&lt;br /&gt;
Denn bereits 1880 sank ein Dampfschiff nach der Kollision mit einem Eisberg vor Neufundland (wieder im Nordatlantik). Sein Name „Titania“.&lt;br /&gt;
Wenn wir uns die Geschichte jetzt aus diesem Blickwinkel anschauen, dann ist eigentlich die Geschichte um den Roman nicht mehr interessant. Ein Autor hat anhand einer wahren Begebenheit eine Geschichte erzählt, mehr nicht.&lt;br /&gt;
Was noch ein interessanter Zufall ist, dass zwei Schiffe mit ähnlichen Namen das gleiche Schicksal ereilt hat.&lt;br /&gt;
Obwohl die Namen auch nicht zufällig sind. Es waren zu ihrer Zeit die grössten Schiffe, da wollte man auch einen mächtigen Namen haben. Was liegt also näher als sich in der griechischen Mythologie zu bedienen und den Namen eines mächtigen Göttergeschlechts von Riesen in Menschengestalt, den „Titanen“ zu gebrauchen ?&lt;br /&gt;
Aus diesem Blickwinkel ist das grosse Mysterium gar keines mehr, nicht wahr ?&lt;br /&gt;
Nicht immer hängen die Dinge so zusammen, wie man meint, selbst wenn es manchmal den Anschein hat, aber Menschen lieben es einfach in solchen Zusammenhängen zu denken.&lt;br /&gt;
Ich habe meine Artikel eine Zeit lang immer unter der Woche veröffentlicht, ganz einfach weil dann die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist auch ein paar Likes auf Facebook zu bekommen.&lt;br /&gt;
Dann kam die Frage auf „Du arbeitest den ganzen Tag, hast zu Hause eine Familie mit einem Kleinkind und hast dann noch Zeit einen Artikel zu schreiben ?“. Nein, habe ich nicht. Die Artikel entstehen am Wochenende.&lt;br /&gt;
Und in den seltensten Fällen komplett am Stück. Ich habe immer ein paar Artikel, an denen ich am Wochenende herumwerkel, bis ich sie veröffentliche.&lt;br /&gt;
Um also nicht den Eindruck zu erwecken, ich würde die Artikel während der Arbeitszeit schreiben, veröffentliche ich sie eben jetzt auch am Wochenende, was natürlich ganz massiv die Likes einschränkt.&lt;br /&gt;
Aber so sind Menschen eben, sie erstellen automatisch Verbindungen, an die sie dann felsenfest glauben, selbst wenn diese Dinge in keinster Weise miteinander zu tun haben. Es passt halt gerade so gut.&lt;br /&gt;
Ein paar schöne Beispiele hierzu haben wir dem Amerikaner Tyler Vigen zu verdanken, der wahllos Statistiken zusammengeführt hat, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, aber einen ähnlichen Kurvenverlauf aufweisen.&lt;br /&gt;
Somit sind die Graphen der Scheidungsrate in Maine und die des Verzehrs von Margarine in den USA (jeweils von 2000 bis 2009) fast deckungsgleich. Interessant, aber völlig sinnbefreit.&lt;br /&gt;
Ein schönes Beispiel aufzuzeigen, wie sinnlos Statistiken ohne fundierte Grundlage doch sind. Auf diese Weise kann man so ziemlich alles schön- oder schlechtreden.&lt;br /&gt;
Und vor allen Dingen kann man Dinge miteinander verknüpfen, die zufälligerweise zur gleichen Zeit signifikante Änderungen aufweisen.&lt;br /&gt;
So könnte man auch schön die Arbeitslosenzahlen, die sich 2005 auf einem Rekordhoch befanden mit dem Ende der Übergangsfrist für die Rechtschreibreform verbinden, das genau auf dieses Jahr fiel.&lt;br /&gt;
„Arbeitslosenzahlen auf Rekordhoch, weil Deutsche zu dumm zum Schreiben sind“ wäre doch ein schöner Titel für die Boulevardpresse gewesen.&lt;br /&gt;
Wie heisst es so schön ? „Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast“.&lt;br /&gt;
Auch im Zusammenhang mit China hält man aus westlicher Sicht an vielen Vorurteilen fest, die einfach nicht (oder nicht mehr) korrekt sind.&lt;br /&gt;
Ein aktuelles Beispiel haben wir hier: Nachdem Amerika massive Zölle auf Waren aus China erhoben und dem Apple Konzern nahegelegt hat doch im eigenen Land zu produzieren, hat die Antwort des Apple Konzerns viele Leute vor den Kopf gestossen, dabei ist es schon seit geraumer Zeit kein Geheimnis mehr (Es wollte in den westlichen Nationen bis jetzt nur niemand wahr haben).&lt;br /&gt;
Erstens: China ist schon lange nicht mehr das Billigproduktionsland das es einmal war. Firmen die hier produzieren lassen, tun es nicht mehr wegen der geringen Löhne.&lt;br /&gt;
Zweitens: Sie tun es nämlich auf Grund der inzwischen gut ausgebildeten Arbeiter, die es hier in grossen Mengen gibt.&lt;br /&gt;
Wie Apple es so schön bildlich beschreibt: Würde man die geeigneten Leute in Amerika zusammensuchen, könnte man nicht einmal einen Raum mit ihnen füllen, dagegen findet man in China in gewissen Gebieten qualifiziertes Personal in Massen, so dass man damit Fussballfelder füllen könnte.&lt;br /&gt;
Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die lokalen Unternehmen. Diese können ihre Mitarbeiter auch aus einem Pool gut ausgebildeter, junger Leute schöpfen.&lt;br /&gt;
Dazu kommt, dass die Mittelschicht in China in den letzten Jahren gewachsen und um einiges vermögender geworden ist.&lt;br /&gt;
Das hat Einfluss auf das Kaufverhalten, was chinesische Firmen dazu zwingt von Massenkopien zu Qualitätsproduktionen überzugehen und in direkte Konkurrenz mit den ausländischen Firmen zu treten.&lt;br /&gt;
Laut einer Umfrage, die die europäische Handelskammer in China bei ihren Mitgliedsfirmen gestartet hatte, sagten 61% der Unternehmen aus, dass ihre chinesische Konkurrenz ihnen in Sachen Innovation ebenbürtig oder sogar voraus sei.&lt;br /&gt;
In chinesischen Unternehmen geht man Inzwischen immer mehr dazu über eigene Produkte zu entwickeln, die Zeiten der Massenkopien gehen langsam ihrem Ende entgegen.&lt;br /&gt;
Dabei haben die lokalen Unternehmen inzwischen so viel Wissen angehäuft, dass immer mehr von ihnen in der Lage sind, in fast allen wirtschaftlichen Bereichen mit eigenen Produkten bis ganz oben in die Spitzenpositionen des Marktes vorzudringen.&lt;br /&gt;
Viele High-Tech- und andere Produkte stehen denen der bekannten Marktführer in nichts mehr nach und es ist bloss eine Frage der Zeit, wann sie in anderen Ländern die Warenregale füllen werden.&lt;br /&gt;
Firmen wie Lenovo, Xiaomi (小米科技 xiǎo mĭ kē jì) oder Huawei (华为技术公司 huá wéi jì shù gōng sī) sind bloss der Anfang.&lt;br /&gt;
Wenn Sie wüssten, was man in China bereits alles kaufen kann, dann würde Ihnen das Prospekt des grossen Elektronikladens in der Einkaufspassage Ihres Stadtviertels, der zur Neueröffnung die überdimensionalen Plasa-Fernseher verlost nur noch ein müdes Lächeln entlocken.&lt;br /&gt;
Angesprochene chinesische Firmen werden immer grösser und einflussreicher und können sich durchaus mit den alteingesessenen multinationalen Globalplayern messen.&lt;br /&gt;
Der hart umkämpfte, chinesische Markt hat sie stark gemacht, sie müssen den internationalen Markt in keinster Weise fürchten.&lt;br /&gt;
Es gibt noch ein paar Gebiete in denen chinesische Firmen, laut Aussage der europäischen Handelskammer, nicht so schnell aufgeholt haben (Ingenieurswesen, Pharmaindustrie etc.), aber auch hier wird fleissig gearbeitet.&lt;br /&gt;
Auf anderen Gebieten scheinen chinesische Unternehmen unaufhaltsam. Sie sind, wenn man so will, die neuen Titanen und greifen jetzt die alten an.&lt;br /&gt;
Wer hätte gedacht, dass ein einst grosses Göttergeschlecht irgendwann einmal herhalten muss um Schiffen, Firmen und sogar Fussballern einen Namen zu geben. Sie würden sich im Grabe umdrehen (oder im &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Tartaros&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Tartaros&quot;&gt;Tartaros&lt;/a&gt; vor Wut umherspringen, wenn wir geschichtstreu bleiben wollen).&lt;br /&gt;
Aber so ist das eben. Menschen verbinden gerne Dinge miteinander und lieben es dabei auch gerne mal zu übertreiben. Wir werden also auch in Zukunft wohl noch vielen Titanen begegnen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 29 Sep 2018 01:56:00 +0000</pubDate>
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    <title>Chinese im Karton</title>
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            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
            <category>Sonstiges</category>
            <category>Unschönes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/shark.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/shark.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Skulptur in einem Einkaufscenter.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Skulptur in einem Einkaufscenter.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ich habe mich vor kurzem mit einem chinesischen Freund, der in Deutschland lebt unterhalten und wir kamen unter anderem auf einen sehr alten und fragwürdigen Kinderreim zu sprechen.: „Ching Chang Chong,Chinese im Karton“&lt;br /&gt;
Dieser Spruch ist wohl plötzlich im Kindergarten seines Sohnes aufgetaucht.&lt;br /&gt;
Ich kenne ihn noch von älteren Generationen und hätte nicht gedacht, dass ihn deutsche Kinder in der heutigen Zeit überhaupt noch kennen.&lt;br /&gt;
Ähnlich den „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“, ist es ein Kindergesang, in dem Chinesen bzw. ein Chinese vorkommen.&lt;br /&gt;
Der Text der „drei Chinesen mit dem Kontrabass“ ergibt inhaltlich nicht wirklich Sinn, weshalb sich auch schlecht sagen lässt, ob es böse gemeint ist, Polizei hin oder her.&lt;br /&gt;
Bei dem „Chinesen im Karton“ sieht das schon ein wenig anders aus.&lt;br /&gt;
Die Recherche hat keine eindeutigen Ergebnisse zu Tage gebracht und es gibt mehrere Theorien zum Ursprung dieses Stückes.&lt;br /&gt;
Es ist wahrscheinlich, dass der erste Teil „Ching Chang Chong“ aus dem Englischen kommt, da man ziemlich viele Treffer bei einer Suchanfrage auf englischen Seiten bekommt.&lt;br /&gt;
Die Engländer sind damals ziemlich weit herumgekommen, haben kolonialisiert wo immer sie konnten und wesentlich mehr Bezugspunkte zu fremden Kulturen als die Deutschen.&lt;br /&gt;
Es liegt also nahe den Ursprung für den ersten Teil hier zu vermuten.&lt;br /&gt;
Es ist, genau wie im deutschen, eine primitive Art Laute der chinesischen Sprache nachzuäffen und nicht selten werden dazu die Augen nach aussen gezogen um Schlitzaugen zu imitieren.&lt;br /&gt;
Im deutschen wird er, neben anderen Sprüchen wie „Schnick, Schnack, Schnuck“ bei dem Spiel „&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Schere,_Stein,_Papier&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Schere,_Stein,_Papier&quot;&gt;Schere, Stein, Papier&lt;/a&gt;“ gebraucht.&lt;br /&gt;
Ein Spiel, dessen Ursprung selber wahrscheinlich in China liegt und über Japan zu uns gekommen ist.&lt;br /&gt;
Es gibt aber auch eine weitere Variante. Eben jene, in der der „Chinese im Karton“ vorkommt.&lt;br /&gt;
Ob diesem Bild wirklich mehr Bedeutung zukommt als die, dass es sich einfach reimt, wage ich zu bezweifeln.&lt;br /&gt;
Aber es geht ja noch weiter, was viele Deutsche, mich eingeschlossen, nicht wissen (bzw. wussten).&lt;br /&gt;
„Chinese in die Ecke scheisse, Fliegen um die Scheisse kreise“. Die lose Satzstruktur in dem halbfertigen Satz könnte im Zusammenhang mit dem lautmalerischen „Ching Chang Chong“ wieder abwertend auf die Ausdrucksweise eines Ausländers hinweisen. Mal ganz abgesehen vom Inhalt.&lt;br /&gt;
Zu dem kommen wir jetzt: Es wird einerseits die Meinung vertreten, dass dies auf Zeiten hinweist, in denen die chinesische Kultur etwas ins Wanken geraten ist (zu Zeiten der Kulturrevolution zum Beispiel) und sanitäre Einrichtungen nicht immer intakt waren und dies zum Anlass genommen wurde um Spott zu sähen.&lt;br /&gt;
Das halte ich persönlich aber für zu weit hergeholt. Der Kraftausdruck „Scheisse“ in allen Formen und Ausdrucksweisen wird in der Regel allgemein als Beschimpfung ohne intelligente Hintergrundgeschichte verwendet.&lt;br /&gt;
Erst wird lautmalerisch die Sprache veralbert, dann kommt ein Reim der keinen Sinn ergibt, aber den Betroffenen dumm aussehen lässt („im Karton“) und dann irgendwas mit „Scheisse“. Fertig ist der Kinderreim. Zugegeben kein besonders schöner.&lt;br /&gt;
Es gibt aber noch eine weitere Meinung: Die, dass der Spruch eigentlich gar nicht bösartig ist, sondern den Chinesen als besonders schlau darstellt (wenn auch auf eine ziemlich skurrile Art).&lt;br /&gt;
So gibt es einen Witz, in dem verschiedene Leute in einem Raum voller Fliegen ausharren sollen.&lt;br /&gt;
Niemand schafft es besonders lange, ausser dem Chinesen, der seine Notdurft in der Ecke verrichtet und damit die Fliegen von sich fern hält. „Ching Chang Chung, Chinese ist nicht dumm“ heisst es dann entsprechend.&lt;br /&gt;
Nun, ich finde auch das reisst es nicht mehr heraus. Bei einem Reim der explizit Menschen einer bestimmten Herkunft nennt und sie mit Fäkalien kombiniert , kann einfach nichts gutes herauskommen.&lt;br /&gt;
Wie gesagt: ich habe keine hundertprozentige Quelle finden können um herauszufinden woher dieser Spruch eigentlich kommt und vielleicht wäre das ein Umstand, den man dazu nutzen könnte, um auch den Kinderreim selbst einfach komplett zu vergessen. In der Reihe der schönen Kinderreime würde er niemandem wirklich fehlen.&lt;br /&gt;
Aber ich bin der Überzeugung, dass man auch, oder vielleicht sogar insbesondere über unschöne Dinge reden sollte. Man muss verstehen warum es sie gibt um sie in Zukunft zu vermeiden. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 13 Aug 2018 12:08:00 +0000</pubDate>
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    <title>Was nicht tötet, härtet ab</title>
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            <category>Man sagt...</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ankuendigung.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ankuendigung.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Es kündigt sich Smog an.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Es kündigt sich Smog an.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Der Umstand, dass meine ersten Kinderfotos noch in schwarz/weiss sind, zeigt schon dass ich inzwischen auch nicht mehr zu den Jüngsten gehöre.&lt;br /&gt;
Ich bin noch gross geworden mit schlauen Sprüchen wie „Dreck reinigt den Magen“.&lt;br /&gt;
Wenn man diesen Satz tatsächlich einmal hinterfragt, merkt man schnell, dass er eigentlich unsinnig ist. Es gibt keine fundierte Studie, die so etwas behauptet.&lt;br /&gt;
Der Spruch meint vielmehr, dass es nicht schlimm ist wenn man einmal etwas Dreck isst, sondern es vielmehr sogar die Abwehrkräfte stärken kann („kann“ ist hier das zu beachtende Wort).&lt;br /&gt;
„Was nicht tötet, härtet ab“ ist ein ähnlicher Spruch. Eine Weisheit, die ähnlich dem Sinnspruch „Man kann alle Pilze essen, manche eben nur einmal“ trotz ihrer bösen und doch lustigen Aussage durchaus richtig ist.&lt;br /&gt;
Ein Spruch, den deutsche Eltern immer wieder gebraucht haben, um dem Nachwuchs zu zeigen, dass man nicht unbedingt vor allem Angst haben muss. In diesem Fall eben etwas zu essen, das man eigentlich nicht essen sollte.&lt;br /&gt;
In einer kontrollierten Umgebung wie Deutschland ein durchaus richtiges Leitmotiv für die Kindererziehung.&lt;br /&gt;
Der Satz „Was nicht tötet, härtet ab“ hat auch in China seine Gültigkeit, allerdings gibt es hier weit mehr Dinge, die einen tatsächlich töten können (den Dreck auf dem Spielplatz mit eingeschlossen).&lt;br /&gt;
Das ist eine traurige Wahrheit, die Eltern in China tatsächlich schon erleben mussten. Umweltgifte in den Grünanlagen, gesundheitlich bedenkliche Luftwerte, ungesicherte Gefahrenstellen in der Nähe von Baustellen oder im Strassenverkehr, der chaotische Strassenverkehr selber... Es gibt unzählige Gefahren, denen Kinder in China ausgesetzt sind.&lt;br /&gt;
