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    <title>China Blog - Sonstiges</title>
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    <description>Mein Leben als Expat in Beijing</description>
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<pubDate>Thu, 27 Jul 2023 21:03:14 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: China Blog - Sonstiges - Mein Leben als Expat in Beijing</title>
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    <title>Sahneheringe - oder - Deja-Vus sind oft Fehler in der Matrix</title>
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            <category>kleine Spinnereien</category>
            <category>Physik</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/bjn.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/bjn.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Nacht in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Nacht in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Laut der modernen Physik (oder zumindest einer populären Strömung in ihr), sollen wir glauben dass am Anfang, also zur Entstehung des Universums weder Raum noch Zeit existiert haben.&lt;br /&gt;
Das ist erst einmal ein ziemlich schwer verdaubarer Brocken, so etwas bereitet gewisse Schwierigkeiten, wenn man versucht es sich vorzustellen. Aber gut, lassen wir das erst einmal so stehen.&lt;br /&gt;
Dann gab es angeblich den grossen Knall und alles breitete sich aus, verdampfte, wurde fest, zersetzte sich wieder, wurde wieder fest bis endlich das Universum mit all seinen Galaxien, Sternen, Elementen, Sahneheringen und Hundekotbeutelspendern da war.&lt;br /&gt;
Wenn das der Anfang war, ist natürlich die Frage: „Was war vorher?“ ... Ach ja, ich vergaß: Es gab ja noch keine Zeit, also auch kein &quot;vorher&quot; (ich kann meinen Verstand einfach nicht dazu bringen so verquer zu denken).&lt;br /&gt;
Nun gut, es gab halt keine Zeit in unserem Ding und Raum auch nicht. Aber muss es nicht doch irgendwoher gekommen sein?&lt;br /&gt;
Die Weltreligionen sagen einfach: „Klar. Vorher war Gott und der hat alles gestartet.“ (Auch nicht sehr überzeugend, meiner Meinung nach, aber zumindest schon mal ein Erklärungsversuch).&lt;br /&gt;
Nehmen wir doch einfach mal das Gott-Modell und modifizieren es ein wenig:&lt;br /&gt;
Gehen wir einfach davon aus, dass da etwas war, das das ganze gestartet hat.&lt;br /&gt;
Und was denn eigentlich? Nun ja die Existenz von einfach allem. ... Hm, das ist ein wenig vage.&lt;br /&gt;
Nun, betrachten wir es doch einfach mal von dieser Seite: Das Universucm, das Leben und alles was so dazugehört, folgt, so weit wir das erkennen können bestimmten Regeln: Physikalische Gesetze, mathematische Prinzipien etc.,&lt;br /&gt;
Und nach diesen Regeln läuft das Programm „Existenz“ ab.&lt;br /&gt;
Um mal bei dem Gott-Modell zu bleiben: Da hat der alte Herr einfach einen Doppelklick auf das „Erschaffe alles“-Symbol gemacht, vielleicht weil er ein paar Sahneheringe haben wollte und so nahm alles seinen Lauf, streng nach den Regeln des Programms.&lt;br /&gt;
Dann wäre unsere Existenz natürlich streng genommen eine Simulation. So, wie wir Simulationen auf unseren Rechnern ausführen, wären auch wir Teil eines Programms das irgendwo abläuft.&lt;br /&gt;
Diese Idee ist natürlich nicht einfach auf meinem eigenen Mist gewachsten, auch wenn ich sie vielleicht ein wenig mit Sahneheringen ausgeschmückt habe, sondern es gibt Befürworter und natürlich auch Gegner dieser und ähnlicher Theorien und diese werden rege diskutiert.&lt;br /&gt;
Eine recht bekannte Aussage ist zum Beispiel, dass nur das Universum selber die Rechenpower aufbringen könnte, um etwas wie sich selbst zu simulieren.&lt;br /&gt;
Das ist ja an sich schon einmal recht seltsam, wenn man davon ausgeht, dass etwas simuliert ist, kann man selbstverständlich auch nicht innerhalb dieses Konstruktes nach Grenzen suchen, sondern muss davon ausgehen dass es etwas größeres darum gibt.&lt;br /&gt;
So weit alles gut und schön, aber wie könnte man erkennen dass man in einer Simulation lebt?&lt;br /&gt;
Wenn wir von unseren Simulationen ausgehen, dann ist das wohl auffälligste Mekrmal dass man sich in einer künstlichen Realität befindet wohl jenes, dass es hin und wieder zu kleinen Fehlern kommt, die Anomalien verursachen können.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Philip_K._Dick&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Philip_K._Dick&quot;&gt;Philip K. Dick&lt;/a&gt;, einer der einflussreichsten Science-Fiction Autoren userer Zeit hat immer wieder von mehreren Realitäten geschrieben, die parallel ablaufen.&lt;br /&gt;
Also so wie Programme auf einem Computer. Und bei einem Fehler im Programm soll es dann möglich sein, dass Daten aus der einen in der anderen landen.&lt;br /&gt;
Hört sich ganz nach einem Daja-Vu an, oder auch nach dem &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Konfabulation&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Konfabulation&quot;&gt;Mandela-Effekt (eigentlich Konfubulation genannt)&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Dieser besagt, dass viele Menschen sicher sind dass Nelson Mandela während seines Gefängnisaufenthaltes in den 1980er Jahren verstorben sei, obwohl er (in dieser Realität) tatsächlich erst 2013 an einer Lungenentzündung gestorben ist.&lt;br /&gt;
Es gibt einige dieser seltsamen Ereignisse. Mein persönliches, das ich mit unzähligen Menschen teile ist das folgende:&lt;br /&gt;
Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Oxyg%C3%A8ne&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Oxyg%C3%A8ne&quot;&gt;Oxygene IV&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Michel_Jarre&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Michel_Jarre&quot;&gt;Jean Michel Jarre&lt;/a&gt;  damals die Titelmusik der Wissenssendung „Aus Forschung und Technik“ mit &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Bublath&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Bublath&quot;&gt;Joachim Bublath&lt;/a&gt; war (hatte ich in Artikel [[Von Robbi, Tobbi, Drecki und Kotze]] einmal kurz angerissen).&lt;br /&gt;
Nach Philip K. Dick fühlt sich ein Deja-Vu so an als hätte man es bereits einmal erlebt, weil genau das den Tatschen entspricht.&lt;br /&gt;
Oder mit anderen Worten: „Deja-Vus sind oft Fehler in der Matrix - Das kann passieren, wenn sie etwas ändern“, wie es so schön in dem Film &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Matrix_(Film)&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Matrix_(Film)&quot;&gt;Matrix&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Wachowskis&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Wachowskis&quot;&gt;Lana und Lily Wachowski&lt;/a&gt; (Den Wachowski Brothers, die jetzt die Wachowski Sisters sind) heisst, der ja bekanntlich auch von einer simulierten Welt handelt.&lt;br /&gt;
In dem Film &quot;&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Welt_am_Draht&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Welt_am_Draht&quot;&gt;Welt am Draht&lt;/a&gt;&quot; von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Rainer_Werner_Fassbinder&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Rainer_Werner_Fassbinder&quot;&gt;Rainer Werner Fassbinder&lt;/a&gt; von 1973, der auf dem Roman &quot;&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Simulacron-3&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Simulacron-3&quot;&gt;Simulacron-3&lt;/a&gt;&quot; von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_F._Galouye&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_F._Galouye&quot;&gt;Daniel F. Galouye&lt;/a&gt; aufgebaut ist, der auch von einer simulierten Welt handelt und der mich als Kind bereits sehr in seinen Bann gezogen hatte, obwohl ich seiner Bedeutung nur bedingt folgen konnte, wird dieses Phänomen auch aufgegriffen.&lt;br /&gt;
Ein Zeitungsartikel, an den sich der Protagonist noch erinnert, scheint niemals existiert zu haben.&lt;br /&gt;
Alles Dinge oder Begebenheiten, die nie passiert sind, obwohl man sich an sie erinnert oder einfach nicht mehr das sind, was sie einmal waren und nichts von alledem kann man wirklich erklären.&lt;br /&gt;
Denn es sind alles nur Indizien, die keiner wissenschaftlichen Überprüfung standhalten.&lt;br /&gt;
Das menschliche Gehirn ist zu grossen Teilen noch unerforscht und so weit wir es bereits kennen, gelinde gesagt ein absoluter Chaot, wenn es um Speicherplatzzuweisung geht, da kann hier und da schon mal was in den Zeitlinien und den dazughörigen Schubladen verrutschen.&lt;br /&gt;
Wo also besser nach Beweisen suchen, als in der Wissenschaft selber?&lt;br /&gt;
Ein anderes Phänomen von Simulationen ist nämlich die Aufteilung von Rechenpower auf die wichtigsten Dinge.&lt;br /&gt;
In einer Spielesimulation zum Beispiel wird alles das, was sich in unmittelbarer Nähe zum Spieler befindet, detailgetreu berechnet, während Dinge die weit weg sind nur ungenau dargestellt werden.&lt;br /&gt;
Rendern nennt sich dieser Prozess und er geschieht in modernen Spielen zur Zeit des Spiels selber. Also in „Echtzeit“.&lt;br /&gt;
Wenn man sich ausserhalb von Gebäuden befindet, macht es für den Computer natürlich überhaupt keinen Sinn das Innere zu berechnen. Erst wenn man das Gebäude betritt werden diese Daten benötigt.&lt;br /&gt;
Sollte es so etwas etwa auch in unserer Realität geben?&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Sylvester_James_Gates&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Sylvester_James_Gates&quot;&gt;Sylvester James Gates&lt;/a&gt;, ein amerikanischer theoretischer Physiker hat, als er &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Quark_(Physik)&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Quark_(Physik)&quot;&gt;Quarks&lt;/a&gt; untersucht hat, mit Hilfe der &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Stringtheorie&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Stringtheorie&quot;&gt;Stringtheorie&lt;/a&gt; einen &quot;fehlerkorrigirenden Code&quot; gefunden, wenn man es so nennen mag, aber dazu gleich mehr.&lt;br /&gt;
In 2017 haben Wissenschaftler an der Universität von Washington bewiesen, dass sie Computercode in DNA Stränge integrieren können.&lt;br /&gt;
Somit sind Computerprogramme und das menschliche Leben grundsätzlich schon nicht mehr weit voneinander entfernt.&lt;br /&gt;
Auch in der Natur folgt alles mathematischen Prinzipien: Die Fibonacci-Folge und der goldene Schnitt (hatten wir in Artikel [[Werkzeug der Harmonie]] bereits angesprochen) finden sich überall in der Schöpfung des grossen Sahneheringsherstellers wider.&lt;br /&gt;
Vom Schneckenhaus, über die Anordnung von Samen in einer Sonnenblume bis hin zur Form einer Spiralgalaxie.&lt;br /&gt;
Von den Atomen bis hin zu kosmischen Gebilden, alles folgt den gleichen Gesetzen. Wenn man so will, einem Programm.&lt;br /&gt;
Aber kommen wir noch einmal auf das Rendern zurück: In unseren Simulationen, wie Spielen etc. werden immer nur die Stücke detailgetreu gerendert, mit denen der User aktuell interagiert oder die sich in unmittelbarer Nähe zu ihm befinden.&lt;br /&gt;
Was wäre wenn das in unserer Welt auch so funktionieren würde?&lt;br /&gt;
Und da sind wir wieder bei der Stringtheorie: Ein Experiement genannt „&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Doppelspaltexperiment&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Doppelspaltexperiment&quot;&gt;Doppelspaltexperiment&lt;/a&gt;“ präsentiert uns ein sehr interessantes und absolut unerwartetes Ergebnis, wenn wir es durchführen.&lt;br /&gt;
Ich will gar nicht zu sehr ins Detail gehen, nur so viel: Bei Wellen, die wir durch diese Apparatur schicken, erwarten wir ein Muster aus mehreren Strichen, das durch die Wellen und ihre Wechselwirkung aufeinander entsteht.&lt;br /&gt;
Ein sogenanntes Interferenzmuster, das durch zwei parallele Schlitze entsteht, durch die sie geschickt werden.&lt;br /&gt;
Bei Materie hingegen erwarten wir zwei Striche, entsprechend der beiden Schlitze, da sie diese auf direktem Wege passieren sollten ohne sich gegenseitig zu beeinflussen.&lt;br /&gt;
So weit die Erwartung. Wenn wir jetzt aber tatsächlich Elementarteilchen durch dieses Experiment schicken, sieht es so aus als würden diese keine Materie sein, sondern Wellen, da wir eben jenes Muster aus mehreren Strichen zu sehen bekommen.&lt;br /&gt;
Und jetzt wird es richtig wild: Wenn wir die einzelnen Teilchen beobachten während sie durch die Schlitze treten, ändert sich das Ergebnis plötzlich und das erwartete Muster mit zwei Strichen erscheint, beobachten wir sie nicht mehr, bekommen wir wieder das Wellenmuster.&lt;br /&gt;
Und das ganze unabhängig davon ob wir sie vor, oder nach dem dem durchtreten der Schlitze beobachten, was bedeuten würde, dass die Teilchen eigentlich schon vorher gewusst haben müssen ob sie als Welle oder Teilchen durch die Schlitze gehen müssen und ob sie später beobachtet werden oder nicht, um eben jene Muster zu erzeugen.&lt;br /&gt;
Und da haben wir ihn, unseren “fehlerkorrigirenden Code”. Das Ergebnis ist entsprechend so, wie es sein soll, wenn man es überprüft.&lt;br /&gt;
Falls Sie, lieber Leser, das mit Hilfe von gesundem Menschenverstand erklären können, lassen Sie es mich bitte wissen, es wartet ein Nobelpreis auf Sie.&lt;br /&gt;
Und da wären wir dann auch schon wieder bei unserer Computersimulation: Bestimmte Dinge werden erst dann gerendert, wenn der Fokus auf ihnen liegt.&lt;br /&gt;
In unserem Fall verhalten sich die Teilchen nur wie Teilchen, wenn wir sie beobachten.&lt;br /&gt;
Ist dies vielleicht ein Beweis, dass wir in einer Simulation leben? Oder ist es bloss einer dieser Ausrutscher des wissenschaftlichen Denkens, die sich hin und wieder mangels einer besseren Erklärung etablieren?&lt;br /&gt;
Das &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Thomsonsches_Atommodell&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Thomsonsches_Atommodell&quot;&gt;Rosinenkuchenmodell&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_John_Thomson&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_John_Thomson&quot;&gt;Joseph John Thomson&lt;/a&gt; zur Erklärung zum Aufbau von Atomen wurde auch erst 1911 zum &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Rutherfordsches_Atommodell&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Rutherfordsches_Atommodell&quot;&gt;Rutherfordsches Atommodell&lt;/a&gt; verfeinert.&lt;br /&gt;
So gesehen betrachten wir hier vielleicht gerade das Sahneheringsmodell und es fehlen uns ein paar Informationen um wirklich Sinn aus den gewonnenen Erkenntnissen zu ziehen.&lt;br /&gt;
Aber wieso erzähle ich das alles (und warum drifte ich immer so weit ab)?&lt;br /&gt;
Eigentlich wollte ich von Verkäufern in China erzählen, denn bei Verkäufern in China stösst man auf ein ähnliches Phänomen.&lt;br /&gt;
Man beschaut sich die Ware, ist sicher man weiss um was es sich handelt, nur um nach dem Gespräch mit dem Verkäufer herauszufinden, dass sich magischerweise alles ganz anders verhält als gedacht.&lt;br /&gt;
Kurzes Beispiel: Ich wollte ein Teebrett kaufen.&lt;br /&gt;
Das ist eine kleine, recht flache, hölzerne Kiste mit einem Gitter oben.&lt;br /&gt;
Es dient dazu, darauf Teetassen und Teekannen zu stellen, so dass das überflüssige Wasser durch das Gitten ablaufen kann.&lt;br /&gt;
Es wird dann in einer Art Schublade aufgefangen, oder bei etwas besseren Modellen über einen Schlauch abgeführt.&lt;br /&gt;
In Artikel [[Abwarten und Tee trinken]] kann man genau sehen, worum es sich handelt.&lt;br /&gt;
Ich hatte mir ein Modell in einem Laden ausgesucht das mir sehr gut gefiel und wollte es kaufen.&lt;br /&gt;
Das Ausstellungsstück war sehr gut verarbeitet und dunkelgrün.&lt;br /&gt;
Das Modell das ich bekam war braun.&lt;br /&gt;
Auf Nachfrage, ob es das Modell auch noch in grün gäbe, bekam ich die spontane Antwort, dass es sich hier genau um das gleiche Modell handele und es bei regelmäßiger Nutzung auch grün werden würde.&lt;br /&gt;
Nicht dass mich die Farbe gestört hätte, eigentlich hat mir das braune ebenso gut gefallen wie das grüne.&lt;br /&gt;
Aber es ist doch schon interessant, dass ähnlich dem Doppelspaltexperiment, ein Ding auf den ersten Blick braun, bei genauerer Erklärung dann aber doch grün ist.&lt;br /&gt;
Chinesische Verkäufer erzählen ihren Kunden die absurdesten Dinge, selbst wenn sie so unglaubwürdig sind, dass man beginnt an ihrem Verstand zu zweifeln.&lt;br /&gt;
Ähnliche Vorfälle sind mir in China ständig passiert, Lügen zu erzählen scheint fast schon ein Reflex zu sein.&lt;br /&gt;
Ich gebe zu, dass Verkäufer auch in Deutschland dem Kunden um den Mund reden um ihre Waren zu verkaufen.&lt;br /&gt;
Aber in China hat das ganze noch eine ganz andere Dimension.&lt;br /&gt;
Da ändern Dinge schon mal ihre physikalischen Eigenschaften, einfach so.&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich hat da einfach jemand etwas in der Matrix geändert. 
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    <pubDate>Thu, 27 Jul 2023 11:05:00 +0000</pubDate>
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    <title>C#</title>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/sharp.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/sharp.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Bedarf wohl keiner weiteren Beschreibung...&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Bedarf wohl keiner weiteren Beschreibung...&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;C ist eine recht alte Programmiersprache.&lt;br /&gt;
Das einzige Manko das sie hatte war die fehlende Unterstützung für Objekte (objektorientiertes Programmieren ist ja bis heute noch der heisse Scheiss).&lt;br /&gt;
Somit wurde C++ entwicket. Abwärtskompatibel: Das bedeutet, dass Programme die in C geschrieben wurden auch noch weiter in einer C++ Umgebung laufen.&lt;br /&gt;
Aber anders als moderne Programmiersprachen muss man so wohl in C wie auch in C++ viele Dinge selber regeln: Speichermanagement und Verhalten bei Fehlern zum Beispiel.&lt;br /&gt;
Die beiden sind sogenannte Low-Level Programmiersprachen. Oder zumindest sind sie das bei einer bestimmten Betrachtungsweise.&lt;br /&gt;
Machmal zieht man den Trennstrich zwischen High- und Low-Level Programmiersprachen nämlich auch zwischen den vom Menschen lesbaren Sprachen, wozu alle drei gehören und auf der anderen Seite Assembler und Maschinencode (Wobei Assembler eingentlich auch vom Menschen lesbar ist, aber das ist wieder nur Haarspalterei).&lt;br /&gt;
Wichtig ist einfach, dass man bei C und C++ im Gegensaz zu C# viele Dinge selber erledigen muss, die höhere Programmiersprachen automatisch tun.&lt;br /&gt;
Das macht C und C++ auf der einen Seite recht bedienerunfreundlich, auf der anderen Seite aber extrem flexibel, weshalb sie bis heute noch eingesetzt werden um Betriebssysteme zu schreiben.&lt;br /&gt;
C# (gesprochen Si-Scharp) hat sich von C und C++ so weit weiterentwicket, dass man es eher zu den höheren Programmiersprachen wie Java, PHP oder Python zählt und nicht zu C oder C++.&lt;br /&gt;
Ein grosses C und seine Varianten also.&lt;br /&gt;
Ein anderes grosses C und seine Varianten das uns seit nunmehr zwei Jahren beschäftigt ist Corona.&lt;br /&gt;
Wir haben Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt um uns davor zu schützen.&lt;br /&gt;
Wir Erwachsenen sind natürlich geimpft, zweitgeimpft, geboostert, re, contra, Schneider schwarz angesagt, leck auf!, spring durch!. Ist ja klar.&lt;br /&gt;
Und als der erste Fall im Kindergarten aufgetreten ist, haben wir unseren Sohn zu Hause gelassen.&lt;br /&gt;
So lange bis der Lollitest eingeführt wurde und die Kinder zweimal in der Woche auf Corona getestet wurden.&lt;br /&gt;
Als die Omikron Variante kam und die Fallzahlen immer höher stiegen, haben wir ihn wieder zu Hause gelassen.&lt;br /&gt;
„Bis nach Karneval&quot; haben wir uns gesagt, wohl wissend, dass die Zeit ohne seine Freunde im Kindergarten auch für ihn sehr belastend ist.&lt;br /&gt;
Man kann als Elternteil leider keine richtigen Entscheidungen treffen.&lt;br /&gt;
Das denkt man sich immer wenn man als Aussenstehender über Kindererziehung nachdenkt.&lt;br /&gt;
Aber tatsächlich ist es so, dass man immer nur zwischen mehreren schlechten Alternativen die heraussuchen kann, die vermeintlich den geringsten Schaden anrichtet.&lt;br /&gt;
Langer Rede kurzer Sinn: Trotz all der Sicherheitsvorkehrungen, obwohl wir nicht in Urlaub waren, zwei Jahre lang eigentlich nur zu Hause rumgesessen haben und so gut wie gar keine Freunde gesehen haben (abgesehen von denen im Kindergarten), auf der Arbeit nur mit Maske unterwegs waren und auch sonst alle Hygieneregeln eingehalten haben, hat es uns jetzt erwischt.&lt;br /&gt;
Wir haben absolut keine Ahnung wann und wo.&lt;br /&gt;
Und zwar die ganze Famile. Unser Sohn hat es mit zwei Tagen Fieber recht locker wegesteckt, wir Erwachsenen müssen da noch durch.&lt;br /&gt;
Und soll ich Ihnen etwas verraten?&lt;br /&gt;
Es fühlt sich irgendwie an wie eine Befreiung. Wir haben die Omikron Variante oder C# (Si-Sharp), was immer sie wollen. C halt.&lt;br /&gt;
Zwei Jahre lang haben wir unser Leben verbogen um diesem Virus auf jeden Fall aus dem Weg zu gehen und jetzt ist es einfach trotzdem da.&lt;br /&gt;
Es hat bei uns, so weit wir das erkennen können, glücklicherweise keinen grösseren Schaden angerichtet und wir werden in Quarantäne bleiben, damit das auch für unser Umfeld so bleibt. Aber irgendwie bin ich erleichtert.&lt;br /&gt;
Wenn man die ganze Zeit dieses Thema vor Augen hat, dann ist es, obwohl man es eigentlich vermeiden möchte, doch eine Genugtuung zu erfahren, dass es dieses Virus wirklich gibt und man es sich auch einfangen kann.&lt;br /&gt;
Irgendwie ist dies jetzt wirklich erst die Bestätigung dass der ganze Aufwand vorher nicht sinnlos war, selbst wenn er jetzt mit der Infizierung ad absurdum geführt wurde.&lt;br /&gt;
Ist das nicht seltsam?&lt;br /&gt;
Verabschieden wir uns nun also von der Hoffnung dem Virus entgehen zu können und korrigieren unseren vernebelten Blick in so weit, dass es nicht darum geht ob man das Virus bekommt, sondern wann.&lt;br /&gt;
In unserem Fall nach drei Impfungen, also mit milden Symptomen (Wobei die mir persönlich völlig ausreichen. Vor allen Dingen die Kopfschmerzen machen mich fertig).&lt;br /&gt;
Und für die Kinder die nicht geimpft werden können, hoffen wir dass sie auf Grund ihres Alters keinen schwerwiegenden Verlauf bekommen.&lt;br /&gt;
Ich vermute mal dass mehr als die Hälfte der Kinder im Kindergarten bereits das grosse C gehabt hat. Oftmals ohne es überhaupt zu wissen.&lt;br /&gt;
Was ich mich persönlich jetzt frage: Wir sind dreifach geimpft und dann bald auch noch genesen.&lt;br /&gt;
Zu was macht uns das dann? Das müsste ja einem Kryptonit-Super-Sonder-Wunderschutz gleichkommen.&lt;br /&gt;
Ich denke, ich werde mich in Zukunft in der Telefonzelle umziehen müssen um diesem Status gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
Zumindest so lange es nicht wieder eine neue Variante gibt (also in zwei Wochen oder so...) 
