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Dummer Ausländer

In Chengdu (成都 chéng dū), der Provinzhaupstadt von Sichuan (四川 sì chuān) gibt es einen jungen Mann, der gerade mit einem Rap- bzw. HipHop Song für Aufsehen sorgt.
Der junge Mann nennt sich 謝帝 (xiè dì), was man ganz grob mit Gottkaiser übersetzen könnte.
Also ein extrem übersteigertes Ego, so wie man es von Rappern gewohnt ist. Alles ganz normal.
Aufreger ist sein neues Lied, in dem er ziemlich abfällig über Ausländer in China herzieht.
瓜老外 (guā lǎo wài) ist dort immer wieder zu hören. Gua ist ein lokaler Ausdruck in Chengdu für dumm.
Alles zusammen bedeutet es also „dummer Ausländer“. Das klingt ja erst mal nicht besonders hart, allerdings wird im Text dann doch recht schnell klar, worum es hier eigentlich geht.
In einer Zeile bietet er den Ausländern an, seine Stiefel zu putzen, um etwas Geld zu verdienen.
Der junge Mann hat offensichtlich ein Problem mit Ausländern, die in seinen Augen zu dumm sind in ihrer Heimat etwas auf die Beine zu stellen und darum nach China kommen um Geld zu verdienen.
Irgendwie drollig. :-) Aber der Ton legt nahe, dass es doch recht ernst gemeint ist.
Die Ausländer, die er als „Verlierer" betitelt, kommen seiner Meinung nach des Geldes und der hübschen Frauen wegen nach China.
Da gibt es dann sofort Meinungen und Aussagen im Internet wie: „Bei jemandem, der sich so sehr über Ausländer aufregt frage ich mich doch ernsthaft, warum er dann ausgerechnet ein Musikgenre bedient, das alles andere als chinesisch ist und ein Konterfei von Eminem auf seinem Arm tätowiert hat. Ist wohl doch alles nur Geldmacherei.“
Aber von so schnellen Urteilen wollen wir uns ja nicht überzeugen lassen.
Die ersten entrüsteten Gedanken, die sich gebildet haben, als ich den Titel des Artikels im Internet gefunden habe, lichten sich langsam, nachdem ich mir den Text in aller Ruhe einmal zu Gemüte geführt habe.
Darin geht es um „Versager“, wie er die Ausländer nennt, die nach China kommen um hier ein lockeres Leben zu führen und als Englischlehrer ihr Geld zu verdienen.
Da muss ich ihm tatsächlich sogar Recht geben, diese Ausländer gibt es natürlich auch.
Auch ich habe schon etliche von ihnen in den Kneipen von Beijing getroffen.
Da es für Studenten finanziell oft nicht einfach ist, haben viele Englischlehren zu einem kleinen Nebenverdienst gemacht, wenn sie nach China kommen und hier eine gewisse Zeit leben um zum Beispiel Chinesisch zu lernen oder zu studieren.
Es gibt allerdings auch besagte Leute, die auf dieser Stelle hängen bleiben und jahrelang mal besser, mal schlechter Chinesen (oft Kindern) ihre Muttersprache näher bringen.
Ich glaube der Begriff „Lebenskünstler“ passt hier ganz gut.
Und auch hier gibt es wieder „normale“, wenn man sie denn so nennen möchte und die, die ganz offen ungefragt anderen Ausländern wie mir erzählen, für wie dumm sie die Einheimischen halten und wie einfach es angeblich ist, ihnen einen schlechten Englischunterricht zu verkaufen.
Nun, solche Menschen, die sich absolut unangemessen verhalten gibt es in jeder Sparte und überall, glücklicherweise machen sie aber nicht den Grossteil der Menschen aus.
Ebenso wie in unserem Beispiel. Der Grossteil der Ausländer in China sind Spezialisten in allen möglichen Sparten wie Wirtschaft, IT, Technik usw. und eben keine „Lebenskünstler“.
Es ist für Ausländer nämlich gar nicht so einfach mal eben nach China zu kommen und irgendetwas zu arbeiten.
Die Bestimmungen für ein Arbeitsvisum sind nicht ohne.
Aber das lässt sich natürlich nicht gut in einem Rap Song vermarkten, ausserdem setzt es voraus, dass man sich auch in anderen Kreisen als dem chinesischen Nachtleben und in Bars herumtreibt, was ebenfalls nicht zum Image eines jungen, wütenden Rap Stars passt.
Allerdings muss man dem jungen Mann hier zu Gute halten, dass er anscheinend nicht alle Ausländer über einen Kamm scheren möchte.
Bleibt nur noch die Frage offen, ob man solch ein Thema genau in dieser Form ansprechen und zur Schau stellen sollte.
So wie ich die Artikel im Internet gesehen habe, entstehen hierdurch wieder neue Vorurteile gegenüber den Chinesen, dass diese uns bloss als Idioten wahrnehmen.
Meiner bescheidenen Meinung nach könnte man sich eben genau hier von den dummen Anderen unterscheiden, indem man anstatt Andere zu dissen (wie es heute so schön heisst), stattdessen intelligent mit dem Thema auseinandersetzt und ihm mit gekonnten Worten, also echter Sprachgesangskunst begegnet.
Wäre ein Tipp von meiner Seite. ;-)
Ist natürlich nicht so einfach wie das Kopieren billiger Klischees und erfordert echtes Talent, würde dann aber auch echten Respekt hervorrufen.
Und das ist doch das, was Rap Stars immer wollen. Respekt. Oder nicht ?


Nachtrag vom 24.08.2017

Inzwischen ist das Video nicht nur von allen chinesischen Videoplattformen verschwunden, sondern auch von Internetportalen wie Youtube etc.
Ein Hinweis darauf, dass der Produzent selber das Video entfernen lassen hat, da die chinesische Regierung zwar die Löschung von unangemessenen Inhalten auf den Portalen in China veranlassen kann, aber eben nicht auf amerikanischen.
Es gibt Gerüchte, dass die chinesische Obrigkeit gar nicht erfreut über dieses Lied gewesen ist und die Sache jetzt bereinigen möchte.
Sollte das stimmen, dann ist ein lebenslanges Produktionsverbot von Musik wohl eher eines der kleineren Probleme, das der junge Herr jetzt hat.
Die Löschung des Videos interpretiere ich hier ganz klar als Auswirkung eines Gesprächs, das er mit offizieller Seite geführt haben könnte.
Es haben sich viele Leute über dieses Lied aufgeregt und es aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.
Ich persönlich fühle mich jetzt gar nicht so sehr angegriffen. Ich halte den jungen Mann einfach nur für über die Massen naiv.
Es gibt im Internet einige Leute, die meinen dass dieses Lied auf einen Vorfall anspielt, der sich in Chengdu (成都 chéng dū) ereignet hat.
Ein Ausländer und eine Chinesin haben volltrunken auf offener Strasse Sex miteinander gehabt, während etliche Schaulustige das Ereignis mit ihren Mobiltelefonen gefilmt haben. Die Videos haben sich auf allen einschlägigen Videoportalen im chinesischen Internet wie ein Lauffeuer verbreitet.
Der Mann (ein Spanier) ist natürlich sofort ausgewiesen worden. Ich habe keine Ahnung, was die junge Chinesin sich bei dieser Aktion gedacht hat.
Ich wage einfach mal zu behaupten, dass ihr normales Leben jetzt vorbei ist.
