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    <title>China Blog - Wirtschaft</title>
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    <description>Mein Leben als Expat in Beijing</description>
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<pubDate>Thu, 14 Mar 2019 02:06:29 GMT</pubDate>

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    <title>Wie im Schlaf</title>
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            <category>Aktuelles</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/nudelngraf.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/nudelngraf.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Graffiti im 798 Art District.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Graffiti im 798 Art District.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;„Wenn man unter Schlaflosigkeit leidet, ist man immer wach. Aber nie richtig“. Die Bedeutung dieses Zitates aus dem Film &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Fight_Club_%28Film%29&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Fight_Club_%28Film%29&quot;&gt;Fight Club&lt;/a&gt; versteht man erst richtig, wenn man ein kleines Kind hat.&lt;br /&gt;
Statistisch gesehen rauben Kinder in ihrem Leben den Eltern 6 Jahre an Schlafenszeit (das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen).&lt;br /&gt;
Schlaf ist inzwischen zu einer kostbaren Resource geworden (das ist allerdings nicht alleine die Schuld unseres Sohnes, sondern derzeit auch von Weiterbildungen und Umzugsvorbereitungen).&lt;br /&gt;
Man sollte also versuchen so oft und lange es geht zu entspannen, wenn dem Körper danach ist und nicht auf dumme Sprüche anderer hören, die sich eventuell persönlich angegriffen fühlen, weil man abends nicht mehr zur Kneipentour mitkommt.&lt;br /&gt;
„Du wirst die Antwort nicht in Deinen Träumen finden“ ist ein immer wieder gerne zitierter Satz, den jeder Mensch in seinem Leben schon mehr oder weniger oft hören musste, besonders in der Jugend.&lt;br /&gt;
Aus heutiger Sicht muss ich sagen: Nun, das kommt ganz auf die Frage an.&lt;br /&gt;
Sicherlich gibt es viele Dinge, für die man sich ins Zeug legen muss und man erreicht in diesen Fällen absolut nichts, wenn man nur von ihnen träumt.&lt;br /&gt;
Allerdings gibt es auch mindestens eben so viele Dinge, die sich am besten mit ein wenig Schlaf entscheiden lassen.&lt;br /&gt;
„Erst einmal drüber schlafen“ ist nicht umsonst ein bekannter Spruch. Mit ein wenig Abstand lassen sich nämlich einige Dinge sehr viel besser beurteilen.&lt;br /&gt;
Viele meiner Lebensentscheidungen, die mitunter alles auf den Kopf gestellt haben, sind nicht alleine durch angestrengtes Überlegen entstanden, sondern oft hat sich die zündende Idee erst im halb wachen Zustand gezeigt.&lt;br /&gt;
Viele Dinge, gerade solche, die wir aus Mangel an Erfahrungen noch nicht nüchtern beurteilen können, müssen erst einmal erträumt werden.&lt;br /&gt;
„Träume sind Schäume“ ? So ein Unsinn. Wer seinen Traum leben will, muss erst einmal einen Traum haben.&lt;br /&gt;
Ich denke es ist wichtig eine gute Balance zwischen Entspannen und Arbeiten aufrecht zu erhalten.&lt;br /&gt;
Obwohl ich gestehen muss, dass ich mich selber gerade auch nicht daran halte (Prüfungsstress). Aber grundsätzlich solle man es schon beachten, denn Sie wissen alle, wie das ist: Man knechtet sich bis tief in die Nacht um diese eine Aufgabe noch fertig zu machen, nur noch einen Fehler finden, während es immer später wird.&lt;br /&gt;
Wenn man dann irgendwann genervt aufgibt, passiert es nicht selten, dass man die Lösung direkt am nächsten Morgen in seinem Kopf parat hat.&lt;br /&gt;
Und wenn nicht, dann hat man zumindest wieder einen funktionierenden Denkapparat, der das letzte fehlende Puzzleteil wesentlich schneller finden kann als der gestresste Kopf die Nacht zuvor.&lt;br /&gt;