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    <pubDate>Mon, 14 Mar 2022 16:11:00 +0000</pubDate>
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    <title>Ich, der letzte Idiot</title>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/wieder-cbd.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/wieder-cbd.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Häuser in Beijings CBD District.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Häuser in Beijings CBD District.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wir haben wieder ein Paket aus China bekommen. Diesmal ist es nicht erst durch die ganze Welt geschickt worden, sondern tatsächlich auf dem richtigen Wege zugestellt worden.&lt;br /&gt;
Bis zu einem gewissen Punkt zumindest, denn wenn der Zoll sieht dass der Wert des Inhalts den Freibetrag für Geschenke übersteigt, wird man angeschrieben: Ja, tatsächlich postalisch, obwohl die Telefonnummer auf dem Paket steht.&lt;br /&gt;
In China würde man sich den Aufwand sparen und einfach anrufen. Es wird sogar erwartet dass man solche Dinge per Telefon regelt und dazu seine Nummer mit angibt.&lt;br /&gt;
Nicht so in Deutschland (Ich bin ja schon froh dass sie nicht versucht haben die Sachen zu faxen &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; ).&lt;br /&gt;
Man kann die Post, bzw. DHL die Sachen nachverzollen lassen, dazu muss man den beigefügten Schein ausfüllen und die Quittungen vorlegen.&lt;br /&gt;
Die Quittungen haben die wenigsten Menschen wenn sie ein Geschenk geschickt bekommen, also muss man sich auf den Weg machen und selber vorstellig werden.&lt;br /&gt;
Dann können die Kollegen vom Zoll in das Paket schauen, die Sachen schätzen und man bezahlt die noch offenen Steuern.&lt;br /&gt;
Aber natürlich nur mit Termin, schließlich geht Corona um.&lt;br /&gt;
Es gibt eine Telefonnummer und eine Email Adresse um einen Termin zu machen.&lt;br /&gt;
Die Telefonnummer steht wahrscheinlich nur &lt;span title=&quot;der Form halber, der Form wegen, um einer Vorschrift zu genügen, nur zum Schein&quot; class=&quot;serendipity_glossaryMarkup&quot;&gt;pro forma&lt;/span&gt; dort, denn wenn man dort anruft wird man von der Wartemusik an den nächsten freien Apparat weitergeleitet, es klingelt eine Weile, dann landet man wieder in der Warteschleife mit der Wartemusik.&lt;br /&gt;
Zwischendurch wird man von der netten Computerstimme darüber informiert dass das Gespräch gehalten wird.&lt;br /&gt;
Und so dreht man sich knapp 15 Minuten im Kreis, bis die Verbindung dann abgebrochen wird.&lt;br /&gt;
Mit Telefonen scheinen sie es wirklich nicht zu haben.&lt;br /&gt;
Also einen Termin per Email machen. Und siehe da, das klappt dann auch relativ fix.&lt;br /&gt;
Da ich nicht zum ersten Mal zum Zoll gehe um ein Paket aus China abzuholen, habe ich bereits alle Informationen gesammelt und mich auf den Weg gemacht.&lt;br /&gt;
Eine kurze Zwischeninfo:&lt;br /&gt;
In China bekommt man immer und überall Rabatte, wenn man einkaufen geht.&lt;br /&gt;
Es gibt Preisnachlass zu bestimmten Zeiten, ähnlich dem Sommer- bzw. Winterschlussverkauf, es gibt Rabatte wenn man einen bestimmten Gesamtbetrag überschreitet, man mehrere Artikel oder manchmal auch bestimmte Kombinationen von Artikeln kauft und es gibt natürlich Tages-Schnäppchen die die Kunden in die Geschäfte locken sollen.&lt;br /&gt;
In den wenigsten Fällen zahlt man tatsächlich was auf dem Preisschild steht.&lt;br /&gt;
Halten wir das kurz im Hinterkopf.&lt;br /&gt;
Ich bin also zum Zollamt gefahren um unser Paket nachzuverzollen, da der Freibetrag geringfügig überschritten war.&lt;br /&gt;
Die Preise für die einzelnen Sachen habe ich aus China gesendet bekommen, da auf der Zollerklärung im Lieferschein der Platz nur ausreicht um grob zu beschreiben was sich im inneren des Pakets befindet.&lt;br /&gt;
Der Zollbeamte schaut also in das Paket hinein und findet jede Menge Kinderkleidung an der noch das Preisschild aus dem Laden hängt.&lt;br /&gt;
Kurz überschlagen ergibt sich eine Summe die die angegebene auf dem Paket leider übersteigt.&lt;br /&gt;
Wir erinnern uns, was wir gerade gelernt haben: Die Preise sind absolut richtig, da alles mit Ermäßigung eingekauft wurde.&lt;br /&gt;
Ein Umstand der den Zoll natürlich überhaupt nicht interessiert und ich sehe aus wie der letzte Idiot.&lt;br /&gt;
Man sollte bei den Zollangaben also nicht zu ehrlich sein und angeben was man bezahlt hat, sondern das was auf den Schildern steht, oder sie besser entsorgen.&lt;br /&gt;
Haben wir also wieder etwas gelernt. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 11 Oct 2020 19:54:00 +0000</pubDate>
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    <title>It's a trap</title>
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            <category>China</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/hu-to.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/hu-to.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;In Beijing führt nicht jeder Weg zum Ziel.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;In Beijing führt nicht jeder Weg zum Ziel.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ein Ausspruch der, zum grossen Teil auch dank des Internets, Berühmtheit erlangt hat (zumindest in Nerd-Kreisen).&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Figuren_aus_Star_Wars#Admiral_Ackbar&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Figuren_aus_Star_Wars#Admiral_Ackbar&quot;&gt;Admiral Ackbar&lt;/a&gt;, ein ausserirdisches Wesen mit einem menschlichen Körper und einem Tintenfischkopf, prägte ihn 1983 in dem Film „Star Wars - Return of the Jedi“ bzw. „Krieg der Strene - Die Rückkehr der Jedi Ritter“ als er beim Angriff der Rebellenflotte auf den Todesstern merkte, dass dieser entgegen der allgemeinen Annahme, weiterhin durch ein Kraftfeld geschützt ist und ausserdem voll funktionisfähig was seine Primärbewaffnung angeht.&lt;br /&gt;
„Dumm gelaufen“ könnte man ganz lapidar sagen. Aber wir wissen ja alle, dass es &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Figuren_aus_Star_Wars#Luke_Skywalker&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Figuren_aus_Star_Wars#Luke_Skywalker&quot;&gt;Luke&lt;/a&gt; und seinen Freunden später doch noch gelungen ist das Ungetüm zu zerstören.&lt;br /&gt;
Und eben jener Ausspruch geisterte auch immer in meinem Kopf herum so lange ich in Beijing gelebt habe.&lt;br /&gt;
Kurz zur Erklärung: Ich bin oft in Beijing spazieren gegangen, denn schliesslich bin ich ein neugieriger Mensch und zu Fuss sieht man einfach am meisten.&lt;br /&gt;
Vor allen Dingen wenn man mal nicht den grossen Strassen folgt, sondern durch Gassen hindurch über versteckte Plätze schlendert und neue Einblicke gewinnen kann.&lt;br /&gt;
Gerade in einer fremden Kultur ist das sehr aufregend und wird auch nach etlichen Jahren die man dort lebt nicht wirklich langweilig.&lt;br /&gt;
Aber ganz so einfach ist das alles nicht. Zumindest nicht in Beijing. Vielleicht erinnern sie sich noch an den Artikel [[Das Prinzip der Mauer]] ?&lt;br /&gt;
Beijing besteht aus unzähligen kleinen Communities und zusammengefassten Wohn- bzw Gebäudeeinheiten. Und alles ist mit Zäunen und Mauern umgeben.&lt;br /&gt;
Es kommt also nicht selten vor, dass man, ohne es zu merken, in eine Sackgasse läuft und man sich in einem ummauerten Gebiet befindet, das man gezungenermassen wieder so verlassen muss wie man es betreten hat.&lt;br /&gt;
Das nervt. Die meisten dieser Gebiete sind durch Schranken oder Tore vom sonstigen Strassennetz abgetrennt, aber eben nicht alle.&lt;br /&gt;
Und viele die es sind, kann man trotzdem durchwandern, da sie am anderen Ende auch wieder einen Ausgang haben.&lt;br /&gt;
Man weiss also nicht auf was man sich gefasst machen muss während einem dieser Streifzüge durch Chinas Hauptstadt.&lt;br /&gt;
Und so kommt es immer wieder vor, dass man sich von Zäunen umzingelt sieht, die Bewohner einen mit offenen Mündern oder einem hähmischen Grinsen anstarren und man denkt: „It&#039;s a trap“.&lt;br /&gt;
Ein Umstand, den ich schon fast vergessen hatte. Es ist mir gerade erst wieder aufgefallen, als ich hier in Deutschland mal spazieren war.&lt;br /&gt;
Egal durch welche kleinen Gassen man sich zwängt oder welchen noch so kleinen Schleichweg man einschlägt, man kommt immer wieder irgendwo heraus von wo man seine Reise Problemlos fortsetzen kann.&lt;br /&gt;
In den seltensten Fällen landet man in einer Sackgasse und wenn, dann wird es einem in der Regel vorher bereits durch ein Schild angezeigt. Ich fühle mich tatsächlich eine Spur weit freier als die Jahre zuvor.&lt;br /&gt;
Wie oft hat mein Weg da in einer Sackgasse geendet... Auch hier könnte man wieder „Dumm gelaufen“ sagen (im wahrsten Wortsinne).&lt;br /&gt;
Denn Beijing ähnelt sehr einem Labyrith und man landet immer wieder an einer Wand von der man, nicht selten, eine halbe Ewigkeit braucht um wieder zurück in die Freiheit zu laufen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 30 Jul 2020 08:07:00 +0000</pubDate>
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    <title>Mach mir den Tony</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/453-Mach-mir-den-Tony.html</link>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
            <category>Sonstiges</category>
            <category>Sprache und Kultur</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/video/naacht.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Nachts in Beijings Vororten.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Kinder verhalten sich in einigen Situationen sehr ähnlich.&lt;br /&gt;
Somit gehört Haarewaschen bei vielen Jungen nicht gerade zu den beliebtesten Aktionen.&lt;br /&gt;
Weiss der Himmel warum, versucht auch unser Sprössling sich mit allen Tricks von dieser ständigen Pflicht zu befreien und so kann man ihn jedes Mal vor dem Baden hören wie er einmal auf Chinesisch &quot;今天不惜头&quot; (jīn tiān bù xǐ tóu) und einmal auf Deutsch &quot;Heute nicht Haarewaschen&quot; fordert, um auch sicher zu gehen dass wir beide es gehört und verstanden haben.&lt;br /&gt;
Haare schneiden ist noch ein sehr viel heikleres Thema. Der Sohnemann lässt es zwar über sich ergehen, aber nachdem er eine Minute und 15 Sekunden still gehalten hat, kann man ihn kaum noch unter Kontrolle halten.&lt;br /&gt;
Er windet sich hin und her und versucht alle Haarschneidemanöver zu boykottieren.&lt;br /&gt;
Entsprechend sieht manchmal auch seine Frisur aus, aber schief ist ja bekanntlich modern.&lt;br /&gt;
Aber auch ich selber sah vor Kurzem noch ein wenig wild aus, denn seit dem Corona Ausbruch bis letzte Woche war ich nicht mehr beim Friseur.&lt;br /&gt;
Ein Umstand, der auch der Verwandtschaft in China aufgefallen ist beim regelmäßigen hin- und herschicken von Fotos und Videos im Familien-Chat.&lt;br /&gt;
So bekam also meine Frau auf chinesisch den gut gemeinten Rat mir den Tony zu machen.&lt;br /&gt;
„Mach ihm doch den Tony“ bzw. im Original „给他做个Tony“ (gěi tā zuò gè Tony). Ein Ausspruch den ich nicht kannte und der mich erst einmal hat zweifeln lassen ob der Familien Chat der richtige Ort sei um solche Vorschläge zu posten. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Aber nachdem ich aufgeklärt worden bin ist alles ganz unverfänglich.&lt;br /&gt;
Chinesen die in ausländischen Firmen arbeiten oder so ganz einfach ein wenig cool daher kommen wollen, geben sich englische Namen.&lt;br /&gt;
Teilweise auch recht skurrile. Das hatten wir ja alles schon im Artikel [[Sag mir Deinen wahren Namen]] behandelt.&lt;br /&gt;
Und der Name Tony scheint wohl unter Friseuren sehr beliebt zu sein. Warum auch immer...&lt;br /&gt;
Das wusste ich auch noch nicht, sonst hätte ich es im Artikel [[Haarscharf]] bestimmt erwähnt.&lt;br /&gt;
So beliebt auf jeden Fall, dass er es in eine umgangssprachliche Phrase geschafft hat.&lt;br /&gt;
„Mach ihm doch den Tony“ bedeutet also so viel wie „Sei Du doch sein Friseuer“ und ist eine Aufforderung anstatt zum Friseur zu gehen die Haare selbst zu schneiden.&lt;br /&gt;
Das ist bereits des Rätsels Lösung.&lt;br /&gt;
Ich habe mich dann aber doch letzte Woche dazu entschieden wieder zum Friseur zu gehen.&lt;br /&gt;
Schliesslich muss ich mich ja hin und wieder auf der Arbeit sehen lassen und kann nicht ausschliesslich Home-Office machen.&lt;br /&gt;
Was nicht implizieren soll dass ich meiner Frau nicht zutraue meine Haare schneiden zu können. Aber ich denke der Friseur kann es doch ein wenig besser. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Sun, 19 Jul 2020 17:06:00 +0000</pubDate>
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    <title>Le grand bleu</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/422-Le-grand-bleu.html</link>
            <category>Aktuelles</category>
            <category>Sonstiges</category>
            <category>Technik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/xi-zhi-men.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/xi-zhi-men.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Die drei markanten Türme am Bahnhof 西直门 (xī zhí mén) im inneren Westen Beijings&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die drei markanten Türme am Bahnhof 西直门 (xī zhí mén) im inneren Westen Beijings&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;„Le grand bleu“ ist der Originaltitel des Films von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Luc_Bessonhttp://&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Luc_Besson&quot;&gt;Luc Besson&lt;/a&gt;, der in Deutschland unter dem Titel „&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Im_Rausch_der_Tiefehttp://&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Im_Rausch_der_Tiefe&quot;&gt;Im Rausch der Tiefe&lt;/a&gt;“ bekannt ist.&lt;br /&gt;
Ein wesentlich besserer Titel, wie ich finde, denn nachdem man den Film gesehen hat, kommt einem die wirkliche Welt hinterher tatsächlich ziemlich unwirklich vor, da man fast zwei Stunden in einer blaugefärbten Welt verbracht hat und die echten Farben dann irgendwie seltsam anmuten.&lt;br /&gt;
Ähnlich der Anziehungskraft die die Meerestiefe auf den Protagonisten Jacques ausübt, so verändert auch dieser Film die Wahrnehmung des Zuschauers und lässt ihn kurz an der Echtheit der wirklichen Welt zweifeln.&lt;br /&gt;
Blau ist auch die Farbe der Zeit in der wir uns befinden. Seit es möglich ist Leuchtdioden blaues Licht zu entlocken, sind fast alle Elektrogeräte mit ihnen ausgestattet.&lt;br /&gt;
Wenn etwas schick und modern aussehen soll, dann muss es mindestens eine blaue LED besitzen.&lt;br /&gt;
Und auch im weltweiten Wortschatz hat sich einiges getan. Bluetooth, der Blauzahn (in Anlehnung an den dänischen König Harald Blåtand, übersetzt Harald Blauzahn) bezeichnet eine kabellose Computerschnittstelle die plattformübergreifend ihren Siegeszug vollzogen hat.&lt;br /&gt;
Und auch „Deep blue“ ist ein Begriff über die Grenzen der Computer Industrie hinaus geworden, als der IBM Computer mit diesem Namen 1996 erstmals den amtierenden Schachweltmeister &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Garri_Kimowitsch_Kasparow&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Garri_Kimowitsch_Kasparow&quot;&gt;Garri Kasparow&lt;/a&gt; bezwungen hat.&lt;br /&gt;
Und es gibt noch unzählige weitere Beispiele. Wir wollen uns aber heute nur auf eines konzentrieren:&lt;br /&gt;
蔚蓝计划 (wè ilán jì huà), was übersetzt so viel wie „Projekt Himmelblau“ bedeutet.&lt;br /&gt;
Es wird gerne mit „Project deep blue“  übersetzt, was meines Erachtens sehr ungeschickt gewählt ist, gab es doch bereits den IBM Computer namens „Deep blue“, den wir eben erwähnt hatten.&lt;br /&gt;
蔚蓝计划 (wè ilán jì huà), das „Projekt Himmelblau“ ist ein Programm der chinesischen Social Media Plattform 新浪微博 (Xīn làng Wēi bó), die vergleichbar mit Facebook ist und dient dem löschen von ungewollten Kommentaren.&lt;br /&gt;
Es wird propagiert als Filter um pornografische und gewaltverherrlichende Kommentare aufzuspüren und zu eliminieren.&lt;br /&gt;
Das klingt erst einmal alles sehr nobel, betrachtet man es allerdings im Zusammenhang der allgegenwärtigen Internetzensur in China, kommt man nicht umhin in diesem Projekt ein potentielles Instrument zur gezielten Informationsmanipulation zu sehen.&lt;br /&gt;
Mit diesem Werkzeug lasen sich alle möglichen Informationen „bereinigen“ und gezielt Meinungen beeinflussen.&lt;br /&gt;
Es ist ein sehr schlauer Schachzug dieses Programm als Schutz der Jugend anzukündigen, schliesslich kann man unter diesem Banner, wenn jemand etwas dagegen hervorbringt, ihn sehr einfach denunzieren.&lt;br /&gt;
Dass diese Art von Kontrolle ein zweischneidiges Schwert ist, sollte uns in Deutschland spätestens seit der Rasterfahndung bekannt sein.&lt;br /&gt;
1979 als sie das erste mal zum Einsatz kam, gab es einen Aufschrei in der Bevölkerung, da man durch dieses Verfahren zwangsläufig erst einmal alle Menschen als potentielle Kriminelle einstuft. Ein Vorgehen das eigentlich der Unschuldsvermutung widerspricht auf der nicht weniger als unser gesamtes Justizsystem beruht.&lt;br /&gt;
Aber, wie wir inzwischen alle wissen, werden heutzutage private Verbindungsdaten durch die Internetanbieter zum Zweck einer möglichen Strafverfolgung gespeichert und etliche andere Daten auch.&lt;br /&gt;
Aber kommen wir zurück zu den „Säuberungsaktionen“ auf den Sozialen Netzwerken:&lt;br /&gt;
Auch bei uns werden nicht gewollte Beiträge gelöscht bzw. blockiert. Pornografie, gewaltverherrlichende Inhalte, rechtsradikales Gedankengut usw.&lt;br /&gt;
Das sind natürlich alles Dinge die auf jeden Fall ausgefiltert werden sollten. Bleibt einzig die Frage: Wo ziehen wir die Grenze?&lt;br /&gt;
Oder besser gefragt: Wer zieht die Grenze? Schliesslich kann auch ein Staat ein Interesse daran haben, dass gewisse Informationen nicht zugänglich sind und die Motivation kann durchaus moralisch bedenklich sein.&lt;br /&gt;
Ich denke, es ist immer ein guter Standpunkt, wenn man jedem misstraut, besonders wenn es sich um machtvolle Institutionen handelt.&lt;br /&gt;
Man sollte also die deutsche Obrigkeit ebenso kritisch unter die Lupe nehmen, wie man es in Europa gemeinhin mit der Chinesischen tut, eben aus dem Grund, weil wir sehen können was gerade in China passiert.&lt;br /&gt;
Die Versuchung ist gross, Verantwortung abzugeben und solche Dinge jemanden anderen erledigen zu lassen.&lt;br /&gt;
Aber schnell hat man sich in totale Abhängigkeit gebracht und bekommt eine alternative Version der Welt vorgespielt, in der man sich ganz leicht verlieren kann.&lt;br /&gt;
Es ist bereits heute schwer zu sagen wie tief wir schon drinstecken. Ich denke, dass es Zeit ist wieder aufzutauchen und Dinge transparenter zu gestalten. Wir müssen wissen wer, nach welchen Kriterien was filtert.&lt;br /&gt;
Wir wollen uns schliesslich nicht wie Jacques in den Tiefen verlieren in denen wir nicht überleben können. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 24 Apr 2020 21:23:00 +0000</pubDate>
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    <title>Kampf dem Schweinehund (mal wieder)</title>
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            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/gebetsmuehlen.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/gebetsmuehlen.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Gebetsmühlen in einer Tempelanlage in der inneren Mongolei.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Gebetsmühlen in einer Tempelanlage in der inneren Mongolei.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Mein Cousin war zu Besuch und hat uns einen Kinderzimmerschrank vorbeigebracht.&lt;br /&gt;
Unter anderem haben wir uns über Gesundheit und das Joggen unterhalten. Er geht tatsächlich jeden morgen eine Stunde joggen.&lt;br /&gt;
Ich hingegen habe  meine Bemühungen aufgrund von Zeitmangel schon lange wieder aufgegeben.&lt;br /&gt;
Wer täglich nachts aufsteht um zu lernen, der muss nicht auch noch Zeit finden um laufen zu gehen, so meine Einstellung bis gestern.&lt;br /&gt;
Oder sagen wir besser: Ausrede. Denn ein schlagendes Argument von seiner Seite hat mich tatsächlich hellhörig werden lassen.&lt;br /&gt;
Die Stunde, die er jeden Tag früher aufsteht ist keine zusätzliche Zeit, die das Laufen beansprucht, sondern wird durch einen besseren und intensiveren Schlaf, den dass Joggen mit sich bringt, mehr als wieder wett gemacht.&lt;br /&gt;
Anständig schlafen. Das möchte ich auch wieder. Und ich erinnere mich noch daran, wie ich früher, als ich noch regelmässig joggen ging, nicht nur tagsüber wesentlich wacher war, sondern auch nachts viel besser schlafen konnte.&lt;br /&gt;
Langer Rede kurzer Sinn: Heute morgen habe ich den Wecker eine Stunde früher gestellt und war laufen.&lt;br /&gt;
Das ist gar nicht so einfach: Erst einmal stellt sich die Frage: Welche Strecke läuft man?&lt;br /&gt;
Ich dachte eigentlich dass sich diese Frage schnell erledigt hätte, da wir direkt am Wald wohnen, aber weit gefehlt.&lt;br /&gt;
Der Wald ist morgens früh nicht einfach nur dunkel, sondern schwarz. Da kann man sich den ganzen Aufwand mit dem Laufen auch sparen und sich mit dem Hammer direkt auf den Knöchel hauen um sich ins Krankenhaus einliefern zu lassen.&lt;br /&gt;
Also lieber Auf dem Bürgersteig irgendwo durch den Stadtteil schlängeln. Ich denke, es wird noch etwas dauern bis ich eine schöne Strecke gefunden haben werde, aber ich habe ja Zeit.&lt;br /&gt;
Damit kommen wir direkt zum zweiten unschönen Aspekt des Laufens: Ich bin seit dem Artiekl [[Drachenlöwe besiegt Schweinehund]] nicht mehr gelaufen und habe auch sonst keinerlei Sport gemacht. Also seit 2016.&lt;br /&gt;
Das Leben in einer Großstadt wie Beijing macht es einem nicht leicht. Luftverschmutzung draussen, dazu lange Wege, die den normalen Tagesablauf ohnehin schon ins unendliche ausufern lassen zu scheinen usw.&lt;br /&gt;
Auch alles Ausreden, wenn man so will, aber einfach ist es definitiv nicht. Da ist es hier, zurück in Deutschland schon einfacher.&lt;br /&gt;
Kommen wir zurück zu mir: Ich bin also schon seit Ewigkeiten sehr unsportlich, was der kleine Wohlstandsbauch nur zu gerne untermalt.&lt;br /&gt;
Dementsprechend laufe ich also erst einmal wie ein alter Mann, damit ich mich nicht direkt überfordere. Es ärgert mich mit jedem Schritt den ich tue, aber das ist nun mal der Preis für ein Leben im Bürostuhl.&lt;br /&gt;
Ich laufe noch nicht besonders schnell, lediglich etwas schneller als ich ohnehin gehen würde, habe mir aber direkt angewöhnt eine etwas hüpfende, bereits an das Laufen erinnernde Bewegung anzunehmen.&lt;br /&gt;
Damit ist der Übergang zum tatsächlichen Laufen einfacher und man ist nicht verleitet die ersten Wochen einfach nur wandern zu gehen.&lt;br /&gt;
Sieht allerdings ziemlich bescheuert aus. Aber zum Glück ist es ja dunkel und es sind noch nicht viele Leute auf der Strasse,&lt;br /&gt;
Ich hoffe, dass sich mein Durchhaltevermögen durchsetzt und ich von jetzt an einen (zumindest etwas) gesünderen Lebensstil leben kann.&lt;br /&gt;
Wir werden sehen. Jetzt erst einmal den Kleinen zum Kindergarten bringen und dann zur Arbeit. 