In China sind nicht nur von offizieller Seite Pornografie und Prostitution verboten, sondern auch in der normalen Bevölkerung kann das Ansehen einer jungen Frau, die so etwas getan hat, ihr gesamtes Leben zerstören.
Wie auch immer: Das Lied ist wohl genau zu diesem Zeitpunkt herausgekommen und bezieht sich laut Meinung einiger Leute im Internet auf dieses Ereignis.
Allerdings wird das im Text an keiner Stelle tatsächlich klar. Hier reihen sich einfach nur Beschimpfungen aneinander und es werden ganz klar viele Ausländer angegriffen, nicht eine bestimmte Person.
Unklar ist auch, ob sich der Text gegen alle Ausländer, oder nur eine bestimmte Gruppe von Ausländern richtet, das Lied lässt beide Vermutungen zu.
Ich habe es einfach mal zu Gunsten des kleinen Mannes ausgelegt, da ich glaube, dass das ganze Gehabe nichts weiter als spätpubertärer Mumpitz ist.
Ein typisches Teenagergehabe, das inzwischen in vielen westlichen Gesellschaften, allen voran natürlich Amerika, als Trend gepflegt wird.
Auch typisch für den Teenagercharakter der ganzen Aktion ist die Unfähigkeit klar zu beschreiben um wen es denn jetzt tatsächlich geht und natürlich die Kurzsichtigkeit nicht abschätzen zu können, dass man sich damit eventuell einen mächtigeren Gegner schafft, als bloss ein paar aufgebrachte Ausländer.
Damit wird sich auch dieses Ereignis schnell erledigt haben und ebenso schnell wieder vergessen werden, wie alles andere auch.
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Der bombensichere Plan

Ich vermeide es, mit anderen Ausländern auszugehen oder überhaupt Beziehungen mit ihnen hier in China aufzubauen.
Das klingt jetzt recht seltsam, denn normalerweise rotten sich Ausländer, wenn sie fern der Heimat leben, gerne in Grüppchen zusammen.
Das sieht man in Deutschland und ebenso machen es die Deutschen auch im Ausland. Nur ich, komischer Vogel, falle aus dem Rahmen und bin wohl irgendwie seltsam.
Ursprünglich war das anders: Als ich das erste Mal in Beijing gelebt habe, habe ich mich natürlich auch mit vermeintlich Gleichgesinnten zusammengetan und natürlich auch von deren Wissen profitiert, wenn sie schon länger hier waren.
Das hat sich aber ziemlich schnell als kontraproduktiv herausgestellt.
Schliesslich hatte ich viel Zeit und Geld investiert um nach China zu kommen und Chinesisch zu lernen.
Ein Freundeskreis mit dem man ständig Englisch, oder noch schlimmer Deutsch spricht ist eher hinderlich und bringt einen nicht weiter.
Somit habe ich damals kurzerhand alle Kontakte zu anderen Ausländern auslaufen lassen und mich nur noch auf chinesische Freunde eingelassen.
Das ist erst einmal ein ziemlich einsames Leben, da es unheimlich schwer ist in einen chinesischen Freundeskreis einzutauchen.
Die meisten Menschen würden alleine aus diesem Grund diesen Weg nicht wählen, aber mir hat es tatsächlich geholfen.
Zum einen hatte ich keine Ablenkung mehr was andere Sprachen angeht und konnte mich voll und ganz auf das Lernen konzentrieren, zum anderen hatte ich jetzt auch die nötige Zeit dafür.
Da ich jetzt in China für ein deutsches Unternehmen arbeite, habe ich natürlich auch oft mit allen möglichen Leuten unterschiedlichster Nationalitäten zu tun. Das ist im Berufsleben auch gar nicht schlimm, sondern eher erfrischend.
Ich vermeide es trotzdem weitestgehend mit anderen Ausländern auszugehen, da ich es als sehr anstrengend empfinde.
Es gibt selbstverständlich ein paar wenige Ausnahmen: Kollegen die dann und wann mal Freunde zum Osterbrunch in ihren 胡同 hú tòng (Wohnung in einem der alten Stadtviertel) einladen und unvergessliche Feste feiern.
Aber in der Regel sieht so ein Abend unter Ausländern anders aus:
Selbst wenn man mit netten Leuten weggeht, man landet immer in irgendwelchen angeblich schicken Touristenbars.
Ich versuche immer dagegen zu steuern, aber in der Regel werde ich überstimmt. Dann landet man wieder in einem Laden mit viel zu lauter Musik und gepanschtem Alkohol, wo sich junge Frauen auf den Emporen an metallenen Stangen reiben.
Ich denke dann: „noch klischeehafter geht es gar nicht mehr.“
Aber selbst wenn man nicht in diesen Läden landet, so trifft man sich doch immer in irgendwelchen Läden, in denen sich Ausländer und Expats in der Regel so treffen: Also Der Irish pub, das Paulaner Brauhaus oder diverse andere Kneipen, die man aus der Heimat kennt.
Das ist ja nicht grundsätzlich schlecht, aber definitiv einfallslos. In einer Stadt wie Beijing gibt es unüberschaubar viele interessante Orte, die wesentlich besser geeignet wären und oft muss man hier nicht einmal auf deutsches Bier verzichten.
Aber wie gesagt: Diese Orte sind ja nicht grundsätzlich verkehrt. Das Problem sind die Leute, oder sagen wir besser: Es ist immer dieser eine dabei, der den ganzen Abend zu Nichte macht.
Genau das ist das Problem. Es tummeln sich einige Ausländer in China, die hier versuchen ihren Traum zu leben. In der Regel versuchen sie hier ein Geschäft aufzubauen und sind auch immer im festen Glauben, dass China eben genau auf sie gewartet hat.
Was sie dann auch stets mit Inbrunst ungefragt jedem bis ins kleinste Detail erzählen müssen.
In den Augen vieler Ausländer ist China ein Land, das von jungen, dynamischen Geschäftsleuten erobert werden will, dabei vergessen sie, dass selbst Grossbetriebe sich hier bereits die Zähne ausgebissen haben, einfach nur aus dem Grund, dass sie ihre bisherige Firmenpolitik hier einfach nicht so leben können.
In China funktioniert alles anders und man sollte erst einmal viel Zeit investieren um überhaupt einen groben Überblick zu bekommen.
Ich lasse mich hin und wieder entgegen meinen Vorsätzen platt schlagen und gehe dann doch mit Leuten in diese Kneipen und jedes mal passiert es.
Dieses Mal war es ein junger Mann aus Österreich, der dummerweise irgendwie in unsere Gesprächsrunde gefunden und sich dann auch wie ein Geschwür dort festgesetzt hatte bis zum Ende des Abends.
Erst hielt er eine flammende Rede über die kulturellen Unterschiede zwischen Österreich und Deutschland, um dann mit grossen Worten sein Geschäftsmodell vorzustellen, das in China garantiert der Renner wird, da im Grunde ja jedes Business weltweit gleich funktioniert.
Ich musste mich wirklich zurückhalten, um nicht lachend vom Stuhl zu fallen.
Kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich sind selbst aus europäischer Sicht kaum der Rede wert und aus chinesischer dementsprechend gar nicht mehr existent.
Dagegen sind die kulturellen Unterschiede zwischen China und Europa extrem, weshalb sich fast keines der Geschäftsmodelle, das ein junger Naseweis hierher bringt in China verwirklichen lässt.
Selbst grosse deutsche Automobilhersteller mussten Joint-Venture Verträge mit grossen chinesischen Firmen eingehen um auf dem chinesischen Markt Fuss zu fassen.