Nur übertreiben sollte man es nicht. Nur in seinen Träumen zu leben ist natürlich auch nicht gut, schliesslich gibt es da draussen ein Leben, das gelebt werden will und das überrascht einen doch immer wieder mit Begebenheiten, die man in seinen Träumen gar nicht mit eingerechnet hatte (wäre ja sonst auch langweilig auf Dauer).&lt;br /&gt;
Diese Phänomen beschränkt sich natürlich nicht alleine auf persönliche Lebenswege, sondern man kann derartige Szenarien in allen Lebensbereichen beobachten.&lt;br /&gt;
Als China sich nach 78, nach langer Abgeschlossenheit dem Westen geöffnet hat und man endlich mit &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Harland_D._Sanders&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Harland_D._Sanders&quot;&gt;Colonel Sanders&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Ronald_McDonald&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Ronald_McDonald&quot;&gt;Ronald McDonald&lt;/a&gt;, dem &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz#Entwicklung_des_Logos&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz#Entwicklung_des_Logos&quot;&gt;Mercedes-Stern&lt;/a&gt;, dem &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Apple&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Apple&quot;&gt;Apfel&lt;/a&gt; und all den anderen grossen Marken eingefallen ist, war der einhellige Konsens, dass eine Marktwirtschaft und die Konsumgüter ein Volk von ganz alleine dazu bewegen würden auch nach einer demokratischen Regierung zu verlangen.&lt;br /&gt;
Auch ein (aus westlicher Sicht) schöner Traum, der sich allerdings nicht bewahrheitet hat.&lt;br /&gt;
Das entscheidende ist, dass man solche Dinge nicht eins zu eins miteinander vergleichen kann.&lt;br /&gt;
Als durchschnittlicher Europäer tut man sich schwer chinesische Lebensumstände zu akzeptieren und anders herum ist es ebenso.&lt;br /&gt;
Obwohl ich es immer versuche zu vermeiden, bin ich des öfteren schon in politische Diskussionen hineingezogen worden, aus denen ich mich stets mit einer Aussage wie: „Alle politischen Systeme sind gut im Ansatz, aber leider müssen sie verallgemeinern, weshalb es unmöglich ist, es jedem immer Recht zu machen“ herauswinden konnte.&lt;br /&gt;
Das ist zum einen (meiner bescheidenen Meinung nach) korrekt, darüber hinaus eine sehr chinesische Aussage, die das Gleichgewicht bzw. den goldenen Weg in den Vordergrund stellt (siehe Artikel [[Einerseits, aber andererseits...]]) und auch noch höflich und trotzdem nicht nachgebend, da man beiden Seiten die gleiche Achtung zukommen lässt.&lt;br /&gt;
Das hat bis jetzt immer funktioniert, bis auf dieses eine Mal: Da war jemand ganz hartnäckig und meinte mir unbedingt vor Augen führen zu müssen, weshalb die Demokratie dem Untergang geweiht ist und China (nicht der Kommunismus selber) weltweit an Macht gewinnen wird.&lt;br /&gt;
Zum Glück gibt es noch die Amerikaner, auf deren aktuelle Politik man das Gespräch lenken kann um sie dann gemeinsam etwas spöttisch in Frage zu stellen. So kommt man dann auch da wieder raus.&lt;br /&gt;
Der Punkt ist einfach, dass jeder Mensch in seinem Halbschlaf eben nur aus seiner Perspektive Dinge beurteilt.&lt;br /&gt;
Das ist in China nicht anders, als bei uns. Und auch ich habe mich an gewisse Dinge gewöhnt, die ich nicht missen möchte.&lt;br /&gt;
Zur Zeit tagt die kommunistische Partei wieder in Beijing, weshalb die Kontrollen an den Bahnstationen wieder verschärft wurden. Polizei und Militär sind allgegenwärtig, auch weit ab der Innenstadt.&lt;br /&gt;
Gestern abend nach der Arbeit, als ich aus der Station kam, wurde auch ich von der Polizei aussortiert.&lt;br /&gt;
Man fragte mich nach meinem Ausweis, den ich allerdings immer zu Hause aufbewahre.&lt;br /&gt;
„Kein Problem“ war die knappe Antwort. Einmal unter die Neonreklame gestellt, mit dem Handy ein Foto gemacht und schon hatte der Beamte meine Daten. Eine gesamte Akte wäre vielleicht der passendere Ausdruck.&lt;br /&gt;