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    <pubDate>Wed, 23 Oct 2019 04:34:00 +0000</pubDate>
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    <title>Immer auf der Flucht</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>Musik</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/xidan.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/xidan.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Uhrenturm mit Glockenspiel an der Haltestelle 西单 (xī dān) in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Uhrenturm mit Glockenspiel an der Haltestelle 西单 (xī dān) in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wie Sie wahrscheinlich bereits bemerkt haben, gab es in letzter Zeit nicht mehr regelmäßig Artikel im China Blog.&lt;br /&gt;
Das liegt ganz einfach daran, dass mir die Zeit fehlt. Momentan gibt es immer etwas zu tun, ich hetze von einem Termin zum anderen und fühle mich fast schon wie auf der Flucht.&lt;br /&gt;
Aber das soll gar nicht unser heutiges Thema sein. Stattdessen möchte ich noch einmal über Musik sprechen:&lt;br /&gt;
Ich bin ein grosser Musikliebhaber und besitze auch eine kleine, aber feine Musikauswahl auf CD und Schallplatte (ja, ich besitze tatsächlich noch Vinyl).&lt;br /&gt;
Heutzutage ist das eher ungewöhnlich, da man es gewohnt ist Musik als digitales Medium auf dem Mobiltelefon zu speichern, oder online über Streaming-Dienste zu hören.&lt;br /&gt;
Aber auch ich hatte, bevor ich nach China gegangen bin, meine Lieblingsmusik digitalisiert und auf das Telefon geladen, die Platten und CDs sind in Deutschland geblieben, sicher verstaut in einem Lager.&lt;br /&gt;
Damals hatte ich noch extra eine grosse &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/SD-Karte&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/SD-Karte&quot;&gt;SD-Karte&lt;/a&gt; in mein Mobiltelefon gepackt und etliche Musik darauf geladen.&lt;br /&gt;
Inzwischen habe ich diese Sammlung von Telefon zu Telefon weitergereicht und teilweise noch erweitert.&lt;br /&gt;
Das ist wirklich praktisch, aber mir ist mit der Zeit etwas aufgefallen:&lt;br /&gt;
Man gewöhnt sich mit dieser Art des Musikkonsums tatsächlich einige Unarten an, um es mal so auszudrücken.&lt;br /&gt;
Ich bin ein grosser Liebhaber von gut durchdachten Album-Konzepten. Das müssen nicht einmal sogenannte Konzept-Alben sein, sondern bereits ein Album auf dem die Lieder in einer ansprechenden Reihenfolge untergebracht sind, bereichern schon den Hörgenuss.&lt;br /&gt;
Das setzt natürlich voraus, dass alle Stücke auf dem Album auch dem eigenen Geschmack entsprechen und subjektiv hörenswert sind. Aber viele Künstler sind dazu in der Lage und erschaffen wirklich hörenswerte Gesamtkonzepte.&lt;br /&gt;
Mit den neuen Medien ist man trotzdem geneigt, das aktuelle Lied zu überspringen um direkt zum Lieblingsstück des Albums zu gelangen.&lt;br /&gt;
Unmerklich degradiert man es damit aber bereits, da der Spannungsbogen der sich eigentlich aufbaut, über den man es erreicht, jetzt nicht mehr existiert.&lt;br /&gt;
Und so wird auch das Lieblingsstück selber bloss zu einer Nummer unter vielen und ich erwische mich immer wieder dabei, bereits nach der Hälfte des Liedes zu überlegen, was man denn danach hören könnte und wechsele dann schon vor Ende des eigentlich lieb gewonnenen Stücks zum nächsten.&lt;br /&gt;
Und auch das folgende sagt mir dann nicht komplett zu, irgendetwas fehlt immer. Ich höre Musik inzwischen auch wie auf der Flucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wurde plötzlich alles anders:&lt;br /&gt;
Jetzt, da ich wieder in Deutschland wohne und mein Lager hier aufgelöst habe, das ich während meiner Zeit in China gemietet hatte, besitze ich wieder eine Hifi Anlage mit Plattenspieler und CD-Player.&lt;br /&gt;
Es war eine wahre Offenbarung. Den Anfang haben die &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/The_Beatles&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/The_Beatles&quot;&gt;Beatles&lt;/a&gt; gemacht, gefolgt von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/The_Gathering_(Band)&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/The_Gathering_(Band)&quot;&gt;the gathering&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Pink_Floyd&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Pink_Floyd&quot;&gt;Pink Floyd&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Und diese neue/alte Art des Musikhörens hat es tatsächlich geschafft mich ein Stück weit wieder aus der Hektik des Alltags zu reißen, die mich derzeit umgibt und mir die Augen geöffnet Musik wieder zu geniessen anstatt sie zu konsumieren. So wie es eigentlich sein sollte. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Tue, 03 Sep 2019 09:26:00 +0000</pubDate>
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    <title>Aufgeweichte Maus und bunter Hund</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/431-Aufgeweichte-Maus-und-bunter-Hund.html</link>
            <category>Essen und Trinken</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/pekingsuppe.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/pekingsuppe.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Die Peking Suppe, in China unter dem Namen 酸辣汤 (suān là tāng) bekannt.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die Peking Suppe, in China unter dem Namen 酸辣汤 (suān là tāng) bekannt.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Sie ist zweifelsfrei einer der Export-Schlager aus China. Die „Peking Suppe“, wie sie in der Regel in westlichen Ländern genannt wird.&lt;br /&gt;
In China findet man sie unter dem Namen 酸辣汤 (suān là tāng), übersetzt: „sauer scharfe Suppe“.&lt;br /&gt;
Man findet sie in jedem Asia Imbiss oder Restaurant in Europa, Amerika und sonstwo in der Welt. Interessanterweise gar nicht so oft in China selbst.&lt;br /&gt;
Aber das kann auch täuschen. Da das Suppen-Angebot in Chinesischen Restaurants in China in der Regel grösser ist, wird sie nicht so oft bestellt. Sie ist aber fast überall zu haben.&lt;br /&gt;
Im Norden so wie im Westen Chinas ist sie am bekanntesten, wobei die Rezepte natürlich, wie immer, etwas variieren, insbesondere wenn man die aus Beijing mit der aus Sichuan vergleicht (In diesen beiden Gebieten gilt sie als besondere Spezialität). &lt;br /&gt;
Im Chinesischen Restaurant in Deutschland ist sie meist die einzige Suppe die angeboten wird und man kann zu jedem Mittagsmenü zwischen ihr und der Frühlingsrolle als Beilage wählen. Die Rezepte sind hier nicht selten an den Europäischen Gaumen angepasst.&lt;br /&gt;
Inzwischen gibt es allerdings immer mehr Chinesische Restaurants in Deutschland, die das Image des einfachen China-Imbiss bei dem man Nummer 26 ohne Erdnußsosse und Hühnchen süss-sauer bestellt, hinter sich lassen und die von den im Westen bekannten Standardspeisen weggehen, hin zu traditionellen Chinesischen Gerichten, wie man sie auch tatsächlich in China vorfindet.&lt;br /&gt;
Damit wir uns richtig verstehen: Hühnchen süss-sauer, die Peking Suppe und Frühlingsrollen gibt es natürlich auch in China und sie zählen definitiv zu den traditionellen Speisen, allerdings ist aus unserer Sicht die Gewichtung immer etwas verzerrt und man ist verleitet zu glauben, dass es sich um ein Lebensmittel handelt das ständig gegessen wird, ähnlich dem Brot in Deutschland.&lt;br /&gt;
Es ist eher so wie ein Pfälzer Saumagen. Jeder kennt ihn, aber man isst ihn nicht täglich.&lt;br /&gt;
Ich zum Beispiel kann mich nur an ganz seltene Fälle erinnern, wo ich tatsächlich jemanden gesehen habe, der in Beijing eine Peking Suppe bestellt hat.&lt;br /&gt;
Im Chinarestaurant in Deutschland bestellt man sie oft notgedrungen mit, da sie im Menü enthalten ist.&lt;br /&gt;
Die Meinungen der Deutschen, wenn man sie auf die Peking- bzw. Sauer-Scharfe-Suppe anspricht, gehen teilweise weit auseinander.&lt;br /&gt;
Einige lieben die Kombination aus saurem und scharfem Geschmack, die anderen vergleichen sie auf Grund ihrer Konsistenz gerne mit Tapetenkleister.&lt;br /&gt;
Die weichen 木耳 (mù ěr) Pilze machen es dem Deutschen nicht unbedingt leichter sie zu mögen, da diese Konsistenz zwar in Asien sehr beliebt ist, bei uns aber eher nicht so.&lt;br /&gt;
Die älteren Generation meiner Verwandtschaft hat nach dem Besuch im China Restaurant schon mal zu mir gesagt, dass sie diese Pilze lieber nicht mehr essen wollen, da es sich anfühle als hätte man eine aufgeweichte Maus im Mund.&lt;br /&gt;
Ein interessanter Vergleich den ich zwar nicht so ganz nachvollziehen kann, aber jeder bewertet ja Dinge anders.&lt;br /&gt;
Wie auch immer: Die Peking Suppe ist bekannt wie ein bunter Hund und die meisten von Ihnen dürften ihr schon einmal begegnet sein.&lt;br /&gt;
Und auch wenn sie nicht wirklich schlecht ist, empfehle ich doch jedem China Touristen im Reich der Mitte etwas anderes zu probieren, schliesslich gibt es in China ein unüberschaubar grosses kulinarisches Angebot das entdeckt werden will. 
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    <pubDate>Wed, 21 Aug 2019 05:38:00 +0000</pubDate>
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    <title>Ich hab' hier bloß ein Amt und keine Meinung</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/428-Ich-hab-hier-bloss-ein-Amt-und-keine-Meinung.html</link>
            <category>Deutschland</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/stupa1.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/stupa1.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Eine Stupa in der inneren Mongolei.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eine Stupa in der inneren Mongolei.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Und schon wieder ein &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schiller&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schiller&quot;&gt;Schiller&lt;/a&gt; Zitat aus &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Wallenstein_(Schiller)&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Wallenstein_(Schiller)&quot;&gt;Wallenstein&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
„Ich hab&#039; hier bloß ein Amt und keine Meinung“ ist ein schöner Spruch mit dem sich der als schwedischer Unterhändler auftretende Oberst Wrangel einer persönlichen Stellungnahme entzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe einige Zeit nichts mehr gepostet. Das liegt einzig daran, dass ich keine Zeit hatte. Nicht einmal um einen bereits vorbereiteten Artikel Korrektur zu lesen und zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
Behördengänge und der Einzug in ein neues Heim haben alle Zeit in Anspruch genommen. Und unser Sohn, der mit seinen eineinhalb Jahren noch spezielle Bedürfnisse hat die zeitintensiv sein können, kommt noch als zusätzliches Hindernis hinzu.&lt;br /&gt;
Wir haben die Übergangszeit, bis wir die neue Wohnung beziehen konnten per &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Airbnb&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Airbnb&quot;&gt;Airbnb&lt;/a&gt; zur Untermiete gewohnt, was es einem natürlich noch einmal erschwert ein Gefühl des „endlich angekommenseins“ zu empfinden.&lt;br /&gt;
Wir sind völlig ausgebrannt, waren mehrmals bei den grossen Möbelhäusern, haben geschraubt, gesteckt und gehämmert, Techniker gerufen, mit ihnen diskutiert, wieder andere Techniker gerufen die den Mist der Fachkollegen wieder ausgebügelt haben usw.&lt;br /&gt;
Ein kleiner Tipp, wenn sie einmal auswandern und irgendwann wieder zurück ziehen wollen: Schaffen Sie sich vorher gute Freunde an, bei denen Sie ein paar Tage unterkommen können und die Ihnen beim Umzug und dem zusammenbauen der Möbel helfen können (an dieser Stelle noch einmal vielen Dank besonders an zwei tapfere Helfer, denen ich einen Teil meiner Probleme aufbürden durfte).&lt;br /&gt;
Aller Hilfe zum Trotz: Es bleibt anstrengend, wenn man ein komplett neues Leben aufbauen muss und weder Möbel, noch Geschirr oder Waschmaschine und Kühlschrank besitzt.&lt;br /&gt;
Bei einem Umzug aus China nach Deutschland natürlich noch einmal mehr als sonst schon und wenn nicht alle Beteiligten im Besitz eines deutschen Passes sind eben noch einmal mehr.&lt;br /&gt;
Besonders nervenaufreibend bleiben immer die Behördengänge. Der letzte Artikel handelte bereits davon und dieser hier auch schon wieder.&lt;br /&gt;
Interessanterweise treten Probleme immer genau da auf, wo man sie am wenigsten erwarten würde:&lt;br /&gt;
Die innere Mongolei ist eine autonome Region Chinas, weshalb auf öffentlichen Dokumenten die dort ausgestellt werden, in der Regel so etwas wie „Innere Mogolei / China“ zu finden ist. Oft aber auch einfach nur „Innere Mongolei“.&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Mongolei (oder auch äußere Mongolei genannt), die ein eigenes Staatsgebiet darstellt, gehört die innere Mongolei zu China. Aber das wissen Sie ja alles bereits aus dem Artikel [[Die Hölle für Allergiker]].&lt;br /&gt;
Ich setze gar nicht voraus, dass man das als Deutscher weiß, aber ich halte es durchaus für nicht übertrieben wenn ich davon ausgehe, dass ein Mitarbeiter auf dem Amt in Deutschland sich diese Information innerhalb kürzester Zeit verschaffen könnte. Aber auch da liege ich wohl wieder falsch.&lt;br /&gt;
„Mongolei“ stand auf den Unterlagen, die wir kürzlich bekamen. Das ist leider inkorrekt, da es sich um einen ganz anderen Staat handelt.&lt;br /&gt;
Wie gesagt, das sollte man eigentlich mit ein paar Mausklicks nachvollziehen können, aber auch nachdem ich gross und breit erklärt habe, dass das so nicht richtig ist und warum, war die Verwirrung immer noch gross und die Sachbearbeiterin musste mehrmals zu den Kollegen laufen um das ganze bestätigt zu bekommen und dann noch ein paar mal um eine Lösung zu finden.&lt;br /&gt;
Denn auf der notariell beglaubigten Übersetzung unseres Dokuments war lediglich „innere Mongolei“ angegeben.&lt;br /&gt;
Was in Beamtenkreisen offensichtlich ein Problem darstellt, da man wohl keine abweichenden Angaben machen darf und im System lediglich die  „Mongolei“ oder „China“ auszuwählen ist.&lt;br /&gt;
Ach ja: Deutschland, Deine Bürokratie...&lt;br /&gt;
So kann man auch einen halben Tag verschwenden. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 07 Aug 2019 15:46:00 +0000</pubDate>
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    <title>Selektive Wahrnehmung</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/414-Selektive-Wahrnehmung.html</link>
            <category>Sonstiges</category>
            <category>Sprache</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/qianmen.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/qianmen.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Nachbildung der Tore von 前门 (Qián mén) in Beijing aus Legosteinen.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Nachbildung der Tore von 前门 (Qián mén) in Beijing aus Legosteinen.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Selektive Wahrnehmung, ursprünglich ein klar definiertes psychologisches Phänomen, beschreibt umgangssprachlich das herausfiltern von Informationen, die einem nicht passen.&lt;br /&gt;
Tatsächlich wenden wir selektive Wahrnehmung aber viel öfter an als wir glauben. Alle Informationen die wir aufnehmen, laufen erst einmal durch einen Filter der wichtiges von unwichtigem trennt.&lt;br /&gt;
Sie kann, wenn man es übertreibt aber leicht zu einer eingeschränkten Sichtweise führen. Als Extrembeispiel seien hier die Verschwörungstheoretiker angeführt, die selektive Wahrnehmung im eigentlichen Wortsinn praktizieren.&lt;br /&gt;
Diese filtern nicht Informationen nach wichtigem und unwichtigem, sondern ganz grob alles, so dass Ihr Weltbild aufrecht erhalten bleibt und verändern damit nicht selten den ursprünglichen Sinn der Information.&lt;br /&gt;
Sie sind darüber hinaus meist immun gegenüber Gegenargumenten (Das liegt wahrscheinlich an den Stoffen, die uns die Regierung ins Trinkwasser mischt &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; ).&lt;br /&gt;
Aber in einem normalen Rahmen ist selektive Wahrnehmung ganz normal und sogar lebenswichtig.&lt;br /&gt;
Sie passiert in der Regel automatisch. Man kann diese Filter aber auch ganz bewusst nutzen.&lt;br /&gt;
Wenn man in einem anderen Land unterwegs ist und eine fremde Sprache spricht, sind sie sehr hilfreich.&lt;br /&gt;
So kann man zum Bespiel Wörter herausfiltern die man nicht kennt und sie im Kontext des Satzes dann erraten. Man nennt das normalerweise nicht selektive Wahrnehmung, da man ja trotzdem versucht den eigentlichen Sinn zu begreifen, aber die Funktionsweise ist identisch. Das funktioniert bei vielen Sprachen sehr gut.&lt;br /&gt;
Denn die Flut an Informationen die täglich auf einen hereinbricht ist in der Regel unmöglich zu bewältigen, es sei denn man spricht und liest annähernd so gut wie ein Muttersprachler. Davon bin ich aber leider weit entfernt. Und selbst ein Muttersprachler nimmt selektiv wahr.&lt;br /&gt;
In meinem Fall nehme ich zum Beispiel viele Dinge, die die Kinder erzählen einfach so hin, da ich viele Wörter die Spielsachen oder ähnliches beschreiben einfach nicht kenne.&lt;br /&gt;
Man lernt eben als Erwachsener eine Sprache anders, als es ein Kind tut.&lt;br /&gt;
In meinem Fall sind Computerspezifische Fachausdrücke wichtiger als Kreisel, Dreirad oder intergalaktischer Zerstörer.&lt;br /&gt;
Ebenso liest man sich die ganzen Beschriftungen von Putzmitteln oder Pflegeutensilien nicht durch.&lt;br /&gt;
Das sind Wörter, die man im allgemeinen im täglichen Leben nicht gebrauchen kann. Sonnenklar, weisser als weiss und der Duft von Wolken sind nunmal Dinge die im täglichen Leben keine Rolle spielen.&lt;br /&gt;
Ich will ganz offen sein: Ich mache mir selbst im deutschen oft nicht die Mühe zwischen den unterschiedlichen Duschgels, Pflegespülungen und was es da sonst noch so gibt, zu unterscheiden. Warum sollte ich also jetzt bei chinesischen Produkten damit anfangen?&lt;br /&gt;
Es ist also schon öfter vorgekommen, dass ich schief angeguckt wurde, weil ich mich mit dem Coditioner geduscht habe.&lt;br /&gt;
Das macht für mich keinen grossen Unterschied, schliesslich ist in allen diesen Mitteln Seife enthalten und einen Unterschied zwischen Waschmitteln für Haare und Körper habe ich noch nie gemacht.&lt;br /&gt;
Inzwischen weiss ich dass es sich, wenn es kaum schäumt, entweder um das Babyshampoo handelt oder das Duschgel zur weiblichen Intimpflege. Hauptsache, man fühlt sich wie ein sauberes Kätzchen. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Aber zurück zur Wahrnehmung: So praktisch das Herausfiltern von Informationen auch ist, muss ich leider eingestehen, dass es im Chinesischen etwas schwieriger ist als in anderen Sprachen Dinge aus dem Kontext zu erraten.&lt;br /&gt;
Das liegt ganz einfach daran, dass es im Chinesischen nicht so viele unterschiedliche Laute gibt, die Wörter abbilden und diese auch meist nur ein oder zwei Silben haben.&lt;br /&gt;
Es gibt also zu etlichen Lauten eine unüberschaubare Fülle an möglichen Bedeutungen, die einzig im Kontext zu erkennen sind, da sich nicht alle Laute immer auf Grund der Betonung unterscheiden lassen, sondern eine Vielzahl von ihnen tatsächlich gleich ausgesprochen werden.&lt;br /&gt;
Man muss also schon den Rest des Satzes genau verstehen um ein Wort herausfiltern und trotzdem noch den Sinn verstehen zu können.&lt;br /&gt;
Je nach Sprachverständnis nimmt man also gezwungenermaßen selektiv war. Und so kommt es dann hin und wieder auch zu kleinen, witzigen Anekdoten, wenn man auf eine Frage zu einem komplett anderen Thema antwortet.&lt;br /&gt;
Es gab bestimmt schon einige Situationen in denen meine Gesprächspartner gedacht haben: „Der hat doch &#039;nen Schuss (Wahrscheinlich von den Stoffen im Trinkwasser)“. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Fri, 21 Jun 2019 14:18:00 +0000</pubDate>
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    <title>Das Geheimnis von Khazad-dûm</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/393-Das-Geheimnis-von-Khazad-dum.html</link>
            <category>Film</category>
            <category>Literatur</category>
            <category>Sonstiges</category>
            <category>Technik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/moria-1.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/moria-1.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Zuerst wird eine Mauer als Sichtschutz gebaut.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Zuerst wird eine Mauer als Sichtschutz gebaut.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Kennen Sie die Bücher „Herr der Ringe“ von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/J._R._R._Tolkien&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/J._R._R._Tolkien&quot;&gt;J.R.R. Tolkien&lt;/a&gt; ? In ihnen kommt die Zwergenstadt Khazad-dûm vor. Ein gigantisches Labyrinth, von Zwergen geschaffen, das aus einem unterirdischen Stadtbereich und den Minen besteht und sich unter einem massiven Bergmassiv ausbreitet.&lt;br /&gt;
Übrigens ist die Verfilmung dieses epochalen Werks auch nicht schlecht. Besser als so manche Umsetzung anderer Bücher.&lt;br /&gt;
Und da die Bücher bereits viel Stoff enthalten, wurden daraus dann auch drei Filme. Völlig legitim.&lt;br /&gt;
Ich verstehe nur nicht, warum das Büchlein „Der kleine Hobbit“, das vor den Ereignissen aus „Der Herr der Ringe“ spielt und wirklich nicht viel mehr als ein etwas dickeres Heft ist, auch in drei Filmen verfilmt wurde. Das ist völlig unangemessen.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/moria-2.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/moria-2.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Dann kommt über die gesamte Baustelle ein Wellblechbunker.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Dann kommt über die gesamte Baustelle ein Wellblechbunker.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ich habe folgendes Problem damit: Jeder Mensch liest und versteht ein Buch anders. Man hat andere Bilder im Kopf, die Phantasie erschafft jeweils andere Welten.&lt;br /&gt;
Eine Buchverfilmung pickt sich lediglich eine davon (die des Filmemachers) aus dem Buch heraus und visualisiert sie. Somit sind all die zusätzlichen Ideen und Gedanken und auch die Spinnereien die man sich im Prozess des geistigen Visualisierens beim lesen des Buches erarbeitet und die diese Welt erst lebendig machen, hinfällig.&lt;br /&gt;
Oder auf gut Deutsch: Eine Verfilmung kann niemals so gut sein wie das Buch.&lt;br /&gt;
Und wenn jetzt eine Verfilmung aus einem kleinen Büchlein drei Megafilme entstehen lässt, ist das in meinen Augen bereits eine andere Geschichte, die dem Buch überhaupt nicht mehr gerecht wird, selbst wenn sie gut sein sollte.&lt;br /&gt;
Ich habe die Verfilmung von „Der kleine Hobbit“ aus diesem Grund bis heute nicht gesehen.&lt;br /&gt;
Aber ich drifte wieder ab. Wir waren bei den Zwergen in Khazad-dûm:&lt;br /&gt;
Man sagt, dass sie damals zu tief gegraben und damit einen Dämon aus der alten Welt freigesetzt hätten.&lt;br /&gt;
Genau diese Geschichte geht mir jedes Mal durch den Kopf, wenn ich sehe in welchem Tempo in Beijing gebaut wird.&lt;br /&gt;
Das U-Bahn Netz (siehe Artikel [[öffentlicher Verkehr]]), das ja bereits das längste der Welt ist, wächst unaufhörlich und ständig gibt es neue Linien.&lt;br /&gt;
Und auch Strassen werden, wie im Stadtteil 通州 (tōng zhōu) im Osten der Stadt, wo die Bezirksregierung sitzt, dann schon mal komplett unter die Erde verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/moria-3.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/moria-3.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;&#039;offene&#039; Baustellen müssen stets alles mit Plastiknetzen gegen den Wind sichern.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;&#039;offene&#039; Baustellen müssen stets alles mit Plastiknetzen gegen den Wind sichern.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Aktuell gibt es hier eine riesige Baustelle wo einst im Somer ein durchgängiges Blätterdach den Blick aus dem Wohnzimmerfenster verschönt hat.&lt;br /&gt;
Eines nachts wurden auf der etliche Kilometer langen Strasse, die eine der Hauptverbindungen aus der Innenstadt ist, alle Bäume mit Nummern versehen, ausgegraben und weggebracht.&lt;br /&gt;
Ausserhalb Beijings steht jetzt also irgendwo ein kleiner durchnummerierter Wald der darauf wartet, eines Tages wieder zurückgebracht zu werden (Wenn das &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Figuren_in_Tolkiens_Welt#Ents&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Figuren_in_Tolkiens_Welt#Ents&quot;&gt;Baumbart&lt;/a&gt; wüsste).&lt;br /&gt;
U-Bahnen, Strassen, dazu unterirdische Fussgängerzonen und Einkaufzentren (siehe Artikel [[Dungeons &amp;amp; Dragons]]). Beijing gleicht einem schweizer Käse und ich mache mir tatsächlich Sorgen, ob man nicht ein wenig zu eifrig ist mit den Grabungen.&lt;br /&gt;
Dämonen aus anderen Zeitaltern frei zu setzten ist dabei allerdings nicht meine Hauptsorge, vielmehr denke ich dass ein all zu sehr ausgehöhlter Untergrund all die riesigen Wolkenkratzer, die auf der anderen Seite gebaut werden, nicht mehr halten kann.&lt;br /&gt;
Man kann nur hoffen, dass im Baugewerbe weniger gepfuscht wird als... Ach Quatsch was rede ich da ? Sie wissen worauf ich hinaus will.&lt;br /&gt;
Aber schauen wir uns die Baustellen im Stadtbild selber einmal an. Interessant zu beobachten ist, dass es nur sehr wenige offene Grabungen zu sehen gibt. In der Regel wird eine Mauer errichtet hinter der sich zuerst die Baustellenfahrzeuge versammeln und später dann eine komplette, meist aus Wellblech gefertigte Halle darüber errichtet wird.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/moria-4.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/moria-4.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ein schneller Blick ins innere der geheimen Wellblechbunker.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein schneller Blick ins innere der geheimen Wellblechbunker.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Man kann so gut wie nie sehen, wie tatsächlich gegraben wird.&lt;br /&gt;
Verschwörungstheoretiker haben hier wieder etliche Theorien ausgebrütet. Wann immer irgendwo ein mehr oder weniger geheimer Bunker steht, gibt es auch Ideen, was für geheime Projekte dahinterstecken könnten.&lt;br /&gt;
Ich gehe einfach mal davon aus, dass es zum einen als Schutz vor den ständigen Sturmböen in Beijing gedacht ist (An frischen Ausgrabungen ohne Überbau müssen ständig feinmaschige Plastiknetze justiert werden um Erde und Dreck nicht im gesamten Stadtteil zu verbreiten) und zum anderen um das Stadtbild nicht all zu sehr zu verschandeln (Ob riesige Wellblechbauten jetzt besser aussehen als eine offene Baustelle, darüber mag man gerne streiten).&lt;br /&gt;