China lässt sich nicht so einfach über den Tisch ziehen. Weiss Gott nicht.
In der Regel kann man als Ausländer in China nur Geschäfte machen, wenn ein Grossteil der Einkünfte im Land bleibt.
Und das halte ich für ein sehr gut durchdachtes Konzept (aus chinesischer Sicht).
Als mir dieser selfmade Geschäftsmann dann noch sagte, dass er bereits seit vier Monaten in China sei war ich dann tatsächlich baff. So viel Naivität gebündelt hatte ich bis dato auch noch nicht erlebt.
Touristen, die sich als Chinaexperten ausgeben gibt es leider häufiger als man denkt.
Und jetzt stellen Sie sich vor, dass es jedes mal mindestens einen dieser Geschäftsleute mit einem bombensicheren Plan gibt, wenn man in China unter Ausländern unterwegs ist, dann können Sie sicher verstehen, warum ich es in der Regel vermeide.
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Der macht was mit Computern

Kennen Sie das ? Sie arbeiten in der IT, sind mehr oder weniger spezialisiert, in jedem Fall aber gut ausgebildet, aber Ihr Freundeskreis, die Verwandten und ihre Eltern haben keine Ahnung, was sie eigentlich machen.
„Der macht was mit Computern“ heisst es dann immer auf den Familienfeiern.
Interessanterweise ist das auch das Bild, das die meisten Computerbenutzer in einem Unternehmen von den Kollegen aus der IT haben.
Keiner hat wirklich eine Ahnung, was man den ganzen Tag so tut. Das ist allerdings gar nicht mal so verkehrt.
Denn wenn keiner so genau weiss, was man denn so tut, ist das ein Indiz dafür, dass alle Systeme einwandfrei laufen, man seinen Job also gut gemacht hat. Es gibt also offensichtlich keine Probleme mit den Computern, dem Netzwerk oder den Programmen und Applikationen.
Wenn die IT ihren Job gut macht, wird sie von niemandem richtig wahrgenommen und man kann ihre Existenz schon mal vergessen. Einzig, wenn etwas nicht so funktioniert wie es sollte, erinnern sich die Kollegen an die Leute aus der IT.
Zumindest in Deutschland. Viele Benutzer sind es gewöhnt, dass die Dinge irgendwie funktionieren und sind oft der Ansicht, wenn es mal nicht so reibungslos läuft, könnte man es mit genügend Beschwerden beim Chef der IT schnell wieder in Gang bringen.
Das ist in erstaunlich vielen Firmen der Fall. Glücklicherweise habe ich in meiner derzeitigen Firma dieses Problem nicht so sehr, aber es ist mir in deutschen Unternehmen doch schon oft aufgefallen.
Überhaupt ist der Job als Mitarbeiter der IT, sei es als Supporter, der in direktem Kontakt mit den Benutzern steht, oder auch in anderen Positionen, wie Softwareentwickler oder jemand der die Infrastruktur des Unternehmens plant, von den wenigsten Leuten gut angesehen.
Das liegt ganz einfach daran, dass niemand eine Vorstellung hat, was sich hinter dem Begriff IT eigentlich alles verbirgt.
In diesem Punkt gibt es in Deutschland tatsächlich Nachholbedarf. Obwohl man Deutschland gemeinhin als hoch technisiertes Land ansieht, ist die IT jahrelang nicht ernst genommen worden, was sich ja dann im IT Fachkräftemangel um 2000 ziemlich deutlich widergespiegelt hat.
Sie erinnern sich vielleicht noch daran, dass IT Spezialisten unter anderem aus Indien angeworben werden sollten, was dann bei den Gegnern dieser Idee, vor der Landtagswahl, den umstrittenen, aber berühmten Satz „Kinder statt Inder“ hat entstehen lassen.
Bis heute ist leider kaum jemand, der nicht selber dort arbeitet, wirklich im Bilde, was alles zu den Aufgaben einer IT Abteilung gehört.
Aus meinem Familienumfeld habe ich schon Aussagen gehört wie: „Eine Umschulung zum Fachinformatiker dauert zwei Jahre ? So viel gibt es da doch gar nicht zu lernen.“
Doch. Gibt es. Man kann auch 10 Jahre lang unentwegt lernen und wird gerade einmal an der Oberfläche kratzen. So, wie in jedem anderen Beruf auch.
Aber das sehen die wenigsten Menschen in Deutschland.
Ganz anders dagegen in China. Hier wird man als IT Spezialist tatsächlich gut angesehen.
Ein Beruf in der IT impliziert neben einem guten Einkommen auch Dinge wie praktische Intelligenz, da man Fehler analysieren und sich Lösungen erarbeiten muss.
Oder auch Disziplin, Ausdauer und Durchhaltevermögen, da man sich ständig weiterbilden muss um den ganzen Neuerungen in diesem Sektor folgen zu können.
China war lange Zeit vom Rest der Welt abgeschirmt und jetzt, wo es sich dem Westen hin geöffnet hat ist der Wissensdurst seiner Bevölkerung enorm.
Der durchschnittliche Computer Benutzer in China hat ein technisches Grundverständnis über seinen Rechner, das weit über dem eines deutschen Anwenders liegt.
Ausnahmen bestätigen natürlich, wie immer, die Regel.
Denn es gibt wieder ein paar Dinge zu beachten:
Wer seinen Rechner zum Beispiel nur als kreatives Mittel gebraucht ist nicht automatisch technisch versiert, aber das gilt so wohl in Deutschland, als auch in China.
Aber es gibt in China auch sehr viele Menschen, die überhaupt keinen Zugang zu Computern haben oder sie einfach nicht nutzen.
Sei es, weil sie auf dem Land leben, zu arm sind oder auch in einer Zeit gross geworden sind in der China sich noch nicht dem Westen geöffnet hatte und sie jetzt einfach zu alt sind.
Dementsprechend ist der Prozentsatz besagter Leute eines sich entwickelnden Landes wie China, gegenüber einem entwickelten Land wie Deutschland natürlich wesentlich geringer.
Aber wenn man nur den Teil sieht, der tatsächlich einen Rechner benutzt, sieht es schon ganz anders aus.
Das liegt eben auch daran, dass ein Land wie Deutschland schon entwickelt ist.
Man will keine Zeit investieren um Dinge zu hinterfragen, man erwartet, dass es einfach läuft.
Man verlässt sich auf Systeme, die eine angenehme Bedienung und wenig Stress versprechen.
In China ist man noch etwas experimentierfreudiger und so kann man nicht selten unter den Privatgeräten der Benutzer Rechner von namhaften Herstellern finden, auf denen das Betriebssystem ausgetauscht wurde gegen das des Konkurrenzunternehmens.
Meiner bescheidenen Meinung nach sollte man eh nicht Äpfel mit Fenstern vergleichen, denn was für die gemeinen Anwender zu einen Glaubenskrieg führen kann, ist, wenn man unter die Haube besagter Betriebssysteme geschaut hat, eigentlich das gleiche in grün.
Einzig in einigen wenigen Punkten unterscheiden sich die Hersteller noch voneinander.
Auch das haben die chinesischen Anwender direkt verstanden und so nutzen sie die schicke Hardware des einen und die Software, die weniger Einschränkungen verspricht, des anderen Herstellers. Konsequent, wie ich finde.
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Kuscheln oder essen ?