Bild, Name, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, Grösse, Augenfarbe, Passnummer, Status des Visums, Berufsbezeichnung, Arbeitgeber mit Adresse, persönliche Adresse etc. konnte ich erkennen, als er mir den Bildschirm vor das Gesicht hielt und fragte, ob ich das sei.&lt;br /&gt;
Ich gehe davon aus, dass auch das Sozialpunkte Ranking dort aufgeführt war.&lt;br /&gt;
(Für alle, die nicht wissen, was das ist): Es gibt ein landesweites soziales Ranking System, in dem zum Beispiel mit Hilfe von Kameras an öffentlich Plätzen und einer Gesichtserkennungssoftware Menschen automatisiert kategorisiert werden.&lt;br /&gt;
Wenn jemand zum Beispiel bei rot die Strasse überquert, bekommt er eine gewisse Punktzahl von seinem sozialen Konto abgezogen (um nur ein Beispiel zu nennen. Wir hatten das Thema bereits in dem Artikel [[Camera Obscura]] angesprochen).&lt;br /&gt;
Auf Grund ihres Punktestandes wird inzwischen Leuten der Verkauf von Fahrkarten oder ähnlichem verwehrt. Ein schauriges Szenario.&lt;br /&gt;
Und obwohl man es schon immer gewusst hat, dass die Behörden alle persönlichen Daten von einem haben, fühlt es sich doch sehr beklemmend an, wenn man dann tatsächlich in einer Polizeikontrolle sieht, wie schutzlos man eigentlich ist.&lt;br /&gt;
Da bin ich dann auch kurz aus meinem Schlaf aufgeschreckt und musste erkennen, dass es genau jetzt ein guter Zeitpunkt ist, das Land zu verlassen und wieder zurückzugehen. 
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    <pubDate>Thu, 14 Mar 2019 01:53:00 +0000</pubDate>
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    <title>Titanen</title>
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            <category>Aktuelles</category>
            <category>Literatur</category>
            <category>Seltsames Verhalten von Deutschen und Anderen</category>
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    <author>nospam@example.com (Ingo)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:40 --&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/qiantu.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;329&quot;  src=&quot;http://blog.smart-r.at/uploads/qiantu.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;Ein Elektroflitzer der superlative von der chinesischen Firma 前途 [qián tú), was so viel wie Perspektive, Aussicht zukünftige Erwartung bedeutet).&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein Elektroflitzer der superlative von der chinesischen Firma 前途 [qián tú), was so viel wie Perspektive, Aussicht zukünftige Erwartung bedeutet).&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Als die RMS Titanic 1912  im Nordatlantik einen Eisberg rammte und unterging, wurde plötzlich der Roman „Futility (the Wreck of the Titan)“ von &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Morgan_Robertson&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Morgan_Robertson&quot;&gt;Morgan Robertson&lt;/a&gt; ein vielgelesenes Werk.&lt;br /&gt;
Viele Menschen glauben bis heute, dass der Autor hellseherische Fähigkeiten gehabt haben muss. Ein Schiff Namens „Titan“, das grösste seiner Zeit und als unsinkbar deklariert, rammt im Nordatlantik einen Eisberg und kentert. Viele Menschen können nicht gerettet werden, da zu wenige Rettungsboote an Bord sind.&lt;br /&gt;
Kommt Ihnen bekannt vor ? Nun, das sind genau die Fakten, die in dem Roman von 1898 deckungsgleich mit der Katastrophe von 1912 sind (Bei dem Namen „Titan“ und „Titanic“ drücken wir mal ein Auge zu).&lt;br /&gt;
Das ist, zumindest aus diesem Blickwinkel, tatsächlich beachtlich. Allerdings ist das natürlich nur wieder die halbe Wahrheit.&lt;br /&gt;
Robertson hat sich für seinen Roman, so wie viele Schriftsteller durch eine Tragödie aus dem wahren Leben inspirieren lassen.&lt;br /&gt;