Auf jeden Fall gibt es dem ganzen wieder eine mystische Aura, was der Befürchtung es könnte eines Tages eine brennende Teufelsfratze aus einem der Rolltore, aus denen die Kipplaster kommen, herausstürmen wieder Futter gibt. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Thu, 31 Jan 2019 17:19:00 +0000</pubDate>
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    <title>Movement</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/387-Movement.html</link>
            <category>Musik</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/video/ditie-links.gif&quot; title=&quot;&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein Ausblick, den man nur selten bekommt in Beijings U-Bahn.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Dem Album „Movement“ der Band &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/New_Order&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/New_Order&quot;&gt;New Order&lt;/a&gt; wird viel zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet, dabei ist es ein überaus besonderes musikalisches Werk.&lt;br /&gt;
1980 nach dem Selbstmord des Sängers Ian Curtis formierte sich aus der Band &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Joy_Division&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Joy_Division&quot;&gt;Joy Division&lt;/a&gt;, die wir bereits im Artikel [[We want an empty sound]] kennengelernt haben, New Order. Dies ist ihr Debütalbum und es markiert auf interessante Weise einen, wenn nicht sogar mehrere Wendepunkte.&lt;br /&gt;
Es beschreibt, nach dem Tod des Frontmanns, die Suche nach etwas Neuem. Abgesehen davon, dass die Musik sich zwangsläufig ändern muss, nach dem Ausscheiden eines Musikers, so wird hier auch der Sprung in ein komplett anderes Territorium gewagt: Die elektronische Musik mit der New Order später sehr berühmt geworden sind (Die Auskopplung des 1983 erschienen Stücks „Blue Monday“ soll angeblich die meistverkaufte Vinyl Maxi-Single weltweit sein).&lt;br /&gt;
Aber zurück zu den Anfängen: Das besondere an dem Album „Movement“ ist der Umstand, dass es genau den Übergang zwischen (mehr oder weniger) klassischer Rockmusik mit Gitarre, Bass und Schlagzeug und elektronischer Musik darstellt.&lt;br /&gt;
Wenn man es mit den Stücken der Vorgängerband Joy Division vergleicht, klingt es sehr elektronisch, stellt man jedoch andere elektronische Musik daneben, wirkt es doch noch sehr „handgemacht“ (wenn ich das mal so sagen darf).&lt;br /&gt;
Man erkennt definitiv aus beiden Richtungen Stile. Die die aus der Vergangenheit eingeflossen sind und die in deren Richtung sich die Musik später entwickelt hat.&lt;br /&gt;
Der Titel „Movement“ ist clever gewählt, beschreibt er doch, neben anderem, auch die Bewegung hin zu etwas Neuem.&lt;br /&gt;
Ein derartiges Album hat die Band nie wieder gemacht, es beschreibt einen besonderen Zeitabschnitt und zollt durch seine Einzigartigkeit irgendwie auch dem verstorbenen Bandmitglied Respekt.&lt;br /&gt;
Solche perfekten Momente, in denen alles zu stimmen scheint und die ganz tolle Dinge hervorbringen gibt es im Leben immer wieder, nicht bloss in der Musik.&lt;br /&gt;
Eines dieser Erlebnisse möchte ich heute gerne mit Ihnen teilen, es ist zwar aus allgemeiner  Sicht nicht so grossartig wie dieses Album, aber für mich persönlich durchaus vergleichbar.&lt;br /&gt;
Es war die Zeit von 2010 bis 2012, als ich das erste Mal in Beijing gelebt habe:&lt;br /&gt;
Auch ich hing sprichwörtlich irgendwo in der Luft, als der Standort meiner damaligen Firma an dem ich gearbeitet hatte geschlossen wurde und ich mit einer finanziellen Abfindung und besten Wünschen entlassen wurde.&lt;br /&gt;
Ich ging dann nach Beijing um Chinesisch zu lernen, wie sich später herausstellen sollte eine der besten Entscheidungen meines Lebens.&lt;br /&gt;
Es hat mich natürlich jeder für verrückt erklärt (allen voran meine Familie und der Sachbearbeiter beim Arbeitsamt).&lt;br /&gt;
Warum sollte man in ein Land gehen von dem man im Westen so wenig weiss, versuchen eine der (wenn nicht sogar die) schwersten Sprachen der Welt zu lernen und all das ohne einen Bezug zum Arbeitsleben zu haben.&lt;br /&gt;
Es war eine Herausforderung, die ich an mich selbst gestellt hatte, ich wollte mir etwas beweisen. Nämlich dass ich es schaffen kann. Und zwar ganz alleine, auch (oder gerade deswegen) entgegen der einhelligen Meinung der breiten Masse, dass so ein Unterfangen sinnlos sei (noch dazu in einem Alter in dem man sich doch langsam bitte etwas berechenbarer verhalten sollte).&lt;br /&gt;
Ich habe später das Gelernte dann doch genutzt um mich beruflich weiterzuentwickeln (weshalb ich ja nun hier in China bin), aber vorher hat das Hochgefühl, das mir der bestandene Sprachtest beschert hat, noch mein Selbstwertgefühl in dem Masse beeinflusst, dass ich später wieder in Deutschland auch noch eine Umschulung gemacht habe.&lt;br /&gt;
Rückblickend also ein Erfolg auf ganzer Linie. Aber verharren wir für einen kurzen Moment bei der Zeit zwischen 2010 und 2012.&lt;br /&gt;
Weiten wir den jährlichen Jahresrückblick kurz vor Silvester noch ein wenig aus und schauen woher wir (in diesem Fall ich) gekommen sind.&lt;br /&gt;
Genau wie die vorhin beschriebene Musik kann man Spuren erkennen aus dem alten Leben und bereits neue Nuancen entdecken, die die Zukunft gestaltet werden, was sie ja dann auch tatsächlich getan haben.&lt;br /&gt;
Es ist alles noch nicht so gefestigt wie es heute ist, sondern noch in der Entwicklung, wie die Stücke der Band New Order.&lt;br /&gt;
Man muss sich solche Momente immer wieder vor Augen führen und kann dann, ein wenig melancholisch (auch das passt zum Album „Movement“), darüber sinnieren dass es nie wieder so sein wird wie es damals war, wohlwissend, dass sich alles zum Guten gewandt hat.&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen guten Rutsch und einen guten Start ins neue Jahr 2019. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 29 Dec 2018 18:01:00 +0000</pubDate>
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    <title>Der Expat und der Aal</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/383-Der-Expat-und-der-Aal.html</link>
            <category>Kultur</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/steinloeweli.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/steinloeweli.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ein Steinlöwe am Eingang eines Parks. Der männliche Löwe hat immer einen Ball unter seiner Pranke, der weibliche ein Junges.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein Steinlöwe am Eingang eines Parks. Der männliche Löwe hat immer einen Ball unter seiner Pranke, der weibliche ein Junges.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;„Mein Leben als Expat“ habe ich den Untertitel dieses Blogs damals genannt. Eine Bezeichnung, die im nachhinein betrachtet eigentlich so nicht ganz richtig ist.&lt;br /&gt;
Was ist ein Expat überhaupt ? &lt;a href=&quot;https://wikipedia.de/&quot; title=&quot;https://wikipedia.de/&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt; hat dazu folgende Definition: „Ein Expatriate (Plural -s; von englisch expatriate; ; von lateinisch &amp;#101;x ‚aus‘, ‚heraus‘ und patria ‚Vaterland‘), kurz Expat, ist in der Wirtschaft eine Fachkraft, die von dem international tätigen Unternehmen, bei dem sie beschäftigt ist, vorübergehend – meist für ein bis drei Jahre – an eine ausländische Zweigstelle entsandt wird.“&lt;br /&gt;
Also erst einmal genau das, was ich hier auch mache. Ich bin von meiner Firma auf unbestimmte Zeit entsandt worden um am Standort China zu arbeiten. So weit so gut.&lt;br /&gt;
Aber zum Expat-Leben gehört natürlich wesentlich mehr als bloss eine Definition. Expats sind eine Gruppe von Leuten, die sich auch untereinander vernetzen, alleine schon um es im täglichen Leben im Ausland etwas einfacher zu haben.&lt;br /&gt;
Nun, da bin ich schon raus. Ich lebe mit meiner Familie tatsächlich ein chinesisches Leben, ich habe keinen Zugang zu irgendwelchen Expat Gruppen und ich habe ihn auch nie gesucht. Ganz im Gegenteil: Ich wollte China immer hautnah erleben, was ja eben auch der Grund war erst einmal alleine für fast zwei Jahre nach Beijing zu ziehen und Chinesisch zu lernen.&lt;br /&gt;
Ich habe den Kontakt zu anderen Ausländern nicht direkt gemieden, aber ich habe ihn definitiv auch nicht gesucht. Und so haben sich mit der Zeit dann auch fast alle Kontakte in dieser Richtung im Sand verlaufen.&lt;br /&gt;
Hin und wieder treffe ich noch einmal einen anderen Ausländer um mit ihm wegzugehen, etwas zu essen, trinken und quatschen, aber das kommt nur alle paar Monate mal vor.&lt;br /&gt;
Entsprechend unterschiedlich sind auch die Sichtweisen. Ich möchte gerne sagen, dass ich im Gegensatz zu den anderen Expats hier das richtige Leben erleben darf, während sie bloss in ihrer Blase leben, aber das wäre natürlich nur die halbe Wahrheit, schliesslich gibt es so etwas wie das richtige Leben nicht. Jeder erfasst immer nur einen Teil des ganzen und ob der jetzt echt ist oder nicht, ist reine Definitionssache.&lt;br /&gt;
Es gibt so wohl das eine, als auch das andere Leben in China. Was viele Menschen leider immer vergessen und dann alles in einen Topf werfen.&lt;br /&gt;
Mein Blick auf das Leben in China ist eine Mischung aus der Sicht eines Ausländers und aus der Sicht eines Familienmitgliedes einer chinesischen Familie.&lt;br /&gt;
Es ist ganz natürlich, dass ich andere Erfahrungen mache als der Grossteil der anderen Expats. Aber anders bedeutet nun mal nicht unbedingt besser oder näher am Original.&lt;br /&gt;
Das kommt nämlich ganz auf die Situation an. Im täglichen Privatleben habe ich den meisten Ausländern bestimmt etwas voraus und viele Dinge erlebt, die sie niemals erfahren werden, dafür fehlen mir die Erfahrungen die sie machen.&lt;br /&gt;
Ich habe zum Beispiel überhaupt keine Ahnung wo man toll weggehen kann, kenne all die angesagten Clubs, Kneipen und Cafes nicht. Und auch zu den modernen, ausgeflippten Chinesen aus Mode, Kunst oder Unterhaltung, den (mehr oder weniger) Angesagten, die die Kultur neu prägen habe ich keinen Kontakt.&lt;br /&gt;
Etwas, das früher für mich wichtig war, aber heute fast keine Bedeutung mehr hat. Das mag auch daran liegen, dass man, wenn schon nicht weise, dann doch wenigstens langsam älter wird (ich weiss: das habe ich schon oft gesagt und rückblickend, wenn man wieder etwas älter geworden ist, mutet solch ein Spruch immer seltsam an. Aber es stimmt. Jedes Mal für den aktuellen Zeitpunkt, selbst wenn man es später wieder etwas differenziert betrachten sollte).&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/steinloeweli2.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/steinloeweli2.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ein Steinlöwe am Eingang eines Parks. Der männliche Löwe hat immer einen Ball unter seiner Pranke, der weibliche ein Junges.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein Steinlöwe am Eingang eines Parks. Der männliche Löwe hat immer einen Ball unter seiner Pranke, der weibliche ein Junges.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Es hat mich insgeheim immer belustigt, wenn andere Expats von ihren Erfahrungen erzählt haben. Ich habe mich immer toll gefühlt, wissend dass all die Dinge die für sie absolut skurril waren, für mich schon lange zum normalen Tagesablauf gehörten.&lt;br /&gt;
Aber wie gesagt: Aus ihrer Sichtweise sind diese Dinge wichtig. Und diese Sichtweise legt ja lediglich den Fokus anders.&lt;br /&gt;
Denn wenn man einmal ehrlich zu sich selber ist, bemerkt man, dass die eigene Sichtweise auch ihre „Löcher“ hat.&lt;br /&gt;
„Löcher“, die es unter Umständen in der anderen Sichtweise nicht gibt. Es ist also alles mehr oder weniger das selbe.&lt;br /&gt;
Das erst einmal grundsätzlich. Wer aber glaubt, er würde China verstehen, weil er ein paar Jahre in einer Expat Enklave gelebt hat, den muss ich leider enttäuschen.&lt;br /&gt;
Auch wenn es ein ständiges Phänomen ist, dass Expats Vorträge halten darüber „wie die Chinesen denn ticken“, nachdem sie zwei, drei Jahre als Expat in einer Wohnanlage mit anderen Ausländern gewohnt haben, den Delikatessenladen wo man europäische Lebensmittel kaufen kann und das Steak Restaurant direkt vor der Haustüre, in dem festen Glauben dass die fünfzehn chinesischen Wörter, die sie gelernt haben ihnen Einblick in eine fremde Kultur geben könnten und die mit „die Chinesen“ ihre Bekannten meinen, die soweit westlich geprägt sind, dass sie problemlos zu allen anderen in den eigenen Freundeskreis passen, muss ich leider sagen: „Die Welt über die Ihr sprecht ist nicht die Welt über die Ihr glaubt zu sprechen“. Die Überschrift ist einfach falsch.&lt;br /&gt;
Das worüber hier berichtet wird, ist ein China das es definitiv gibt und in dem die Erzähler in der Regel auch eine Zeit lang gelebt haben, aber es ist nicht China. In keinster Weise. Ich würde mich freuen, wenn nicht jeder ständig behaupten würde, er wüsste wie China funktioniert.&lt;br /&gt;
Auch ich nehme mir nicht heraus zu behaupten es zu verstehen. Ich erarbeite mir mühsam meinen Weg zum Verständnis und teile meine Erfahrungen zum Teil hier in diesem Blog. Aber ich muss leider auch immer wieder feststellen, dass vieles doch nicht so ist, wie ich es bis dahin immer angenommen hatte. Ein Umstand, der meine chinesische Frau jedes Mal wieder zum Lachen bringt.&lt;br /&gt;
Man muss sein Wissen immer wieder anpassen mit jedem Stück, das man neu lernt. Viele Erkenntnisse sind gut auf dem Weg zum Verständnis, müssen aber früher oder später doch einer präziseren Erkenntnis weichen.&lt;br /&gt;
Eine fremde Kultur wirklich zu erleben ist keine Sache, die man in ein paar Jahren zusammen mit anderen Ausländern täglich nach der Arbeit macht um es dann, wenn man in die Heimat zurückkehrt letztendlich verstanden zu haben.&lt;br /&gt;
Eine fremde Kultur zu erlernen ist wie einen Aal mit den blossen Händen zu fangen. Nur wenn er sich genau so windet, dass er zufälligerweise nicht aus den Händen rutscht, hat man die Chance wieder etwas nachzufasssen und fester zuzugreifen.&lt;br /&gt;
Und man muss tatsächlich selber im Wasser stehen dafür, vom zusehen alleine wird man nicht schlau. 
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    <pubDate>Fri, 07 Dec 2018 02:12:00 +0000</pubDate>
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    <title>Sau-Sack-Pillemann-Arschloch</title>
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            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/station.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/station.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Dort, wo einst die Polizeistation war, geht nun eine Baustelle mitten durch das ehemalige Gebäude.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Dort, wo einst die Polizeistation war, geht nun eine Baustelle mitten durch das ehemalige Gebäude..&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;So: Die Zeit ist rum, ich bin wieder zurück zu Hause (wie seltsam sich das anhört).&lt;br /&gt;
Ich habe einen Monat lang am Hauptsitz meiner Firma in München gearbeitet, jetzt bin ich wieder in Beijing.&lt;br /&gt;
Das Wiedersehen war grandios und vor allen Dingen mein Sohn hat sich so sehr gefreut, dass er über alle vier Backen gestrahlt hat (ich übrigens auch).&lt;br /&gt;
Dort wo meine Wohnung ist und ich mit meiner Familie lebe ist selbstverständlich mein Lebensmittelpunkt.&lt;br /&gt;
Trotzdem hört es sich seltsam an, wenn man als Deutscher sagt man geht zurück nach Hause, wenn man wieder nach China fliegt.&lt;br /&gt;
Irgendwie fühlt man sich so wohl hier als auch dort zu Hause, obwohl die chinesische Bevölkerung einen Ausländer immer nur als Ausländer ansieht, in der Regel sogar nur als Touristen.&lt;br /&gt;
Anders als in anderen Ländern, in denen man nach einer gewissen Zeit auch irgendwann als Zugezogener angesehen wird, bleibt man in China stets ein Fremder, wenn man nicht chinesisch aussieht.&lt;br /&gt;
Da sind Chinesen sehr pragmatisch. Wenn es etwas gibt, das China im Überfluss hat, dann sind es Menschen.&lt;br /&gt;
In einem der bevölkerungsreichsten Länder dieser Welt braucht man nicht noch zusätzlich fremde Einwohner.&lt;br /&gt;
Ich bin also wieder in den Flieger und von der alten in die neue Heimat geflogen, wenn man so will.&lt;br /&gt;
An dieser Stelle frage ich mich immer wieder: Wieso haben Flüge von Air China das Kürzel CA ?&lt;br /&gt;
CA würde doch wesentlich besser zur Fluggesellschaft China Airlines passen. Die haben aber CI.&lt;br /&gt;
Wie auch immer. Ich bin schon wieder im Behördenstress: Nur noch ein paar Tage, bis mein Visum ausläuft.&lt;br /&gt;
Es ist von Seiten der Personalabteilung soweit alles in die Wege geleitet, ich brauche nur noch wieder eine neue Bestätigung meines Wohnortes. Die habe ich eigentlich noch, denn der Wohnort hat sich natürlich nicht geändert, aber neue Bestimmungen machen es notwendig eine neue Bestätigung vorzulegen, wenn man das Land verlassen hatte.&lt;br /&gt;
Also wieder alle Unterlagen zusammensuchen und auf zur Polizeistation.&lt;br /&gt;
Im Artikel [[Registrieren (immer wieder)]] hatte ich das ganze Prozedere ja schon einmal beschrieben.&lt;br /&gt;
Man muss zu der zuständigen Polizeistation und sich dort registrieren lassen.&lt;br /&gt;
„Zuständig“ ist hier das Wort auf das man achten sollte. Denn die zuständige Polizeistation ist nicht zwangsläufig die, die am nächsten zum Wohnort ist, manchmal gibt es fünf Polizeistationen, die alle gut zu Fuss erreichbar sind, aber die zuständige liegt so weit entfernt, dass man öffentliche Verkehrsmittel benutzen muss.&lt;br /&gt;
In einem der neueren Stadtviertel, die so gross sind wie eine gute deutsche Großstadt, ist man also schon mal eine Weile mit dem Bus unterwegs.&lt;br /&gt;
Deshalb habe ich mich morgens schon früh auf den Weg gemacht, schliesslich möchte man ja vor dem Ansturm der Massen alles erledigt haben.&lt;br /&gt;
Aber es kommt leider nicht immer so, wie man sich das vorgestellt hat.&lt;br /&gt;
Da gerade eine Großbaustelle alle Verkehrsführungen durcheinander gewürfelt hat, fuhr natürlich auch der Bus nicht mehr dort ab, wo ich es gewohnt war. Also erst einmal die neue Haltestelle suchen.&lt;br /&gt;
Manchmal ist es einfacher, wenn man gar nicht erst sucht, sondern sich direkt auf den Weg zur nächsten Haltestelle macht, was ich leider dann auch schmerzlich erfahren musste.&lt;br /&gt;
Ein kleiner Fussmarsch von einer Stunde am morgen ist zumindest gut für die Gesundheit. Sehen wir einmal von den schlechten Luftwerten ab, die aktuell wieder sehr hoch sind.&lt;br /&gt;
Und wie heisst es so schön ? „Ein Unglück kommt selten alleine“. Und so war es dann auch.&lt;br /&gt;
Endlich dort angekommen, wo die Polizeistation immer war, steht nun bloss noch Teil des Hauses, der daran erinnert, dass es mal eine Station hier gab. Mittendurch gefressen hat sich ein Neubau, der die eine Haushälfte einfach verschluckt hat. Die andere Hälfte steht jetzt leer. Ich staune immer wieder in welcher Geschwindigkeit in China gebaut wird. Vor meiner Abreise gab es die Station noch, der Neubau ist also maximal einen Monat alt.&lt;br /&gt;
Nun, die Station war nicht mehr dort, also wieder herumfragen wo sie denn hin ist. Was in China ja grundsätzlich schon ein Problem ist, da selbst Leute die keine Ahnung haben einen immer in irgendeine Richtung schicken, bloss um nicht zugeben zu müssen, dass sie den Weg auch nicht kennen und so ihr Gesicht verlieren würden.&lt;br /&gt;
Letztendlich habe ich sie dann gefunden, die Polizeistation. Aber die Idee mit „vor dem Ansturm der Massen alles erledigt haben“ hatte sich dann leider bereits erledigt. Also anstellen und warten.&lt;br /&gt;
So bekommt man auch ganz schnell einen halben Tag rum. Solche Dinge kommen leider immer wieder mal vor.&lt;br /&gt;
Sie sehen schon: China kann hin und wieder schon mal ein echtes Sau-Sack-Pillemann-Arschloch sein, um es mal mit den Worten von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Helge_Schneider&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Helge_Schneider&quot;&gt;Helge Schneider&lt;/a&gt; zu sagen. 
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    <pubDate>Tue, 13 Nov 2018 09:53:00 +0000</pubDate>
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    <title>Einerseits, aber andererseits...</title>
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            <category>Interkulturelles</category>
            <category>Literatur</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Sonstiges</category>
            <category>Sprache</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/park.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/park.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;In einem Park in Beijing.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;In einem Park in Beijing.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Gerade ein Jahr alt und unser Sohn läuft nicht nur, sondern fängt auch an die ersten Wörter zu sprechen. Oder besser gesagt: Er wiederholt Laute und fängt an, sie Objekten zuzuordnen auf die er zeigt.&lt;br /&gt;
Ein paar Worte konnte er schon vorher, wir waren uns aber nicht sicher, ob er auch versteht, dass sie eine Bedeutung haben oder sie nur eine Stimmübung für ihn waren.&lt;br /&gt;
Ich habe schon früh angefangen ihm das deutsche „R“ beizubringen, da es viele Chinesen tatsächlich nicht aussprechen können.&lt;br /&gt;
Er hat es spielerisch sofort aufgenommen und liebt es hin und wieder einfach dazuliegen und „Rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr“ von sich zu geben. Es wirkt fast, als würde er angeben wollen, indem er allen Umstehenden zeigt, dass er etwas formulieren kann, was sie nicht können.&lt;br /&gt;
Das erste gesprochene Wort war natürlich eine ganz grosse Sache. Da ich mit ihm ausschliesslich auf Deutsch rede und der Rest der Familie auf Chinesisch, war natürlich die Frage: Wird sein erstes Wort ein deutsches oder ein chinesisches sein ?&lt;br /&gt;
Es hat sich fast wie ein kleiner Wettlauf angefühlt und obwohl es eigentlich egal ist, hat jeder insgeheim gehofft, dass er ein Wort aus seiner Sprache wählt.&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit dass es ein chinesisches sein würde, war natürlich wesentlich höher, da er den halben Tag, wenn meine Frau und ich arbeiten sind, bei den Schwiegereltern verbringt und auch so jeder ausser mir Chinesisch mit ihm spricht.&lt;br /&gt;
Hinzu kommt, dass einige chinesische Wörter sehr einfach zu lernen sind (zumindest die Aussprache). Sie haben oft nur eine Silbe und viele bilden tatsächlich Grundlaute ab, die Kleinkinder schnell lernen zu sprechen so wie da, ba, du, la, li, lu usw. Das ist im Deutschen schon etwas aufwendiger.&lt;br /&gt;
Während er von chinesischer Seite immer „dēng“ zu hören bekommt, wenn er auf die Lampe an der Decke zeigt, kontere ich immer mit „Lampe“.&lt;br /&gt;
Es ist zwar nur eine Silbe unterschied, aber dieses Schema zieht sich durch die beiden Sprachen wie ein roter Faden. Das deutsche Wort ist immer länger als das chinesische und hat viele unterschiedliche Laute.&lt;br /&gt;
Aber unser Sohn hat sich tatsächlich anders entschieden und das Wort „Mama“ zu seinem ersten Wort gemacht.&lt;br /&gt;
„Mama“ im deutschen oder „mā ma“ im chinesischen kann man tatsächlich gesprochen nicht unterscheiden.&lt;br /&gt;
Unser Sohn hat unseren kleinen Wettlauf einfach umgangen und ganz diplomatisch den Mittelweg gewählt. Schlaues Kerlchen!&lt;br /&gt;
Unbewusst hat er damit eine sehr chinesische Verhaltensweise an den Tag gelegt, die schon in Klassikern wie „Maß und Mitte“ (Originaltitel 中庸 zhōng yōng), einem Abschnitt im &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Buch_der_Riten&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Buch_der_Riten&quot;&gt;„Buch der Riten“ (礼记 lǐ jì )&lt;/a&gt; ausführlich behandelt wird.&lt;br /&gt;
Die Rede ist hier von „goldenen Weg“, den es in der Deutschen Sprache auch und zwar als „goldene Mitte“ gibt.&lt;br /&gt;
Ein konfuzianischer Verhaltenskodex, der Extreme als den falschen und den Mittelweg als den richtigen Weg ansieht.&lt;br /&gt;
So entscheidet man sich nie für eine Seite, sondern versucht, in guter alter Tradition des &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Yin_und_Yang&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Yin_und_Yang&quot;&gt;Ying und Yang (阴阳 yīn yáng)&lt;/a&gt; in der Mitte zu bleiben und das Gleichgewicht aufrechtzuerhalten.&lt;br /&gt;
Man könnte auch sagen: „Bleibt man nur schön in der Mitte, sieht jeder Abgrund kleiner aus“ (wie es im Liedtext zu „Kleine Schriite“ der Band &lt;a href=&quot;http://www.grau-musik.de&quot; title=&quot;http://www.grau-musik.de&quot;&gt;„grau“&lt;/a&gt; heisst).&lt;br /&gt;
Auch ich habe von meiner damaligen Chinesischlehrerin immer wieder gesagt bekommen, dass dieses Prinzip so weit in der chinesischen Kultur verankert ist, dass es im grossen Stil sogar die Sprache prägt, selbst wenn sich heute kaum noch jemand danach verhält.&lt;br /&gt;
Ein Umstand, den ich mir zunutze machen sollte beim HSK-Test (dem offiziellen Sprachtest für Chinesisch).&lt;br /&gt;
„Wenn Du Dir bei einer Multiple Choice Frage nicht sicher bist“, sagte sie immer „dann schau Dir die Antworten an. Eine direkte und eindeutige Antwort ist in jedem Fall falsch“. Und sie hatte natürlich Recht.&lt;br /&gt;
Eine Antwort im chinesischen ist in den seltensten Fällen eindeutig. Es heisst immer: „Auf der einen Seite“... bla, bla, bla „aber auf der anderen Seite“... bla, bla, bla.&lt;br /&gt;
Interessanterweise fängt auch eine Rüge immer mit dem Aufzählen der guten Dinge an, bevor man auf das eigentliche Thema kommt.&lt;br /&gt;
Bei einer Antwort weiss man oft gar nicht so genau ob der Gegenüber eine Sache jetzt befürwortet oder ablehnt.&lt;br /&gt;
Ich hatte es irgendwo anfangs dieses Blogs bereits erwähnt, dass es genau diese Ungenauigkeit ist, die viele ausländische Unternehmen dazu verleiten falsche Entscheidungen zu treffen.&lt;br /&gt;
Ein „Ja, wir können das“ bedeutet nicht in jedem Falle, dass die Gegenpartei es wirklich kann, oft ist es einfach Höflichkeit und eine Floskel um nicht das Gesicht zu verlieren.&lt;br /&gt;
Und es wird natürlich auch immer wieder gerne missbraucht um in der Geschäftswelt falsche Tatsachen glaubhaft zu machen (besonders wirkungsvoll bei ausländischen Geschäftspartnern, die nicht selten darauf hineinfallen).&lt;br /&gt;
Das ist definitiv etwas, an das man sich gewöhnen muss, wenn man im Reich der Mitte lebt, es umgibt einen tagtäglich. 