Es macht zur Zeit eine Meldung die Runde, die in allen sozialen Medien immer wieder gepopstet und repostet wird.
Ein wohl deutsches Unternehmen, das T-Shirts bedruckt, macht unter anderem Werbung mit einem Aufdruck, der weltweit immer mehr Anfeindungen heraufbeschwört.
So prangt auf einem T-Shirt die Aufschrift „Save a dog, eat a Chinese". Übersetzt: „Rette einen Hund, iss einen Chinesen“.
Ein Spruch, der offensichtlich nicht überall so witzig ankommt, wie geplant und der ein oder andere wundert sich, wie solch ein Spruch derartig heftige Reaktionen auslösen kann.
Hintergrund dieses Spruches ist das allgemein vorherrschende Vorurteil, dass der Grossteil der Chinesen angeblich Hunde isst.
Das mag als ein Witz durchgehen, wenn auch als ziemlich flacher, den man sich unter Freunden in Deutschland erzählt, es wird aber schon schwieriger, wenn er in einem internationalen Umfeld auftaucht. Und im chinesischen Kulturkreis ist es kein Witz mehr, sondern nur noch eine rassistische Unverschämtheit.
Dass die Betroffenen hier mit Unverständnis und Wut reagieren ist in Deutschland oft nicht nachzuvollziehen, dabei sollte es eigentlich auf der Hand liegen.
Also schauen wir uns das ganze einmal Punkt für Punkt an:
Dabei gibt es einige wichtige Dinge zu beachten:
Der Umstand, dass in Europa Schweine, Kühe und Hühner nicht als vollwertige Lebewesen angesehen werden, im Gegensatz zu Hunden zum Beispiel, und diese darum unter oft katastrophalen Lebensbedingungen vegetieren müssen, bis sie dann maschinell getötet und verarbeitet werden, sollte man nicht stolz als Grund dafür benutzen anderen Kulturen barbarisches Verhalten vorzuwerfen, nur weil diese Hunde auf eine Stufe mit anderen Tieren stellen.
Es geht nämlich nicht darum, Hunde anständig zu behandeln, sondern eben alle Tiere (Egal ob Nutz- oder Haustiere).
Und dann im gleichen Atemzug die Chinesen auf eine Stufe zu stellen, die unter der des Hundes ist, indem man vorschlägt einen von ihnen zu essen ist der eigentliche Auslöser des Unmutes und jeder halbwegs gescheite Mensch sollte nachvollziehen können, dass man sich damit keine Freunde macht.
Abgesehen davon, dass es ein herabwürdigender Spruch ist, ist auch die Annahme, der Grossteil der Chinesen würde Hunde essen einfach falsch. Nur eine Minderheit der Chinesen isst tatsächlich Hundefleisch.
Chinesen lieben Hunde mindestens genau so sehr wie die Deutschen. In vielen Familien sind Hunde auf Grund der Ein-Kind Politik zu Familienmitgliedern geworden und werden nicht selten als Sohn oder Tochter bezeichnet.
Für die meisten Chinesen ist es ebenso seltsam Hundefleisch zu essen, wie es für einen Deutschen ist.
Es gibt Vorurteile, die nahe an der Wahrheit sind und welche, die es nicht sind.
Nehmen wir zum Beispiel ein nette Geschichte, die kürzlich passiert ist:
Ein Politikwissenschaftler, der als Südkorea-Experte in einem Live Interview der BBC zugeschaltet war, bekommt unerwartet Besuch seiner Kinder, die unvermittelt ins Bild laufen.
Seine Frau (eine Koreanerin) sprintet hinterher und holt die beiden Störenfriede wieder zurück ins Nebenzimmer.
Und so kommt eine witzige und schöne kleine Videosequenz, die auf allen Videokanälen im Netz zu finden ist, zum leben.
Nun macht sich das ganze Netz Gedanken, wer die Frau gewesen sein könnte, denn zu diesem Zeitpunkt weiss noch niemand, dass es sich hier um die Ehefrau handelt.
Es wird also gemutmasst und man ist sich einig: „Das war das Kindermädchen".
Nachdem die Situation aufgeklärt wurde, wird vielerorts die Frage gestellt: „Warum assoziieren wir automatisch eine asiatische Frau, die sich um die Kinder eines Europäers oder Amerikaners kümmert, mit einem Kindermädchen ?"
Und es wird die Frage gestellt, ob das nicht bereits rassistisch wäre.
Nun, dazu habe ich eine ganz klare, einfache Meinung: Wir assoziieren die Frau mit einem Kindermädchen, da es sehr wahrscheinlich ist.
Zum ersten: In Asien sind Kindermädchen in gewissen gesellschaftlichen Schichten wesentlich verbreiteter als es bei uns der Fall ist.
Zweitens ist ein Ausländer, der in Asien arbeitet, eben genau jene Gruppe Menschen, die nun einmal Kindermädchen haben.
Ich bin auch ein Ausländer, der in Asien arbeitet und ich kenne auch einige andere Ausländer hier, die Kinder haben.
Raten Sie mal: Bis auf eine einzige Ausnahme haben sie alle Kindermädchen.
In diesem Fall ist das Vorurteil schlicht und einfach sehr nah an der Realität. Das ist bei unserem Spruch mit den Chinesen und den Hunden aber nicht der Fall.
Hinzu kommt eine ziemlich selbstgerechte Sichtweise. Warum sollten es ausgerechnet die westlichen Moralvorstellungen sein, die richtig sind ?
Es gibt, wenn man es nüchtern betrachtet, eigentlich gar nicht so viele Gründe, warum der Hund kein Fleischlieferant sein sollte.
Einer der Hauptgründe ist, dass man ihn in früheren Zeiten für andere Dinge besser gebrauchen konnte. Als Wachhund oder für die Jagd eben.
Deshalb werden Hunde nur in seltenen Fällen, in einigen, wenigen asiatischen Staaten (eben nicht nur in China) und hier auch nur in einigen wenigen Provinzen auch als Nutztiere zum Essen gehalten.
Wenn jemand ein Problem damit hat, dass diese Hunde gehalten und geschlachtet werden wie Schafe oder Rinder, dann sollte man doch erwarten, dass dieser jemand auch aufschreit, wenn andere Tiere in der Lebensmittelindustrie landen.
Das ist aber nicht der Fall. Und das ist genau der Vorwurf, den uns die Asiaten machen: Messen mit zweierlei Mass.
Eine Gans, die eine natürliche Lebenserwartung von 35-40 Jahren hätte innerhalb kürzester Zeit fast zu Tode zu füttern und nach nur einigen Monaten Lebenszeit zu schlachten ist in Ordnung, aber einen Hund zu töten um ihn zu essen eben nicht. Das ist scheinheilig und dient nur dazu andere Menschen und Kulturen herabzusetzen.
Es handelt sich hier also um eine ziemlich schräge Sichtweise, welche Tiere man kuscheln und welche man essen darf.
Und natürlich auch um ein sehr weit verbreitetes Vorurteil.
Des öfteren höre ich auch, dass die Hunde angeblich erst geschlagen und gequält werden, bevor man sie tötet, damit das Fleisch zart wird.
Auch das kann ich nicht bestätigen. Etwas derartiges habe ich noch nicht in China mitbekommen und auch keiner meiner chinesischen Kontakte hat je so etwas gehört oder erlebt.
Man bewertet erst einmal eine Sache anhand eines selbstgerechten Wertesystems als böse und behauptet dann, dass der Grossteil einer Gruppe diese tun würde.