Was dann auch erklärt, warum Kinder in chinesischen Großstädten nicht nur Stubenhocker, sondern auch über die Maßen bemuttert sind.&lt;br /&gt;
Grosserer, elterlicher Einfluss mit Stubenhockerqualitäten bei einem extremen Schulsystem (bin ich ja schon mehrfach darauf eingegangen) bringen natürlich eine Menge an guten Schülern hervor.&lt;br /&gt;
Denn machen wir uns nichts vor: Auch wenn Firmen weltweit Chinesen nur bedingt einstellen, da sie auf Grund des chinesischen Schulsystems oft Dinge wie Eigeninitiative und Kreativität vermissen lassen, so gehören chinesische Studenten, die die Möglichkeit bekommen im Ausland zu studieren und diese Dinge nachzuholen, auf Grund ihrer kompromisslosen Fähigkeit hart zu pauken, stets zu der Elite an den Universitären.&lt;br /&gt;
Ich muss jetzt aber doch wieder umschwenken und den Fokus auf etwas anderes legen.&lt;br /&gt;
Ursprünglich sollte dieser Artikel in eine andere Richtung gehen, etwas lustiger sein, aber jüngste Umstände haben ihn dann doch in diese Richtung gelenkt.&lt;br /&gt;
Nach dem Kinder-Milchpulver-Skandal, dem künstlichen Reis und etlichem anderen, gab es kürzlich wieder einen Skandal. Und wieder hat es die Jüngsten getroffen.&lt;br /&gt;
Es gibt einen Impfmittelskandal. Das heisst, dass es diesmal wirklich wieder Kleinkinder getroffen hat.&lt;br /&gt;
China lässt ausländische Impfstoffe nur bedingt ins Land. Es gibt absurd hohe Auflagen.&lt;br /&gt;
Die landeseigenen Impfstoffe dagegen erreichen oft nicht einmal die notwendigen qualitativen Voraussetzungen um von der Weltgesundheitsorganisation &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Weltgesundheitsorganisation&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Weltgesundheitsorganisation&quot;&gt;WHO (World health organisation)&lt;/a&gt; als Spende für die Behandlung in der dritten Welt zugelassen zu werden.&lt;br /&gt;
Offensichtlich nicht ganz zu Unrecht, denn in einigen Provinzen ist es auf Grund von Impfstoffen bereits zu Todesfällen bei Kleinkindern gekommen.&lt;br /&gt;
Sie können sich sicherlich vorstellen, dass auch wir jetzt eine Riesenangst haben, die nächsten anstehenden Impfungen für unseren Sohn in China durchführen zu lasen.&lt;br /&gt;
Wir wägen also Reisen nach Hong Kong und Deutschland gegeneinander ab und versuchen einen Plan zu erstellen, um den Impfplan einhalten zu können, ohne dass wir auf chinesische Impfstoffe zurückgreifen müssen.&lt;br /&gt;
Die ersten Probleme gab es direkt beim Kinderarzt in Deutschland. In China wird teilweise ab einem anderen Alter geimpft und die meisten Impfungen sind kombinierte Wirkstoffe, die gleich mehrere Krankheiten abdecken.&lt;br /&gt;
Allerdings ist die Zusammenstellung in beiden Ländern oft eine andere. Dazu kommt, dass es Impfungen in China gibt, die in Deutschland nicht geimpft werden.&lt;br /&gt;
Die Japanische Enzephalitis zum Beispiel. Sie ist in Deutschland eine Reiseimpfung und ist beim normalen Kinderarzt nicht zu bekommen.&lt;br /&gt;
Ausserdem gibt es in Deutschland Impfungen, die in China nicht geimpft werden (Keuchhusten zum Beispiel).&lt;br /&gt;
Den Keuchhusten gibt es beim Kinderarzt aber nicht als Einzelimpfung. Der Wirkstoff wird zusammen mit vier anderen verabreicht.&lt;br /&gt;
Dann muss man natürlich schauen, ob das Probleme macht mit den Impfungen, die das Kind schon bekommen hat.&lt;br /&gt;
Wir haben eigens dafür die Impfunterlagen aus dem Chinesischen ins Englische übersetzen lassen (Windpocken heissen übrigens chicken pox).&lt;br /&gt;
Sie sehen schon: Leben in China ist tatsächlich ein Abenteuer. Es wird nie langweilig und ist leider viel zu oft richtig gefährlich. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 02 Aug 2018 17:45:00 +0000</pubDate>
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    <title>Sehr gut, weitermachen!</title>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/zzz2.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/zzz2.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Skulptur im 798 Art District in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Skulptur im 798 Art District in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wer erinnert sich nicht gerne zurück an die Partyzeit in seiner Jugend oder vielleicht auch zu Studienzeiten ?&lt;br /&gt;
Abends raus, die Nacht in der Lieblingskneipe oder Disko durchgemacht, der Absacker zieht sich bis zum Frühstück, wo man in irgendeiner verlassenen Kneipe mit alten Männern vor ihren Rentnergedecken über Gott und den Ausbau der Hauptstrasse philosophiert.&lt;br /&gt;
Die Gäste wechseln, man ist immer noch da und trinkt sich wieder nüchtern, um an diesem zweiten Tag direkt noch einmal in der Lieblingskneipe oder Disko die Nacht durchzumachen.&lt;br /&gt;
Die Eltern unter ihnen, die Kleinkinder haben, werden darüber, genau wie ich, nur noch müde lächeln können.&lt;br /&gt;
Zugegeben: man tut sich solch ein Programm freiwillig nicht mehr an und ist froh, wenn man irgendwann auch mal seine Ruhe hat.&lt;br /&gt;
Aber wenn der Nachwuchs die Nächte hindurch schreit, weil er Fieber hat, absolviert man ein Programm, das um einiges härter ist als das in den Kneipen zu Jugendzeiten, alleine schon aus dem Grund, weil es so rein gar nichts mit Spass zu tun hat.&lt;br /&gt;
Einzig vergleichbar wäre da noch Wehrzeit, die man damals bei der Bundeswehr abgerissen hat (Gott, was haben wir einen Unsinn angestellt...).&lt;br /&gt;
„Sehr gut, weitermachen!“ ist ein Ausspruch, der bei der Bundeswehr immer wieder verwendet wurde.&lt;br /&gt;
Damals, als es noch die Wehrpflicht gab und die sogenannten „Bürger in Uniform“ in den Kasernen des Landes Trinkrekorde aufgestellt und immer wieder gebrochen haben, sind die Ausbilder in unregelmässigen Abständen immer wieder auf den Stuben  erschienen, um zu inspizieren und bei der kleinsten Staubflocke die Kameraden zu Wochenenddiensten zu verdonnern.&lt;br /&gt;
Nur, wenn die Schubleisten der Schubladen im hintersten Winkel des Spinds ebenso tiptop sauber waren wie die Kabelklemme unter dem Plastikschutz der Deckenleuchte, dann konnte man diesen Satz hören.&lt;br /&gt;
Er heisst übersetzt so viel wie: „Ich würde etwas zu beanstanden finden, wenn ich weiter suchte, aber ich bin zu faul und finde bestimmt auf einer anderen Stube schneller etwas, das mir missfällt“ und hat sich in meinem Freundeskreis inzwischen zu einem witzigen Spruch etabliert, der eigentlich immer passt. Zu diesem Wochenende zum Beispiel:&lt;br /&gt;
Freitagmorgen 4:00 Uhr. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund ist unser Sohn hellwach und will spielen.&lt;br /&gt;
Offizieller Arbeitsbeginn ist 10:00 Uhr, ich hätte also theoretisch noch eine Menge Zeit um auszuschlafen.&lt;br /&gt;
Man kann versuchen sich schlafend zu stellen, aber wenn Sie Eltern sind wissen Sie, dass Sie dann auf Grund des schlechten Gewissens gar nicht mehr schlafen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/zzz1.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/zzz1.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Skulptur im 798 Art District in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Skulptur im 798 Art District in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Also raus aus den Federn und die Plastikbälle hinter dem Sofa hervorkramen (So lange wird er schon nicht durchhalten, bis er wieder müde wird). Aber weit gefehlt.&lt;br /&gt;
Um 6:00 dann gemeinsames Frühstück und von 7:00 bis 8:00 eine Runde mit dem Kinderwagen um den Block. „Sehr gut, weitermachen!“&lt;br /&gt;
8:30, ich mache mich fertig um zur Arbeit zu gehen, während mein Sohn endlich müde wird und Schlafen geht.&lt;br /&gt;
Ein langer Tag auf der Arbeit, jeweils eine Stunde hin und eine zurück in der völlig überfüllten Bahn. Draussen sind es 38 Grad Celsius. Aber es ist ja zum Glück gleich Wochenende.&lt;br /&gt;
Endlich zu Hause angekommen und die Schuhe noch nicht ausgezogen, Tasche packen, der kleine hat Fieber und muss zum Arzt (was in China Krankenhaus bedeutet). „Sehr gut, weitermachen!“&lt;br /&gt;
Einen Wagen gerufen, eine Stunde ins nächste Kinderkrankenhaus gefahren, eine Nummer gezogen, 50 Leute vor uns, es ist 23:00 Uhr.&lt;br /&gt;
Um 1:00 sind wir schon an die Reihe, es ging diesmal wirklich schnell. Der Kleine muss während der ganzen Zeit auf dem Arm getragen werden, da er sonst nicht still zu kriegen ist. „Sehr gut, weitermachen!“&lt;br /&gt;
Untersuchung, Diagnose, Arznei abholen, Wagen zurück nach Hause, es ist 3:00 oder 4:00 (wer weiss das jetzt schon noch).&lt;br /&gt;
Der Kleine hat kurze Schlafperioden, in denen man sich mal kurz ausruhen kann, ansonsten läuft man mit ihm auf dem Arm durchs Zimmer und singt David Bowie und die Beatles. Der Rücken schmerzt. „Sehr gut, weitermachen!“&lt;br /&gt;
Das Wochenende, Tag wie Nacht, hat man so verbracht, immer im Halbschlaf, immer den Kleinen auf dem Arm.&lt;br /&gt;
Montagmorgen. Ich fühle mich wie der sprichwörtliche Montagmorgen höchst persönlich und meine Frau natürlich auch. Es geht zur Arbeit. Hauptsache dem Kleinen geht es wieder besser. „Sehr gut, weitermachen!“&lt;br /&gt;
Wer jetzt noch glaubt, dass sein Kneipenmarathon von Samstagnacht mich in irgendeiner Weise beeindrucken könnte, dem schenke ich das müdeste Lächeln, das die Welt je gesehen hat. 
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    <pubDate>Sun, 08 Jul 2018 23:08:00 +0000</pubDate>
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    <title>Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz</title>
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            <category>Anderes</category>
            <category>Kultur</category>
            <category>Musik</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/video/mau-strasse.gif&quot; title=&quot;&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eine Strasse im Chaoyang Disrikt (朝阳区 cháo yáng qū).&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Nein, es geht nicht um das Symbol des Christentums, obwohl wir dieses Thema als Teilbereich auch kurz anschneiden werden. Es handelt sich wieder einmal um das Hakenkreuz.&lt;br /&gt;
Bereits im Artikel [[Zeichen aus anderen Kulturen]] hatte ich geschrieben, dass das Hakenkreuz, so wie wir es kennen, eigentlich ein Plagiat ist. Ursprünglich ist es ein hinduistisches bzw. buddhistisches Glückssysmbol.&lt;br /&gt;
Es wurde im dritten Reich spiegelverkehrt zum Zeichen der NSDAP gemacht und ist heute in Deutschland verboten. Einzig zu bildungszwecken darf es noch präsentiert werden.&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Bezeichnung ist Swastika, Svastika oder Suastika; von Sanskrit स्वस्तिक svastika.&lt;br /&gt;
Man geht davon aus, dass die ältesten Swastikas bereits 10.000 vor Christus bekannt waren.&lt;br /&gt;
Und warum komme ich jetzt wieder darauf zurück ?&lt;br /&gt;
Es gibt seit zwei Jahren einen neuen Trend in Japan. Noch nicht in China, aber Sie wissen, wie das so ist mit Trends: Von einen auf den anderen Tag verbreiten sie sich schnell über die Ländergrenzen hinweg und somit könnte es auch schnell ein Trend in China werden.&lt;br /&gt;
Kurznachrichten, SMS, E-mails und Chats zeichnen sich nicht erst heutzutage dadurch aus, dass man viele Dinge verkürzt schreibt und Analogien oder Symbole zur Kommunikation benutzt (Sie erinnern sich bestimmt noch an den Artikel [[Der Ritter, der zur Garnele wurde]]).&lt;br /&gt;
In Japan ist es bei jungen Leuten zur Zeit angesagt hinter den Sätzen ein Hakenkreuz zu platzieren.&lt;br /&gt;
„Manji“ heisst es und wurde bereits 2016 zum populärsten Wort/Zeichen der Jugendsprache gekürt.&lt;br /&gt;
Es kann viele Bedeutungen haben, wobei alle mehr oder weniger auf der ursprünglichen Bedeutung des religiösen Symbols aufbauen.&lt;br /&gt;
Umfragen in Japan zeigen dabei deutlich, dass lediglich die älteren Generationen das Symbol auch in der Bedeutung zur Zeit des dritten Reiches kennen und sie merken auch bescheiden an, dass es eventuell international zu etwas Verwirrung führen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ausserhalb.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/ausserhalb.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Blick auf den östlichen Teil der Innenstadt Beijings von Norden.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Blick auf den östlichen Teil der Innenstadt Beijings von Norden.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Grosse Teile der jungen Japaner und Japanerinnen kennen das Hakenkreuz als Zeichen für Nazi-Deutschland überhaupt nicht.&lt;br /&gt;
Von einer Nation, die Verbündeter der Deutschen im zweiten Weltkrieg war, hätte ich eigentlich etwas anderes erwartet.&lt;br /&gt;
Alleine wenn man sich international einmal umschaut wird man sehen, dass dieses Symbol immer wieder weltweit von rechtsradikalen Gruppierungen genutzt wird.&lt;br /&gt;
Nicht bloss in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern (zum Beispiel von angeblichen Motorradclubs) oder auch in Amerika.&lt;br /&gt;
Für mich als Deutschen ist dieses Symbol natürlich ein rotes Tuch (wie passend. Ist die Nationalflagge von 1933–1935, die es ziert, doch tatsächlich eines).&lt;br /&gt;
Gerade wenn man in Deutschland aufwächst, hat man zu diesen Dingen ein komplett anderes Verhältnis als der Rest der Welt und das fällt einem immer wieder auf, wenn man zum Beispiel in seiner Jugend Musik aus anderen Ländern hört.&lt;br /&gt;
Sid Vicious, Sänger und Bassist von den &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Sex_Pistols&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Sex_Pistols&quot;&gt;Sex pistols&lt;/a&gt; war bekannt für sein Hakenkreuz T-Shirt, das eben jenes Nazi Symbol gross auf seiner Brust zeigte.&lt;br /&gt;
Nun, die Sex Pistols sind bekannt dafür gegen Obrigkeit, Gehorsam und eigentlich alles gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/schraeg.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/schraeg.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Gebäude im Chaoyang Distrikt (朝阳区 cháo yáng qū).&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Gebäude im Chaoyang Distrikt (朝阳区 cháo yáng qū).&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Also das genaue Gegenteil von einem verirrten Geist, der Zucht und Ordnung auf den Strassen durch die Wiedereinführung der Rassengesetze wiederherstellen will.&lt;br /&gt;
Es war reine Provokation. Und da es eine englische Band war, um so mehr, schliesslich waren „die Nazis“ der Feind.&lt;br /&gt;
Heute noch gibt es Engländer, die dieses Feindbild gerne zum Anlass nehmen eine Schlägerei anzuzetteln.&lt;br /&gt;
Man sollte also in bestimmten Gegenden Londons abends am Tresen im Pub seine Herkunft lieber verschweigen, wenn man Deutscher ist.&lt;br /&gt;
Aber auch andere Bands haben mit den Symbolen des Nationalsozialismus herumgespielt.&lt;br /&gt;
Lemmy Kilmister, Sänger und Bassist der grandiosen Band &lt;a href=&quot;Motörhead&quot; title=&quot;Motörhead&quot;&gt;Motörhead&lt;/a&gt; wurde unter anderem wegen einer SS-Mütze berühmt, berüchtigt.&lt;br /&gt;
Aber das sind alles Beispiele, von denen ich gerne glauben möchte, dass es sich bloss um stilistische Fehleinschätzungen der einzelnen Personen handelt.&lt;br /&gt;
In meiner Jugend gab es noch eine weitere Band und ich habe viel Zeit darauf verwendet um mich nachträglich mit ihnen auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