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    <pubDate>Thu, 25 Oct 2018 16:07:00 +0000</pubDate>
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    <title>Chinese im Karton</title>
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            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
            <category>Sonstiges</category>
            <category>Unschönes</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/shark.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/shark.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Skulptur in einem Einkaufscenter.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Skulptur in einem Einkaufscenter.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ich habe mich vor kurzem mit einem chinesischen Freund, der in Deutschland lebt unterhalten und wir kamen unter anderem auf einen sehr alten und fragwürdigen Kinderreim zu sprechen.: „Ching Chang Chong,Chinese im Karton“&lt;br /&gt;
Dieser Spruch ist wohl plötzlich im Kindergarten seines Sohnes aufgetaucht.&lt;br /&gt;
Ich kenne ihn noch von älteren Generationen und hätte nicht gedacht, dass ihn deutsche Kinder in der heutigen Zeit überhaupt noch kennen.&lt;br /&gt;
Ähnlich den „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“, ist es ein Kindergesang, in dem Chinesen bzw. ein Chinese vorkommen.&lt;br /&gt;
Der Text der „drei Chinesen mit dem Kontrabass“ ergibt inhaltlich nicht wirklich Sinn, weshalb sich auch schlecht sagen lässt, ob es böse gemeint ist, Polizei hin oder her.&lt;br /&gt;
Bei dem „Chinesen im Karton“ sieht das schon ein wenig anders aus.&lt;br /&gt;
Die Recherche hat keine eindeutigen Ergebnisse zu Tage gebracht und es gibt mehrere Theorien zum Ursprung dieses Stückes.&lt;br /&gt;
Es ist wahrscheinlich, dass der erste Teil „Ching Chang Chong“ aus dem Englischen kommt, da man ziemlich viele Treffer bei einer Suchanfrage auf englischen Seiten bekommt.&lt;br /&gt;
Die Engländer sind damals ziemlich weit herumgekommen, haben kolonialisiert wo immer sie konnten und wesentlich mehr Bezugspunkte zu fremden Kulturen als die Deutschen.&lt;br /&gt;
Es liegt also nahe den Ursprung für den ersten Teil hier zu vermuten.&lt;br /&gt;
Es ist, genau wie im deutschen, eine primitive Art Laute der chinesischen Sprache nachzuäffen und nicht selten werden dazu die Augen nach aussen gezogen um Schlitzaugen zu imitieren.&lt;br /&gt;
Im deutschen wird er, neben anderen Sprüchen wie „Schnick, Schnack, Schnuck“ bei dem Spiel „&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Schere,_Stein,_Papier&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Schere,_Stein,_Papier&quot;&gt;Schere, Stein, Papier&lt;/a&gt;“ gebraucht.&lt;br /&gt;
Ein Spiel, dessen Ursprung selber wahrscheinlich in China liegt und über Japan zu uns gekommen ist.&lt;br /&gt;
Es gibt aber auch eine weitere Variante. Eben jene, in der der „Chinese im Karton“ vorkommt.&lt;br /&gt;
Ob diesem Bild wirklich mehr Bedeutung zukommt als die, dass es sich einfach reimt, wage ich zu bezweifeln.&lt;br /&gt;
Aber es geht ja noch weiter, was viele Deutsche, mich eingeschlossen, nicht wissen (bzw. wussten).&lt;br /&gt;
„Chinese in die Ecke scheisse, Fliegen um die Scheisse kreise“. Die lose Satzstruktur in dem halbfertigen Satz könnte im Zusammenhang mit dem lautmalerischen „Ching Chang Chong“ wieder abwertend auf die Ausdrucksweise eines Ausländers hinweisen. Mal ganz abgesehen vom Inhalt.&lt;br /&gt;
Zu dem kommen wir jetzt: Es wird einerseits die Meinung vertreten, dass dies auf Zeiten hinweist, in denen die chinesische Kultur etwas ins Wanken geraten ist (zu Zeiten der Kulturrevolution zum Beispiel) und sanitäre Einrichtungen nicht immer intakt waren und dies zum Anlass genommen wurde um Spott zu sähen.&lt;br /&gt;
Das halte ich persönlich aber für zu weit hergeholt. Der Kraftausdruck „Scheisse“ in allen Formen und Ausdrucksweisen wird in der Regel allgemein als Beschimpfung ohne intelligente Hintergrundgeschichte verwendet.&lt;br /&gt;
Erst wird lautmalerisch die Sprache veralbert, dann kommt ein Reim der keinen Sinn ergibt, aber den Betroffenen dumm aussehen lässt („im Karton“) und dann irgendwas mit „Scheisse“. Fertig ist der Kinderreim. Zugegeben kein besonders schöner.&lt;br /&gt;
Es gibt aber noch eine weitere Meinung: Die, dass der Spruch eigentlich gar nicht bösartig ist, sondern den Chinesen als besonders schlau darstellt (wenn auch auf eine ziemlich skurrile Art).&lt;br /&gt;
So gibt es einen Witz, in dem verschiedene Leute in einem Raum voller Fliegen ausharren sollen.&lt;br /&gt;
Niemand schafft es besonders lange, ausser dem Chinesen, der seine Notdurft in der Ecke verrichtet und damit die Fliegen von sich fern hält. „Ching Chang Chung, Chinese ist nicht dumm“ heisst es dann entsprechend.&lt;br /&gt;
Nun, ich finde auch das reisst es nicht mehr heraus. Bei einem Reim der explizit Menschen einer bestimmten Herkunft nennt und sie mit Fäkalien kombiniert , kann einfach nichts gutes herauskommen.&lt;br /&gt;
Wie gesagt: ich habe keine hundertprozentige Quelle finden können um herauszufinden woher dieser Spruch eigentlich kommt und vielleicht wäre das ein Umstand, den man dazu nutzen könnte, um auch den Kinderreim selbst einfach komplett zu vergessen. In der Reihe der schönen Kinderreime würde er niemandem wirklich fehlen.&lt;br /&gt;
Aber ich bin der Überzeugung, dass man auch, oder vielleicht sogar insbesondere über unschöne Dinge reden sollte. Man muss verstehen warum es sie gibt um sie in Zukunft zu vermeiden. 
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    <pubDate>Mon, 13 Aug 2018 12:08:00 +0000</pubDate>
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    <title>Hirn in Scheiben</title>
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            <category>Anderes</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/apotheke.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/apotheke.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Eine Apotheke für chinesische und westliche Medizin.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eine Apotheke für chinesische und westliche Medizin.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ich berichte ja immer wieder gerne über eine Speise in China genannt 夫妻肺片 (fū qī fèi piàn).&lt;br /&gt;
Das hat mehrere Gründe: Zum einen esse ich sie liebend gern, ausserdem ist es ein gängiges Gericht in chinesischen Restaurants und damit ein guter Indikator für die Qualität der Küche.&lt;br /&gt;
Und es macht Spass darüber zu berichten, da es sich um Innereien handelt und deshalb nicht unbedingt den Europäischen Einheitsgeschmack trifft.&lt;br /&gt;
Und zu guter Letzt wegen des Namens, der in Speisekarten oft wörtlich übersetzt wird und dann „Lungenscheiben vom Ehepaar“ heisst.&lt;br /&gt;
Heute nehmen wir ihn einfach mal um zu verdeutlichen, nach welchen Regeln man in China Gerichte benennt.&lt;br /&gt;
Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel, aber die meisten Gerichte enthalten die Hauptzutat im Namen. In diesem Fall 肺 (fèi), die Lunge.&lt;br /&gt;
Dann entweder die Art der Zubereitung (grillen, garen, kochen etc.) oder die Form. In unserem Fall 片 (piàn), also in Scheiben.&lt;br /&gt;
Und dann in den meisten Fällen noch ein Ort, wo die Speise ihren Ursprung hat, oder eben wie in unserem Fall ein anderer Name:  夫妻 (fū qī), das Ehepaar. Gemeint ist hier die Paarung von Lungen- und Fleisch-, oft auch Zungenscheiben, die eben harmonisch zusammenpassen, wie ein Ehepaar (Die klassische Sichtweise auf das Eheleben ist die eines harmonischen Zusammenseins, auch wenn einige Betroffene andere Erfahrungen gemacht haben mögen. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; ).&lt;br /&gt;
Gerichte in Scheiben gibt es unzählige in China. Und meist sind sie auch entsprechend benannt.&lt;br /&gt;
Was mir bis jetzt noch nicht untergekommen ist, ist Gehirn in Scheiben (das mag vielleicht an der Konsistenz liegen...?).&lt;br /&gt;
Dabei gibt es auch eine Vielzahl an Gerichten mit Hirn. Schwimmend in der Suppe, mit Sosse auf einem Teller oder auch noch im Schädel eines Hasen zum Beispiel. Eine Spezialität in China: Hasenkopf mit scharfer Sosse.&lt;br /&gt;
Erst knabbert man alles, was fleisch- oder hautähnlich ist vom Knochen, dann löst man den Unterkiefer ab und isst das zarte Fleisch der Wangen, um dann zum Finale den Schädel aufzubrechen und das Gehirn heraus zu saugen.&lt;br /&gt;
Da können die meisten meiner Landsleute wieder nichts mit anfangen, ist aber tatsächlich lecker.&lt;br /&gt;
Jetzt werden sie sich sicher fragen, warum der Titel des heutigen Artikels ausgerechnet „Hirn in Scheiben“ heisst, wenn es solch ein Gericht nicht einmal gibt.&lt;br /&gt;
Nun, es handelt sich eben nicht um eine chinesische Speise, sondern um mein Gehirn. Aber fangen wir von vorne an:&lt;br /&gt;
Vor kurzem war ich im Krankenhaus, wie Sie aus Artikel [[Hippokrates und Charybdis]] ja bereits wissen. Diese Woche war ich dann bei der Nachuntersuchung.&lt;br /&gt;
Ich dachte eigentlich, dass ich schnell hinfahre, die Untersuchungen machen lasse und spätestens ein paar Stunden später wieder auf der Arbeit bin. Schliesslich hatte ich ja bereits einen Termin.&lt;br /&gt;
Aber da bin ich natürlich wieder von deutschen Standards ausgegangen, nicht von chinesischen.&lt;br /&gt;
Man bekommt einen Termin, zu dem man bestellt wird, um sich dann an dem selben Schalter, an dem man den Termin gemacht hat, noch einmal anzustellen, um eine Nummer zu bekommen. Erst mit ihr darf man dann warten, bis man aufgerufen wird.&lt;br /&gt;
Die Uhrzeit auf dem Zettel des Termins hat also überhaupt keine Bedeutung. Am besten kommt man ganz früh morgens und geht zu dem Schalter um sich eine Nummer zu ziehen, denn wenn man pünktlich zum Termin erscheint, geht die Schlange bereits einmal durch das Wartezimmer und durch die Korridore bis hin zum Getränkeautomaten.&lt;br /&gt;
Der erste Termin war der zur Computertomographie, entsprechend gross war auch der Andrang. Der erste Tag ging komplett für einen Scan meines Gehirns drauf. Am darauf folgenden Tag, konnte ich dann die restlichen Untersuchungen angehen.&lt;br /&gt;
Beim nächstem Mal weiss ich bescheid, dann werde ich mir ein paar Tupperboxen mitnehmen, um wenigstens nicht verhungern zu müssen.&lt;br /&gt;
Zuerst einmal bin ich ja froh, dass man in China so kurzfristig einen Termin für eine CT bekommt, aber sind wir mal ehrlich: Das System mit den Terminen ist ja an Unprofessionalität nicht mehr zu überbieten. Egal was man an diesem System ändert, es könnte nur eine Verbesserung sein. Nach unten ist kein Spielraum mehr.&lt;br /&gt;
Einen Termin machen, damit man zu diesem Termin einen Termin macht ? Was soll das ?&lt;br /&gt;
Und ich bin bei weitem nicht der einzige, der sich hierüber geärgert hat. Ausnahmslos jeder in der Schlange vor dem Schalter hat sich, teilweise sogar in nicht ganz sozial korrekter Art, bei den Krankenschwestern darüber ausgelassen.&lt;br /&gt;
Der Unmut war gross. Ich versuche es wieder unter dem Gesichtspunkt der inter-kulturellen Prüfungen zu verbuchen und mich nicht all zu sehr darüber aufzuregen.&lt;br /&gt;
Auf jeden Fall konnte ich mein Gehirn jetzt scheibenweise auf dem Bildschirm bestaunen. Irgendwie ziemlich unspektakulär, ich hätte mehr erwartet.&lt;br /&gt;
Da ist dieses Wunderwerk der Natur. Mein Denkapparat, der im grossen und ganzen mein Wesen ausmacht als grauer, unförmiger Flatschen, der irgendwie an die im Sommer durch die Hitze wieder weichgewordenen Kaugummis unter den Schulbänken meiner Jugend erinnert. Sieht nicht besonders interessant aus.&lt;br /&gt;
Da die Bilder mit Hilfe von Röntgenstrahlen entstanden sind, haben sie natürlich keine Farbe. Somit ist alles grau in grau.&lt;br /&gt;
In diesem Fall passt das natürlich ganz gut, da das Gehirn ja auch grau sein soll, wenn man es herausnähme. Na ja, immerhin. 
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    <pubDate>Sat, 09 Jun 2018 01:26:00 +0000</pubDate>
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    <title>Hippokrates und Charybdis</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/341-Hippokrates-und-Charybdis.html</link>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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Bis jetzt habe ich noch nicht viele Krankheitstage nehmen müssen, was zu einem grossen Teil auch daran liegt, dass ich jetzt zu Hause bei der Familie esse und eigentlich gar nicht mehr zu den Strassenständen gehe. Somit kann man Durchfallerkrankungen meist vermeiden.&lt;br /&gt;
Der Umstand, dass ich bereits seit 2015 in China lebe und noch keine Krankenkarte für ein chinesisches Krankenhaus (erkläre ich später, was das ist) habe, zeigt es schon an.&lt;br /&gt;
Einzig eine Hand voll Tage wegen Erkältung oder Durchfall habe ich genommen, das war&#039;s schon. Bis jetzt ohne ein Krankenhaus zu besuchen und einen Arzt aufzusuchen.&lt;br /&gt;
Denn private Ärzte mit einer eigenen Praxis gibt es in China so nicht. Wird man krank, muss man ins Krankenhaus.&lt;br /&gt;
Aber es ist natürlich richtig, wenn man krank ist, sollte man dem Arbeitgeber ein Attest vorlegen.&lt;br /&gt;
Diese Woche hat es mich erwischt und diesmal habe ich dann auch alles nach Vorschrift entsprechend erledigt.&lt;br /&gt;
Sollten Sie in China krank werden, insbesondere in einer der Großstädte, stellt sich erst einmal die Frage: Wo ist das nächste Krankenhaus und wie komme ich dorthin ?&lt;br /&gt;
Selbst in extremen Fällen, kann es sein, dass der Notarzt keine gute Alternative ist, da die Strassen zu gewissen Zeiten einfach verstopft sind.&lt;br /&gt;
Blaulicht hin oder her, wenn kein Platz zum ausweichen ist, dann steckt auch der Krankenwagen im Stau fest.&lt;br /&gt;
Krankenhäuser sind, wie in Deutschland auch, meist auf bestimmte Dinge spezialisiert. Ein Umstand, der in den meisten Fällen irrelevant ist, bei schlimmeren Beschwerden aber eventuell doch berücksichtigt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/krkhskrt.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/krkhskrt.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Die Krankenhauskarte. Ohne sie geht gar nichts.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die Krankenhauskarte. Ohne sie geht gar nichts.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Und dann gibt es noch verschiedene Zusammenschlüsse von Krankenhäusern. Wenn man eine Karte in einem Krankenhaus von Zusammenschluss A macht, kann man sie natürlich nicht in einem Krankenhaus von Zusammenschluss B verwenden.&lt;br /&gt;
Krankenhäuser in China sind in der Regel an Universitäten angeschlossen. Es gibt die Peking University Mediacal School (北京大学医学院 běi jīng dà xué yī xué yuàn), die Chinese Academy of Medical Sciences and Union Medical College (医学医科院 yī xué yī kē yuàn), die Capital Medical University (首都医科大学 shǒu dū yī kē dà xué) und einige Militärkrankenhäuser.&lt;br /&gt;
Dann gibt es noch etliche private Krankenhäuser, zu denen auch die internationalen Krankenhäuser gehören, in denen man sich von Englisch sprechenden Ärzten versorgen lassen kann.&lt;br /&gt;
Der Grossteil der Krankenhäuser in Beijing ist an die Capital Medical University (首都医科大学 shǒu dū yī kē dà xué) angeschlossen. Wenn man hier eine Karte machen lässt, ist man eigentlich auf der sicheren Seite, da deren Krankenhäuser überall in der Stadt verteilt sind, man muss in der Regel also nicht so weit fahren. (Dazu muss man natürlich wissen, wer zu wem gehört).&lt;br /&gt;
So, was hat es nun eigentlich mit dieser ominösen Karte auf sich ? Es handelt sich um eine Krankenkarte, mit der man sich behandeln lassen kann. Ohne geht es nicht.&lt;br /&gt;
Und man lädt im Vorfeld Geld darauf, das bei den Behandlungen dann abgebucht wird (Damit die Krankenkasse in Deutschland die Kosten später übernimmt, muss man erst einmal in Vorkasse treten und die Belege später einreichen).&lt;br /&gt;
Nachdem man also teilweise Stunden im Stau verbracht hat, um endlich das rettende Krankenhaus zu erreichen, muss man sich eine dieser Karten anlegen lassen.&lt;br /&gt;
Dazu braucht man seinen Ausweis und etliche Informationen, die man an unterschiedlichen Stellen in unzähligen Formularen angeben muss. Lassen Sie es mich so ausdrücken:&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/krkhshft.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/krkhshft.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Das Krankenheft, das man sich im Krankenhaus vor der Untersuchung besorgen muss.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Das Krankenheft, das man sich im Krankenhaus vor der Untersuchung besorgen muss..&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Sollten Sie nicht mit einer Chinesin verheiratet sein, die Sie zum Krankenhaus begleiten kann und den Papierkram für Sie übernimmt, müssen Sie leider sterben. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Bedenkt man, dass nicht nur zig Millionen Menschen in Beijing leben, die medizinische Versorgung benötigen, sondern auch noch dass die mit Abstand besten Krankenhäuser hier zu finden sind, die Patienten aus ganz China anlocken und malt man sich dann noch aus, dass all diese Leute in einer kaufhausgrossen Lobby an unzähligen Schaltern und Automaten stehen und Papiere hin und her tragen, dann ist die Aussage von eben erschreckender Weise ziemlich nah an der Wahrheit.&lt;br /&gt;
Es gibt Schalter, so weit das Auge reicht und selbst Einheimische müssen sich immer wieder an den Schlangen vorbeidrängeln, um die Krankenschwester hinter dem Plastikfenster zu fragen, ob dies der richtige Schalter für dies oder das ist.&lt;br /&gt;
Als Ausländer ist man hier völlig aufgeschmissen. Erst einmal weiss man nicht, wohin.&lt;br /&gt;
Man wird auch nicht von irgendjemanden in die richtige Richtung gelotst. Oft wissen die Angestellten an der Information selber nicht, wo der richtige Schalter ist. „Gehen Sie mal dort hin“ heisst es dann immer.&lt;br /&gt;
Man weiss auch gar nicht, was man alles benötigt, man kann natürlich auch nicht alles am selben Schalter erledigen und natürlich sprechen alle nur Chinesisch und auch die Unterlagen sind auf Chinesisch (spätestens da muss ich dann auch passen).&lt;br /&gt;
Deshalb gehen die meisten Ausländer in eines der internationalen Krankenhäuser.&lt;br /&gt;
Von denen gibt es allerdings nicht so viele und sie sind auch nicht immer in der Nähe. Selbst wenn man einmal von den wesentlich höheren Preisen und den zusätzlich anfallenden Bestechungsgeldern absieht, die man bezahlen muss um überhaupt angenommen zu werden, macht in einem ernsten Fall bereits der Umstand, dass der Weg zum Krankenhaus länger ist und die internationalen Krankenhäuser auch oft ziemlich überlaufen sind, sie zu keiner wirklich besseren Alternative.&lt;br /&gt;
Man hat also die Wahl zwischen &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Skylla&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Skylla&quot;&gt;Skylla&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Charybdis&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Charybdis&quot;&gt;Charybdis&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Aber bleiben wir einmal bei den chinesischen Krankenhäusern: Hat man dann endlich seine Karte bekommen, kann man auf das entsprechende Stockwerk wechseln, wo sich die für einen zuständigen Fachleute befinden und ein Krankenheft kaufen.&lt;br /&gt;
In dieses Heft schreibt der Arzt später die Befunde und heftet all die Zettel an, die man von überall her bekommt.&lt;br /&gt;
Aber so weit sind wir ja noch gar nicht. Erst einmal zieht man sich eine Nummer im Warteraum, in dem man natürlich in der Regel nicht warten kann, da alle Plätze bereits besetzt sind.&lt;br /&gt;
Man geht also in den Korridor, wo man wartet, bis ein Platz im Wartesaal leer wird. Und so lange man noch keinen Sitzplatz im Korridor findet, steht man hier eben („Im Wartesaal ist kein Platz mehr frei, also wart&#039; ich“).&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/glitzermann.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/glitzermann.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Eine Skulptur in einem öffentlichen Gebäude.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eine Skulptur in einem öffentlichen Gebäude.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wir hatten dieses Mal Glück, es war nicht ganz so überfüllt wie normalerweise, worüber ich über die Maßen froh bin.&lt;br /&gt;
Nachdem man teilweise den halben oder ganzen Tag mit warten verbracht hat, geht im Behandlungszimmer dann alles ganz schnell.&lt;br /&gt;
Symtome, Blutdruck messen, Zunge raus, Bauch fühlen, Diagnose, Attest, „machen Sie bitte auf Stockwerk 2 noch einen Termin für einen speziellen Checkup. Auf wiedersehen“. Alles in nicht mal 5 Minuten.&lt;br /&gt;
Klar, bei den Menschenmassen ist die Zeit pro Patient natürlich begrenzt. Meine Frau sagte schon bei der Geburt unseres Sohnes: „in chinesischen Krankenhäusern kommt man sich nicht selten vor wie Vieh im Schlachthaus“.&lt;br /&gt;
Aber dann darf man endlich nach Hause, wo man sich dem „Widergesundwerden“ widmen kann.&lt;br /&gt;
Im Nachgang muss man natürlich, weil in Deutschland niemand etwas mit einem chinesischen Attest anfangen kann, noch zwei halbe Tage einplanen um das Schriftstück zu einem Übersetzungsbüro zu bringen, übersetzen zu lassen und wieder abzuholen.&lt;br /&gt;
Denn offizielle Übersetzungsbüros gibt es nicht überall in der Stadt.&lt;br /&gt;
Sie sehen schon: Sollten Sie einfach nur eine Erkältung haben, die mit 2, 3 Tagen Bettruhe völlig problemlos zu kurieren wäre, benötigen Sie in China berets einen zusätzlichen Tag für die Krankmeldung, und noch einen weiteren für die Übersetzung.&lt;br /&gt;
Aber da die Deutschen, eben so wie die Chinesen für ihre Bürokratie bekannt sind, geht es leider nicht anders. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 02 Jun 2018 01:51:00 +0000</pubDate>
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    <title>Mikroskopisch kleine Magier</title>
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            <category>Film</category>
            <category>Kultur</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/star-wars.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/star-wars.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Figur aus Star Wars im Foyer eines Kinos.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Figur aus Star Wars im Foyer eines Kinos.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Der 4. Mai ist Star Wars Tag. Man hat ihn gewählt, da im Englischen &quot;may the 4th&quot; an den Spruch &quot;may the force (be with you)&quot; erinnert.&lt;br /&gt;
Und das ist wieder ziemlich interessant. Es erinnert mich eben wieder genau an die Verspieltheit, mit der Chinesen ihre Sprache gebrauchen.&lt;br /&gt;
Viele Wörter, die von der Aussprache an etwas anderes erinnern, bekommen eine zweite, oft kultische Bedeutung.&lt;br /&gt;
Zum Beispiel wird zum Frühlingsfest Fisch bestellt, der nicht komplett aufgegessen wird.&lt;br /&gt;
Denn 有鱼 (yǒu yú) bedeutet Fisch haben oder überhaben. Die gleiche Aussprache mit einem anderen Schriftzeichen 有余 (yǒu yú) bedeutet Überfluss und wird als Omen für das kommende Jahr gesehen.&lt;br /&gt;
Oder die 4, die, so gut es geht, vermieden werden muss, da man sie ähnlich ausspricht, wie den Tod (weshalb es auch in unzähligen Gebäuden offiziell keinen vierten Stock gibt). 四 (sì) vier und 死 (sǐ) Tod.&lt;br /&gt;
Von solchen Beispielen gibt es unzählige.&lt;br /&gt;
Aber der 4 Mai liegt ja nun bereits ein paar Tage hinter uns, warum komme ich also jetzt darauf ?&lt;br /&gt;
Nun, ganz einfach: am Freitag ist der neue Star Wars Film „Solo“ in den Kinos angelaufen und gestern haben wir ihn gesehen.&lt;br /&gt;
Star Wars ist in China nicht so beliebt wie im Rest der Welt. Das liegt zu einem grossen Teil daran, dass die original Trilogie erst sehr spät in China gezeigt wurde. Es gibt also keine Fans, die Star Wars noch aus ihrer Kindheit kennen.&lt;br /&gt;
Der letzte Star Wars Film „the last Jedi“ hat entsprechend auch nicht so viel Geld eingespielt, wie ursprünglich vorausgesagt.&lt;br /&gt;
Der Film wurde sogar in einigen Kinos, mangels Zuspruch seitens der Zuschauer, früher als geplant aus dem Programm genommen.&lt;br /&gt;
Man hat sich im Vorfeld des neuen Films sogar überlegt den Zusatz „a Star Wars story“ in China komplett unter den Tisch fallen zu lassen, hat dann aber doch davon abgelassen.&lt;br /&gt;