Und das macht es zu einem Problem. Es gibt gewisse Dinge, die man nicht hören möchte. Schon gar nicht, wenn sie nicht der Wahrheit entsprechen.
„Chinesen essen Hunde“ hört sich vielleicht aus deutscher Sicht erst mal nicht schlimm an, kann man, aus einem anderen Kulturpreis betrachtet, aber in eine Reihe stellen mit „Juden sind Wucherer“ oder „Türken riechen nach Knoblauch“.
Das ist definitiv auch nicht witzig und für solche Äußerungen erntet man zu Recht auch Unverständnis oder Anfeindungen.
Wie gesagt: Den meisten Deutschen fällt es gar nicht auf, dass solch ein Spruch ein wirkliches Problem darstellt.
Auch hier habe ich von Asiaten immer wieder schon gehört, dass genau dies die Eigenschaft ist, die Chinesen, Koreaner, Japaner und andere Kulturen an Europäern oder Amerikanern am meisten verachten. Ungerechtfertigte Selbstverherrlichung.
Die eigenen sozialen Sichtweisen sind eben nicht objektiv richtig, sondern bloss anerzogen. Und es kann immer wieder vorkommen, dass man gewisse Dinge woanders nicht so betrachtet, wie man es gewohnt ist.
Normal vernunftbegabten Menschen ist so etwas natürlich klar. Völlig unabhängig davon, wo man herkommt.
Leider gibt es einen Trend, der sich im Moment genau in die Gegenrichtung bewegt. Aber auch das ist wieder ein anderes Thema und soll an anderer Stelle thematisiert werden.
Ich würde mir nur einfach wünschen, dass vermeintlich lustige Sprüche nicht einfach gedankenlos weiter verbreitet werden, sondern erst einmal hinterfragt werden, ob sie nicht vielleicht doch problematisch sein könnten, so wie dieser.
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Drei Chinesen mit dem Kontrabass

Es ist so weit: Endlich Urlaub. Ich bin zur Zeit unterwegs in Europa mit der Familie, das heisst drei Chinesen und ich.
Als erstes waren wir in Deutschland und haben den anderen Teil der Familie, also meine Verwandten besucht.
Es gab viel Sightseeing und Herumführen. Und ich habe den anderen bei dieser Gelegenheit direkt einmal mein Lager in Deutschland, wo ich meine Sachen eingelagert habe, zeigen können. Die Geräte und Musikinstrumente die noch dort stehen und den Kontrabass.
Vielleicht erinnern Sie sich: Ursprünglich war es geplant, mein Tonstudio mit nach China zu nehmen. Eventuell hätte ich es verkauft, wenn ich genug Zeit gehabt hätte, aber es war ja firmenseitig gewünscht mich so schnell wie möglich nach China zu schicken.
Nach vielem Hin- und Her und der Gewissheit, dass so ein Unterfangen neben den Umzugskosten auch etliches an Steuern kosten würde (ich habe aufgehört nachzurechnen, als der Betrag bereits 10.000 EUR überstiegen hatte) und der Gewissheit dass meine Firma dies nicht bezahlen würde, habe ich entschieden die Sachen weiterhin in Deutschland eingelagert zulassen.
Das ist erst einmal ein ständiger Kostenfaktor. Wir reden hier von monatlich zwischen 400 und 500 EUR.
Zum anderen ist es ein Anker, der mich weiterhin in Deutschland festhält. Es ist mir sehr schwer gefallen, aber der ursprüngliche Plan, mein Leben komplett nach China zu verlegen ist jetzt bereits nicht mehr aktuell und es ist abzusehen, dass ich eines Tages nach Deutschland zurückkehren werde.
Dazu kommt natürlich auch die Überlegung, dass meine Frau und ich Kinder haben wollen und die Kleinen nicht in der giftigen Luft Beijings gross werden sollen.
Ausserdem ist es für ausländische Kinder gar nicht so einfach eine gute Ausbildung zu bekommen. Internationale Schulen sind für uns unerschwinglich.
Dagegen ist eine gute Ausbildung in Deutschland kostenlos.
Wenn sie also nach China auswandern sollten, gebe ich Ihnen folgende Tipps zum aushandeln eines Vertrages mit Ihrer Firma:
- Die Schulkosten der Kinder sollten komplett übernommen werden (grosse deutsche Unternehmen tun so etwas)
- Umzugskosten sollten nicht auf einen gewissen Betrag begrenzt sein, sondern Ihren gesamten Hausrat umfassen
- Die Krankenversicherung sollte die gesamte Familie absichern
- Die Heimflüge, die sie von der Firma als Bonus erhalten sollten auch die Familie einbeziehen.
- Und als wichtigster Punkt: Egal ob sie freiwillig nach China gehen oder nicht: Das Gehalt sollte entsprechend nach oben angepasst werden als Aufwandsentschädigung. Denn Sie werden mehr Zeit als in Deutschland arbeiten, da Sie sich mit völlig neuen Problemen konfrontiert sehen werden. Das gilt auch für das Privatleben.
Alles Dinge, die ich dummerweise in meinen Vertragsverhandlungen nicht berücksichtigt habe.
Aber ich schweife wieder ab.
Mit Chinesen in Europa muss man auch wieder einige Dinge beachten:
Natürlich erst einmal das Essen. Gehen Sie nicht davon aus, dass Chinesen europäisches Essen schmeckt.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie und Ihre chinesischen Freunde immer wieder in einem chinesischen Restaurant landen ist sehr hoch.
Ich habe an dieser Stelle Glück und es wird nicht grundsätzlich jedes Essen abgelehnt, aber man merkt schon, dass viele Dinge dem chinesischen Gaumen nicht zusagen.
Als aller erstes sind das Sahnesossen und Käse. Gerade bei älteren Generationen sind diese beiden Dinge nicht sehr beliebt.
Wenn man nun noch jemanden dabei hat, der sich vegetarisch ernährt, wird es schon etwas knifflig.
In Deutschland und vor allen Dingen Frankreich sind vegetarische Gerichte in der Regel mit Käse zubereitet. Das ist schon einmal nicht so einfach.
Aber auch für den fleischessenden Chinesen gibt es immer wieder Dinge, die ihm gar nicht zusagen.
Zum Beispiel blutig, oder medium gebratenes Rindfleisch.
Das, was für mich eine absolute Delikatesse darstellt, ist für meine Begleitung ungeniessbar und muss tatsächlich noch einmal nachträglich vom Koch in der Pfanne „totgebraten“ werden.
Tee ist auch so eine Sache: Obwohl unser Hotel eine riesige Auswahl an Tees bereitgestellt hatte, war keiner dabei, der wirklich gut genug war.
Das kann ich nachvollziehen, da man in China sehr viel Wert auf guten Tee legt und die Geschmäcker international hier etwas auseinander gehen.
Gerade der schwarze Tee war ein grosses Problem. Der englische ging überhaupt nicht, da er extrem aromatisiert ist, aber auch der indische war vom Geschmack her nicht zu vermitteln.
Einzig der grüne Tee wurde, zwar nicht unter Begeisterungsstürmen aber immerhin angenommen.
Das gleiche gilt für den Reis: So etwas wie chinesischen Reis bekommt man eben in Europa nur im asiatischen Supermarkt.
Aber auch hier haben sich meine Reisebegleiter tapfer durchgebissen.
Zum Abendbrot gab es dann auch immer wieder Nudelsuppe aus dem chinesischen Supermarkt und es wurde immer wieder aus China importierter Tee aufgebrüht.