Als jugendlicher Kleinrebell sucht man immer nach etwas, das gegen das Establishment ist, in meinem Fall Rockmusik, Punkrock, alle möglichen Independent Stile und natürlich auch das Okkulte und der Satanismus (ich denke in jedem katholischen Haushalt muss man irgenwann mal durch diese Phase hindurch).&lt;br /&gt;
Man tut so unsinnige Dinge wie Kreuze (diesmal das christliche Symbol das an den Tod Jesu erinnern soll) auf den Kopf gestellt auf seine Hefte, Mäppchen und andere Schulutensilien zu malen, in dem Glauben, dass es sich um ein Teufelskreuz handele.&lt;br /&gt;
Später erfährt man dann, dass das umgedrehte Kreuz in Wirklichkeit ein Petruskreuz ist, benannt nach dem Apostel Petrus, der bei seiner Verhaftung in Rom darum gebeten hatte kopfüber gekreuzigt zu werden, da er seiner Ansicht nach nicht würdig wäre auf die gleiche Weise wie Jesus Christus zu sterben.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/double.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/double.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Gebäude im Chaoyang Distrikt (朝阳区 cháo yáng qū).&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Gebäude im Chaoyang Distrikt (朝阳区 cháo yáng qū).&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wie auch immer, man macht viel Unfug, wenn man als Jugendlicher seine Grenzen austesten will (wahrscheinlich haben Lehrer und Eltern damals genau so darüber gelacht, wie ich jetzt).&lt;br /&gt;
Dazu gehört natürlich auch die passende Musik: Und wieder ist es eine englische Band, die mich in ihren Bann gezogen hat. Sie hiess „Death in June“.&lt;br /&gt;
Lieder vom Tod erzählt und musikalisch untermalt in einer grausig-schönen Weise.&lt;br /&gt;
Titel wie „Come before Christ and murder love“ oder Aussagen wie „To love is to lose and to lose is to die“ sind genau das, was man zu dieser Zeit gesucht hat.&lt;br /&gt;
Den Umstand, dass der SS Totenkopf hin und wieder mal die Plattencover zierte, hat man damals wieder als eine Art Provokation abgetan, ähnlich dem T-Shirt von Sid Vicious.&lt;br /&gt;
Bei genauerer Betrachtung der Texte und der Cover wurde es dann aber immer klarer.&lt;br /&gt;
Titel wie „Hail the white grain“ oder das Plattencover der Single „Sun dogs“, die unter anderem den Titel „Rose clouds of holocaust“ (der Titel alleine spricht schon Bände) beinhaltet, auf dem vier Hundeköpfe so angeordnet sind, dass sie ein Hakenkreuz bilden (da sind wir wieder), lassen eigentlich keine Fragen mehr offen.&lt;br /&gt;
Der Grund weshalb ich so sehr auf diese spezielle Band eingehe ist der, dass sie mich bis tief ins Mark enttäuscht haben.&lt;br /&gt;
Sie waren für mich damals eine musikalische Neuentdeckung. Musik, die einzigartig war und ich würde mir wünschen, sie hätten über andere Dinge gesungen.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/sanlitun.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/sanlitun.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Gebäude im Sanlitun Distrikt (三里屯区 sān lǐ tún qū).&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Gebäude im Sanlitun Distrikt (三里屯区 sān lǐ tún qū).&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Da nicht alle Texte so offensichtlich beschreiben worum es geht, habe ich zu Anfang tatsächlich den Inhalt in einem komplett anderen Kontext gesehen.&lt;br /&gt;
Nach und nach ist es dann durchgesickert und der schlechte Beigeschmack wurde immer stärker, obwohl man vehement versucht hat, diese Musik, die man doch so mag nicht aufzugeben.&lt;br /&gt;
Heute kann ich diese Dinge auseinanderhalten. Die Musik und die gesamte Mystik haben mich fasziniert, der Inhalt aber, nachdem ich ihn richtig deuten konnte, war und ist mir absolut zuwider.&lt;br /&gt;
Bis heute wird zwar noch kontrovers diskutiert, ob die Band tatsächlich diese Sichtweisen vertritt, oder es aus einem künstlerischen Verständnis heraus etwas anderes, oder sogar das Gegenteil bedeutet, aber für mich ist hier Schluss. Das ist einfach zu viel. Musiker, die in SS Uniformen auftreten, treffen so gar nicht meinen Geschmack.&lt;br /&gt;
Ebensowenig kann ich etwas mit Kunstperformances des Künstlers Jonathan Meese anfangen, der immer wieder mit dem exzessiven Gebrauch des Hitlergrusses für Aufsehen sorgt (Kunst oder nicht, das muss ich nicht haben).&lt;br /&gt;
Es wäre tatsächlich besser gewesen, sie hätten damals einfach rein satanische Texte zum besten gegeben, da man diese als mehr oder weniger normale Jugendsünde abtun kann. Ein Irrglaube, den man, ähnlich dem &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%A4serr%C3%BCcken&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%A4serr%C3%BCcken&quot;&gt;Gläserrücken&lt;/a&gt; eh nicht wirklich glaubt, es ist wie das T-Shirt eher eine Provokation.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/typisch.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/typisch.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Typische, Strasse in Beijings nicht mehr ganz so modernen, aber schönen Wohnvierteln.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Typische, Strasse in Beijings nicht mehr ganz so modernen, aber schönen Wohnvierteln.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Aber Rechtsextremismus ist eine andere Geschichte. Das geht gar nicht!&lt;br /&gt;
Ein Künstler, der dieser Band in ihren Anfangszeiten immer wieder mal seine Stimme für einige Lieder geliehen hatte ist David Tibet.&lt;br /&gt;
Ein sehr verdrehter Charakter. Das Wort „verrückt&quot; reicht schon nicht mehr aus um ihn zu beschreiben.&lt;br /&gt;
Und obwohl er in vielen dieser Stücke Gastauftritte hatte, scheint er diese politischen Ansichten überhaupt nicht zu teilen.&lt;br /&gt;
Gott sei Dank! (Da kommen die katholischen Wurzeln wieder durch &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; ) Denn er hatte tatsächlich grossen Einfluss auf meinen musikalischen Werdegang.&lt;br /&gt;
David Tibet umgibt sich für seine musikalischen Exzesse unter dem Bandnamen „&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Current_93&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Current_93&quot;&gt;Current 93&lt;/a&gt;“ immer wieder mit anderen Musikern, dementsprechend klingt auch jedes Album anders.&lt;br /&gt;
Und auch in seinen Stücken hatten schon viele bekannte Namen Gastauftritte, darunter &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Nick_Cave&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Nick_Cave&quot;&gt;Nick Cave&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Marc_Almond&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Marc_Almond&quot;&gt;Marc Almond&lt;/a&gt; oder &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Bj%C3%B6rk&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Bj%C3%B6rk&quot;&gt;Björk&lt;/a&gt; (um nur ein paar der bekannteren zu nennen).&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/entenzungen.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/entenzungen.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Entenzungen. Ein beliebter Snack in China.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Entenzungen. Ein beliebter Snack in China.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Auch in seinen Stücken taucht das Hakenkreuz hin und wieder auf. Allerdings ist seine Sichtweise auf dieses Symbol doch eher die, die auch in Asien weit verbreitet ist.&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Bedeutung des Hakenkreuzes als Glückssymbol. David Tibet (sein Künstlername verrät es bereits) interessiert sich über die Maßen für Religionen, Okkultismus und andere spirituelle Sichtweisen.&lt;br /&gt;
So vereinigt er gerne mal buddhistische Ansichten mit christlichen oder singt über Satan oder seltsame Fabelwesen.&lt;br /&gt;
Und wenn das besagte Symbol einmal in einem Kontext auftaucht, der durchaus der des dritten Reiches oder der seiner Nachahmer aus heutigen Zeiten sein kann, dann ist es in einer kritischen Art und Weise, so wie der Titel des Albums „Swastikas for noddy“ es sehr plakativ bestätigt.&lt;br /&gt;
Obwohl Noddy angeblich eine Figur von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Enid_Blyton&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Enid_Blyton&quot;&gt;Enid Blyton&lt;/a&gt; beschreibt, liest sich der Titel übersetzt als: „Hakenkreuze für die Dummköpfe“.&lt;br /&gt;
Um am Ende dieses Artikels zu einem Fazit zu kommen, muss ich versuchen meine deutsche Herkunft ausser Acht zu lassen, da für mich das Hakenkreuz immer ein unschönes Gefühl hinterlässt.&lt;br /&gt;
Aber es ist nun einmal, wie es immer ist: aus verschiedenen Blickwinkeln sehen Dinge immer wieder anders aus.&lt;br /&gt;
Dabei muss man auch ganz klar erkennen, dass sich die Weltbevölkerung nicht einfach dazu bewegen lassen wird, ein jahrtausendealtes Symbol als nicht mehr zumutbar einzustufen, nur weil es in einem Teil der Welt zweckentfremdet wurde und Geschichte geschrieben hat (auch wenn unter ihm schreckliche Dinge passiert sind).&lt;br /&gt;
Man geht immer davon aus, dass „die ganze Welt“ Dinge wie diese gleich bewertet, vergisst aber, dass es auf der anderen Hälfte der Weltkugel noch ein weiteres Stück Welt aus einem komplett anderen Kulturkreis gibt, der zum Beispiel Symbole wie dieses dann, aus einer jahrtausende alten Geschichte heraus, eben anders bewertet.&lt;br /&gt;
Man muss wirklich beide Sichtweisen berücksichtigen, um der Bedeutung dieses Symbols tatsächlich gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
Und als zweites Fazit: Man kann eine Band, deren Musik man bewundert hat, trotzdem als Scheißband einordnen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 29 Apr 2018 13:27:00 +0000</pubDate>
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    <title>Oh weh mir!</title>
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            <category>Musik</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
    
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/alter-block.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/alter-block.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Diese alten Wohnblöcke gibt es immer seltenen in der Stadt. Nicht, dass sie besonders schön wären, aber wenn sie abgerissen werden, sind die Neubauten auch nicht schöner, nur viel, viel höher.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Diese alten Wohnblöcke gibt es immer seltenen in der Stadt. Nicht, dass sie besonders schön wären, aber wenn sie abgerissen werden, sind die Neubauten auch nicht schöner, nur viel, viel höher.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Deutsche Eigenarten gibt es viele und abhängig davon wer, wann darüber berichtet sind es immer andere.&lt;br /&gt;
Da gibt es die skurrilen deutschen Eigenarten, die sich darin ausdrücken, dass man versucht alles in einem technischen Rahmen zu erledigen. So wie &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Blixa_Bargeld&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Blixa_Bargeld&quot;&gt;Blixa Bargeld&lt;/a&gt; (Sänger der Gruppe „&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Einst%C3%BCrzende_Neubauten&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Einst%C3%BCrzende_Neubauten&quot;&gt;Einstürzende Neubauten&lt;/a&gt;“), der laut eigener Aussage Texte schreibt, indem er Tabellen anlegt, oder auch die Musik der Gruppe selber, die mehr zweckentfremdete Maschinen zur Klangerzeugung nutzt, als herkömmliche Instrumente.&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel wäre die Musik der Gruppe &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_(Band)&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_(Band)&quot;&gt;Kraftwerk&lt;/a&gt;, deren interessante Eigenart sie bereits seit 1970 aus der sterilen Kühle der Technisierung schöpfen und damit weltberühmt geworden sind. Dazu die Interviews, in denen sich Bandmitglieder ebenso gesprächsfreudig, wie ihre stummen Roboter-Ebenbilder dargestellt haben.&lt;br /&gt;
Und ein wenig davon steckt ja irgendwie auch in jedem einzelnen Deutschen, oder nicht ?&lt;br /&gt;
So sieht man sich gerne als Deutscher, wenn man in einem anderen Land lebt. Zugegeben etwas seltsam, aber interessant in seinen Eigenarten und einzigartig.&lt;br /&gt;
Daneben gibt es natürlich auch ganz allgemeine deutsche Eigenarten. Es gibt zum Beispiel die positiven Vorurteile, wie:&lt;br /&gt;
Deutsche sind pünktlich, ordentlich und arbeiten sauber und genau (was sich in gewisser Weise ja auch wieder zu einem gewissen Grad mit den skurrilen Eigenarten deckt).&lt;br /&gt;
Dann gibt es noch die negativen Vorurteile. Zum Beispiel dass die Deutschen allesamt ständig besoffen und über die Massen rechthaberisch sind, um nur zwei zu nennen.&lt;br /&gt;
Daneben gibt es natürlich unzählige andere. Je nach Situation und wer gerade über die Deutschen redet.&lt;br /&gt;
Von Vergleichen mit gefühlskalten Paragraphenreitern oder verstockten, unromantischen Fachidioten bis hin zum immer wieder zitierten Nazi-Deutschen, der bereits so oft unangebracht angeführt wurde und wird, dass er inzwischen für alles mögliche stehen kann.&lt;br /&gt;
Dieser Ausdruck wird dem Unrecht für das er eigentlich stehen sollte in keinster Weise mehr gerecht, ist bloss noch zu einer Floskel verkommen.&lt;br /&gt;
Stimmt die deutsche Regierung irgendeinem europäischen Vorhaben nicht zu, sind am nächsten Tag in den Boulevardpressen sämtlicher Länder die Deutschen schon wieder einmal zu Nazis geworden.&lt;br /&gt;
Wer hätte gedacht, dass ein Begriff, der ursprünglich mit einem der schlimmsten Verbrechen der Menschheit assoziiert wurde, heutzutage nur noch ein müdes Lächeln hervorruft ?&lt;br /&gt;
Man muss sich die ursprüngliche Bedeutung immer wieder vor Augen führen, um nicht zu vergessen wofür er eigentlich steht.&lt;br /&gt;
Wie auch immer. Die Liste der Vorurteile ist endlos, so wie bei jeder anderen Nation auch.&lt;br /&gt;
Aber darüber möchte ich hier gar nicht schreiben, sondern viel mehr über die typischen deutschen Eigenarten, die mir im täglichen Leben immer wieder an mir selbst auffallen.&lt;br /&gt;
Kleines Beispiel gefällig ? Bitte sehr:&lt;br /&gt;
Ich bin vor ein paar Tagen morgens in einen kleinen Supermarkt gegangen und habe mir zwei kleine Flaschen eines Getränks gekauft.&lt;br /&gt;
Am nachmittag habe ich das gleiche noch einmal in dem Laden gekauft und bekam eine dritte Flasche gratis dazu.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tong.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tong.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Beijings alte Stadtviertel bei Nacht.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Beijings alte Stadtviertel bei Nacht.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Aber anstatt mich zu freuen, war mein erster Gedanke: „Die Verkäuferin heute morgen hat mich beschissen“.&lt;br /&gt;
Und das ärgert mich. Und zwar nicht, dass die Möglichkeit besteht und die Verkäuferin mir tatsächlich etwas vorenthalten haben könnte, sondern ich ärgere mich über mich selbst:&lt;br /&gt;
Ich bekomme etwas umsonst und alles was ich tue ist erst einmal unzufrieden zu sein.&lt;br /&gt;
Warum ist das so ? Ich habe die Vermutung, dass dieses Gefühl des sich ständig benachteiligt fühlens seine Wurzeln tief in der westlichen Erziehung hat.&lt;br /&gt;
Zugegeben, in China entspricht das in der Regel der Wahrheit, wenn man als Ausländer einkaufen geht, aber das erklärt nicht den Drang grundsätzlich alles negativ zu sehen.&lt;br /&gt;