Denn bereits 1880 sank ein Dampfschiff nach der Kollision mit einem Eisberg vor Neufundland (wieder im Nordatlantik). Sein Name „Titania“.&lt;br /&gt;
Wenn wir uns die Geschichte jetzt aus diesem Blickwinkel anschauen, dann ist eigentlich die Geschichte um den Roman nicht mehr interessant. Ein Autor hat anhand einer wahren Begebenheit eine Geschichte erzählt, mehr nicht.&lt;br /&gt;
Was noch ein interessanter Zufall ist, dass zwei Schiffe mit ähnlichen Namen das gleiche Schicksal ereilt hat.&lt;br /&gt;
Obwohl die Namen auch nicht zufällig sind. Es waren zu ihrer Zeit die grössten Schiffe, da wollte man auch einen mächtigen Namen haben. Was liegt also näher als sich in der griechischen Mythologie zu bedienen und den Namen eines mächtigen Göttergeschlechts von Riesen in Menschengestalt, den „Titanen“ zu gebrauchen ?&lt;br /&gt;
Aus diesem Blickwinkel ist das grosse Mysterium gar keines mehr, nicht wahr ?&lt;br /&gt;
Nicht immer hängen die Dinge so zusammen, wie man meint, selbst wenn es manchmal den Anschein hat, aber Menschen lieben es einfach in solchen Zusammenhängen zu denken.&lt;br /&gt;
Ich habe meine Artikel eine Zeit lang immer unter der Woche veröffentlicht, ganz einfach weil dann die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist auch ein paar Likes auf Facebook zu bekommen.&lt;br /&gt;
Dann kam die Frage auf „Du arbeitest den ganzen Tag, hast zu Hause eine Familie mit einem Kleinkind und hast dann noch Zeit einen Artikel zu schreiben ?“. Nein, habe ich nicht. Die Artikel entstehen am Wochenende.&lt;br /&gt;
Und in den seltensten Fällen komplett am Stück. Ich habe immer ein paar Artikel, an denen ich am Wochenende herumwerkel, bis ich sie veröffentliche.&lt;br /&gt;
Um also nicht den Eindruck zu erwecken, ich würde die Artikel während der Arbeitszeit schreiben, veröffentliche ich sie eben jetzt auch am Wochenende, was natürlich ganz massiv die Likes einschränkt.&lt;br /&gt;
Aber so sind Menschen eben, sie erstellen automatisch Verbindungen, an die sie dann felsenfest glauben, selbst wenn diese Dinge in keinster Weise miteinander zu tun haben. Es passt halt gerade so gut.&lt;br /&gt;
Ein paar schöne Beispiele hierzu haben wir dem Amerikaner Tyler Vigen zu verdanken, der wahllos Statistiken zusammengeführt hat, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, aber einen ähnlichen Kurvenverlauf aufweisen.&lt;br /&gt;
Somit sind die Graphen der Scheidungsrate in Maine und die des Verzehrs von Margarine in den USA (jeweils von 2000 bis 2009) fast deckungsgleich. Interessant, aber völlig sinnbefreit.&lt;br /&gt;
Ein schönes Beispiel aufzuzeigen, wie sinnlos Statistiken ohne fundierte Grundlage doch sind. Auf diese Weise kann man so ziemlich alles schön- oder schlechtreden.&lt;br /&gt;
Und vor allen Dingen kann man Dinge miteinander verknüpfen, die zufälligerweise zur gleichen Zeit signifikante Änderungen aufweisen.&lt;br /&gt;
So könnte man auch schön die Arbeitslosenzahlen, die sich 2005 auf einem Rekordhoch befanden mit dem Ende der Übergangsfrist für die Rechtschreibreform verbinden, das genau auf dieses Jahr fiel.&lt;br /&gt;
„Arbeitslosenzahlen auf Rekordhoch, weil Deutsche zu dumm zum Schreiben sind“ wäre doch ein schöner Titel für die Boulevardpresse gewesen.&lt;br /&gt;
Wie heisst es so schön ? „Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast“.&lt;br /&gt;
Auch im Zusammenhang mit China hält man aus westlicher Sicht an vielen Vorurteilen fest, die einfach nicht (oder nicht mehr) korrekt sind.&lt;br /&gt;
Ein aktuelles Beispiel haben wir hier: Nachdem Amerika massive Zölle auf Waren aus China erhoben und dem Apple Konzern nahegelegt hat doch im eigenen Land zu produzieren, hat die Antwort des Apple Konzerns viele Leute vor den Kopf gestossen, dabei ist es schon seit geraumer Zeit kein Geheimnis mehr (Es wollte in den westlichen Nationen bis jetzt nur niemand wahr haben).&lt;br /&gt;