Aber auch hier gibt es wieder ein Hindernis: Nicht jedes europäische Hotel hat auch einen Wasserkocher.
Kleine, alte Hotels in Paris zum Beispiel sind, was die Atmosphäre angeht, ungeschlagen im Vergleich zu anderen Bettenburgen, bieten allerdings nicht alle Utensilien, die ein Chinese dringend benötigt und in der Innenstadt lässt sich solche Gerätschaft schwerlich besorgen.
Als kleiner Tipp: Sollten Sie einmal mit Chinesen in die Stadt an der Seine reisen, nehmen Sie einen Wasserkocher mit.
Sollten Sie einen kaufen wollen, müssen Sie etwas aus dem Stadtzentrum herausfahren, denn im innerstädtischen Bereich sind die Supermärkte zu klein um eine Elektroabteilung zu beherbergen.
Einzig bei BHV/Marais kann man noch so etwas bekommen.
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道篇 道德经 第一章 道可道,非常道。名可名,非常名。 无名天地之始;有名万物之母。 故常无欲以观其妙;常有欲以观其徼。 此两者同出而异名,同谓之玄,玄之又玄,众妙之门。 第二章 天下皆知美之为美,斯恶已;皆知善之为善,斯不善已。 故有无相生,难易相成,长短相形,高下相倾,音声相和,前后相随。 是以圣人处无为之事,行不言之教。 万物作焉而不辞,生而不有,为而不恃,功成而弗居。夫唯弗居,是以不去。 第三章 不尚贤,使民不争。 不贵难得之货,使民不为盗。 不见可欲,使民心不乱。 是以圣人之治, 虚其心,实其腹;弱其志,强其骨。 常使民无知无欲,使夫知者不敢为也。 为无为,则无不治。 第四章 道冲而用之,或不盈。 渊兮似万物之宗。 挫其锐,解其纷,和其光,同其尘。 湛兮似或存。 吾不知谁之子,象帝之先。 第五章 天地不仁,以万物为刍狗。 圣人不仁,以百姓为刍狗。 天地之间,其犹橐龠乎? 虚而不屈,动而愈出。 多言数穷,不如守中。 第六章 谷神不死,是谓玄牝。 玄牝之门,是谓天地根。 绵绵若存,用之不勤。 第七章 天长地久。 天地所以能长且久者,以其不自生,故能长生。 是以圣人后其身而身先,外其身而身存。 非以其无私邪故能成其私。 第八章 上善若水。 水善利万物而不争,处众人之所恶,故几于道。 居善地,心善渊,与善仁,言善信,政善治,事善能,动善时。 夫唯不争,故无尤。 第九章 持而盈之,不如其已;揣而锐之,不可长保。 金玉满堂,莫之能守;富贵而骄,自遗其咎。 功成名遂身退,天之道。 第十章 载营魄抱一,能无离乎? 专气致柔,能婴儿乎? 涤除玄览,能无疵乎? 爱民治国,能无为乎? 天门开阖,能为雌乎? 明白四达,能无知乎? 生之,畜之,生而不有,为而不恃,长而不宰,是谓玄德。 第十一章 三十辐共一毂,当其无,有车之用。 埏埴以为器,当其无,有器之用。 凿户牖以为室,当其无,有室之用。 故有之以为利,无之以为用。 第十二章 五色令人目盲;五音令人耳聋;五味令人口爽;驰骋畋猎,令人心发狂;难得之货,令人行妨。 是以圣人为腹不为目,故去彼取此。 第十三章 宠辱若惊,贵大患若身。 何谓宠辱若惊?宠为下,得之若惊,失之若惊,是谓宠辱若惊。 何谓贵大患若身?吾所以有大患者,为吾有身,及吾无身,吾有何患? 故贵以身为天下,若可寄天下。 爱以身为天下,若可托天下。 第十四章 视之不见,名曰夷;听之不闻,名曰希;搏之不得,名曰微。 此三者,不可致诘,故混而为一。 其上不皦,其下不昧。 绳绳不可名,复归于无物。 是谓无状之状,无物之象,是谓惚恍。 迎之不见其首,随之不见其后。 执古之道,以御今之有。 能知古始,是谓道纪。 第十五章 古之善为士者,微妙玄通,深不可识。 夫唯不可识,故强为之容: 豫兮若冬涉川;犹兮若畏四邻;俨兮其若客;涣兮若冰之将释;敦兮其若朴;旷兮其若谷;浑兮其若浊。 孰能浊以静之徐清?孰能安以久动之徐生? 保此道者不欲盈。 夫唯不盈,故能蔽不新成。 第十六章 致虚极,守静笃。 万物并作,吾以观其复。 夫物芸芸,各复归其根。 归根曰静,静曰复命。 复命曰常,知常曰明。 不知常,妄作凶。 知常容,容乃公,公乃王,王乃天,天乃道,道乃久,殁身不殆。 第十七章 太上,下知有之;其次,亲之誉之;其次,畏之;其次,侮之。 信不足焉,有不信焉。 犹兮其贵言。 功成事遂,百姓皆谓:我自然。 第十八章 大道废,有仁义; 智慧出,有大伪; 六亲不和,有孝慈; 国家昏乱,有忠臣。 第十九章 绝圣弃智,民利百倍; 绝仁弃义,民复孝慈; 绝巧弃利,盗贼无有。 此三者以为文不足。 故令有所属:见素抱朴,少私寡欲,绝学无忧。 第二十章 唯之与阿,相去几何? 善之与恶 ,相去若何? 人之所畏,不可不畏。 荒兮,其未央哉! 众人熙熙,如享太牢,如春登台。 我独泊兮,其未兆,如婴儿之未孩。 乘乘兮,若无所归。 众人皆有余,而我独若遗。 我愚人之心也哉,沌沌兮! 俗人昭昭,我独昏昏;俗人察察,我独闷闷。 澹兮其若海,飂兮若无止。 众人皆有以,而我独顽似鄙。 我独异于人,而贵求食于母。 第二十一章 孔德之容,惟道是从。道之为物,惟恍惟惚。 惚兮恍兮,其中有象;恍兮惚兮,其中有物;窈兮冥兮,其中有精。 其精甚真,其中有信。 自古及今,其名不去,以阅众甫。 吾何以知众甫之状哉?以此。 第二十二章 曲则全,枉则直,洼则盈,敝则新,少则得,多则惑。 是以圣人抱一为天下式。 不自见,故明;不自是,故彰;不自伐,故有功;不自矜,故长。 夫唯不争,故天下莫能与之争。 古之所谓曲则全者,岂虚言哉?诚全而归之。 第二十三章 希言自然。 