In diesem Fall war es tatsächlich so, dass es um die Mittagszeit eine Art HappyHour gibt, in der man zu zwei Getränken der gleichen Marke ein drittes kostenlos dazu bekommt.&lt;br /&gt;
Also überhaupt kein Grund sich aufzuregen. Und trotzdem war der erste Gedanke: „Vorhin bin ich benachteiligt worden“.&lt;br /&gt;
Deutsche fühlen sich immer benachteiligt und unfair behandelt. Ein Vorurteil, das einen Grossteil der Deutschen ständig beschäftigt und das zu einer unschönen Eigenart der Deutschen führt: Dem Lamentieren.&lt;br /&gt;
„Alles ist so schlimm, früher war alles besser, es gibt keine soziale Gerechtigkeit mehr“... etc.pp.&lt;br /&gt;
Das mögen ja alles durchaus richtige Aussagen sein, aber es wird meist sehr übertrieben.&lt;br /&gt;
Wenn man eine Zeit lang im Ausland war und zurück nach Deutschland kommt, könnte man meinen, die Inflation hätte es den Deutschen inzwischen unmöglich gemacht einen Laib Brot zu kaufen.&lt;br /&gt;
Und das eigentliche Problem daran, warum es mich so ärgert: Ich trage es auch in mir. „Alle sind böse!“&lt;br /&gt;
Ich muss mich dann tatsächlich selber stoppen, um nicht im Strudel des Selbstmitleids heruntergerissen zu werden.&lt;br /&gt;
Das perfide an der ganzen Situation ist, dass man gar nicht all zu weit in der Welt umherwandern muss um Menschen zu finden, die sozial und finanziell mit einem selbst verglichen tatsächlich Grund hätten zu heulen, es aber nicht tun.&lt;br /&gt;
Ganz im Gegenteil. Sie hadern nicht mit ihrem Leben, sie leben es einfach. Mit einem Lächeln auf den Lippen und ganz ohne den Bessergestellten (mir zum Beispiel) etwas zu missgönnen.&lt;br /&gt;
Und dann schäme ich mich jedes Mal. Ich bin vergleichsweise privilegiert aufgewachsen, in einem Land mit einem gut funktionierenden Sozialsystem, bezahlbarer Ausbildung, ohne je natürliche oder andere Katastrophen erlebt zu haben, in einer Region, in der es mein gesamtes Leben lang weder Krieg noch Hunger gab und das Wort Überfluss täglicher Begleiter war und ist.&lt;br /&gt;
Eine wichtige Sache, die ich persönlich aus dem Leben fern der Heimat gelernt habe, ist die Gewissheit, dass nicht alles so schlimm ist, wie es erst einmal scheint.&lt;br /&gt;
Erst einmal ist es im Vergleich zu anderen Menschen in der Regel schon nicht mehr so schlimm und im zweiten Schritt kann man dann erkennen, dass jede Situation für sich selbst genommen auch gar nicht so schlimm ist, wenn man es einfach nur einmal unvoreingenommen betrachtet. Die Welt endet nicht auf Grund von persönlichen Unannehmlichkeiten.&lt;br /&gt;
Ich versuche also meinen Fokus auf die positiven Dinge zu lenken und es klappt tatsächlich immer besser.&lt;br /&gt;
Angefangen die Wahrnehmung bewusst so zu lenken, habe ich tatsächlich hier in China und was soll ich Ihnen sagen: Das Leben ist seitdem immer besser geworden, jeden einzelnen Tag.&lt;br /&gt;
Somit können wir den Ausspruch „Oh weh mir!“, getrost in dem Stück „Ein Stuhl in der Hölle“ belassen (um mal wieder auf die „Einstürzenden Neubauten“ zurückzukommen) und ihn aus den meisten Situationen des täglichen Lebens streichen.&lt;br /&gt;
Zugegeben, manchmal fällt es schwer (wenn man zum Beispiel in einen Laden geht und ein Gratisgeschenk bekommt &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; ), aber mit etwas gutem Willen wird es immer besser.&lt;br /&gt;
Glücklich zu sein ist tatsächlich ein Umstand, den man sich selbst erschafft ungeachtet der äusseren Einflüsse. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 13 Apr 2018 01:52:00 +0000</pubDate>
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    <title>The fool on the hill</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/326-The-fool-on-the-hill.html</link>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/eigenwillig.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/eigenwillig.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Dies ist ein sehr eigenwilliges Gefährt.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Dies ist ein sehr eigenwilliges Gefährt.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;„The fool on the hill“ ist ein Lied der &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/The_Beatles&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/The_Beatles&quot;&gt;Beatles&lt;/a&gt; von 1967 und wurde auf dem Album „Magical Mystery Tour“ veröffentlicht.&lt;br /&gt;
Es beschreibt eine Person, die von den anderen Leuten als Narr angesehen wird.&lt;br /&gt;
Dabei kommt schnell die Frage auf, ob das denn der Wahrheit entspricht, oder eben nicht. Aus seiner Sichtweise sind alle anderen die Narren.&lt;br /&gt;
Da muss man jetzt wieder zwei Dinge unterscheiden:&lt;br /&gt;
Entweder ist der Narr gar kein Narr, sondern hat weit mehr Durchblick als die anderen Leute um ihn herum und stellt sich einfach nur dumm. Dann wären tatsächlich all die anderen Leute die Narren.&lt;br /&gt;
Wir haben alle schon einmal den Spruch gehört: „Nur wer schlau ist, kann sich dumm stellen“.&lt;br /&gt;
Oder er ist ein Narr, der nur begrenzt seine Umwelt erfasst. Dann sind aus seiner Sicht aber trotzdem all die anderen die Narren, da sein Horizont ja eben nur begrenzt ist.&lt;br /&gt;
Für unseren Narren selber macht das keinen Unterschied, da er ja so oder so auf die Meinung der Gesellschaft pfeift und ich denke, das ist auch die Hauptaussage dieses Stückes.&lt;br /&gt;
Es geht wahrscheinlich gar nicht darum andere Leute zu täuschen, sondern einfach darum, mit sich selbst und seinen Ansichten zufrieden zu sein.&lt;br /&gt;
Ich habe mir bei diesem Lied schon viele Gedanken gemacht und es spornt mich jedes Mal aufs neue an, wenn ich es höre.&lt;br /&gt;
Genau wie der Narr auf dem Hügel bringt es einen auch in China oft weiter, wenn man sich hier und da einfach mal dumm stellt.&lt;br /&gt;
Obwohl es zig Gelegenheiten gibt, in denen das genaue Gegenteil die bessere Wahl ist, also wenn man zum Beispiel Chinesisch sprechen kann, damit man nicht übervorteilt wird, gibt es einige Situationen, in denen es tatsächlich besser ist so zu tun, als würde man nicht verstehen.&lt;br /&gt;
Es verkürzt Behördengänge, weil die Beamten oft nicht gut Englisch sprechen können und sich nicht die Blösse geben wollen wörtersuchend und stammelnd vor dem Antragsteller zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/reifen-h.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/reifen-h.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Eine Nachricht vom Besitzer des Fahrzeugs an einen Hundehalter, dass dieser seinen Vierbeiner nicht an die Reifen pinkeln lassen soll.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eine Nachricht vom Besitzer des Fahrzeugs an einen Hundehalter, dass dieser seinen Vierbeiner nicht an die Reifen pinkeln lassen soll.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Oder man braucht sich den ganzen Dialog des Verkäufers, der einem am Strassenrand aufgelauert hat, gar nicht erst anzuhören, sondern kann direkt abwinken, ohne all zu unhöflich zu wirken.&lt;br /&gt;
Auch in Situationen, in denen gerne argumentiert wird. Wenn sich zum Beispiel zu den Stosszeiten alle Leute gleichzeitig in die U-Bahn drängen und dann das Geschrei losgeht darum wer wen geschubst oder seinen Ellenbogen in die Seite des anderen gerammt hat.&lt;br /&gt;
In der Regel kann eh niemand etwas dafür, aber das verhindert natürlich Diskussionen nicht.&lt;br /&gt;
Es sei dann, man stellt sich dumm und lässt die Leute in dem weit verbreiteten Glauben, dass man als Ausländer eh kein Chinesisch könne.&lt;br /&gt;
Am besten ist es, wenn man flexibel auf jede Situation reagieren kann. Sich dort, wo es sich anbietet, dumm stellen und wenn es schlauer ist in das Geschehen einzugreifen, dem Gegenüber zu erkennen geben, dass er einen unterschätzt hat.&lt;br /&gt;
Es bringt rein gar nichts wirklich dumm zu sein. Nur wenn man weiss in welchen Situationen man sich dumm stellen muss, kann man auch Vorteile daraus ziehen.&lt;br /&gt;
Aber wie bei der Frage, ob der Narr aus dem Lied dumm ist oder sich nur dumm stellt, so gilt auch im richtigen Leben:&lt;br /&gt;
Wer dumm ist erlebt seinen Nachteil ja in der Regel nicht. Da er sich ja keine Gedanken macht über das, was er nicht weiss.&lt;br /&gt;
... vielleicht sind wir doch alle dumm, wenn wir schlau sind... ? 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 30 Mar 2018 02:37:00 +0000</pubDate>
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    <title>Die grenzenlosen Chinesen gegen die grausamen Westler</title>
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            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/cctv-tower.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/cctv-tower.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Der CCTV Tower. Chinesen nennen es auch gerne das einzige Gebäude, das aus jedem Blickwinkel hässlich ist.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der CCTV Tower. Chinesen nennen es auch gerne das einzige Gebäude, das aus jedem Blickwinkel hässlich ist.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Man hört ja immer wieder, dass die heutige Erziehung den Kindern viel zu viel gestattet.&lt;br /&gt;
Gerade wenn der Nachwuchs versucht seine Grenzen auszutesten, sollte man als Erzieher ihm diese auch aufzeigen.&lt;br /&gt;
Man muss es ja nicht direkt mit Gewalt und Schlägen tun, aber der Grossteil der Deutschen ist der Meinung, dass man Kindern nicht einfach alles gestatten sollte.&lt;br /&gt;
Ich kann mich noch an meine Schulzeit erinnern. Da wurden verschiedene pädagogische Erziehungsstile vorgestellt, unter anderem der Laissez-faire-Stil, der Kindern überhaupt nicht vorschreibt, was sie tun sollen.&lt;br /&gt;
Und damals schon habe ich mich gewundert, was das denn soll. Wieso nennt man ein offensichtliches „nicht-Erziehen“ einen Erziehungsstil ?&lt;br /&gt;
Wie auch immer, die Meinungen hierüber gehen wieder einmal sehr weit auseinander. Ich denke aber, man kann festhalten, dass der Grossteil der Deutschen dieses Konzept ablehnt.&lt;br /&gt;
Schlagen und Prügelstrafen gehören zum Glück der Vergangenheit an, aber eine Massregelung in der Kindererziehung wird von der Mehrheit der Eltern als notwendig empfunden (damit wir uns gleich richtig verstehen: Mahnende Worte sind auch eine Massregelung). Und dieser Meinung schliesse ich mich auch an.&lt;br /&gt;
Wobei man natürlich immer versuchen sollte das ganze erst einmal ohne böse Worte zu lösen. Eine Erklärung, warum ein gewisses Verhalten in bestimmten Situationen nicht angebracht ist, sollte stets der Anfang der Massregelung sein, schliesslich ist der Sinn der Massnahme, dem Kind etwas beizubringen.&lt;br /&gt;
Nur als letzte Instanz sollte man wirklich auf Bestrafungen zurückgreifen (wobei das natürlich auch wieder vom Charakter des Kindes abhängt. Manche Kinder verhalten sich in einem gewissen Alter einfach wie professionelle Soboteure, andere eben nicht).&lt;br /&gt;
Man kann Kindern nicht alles erlauben und sie müssen auch nicht immer im Mittelpunkt stehen. Eine Erfahrung die natürlich für die Kleinen erst einmal nicht schön ist, ihnen aber auf dem späteren Lebensweg den Umgang in der Gesellschaft wesentlich erleichtern wird. Daran glauben zumindest deutsche Eltern, bei Chinesen sieht das oft ganz anders aus.&lt;br /&gt;
Und das, was bei der Kindererziehung anfängt, geht natürlich in der Schule weiter.&lt;br /&gt;
Wer einmal chinesische Mitarbeiter erlebt hat, die gerade von der Uni kommen, wird die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben.&lt;br /&gt;
Während man in Deutschland bei einem Menschen ab einem gewissen Alter selbständiges Arbeiten einfach voraussetzt, muss man in China klar gestellte Aufgaben verteilen, ansonsten passiert rein gar nichts. Und selbst dann ist es noch schwierig. Chinesische Schüler werden in der klassischen Erziehung in Schule und Universität noch weniger auf das eigentliche Leben vorbereitet, als deutsche.&lt;br /&gt;
Es wird auswendig gelernt und wiederholt. Keine Frage: Chinesen sind bekannt dafür jeden Test mit Bravour zu bestehen, aber anwenden können sie dieses Wissen in der Regel erst einmal nicht.&lt;br /&gt;
Im direkten Vergleich klaffen hier Welten. Bei der Erziehung in der Schule/Uni, ebenso wie bei der Zuhause.&lt;br /&gt;
Und so sind deutsche Kinder, um wieder zurück auf die jüngeren Generationen zu kommen, im Vergleich zu chinesischen auch oft diejenigen mit den besseren Tischsitten.&lt;br /&gt;
Ein Umstand, der nicht zuletzt einer Erziehung geschuldet ist, die Grenzen aufzeigt, anstatt Kinder grenzenlos walten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/gans.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/gans.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Das noch lebende Mittagessen beim Einkaufsbummel vor dem Laden angebunden.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Das noch lebende Mittagessen beim Einkaufsbummel vor dem Laden angebunden.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Jeder Deutsche (ich habe tatsächlich noch keine Ausnahme erlebt), ist überrascht wie schlecht erzogen chinesische Kinder sind, wenn er das erste Mal nach China kommt.&lt;br /&gt;
Meist fällt einem dieses Verhalten im Restaurant auf, wo die Kleinen mit irgendwelchen Plastikflaschen bewaffnet durch die Tischreihen laufen und damit ebenso auf die Beine von Stühlen schlagen, wie auf die der anderen Gäste.&lt;br /&gt;
Und es passiert absolut nichts. Nur wenn ein Ausländer unter den anderen Gästen ist, kann es vorkommen, dass dieser sich bei den Eltern beschwert, oder die Kinder einfach verscheucht.&lt;br /&gt;
Interessanterweise ist dann auch er der Buhmann, der von allen Leuten im Restaurant verständnislos angeguckt wird (obwohl ich glaube, dass sich einige Chinesen insgeheim freuen dass mal jemand etwas unternommen hat, sie nur selber zu feige waren).&lt;br /&gt;
Wie auch immer. Die Erziehungsmethoden in China sind natürlich nicht ohne Grund so, wie sie sind.&lt;br /&gt;
Dazu gibt es mehrere Dinge, die hier ineinandergreifen.&lt;br /&gt;
Zum ersten erinnern sich viele Leute der älteren Generationen noch an die Mangelzeiten nach der Kulturrevolution, etwas, das man seinen Kindern um jeden Preis ersparen wollte und sie deshalb, gut gemeint, nicht selten mit zu viel Krempel überhäuft hat. Diese Generation ihrerseits hält diese Art der Erziehung natürlich für völlig normal und verwöhnt die eigenen Kinder auch.&lt;br /&gt;
Zweitens werden Kinder seit der Ein-Kind-Politik von der gesamten Familie total verhätschelt. Da jedes Paar nur noch ein Kind haben durfte, konzentrierte sich die gesamte Zuneigung nur noch auf einen Sprössling.&lt;br /&gt;
Und auch jetzt noch, wo Familien wieder zwei Kinder bekommen können, ist dieser Umgang mit dem Nachwuchs natürlich noch in den Köpfen der Leute.&lt;br /&gt;
Des weiteren müssen chinesische Kinder, wenn sie in die Schule kommen unglaublich viel leisten. Um in der Masse der Menschen später einen guten Job zu bekommen, müssen sie in jedem Fach nicht nur gut, sondern herausragend sein. Und da jeder Schüler so gedrillt wird, reicht das auch schon nicht mehr aus. Somit werden Klavierstunden, Englischunterricht, Ballet etc. direkt noch hintendran gehangen.&lt;br /&gt;
Chinesische Kinder haben keine Kindheit. Sie haben keine Zeit ihre Umgebung spielerisch zu erfahren, dafür ist der Konkurrenzkampf zu gross.&lt;br /&gt;
Als Ausgleich dazu sieht man ihnen eben auch wieder Fehlverhalten im täglichen Leben nach und schimpft nicht, wenn sie sich daneben benehmen.&lt;br /&gt;