Unter 游侠索罗：星球大战外传 (yóu xiá suǒ luó: xīng qiú dà zhàn wài chuán). Übersetzt: Ritter Solo: eine inoffizielle Star Wars Biografie, ist er dann in die Kinos Chinas gekommen.&lt;br /&gt;
Langer Rede kurzer Sinn: Star Wars hat mich wieder einmal zum Denken angeregt. Und zwar diesmal über die Mythologie die diesen Filmen innewohnt.&lt;br /&gt;
Denn vieles hat seinen Ursprung auch wieder in China bzw. Asien.&lt;br /&gt;
Fangen wir einfach mal mit dem offensichtlichen an: „Die Macht“, wie sie in Star Wars genannt wird, ist eine allgegenwärtige Kraft, die von einigen wenigen Wesen genutzt werden kann.&lt;br /&gt;
In der Regel beschränken sich die Darstellungen dieser Anwendung des Übernatürlichen auf Telekinese (durch geistige Kräfte Dinge bewegen) oder Telehypnose (Gedankenkontrolle).&lt;br /&gt;
Diese Macht, mit deren Hilfe man Dinge bewegen kann, erinnert wieder stark an die chinesische Kraft des 气 (qì).&lt;br /&gt;
Im chinesischen Glauben gibt es das innere Qi und das äussere Qi, die sich wiederum gegenseitig beeinflussen können.&lt;br /&gt;
Heilung durch berührungslose Kräfteübertragung ist wohl mit das skurrilste, was die chinesische Medizin zu bieten hat.&lt;br /&gt;
Und auch hier sind wir wieder nah an der Mythologie der Filmreihe.&lt;br /&gt;
In der ursprünglichen Trilogie war die Macht noch etwas mystisches, etwas das nicht weiter beschrieben wurde, in den darauffolgenden Filmen hat man versucht diesem Phänomen mit Hilfe der sogenannten „Midi-Chlorianer“ einen wissenschaftlichen Anstrich zu verpassen.&lt;br /&gt;
Mikroskopisch kleine Lebewesen, die in jedem Wesen leben, über die es irgendwie möglich ist, diese Superkräfte zu erhalten.&lt;br /&gt;
Bleiben wir mal bei der original Trilogie: Eine omnipräsente Macht, die das gesamte Universum umfasst, ist ja keine Erfindung von George Lukas, solche Gedankenmodelle gab es ja schon früher.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Platon&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Platon&quot;&gt;Platon&lt;/a&gt; sprach zum Beispiel schon von einer „Weltseele“. Nun, damals dachte man noch nicht daran dass es irgendwann einmal möglich sein könnte andere Planeten zu besuchen, das Leben drehte sich nur um die eine Welt, sie war quasi das Universum.&lt;br /&gt;
Dachte &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Platon&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Platon&quot;&gt;Platon&lt;/a&gt; die Weltseele noch als eigenen Geist, so betrachtete &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles&quot;&gt;Aristoteles&lt;/a&gt; sie als Übergeordnetes Wesen und die Seelen der Menschen auf dieser Welt als Teil von ihm.&lt;br /&gt;
Aus dem gleichen Kulturraum kommt auch die Mythologie der Gaia oder Gäa (altgriechisch Γαῖα).&lt;br /&gt;
Im altgriechischen steht Gaia für die personifizierte Erde und ist eine der ersten Gottheiten.&lt;br /&gt;
Aber es gibt noch ältere Gedankenmodelle, die ähnlich sind:&lt;br /&gt;
Das Brahman (Sanskrit, ब्रह्मन् brahman) beschreibt im &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Hinduismus&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Hinduismus&quot;&gt;Hinduismus&lt;/a&gt; die allgegenwärtige, ursprüngliche, kosmische Seele.&lt;br /&gt;
Somit wären wir dann wieder in Asien angekommen. Und da gibt es natürlich noch mehr.&lt;br /&gt;
Die original Trilogie von Star Wars bedient sich bewusst bei anderen Produktionen und hat sich von ihnen inspirieren lassen.&lt;br /&gt;
Darunter der japanische Film „Die drei Schurken der verborgenen Festung“ (隠し砦の三悪人 Kakushi Toride no San-Akunin) von  &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Akira_Kurosawa&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Akira_Kurosawa&quot;&gt;Akira Kurosawa&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Angeblich ist auch der Helm von Darth Vader einem japanischem Kabuto Helm nachempfunden, allerdings bin ich der Auffassung, dass er, um dem Anspruch des absolut Bösen gerecht zu werden, seine Form eher dem deutschen Stahlhelm verdankt.&lt;br /&gt;
Auch der Name „Sturmtruppen“ für die ganzkörper-gepanzerten Soldaten lässt keinen grossen gedanklichen Spielraum zu mutmaßen, wer Vorbild für die Bösen war.&lt;br /&gt;
Und jetzt schauen sie sich darüber hinaus einfach einmal die Uniformen der Soldaten abseits der Sturmtruppen auf dem Todesstern an und sagen sie mir, dass die Bösen nicht an die Deutschen erinnern. Unmöglich, richtig ?&lt;br /&gt;
Aber wir schweifen wieder ab.&lt;br /&gt;
Die drei ersten Star Wars Filme (also die Episoden 4, 5 und 6) orientieren sich also, neben anderem, stark an ostasiatischer Kultur und Philosophie.&lt;br /&gt;
Man kann immer wieder &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Daoismus&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Daoismus&quot;&gt;Daoismus&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Buddhismus&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Buddhismus&quot;&gt;Buddhismus&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Konfuzianismus&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Konfuzianismus&quot;&gt;Konfuzianismus&lt;/a&gt; herauslesen.&lt;br /&gt;
Die Art, wie ein Jedi stirbt erinnert an die Bodhisattva (बोधिसत्त्व bodhisattva - in Sanskrit). Eine Gottheit im Buddhismus, deren Geist erhalten bleibt, um nachfolgende Generationen auszubilden.&lt;br /&gt;
Und in den neueren Star Wars Filmen hat natürlich, wie in Filme im Allgemeinen heutzutage, auch chinesische Kampfsport-Kunst Einzug gehalten.&lt;br /&gt;
Die Lichtsäbel Duelle erinnern inzwischen immer mehr an einen traditionellen chinesischen Schwertkampf.&lt;br /&gt;
Generell kommen Kampfszenen heutzutage ja ohne Wu Shu (武术 wǔ shù) bzw. Kung-Fu (功夫 gōngfu) wie man es im Westen gerne fälschlicherweise nennt (hatten wir im Artikel [[Immer wieder ein Kampf]] ja bereits erklärt) schon gar nicht mehr aus.&lt;br /&gt;
Riesensprünge, die mit Hilfe einer ausgefeilten Seiltechnik möglich gemacht werden sind ebenfalls ein typisch chinesisch/asiatisches Stilmittel, das in Filmproduktionen weltweit Einzug gehalten hat.&lt;br /&gt;
Darunter eben auch Star Wars. Ich erinnere nur an den Endkampf gegen Darth Maul aus dem Film „The Phantom Menace“.&lt;br /&gt;
Sie sehen: es ist eine grosse Menge chinesischer und asiatischer Mythologie, Weisheiten und Techniken in Star Wars enthalten.&lt;br /&gt;
Schade eigentlich, dass die Filme in China trotzdem nicht erfolgreich sind.&lt;br /&gt;
Es reicht eben nicht aus, wie in „The last Jedi“, eine Nebenrolle an einen chinesischen Filmstar zu vergeben.&lt;br /&gt;
Schon gar nicht, wenn diese Rolle später von offiziellen so wie privaten Kritikern weltweit als reine PR-Methode ohne Bezug zum eigentlichen Film selber verrissen wird. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 28 May 2018 02:31:00 +0000</pubDate>
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    <title>Camera Obscura</title>
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            <category>Sonstiges</category>
            <category>Technik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/kameras1.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/kameras1.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Kameras gehören zum Strassenbild wie Ampeln und Werbetafeln.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Kameras gehören zum Strassenbild wie Ampeln und Werbetafeln.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Die Camera Obscura ist eigentlich bloss ein dunkler, leerer Raum mit einem Loch in der Wand.&lt;br /&gt;
Das Prinzip kann man auch auf einen Schuhkarton oder ähnliches übertragen. Man kennt das Phänomen auch unter dem Namen Lochkamera.&lt;br /&gt;
Es ist ein Konstrukt, um die Funktion des menschlichen Auges nachzubilden.&lt;br /&gt;
Licht dringt durch das Loch in den Raum bzw. Karton und wird an der gegenüberliegenden Wand kopfüber projiziert.&lt;br /&gt;
Der Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie dunkle Kammer.&lt;br /&gt;
Heutzutage mutet er recht seltsam an, da man bei Camera an eine Videokamera denkt und obskur heutzutage in der Regel für fragwürdig, anrüchig, zweifelhaft und ähnliches gebraucht wird. Und genau da kommen wir zu unserem heutigen Artikel. In Städten wie Beijing sind unzählige Kameras installiert.&lt;br /&gt;
Neben Verkehrsüberwachungsanlagen gibt es auf jeder Hauptverkehrsstrasse und auch in jedem alten Stadtviertel, in den letzten, verdreckten Ecken, wo kaum ein Mensch jemals herumläuft Kameras der unterschiedlichsten Bauformen.&lt;br /&gt;
Selbst in unseren Büroräumen gibt es Kameras, auf die wir als Firma selber gar keinen Zugriff haben, sondern lediglich die Hausverwaltung. Das ist in China ganz normal.&lt;br /&gt;
Es werden ständig und rund um die Uhr Menschenströme überwacht um herauszufinden, wer sich obskur verhält. (Wer einmal in London war, wird so etwas ähnliches schon einmal erlebt haben).&lt;br /&gt;
Dazu ist das System mit intelligenter Software ausgestattet und kann Gesichter erkennen. Es hört auf den Namen 雪亮 (xuě liàng).&lt;br /&gt;
Der Ursprung dieses Namens geht auf den Ausspruch 群众的眼睛是雪亮的 (qún zhòng de yǎn jing shì xuě liàng de) von Mao (毛泽东 máo zé dōng), dem Gründer der Chinesischen Volksrepublik zurück.&lt;br /&gt;
Frei übersetzt: „Die Augen der Menschenmassen sind die schärfsten“ (雪亮 xuě liàng wörtlich übersetzt bedeutet eigentlich „der Glanz des Schnees“).&lt;br /&gt;
Hintergrund dieses Ausspruchs ist der, dass alle Leute sich gegenseitig beobachten sollten, um unerwünschtes Verhalten zu melden.&lt;br /&gt;
Es ist geplant, neben den Kameras, die den öffentlichen Raum, die U-Bahnen und Shoppingmalls beobachten, auch bereits installierte, private Kameras in den Wohnblöcken, oder eben jene wie die aus unseren Büroräumen, mit in das System zu integrieren.&lt;br /&gt;
Ein System, von dem viele Leute auch im Westen träumen. Grundrechte und Datenschutz Verordnungen verhindern die Installation solch eines Überwachungsapparates aber bisher in Deutschland.&lt;br /&gt;
In anderen Staaten geht man bereits auch in diese Richtung. Amerika und England, um nur zwei zu nennen.&lt;br /&gt;
Wenn man den Medien trauen kann, sind in China derzeit 180 Millionen öffentliche Kameras installiert und bis 2020 sollen es sogar 600 Millionen werden.&lt;br /&gt;
Bis jetzt ist die Kamera pro Kopf Verteilung in den Vereinigten Staaten mit 62 Millionen Kameras (Stand 2016) noch höher, aber das wird sich dann ändern.&lt;br /&gt;
Ein Vorfall der gerade in den Medien die Runde macht, handelt von einem Mann, der polizeilich gesucht wurde und sich in der Menschenmenge eines Konzertes verstecken wollte.&lt;br /&gt;
Sage und schreibe 60.000 Menschen besuchten das Konzert, was die Behörden offensichtlich trotzdem nicht vor ein ernstzunehmendes Hindernis gestellt hat.&lt;br /&gt;
Mit Hilfe der Gesichtserkennung konnte der Gesuchte innerhalb kürzester Zeit dingfest gemacht werden.&lt;br /&gt;
Aber die Technik wird natürlich auch anders verwendet, teilweise auch um die Menschen daran zu gewöhnen.&lt;br /&gt;
Angeblich gibt es bereits einen KFC Laden, in dem man mit Gesichtserkennung bezahlen kann. Einmal in die Kamera gelächelt und das Geld wird abgebucht (eine schaurige Vorstellung, aber durchaus zukunftsweisend).&lt;br /&gt;
Und auch kuriose Auswüchse dieser Technik sind bereits bekannt. So soll es bereits in der Nähe des Himmelstempels (天坛 tiān tán) in Beijing eine vollautomatische Toilette geben, in der den Benutzern anhand der Gesichtserkennung nur eine limitierte Menge an Papier zur Verfügung gestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/kameras2.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/kameras2.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;An fast jeder Hauswand findet sich eine Kamera.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;An fast jeder Hauswand findet sich eine Kamera.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Aber kommen wir wieder zurück zu den ernsteren Themen: Man hört immer wieder, dass sogenannte „soziale Listen“ angelegt werden sollen, die Verkehrsverstösse oder anderes unerwünschtes Verhalten dokumentieren, um es auffälligen Individuen zu erschweren zum Beispiel Flug- oder Bahntickets zu erwerben.&lt;br /&gt;
Aber auch die Erfassung von regelmässigen Abläufen, um mit Hilfe von intelligenten Programmen sogenanntes Problemverhalten zu analysieren und sogar vorauszusagen ist ein grosses Thema.&lt;br /&gt;
Einige Firmen in den Städten 重庆 (chóng qìng) und 北京 (běi jīng) arbeiten bereits ziemlich erfolgreich an diesen Technologien und da Datenschutz in China nur eine verschwindend kleine Rolle spielt, hat man, um die Systeme lernen zu lassen, die weltweit grösste Datenbank an Passbildern zur Verfügung.&lt;br /&gt;
Das grosse Ziel wird hier sein, diese Systeme weiter auszubauen und mit Bankdaten, Social Media, den Taxi Apps und allem was sonst noch Daten liefert, zusammenzufassen.&lt;br /&gt;
Man sagt immer so lapidar, dass &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman)&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman)&quot;&gt;George Orwell&#039;s 1984&lt;/a&gt; nicht mehr weit entfernt ist, dabei sind wir bereits mittendrin.&lt;br /&gt;
Somit werden langsam aber sicher die „menschlichen Kameras“ abgelöst, die man überall an exponierten Plätzen findet.&lt;br /&gt;
Die Rede ist von Mitarbeitern des Sicherheitspersonals, das es in jeder Wohnanlage, in jedem grösseren Kaufhaus und an unzähligen Plätzen überall in der Stadt gibt.&lt;br /&gt;
Wenn jemand beraubt wird, sind diese Wächter in der Regel nicht zu gebrauchen. Sie verhindern keine Straftaten, sondern registrieren sie lediglich.&lt;br /&gt;
Wenn man sich an einen von ihnen wendet, wird man eh an die Polizei weiter verwiesen, es macht für einen selber also keinen Unterschied ob sie da sind, oder nicht.&lt;br /&gt;
Ebenso wie die unzähligen Kameras, reagieren sie nicht auf Kleinkriminelles Verhalten um den Geschädigten zu helfen.&lt;br /&gt;
Ein immer wieder gerne zitiertes Beispiel sind die Schrankenwächter, die den Zugang zu den Wohnblocks und den Communities bewachen.&lt;br /&gt;
Ein Dieb kann unter ihren Augen ein Fahrrad entwenden oder Zugang zu den Wohnblöcken bekommen. Man fragt sich wofür sie eigentlich da sind.&lt;br /&gt;
Und wenn man etwas weiter in die chinesischen Viertel, etwas abseits der schicken Büroviertel schaut, findet man noch die klassischen Aufpasser.&lt;br /&gt;
Berufene aus dem Viertel, die sich mit Tisch, Stühlen und einer Schärpe in den Schatten der Bäume setzen und aufpassen, dass alles seinen geregelten Weg geht (So eine Art freiwillige Sittenpolizei).&lt;br /&gt;
Aber um wieder auf die modernen Systeme zurückzukommen: Es hat sich herausgestellt, dass es gegen jedes Mittel auch ein wirksames Gegenmittel gibt.&lt;br /&gt;
Wenn man es übertreibt, wehrt sich dem Mensch mit Hilfe von Low-Tech gegen den mächtigen High-Tech Gegner, wie ein Beispiel aus 重庆 (chóng qìng) zeigt:&lt;br /&gt;
Das Eingangstor eines Wohnblocks wurde mit der Gesichtserkennung ausgestattet, was es sämtlichen Lieferanten, Besuchern, Müllsammlern etc. unmöglich gemacht hat, hineinzukommen. Daraufhin hat man das Tor einfach nicht mehr geschlossen.  &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/laugh.png&quot; alt=&quot;:-D&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;  
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    <pubDate>Fri, 18 May 2018 13:23:00 +0000</pubDate>
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    <title>Schöne, böse Frauen</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/336-Schoene,-boese-Frauen.html</link>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/princess.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/princess.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Junge Frauen, die sich ganz wie ihre Vorbilder aus den Fernsehserien in mehr oder weniger klassischen Gewändern fotografieren lassen, findet man in fast jedem Park.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Junge Frauen, die sich ganz wie ihre Vorbilder aus den Fernsehserien in mehr oder weniger klassischen Gewändern fotografieren lassen, findet man in fast jedem Park.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Man sagt ja immer, dass man viel Fern sehen soll, wenn man in einem fremden Land lebt und die Sprache lernen will.&lt;br /&gt;
Ich persönlich habe mich nie wirklich dazu hinreissen lassen, ich habe Fernsehen immer als eine Belastung meines Tagesablaufs angesehen.&lt;br /&gt;
In Deutschland war das schon so, aber bevor es soweit war, hat es auch dort es etwas Zeit gebraucht.&lt;br /&gt;
Auch ich habe in der Vergangenheit zu viel Zeit vor der Glotze verbracht, immer von einem Kanal zum nächsten wechselnd, wenn Werbung kam.&lt;br /&gt;
Eines Tages bin ich sprichwörtlich aufgewacht und habe mich ganz bewusst gefragt: „Was hast Du gerade gesehen, bevor die Werbung kam und Du umgeschaltet hast ?“.&lt;br /&gt;
Ich wusste noch, dass ich wieder zurückschalten wollte, konnte mich aber nicht mehr erinnern, was es war.&lt;br /&gt;
Und das hat mir Angst gemacht. Somit habe ich den Fernsehkonsum langsam aber sicher zurückgefahren.&lt;br /&gt;
Ich habe nie extrem viel Zeit vor dem Fernseher verbracht, da ich viele Hobbies und auch oft lange gearbeitet habe, aber trotzdem habe ich die Zeit, die man sich nach der Arbeit zur geplanten Entspannung auf die Couch setzt und herumzappt immer schon als Zeitverwendung angesehen und mich jedesmal geärgert, nachdem ich wieder ein gutes Stück Lebenszeit in die Belanglosigkeit habe entgleiten lassen.&lt;br /&gt;
Mit dem Umzug nach China hat sich das Problem komplett in Nichts aufgelöst. Ich sehe kein fern mehr.&lt;br /&gt;
Oder sagen wir besser: hin und wieder schaue ich mal auf Videoplattformen im Internet vorbei, aber in der Regel schaue ich dann Lernvideos, die mich in meiner Arbeit unterstützen, die Tagesschau oder ausgesuchte Themen, die mich wirklich interessieren.&lt;br /&gt;
Ich gehe wieder öfter mal ins Kino. Mit der Familie alle paar Wochen mal. Das macht Spass.&lt;br /&gt;
Aber den Fernseher, der zur Einrichtung unserer Wohnung gehört schalten tatsächlich nur meine Schwiegereltern ein, wenn sie mal vorbeikommen, um auf den Kleinen aufzupassen (Wenn wir ins Kino gehen zum Beispiel).&lt;br /&gt;
Sie glauben gar nicht, in welchem Maße die Lebensqualität steigt, wenn man die Glotze nicht mehr anschaltet.&lt;br /&gt;
Das chinesische Programm unterscheidet sich, neben den weltweiten Formaten, in denen Superstars oder die Frau fürs Leben gesucht werden etwas von dem, was man aus der Heimat so kennt.&lt;br /&gt;
Wobei auch hier vieles, wenn auch kulturell etwas anders angehaucht, vom Sendeformat her dann doch wieder recht ähnlich ist. Viele Soap Operas, meist aus Kaisers Zeiten.&lt;br /&gt;
Sie spielen in chinesischen Gärten oder Palästen, wo schöne, böse Frauen sich gegenseitig vergiften.&lt;br /&gt;
Und viele Spielshows, in denen paillettenbesetzte, schlacksige Kommentatoren mit den eingespielten Geräuschen und Animationen um die Wette hampeln um Aufmerksamkeit zu erhaschen.&lt;br /&gt;
Auch wenn das Programm hin und wieder etwas interessantes bereitstellt, ein totaler Verzicht bietet sich aus meiner Sicht tatsächlich an.&lt;br /&gt;
Und der Umstand, dass man sich immer ein wenig anstrengen muss um etwas zu verstehen, da das Programm selbstverständlich auf chinesisch ist, macht es einem dann auch recht einfach „Nein“ zu sagen.&lt;br /&gt;
Meine Frau und ich lesen sehr viel. Und wir unterhalten uns (Auch über das, was wir gelesen haben).&lt;br /&gt;
Das gibt mir persönlich wesentlich tiefere Einblicke in die chinesische Kultur, als es das stumpfe Fernsehprogramm könnte.&lt;br /&gt;
China sucht den Superstar oder irgendwelche Palastschönheiten, die um die Gunst des Kaisers kämpfen sind eben nichts im Vergleich zu einem Gespräch über klassische, chinesische Literatur mit jemanden, der einem all die kulturellen Hintergründe und Seitengeschichten begreiflich machen kann.&lt;br /&gt;
Aber ich denke, dass man nicht notwendigerweise in einem anderen Land leben muss um seine Fernsehgewohnheiten einmal zu überdenken.&lt;br /&gt;
Ich habe letztens noch irgendwo gehört, dass laut einer Studie Lesen die Gehirnaktivität positiv beeinflusst, während Fern sehen das Gegenteil verursacht (Studien sind ja immer so eine Sache, aber dies ist eine, die ich gerne glauben möchte).&lt;br /&gt;
In diesem Sinne: Machen wir uns schlau! &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Fri, 11 May 2018 03:25:00 +0000</pubDate>
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    <title>We want an empty sound</title>
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            <category>Musik</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/video/cbd-aus.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ausblick auf die Gebäude im CBD (Central Business District) in Beijing.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Allen Leuten, die in der Ecke eines fensterlosen Raums schon mal die Wahrheit gefunden haben, wird der Satz „We want an empty sound“ eventuell bekannt vorkommen. Mich hat er eine lange Zeit meines Lebens begleitet.&lt;br /&gt;
Er stammt aus einem Interview mit der Band &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Joy_Division&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Joy_Division&quot;&gt;Joy Division&lt;/a&gt; und spiegelt in sehr beschreibender Weise wider, was mich damals so an deren Musik fasziniert hat.&lt;br /&gt;
Zur der Zeit meiner musikalischen Selbstfindung haben sie es, wie keine andere Band verstanden mit einer klassischen Rock Instrumentierung aus Schlagzeug, Gitarre, Bass und Gesang etwas sphärisches und völlig neues zu erschaffen.&lt;br /&gt;
Für mich war der Sound dieser Band damals der Ausschlag gebende Punkt mit einem Freund selber eine &lt;a href=&quot;http://www.grau-musik.de&quot; title=&quot;http://www.grau-musik.de&quot;&gt;Band&lt;/a&gt; zu gründen. Sie waren lange Zeit meine persönliche Nummer eins.&lt;br /&gt;
Obwohl ich mir heutzutage wünschen würde, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Ian_Curtis&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Ian_Curtis&quot;&gt;Ian Curtis&lt;/a&gt; hätte richtig singen können, einfach etwas mehr musikalisches Gefühl gehabt.&lt;br /&gt;
Tja, wenn man älter wird, wird man, wenn schon nicht weise, dann aber doch abgebrühter. Die Helden aus der Jugend sind dann auch nicht mehr heilig.&lt;br /&gt;
Beim älter werden bemerkt man ausserdem viele Dinge, die man früher, mangels Erfahrung, noch nicht erfasst hat.&lt;br /&gt;
Man muss sich zum Beispiel nicht unbedingt mit Freunden treffen und besaufen, um die Nächte durchzumachen. Das geht, unter anderem wenn man ein kleines Kind hat, von ganz alleine. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Wie oft bin ich schon in Pantoffeln mit einem sich windenden Bündel Lebensfreude durch die Wohnung geschlurft und habe „&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Space_Oddity&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Space_Oddity&quot;&gt;Space oddity&lt;/a&gt;“ gesungen ? (Mir ist aufgefallen, dass sich einige Stücke von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bowie&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bowie&quot;&gt;David Bowie&lt;/a&gt; hervorragend dazu eignen den Nachwuchs in den Schlaf zu singen.)&lt;br /&gt;
Aber was hat das jetzt wieder alles mit China zu tun ? Nun, da wir gerade wieder bei Musik sind, möchte ich gerne die chinesische Musiklandschaft etwas unter die Lupe nehmen.&lt;br /&gt;
Es gibt einen unüberschaubaren Markt an Pop Musik, wie man sie auch bei uns kennt, klassischer chinesischer Musik und einem Mix aus beidem (chinesische Schlager Musik, wenn man so will).&lt;br /&gt;
All das kann man grob als chinesische Pop Musik zusammenfassen.&lt;br /&gt;
Dagegen gibt es nur einen verschwindend geringen Markt an Independent Musik aller möglichen Stile.&lt;br /&gt;
Also, um es in die richtige Perspektive zu setzen: Es gibt natürlich auch im Reich der Mitte gut produzierte alternative Musik, allerdings nicht in den Geschäften.&lt;br /&gt;
Man kann die Bands live auf einem Konzert sehen, bekommt ihre Tonträger aber bestenfalls in kleinen, versteckten Miniläden zu kaufen.&lt;br /&gt;