Erstens: China ist schon lange nicht mehr das Billigproduktionsland das es einmal war. Firmen die hier produzieren lassen, tun es nicht mehr wegen der geringen Löhne.&lt;br /&gt;
Zweitens: Sie tun es nämlich auf Grund der inzwischen gut ausgebildeten Arbeiter, die es hier in grossen Mengen gibt.&lt;br /&gt;
Wie Apple es so schön bildlich beschreibt: Würde man die geeigneten Leute in Amerika zusammensuchen, könnte man nicht einmal einen Raum mit ihnen füllen, dagegen findet man in China in gewissen Gebieten qualifiziertes Personal in Massen, so dass man damit Fussballfelder füllen könnte.&lt;br /&gt;
Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die lokalen Unternehmen. Diese können ihre Mitarbeiter auch aus einem Pool gut ausgebildeter, junger Leute schöpfen.&lt;br /&gt;
Dazu kommt, dass die Mittelschicht in China in den letzten Jahren gewachsen und um einiges vermögender geworden ist.&lt;br /&gt;
Das hat Einfluss auf das Kaufverhalten, was chinesische Firmen dazu zwingt von Massenkopien zu Qualitätsproduktionen überzugehen und in direkte Konkurrenz mit den ausländischen Firmen zu treten.&lt;br /&gt;
Laut einer Umfrage, die die europäische Handelskammer in China bei ihren Mitgliedsfirmen gestartet hatte, sagten 61% der Unternehmen aus, dass ihre chinesische Konkurrenz ihnen in Sachen Innovation ebenbürtig oder sogar voraus sei.&lt;br /&gt;
In chinesischen Unternehmen geht man Inzwischen immer mehr dazu über eigene Produkte zu entwickeln, die Zeiten der Massenkopien gehen langsam ihrem Ende entgegen.&lt;br /&gt;
Dabei haben die lokalen Unternehmen inzwischen so viel Wissen angehäuft, dass immer mehr von ihnen in der Lage sind, in fast allen wirtschaftlichen Bereichen mit eigenen Produkten bis ganz oben in die Spitzenpositionen des Marktes vorzudringen.&lt;br /&gt;
Viele High-Tech- und andere Produkte stehen denen der bekannten Marktführer in nichts mehr nach und es ist bloss eine Frage der Zeit, wann sie in anderen Ländern die Warenregale füllen werden.&lt;br /&gt;
Firmen wie Lenovo, Xiaomi (小米科技 xiǎo mĭ kē jì) oder Huawei (华为技术公司 huá wéi jì shù gōng sī) sind bloss der Anfang.&lt;br /&gt;
Wenn Sie wüssten, was man in China bereits alles kaufen kann, dann würde Ihnen das Prospekt des grossen Elektronikladens in der Einkaufspassage Ihres Stadtviertels, der zur Neueröffnung die überdimensionalen Plasa-Fernseher verlost nur noch ein müdes Lächeln entlocken.&lt;br /&gt;
Angesprochene chinesische Firmen werden immer grösser und einflussreicher und können sich durchaus mit den alteingesessenen multinationalen Globalplayern messen.&lt;br /&gt;
Der hart umkämpfte, chinesische Markt hat sie stark gemacht, sie müssen den internationalen Markt in keinster Weise fürchten.&lt;br /&gt;
Es gibt noch ein paar Gebiete in denen chinesische Firmen, laut Aussage der europäischen Handelskammer, nicht so schnell aufgeholt haben (Ingenieurswesen, Pharmaindustrie etc.), aber auch hier wird fleissig gearbeitet.&lt;br /&gt;
Auf anderen Gebieten scheinen chinesische Unternehmen unaufhaltsam. Sie sind, wenn man so will, die neuen Titanen und greifen jetzt die alten an.&lt;br /&gt;
Wer hätte gedacht, dass ein einst grosses Göttergeschlecht irgendwann einmal herhalten muss um Schiffen, Firmen und sogar Fussballern einen Namen zu geben. Sie würden sich im Grabe umdrehen (oder im &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Tartaros&quot; title=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Tartaros&quot;&gt;Tartaros&lt;/a&gt; vor Wut umherspringen, wenn wir geschichtstreu bleiben wollen).&lt;br /&gt;
Aber so ist das eben. Menschen verbinden gerne Dinge miteinander und lieben es dabei auch gerne mal zu übertreiben. Wir werden also auch in Zukunft wohl noch vielen Titanen begegnen. 
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    <pubDate>Sat, 29 Sep 2018 01:56:00 +0000</pubDate>
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