Und dann kommen natürlich noch Oma und Opa. Wir alle wissen, dass die kleinen Racker bei den Grosseltern mehr dürfen als zu Hause, da die ältere Generation für den Nachwuchs gerne mal fünfe grade sein lässt (wer kann es ihnen verübeln ?).&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/erhu.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/erhu.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ein Strassenmusiker, der in einer Unterführung 二胡 èr hú (die chinesische Geige) spielt.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein Strassenmusiker, der in einer Unterführung 二胡 èr hú (die chinesische Geige) spielt.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Da chinesische Eltern in der Regel beide arbeiten und die Grosseltern unter einem Dach mit ihnen wohnen, verbringt der Nachwuchs den Grossteil seiner Zeit nicht bei den Eltern, sondern bei Oma und Opa.&lt;br /&gt;
Es gibt also einige Dinge, die Einfluss auf die Erziehung haben. Nicht zu vergessen natürlich auch der Austausch verschiedener Eltern untereinander.&lt;br /&gt;
Schliesslich wird nicht bloss verglichen, welcher Spössling als erster krabbeln, stehen, laufen, reden kann, sondern auch die Erziehungsstile werden kritisch untereinander bewertet und beurteilt.&lt;br /&gt;
Obwohl unser Kleiner noch weit davon entfernt ist in die Trotzphase zu kommen und wir uns Gedanken machen müssen, wie wir ihn wieder auf den rechten Weg bringen, wenn er etwas anstellt, sind auch wir schon mit unserer Erziehungsmethode in Kritik geraten.&lt;br /&gt;
Unser Sohn, der jetzt gute fünf Monate alt ist, schläft seit jeher in seinem eigenen Kinderbettchen, das ca. einen Meter vom elterlichen Bett entfernt steht.&lt;br /&gt;
In Ausnahmefällen, wenn er partout nicht schlafen will und nicht aufhört zu weinen, darf er schon mal zwischen Mama und Papa ins grosse Bett.&lt;br /&gt;
Aber wenn er eingeschlafen ist, kommt er wieder zurück in sein eigenes.&lt;br /&gt;
Ich denke, das ist normal bei den meisten Eltern in Deutschland. So wie ich es kennengelernt habe, versuchen viele Eltern sogar ihr Kind so schnell wie möglich daran zu gewöhnen in seinem eigenen Zimmer zu schlafen.&lt;br /&gt;
Nicht so in China. Die Kleinen schlafen nicht selten jahrelang zwischen Mama und Papa im grossen Bett, während das Kinderbett, das man zur Geburt gekauft hatte (wenn man denn überhaupt eins besitzt), nur dazu dient in ihm die Windeln zu stapeln.&lt;br /&gt;
Wir sind bereits öffentlich (in einem chinesischen Blog. Ohne Angaben unserer Namen zu Glück) als grausam dargestellt worden, weil wir das nicht tun.&lt;br /&gt;
So gehen die Vorstellungen, was Kindererziehung angeht im internationalen Vergleich doch ziemlich weit auseinander. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 22 Mar 2018 01:20:00 +0000</pubDate>
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    <title>Dummer Ausländer</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/275-Dummer-Auslaender.html</link>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/bomben.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/bomben.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ich frage mich, warum jemand, der einen Spruch wie &#039;炸死美国小日本&#039; (zhà sǐ měi guó xiǎo rì běn. Also &#039;Bombe Amerika und das kleine Japan zu tode&#039;) auf sein Auto klebt, ausgerechnet einen Chevrolet kauft.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ich frage mich, warum jemand, der einen Spruch wie &#039;炸死美国小日本&#039; (zhà sǐ měi guó xiǎo rì běn. Also &#039;Bombe Amerika und das kleine Japan zu tode&#039;) auf sein Auto klebt, ausgerechnet einen Chevrolet kauft.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;In Chengdu (成都 chéng dū), der Provinzhaupstadt von Sichuan (四川 sì chuān) gibt es einen jungen Mann, der gerade mit einem Rap- bzw. HipHop Song für Aufsehen sorgt.&lt;br /&gt;
Der junge Mann nennt sich 謝帝 (xiè dì), was man ganz grob mit Gottkaiser übersetzen könnte.&lt;br /&gt;
Also ein extrem übersteigertes Ego, so wie man es von Rappern gewohnt ist. Alles ganz normal.&lt;br /&gt;
Aufreger ist sein neues Lied, in dem er ziemlich abfällig über Ausländer in China herzieht.&lt;br /&gt;
瓜老外 (guā lǎo wài) ist dort immer wieder zu hören. Gua ist ein lokaler Ausdruck in Chengdu für dumm.&lt;br /&gt;
Alles zusammen bedeutet es also „dummer Ausländer“. Das klingt ja erst mal nicht besonders hart, allerdings wird im Text dann doch recht schnell klar, worum es hier eigentlich geht.&lt;br /&gt;
In einer Zeile bietet er den Ausländern an, seine Stiefel zu putzen, um etwas Geld zu verdienen.&lt;br /&gt;
Der junge Mann hat offensichtlich ein Problem mit Ausländern, die in seinen Augen zu dumm sind in ihrer Heimat etwas auf die Beine zu stellen und darum nach China kommen um Geld zu verdienen.&lt;br /&gt;
Irgendwie drollig. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; Aber der Ton legt nahe, dass es doch recht ernst gemeint ist.&lt;br /&gt;
Die Ausländer, die er als „Verlierer&quot; betitelt, kommen seiner Meinung nach des Geldes und der hübschen Frauen wegen nach China.&lt;br /&gt;
Da gibt es dann sofort Meinungen und Aussagen im Internet wie: „Bei jemandem, der sich so sehr über Ausländer aufregt frage ich mich doch ernsthaft, warum er dann ausgerechnet ein Musikgenre bedient, das alles andere als chinesisch ist und ein Konterfei von Eminem auf seinem Arm tätowiert hat. Ist wohl doch alles nur Geldmacherei.“&lt;br /&gt;
Aber von so schnellen Urteilen wollen wir uns ja nicht überzeugen lassen.&lt;br /&gt;
Die ersten entrüsteten Gedanken, die sich gebildet haben, als ich den Titel des Artikels im Internet gefunden habe, lichten sich langsam, nachdem ich mir den Text in aller Ruhe einmal zu Gemüte geführt habe.&lt;br /&gt;
Darin geht es um „Versager“, wie er die Ausländer nennt, die nach China kommen um hier ein lockeres Leben zu führen und als Englischlehrer ihr Geld zu verdienen.&lt;br /&gt;
Da muss ich ihm tatsächlich sogar Recht geben, diese Ausländer gibt es natürlich auch.&lt;br /&gt;
Auch ich habe schon etliche von ihnen in den Kneipen von Beijing getroffen.&lt;br /&gt;
Da es für Studenten finanziell oft nicht einfach ist, haben viele Englischlehren zu einem kleinen Nebenverdienst gemacht, wenn sie nach China kommen und hier eine gewisse Zeit leben um zum Beispiel Chinesisch zu lernen oder zu studieren.&lt;br /&gt;
Es gibt allerdings auch besagte Leute, die auf dieser Stelle hängen bleiben und jahrelang mal besser, mal schlechter Chinesen (oft Kindern) ihre Muttersprache näher bringen.&lt;br /&gt;
Ich glaube der Begriff „Lebenskünstler“ passt hier ganz gut.&lt;br /&gt;
Und auch hier gibt es wieder „normale“, wenn man sie denn so nennen möchte und die, die ganz offen ungefragt anderen Ausländern wie mir erzählen, für wie dumm sie die Einheimischen halten und wie einfach es angeblich ist, ihnen einen schlechten Englischunterricht zu verkaufen.&lt;br /&gt;
Nun, solche Menschen, die sich absolut unangemessen verhalten gibt es in jeder Sparte und überall, glücklicherweise machen sie aber nicht den Grossteil der Menschen aus.&lt;br /&gt;
Ebenso wie in unserem Beispiel. Der Grossteil der Ausländer in China sind Spezialisten in allen möglichen Sparten wie Wirtschaft, IT, Technik usw. und eben keine „Lebenskünstler“.&lt;br /&gt;
Es ist für Ausländer nämlich gar nicht so einfach mal eben nach China zu kommen und irgendetwas zu arbeiten.&lt;br /&gt;
Die Bestimmungen für ein Arbeitsvisum sind nicht ohne.&lt;br /&gt;
Aber das lässt sich natürlich nicht gut in einem Rap Song vermarkten, ausserdem setzt es voraus, dass man sich auch in anderen Kreisen als dem chinesischen Nachtleben und in Bars herumtreibt, was ebenfalls nicht zum Image eines jungen, wütenden Rap Stars passt.&lt;br /&gt;
Allerdings muss man dem jungen Mann hier zu Gute halten, dass er anscheinend nicht alle Ausländer über einen Kamm scheren möchte.&lt;br /&gt;
Bleibt nur noch die Frage offen, ob man solch ein Thema genau in dieser Form ansprechen und zur Schau stellen sollte.&lt;br /&gt;
So wie ich die Artikel im Internet gesehen habe, entstehen hierdurch wieder neue Vorurteile gegenüber den Chinesen, dass diese uns bloss als Idioten wahrnehmen.&lt;br /&gt;
Meiner bescheidenen Meinung nach könnte man sich eben genau hier von den dummen Anderen unterscheiden, indem man anstatt Andere zu dissen (wie es heute so schön heisst), stattdessen intelligent mit dem Thema auseinandersetzt und ihm mit gekonnten Worten, also echter Sprachgesangskunst begegnet.&lt;br /&gt;
Wäre ein Tipp von meiner Seite. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Ist natürlich nicht so einfach wie das Kopieren billiger Klischees und erfordert echtes Talent, würde dann aber auch echten Respekt hervorrufen.&lt;br /&gt;
Und das ist doch das, was Rap Stars immer wollen. Respekt. Oder nicht ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nachtrag vom 24.08.2017&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist das Video nicht nur von allen chinesischen Videoplattformen verschwunden, sondern auch von Internetportalen wie Youtube etc.&lt;br /&gt;
Ein Hinweis darauf, dass der Produzent selber das Video entfernen lassen hat, da die chinesische Regierung zwar die Löschung von unangemessenen Inhalten auf den Portalen in China veranlassen kann, aber eben nicht auf amerikanischen.&lt;br /&gt;
Es gibt Gerüchte, dass die chinesische Obrigkeit gar nicht erfreut über dieses Lied gewesen ist und die Sache jetzt bereinigen möchte.&lt;br /&gt;
Sollte das stimmen, dann ist ein lebenslanges Produktionsverbot von Musik wohl eher eines der kleineren Probleme, das der junge Herr jetzt hat.&lt;br /&gt;
Die Löschung des Videos interpretiere ich hier ganz klar als Auswirkung eines Gesprächs, das er mit offizieller Seite geführt haben könnte.&lt;br /&gt;
Es haben sich viele Leute über dieses Lied aufgeregt und es aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.&lt;br /&gt;
Ich persönlich fühle mich jetzt gar nicht so sehr angegriffen. Ich halte den jungen Mann einfach nur für über die Massen naiv.&lt;br /&gt;
Es gibt im Internet einige Leute, die meinen dass dieses Lied auf einen Vorfall anspielt, der sich in Chengdu (成都 chéng dū) ereignet hat.&lt;br /&gt;
Ein Ausländer und eine Chinesin haben volltrunken auf offener Strasse Sex miteinander gehabt, während etliche Schaulustige das Ereignis mit ihren Mobiltelefonen gefilmt haben. Die Videos haben sich auf allen einschlägigen Videoportalen im chinesischen Internet wie ein Lauffeuer verbreitet.&lt;br /&gt;
Der Mann (ein Spanier) ist natürlich sofort ausgewiesen worden. Ich habe keine Ahnung, was die junge Chinesin sich bei dieser Aktion gedacht hat.&lt;br /&gt;
Ich wage einfach mal zu behaupten, dass ihr normales Leben jetzt vorbei ist.&lt;br /&gt;
In China sind nicht nur von offizieller Seite Pornografie und Prostitution verboten, sondern auch in der normalen Bevölkerung kann das Ansehen einer jungen Frau, die so etwas getan hat, ihr gesamtes Leben zerstören.&lt;br /&gt;
Wie auch immer: Das Lied ist wohl genau zu diesem Zeitpunkt herausgekommen und bezieht sich laut Meinung einiger Leute im Internet auf dieses Ereignis.&lt;br /&gt;
Allerdings wird das im Text an keiner Stelle tatsächlich klar. Hier reihen sich einfach nur Beschimpfungen aneinander und es werden ganz klar viele Ausländer angegriffen, nicht eine bestimmte Person.&lt;br /&gt;
Unklar ist auch, ob sich der Text gegen alle Ausländer, oder nur eine bestimmte Gruppe von Ausländern richtet, das Lied lässt beide Vermutungen zu.&lt;br /&gt;
Ich habe es einfach mal zu Gunsten des kleinen Mannes ausgelegt, da ich glaube, dass das ganze Gehabe nichts weiter als spätpubertärer Mumpitz ist.&lt;br /&gt;
Ein typisches Teenagergehabe, das inzwischen in vielen westlichen Gesellschaften, allen voran natürlich Amerika, als Trend gepflegt wird.&lt;br /&gt;
Auch typisch für den Teenagercharakter der ganzen Aktion ist die Unfähigkeit klar zu beschreiben um wen es denn jetzt tatsächlich geht und natürlich die Kurzsichtigkeit nicht abschätzen zu können, dass man sich damit eventuell einen mächtigeren Gegner schafft, als bloss ein paar aufgebrachte Ausländer.&lt;br /&gt;
Damit wird sich auch dieses Ereignis schnell erledigt haben und ebenso schnell wieder vergessen werden, wie alles andere auch. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 14 Aug 2017 23:41:00 +0000</pubDate>
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    <title>Der bombensichere Plan</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/251-Der-bombensichere-Plan.html</link>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/skulp1.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/skulp1.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Skulptur in einem Park in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Skulptur in einem Park in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ich vermeide es, mit anderen Ausländern auszugehen oder überhaupt Beziehungen mit ihnen hier in China aufzubauen.&lt;br /&gt;
Das klingt jetzt recht seltsam, denn normalerweise rotten sich Ausländer, wenn sie fern der Heimat leben, gerne in Grüppchen zusammen.&lt;br /&gt;
Das sieht man in Deutschland und ebenso machen es die Deutschen auch im Ausland. Nur ich, komischer Vogel, falle aus dem Rahmen und bin wohl irgendwie seltsam.&lt;br /&gt;
Ursprünglich war das anders: Als ich das erste Mal in Beijing gelebt habe, habe ich mich natürlich auch mit vermeintlich Gleichgesinnten zusammengetan und natürlich auch von deren Wissen profitiert, wenn sie schon länger hier waren.&lt;br /&gt;
Das hat sich aber ziemlich schnell als kontraproduktiv herausgestellt.&lt;br /&gt;
Schliesslich hatte ich viel Zeit und Geld investiert um nach China zu kommen und Chinesisch zu lernen.&lt;br /&gt;
Ein Freundeskreis mit dem man ständig Englisch, oder noch schlimmer Deutsch spricht ist eher hinderlich und bringt einen nicht weiter.&lt;br /&gt;
Somit habe ich damals kurzerhand alle Kontakte zu anderen Ausländern auslaufen lassen und mich nur noch auf chinesische Freunde eingelassen.&lt;br /&gt;
Das ist erst einmal ein ziemlich einsames Leben, da es unheimlich schwer ist in einen chinesischen Freundeskreis einzutauchen.&lt;br /&gt;
Die meisten Menschen würden alleine aus diesem Grund diesen Weg nicht wählen, aber mir hat es tatsächlich geholfen.&lt;br /&gt;
Zum einen hatte ich keine Ablenkung mehr was andere Sprachen angeht und konnte mich voll und ganz auf das Lernen konzentrieren, zum anderen hatte ich jetzt auch die nötige Zeit dafür.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/skulp2.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/skulp2.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Skulptur in einem Park in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Skulptur in einem Park in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Da ich jetzt in China für ein deutsches Unternehmen arbeite, habe ich natürlich auch oft mit allen möglichen Leuten  unterschiedlichster Nationalitäten zu tun. Das ist im Berufsleben auch gar nicht schlimm, sondern eher erfrischend.&lt;br /&gt;
Ich vermeide es trotzdem weitestgehend mit anderen Ausländern auszugehen, da ich es als sehr anstrengend empfinde.&lt;br /&gt;
Es gibt selbstverständlich ein paar wenige Ausnahmen: Kollegen die dann und wann mal Freunde zum Osterbrunch in ihren 胡同 hú tòng (Wohnung in einem der alten Stadtviertel) einladen und unvergessliche Feste feiern.&lt;br /&gt;
Aber in der Regel sieht so ein Abend unter Ausländern anders aus:&lt;br /&gt;