Falls es überhaupt welche gibt. Bereits vor &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Napster&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Napster&quot;&gt;Napster&lt;/a&gt; haben sich die Medien für Musik ja bereits von Platte und CD hin zu reinen Datenformaten wie MP3 entwickelt.&lt;br /&gt;
Napster hat dann nur noch zum Todesstoss angesetzt. Eine Entwicklung der sich alle grossen Musikproduzenten überheblicherweise verweigert haben. Jetzt ist das Gejammer natürlich gross.&lt;br /&gt;
Aber zurück zu den kleinen Bands: Oft muss man auch jemanden aus der Band oder deren Umfeld kennen um an deren Musik zu kommen.&lt;br /&gt;
Sie sehen: hier bedeutet independent tatsächlich noch unabhängig. Unabhängig von so ziemlich allem.&lt;br /&gt;
Somit sind viele dieser Bands auch nur lokal bekannt. Eine Band, die in Shanghai Abend für Abend die Konzerthalle füllt, kann in Beijing völlig unbekannt sein.&lt;br /&gt;
Ein paar wenige Ausnahmen gibt es natürlich. Allerdings handelt es sich hier meist bloss um Kopien von westlichen Musikproduktionen, die einen grossen Bekanntheitsgrad haben und somit eigentlich auch zur Pop Musik zählen.&lt;br /&gt;
Wie gesagt: Es ist nicht so, dass es keine gute selbstgemachte und kreative Musik in China gäbe, es ist nur so, dass man danach suchen muss. Die Pop Musik dagegen ist, wie in allen Ländern dieser Welt, durchorganisiert und in der Hand einiger weniger Grosskonzerne.&lt;br /&gt;
Ein grosser Teil der bekannten Musikproduktionen kommt aus Taiwan, in letzter Zeit holen kontinentale chinesische Produktionen aber auf.&lt;br /&gt;
Wobei man jetzt aber auch nicht alles gleich von vorne herein ablehnen muss. Es gibt durchaus interessante Stücke auch von sehr bekannten Interpreten wie &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Faye_Wong&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Faye_Wong&quot;&gt;王菲 (wáng fēi)&lt;/a&gt; oder &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Sa_Dingding&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Sa_Dingding&quot;&gt;萨顶顶 (sà dǐng dǐng)&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/video/schneit.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Es hat tatsächlich noch einmal geschneit, obwohl der Frühling schon zum Greifen nah war. Es soll die nächsten Tage aber wieder wärmer werden.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Der durchschnittliche Musikgeschmack in China unterscheidet sich eh etwas vom Geschmack in westlichen Ländern.&lt;br /&gt;
Der Hang geht hier eher zu langsamen, balladenhaften, oft schon schnulzigen Stücken, die gerne auch mal von Heimat und Liebe handeln.&lt;br /&gt;
Dagegen finden sich derbe Rap, Punk oder Rockstücke eher selten unter den bevorzugten Liedern.&lt;br /&gt;
Allerdings muss man diesen Trend natürlich auch wieder in den entsprechenden Kontext setzten: Auch in Deutschland gibt es einen vergleichsweise grossen Markt an Schlagermusik oder anderen Musikstilen, es ist nicht alles Rock.&lt;br /&gt;
Aber trotzdem fällt auf, dass Musik, die auch gerne mal mit Rebellentum (in der Jugend oder auch grundsätzlich) in Verbindung gebracht wird, in China äusserst selten ist.&lt;br /&gt;
Das spiegelt auch den Eindruck wider, den man im täglichen Leben gewinnt. Die Leute sind gelassener, es gibt wesentlich weniger Pöbeleien, Streits und Auseinandersetzungen und auch was das Aufbegehren gegen die Obrigkeit angeht (sei es die Familie, die Schule oder die Gesetzgeber) ist man hier weniger kampfbereit als es in Europa der Fall ist.&lt;br /&gt;
Meine Schwiegereltern würden jetzt sagen: „das liegt daran, weil Ihr so viel Fleisch esst“. Wer weiss, vielleicht haben sie recht.&lt;br /&gt;
Wir alle wissen (spätestens seit dem Film „&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/The_Breakfast_Club&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/The_Breakfast_Club&quot;&gt;breakfast club&lt;/a&gt;“), dass amerikanische Schüler sich gruppieren, je nachdem ob sie zu den Sportkanonen gehören, ein Nerd sind oder einfach das Kind reicher Eltern.&lt;br /&gt;
So weit geht es in Deutschland glücklicherweise nicht, allerdings grenzt man sich hier musikalisch ab. Und zu der Musik gehört dann nicht selten eine ganze Jugendkultur, die Mode, Ansichtsweisen etc. bestimmt.&lt;br /&gt;
Erst später, wenn man etwas älter wird, lösen sich die meisten von diesen imaginären Grenzen.&lt;br /&gt;
Subkultur oder Jugendkultur mit ihren unterschiedlichen Ausprägungen sucht man in China vergebens und das ist dann wahrscheinlich auch der Hauptgrund, weshalb es keine richtige independent Kultur in der Musikszene gibt.&lt;br /&gt;
Oder zumindest ist sie so verwindend klein, dass die meisten Leute noch nie von ihr gehört haben.&lt;br /&gt;
Es gibt aber ein paar importierte Genres, wie Metal Musik, Hip Hop und andere, die ein wenig bekannter sind, aber trotzdem nicht so ganz in das Bild der sonstigen Musiklandschaft passen wollen.&lt;br /&gt;
Ich persönlich zähle Hip-Hop auch zur Pop Musik, aber in China ist es ein Genre, das relativ neu und unverbraucht ist.&lt;br /&gt;
Eine Plattform, die am ehesten eine Musikbewegung widerspiegelt, die man mit der Rockmusik zu meiner Jugendzeit vergleichen könnte.&lt;br /&gt;
Noch bis vor kurzem gab es eine beliebte Fernsehshow, in der sich junge Leute Sprachgesang Gefechte geliefert haben. Meist in chinesisch. Sehr interessant.&lt;br /&gt;
Diese ist jetzt aber abgesetzt worden. Ich glaube der offizielle Grund war die zu vulgäre Ausdrucksweise, zu der dieser Musikstil angeblich verleitet.&lt;br /&gt;
Somit können wir Hip Hop in China jetzt wohl auch wieder zu den Independent Stilen zählen.&lt;br /&gt;
Um aber am Ende dann doch noch zu einem Fazit zu kommen bleibt folgendes festzuhalten: Es gibt auch in China immer wieder kleine Bands, die einen musikalisch absolut aus den Socken hauen, man muss sich aber die Mühe machen nach ihnen zu suchen. Man kann sie nicht, wie aus unseren Breitengraden gewohnt, einfach konsumieren.&lt;br /&gt;
Für jemanden, der einen ausgefüllten Terminplan hat, ist das leider ein grosses Hindernis und viel gute Musik wird für ihn ungehört verklingen.&lt;br /&gt;
Die Musik, die hingegen allgegenwärtig ist, ist die populäre Musik, so wie überall sonst auf der Welt auch.&lt;br /&gt;
Und sie ist präzise produziert, in teuren Studios und mit dem musikalischen Hintergrundwissen etlicher Generationen.&lt;br /&gt;
Doch obwohl der Klang mit allen möglichen stilistischen und elektronischen Mitteln aufgepeppt und abgerundet wurde, sind es doch alles bloss Konserven, die auf Grund ihres Hitpotentials zusammengemischt wurden, keine Innovationen.&lt;br /&gt;
Wenn man es so betrachtet, repräsentiert eigentlich die Popmusik den leeren Sound. 
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    <pubDate>Fri, 06 Apr 2018 13:51:00 +0000</pubDate>
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    <title>Verfaulter Topf</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/306-Verfaulter-Topf.html</link>
            <category>Lustiges</category>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/bestellung.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/bestellung.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;In einigen Restaurants muss man seine Bestellung auf Chinesisch selber schreiben.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;In einigen Restaurants muss man seine Bestellung auf Chinesisch selber schreiben.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Es gibt so viele kleine Dinge aus China zu berichten, für die man nicht extra einen Artikel schreiben kann, trotzdem möchte man sie einfach einmal erwähnt haben, weil sie doch so interessant sind.&lt;br /&gt;
Deshalb habe ich mich entschlossen, an dieser Stelle ein Potpourri von Kleinigkeiten zu schreiben.&lt;br /&gt;
Potpourri, vom französischen „pot pourri“, also dem verfaulten Topf, war ursprünglich ein Eintopfgericht. Der Begriff hat dann Einzug in die Musik gehalten, wo ein Potpourri aus mehreren bekannten Melodien besteht, die hintereinander gespielt werden (heutzutage würde man eher „Medley“ dazu sagen, obwohl dieser Begriff auch bereits seit der englischen Renaissancemusik bekannt ist).&lt;br /&gt;
Das Potpourri wurde dann aber weiter für alle möglichen Dinge verwendet. Immer, wenn viele unterschiedliche Dinge unter einer Überschrift versammelt werden, spricht man davon. Also passt es auch ganz gut hier zu diesem Artikel.&lt;br /&gt;
Wie bereits gesagt, gibt es viel Dinge, die man erlebt, die neu sind und ungewöhnlich.&lt;br /&gt;
Haben Sie zum Beispiel schon einmal in einem Restaurant die Bestellung selber schreiben müssen ?&lt;br /&gt;
Ich meine jetzt nicht eine Karte, auf der man ankreuzen kann, was man haben möchte.&lt;br /&gt;
Das gibt es natürlich auch.&lt;br /&gt;
In der Regel hat man dann ein Blatt voller chinesischer Schriftzeichen und ist, wenn man kein Chinesisch lesen kann, völlig aufgeschmissen.&lt;br /&gt;
Ich meine auch nicht die modernen Restaurants, in denen es keine Karte mehr gibt, sondern man einfach den QR-Code am Tisch scannt und dann per Handy bestellen muss.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/qrest.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/qrest.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Aufkleber auf einem Restauranttisch. Über diesen Code kann man bestellen, bezahlen und bewerten.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Aufkleber auf einem Restauranttisch. Über diesen Code kann man bestellen, bezahlen und bewerten.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ein interessantes Konzept, so kann man die Karte ohne viel Aufwand immer aktuell halten. Aber wehe, es gibt mal kein Netz...&lt;br /&gt;
Nein, was ich an dieser Stelle meine ist ein Restaurant, in dem man neben der Karte einen leeren Notizblock gereicht bekommt, auf dem man (selbstverständlich in Chinesisch) seine Bestellung schreiben muss.&lt;br /&gt;
Natürlich sind die Gerichte nicht nummeriert, das wäre ja viel zu einfach.&lt;br /&gt;
Einige Restaurants können sich das durchaus leisten. Wenn der Andrang gross ist und man zu den Stosszeiten lange Wartezeiten in Kauf nehmen muss, um einen Platz zu bekommen, dann kann es vorkommen, dass man im Service etwas einspart.&lt;br /&gt;
Wem das nicht gefällt, der kann ja woanders hingehen, man hat ja genug Kunden, die bereits vor der Türe auf einen freien Tisch warten.&lt;br /&gt;
Wer also kein Chinesisch kann, der ist hier leider fehl am Platze.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/appell.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/appell.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Morgenappell auf der Strasse für die Angestellten eines kleinen Ladens.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Morgenappell auf der Strasse für die Angestellten eines kleinen Ladens.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Und warum versammeln sich die Angestellten von kleinen und grossen Läden morgens auf der Strasse zum Appell ?&lt;br /&gt;
Ganz im Stile des Militär, brüllt man sich hier gegenseitig irgendwelche Parolen an den Kopf. „Wir werden dem Kunden einen unvergesslichen Tag bescheren“ usw. und so fort.&lt;br /&gt;
Das kommt vermutlich noch aus der Schule in China, wo Kinder morgens zum Fahnenappell oder Gemeinschaftssport zusammengerufen werden.&lt;br /&gt;
Oh, ja. Richtig. Bei einigen kleinen Läden, so wie Friseuren zum Beispiel kann man die Mitarbeiter auch morgens vor Arbeitsbeginn tanzen sehen. Das ist auch gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie schön (sieht man mal von der lauten Technomusik ab, die die ganze Strasse beschallt).&lt;br /&gt;
Aber wo kein Kläger, da bekanntlich auch kein Richter. Es beschwert sich offensichtlich niemand und ich bin mir nicht wirklich sicher, ob Lärmbelästigung in China überhaupt geahndet wird. Ich glaube eher nicht.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/felge.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/felge.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Diese Spitzen, die aus der Felge ragen würden in Deutschland jeden TÜV Prüfer einen Herzinfsrkt erleiden lassen.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Diese Spitzen, die aus der Felge ragen würden in Deutschland jeden TÜV Prüfer einen Herzinfsrkt erleiden lassen.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ebenso scheint es keine klaren Vorgaben im Strassenverkehr zu geben. Ich hatte ja bereits mehrmals darüber gesprochen.&lt;br /&gt;
Abbieger, die gnadenlos ihre Spur halten und die Fussgänger zwingen auf Seite zu springen, obwohl diese grün haben.&lt;br /&gt;
Inzwischen gibt es ja wohl ein Gesetz, das das verbietet, allerdings hält sich niemand daran (Hatte ich im Artikel [[Highway to hell]] ja bereits geschrieben).&lt;br /&gt;
Diesmal möchte ich das Augenmerk des geneigten Lesers einfach mal auf diese Felgen auf dem dritten Bild lenken. Das wäre in Deutschland so definitiv nicht erlaubt.&lt;br /&gt;
Gerade, wenn man bedenkt, dass sich Autos, Zweiräder und Fussgänger oft aneinander vorbeiquetschen, ist dieses Accessoire doch sehr bedenklich.&lt;br /&gt;
Diese Art der Aufrüstung im Strassenverkehr (so will ich es mal nennen) ist nicht gang und gäbe, aber ich habe es schon mehr als einmal gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/zebra.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/zebra.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Hausanzüge wie diese kommen tatsächlich öfter vor, als man meint..&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Hausanzüge wie diese kommen tatsächlich öfter vor, als man meint.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Dann gibt es die Hausanzüge, die ich in Artikel [[Pyjamaparty]] angesprochen hatte und den Drang zur Verniedlichung aus Artikel [[Was kostet die Welt ?]]. Nehmen wir beides zusammen, dann machen auch die Anzüge auf dem letzten Bild Sinn.&lt;br /&gt;
Mutter und Kind im Zebra Kostüm. Das würde man in Deutschland nur zu Karneval erleben.&lt;br /&gt;
Glauben Sie mir, es gibt tatsächlich Leute, die das tragen. Das und noch vieles anderes.&lt;br /&gt;
Schuhe in Form von Bärentatzen oder Hunden, Handschuhe im Stil von Mickey Mouse oder Jacken an deren Kapuzen Katzen- Maus- oder sonstige Ohren angebracht sind sieht man immer wieder.&lt;br /&gt;
Eine Zeit lang war es ein Trend in Asien dicke Brillen zu tragen. Wer keine schlechten Augen hatte, kaufte sich also einfach ein Gestell und liess die Gläser einfach weg.&lt;br /&gt;
Gerade bei jungen Mädchen war dieser Trend sehr beliebt.&lt;br /&gt;
Sie sehen also wieder einmal: Es gibt immer wieder etwas zu entdecken im Land der Mitte.&lt;br /&gt;
Es vergeht kein Tag, an dem man nicht wieder etwas neues sieht.  
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    <pubDate>Wed, 03 Jan 2018 03:18:00 +0000</pubDate>
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    <title>Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude, Rad zu fahren.</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>Sonstiges</category>
            <category>Umwelt</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/radm1.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/radm1.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Solche aufgetürmten Fahrräder findet man inzwischen überall in der Stadt.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Solche aufgetürmten Fahrräder findet man inzwischen überall in der Stadt.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Nun ist es so weit. Alle haben es bereits prognostiziert, aber trotzdem wurde nicht eingelenkt.&lt;br /&gt;
Es geht heute wieder um die neuen Mietfahrräder, die vor nicht all zu langer Zeit China&#039;s Strassen überflutet haben.&lt;br /&gt;
Im Artikel [[Das häckende Fahrrad]] hatte ich bereits die Befürchtung geäussert, dass die Massen an Rädern, die in der Stadt aufgestellt wurden, schnell zu einem Problem werden und sich, ehe man sich versieht, in einen gigantischen Müllberg verwandeln könnten.&lt;br /&gt;
Inzwischen sind drei der grossen Mietfahrrad Anbieter bankrott gegangen und auch bei den verbliebenen, kommen die Angestellten, die die Räder von den all zu verstopften Gehwegen und Strassen wegräumen sollen, schon lange nicht mehr hinterher.&lt;br /&gt;
Viele Verkehrsteilnehmer sind wütend und nicht selten sieht man etliche Räder auf einen Haufen geworfen, damit man überhaupt noch Platz findet, sich auf offener Strasse zu bewegen.&lt;br /&gt;
Ein sehr beeindruckendes Bild gab es diese Tage in den Medien aus Xiamen. Hier wurden all die störenden Räder zusammengetragen und bildeten so einen gigantischen Berg. Ein Fussballfeld grosses Gelände und an die Spitze der Berges konnte man nur noch mit Hilfe von Kranwagen gelangen. Aus urheberrechtlichen Gründen kann ich es hier leider nicht zeigen.&lt;br /&gt;
Inzwischen sind die Räder oft dermassen gehasst, dass man hier und da jemanden sieht, der eines von ihnen durch die Luft wirft, oder es einfach beiseite tritt.&lt;br /&gt;
Deformierte Reifen, abgerissene Sättel und sonstige Anzeichen von Vandalismus gibt es immer wieder.&lt;br /&gt;
Vielerorts finden sich die neu produzierten und absolut intakten Drahtesel auch in Seen von Parks oder Kanälen wieder, in die sie mutwillig geworfen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/radm.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/radm.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Die Angestellten kommen nicht mehr mit dem Wegräumen hinterher.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die Angestellten kommen nicht mehr mit dem Wegräumen hinterher.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ich dachte eigentlich, dass man in China ohnehin schon ein schlechtes Verhältnis zu Natur und Müllvermeidung hat, da es durchaus usus ist, seinen Abfall einfach fallen zu lassen und auch sonst im grossen Stil Umweltgifte und anderes ungefiltert in die Natur entlassen werden.&lt;br /&gt;
Nun hat China einen weiteren Punkt auf seiner unrühmlichen Müll Problem Liste zu verzeichnen.&lt;br /&gt;
Es gibt auch andere Geschichten über die neuen Mietfahrräder zu berichten, aber alle sind sie nicht sonderlich schön.&lt;br /&gt;
Neben dem Trick, den ich im Artikel [[Das häckende Fahrrad]] beschrieben habe, gibt es auch noch Leute, die tatsächlich die Sättel der Fahrräder mit Nägeln, Nadeln oder sogar Rasierklingen präparieren.&lt;br /&gt;
Oft so gut gemacht, dass man es auf den ersten Blick gar nicht bemerkt und teilweise so angebracht, dass man sich die Innenseite der Schenkel verletzt.&lt;br /&gt;
Und es gibt die Geschichten über Leute, die sich einfach eines dieser Räder nehmen und zum privaten Eigentum erklären.&lt;br /&gt;
Das Speichenschloss wird zersägt, der Rahmen notdürftig umlackiert und schon hat man ein kostenloses Fahrrad.&lt;br /&gt;
Dass so etwas Diebstahl ist, sehen viele Leute hier tatsächlich nicht so. Sehr oft ist es im kollektiven Glauben so, dass alles, was allgemein benutzt werden kann, auch allen gehört.&lt;br /&gt;
Der ein oder andere schränkt diesen Begriff von „allen“ einfach auf „ich“ ein, schliesslich ist man ja auch Teil von allen und der Rest kann sich ja immer noch die anderen Fahrräder ausleihen.&lt;br /&gt;
Es ist ein Umstand, der mir immer wieder in China begegnet. Die Fahrräder sind jetzt nur ein Beispiel von vielen (Blumenklau aus den Fahrbahnrabatten für das eigene Fensterbrett oder nächtliches entwenden von Baumaterialien wie Ziegel oder Platten von Baustellen sind hierbei noch vergleichsweise kleinkriminelle Aktionen. Aber das ist auch wieder ein anderes Thema und soll in einem anderen Artikel beschrieben werden).&lt;br /&gt;
Und dann gibt es noch die Geschichte mit den Daten. Jedes Fahrrad ist mit &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Global_Positioning_System&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Global_Positioning_System&quot;&gt;GPS&lt;/a&gt; ausgestattet, damit man Räder überall abstellen, sie mit Hilfe der App aber  trotzdem wieder auffinden kann.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/radm2.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/radm2.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Verbogenes Vorderrad und die Kette vom Zahnrad gerissen. Bilder wie dieses sind leider keine Seltenheit.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Verbogenes Vorderrad und die Kette vom Zahnrad gerissen. Bilder wie dieses sind leider keine Seltenheit.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;GPS- und Kundendaten (wer fährt wann wohin) sind natürlich für grosse Konzerne wieder sehr interessant, geben sie doch Aufschluss über das Verhalten von potenziellen Kunden. Und auch für einige andere Anwendungszwecke wären diese Daten mit Sicherheit interessant. Man hört immer wieder, dass der Verkauf dieser Daten das eigentliche Geschäftsmodell ist und das Geld in die Kassen bringt, nicht die Vermietung der Räder (hatte ich im Artikel [[Phishing for compliments]] ja kurz angeschnitten).&lt;br /&gt;
Wohin man auch schaut, die Mietfahrräder und ihr Geschäftskonzept haben immer einen sauren Beigeschmack.&lt;br /&gt;
Nichts ist hier zu spüren von der „wir teilen“-Mentalität oder der Gewissheit, dass man eine saubere Alternative zum Auto unterstützt. Das ist sehr schade, zeigt aber auch wieder einmal, wie gnadenlos der Konkurrenzkampf in China ist.&lt;br /&gt;
Eine Idee, so gut sie auch sein mag, wird so weit ausgetreten, bis sie sich in ein Horror Szenario verwandelt.&lt;br /&gt;
Inzwischen sind die chinesischen Mietfahrräder auch in Deutschland angekommen.&lt;br /&gt;
Ich frage mich allen Ernstes wie viele Millionen Fahrräder tatsächlich hergestellt wurden...&lt;br /&gt;
Wie auch immer. Wenn man vorsichtig ist, sich das Fahrrad vor dem mieten genauestens untersucht und keine Mängel feststellt,  kann man dann doch ein wenig die frische Luft geniessen beim Ritt durch die Millionenmetropole Beijing.&lt;br /&gt;
Also, wenn die Luftwerte mitspielen... und es trotzdem nicht stürmt... und wenn der Verkehr mal nicht ganz so chaotisch ist, dass man um sein Leben fürchten muss... und man keinen falschen QR-Code am Rad findet... oder Rasierklingen im Sattel...&lt;br /&gt;
Also DANN trifft auch der Ausspruch „Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude, Rad zu fahren.“ von John F. Kennedy wieder zu. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Fri, 29 Dec 2017 00:33:00 +0000</pubDate>
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    <title>The heat is on</title>
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            <category>Lustiges</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/video/ditie.gif&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die U-Bahn fährt an einigen Stellen, ausserhalb des Innenstadtbereichs, auch oberirdisch.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;„The heat is on“ sagte heute einer der Englisch sprechenden Kollegen auf der Arbeit zu mir und sofort wünschte ich mir, ich wäre fünf Minuten später auf Klo gegangen und hätte ihn nicht getroffen.&lt;br /&gt;
„The heat is on“ ist ein Lied aus den 80ern, geschrieben von Harold Faltermeyer und Keith Forsey, aufgenommen von Glenn Frey und es war einer der Musictracks zu dem Film „ Beverly Hills Cop“.&lt;br /&gt;
Die 80er Jahre waren, was Musik anbetrifft, eine sehr interessante Zeit. Es wurde viel experimentiert und es gibt einige zeitlose Stücke aus diesen Jahren.&lt;br /&gt;
Es gibt allerdings auch eine unüberschaubare Menge von anderen Stücken (eigentlich so wie in jeder Epoche).&lt;br /&gt;
Das fatale an diesem speziellen Stück ist, dass es meinem Musikgeschmack überhaupt nicht entspricht, aber trotzdem über alle Massen ein Ohrwurm ist.&lt;br /&gt;
Und das ist ein richtiges Problem (für mich zumindest). Der Kollege sagte „The heat is on“ und sofort hatte ich den verdammten Refrain dieses Stückes in meinem Kopf, der mich den ganzen Tag auch nicht mehr losgelassen hat.&lt;br /&gt;
Es ist wie ein Verkehrsunfall, es ist etwas schreckliches und eigentlich will man es nicht sehen. Aber weggucken kann man trotzdem nicht.&lt;br /&gt;
In den 80er Jahren, als ich jung war, habe ich dieses Stück schon gehasst. Zum einen, weil ich es nicht mag, zum anderen, weil es immer und immer wieder totgespielt wurde.&lt;br /&gt;
Wohin man auch ging, es war immer und überall. Selbst heute, nur bei dem Gedanken an den Refrain läuft mir einen Schauer kalt den Rücken herunter. Der Tag war also schon versaut.&lt;br /&gt;