故飘风不终朝,骤雨不终日。 孰为此者?天地。 天地尚不能久,而况于人乎? 故从事于道者,道者同于道;德者,同于德;失者,同于失。 同于道者,道亦乐得之;同于德者,德亦乐得之;同于失者,失亦乐得之; 信不足焉,有不信焉。 第二十四章 跂者不立,跨者不行。 自见者不明;自是者不彰;自伐者无功;自矜者不长。 其在道也,曰余食赘形。 物或恶之,故有道者不处。 第二十五章 有物混成,先天地生。 寂兮寥兮,独立而不改,周行而不殆,可以为天下母。 吾不知其名,字之曰道,强为之名曰大。 大曰逝,逝曰远,远曰反。 故道大,天大,地大,王亦大。 域中有四大,而王居其一焉。 人法地,地法天,天法道,道法自然。 第二十六章 重为轻根,静为躁君。 是以圣人终日行不离辎重,虽有荣观,燕处超然。 奈何万乘之主,而以身轻天下? 轻则失根,躁则失君。 第二十七章 善行无辙迹; 善言无瑕谪; 善数不用筹策; 善闭无关楗而不可开; 善结无绳约而不可解。 是以圣人常善救人,故无弃人;常善救物,故无弃物。 是谓袭明。 故善人者,不善人之师;不善人者,善人之资。 不贵其师,不爱其资,虽智大迷,是谓要妙。 第二十八章 知其雄,守其雌,为天下谿。 为天下谿,常德不离,复归于婴儿。 知其白,守其黑,为天下式。 为天下式,常德不忒,复归於无极。 知其荣,守其辱,为天下谷。 为天下谷,常德乃足,复归于朴。 朴散则为器,圣人用之,则为官长。 故大制不割。 第二十九章 将欲取天下而为之,吾见其不得已。 天下神器,不可为也。 为者败之,执者失之。 故物或行或随;或嘘或吹;或强或羸;或载或隳。 是以圣人去甚,去奢,去泰。 第三十章 以道佐人主者,不以兵强天下,其事好还。 师之所处,荆棘生焉。 大军之后,必有凶年。 故善者果而已,不敢以取强。 果而勿矜,果而勿伐,果而勿骄,果而不得已,果而勿强。 物壮则老,是谓不道,不道早已。 第三十一章 夫兵者,不祥之器,物或恶之,故有道者不处。 君子居则贵左,用兵则贵右。 兵者,不祥之器,非君子之器,不得已而用之,恬淡为上。 胜而不美,而美之者,是乐杀人。 夫乐杀人者,不可得志于天下矣。 吉事尚左,凶事尚右。 偏将军居左,上将军居右。 言居上势则以丧礼处之。 杀人众多,以悲哀泣之。 战胜,以丧礼处之。 第三十二章 道常无名,朴虽小,天下不敢臣。 侯王若能守,万物将自宾。 天地相合,以降甘露,人莫之令而自均。 始制有名,名亦既有,夫亦将知止,知止可以不殆。 譬道之在天下,犹川谷之于江海。 第三十三章 知人者智,自知者明。 胜人者有力,自胜者强。 知足者富,强行者有志, 不失其所者久,死而不亡者寿。 第三十四章 大道泛兮,其可左右。 万物恃之以生而不辞,功成不名有。 衣养万物而不为主,常无欲,可名于小; 万物归焉而不为主,可名为大。 是以圣人终不自为大,故能成其大。 第三十五章 执大象,天下往。往而不害,安平泰。 乐与饵,过客止。 道之出口,淡乎其无味,视之不足见,听之不足闻,用之不可既。 第三十六章 将欲歙之,必固张之;将欲弱之,必固强之;将欲废之,必固兴之;将欲夺之,必固与之。 是谓微明。 柔弱胜刚强。 鱼不可脱于渊,国之利器不可以示人。 第三十七章 道常无为而无不为。 侯王若能守之,万物将自化。 化而欲作,吾将镇之以无名之朴。 无名之朴,夫亦将不欲。 不欲以静,天下将自定。 德篇 第三十八章 上德不德,是以有德;下德不失德,是以无德。 上德无为而无以为;下德为之而有以为。 上仁为之而无以为。 上义为之而有以为。 上礼为之而莫之应,则攘臂而扔之。 故失道而后德,失德而后仁,失仁而后义,失义而后礼。 夫礼者,忠信之薄,而乱之首。 前识者,道之华,而愚之始。 是以大丈夫处其厚,不居其薄;处其实,不居其华。 故去彼取此。 第三十九章 昔之得一者: 天得一以清;地得一以宁;神得一以灵;谷得一以盈;万物得一以生;侯王得一以为天下贞。 其致之一也。 天无以清将恐裂; 地无以宁将恐废; 神无以灵将恐歇; 谷无以盈将恐竭; 万物无以生将恐灭; 侯王无以贵高将恐蹶。 故贵以贱为本,高以下为基。 是以侯王自谓孤、寡、不榖。 此其以贱为本耶,非乎?故致数舆无舆。 不欲琭琭如玉,珞珞如石。 第四十章 反者道之动,弱者道之用。 天下万物生于有,有生于无。 第四十一章 上士闻道,勤而行之;中士闻道,若存若亡;下士闻道,大笑之。 不笑不足以为道。 故建言有之: 明道若昧;进道若退;夷道若纇。 上德若谷;大白若辱;广德若不足;建德若偷;质真若渝。 大方无隅;大器晚成;大音希声;大象无形;道隐无名。 夫唯道,善贷且成。 第四十二章 道生一,一生二,二生三,三生万物。 万物负阴而抱阳,冲气以为和。 人之所恶,唯孤、寡、不榖,而王公以为称。 故物或损之而益,或益之而损。 人之所教,我亦教之。 强梁者不得其死,吾将以为教父。 第四十三章 天下之至柔,驰骋天下之至坚。 无有入无间,吾是以知无为之有益。 不言之教,无为之益,天下希及之。 第四十四章 名与身孰亲? 身与货孰多? 得与亡孰病? 是故甚爱必大费;多藏必厚亡。 知足不辱,知止不殆,可以长久。 第四十五章 大成若缺,其用不弊。 大盈若冲,其用不穷。 大直若屈,大巧若拙,大辩若讷。 躁胜寒,静胜热。 清静为天下正。 第四十六章 天下有道,却走马以粪;天下无道,戎马生于郊。 罪莫大于可欲;祸莫大于不知足;咎莫大于欲得。 故知足之足,常足矣。 第四十七章 不出户,知天下;不窥牖,见天道。 其出弥远,其知弥少。 是以圣人不行而知,不见而名,不为而成。 第四十八章 为学日益,为道日损。 损之又损,以至于无为,无为而无不为。 取天下常以无事,及其有事,不足以取天下。 第四十九章 圣人无常心,以百姓心为心。 善者吾善之,不善者吾亦善之,德善。 信者吾信之,不信者吾亦信之,德信。 圣人之在天下,惵惵为天下浑其心,百姓皆注其耳目,圣人皆孩之。 第五十章 出生入死。 生之徒十有三;死之徒十有三;人之生动之死地,亦十有三。 夫何故?以其生生之厚。 盖闻善摄生者,陆行不遇兕虎,入军不被甲兵。 兕无所投其角,虎无所措其爪,兵无所容其刃。 夫何故?以其无死地。 第五十一章 道生之,德蓄(畜)之,物形之,势成之,是以万物莫不尊道而贵德。 道之尊,德之贵,夫莫之命而常自然。 故道生之,德畜之。长之育之,成之熟之,养之覆之。 生而不有,为而不恃,长而不宰,是谓玄德。 第五十二章 天下有始,以为天下母。 既得其母,以知其子;既知其子,复守其母,没身不殆。 塞其兑,闭其门,终身不勤;开其兑,济其事,终身不救。 