Selbst wenn man mit netten Leuten weggeht, man landet immer in irgendwelchen angeblich schicken Touristenbars.&lt;br /&gt;
Ich versuche immer dagegen zu steuern, aber in der Regel werde ich überstimmt. Dann landet man wieder in einem Laden mit viel zu lauter Musik und gepanschtem Alkohol, wo sich junge Frauen auf den Emporen an metallenen Stangen reiben.&lt;br /&gt;
Ich denke dann: „noch klischeehafter geht es gar nicht mehr.“&lt;br /&gt;
Aber selbst wenn man nicht in diesen Läden landet, so trifft man sich doch immer in irgendwelchen Läden, in denen sich Ausländer und Expats in der Regel so treffen: Also Der Irish pub, das Paulaner Brauhaus oder diverse andere Kneipen, die man aus der Heimat kennt.&lt;br /&gt;
Das ist ja nicht grundsätzlich schlecht, aber definitiv einfallslos. In einer Stadt wie Beijing gibt es unüberschaubar viele interessante Orte, die wesentlich besser geeignet wären und oft muss man hier nicht einmal auf deutsches Bier verzichten.&lt;br /&gt;
Aber wie gesagt: Diese Orte sind ja nicht grundsätzlich verkehrt. Das Problem sind die Leute, oder sagen wir besser: Es ist immer dieser eine dabei, der den ganzen Abend zu Nichte macht.&lt;br /&gt;
Genau das ist das Problem. Es tummeln sich einige Ausländer in China, die hier versuchen ihren Traum zu leben. In der Regel versuchen sie hier ein Geschäft aufzubauen und sind auch immer im festen Glauben, dass China eben genau auf sie gewartet hat.&lt;br /&gt;
Was sie dann auch stets mit Inbrunst ungefragt jedem bis ins kleinste Detail erzählen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/skulp3.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/skulp3.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Skulptur in einem Park in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Skulptur in einem Park in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;In den Augen vieler Ausländer ist China ein Land, das von jungen, dynamischen Geschäftsleuten erobert werden will, dabei vergessen sie, dass selbst Grossbetriebe sich hier bereits die Zähne ausgebissen haben, einfach nur aus dem Grund, dass sie ihre bisherige Firmenpolitik hier einfach nicht so leben können.&lt;br /&gt;
In China funktioniert alles anders und man sollte erst einmal viel Zeit investieren um überhaupt einen groben Überblick zu bekommen.&lt;br /&gt;
Ich lasse mich hin und wieder entgegen meinen Vorsätzen platt schlagen und gehe dann doch mit Leuten in diese Kneipen und jedes mal passiert es.&lt;br /&gt;
Dieses Mal war es ein junger Mann aus Österreich, der dummerweise irgendwie in unsere Gesprächsrunde gefunden und sich dann auch wie ein Geschwür dort festgesetzt hatte bis zum Ende des Abends.&lt;br /&gt;
Erst hielt er eine flammende Rede über die kulturellen Unterschiede zwischen Österreich und Deutschland, um dann mit grossen Worten sein Geschäftsmodell vorzustellen, das in China garantiert der Renner wird, da im Grunde ja jedes Business weltweit gleich funktioniert.&lt;br /&gt;
Ich musste mich wirklich zurückhalten, um nicht lachend vom Stuhl zu fallen.&lt;br /&gt;
Kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich sind selbst aus europäischer Sicht kaum der Rede wert und aus chinesischer dementsprechend gar nicht mehr existent.&lt;br /&gt;
Dagegen sind die kulturellen Unterschiede zwischen China und Europa extrem, weshalb sich fast keines der Geschäftsmodelle, das ein junger Naseweis hierher bringt in China verwirklichen lässt.&lt;br /&gt;
Selbst grosse deutsche Automobilhersteller mussten Joint-Venture Verträge mit grossen chinesischen Firmen eingehen um auf dem chinesischen Markt Fuss zu fassen.&lt;br /&gt;
China lässt sich nicht so einfach über den Tisch ziehen. Weiss Gott nicht.&lt;br /&gt;
In der Regel kann man als Ausländer in China nur Geschäfte machen, wenn ein Grossteil der Einkünfte im Land bleibt.&lt;br /&gt;
Und das halte ich für ein sehr gut durchdachtes Konzept (aus chinesischer Sicht).&lt;br /&gt;
Als mir dieser selfmade Geschäftsmann dann noch sagte, dass er bereits seit vier Monaten in China sei war ich dann tatsächlich baff. So viel Naivität gebündelt hatte ich bis dato auch noch nicht erlebt.&lt;br /&gt;
Touristen, die sich als Chinaexperten ausgeben gibt es leider häufiger als man denkt.&lt;br /&gt;
Und jetzt stellen Sie sich vor, dass es jedes mal mindestens einen dieser Geschäftsleute mit einem bombensicheren Plan gibt, wenn man in China unter Ausländern unterwegs ist, dann können Sie sicher verstehen, warum ich es in der Regel vermeide. 
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    <pubDate>Wed, 03 May 2017 01:39:00 +0000</pubDate>
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    <title>Der macht was mit Computern</title>
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            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
            <category>Technik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/oszh.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/oszh.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Betriebssystem auf chinesisch.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Betriebssystem auf chinesisch.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Kennen Sie das ? Sie arbeiten in der IT, sind mehr oder weniger spezialisiert, in jedem Fall aber gut ausgebildet, aber Ihr Freundeskreis, die Verwandten und ihre Eltern haben keine Ahnung, was sie eigentlich machen.&lt;br /&gt;
„Der macht was mit Computern“ heisst es dann immer auf den Familienfeiern.&lt;br /&gt;
Interessanterweise ist das auch das Bild, das die meisten Computerbenutzer in einem Unternehmen von den Kollegen aus der IT haben.&lt;br /&gt;
Keiner hat wirklich eine Ahnung, was man den ganzen Tag so tut. Das ist allerdings gar nicht mal so verkehrt.&lt;br /&gt;
Denn wenn keiner so genau weiss, was man denn so tut, ist das ein Indiz dafür, dass alle Systeme einwandfrei laufen, man seinen Job also gut gemacht hat. Es gibt also offensichtlich keine Probleme mit den Computern, dem Netzwerk oder den Programmen und Applikationen.&lt;br /&gt;
Wenn die IT ihren Job gut macht, wird sie von niemandem richtig wahrgenommen und man kann ihre Existenz schon mal vergessen. Einzig, wenn etwas nicht so funktioniert wie es sollte, erinnern sich die Kollegen an die Leute aus der IT.&lt;br /&gt;
Zumindest in Deutschland. Viele Benutzer sind es gewöhnt, dass die Dinge irgendwie funktionieren und sind oft der Ansicht, wenn es mal nicht so reibungslos läuft, könnte man es mit genügend Beschwerden beim Chef der IT schnell wieder in Gang bringen.&lt;br /&gt;
Das ist in erstaunlich vielen Firmen der Fall. Glücklicherweise habe ich in meiner derzeitigen Firma dieses Problem nicht so sehr, aber es ist mir in deutschen Unternehmen doch schon oft aufgefallen.&lt;br /&gt;
Überhaupt ist der Job als Mitarbeiter der IT, sei es als Supporter, der in direktem Kontakt mit den Benutzern steht, oder auch in anderen Positionen, wie Softwareentwickler oder jemand der die Infrastruktur des Unternehmens plant, von den wenigsten Leuten gut angesehen.&lt;br /&gt;
Das liegt ganz einfach daran, dass niemand eine Vorstellung hat, was sich hinter dem Begriff IT eigentlich alles verbirgt.&lt;br /&gt;
In diesem Punkt gibt es in Deutschland tatsächlich Nachholbedarf. Obwohl man Deutschland gemeinhin als hoch technisiertes Land ansieht, ist die IT jahrelang nicht ernst genommen worden, was sich ja dann im IT Fachkräftemangel um 2000 ziemlich deutlich widergespiegelt hat.&lt;br /&gt;
Sie erinnern sich vielleicht noch daran, dass IT Spezialisten unter anderem aus Indien angeworben werden sollten, was dann bei den Gegnern dieser Idee, vor der Landtagswahl, den umstrittenen, aber berühmten Satz „Kinder statt Inder“ hat entstehen lassen.&lt;br /&gt;
Bis heute ist leider kaum jemand, der nicht selber dort arbeitet, wirklich im Bilde, was alles zu den Aufgaben einer IT Abteilung gehört.&lt;br /&gt;
Aus meinem Familienumfeld habe ich schon Aussagen gehört wie: „Eine Umschulung zum Fachinformatiker dauert zwei Jahre ? So viel gibt es da doch gar nicht zu lernen.“&lt;br /&gt;
Doch. Gibt es. Man kann auch 10 Jahre lang unentwegt lernen und wird gerade einmal an der Oberfläche kratzen. So, wie in jedem anderen Beruf auch.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/zhos1.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/zhos1.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Betriebssystem auf chinesisch.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Betriebssystem auf chinesisch.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Aber das sehen die wenigsten Menschen in Deutschland.&lt;br /&gt;
Ganz anders dagegen in China. Hier wird man als IT Spezialist tatsächlich gut angesehen.&lt;br /&gt;
Ein Beruf in der IT impliziert neben einem guten Einkommen auch Dinge wie praktische Intelligenz, da man Fehler analysieren und sich Lösungen erarbeiten muss.&lt;br /&gt;
Oder auch Disziplin, Ausdauer und Durchhaltevermögen, da man sich ständig weiterbilden muss um den ganzen Neuerungen in diesem Sektor folgen zu können.&lt;br /&gt;
China war lange Zeit vom Rest der Welt abgeschirmt und jetzt, wo es sich dem Westen hin geöffnet hat ist der Wissensdurst seiner Bevölkerung enorm.&lt;br /&gt;
Der durchschnittliche Computer Benutzer in China hat ein technisches Grundverständnis über seinen Rechner, das weit über dem eines deutschen Anwenders liegt.&lt;br /&gt;
Ausnahmen bestätigen natürlich, wie immer, die Regel. &lt;br /&gt;
Denn es gibt wieder ein paar Dinge zu beachten:&lt;br /&gt;
Wer seinen Rechner zum Beispiel nur als kreatives Mittel gebraucht ist nicht automatisch technisch versiert, aber das gilt so wohl in Deutschland, als auch in China.&lt;br /&gt;
Aber es gibt in China auch sehr viele Menschen, die überhaupt keinen Zugang zu Computern haben oder sie einfach nicht nutzen.&lt;br /&gt;
Sei es, weil sie auf dem Land leben, zu arm sind oder auch in einer Zeit gross geworden sind in der China sich noch nicht dem Westen geöffnet hatte und sie jetzt einfach zu alt sind.&lt;br /&gt;
Dementsprechend ist der Prozentsatz besagter Leute eines sich entwickelnden Landes wie China, gegenüber einem entwickelten Land wie Deutschland natürlich wesentlich geringer.&lt;br /&gt;
Aber wenn man nur den Teil sieht, der tatsächlich einen Rechner benutzt, sieht es schon ganz anders aus.&lt;br /&gt;
Das liegt eben auch daran, dass ein Land wie Deutschland schon entwickelt ist.&lt;br /&gt;
Man will keine Zeit investieren um Dinge zu hinterfragen, man erwartet, dass es einfach läuft.&lt;br /&gt;
Man verlässt sich auf Systeme, die eine angenehme Bedienung und wenig Stress versprechen.&lt;br /&gt;
In China ist man noch etwas experimentierfreudiger und so kann man nicht selten unter den Privatgeräten der Benutzer Rechner von namhaften Herstellern finden, auf denen das Betriebssystem ausgetauscht wurde gegen das des Konkurrenzunternehmens.&lt;br /&gt;
Meiner bescheidenen Meinung nach sollte man eh nicht Äpfel mit Fenstern vergleichen, denn was für die gemeinen Anwender zu einen Glaubenskrieg führen kann, ist, wenn man unter die Haube besagter Betriebssysteme geschaut hat, eigentlich das gleiche in grün.&lt;br /&gt;
Einzig in einigen wenigen Punkten unterscheiden sich die Hersteller noch voneinander.&lt;br /&gt;
Auch das haben die chinesischen Anwender direkt verstanden und so nutzen sie die schicke Hardware des einen und die Software, die weniger Einschränkungen verspricht, des anderen Herstellers. Konsequent, wie ich finde. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 26 Mar 2017 13:45:00 +0000</pubDate>
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    <title>Kuscheln oder essen ?</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/236-Kuscheln-oder-essen.html</link>
            <category>Anderes</category>
            <category>Kultur</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/sickandtired.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/sickandtired.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Auch in China werden gerne seltsame Sprüche auf Textilien gedruckt.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Auch in China werden gerne seltsame Sprüche auf Textilien gedruckt.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Es macht zur Zeit eine Meldung die Runde, die in allen sozialen Medien immer wieder gepopstet und repostet wird.&lt;br /&gt;
Ein wohl deutsches Unternehmen, das T-Shirts bedruckt, macht unter anderem Werbung mit einem Aufdruck, der weltweit immer mehr Anfeindungen heraufbeschwört.&lt;br /&gt;
So prangt auf einem T-Shirt die Aufschrift „Save a dog, eat a Chinese&quot;. Übersetzt: „Rette einen Hund, iss einen Chinesen“.&lt;br /&gt;
Ein Spruch, der offensichtlich nicht überall so witzig ankommt, wie geplant und der ein oder andere wundert sich, wie solch ein Spruch derartig heftige Reaktionen auslösen kann.&lt;br /&gt;
Hintergrund dieses Spruches ist das allgemein vorherrschende Vorurteil, dass der Grossteil der Chinesen angeblich Hunde isst.&lt;br /&gt;
Das mag als ein Witz durchgehen, wenn auch als ziemlich flacher, den man sich unter Freunden in Deutschland erzählt, es wird aber schon schwieriger, wenn er in einem internationalen Umfeld auftaucht. Und im chinesischen Kulturkreis ist es kein Witz mehr, sondern nur noch eine rassistische Unverschämtheit.&lt;br /&gt;
Dass die Betroffenen hier mit Unverständnis und Wut reagieren ist in Deutschland oft nicht nachzuvollziehen, dabei sollte es eigentlich auf der Hand liegen.&lt;br /&gt;
Also schauen wir uns das ganze einmal Punkt für Punkt an:&lt;br /&gt;
Dabei gibt es einige wichtige Dinge zu beachten:&lt;br /&gt;
Der Umstand, dass in Europa Schweine, Kühe und Hühner nicht als vollwertige Lebewesen angesehen werden, im Gegensatz zu &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/whatever.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/whatever.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Auch in China werden gerne seltsame Sprüche auf Textilien gedruckt.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Auch in China werden gerne seltsame Sprüche auf Textilien gedruckt.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Hunden zum Beispiel, und diese darum unter oft katastrophalen Lebensbedingungen vegetieren müssen, bis sie dann maschinell getötet und verarbeitet werden, sollte man nicht stolz als Grund dafür benutzen anderen Kulturen barbarisches Verhalten vorzuwerfen, nur weil diese Hunde auf eine Stufe mit anderen Tieren stellen.&lt;br /&gt;
Es geht nämlich nicht darum, Hunde anständig zu behandeln, sondern eben alle Tiere (Egal ob Nutz- oder Haustiere).&lt;br /&gt;
Und dann im gleichen Atemzug die Chinesen auf eine Stufe zu stellen, die unter der des Hundes ist, indem man vorschlägt einen von ihnen zu essen ist der eigentliche Auslöser des Unmutes und jeder halbwegs gescheite Mensch sollte nachvollziehen können, dass man sich damit keine Freunde macht.&lt;br /&gt;
Abgesehen davon, dass es ein herabwürdigender Spruch ist, ist auch die Annahme, der Grossteil der Chinesen würde Hunde essen einfach falsch. Nur eine Minderheit der Chinesen isst tatsächlich Hundefleisch.&lt;br /&gt;
Chinesen lieben Hunde mindestens genau so sehr wie die Deutschen. In vielen Familien sind Hunde auf Grund der Ein-Kind Politik zu Familienmitgliedern geworden und werden nicht selten als Sohn oder Tochter bezeichnet.&lt;br /&gt;
Für die meisten Chinesen ist es ebenso seltsam Hundefleisch zu essen, wie es für einen Deutschen ist.&lt;br /&gt;