Aber warum hatte der Kollege es überhaupt gesagt ? „The heat is on&quot;, damit meinte er die zentrale Heizung.&lt;br /&gt;
In Beijing sind die meisten Haushalte mit einer zentralen Heizung ausgestattet und die wird erst am 15.11. eingeschaltet (ich meine, ich hatte es bereits in einem der früheren Artikel einmal erwähnt).&lt;br /&gt;
Kein Wenn und Aber, selbst wenn es draussen bereits schneit, der Termin steht fest. Vor diesem Termin sitzen alle Leute zu Hause und frieren.&lt;br /&gt;
Gut, nicht alle. Wir zum Beispiel haben jetzt ein Kleinkind zu Hause, da müssen wir die Räume auf eine angenehme Temperatur bringen.&lt;br /&gt;
Somit lief bei uns, seitdem es kälter geworden ist, Tag und Nacht die Klimaanlage auf Heizfunktion.&lt;br /&gt;
Sie können sich sicher denken, dass das eine Menge Strom verbraucht. Vor allen Dingen, wenn man bedenkt, dass chinesische Wohnungen in der Regel nicht besonders gut isoliert sind. Aber man hat leider keine andere Möglichkeit.&lt;br /&gt;
Bei anderen Familien sieht es zu dieser Zeit nicht anders aus: Klimaanlage, Heizstrahler, Elektroofen oder was sonst so verfügbar ist.&lt;br /&gt;
Viele Leute sitzen auch in dicken Wintermänteln zu Hause und schlafen unter mehreren dicken Decken, teilweise aus Filz.&lt;br /&gt;
Das ist aber ganz normal hier. Wenn man sich mit Chinesen unterhält und behauptet, dass man in Deutschland jederzeit heizen kann (auch im Hochsommer, wenn man will), wird man von der Hälfte der Leute entweder staunend oder neidisch angeguckt, die andere Hälfte hält einen einfach für einen Spinner, der Lügengeschichten erzählt.&lt;br /&gt;
Aber mit der zentralen Heizung befindet man sich noch auf China&#039;s Sonnenseite (um es mal so auszudrücken).&lt;br /&gt;
Entlang einer imaginären Grenze, die ungefähr in Höhe Shanghais verläuft, teilt man das Land in den Zentralheizungs-Norden und den Ohne-Heizungs-Süden ein.&lt;br /&gt;
Ich war einmal im Winter zum Frühlingsfest in der Provinz 广西 (guǎng xī) in China&#039;s Süden.&lt;br /&gt;
Es waren 6 Grad Celsius plus und man sagte mir, es sei der kälteste Winter in der Geschichte. Was mich tatsächlich verwundert hat, da 6 Grad plus jetzt nicht wirklich kalt klingen.&lt;br /&gt;
Wenn man allerdings bedenkt, dass es keine Heizung in den Wohnungen gibt und es drinnen wie draussen 6 Grad sind, sieht die Sache dann doch schon wieder ein wenig anders aus.&lt;br /&gt;
Auch in vielen Hotels und Restaurants wird nicht geheizt, die Temperatur ist überall gleich.&lt;br /&gt;
Nicht zu vergessen: auf ca. 6 Grad Celsius stellt man seinen Kühlschrank ein, um den Joghurt frisch zu halten.&lt;br /&gt;
Wenn man also in ein Restaurant geht, muss man den Stuhl erst einmal mit seiner Körperwärme auf angenehme Temperatur für das eigene Hinterteil bringen, damit man sich nicht komplett unwohl fühlt.&lt;br /&gt;
Wenn man gerade angekommen und den deutschen Winter noch gewohnt ist, fühlt man sich noch toll, will die dicke Jacke eigentlich gar nicht anziehen.&lt;br /&gt;
Nach der ersten Nacht im 6 Grad kühlen Hotelzimmer geht es auch noch. Die Bettdecke hält einen warm, einzig das Aufstehen ist unangenehm.&lt;br /&gt;
Aber bereits einen Tag später merkt man, dass die Knie steif geworden sind.&lt;br /&gt;
In unseren Breitengraden sind die Temperaturen zwar wesentlich kälter, allerdings ist man ihnen nur kurze Zeit ausgesetzt, bis man sich wieder aufwärmen kann. Es spielt sich gefühlt alles noch auf der Haut ab.&lt;br /&gt;
Ist man längere Zeit draussen, spürt man, wie einem die Kälte unter die Haut geht. Das ist unangenehm.&lt;br /&gt;
Wenn man überhaupt nicht zwischendurch aufwärmen kann, spürt man es vermeintlich in den Knochen und die Gelenke werden steif. So geschehen in Südchina.&lt;br /&gt;
Also will ich mich gar nicht beschweren, dass die Heizung erst jetzt angestellt wurde.&lt;br /&gt;
Jetzt ist sie ja an (und ich versuche verzweifelt dieses Lied wieder aus meinem Kopf zu bekommen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nachtrag vom 20.05.2021&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Was hilft bei einem Ohrwurm?&lt;br /&gt;
Antwort: Ein belegtes Brot mit Schinken. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 15 Nov 2017 10:11:00 +0000</pubDate>
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    <title>Abend der sieben</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/278-Abend-der-sieben.html</link>
            <category>Kultur</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/qixi.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/qixi.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Kalenderblatt eines Kalenders, der so wohl das neue Format, wie auch den alten chinesischen Kalender darstellt.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Kalenderblatt eines Kalenders, der so wohl das neue Format, wie auch den alten chinesischen Kalender darstellt.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Der Valentinstag ist eine Erscheinung, die in Deutschland erst bei den jüngeren Leuten so richtig bekannt ist.&lt;br /&gt;
Ähnlich dem Halloween Fest ist es ein europäischer Reimport, wenn man so will.&lt;br /&gt;
Der Ursprung dürfte von einen christlichen Märtyrer namens Valentinus (in Frage kommt vor allen Dingen &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Valentin_von_Terni&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Valentin_von_Terni&quot;&gt;Valentin von Terni&lt;/a&gt;) kommen.&lt;br /&gt;
Valentin von Terni soll Paare trotz eines Verbots des Kaiser &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Claudius_Gothicus&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Claudius_Gothicus&quot;&gt;Claudius II&lt;/a&gt; nach christlicher Sitte getraut haben, wofür er dann später enthauptet worden ist.&lt;br /&gt;
Der Valentinstag war in England sehr beliebt, ist dann mit Auswanderern nach Amerika gekommen und schliesslich nach dem zweiten Weltkrieg durch amerikanische Soldaten nach Deutschland gebracht und mit Hilfe der Floristen und der Süßwarenindustrie auch hier bekannt gemacht geworden.&lt;br /&gt;
Viele Deutsche der älterern oder auch meiner Generation feiern ihn nicht.&lt;br /&gt;
In China wird er immer beliebter und hier, genau wie in Deutschland, sind es die jungen Leute, die diesen Brauch aus Amerika übernehmen.&lt;br /&gt;
Aber es gibt auch ein chinesisches Pendant zum Valentinstag. Das Qixi Fest (七夕 qī xī). Übersetzt bedeutet das „Abend der sieben“.&lt;br /&gt;
Ganz einfach, weil das Fest auf den siebten Tag des siebten Monats im alten chinesischen Kalender fällt, der Tag variiert im modernen Kalender, den wir nutzen also wieder etwas von Jahr zu Jahr.&lt;br /&gt;
Dieses Jahr fiel er auf den 28. August 2017, also gestern.&lt;br /&gt;
Und auch hier gibt es natürlich wieder eine alte Geschichte zu berichten und die geht so:&lt;br /&gt;
Eine Fee verliebte sich in einen jungen Kuhhirten namens 牛郎 (niú láng) und lebte mit ihm auf der Erde, wo sie zu einer Weberin (织女 zhī nǚ) wurde.&lt;br /&gt;
Sie waren glücklich und hatten zwei Kinder, einen Sohn und eine Tochter.&lt;br /&gt;
Als jedoch der Himmelskaiser davon hörte, schickte er die Himmelskaiserin, um die Fee zurückzuholen.&lt;br /&gt;
Es wurde ein Himmelsfluss erschaffen, den beide nicht überqueren konnten.&lt;br /&gt;
Nur einmal in jedem Jahr, bilden die Elstern für die beiden eine Brücke über den Fluss und sie sind für einen Tag wieder vereint.&lt;br /&gt;
Interessanterweise gibt es auch ein himmlisches Phänomen zu dieser Geschichte:&lt;br /&gt;
Denn an diesem Datum treffen sich in unserer Galaxie der Milchstraße die Sterne Wega (织女 Zhīnǚ im Stenbild Leier) und Altair (牛郎 Niúláng im Sternbild Adler), für die der Stern Deneb eine Art Brücke über den großen Fluss, also die Milchstraße, bildet.&lt;br /&gt;
Eine interessante Geschichte, wie ich finde. Was meinen Sie ?&lt;br /&gt;
Ach, übrigens: Verwenden Sie den Ausdruck 牛郎 (niú láng) bitte nicht im täglichen Leben, denn hier wird er inzwischen für männliche Prostituierte gebraucht. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Tue, 29 Aug 2017 01:24:00 +0000</pubDate>
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    <title>Neue Gesichter</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/273-Neue-Gesichter.html</link>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Chinesen</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/beauty1.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/beauty1.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;In Seoul gibt es sehr viele Schönheitsfarmen und Kliniken für Schönheitsoperationen.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;In Seoul gibt es sehr viele Schönheitsfarmen und Kliniken für Schönheitsoperationen.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Wieder einmal bin ich in Korea.&lt;br /&gt;
An dieser Stelle sei kurz angemerkt, dass es sich natürlich um Südkorea handelt.&lt;br /&gt;
Bei dem ein oder anderen hat es diesbezüglich wohl etwas Verwirrung gegeben.&lt;br /&gt;
Zwar arbeite ich in China und Nordkorea ist ein Verbündeter, aber für mich als Ausländer wäre es gar nicht so einfach überhaupt ein Visum für Nordkorea zu bekommen und einzureisen.&lt;br /&gt;
Abgesehen davon ist es mehr als unwahrscheinlich, dass meine Firma (eine deutsche Firma) jemals einen Standort dort haben wird.&lt;br /&gt;
Ich bin also beruflich wieder in Südkorea, genauer gesagt in Seoul und hier gibt es wieder neue Gesichter zu entdecken.&lt;br /&gt;
Wenn man einige Zeit in Asien lebt, kann man zu einem gewissen Grad die unterschiedlichen Nationalitäten anhand des Gesichts auseinanderhalten.&lt;br /&gt;
In den Gebieten nahe der Grenzen, zum Beispiel in Chinas Süden, wird es dann wieder etwas schwieriger.&lt;br /&gt;
Viele chinesische nationale Minderheiten gleichen dann doch schon wieder Vietnamesen oder anderen Völkern.&lt;br /&gt;
Ebenso in den Gebieten im Norden, wo sich Mongolen und Chinesen sehr ähneln etc.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/beauty2.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/beauty2.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Es gibt speziell für die Beauty Touristen, die nach Korea kommen alles auf Englisch und Chinesisch.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Es gibt speziell für die Beauty Touristen, die nach Korea kommen alles auf Englisch und Chinesisch.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Korea (also Südkorea) ist in den letzten Jahren wirtschaftlich zu einem absoluten Globalplayer geworden.&lt;br /&gt;
Nicht nur westliche Grossunternehmen wie Apple etc. lassen hier fabrizieren, auch einheimische Firmen wie Samsung (삼성 samseong) oder Hyundai (현대  hyeondae) sind immer weiter auf dem Vormarsch.&lt;br /&gt;
In Seoul kann man ein modernes Leben führen, die neuesten technischen Innovationen sind immer aktuell in den Geschäften zu haben und auch der Lebensstil vieler Koreaner und Koreanerinnen hier hat sich in den letzten Jahren sehr geändert.&lt;br /&gt;
Eine dieser Veränderungen ist die plastische Chirurgie.&lt;br /&gt;
Sie ist in Korea nicht nur weit verbreitet, sondern fast schon zur Normalität geworden.&lt;br /&gt;
Ein Viertel aller chirurgischen Eingriffe weltweit werden hier vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/beauty3.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/beauty3.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;In Seoul gibt es sehr viele Schönheitsfarmen und Kliniken für Schönheitsoperationen.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;In Seoul gibt es sehr viele Schönheitsfarmen und Kliniken für Schönheitsoperationen.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Alleine in Seoul gibt es mehr als 500 Kliniken. Es gibt eine Strasse, in der fast jedes dritte Haus eine Schönheitsklinik ist.&lt;br /&gt;
Viele Chinesinnen fliegen extra hierher um sich die Brüste zu vergrössern, die Wangenknochen abzuschaben oder die Augen operieren zu lassen, damit sie mehr westlichen Augen gleichen.&lt;br /&gt;
Man macht speziell Vorher- Nachheraufnahmen, damit man bei der Einreise zurück nach China auch tatsächlich wieder ins Land gelassen wird.&lt;br /&gt;
Wenn man ein wenig recherchiert, ist man geschockt, was Frauen so alles über sich ergehen lassen, um einem stereotypen Idealbild nachzuahmen.&lt;br /&gt;
Nicht selten lassen sie sich ein komplett neues Gesicht modellieren.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/beauty4.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/beauty4.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Hier wird unter anderem für die Augenoperation geworben.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Hier wird unter anderem für die Augenoperation geworben.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;In westlichen Ländern steht auf Platz eins der Schönheitsoperationen ganz klar die weibliche Brust.&lt;br /&gt;
Vergrössern, verkleinern, oder einfach eine andere Form. Das sind so die Dinge an die man im Westen in der Regel so denkt.&lt;br /&gt;
In Asien kommen Brustvergrösserungen natürlich auch immer mehr in Mode, allerdings ist die Nummer eins der operativen Eingriffe um der vermeintlichen Schönheit auf die Sprünge zu helfen, die Augenoperation.&lt;br /&gt;
Im asiatischen Schönheitsempfinden sind Kinder aus gemischten Ehen die am besten aussehenden und genau diesen Look möchte man (in diesem Fall eher frau) auch für sich haben.&lt;br /&gt;
So wird also operativ eine zweite Augenlidfalte erzeugt, damit die Augen europäisch wirken. (Man hört immer wieder den Ausdruck „die Augen heben jetzt mehr Tiefe“)&lt;br /&gt;
In manchen Schulklassen in Korea sollen inzwischen über 80% der jungen Mädchen operierte Augen haben.&lt;br /&gt;
Später werden dann oft noch andere Eingriffe vorgenommen.&lt;br /&gt;
Während man in unseren Breitengraden in der Regel Vorstellungen hat wie „die Nase muss kleiner sein“ oder „ich wünsche mir meine Brüste mehr apfelfömig“, so gehen asiatische Frauen immer öfter mit dem Foto eines Pop- oder Filmstars zur Klinik und sagen „So möchte ich gerne aussehen“.&lt;br /&gt;
In Korea ist der Trend inzwischen so weit verbreitet, dass sich Männer vor der Hochzeit tatsächlich Fotoalben mit Kinderbildern der Zukünftigen zeigen lassen, um bei der Geburt der eigenen Kinder später kein blaues Wunder zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/beauty5.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/beauty5.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Eine Werbung für Schönheitsoperationen in der U-Bahn.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eine Werbung für Schönheitsoperationen in der U-Bahn.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Entstanden ist der Trend nach dem &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Koreakrieg&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Koreakrieg&quot;&gt;Koreakrieg&lt;/a&gt;. Ralph Millard, Chef der US-Marinechirurgie nahm plastische Operationen an Kriegsopfern vor, die oft bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt waren.&lt;br /&gt;
Dann kamen koreanische Frauen auf die Idee sich von ihm die Augenlider operieren zu lassen um westlicher zu wirken.&lt;br /&gt;
Vor allen Dingen bei den Prostituierten, die amerikanische Soldaten verführen wollten, war dieser Trend sehr ausgeprägt.&lt;br /&gt;
In Asien hat das Äussere einen wesentlich höheren Stellenwert als es in westlichen Kulturen der Fall ist, gerade bei Frauen.&lt;br /&gt;
In China kann man zum Beispiel immer wieder feststellen, dass Frauen nach ihren Bewerbungsfotos eingestellt werden, nicht nach dem Lebenslauf.&lt;br /&gt;
Was dann auch erklärt, dass die Fotos in den Bewerbungsunterlagen, die ich hin und wieder zu Gesicht bekomme, mehr an Fotos auf einer Datingwebsite erinnern denn an Bewerbungsfotos. 
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    <pubDate>Wed, 02 Aug 2017 12:23:00 +0000</pubDate>
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    <title>Von Hexenbesen und wilden Reitern</title>
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            <category>Anderes</category>
            <category>Essen und Trinken</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 272px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/besen.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;272&quot; height=&quot;400&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/besen.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ein typischer Reisigbesen. Er wird auch von den Leuten der Strassenreinigung gebraucht..&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein typischer Reisigbesen. Er wird auch von den Leuten der Strassenreinigung gebraucht.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Strassenfeger in Deutschland ihre, mit roten Plastikborsten besetzten Besen oft umdrehen und gar nicht mit den Borsten die Strasse fegen, sondern mit dem breiten Holzteil selber, aus dem die Borsten ragen ?&lt;br /&gt;
Sind die modernen Besen vielleicht gar nicht so gut für die Arbeit geeignet, wie man gemeinhin annimmt ?&lt;br /&gt;
Ich kann ihnen auf diese Frage leider keine Antwort geben, aber es fällt mir immer wieder auf, wenn ich in Deutschland bin.&lt;br /&gt;
In China benutzt man fast ausschliesslich Reisigbesen. Und es scheint zu funktionieren.&lt;br /&gt;
Man kehrt so lange mit den zusammengebundenen Zweigen, bis diese sich abgenutzt haben, dann bindet man sich einfach ein neues Bündel zusammen und befestigt es am Stiel.&lt;br /&gt;
Für Harry Potter Fans dürfte China einige interessante Fotomotive auf Lager haben, auch wenn es sich nicht um den Nimbus 2000 handelt.&lt;br /&gt;
Das ist übrigens auch wieder eine interessante Geschichte: Warum sagt man Hexen nach, sie könnten auf Besen reiten ?&lt;br /&gt;
Ich habe ein wenig recherchiert und bin auf interessante Artikel gestossen.&lt;br /&gt;
Der Besen in Verbindung mit kräuterkundigen Frauen ist schon lange bekannt.&lt;br /&gt;
So kehrten Hebammen schon bei den Römern nach einer Geburt die Hausschwelle, um böse Geister fernzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/rispenhirse.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/rispenhirse.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Rispenhirse schmeck sehr gut zum Beispiel im Joghurt.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Rispenhirse schmeck sehr gut zum Beispiel im Joghurt.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Zur Zeit der Hexenverfolgung hat sich der Mythos gebildet, dass Hexen (wie man sie dann betitelt hat) sich mit Flugsalbe einreiben und auf allen möglichen Gegenständen, unter anderem eben auf Besen, reiten und fliegen konnten.&lt;br /&gt;
So sollen sie sich zum Beispiel zu geheimen Treffen auf dem Brocken (im Volksmund auch Blocksberg genannt) zur &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Walpurgisnacht&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Walpurgisnacht&quot;&gt;Walpurgisnacht&lt;/a&gt; getroffen haben.&lt;br /&gt;
Man geht gemeinhin davon aus, dass die sogenannte Flugsalbe aus halluzinogenen Nachtschattengewächsen und Pilzen hergestellt wurde und ein Rauschmittel war, das lediglich die Illusion des Fliegens erzeugt hat.&lt;br /&gt;
Man geht ferner davon aus, dass diese Salbe über die Schleimhäute aufgenommen wurde und Symptome wie Kribbeln, Schwindel, Lethargie oder Illusionen hervorgerufen hat.&lt;br /&gt;
Herauszufinden, was das mit dem Hexenbesen zu tun hat, überlasse ich Ihrer schmutzigen Phantasie. &lt;img src=&quot;http://blog.smart-r.at/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Aber wir schweifen wieder ab.&lt;br /&gt;
Die Zweige der Rispenhirse (auch oft als echte Hirse bezeichnet) werden oft verwendet um Besen herzustellen.&lt;br /&gt;
In China wird sie aber nicht bloss als Besen verwendet. Die Rispenhirse, die im chinesischen 糜子 (mí zǐ) heisst, ist eine Getreidepflanze, die früher auch in Europa angebaut wurde, bevor sie von Kartoffel und Mais verdrängt wurde.&lt;br /&gt;
Man kann die kleinen Früchte, die etwas grösser sind als Zuckerkörner, nämlich auch Essen.&lt;br /&gt;
In Deutschland vielleicht noch bekannt bei ökologisch Interessierten, die sie im Reformhaus kaufen, ist sie im Gegensatz dazu gerade in Chinas Norden und der Mongolei als Lebensmittel sehr beliebt.&lt;br /&gt;
Man sagt, dass die Reiterheere Dschingis Khans (Činggis Qaɣan. Auf Chinesisch: 成吉思汗 chéng jí sī hàn) so erfolgreich waren, nicht zuletzt weil sie mit Trockenfleisch und diesem Getreide die perfekte Marschverpflegung hatten.&lt;br /&gt;
Man kann es so essen, braucht es weder zu kochen noch zu braten, es ist nahrhaft, leicht und hält ewig ohne schlecht zu werden.&lt;br /&gt;
Ich mag es besonders gerne im Joghurt. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 13 Jul 2017 06:17:00 +0000</pubDate>
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    <title>Das gelbe Fieber</title>
    <link>http://blog.smart-r.at/index.php?/archives/241-Das-gelbe-Fieber.html</link>
            <category>Persönliche Erfahrungen</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/frauen.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/frauen.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Frauenfiguren in alten Trachten in einem Museum.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Frauenfiguren in alten Trachten in einem Museum.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ich höre immer wieder von vielen Daheimgebliebenen eine Frage, die anscheinend jeden brennend interessiert.&lt;br /&gt;
Eigentlich ist es mehr ein ganzer Fragenkatalog, der sich um ein Thema dreht.&lt;br /&gt;
Es geht von „was unterscheidet chinesische von europäischen Frauen ?“ über „ist es einfacher eine Beziehung mit einer Chinesin zu beginnen, als mit einer Deutschen ?“ und alle möglichen und unmöglichen Fragen interkulturelle Beziehungen betreffend.&lt;br /&gt;
Und alles endet dann irgendwann immer in der Frage : „Wie lernt man eine chinesische Frau kennen ?“&lt;br /&gt;
Die einfache Antwort lautet: „gar nicht“.&lt;br /&gt;
Damit meine ich nicht, dass man keine chinesische Frau kennen lernen kann, sondern vielmehr dass die Frage an sich bereits verrät, dass der Fragende auf dem Holzweg ist.&lt;br /&gt;
Wer auf der Suche nach einer Frau ist, sollte so Dinge wie ethnische Herkunft nicht in den Vordergrund stellen.&lt;br /&gt;
Man findet, so fern man keine einschränkenden Gesetze oder Normen zu beachten hat, eine Person, mit der einen etwas verbindet und man entscheidet sich dann, dass man zusammen gehört.&lt;br /&gt;
Das habe ich jetzt bewusst so allgemein formuliert, da es tatsächlich auf jeden Menschen zutrifft, ungeachtet von Herkunft, Status, sexueller Orientierung oder sonstigem.&lt;br /&gt;
Wer frei seinen Partner wählen kann, wird es auf Grund von vielen kleinen Eigenschaften tun, die ihn am Gegenüber anziehen.&lt;br /&gt;
 Das Aussehen und Verhalten und somit natürlich auch die Herkunft sollten nicht mehr als gleichberechtigte Eigenschaften sein und kein Ausschlusskriterium.&lt;br /&gt;
Es kann durchaus sein, dass jemand asiatische Frauen favorisiert, sei es wegen ihres Aussehens oder auch ihres Verhaltens, aber man sollte sich immer im Hinterkopf behalten, dass es sich hier in der Regel um idealisierte Vorurteile handelt.&lt;br /&gt;
Das gelbe Fieber, wie es immer so gerne genannt wird, halte ich persönlich bloss für eine andere Art von Träumerei basierend auf ethnischen Besonderheiten. Man sucht das Aussergewöhnliche.&lt;br /&gt;
Und somit verkommt die Partnerin eigentlich bloss zu einem Objekt, mit dem man seine eigene, vermeintliche Besonderheit unterstreichen kann.&lt;br /&gt;
In der Regel halten diese Beziehungen, nach meinem Wissen, auch nicht besonders lange.&lt;br /&gt;
Partner aus gut funktionierenden, interkulturellen Beziehungen sagen eigentlich immer wieder das gleiche:&lt;br /&gt;
„Es macht keinen Unterschied ob mein Partner Chinese ist oder nicht“ oder „Im täglichen Umgang mit meinem Partner vergesse ich regelmässig, dass wir eigentlich aus anderen Kulturen kommen“.&lt;br /&gt;
Denn der Punkt ist, dass die Kultur zwar Bestandteil jeder Beziehung ist, die Partner sich aber, wie in jeder guten Beziehung, aufeinander einstellen müssen, so dass diese Unterschiede dann auch keine Rolle mehr spielen. 
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    <pubDate>Mon, 17 Apr 2017 03:06:00 +0000</pubDate>
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