见小曰明,守柔曰强。 用其光,复归其明,无遗身殃,是谓袭常。 第五十三章 使我介然有知,行于大道,唯施是畏。 大道甚夷,而民好径。 朝甚除,田甚芜,仓甚虚;服文彩,带利剑,厌饮食,财货有余。 是为盗夸,非道也哉﹗ 第五十四章 善建者不拔,善抱者不脱,子孙祭祀不辍。 修之于身,其德乃真; 修之于家,其德乃余; 修之于乡,其德乃长; 修之于国,其德乃丰; 修之于天下,其德乃普。 故以身观身,以家观家,以乡观乡,以国观国,以天下观天下。 吾何以知天下然哉?以此。 第五十五章 含德之厚,比于赤子。 毒虫不螫,猛兽不据,攫鸟不搏。 骨弱筋柔而握固,未知牝牡之合而朘作,精之至也。 终日号而不嗄,和之至也。 知和曰常,知常曰明。 益生曰祥,心使气曰强。 物壮则老,谓之不道,不道早已。 第五十六章 知者不言,言者不知。 塞其兑,闭其门。 挫其锐,解其纷,和其光,同其尘,是谓玄同。 故不可得而亲,不可得而疏; 不可得而利,不可得而害; 不可得而贵,不可得而贱。 故为天下贵。 第五十七章 以正治国,以奇用兵,以无事取天下。 吾何以知其然哉?以此: 天下多忌讳,而民弥贫;民多利器,国家滋昏;人多伎巧,奇物滋起;法令滋彰,盗贼多有。 故圣人云: “我无为而民自化;我好静而民自正; 我无事而民自富;我无欲而民自朴。" 第五十八章 其政闷闷,其民淳淳;其政察察,其民缺缺。 祸兮福所倚;福兮祸所伏。孰知其极? 其无正邪?正复为奇,善复为妖。 人之迷,其日固久。 是以圣人方而不割,廉而不刿,直而不肆,光而不耀。 第五十九章 治人事天莫若啬。 夫唯啬,是谓早服,早服谓之重积德。 重积德则无不克,无不克则莫知其极,莫知其极,可以有国。 有国之母,可以长久。 是谓深根固柢,长生久视之道。 第六十章 治大国若烹小鲜。 以道莅天下,其鬼不神。 非其鬼不神,其神不伤人。 非其神不伤人,圣人亦不伤人。 夫两不相伤,故德交归焉。 第六十一章 大国者下流,天下之交,天下之牝。 牝常以静胜牡,以静为下。 故大国以下小国,则取小国;小国以下大国,则取大国。 故或下以取,或下而取。 大国不过欲兼畜人,小国不过欲入事人。 夫两者各得其所欲,故大者宜为下。 第六十二章 道者,万物之奥,善人之宝,不善人之所保。 美言可以市,尊行可以加人。 人之不善,何弃之有? 故立天子,置三公,虽有拱璧以先驷马,不如坐进此道。 古之所以贵此道者何? 不曰:求以得,有罪以免邪?故为天下贵。 第六十三章 为无为,事无事,味无味。 大小多少,报怨以德。 图难于其易,为大于其细。 天下难事,必作于易;天下大事,必作于细。 是以圣人终不为大,故能成其大。 夫轻诺必寡信,多易必多难。 是以圣人犹难之,故终无难矣。 第六十四章 其安易持,其未兆易谋;其脆易破,其微易散。 为之于未有,治之于未乱。 合抱之木,生于毫末;九层之台,起于累土;千里之行,始于足下。 为者败之,执者失之。 是以圣人无为,故无败;无执,故无失。 民之从事,常于几成而败之,慎终如始,则无败事。 是以圣人欲不欲,不贵难得之货;学不学,复众人之所过。 以辅万物之自然,而不敢为。 第六十五章 古之善为道者,非以明民,将以愚之。 民之难治,以其智多。 故以智治国,国之贼;不以智治国,国之福。 知此两者亦楷式。 常知楷式,是谓玄德。 玄德深矣,远矣,与物反矣,然后乃至大顺。 第六十六章 江海所以能为百谷王者,以其善下之,故能为百谷王。 是以圣人欲上民,必以言下之;欲先民,必以身后之。 是以圣人处上而民不重,处前而民不害。 是以天下乐推而不厌。 以其不争,故天下莫能与之争。 第六十七章 天下皆谓我道大,似不肖。 夫唯大,故似不肖,若肖,久矣其细也夫。 我有三宝,持而保之。 一曰慈,二曰俭,三曰不敢为天下先。 慈故能勇;俭故能广;不敢为天下先,故能成器长。 今舍慈且勇,舍俭且广,舍后且先,死矣! 夫慈,以战则胜,以守则固。 天将救之,以慈卫之。 第六十八章 善为士者不武;善战者不怒;善胜敌者不争;善用人者为之下。 是谓不争之德,是谓用人之力。 是谓配天,古之极。 第六十九章 用兵有言﹕“吾不敢为主而为客,不敢进寸而退尺。” 是谓行无行,攘无臂,仍无敌,执无兵。 祸莫大于轻敌,轻敌几丧吾宝。 故抗兵相加,哀者胜矣。 第七十章 吾言甚易知、甚易行,天下莫能知、莫能行。 言有宗,事有君。 夫唯无知,是以不我知。 知我者希,则我者贵。 是以圣人被褐怀玉。 第七十一章 知不知,上;不知知,病。 夫唯病病,是以不病。圣人不病,以其病病,是以不病。 第七十二章 民不畏威,则大威至。 无狭其所居,无厌其所生。 夫唯不厌,是以不厌。 是以圣人自知不自见,自爱不自贵。 故去彼取此。 第七十三章 勇于敢则杀,勇于不敢则活。 此两者,或利或害。 天之所恶,孰知其故?是以圣人犹难之。 天之道,不争而善胜,不言而善应,不召而自来,繟然而善谋。 天网恢恢,疏而不失。 第七十四章 民不畏死,奈何以死惧之? 若使民常畏死而为奇者,吾得执而杀之,孰敢? 常有司杀者杀。 夫代司杀者杀,是谓代大匠斫。 夫代大匠斫者,希有不伤其手矣。 第七十五章 民之饥,以其上食税之多,是以饥。 民之难治,以其上之有为,是以难治。 民之轻死,以其求生之厚,是以轻死。 夫唯无以生为者,是贤于贵生。 第七十六章 人之生也柔弱,其死也坚强。 万物草木之生也柔脆,其死也枯槁。 故坚强者死之徒,柔弱者生之徒。 是以兵强则灭,木强则折。 强大处下,柔弱处上。 第七十七章 天之道,其犹张弓欤? 高者抑之,下者举之;有余者损之,不足者补之。 天之道,损有余而补不足;人之道则不然,损不足以奉有余。 孰能有余以奉天下?唯有道者。 是以圣人为而不恃,功成而不处,其不欲见贤。 第七十八章 天下莫柔弱于水,而攻坚强者莫之能胜,以其无以易之。 弱之胜强,柔之胜刚,天下莫不知,莫能行。 是以圣人云:“受国之垢,是谓社稷主;受国不祥,是为天下王。” 正言若反。 第七十九章 和大怨,必有余怨;报怨以德,安可以为善? 是以圣人执左契,而不责于人。 有德司契,无德司彻。 天道无亲,常与善人。 第八十章 小国寡民。 使有什伯之器而不用,使民重死而不远徙。 虽有舟舆,无所乘之;虽有甲兵,无所陈之。 使民复结绳而用之。 甘其食,美其服,安其居,乐其俗。 邻国相望,鸡犬之声相闻,民至老死不相往来。 第八十一章 信言不美,美言不信。 善者不辩,辩者不善。 知者不博,博者不知。 圣人不积,既以为人己愈有,既以与人己愈多。 天之道,利而不害。 圣人之道,为而不争。