Es gibt Vorurteile, die nahe an der Wahrheit sind und welche, die es nicht sind.&lt;br /&gt;
Nehmen wir zum Beispiel ein nette Geschichte, die kürzlich passiert ist:&lt;br /&gt;
Ein Politikwissenschaftler, der als Südkorea-Experte in einem Live Interview der BBC zugeschaltet war, bekommt unerwartet Besuch seiner Kinder, die unvermittelt ins Bild laufen.&lt;br /&gt;
Seine Frau (eine Koreanerin) sprintet hinterher und holt die beiden Störenfriede wieder zurück ins Nebenzimmer.&lt;br /&gt;
Und so kommt eine witzige und schöne kleine Videosequenz, die auf allen Videokanälen im Netz zu finden ist, zum leben.&lt;br /&gt;
Nun macht sich das ganze Netz Gedanken, wer die Frau gewesen sein könnte, denn zu diesem Zeitpunkt weiss noch niemand, dass es sich hier um die Ehefrau handelt.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/god.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/god.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;God ? Ist damit wirklich Gott gemeint ? Ich bin mir nicht sicher.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;God ? Ist damit wirklich Gott gemeint ? Ich bin mir nicht sicher.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Es wird also gemutmasst und man ist sich einig: „Das war das Kindermädchen&quot;.&lt;br /&gt;
Nachdem die Situation aufgeklärt wurde, wird vielerorts die Frage gestellt: „Warum assoziieren wir automatisch eine asiatische Frau, die sich um die Kinder eines Europäers oder Amerikaners kümmert, mit einem Kindermädchen ?&quot;&lt;br /&gt;
Und es wird die Frage gestellt, ob das nicht bereits rassistisch wäre.&lt;br /&gt;
Nun, dazu habe ich eine ganz klare, einfache Meinung: Wir assoziieren die Frau mit einem Kindermädchen, da es sehr wahrscheinlich ist.&lt;br /&gt;
Zum ersten: In Asien sind Kindermädchen in gewissen gesellschaftlichen Schichten wesentlich verbreiteter als es bei uns der Fall ist.&lt;br /&gt;
Zweitens ist ein Ausländer, der in Asien arbeitet, eben genau jene Gruppe Menschen, die nun einmal Kindermädchen haben.&lt;br /&gt;
Ich bin auch ein Ausländer, der in Asien arbeitet und ich kenne auch einige andere Ausländer hier, die Kinder haben.&lt;br /&gt;
Raten Sie mal: Bis auf eine einzige Ausnahme haben sie alle Kindermädchen.&lt;br /&gt;
In diesem Fall ist das Vorurteil schlicht und einfach sehr nah an der Realität. Das ist bei unserem Spruch mit den Chinesen und den Hunden aber nicht der Fall.&lt;br /&gt;
Hinzu kommt eine ziemlich selbstgerechte Sichtweise. Warum sollten es ausgerechnet die westlichen Moralvorstellungen sein, die richtig sind ?&lt;br /&gt;
Es gibt, wenn man es nüchtern betrachtet, eigentlich gar nicht so viele Gründe, warum der Hund kein Fleischlieferant sein sollte.&lt;br /&gt;
Einer der Hauptgründe ist, dass man ihn in früheren Zeiten für andere Dinge besser gebrauchen konnte. Als Wachhund oder für die Jagd eben.&lt;br /&gt;
Deshalb werden Hunde nur in seltenen Fällen, in einigen, wenigen asiatischen Staaten (eben nicht nur in China) und hier auch nur in einigen wenigen Provinzen auch als Nutztiere zum Essen gehalten.&lt;br /&gt;
Wenn jemand ein Problem damit hat, dass diese Hunde gehalten und geschlachtet werden wie Schafe oder Rinder, dann sollte man doch erwarten, dass dieser jemand auch aufschreit, wenn andere Tiere in der Lebensmittelindustrie landen.&lt;br /&gt;
Das ist aber nicht der Fall. Und das ist genau der Vorwurf, den uns die Asiaten machen: Messen mit zweierlei Mass.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/fuckswag.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/fuckswag.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;&#039;Fuckswag&#039;, also auf deutsch Fickbeute. Das ist definitv auch kurios.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;&#039;Fuckswag&#039;, also auf deutsch Fickbeute. Das ist definitv auch kurios.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Eine Gans, die eine natürliche Lebenserwartung von 35-40 Jahren hätte innerhalb kürzester Zeit fast zu Tode zu füttern und nach nur einigen Monaten Lebenszeit zu schlachten ist in Ordnung, aber einen Hund zu töten um ihn zu essen eben nicht. Das ist scheinheilig und dient nur dazu andere Menschen und Kulturen herabzusetzen.&lt;br /&gt;
Es handelt sich hier also um eine ziemlich schräge Sichtweise, welche Tiere man kuscheln und welche man essen darf.&lt;br /&gt;
Und natürlich auch um ein sehr weit verbreitetes Vorurteil.&lt;br /&gt;
Des öfteren höre ich auch, dass die Hunde angeblich erst geschlagen und gequält werden, bevor man sie tötet, damit das Fleisch zart wird.&lt;br /&gt;
Auch das kann ich nicht bestätigen. Etwas derartiges habe ich noch nicht in China mitbekommen und auch keiner meiner chinesischen Kontakte hat je so etwas gehört oder erlebt.&lt;br /&gt;
Man bewertet erst einmal eine Sache anhand eines selbstgerechten Wertesystems als böse und behauptet dann, dass der Grossteil einer Gruppe diese tun würde.&lt;br /&gt;
Und das macht es zu einem Problem. Es gibt gewisse Dinge, die man nicht hören möchte. Schon gar nicht, wenn sie nicht der Wahrheit entsprechen.&lt;br /&gt;
„Chinesen essen Hunde“ hört sich vielleicht aus deutscher Sicht erst mal nicht schlimm an, kann man, aus einem anderen Kulturpreis betrachtet, aber in eine Reihe stellen mit „Juden sind Wucherer“ oder „Türken riechen nach Knoblauch“.&lt;br /&gt;
Das ist definitiv auch nicht witzig und für solche Äußerungen erntet man zu Recht auch Unverständnis oder Anfeindungen.&lt;br /&gt;
Wie gesagt: Den meisten Deutschen fällt es gar nicht auf, dass solch ein Spruch ein wirkliches Problem darstellt.&lt;br /&gt;
Auch hier habe ich von Asiaten immer wieder schon gehört, dass genau dies die Eigenschaft ist, die Chinesen, Koreaner, Japaner und andere Kulturen an Europäern oder Amerikanern am meisten verachten. Ungerechtfertigte Selbstverherrlichung.&lt;br /&gt;
Die eigenen sozialen Sichtweisen sind eben nicht objektiv richtig, sondern bloss anerzogen. Und es kann immer wieder vorkommen, dass man gewisse Dinge woanders nicht so betrachtet, wie man es gewohnt ist.&lt;br /&gt;
Normal vernunftbegabten Menschen ist so etwas natürlich klar. Völlig unabhängig davon, wo man herkommt.&lt;br /&gt;
Leider gibt es einen Trend, der sich im Moment genau in die Gegenrichtung bewegt. Aber auch das ist wieder ein anderes Thema und soll an anderer Stelle thematisiert werden.&lt;br /&gt;
Ich würde mir nur einfach wünschen, dass vermeintlich lustige Sprüche nicht einfach gedankenlos weiter verbreitet werden, sondern erst einmal hinterfragt werden, ob sie nicht vielleicht doch problematisch sein könnten, so wie dieser. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 24 Mar 2017 20:30:00 +0000</pubDate>
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    <title>Drei Chinesen mit dem Kontrabass</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/223-Drei-Chinesen-mit-dem-Kontrabass.html</link>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/rind.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/rind.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Kunstinstallation in einem Einkaufszentrum.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Kunstinstallation in einem Einkaufszentrum..&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Es ist so weit: Endlich Urlaub. Ich bin zur Zeit unterwegs in Europa mit der Familie, das heisst drei Chinesen und ich.&lt;br /&gt;
Als erstes waren wir in Deutschland und haben den anderen Teil  der Familie, also meine Verwandten besucht.&lt;br /&gt;
Es gab viel Sightseeing und Herumführen. Und ich habe den anderen bei dieser Gelegenheit direkt einmal mein Lager in Deutschland, wo ich meine Sachen eingelagert habe, zeigen können. Die Geräte und Musikinstrumente die noch dort stehen und den Kontrabass.&lt;br /&gt;
Vielleicht erinnern Sie sich: Ursprünglich war es geplant, mein Tonstudio mit nach China zu nehmen. Eventuell hätte ich es verkauft, wenn ich genug Zeit gehabt hätte, aber es war ja firmenseitig gewünscht mich so schnell wie möglich nach China zu schicken.&lt;br /&gt;
Nach vielem Hin- und Her und der Gewissheit, dass so ein Unterfangen neben den Umzugskosten auch etliches an Steuern kosten würde (ich habe aufgehört nachzurechnen, als der Betrag bereits 10.000 EUR überstiegen hatte) und der Gewissheit dass meine Firma dies nicht bezahlen würde, habe ich entschieden die Sachen weiterhin in Deutschland eingelagert zulassen.&lt;br /&gt;
Das ist erst einmal ein ständiger Kostenfaktor. Wir reden hier von monatlich zwischen 400 und 500 EUR.&lt;br /&gt;
Zum anderen ist es ein Anker, der mich weiterhin in Deutschland festhält. Es ist mir sehr schwer gefallen, aber der ursprüngliche Plan, mein Leben komplett nach China zu verlegen ist jetzt bereits nicht mehr aktuell und es ist abzusehen, dass ich eines Tages nach Deutschland zurückkehren werde.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/franz.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/franz.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Statue im 798 Art District.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Statue im 798 Art District.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Dazu kommt natürlich auch die Überlegung, dass meine Frau und ich Kinder haben wollen und die Kleinen nicht in der giftigen Luft Beijings gross werden sollen.&lt;br /&gt;
Ausserdem ist es für ausländische Kinder gar nicht so einfach eine gute Ausbildung zu bekommen. Internationale Schulen sind für uns unerschwinglich.&lt;br /&gt;
Dagegen ist eine gute Ausbildung in Deutschland kostenlos.&lt;br /&gt;
Wenn sie also nach China auswandern sollten, gebe ich Ihnen folgende Tipps zum aushandeln eines Vertrages mit Ihrer Firma:&lt;br /&gt;
- Die Schulkosten der Kinder sollten komplett übernommen werden (grosse deutsche Unternehmen tun so etwas)&lt;br /&gt;
- Umzugskosten sollten nicht auf einen gewissen Betrag begrenzt sein, sondern Ihren gesamten Hausrat umfassen&lt;br /&gt;
- Die Krankenversicherung sollte die gesamte Familie absichern&lt;br /&gt;
- Die Heimflüge, die sie von der Firma als Bonus erhalten sollten auch die Familie einbeziehen.&lt;br /&gt;
- Und als wichtigster Punkt: Egal ob sie freiwillig nach China gehen oder nicht: Das Gehalt sollte entsprechend nach oben angepasst werden als Aufwandsentschädigung. Denn Sie werden mehr Zeit als in Deutschland arbeiten, da Sie sich mit völlig neuen Problemen konfrontiert sehen werden. Das gilt auch für das Privatleben.&lt;br /&gt;
Alles Dinge, die ich dummerweise in meinen Vertragsverhandlungen nicht berücksichtigt habe.&lt;br /&gt;
Aber ich schweife wieder ab.&lt;br /&gt;
Mit Chinesen in Europa muss man auch wieder einige Dinge beachten:&lt;br /&gt;
Natürlich erst einmal das Essen. Gehen Sie nicht davon aus, dass Chinesen europäisches Essen schmeckt.&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie und Ihre chinesischen Freunde immer wieder in einem chinesischen Restaurant landen ist sehr hoch.&lt;br /&gt;
Ich habe an dieser Stelle Glück und es wird nicht grundsätzlich jedes Essen abgelehnt, aber man merkt schon, dass viele Dinge dem chinesischen Gaumen nicht zusagen.&lt;br /&gt;
Als aller erstes sind das Sahnesossen und Käse. Gerade bei älteren Generationen sind diese beiden Dinge nicht sehr beliebt.&lt;br /&gt;
Wenn man nun noch jemanden dabei hat, der sich vegetarisch ernährt, wird es schon etwas knifflig.&lt;br /&gt;
In Deutschland und vor allen Dingen Frankreich sind vegetarische Gerichte in der Regel mit Käse zubereitet. Das ist schon einmal nicht so einfach.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/haende.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/haende.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Plastik im 798 Art District.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Plastik im 798 Art District.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Aber auch für den fleischessenden Chinesen gibt es immer wieder Dinge, die ihm gar nicht zusagen.&lt;br /&gt;
Zum Beispiel blutig, oder medium gebratenes Rindfleisch.&lt;br /&gt;
Das, was für mich eine absolute Delikatesse darstellt, ist für meine Begleitung ungeniessbar und muss tatsächlich noch einmal nachträglich vom Koch in der Pfanne „totgebraten“ werden.&lt;br /&gt;
Tee ist auch so eine Sache: Obwohl unser Hotel eine riesige Auswahl an Tees bereitgestellt hatte, war keiner dabei, der wirklich gut genug war.&lt;br /&gt;
Das kann ich nachvollziehen, da man in China sehr viel Wert auf guten Tee legt und die Geschmäcker international hier etwas auseinander gehen.&lt;br /&gt;
Gerade der schwarze Tee war ein grosses Problem. Der englische ging überhaupt nicht, da er extrem aromatisiert ist, aber auch der indische war vom Geschmack her nicht zu vermitteln.&lt;br /&gt;
Einzig der grüne Tee wurde, zwar nicht unter Begeisterungsstürmen aber immerhin angenommen.&lt;br /&gt;
Das gleiche gilt für den Reis: So etwas wie chinesischen Reis bekommt man eben in Europa nur im asiatischen Supermarkt.&lt;br /&gt;
Aber auch hier haben sich meine Reisebegleiter tapfer durchgebissen.&lt;br /&gt;
Zum Abendbrot gab es dann auch immer wieder Nudelsuppe aus dem chinesischen Supermarkt und es wurde immer wieder aus China importierter Tee aufgebrüht.&lt;br /&gt;
Aber auch hier gibt es wieder ein Hindernis: Nicht jedes europäische Hotel hat auch einen Wasserkocher.&lt;br /&gt;
Kleine, alte Hotels in Paris zum Beispiel sind, was die Atmosphäre angeht, ungeschlagen im Vergleich zu anderen Bettenburgen, bieten allerdings nicht alle Utensilien, die ein Chinese dringend benötigt und in der Innenstadt lässt sich solche Gerätschaft schwerlich besorgen.&lt;br /&gt;
Als kleiner Tipp: Sollten Sie einmal mit Chinesen in die Stadt an der Seine reisen, nehmen Sie einen Wasserkocher mit.&lt;br /&gt;
Sollten Sie einen kaufen wollen, müssen Sie etwas aus dem Stadtzentrum herausfahren, denn im innerstädtischen Bereich sind die Supermärkte zu klein um eine Elektroabteilung zu beherbergen.&lt;br /&gt;
Einzig bei BHV/Marais kann man noch so etwas bekommen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 07 Feb 2017 06:51:00 +0000</pubDate>
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    <title>Wer zahlt denn jetzt ?</title>
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            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/video/fruechte.gif&quot; title=&quot;&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eine Kunstinstallation in einem Einkaufscenter.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Bezahlen ist in China auch so eine Sache. Man denkt sich: „Was soll denn daran jetzt besonderes sein ?“&lt;br /&gt;
Aber es gibt Unterschiede. Mal ganz abgesehen davon dass man in China vermehrt auf moderne Medien umsteigt, wie zum Beispiel die Bezahlung per Handy, so sind auch traditionell schon einige Unterschiede vorhanden.&lt;br /&gt;
Zum ersten: Es gibt kein Trinkgeld. Nirgendwo. Oder sagen wir besser: Klassischerweise nirgendwo.&lt;br /&gt;
In modernen Hotels und schicken Clubs, in denen viele Ausländer ein- und ausgehen kann es doch schon vorkommen, dass die Angestellten ein Trinkgeld erwarten.&lt;br /&gt;
Aber normalerweise zahlt man in China kein Trinkgeld.&lt;br /&gt;
Das kann hin und wieder schon mal zu interessanten, kleinen Anekdoten führen:&lt;br /&gt;
So war ich einmal in einem Restaurant auf einer meiner ersten Chinareisen und habe der Bedienung etwas mehr Geld als den zu bezahlenden Betrag in die Hand gedrückt, da es gerade so passte und ein schöner runder Betrag war.&lt;br /&gt;
Danach bin ich aufgestanden und habe mich in Richtung Türe bewegt.&lt;br /&gt;
Die arme Angestellte sprang hastig hinter mir her mit den Worten „不对，不对“ (bù duì, bù duì), was so viel heisst wie „das stimmt nicht“.&lt;br /&gt;
Als ich ihr lächelnd sagte, dass das schon in Ordnung sei beharrte sie um so vehementer darauf, dass ich mein Wechselgeld an mich nähme.&lt;br /&gt;
Ihr war die ganze Situation offensichtlich sehr peinlich, also habe ich dann mein Wechselgeld eingesteckt und habe mich bedankt.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tower.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/tower.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Der China World Trade Center Tower III.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der China World Trade Center Tower III.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Eigentlich war es von meiner Seite aus gut gemeint, hat aber dann mehr Hektik angerichtet als ursprünglich angenommen und die arme Frau in eine anscheinend unangenehme Situation gebracht.&lt;br /&gt;
Tun Sie mir den Gefallen und machen sie nicht den gleichen Fehler. Wenn Sie ihr Wechselgeld zurückbekommen, stecken Sie es einfach ein. Das macht es einfacher für alle Beteiligten.&lt;br /&gt;
Und glauben Sie mir: Das Leben ist um einiges einfacher ohne Trinkgeld. Man muss nicht herumrechnen wie viel man gibt, man hat nie mehr diese Ungewissheit ob es angemessen, oder zu viel oder zu wenig ist. Man will ja schliesslich nicht als geizig dastehen.&lt;br /&gt;
Sie besteigen ein Taxi und bezahlen, was auf dem Taxameter steht, fertig. Das ist sehr angenehm.&lt;br /&gt;
Vor allen Dingen, wenn man einmal etwas getrunken hat und sich mit dem Taxi nach Hause fahren lässt. Ich neige dann immer dazu zu viel Trinkgeld zu bezahlen. Dieses Problem habe ich in China nicht.&lt;br /&gt;
Eine weitere Sache ist die Frage wer bezahlt. Wenn Sie zum Beispiel mit Freunden oder Verwandten in China ausgehen, kommt am Ende des Essens immer das Gerangel um die Rechnung.&lt;br /&gt;
Selbst wenn man die anderen eingeladen hat, werden sie darauf bestehen bezahlen zu dürfen.&lt;br /&gt;
In einigen Fällen ist das mehr oder weniger gespielt und gilt als gute Tischsitte zumindest angeboten zu haben die Rechnung zu übernehmen, aber oft ist es tatsächlich ein regelrechter Kampf.&lt;br /&gt;
Da ich mich auf Chinesisch nicht so gut durchsetzen kann wie alle anderen hier, habe ich mir angewöhnt die Spielregeln ein wenig an meine Bedürfnisse anzupassen und gehe einfach, wenn abzusehen ist, dass nichts mehr nachbestellt wird, unter dem Vorwand die Toilette aufzusuchen, bezahlen.&lt;br /&gt;
Dann sind alle erst einmal beleidigt, aber das ist in der Regel auch nur gespielt. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 06 Feb 2017 09:41:00 +0000</pubDate>
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    <title>Das 7 Minuten Ei</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/208-Das-7-Minuten-Ei.html</link>
            <category>Kultur</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/video/eier.gif&quot; title=&quot;&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eier kochen kann auch zu einem interkulturellen Missverständnis führen.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;In China kann man an vielen Dingen Unterschiede zum Leben in Deutschland festmachen. Dazu zählen nicht nur der Verkehr, die Sprache und die Kultur, sondern auch ganz banale, alltägliche Dinge.&lt;br /&gt;
So kann es zum Beispiel zu Diskussionen kommen, wie man denn am besten ein Ei kocht.&lt;br /&gt;
Ob sie es glauben oder nicht, meine gute deutsche Methode ein perfektes 7 Minuten Ei zu kochen ist tatsächlich in Frage gestellt worden.&lt;br /&gt;
Unglaublich, aber wahr, wo man doch gerade an Hand des Frühstückseis die übertrieben penible Art eines Deutschen erkennen kann.&lt;br /&gt;
Ich fühlte mich ein wenig  an einen &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Loriot&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Loriot&quot;&gt;Loriot&lt;/a&gt; Sketsch erinnert und ich wartete eigentlich nur auf den Satz: „&lt;a href=&quot;https://www.youtube.com/watch?v=bBQTBDQcfik&quot; title=&quot;https://www.youtube.com/watch?v=bBQTBDQcfik&quot;&gt;Mit meinem Gefühl stimmt etwas nicht ?&lt;/a&gt;“&lt;br /&gt;
Nennen Sie mich spiessig, aber ich koche Eier nach der Uhr, da ich gerne das Eigelb weich und das Eiweiss hart habe.&lt;br /&gt;
Also als erstes Wasser zum kochen bringen, dann die Eier rein, 7 Minuten kochen lassen und dann unter kaltem Wasser abschrecken. Eigentlich nichts besonderes und international gleich, dachte ich.&lt;br /&gt;
Aber weit gefehlt: Als erstes wurde ich schon schief angeguckt, als ich die Eier angestochen habe.&lt;br /&gt;
Ich gebe zu, das ist nicht unbedingt notwendig, ich tue es trotzdem aus Gewohnheit immer.&lt;br /&gt;
Als ich dann das Wasser auf den Herd stellte und anschaltete, war aus chinesischer Sicht schon alles verkehrt.&lt;br /&gt;
Und es hat tatsächlich wegen dieses dummen, kleinen Zwischenfalls eine Diskussion gegeben, da natürlich jeder erst einmal davon ausgeht, dass der Andere keine Ahnung hat, was er denn da gerade tut.&lt;br /&gt;
In China stellt man die Eier im kalten Wasser auf den Herd und erhitzt beides zusammen.&lt;br /&gt;
Kann man so oder so machen, aber ich für meinen Teil bevorzuge immer noch die deutsche Methode.&lt;br /&gt;
Aber sie sehen schon, an Hand dieser kleinen, täglichen Unterschiede kann man, selbst wenn es sich hier nur um eine Banalität handelt, ganz gut abschätzen, wie unterschiedlich die Kulturen doch sind. Da kann man nicht blindlings durch die Gegend trampeln in der festen Überzeugung dass einzig die eigene Ansichtsweise die richtige ist.&lt;br /&gt;
Nun stellen sie sich einfach vor, dass es in jedem Aspekt des täglichen Lebens ähnliche Situationen gibt und Sie haben eine Ahnung, wie man sich als Deutscher in China fühlt.&lt;br /&gt;
Einige Situationen unterscheiden sich mehr, andere weniger. Einige bereichern den Alltag, andere stellen Hindernisse dar. Aber in jedem Fall ist das 7 Minuten Ei ein gutes Synonym für interkulturelle Unterschiede.&lt;br /&gt;
Und noch ein kleiner Hausfrauentipp zum Abschluss: Sollte Ihnen ein Ei beim kochen kaputt gehen und der Inhalt beginnt sich im kochenden Wasser zu verteilen, schütten Sie einfach etwas Essig in das Wasser.&lt;br /&gt;
Er hat keinen Einfluss auf den Geschmack, stoppt aber das Auslaufen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 16 Jan 2017 06:17:00 +0000</pubDate>
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    <title>Snail mail</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/193-Snail-mail.html</link>
            <category>Anderes</category>
            <category>Kultur</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/lightnight.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/lightnight.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ausblich aus dem Fenster im CBD (Central Business District).&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ausblich aus dem Fenster im CBD (Central Business District).&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ich befinde mich noch in Deutschland und muss noch ein paar Sachen regeln. Man kommt ja nicht mehr so oft hierher, also hat man entsprechend auch einiges zu tun.&lt;br /&gt;
Mir ist aufgefallen, dass es bei vielen Dingen die man erledigen möchte, im Vergleich zu China, relativ kompliziert ist.&lt;br /&gt;
Möchte man zum Beispiel sein Konto für das Online Banking einrichten, so braucht man erst einmal einen Aktivierungscode, der per Post zugestellt wird.&lt;br /&gt;
Sehr interessant. Ich möchte gerne das Online Banking nutzen um mich von den veralteten Medien zu lösen. Sie sind für jemanden, der im Ausland wohnt nicht praktikabel. Aber um das zu tun brauche ich erst einmal wieder eines von ihnen, nämlich die Briefpost (Gerne auch als &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Schneckenpost&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Schneckenpost&quot;&gt;Snail mail&lt;/a&gt; bezeichnet).&lt;br /&gt;
In China ist man da schon wesentlich weiter. Alles funktioniert über das Mobiltelefon. Soll ein Aktivierungscode gesendet werden, dann natürlich auf das Handy. Dauert ein paar Sekunden und schon kann man benutzen, was man eben eigerichtet hat.&lt;br /&gt;
Deutschland ist dagegen sehr konservativ. Ich könnte mir denken, dass das das an dem Durchschnittsalter der Einwohner liegt.&lt;br /&gt;
Deutschland ist ein Land der alten Leute. Da wird China auch noch hinkommen. Durch die Ein Kind Politik wechselt das Durchschnittsalter in China auch langsam und die Älteren sind bald schon in der Überzahl.&lt;br /&gt;
Aber eben jetzt noch nicht. Noch gibt es sehr viele Junge Leute. Und diese bestimmen das tägliche Leben und sorgen dafür dass sich neue Innovationen durchsetzen können.&lt;br /&gt;
Ob das gut oder schlecht ist, mag jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich denke, dass ein gesunder Mittelweg, wie immer das beste ist.&lt;br /&gt;
Aber zur Zeit fühlt sich für mich Deutschland, jedes mal wenn ich hier bin, wie eine grosse Bremse an.&lt;br /&gt;
Dinge, die ich in China in 5 Minuten erledigen kann, brauchen in Deutschland eine Woche. Das kann wirklich nerven. Vor allen Dingen, wenn die Zeit, die man hier verbringen kann, knapp bemessen ist. 
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    <pubDate>Fri, 30 Dec 2016 09:07:00 +0000</pubDate>
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    <title>Warum nur?</title>
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            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/silk-street1.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/silk-street1.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;秀水街 xiù shuǐ jiē oder die &#039;Silk street&#039;.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;秀水街 xiù shuǐ jiē oder die &#039;Silk street&#039;.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Immer wieder in Touristenprospekten und im Internet angepriesen wird die so genannte „Silk street“ in Beijing.&lt;br /&gt;
Sie ist unter den Namen „Silk street“, „Silk market“ oder „Silk street market“ bekannt.&lt;br /&gt;
Im chinesischen heisst sie 秀水街 xiù shuǐ jiē, was übersetzt so etwas wie „Strasse des schönen Wassers“ bedeutet und einfach den Strassennamen wiedergibt, wo sich der Markt befindet. Deshalb wissen viele Einheimische mit dem Begriff Silk street  oder Silk market oft nichts anzufangen. Sie kennen diesen Markt einfach nicht (wir werden später sehen warum).&lt;br /&gt;
Ursprünglich handelte es sich bei der Silk street um einen Strassenmarkt, auf dem Seide, alle möglichen anderen Stoffe und Kleidung feil geboten wurden.&lt;br /&gt;
Seit 2005 handelt es sich um ein 6 stöckiges Gebäude am selben Platz, das neben Kleidung aller Art über Koffer, Schmuck und Restaurants den Kunden so einiges zu bieten hat.&lt;br /&gt;
Aber schauen wir uns erst einmal an, wer die Kunden sind: Es handelt sich hierbei fast ausschliesslich um ausländische Touristen. Ganz einfach, weil sie die besten Opfer für dieses Verkaufskonzept sind.&lt;br /&gt;
Es ist schwierig, wenn nicht gar unmöglich Originalware auf dem Silk market zu bekommen. Auch wenn viele der Produkte täuschend echt aussehen,sind es tatsächlich mal mer, mal weniger gut gemachte Plagiate.&lt;br /&gt;
Nicht immer handelt es sieh hier um minderwertige Qualität. Es gibt durchaus nachgemachte Produkte, die den Originalen in nichts nachstehen.&lt;br /&gt;
Allerdings kann man sich nicht immer sicher sein mit welchen Chemikalien sie hergestellt wurden. Man sollte also vorsichtig sein.&lt;br /&gt;
Aber kommen wir zum Silk market selber: Ich bin zweimal hier gewesen und habe mich jedes mal gefragt, was die Leute hier hin zieht.&lt;br /&gt;
Ausländer werden immer übervorteilt, das ist eigentlich schon das ganze Geschäftsmodell im groben erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/silk-street3.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/silk-street3.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;秀水街 xiù shuǐ jiē oder die &#039;Silk street&#039;.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;秀水街 xiù shuǐ jiē oder die &#039;Silk street&#039;.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Und alle Leute, die glauben, dass sie das Superschnäppchen gemacht haben, weil sie den Verkäufer von 1000 RMB auf 100 RMB drücken konnten sind die Zielgruppe, auf die es die Verkäufer abgesehen haben.&lt;br /&gt;
Natürlich hat man den Verkäufer nicht durch seine schlaue Verhandlungstaktik dazu gebracht einem die Sachen zum Einkaufswert zu verkaufen. In so einem Falle würde der Verkäufer die Produkte nicht verkaufen. Sie können sich gar nicht vorstellen für welch niedrige Preise man in Asien Kleidung produzieren kann.&lt;br /&gt;
In vielen Fällen hätten Sie selbst für 10 RMB noch kein Schnäppchen ergattert.&lt;br /&gt;
2010, als ich bereits einmal in Beijing gelebt habe, gab es einen zweiten Kleidermarkt gegenüber vom Zoo. Es gab ein Sprichwort das sagte, dass die Kleidung die auf dem Silk market verkauft wird, vorher hier eingekauft wurde. Wenn man selber einmal dort war, konnte man nur staunen über die unglaublich niedrigen Preise.&lt;br /&gt;
Und selbst wenn man nicht hier eingekauft hat, ist es in so ziemlich jedem beliebigen Laden billiger und es gibt bessere Qualität als auf der Silk street.&lt;br /&gt;
Den Markt gegenüber vom Zoo gibt es leider nicht mehr, die Händler kaufen jetzt woanders ein. Die Silk street erfreut sich nach wie vor grosser Beliebtheit.&lt;br /&gt;
Aber es geht natürlich auch nicht alleine um das Einkaufen zu einem niedrigen Preis. Viele der Touristen sind hier, weil sie sich am liebsten in ihrer Landessprache über den Tisch ziehen lassen.&lt;br /&gt;
Die Verkäufer hier besitzen durch die Bank alle unglaubliche Sprachfähigkeiten. Sie springen von Englisch zu Deutsch, über Russisch und hin zu Spanisch, Französisch und Italienisch.&lt;br /&gt;
Ich frage mich immer warum diese Leute anstatt in einer Sprachschule zu arbeiten, lieber in einem ziemlich zwielichtigen Etablissement arbeiten und Leuten an der Kleidung herumzupfen (Ja, ja, es ist natürlich das Geld, das man mit opferwilligen Touristen machen kann).&lt;br /&gt;
Kommen wir auf das Herumzupfen zu sprechen: Es ist mit Abstand das schlimmste an diesem Kaufhaus (wenn man es denn als Kaufhaus bezeichnen will).&lt;br /&gt;
Die Verkäufer sind extrem aufdringlich und wollen nicht nur lautstark ihre Ware an den Mann / die Frau zu bringen, sondern versuchen die potentiellen Kunden auch durch Ziehen und Zerren zu ihrem Verkaufsstand zu bewegen.&lt;br /&gt;
Für mich ein absolutes NoGo. Alleine schon aus diesem Grund meide ich diesen Ort.&lt;br /&gt;
Aber es ist und bleibt ein absoluter Touristenmagnet. Viele Reiseveranstalter haben neben der &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Verbotene_Stadt&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Verbotene_Stadt&quot;&gt;verbotenen Stadt (故宫 gù gōng)&lt;/a&gt; und dem &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelstempel&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelstempel&quot;&gt;Himmelstempel (天坛 tiān tán)&lt;/a&gt; auch den Silk market im Programm.&lt;br /&gt;
Ich verstehe bis heute nicht warum. 
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    <pubDate>Mon, 19 Dec 2016 06:04:00 +0000</pubDate>
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